Breitband im MK: TKG und GWS kooperieren

Als Breitbandkoordinator und TKG Projektleiter kümmert sich Tilo Deckert Hand in Hand mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Märkischen Kreises um den Breitbandausbau. (Foto: GWS)

Die Versorgung mit leistungsfähigem Breitband-Internet gehört heute zu den wichtigsten Standortfaktoren.

von Jochen Schröder, Geschäftsführer GWS im Märkischen Kreis

Nach Schätzungen der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen (TKG-SWF) sind etwa 80 bis 120 Millionen Euro erforderlich, um in der heimischen Wirtschaftsregion das von der Bundesregierung verfolgte Ziel einer flächendeckenden Breitbandinfrastruktur mit einer Downloadgeschwindigkeit von mind. 50 Mbit pro Sekunde bis 2018 zu erreichen. Wie dies konkret finanziert werden soll, bleibt aber weitgehend unklar. Nach wie vor ist die tatsächliche Versorgungssituation in der Region extrem unterschiedlich. In ihrer Breitband-Agenda für Südwestfalen weist die TKG-SWF darauf hin, dass zumindest temporär die Gefahr einer „Digitalen Spaltung“ in der Region bestehe. Die ist umso besorgniserregender, weil es in der drittstärksten Industrieregion Deutschlands darum geht, nicht nur den Anschluss an die Digitalisierung der Produktion zu halten, sondern den Anspruch zu haben, bei dem Megathema „Industrie 4.0“ mit zu den Vorreitern zu gehören. Die intelligente Vernetzung von Menschen, Maschinen, Produkten und Werkstücken über das Internet wird ohne eine leistungsfähige Breitbandversorgung mit hohen Download- und Uploadraten nicht gelingen.

Sicherlich ist davon auszugehen, dass der unternehmensübergreifende Datenaustausch voraussichtlich nur auf der Grundlage einer Glasfaserinfrastruktur reibungslos funktionieren wird. Gleichwohl kann die TKG-SWF als technologie- und anbieterneutrale Gesellschaft einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Versorgungssituation leisten.

Seit Anfang des Jahres hat der für den Märkischen Kreis zuständige Mitarbeiter der TKG-Südwestfalen, Tilo Deckert, seinen Arbeitsplatz im Gebäude der GWS in Altena bezogen, um Synergien in den Aufgabenfeldern Wirtschaftsförderung und Breitbandversorgung auszuschöpfen. Zu seinem Dienstleistungsangebot gehört unter anderem:

  • Genaue Analyse der jeweiligen Versorgungssituation und Bestandsaufnahme der verfügbaren Infrastruktur
  • Gespräche mit potenziellen Netz- und Dienste-Anbietern
  • Technologieneutrale Beratung der Unternehmen und Erarbeitung von Lösungsmöglichkeiten
  • Durchführung von Investitionen in begrenztem Umfang in Kooperation mit Infrastrukturanbietern

Erfahren Sie mehr in der Ausgabe 1 / 2015 der GWS publik
http://www.gws-mk.de/fileadmin/user_upload/presse/GWS_Publik_Ausgabe_1-15_web.pdf