Ausschreibung für FTTH im Kreis Soest beginnt

Mit einer europaweiten Ausschreibung ist im Kreis Soest die Suche nach einem Anbieter gestartet, der die förderfähigen Bereiche im Kreisgebiet mit schnellem Internet und einer zukunftssicheren Glasfaserversorgung bis vor die Haustür (Fiber to the Home, FTTH) versorgen soll. Die Angebots- / Teilnahmefrist endet am 29.06.2017.
„Der Bedarf an schnellem Internet wird in den nächsten Jahren in einem rasanten Tempo steigen. Die erwarteten Zukunftsszenarien können auf Dauer nur von Glasfasernetzen bewältigt werden. Deshalb setzt der Kreis Soest auf den Breitbandausbau mit Hilfe von Glasfaser und ist damit Pilotregion in ganz Nordrhein-Westfalen“, erklärt Landrätin Eva Irrgang.
„Glasfasernetze gelten trotz höherer Kosten langfristig als die langlebigste, leistungsfähigste und volkswirtschaftlich vernünftigste Variante eines nachhaltigen Netzausbaus“, ergänzt Christoph Hellmann, Breitbandkoordinator des Kreises Soest. „Eine Entscheidung darüber, wann und wo mit dem Breitbandausbau begonnen werden kann, fällt frühestens nach den Sommerferien. Der Grund hierfür ist, dass die jeweiligen Anbieter innerhalb der Ausschreibung eine Meilensteinplanung der einzelnen Bauabschnitte vorlegen müssen. Das braucht Zeit. Die Planungen werden dann so schnell wie möglich veröffentlicht“, so Hellmann.
Fördergelder in Millionenhöhe sind für den Breitbandausbau im Kreis von Bund und Land zugesichert worden (wir berichteten). Um einen gemeinsamen Förderantrag unter Federführung des Kreises Soest beim Bund und beim Land stellen zu können, hatten die 14 Kommunen und die Kreisverwaltung im Juni 2016 eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Gefördert wird das Vorhaben mit 50 Prozent vom Bund und einer zusätzlichen Kofinanzierung von 40 Prozent durch das Land NRW. Kommunen in Haushaltssicherung werden vom Land sogar mit 50 Prozent unterstützt. Konkret: Der Kreis Soest erhält für den Breitbandausbau voraussichtlich vom Bund 15 Millionen Euro und vom Land 13,5 Millionen Euro. Die Kommunen steuern zusammen weitere 1,5 Millionen als Eigenanteil zum Ausbau bei.
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