Planung für Breitband in Südwestfalen mit fast 500.000 Euro gefördert

Schon fast eine halbe Million Euro Fördergelder des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fließen nach Südwestfalen. Bundesminister Alexander Dobrindt hat am 26. April 2016 weitere 106 Förderbescheide für Mittel aus dem milliardenschweren Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau übergeben. Die Region Südwestfalen kann sich damit über Förderbescheide in Höhe von insgesamt 470.000 Euro freuen, darunter sind alle fünf südwestfälischen Kreise und auch einzelne Kommunen.

BMVI_wiese_sensburg_breitband

 

Kommunen und Landkreise mit unterversorgten Gebieten erhalten jeweils bis zu 50.000 Euro. Mit dem Geld können sie Ausbauprojekte für schnelles Internet planen und Antragsunterlagen für eine Bundesförderung dieser Projekte erstellen lassen. In einem zweiten Schritt vergibt das BMVI bis zu 15 Millionen Euro je Projekt, um die Umsetzung von Ausbauprojekten zu fördern.

Minister Dobrindt: „Das Bundesförderprogramm für schnelles Internet ist ein Riesenerfolg. Die große Nachfrage hält unvermindert an: Täglich erreichen uns neue Förderanträge, die wir schnell und unbürokratisch entschieden. Wir machen allen Kommunen und Landkreisen ein Angebot, das Bundesprogramm zu nutzen, damit es bis 2018 auf der Landkarte keine weißen Flecken mehr gibt.“

Seit Beginn des Bundesprogramms am 18. November 2015 konnten bereits 336 Förderanträge von Kommunen und Landkreisen aus ganz Deutschland positiv beschieden werden. Mit dem Bundesförderprogramm sollen unterversorgte Gebiete einen Netzzugang von mindestens 50 Mbit pro Sekunde erhalten. Der Netzausbau wird technologieneutral gefördert. Der Fördersatz beträgt 50 bis 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Da das Bundesprogramm mit Förderprogrammen der Länder kombinierbar ist, kann der Förderanteil auf bis zu 90 Prozent gesteigert werden. Insgesamt stehen für die Breitbandförderung aus Bundesmitteln rund 2,7 Milliarden Euro bereit.

bmvi_mk_breitband_deckert_1

 

Unterstützung bei der Antragsstellung für Beratungs- und Ausbauleistungen und in dem weiteren Verfahren erhalten die südwestfälischen Kreise, Städte und Gemeinden von der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen (TKG-SWF) und den Breitbandkoordinatoren. „Als kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft sind wir grundsätzlich anbieter- und technologieneutral“, erklärt TKG-SWF Geschäftsführer Stefan Glusa. „Seit 2008 stellen wir unseren Kreisen und Kommunen beim Thema Breitband wichtige Infrastruktur-Informationen bereit und haben die richtigen Ansprechpartner und Experten für die komplexen technischen, rechtlichen und finanziellen Fragen.“ Dank der Fördermittel aus Berlin kann die Arbeit am Ausbau von Breitbandnetzen in Südwestfalen nun konsequent fortgesetzt werden.

Breitband-Fördermittel des Bundes für den Hochsauerlandkreis

Am Dienstag, den 26. April 2016 wird ein weiterer Förderbescheid nach Südwestfalen vergeben. Der Hochsauerlandkreis erhält von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Berlin einen Bescheid über 50.000 Euro. Wie die Kreise Olpe, Siegen-Wittgenstein, Soest und der Märkischen Kreis, die kürzlich auch entsprechende Bescheide erhalten hatten, wird der Hochsauerlandkreis das Geld des Bundes in die Planung und Antragstellung von weiteren Breitbandprojekten investieren.

bomba-landrat-schneider01
Freuen sich über die Fördermittel des Bundes: Landrat Dr. Karl Schneider, (2. von links), Stefan Glusa, TKG Südwestfalen und Patrick Sensburg MdB (rechts) bei einem Gespräch mit Staatssekretär Rainer Bomba (links) im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

„Mit den Fördermitteln honoriert der Bund die Bemühungen des Hochsauerlandkreises, im Zuge der Breitbandförderung schnell förderfähige Projekte zu entwickeln. Ich freue mich, dass die hervorragende Arbeit des Hochsauerlandkreises und der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen in diesem Bereich nun durch die Gewährung der Fördermittel anerkannt wird“, teilte der heimische Bundestagsabgeordnete Patrick Sensburg in einem ersten Statement mit.

bescheid_hochsauerlandkreis_breitband_50000

 

Im Rahmen des Bundesförderprogramms für den Breitbandausbau stellt der Bund in den kommenden Jahren 2,7 Milliarden Euro zur Verfügung, um den flächendeckenden Breitbandausbau in Deutschland voranzutreiben. „Unser Ziel muss es dabei sein, möglichst viele Fördermittel in den Hochsauerlandkreis zu holen. Insbesondere in den kleineren Ortschaften, aber auch in vielen Gewerbegebieten haben wir hier noch deutlichen Nachholbedarf“, so Sensburg.

Förderzusage über 6 Mio. Euro für Kreis Olpe

Der Kreis Olpe erhält in der kommenden Woche als einer der bundesweit ersten Kreise einen Förderbescheid über rund 6 Millionen Euro für den Breitbandausbau. Martin Dornseifer, Breitbandkoordinator des Kreises Olpe wird den Bescheid vom Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, am 28.04.2016 persönlich entgegennehmen.

olpe_breitband_foerderbescheid.
Die ersten Förderbescheide für Ausbaumaßnahmen werden am 28.04.2016 übergeben. Der Kreis Olpe erhält rund 6 Mio. Euro. (Foto: BMVI)

„Wir wollen die Breitbandversorgung in den derzeit noch unterversorgten Gebieten des Kreises Olpe entscheidend voran bringen. Deshalb haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt, um im ersten Förderaufruf des Bundes bereits erfolgreich zum Zuge zu kommen“, freut sich Landrat Frank Beckehoff. Ziel ist eine möglichst flächendeckende Breitbandversorgung mit mindestens 50 Mbit/s bis zum Jahr 2019. Dazu sollen zahlreiche der sogenannten Kabelverzweiger im Kreisgebiet mit Glasfaser angebunden werden. Von dort aus werden die Haushalte zwar weiterhin über Kupferkabel versorgt, die Übertragungsgeschwindigkeit wird im Vergleich zur bisherigen Versorgung aber deutlich verbessert. Die zukünftigen Ausbaugebiete wurden in enger Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden, die bereits in den vergangenen Jahren zahlreiche Aktivitäten zur Verbesserung der Breitbandversorgung unternommen haben, ausgewählt.

Neben den unterversorgten Ortschaften stehen vor allem auch die bisher unzureichend angebundenen Gewerbegebiete im Fokus.  „Unsere Unternehmen sind dringend auf schnelles Internet angewiesen. Nur so können wir unsere wirtschaftliche Stärke und die damit verbundene Lebensqualität auf Dauer erhalten“, bringt es der Landrat auf den Punkt.

Zusätzlich zu den Fördergeldern des Bundes erwartet der Kreis Olpe eine Zuwendung des Landes Nordrhein-Westfalen über rd. 4,9 Mio. Euro. Eine entsprechende Zusage des Wirtschaftsministeriums zur Ko-Finanzierung liegt bereits vor. Bevor es aber an den Ausbau gehen kann, sind noch die genauen Fördermodalitäten zu klären sowie ein transparentes Auswahlverfahren unter den verschiedenen Netzbetreibern durchzuführen. „Es wartet also noch viel Arbeit, bevor die Bürgerinnen und Bürger endlich schneller im Netz surfen können. Ein bisschen Geduld ist also noch vonnöten“, so Frank Beckehoff.

Von diesen Erfahrungen aus dem Kreis Olpe profitieren auch die übrigen vier südwestfälischen Kreise, die derzeit Anträge für die kommenden Förderaufrufe vorbereiten (wir berichteten). Die Fördermittel des Bundes werden nach einem komplexen Scoring-Verfahren und nicht nach dem „Windhundprinzip“ vergeben. Daher stehen die Chancen gut, dass schon im kommenden zweiten Förderaufruf die nächsten Gelder für den Breitbandausbau in die Region Südwestfalen fließen werden.

ANGA COM 2016 mit Thementag Breitband

Die ANGA COM Fachmesse und Kongress für Breitband, Kabel & Satellit ist seit mehr als 15 Jahren Europas führende Business-Plattform für Breitband- und Contentanbieter. Die Veranstaltung bietet Netzbetreibern, Ausrüstern und Inhalteanbietern einen auf Breitband fokussierten Marktplatz für ganz Europa. Die Fachmesse adressiert Netzbetreiber, Ausrüster, Dienstleister, Programmanbieter, Beratungsunternehmen, Behörden und andere Institutionen der Telekommunikations- und Medienbranche. Im Jahr 2015 verzeichnete die Fachmesse 450 Aussteller aus 35 Ländern, 17.000 Fachbesucher, davon 51 % international auf 27.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche.

anga2016

Der dritte Kongresstag der ANGA COM, der 9. Juni 2016, wird in diesem Jahr zum Thementag Breitband. Kooperationspartner des Thementags sind alle führenden Breitbandverbände Deutschlands:
• ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V.
• Bitkom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.
• BREKO Bundesverband Breitbandkommunikation e.V.
• BUGLAS Bundesverband Glasfaseranschluss e.V.
• FTTH Council Europe
• VATM Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V.
• ZVEI Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie e.V.

Das Programm adressiert gleichermaßen die etablierten Breitbandunternehmen und die wachsende Zahl neuer, lokaler Glasfasernetzbetreiber.
Die Themen der 8 Strategie- und Technikpanels des Breitbandtags sind:
• Der deutsche TK-Markt in 2020: Anbieterstrukturen und Zugangsregulierung
• G.fast, Supervectoring, Glasfaser und Koax – Access-Technologien im Leistungsvergleich
• Best Practice Breitbandnetze: Glasfaserausbau, Fernsehen und Mobilfunk
• FTTX – Stepping into the Gigabit Society
• Internet of Things – Handling of Million Devices in a Connected World
• Smart Home & Smart Meter
• From Cloud to Consumer: TV Everywhere Business Realities
• PNM – High Performance Network Management 24/7

Zum Thema Breitband wird ebenfalls Günther H. Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, in seiner Rede am zweiten Veranstaltungstag zu Breitbandinvestitionen und Konnektivität in der Gigabit-Gesellschaft sprechen.

Als kommunale Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH laden wir unsere Kreistagsmitglieder, Gremienvertreter aus Gesellschafterversammlung und Aufsichtsrat sowie den Verwaltungen aus dem Hochsauerlandkreis, Kreis Olpe, Kreis Soest, Kreis Siegen-Wittgenstein oder Märkischen Kreis auch in diesem Jahr wieder herzlich ein, gemeinsam mit uns die ANGACOM zu besuchen. Gerne stellen wir Ihnen dazu kostenlos ein Ticket zur Verfügung.  Bitte sprechen Sie uns oder Ihren Breitbandkoordinator an!

Ausbau von Halvers Ortsteilen in 2017

In den halveraner Ortsteilen Schwenke, Hohenplanken, Heesfeld, Oeckinghausen und Heesfelder Hammer sollen innerhalb eines Jahres die Arbeiten zum Ausbau schnellerer Internetanschlüsse abgeschlossen sein. Über 600 Haushalte und einige Gewerbebetriebe im Außenbereich sollen ab März 2017 eine Download-Geschwindigkeit von bis zu 50 Megabit pro Sekunde nutzen können.

Damit schließt die Stadt Halver ein Auswahlverfahren ab (wir berichteten), das die Deutsche Telekom für sich entscheiden konnte und in dem eine Mindestgeschwindigkeit von 16 MBit/s gefordert worden war.

halver_telekom
v.l. Ramona Ullrich, Bürgermeister Michael Brosch (Stadt Halver) und Jürgen Krey (Telekom) Foto: Stadt Halver

Die Telekom kündigte an, von Halver aus 13 Kilometer Glasfaserkabel überwiegend in vorhandenen Leerrohren in die jeweiligen Ortsteile zu verlegen und zehn Multifunktionsgehäuse anzubinden. Außerdem sei im Bereich Schwenke/Hohenplanken rund 850 Meter Tiefbau nötig, im Bereich Heesfeld sollen es 1,1 Kilometer werden. Die Glasfaser reicht dann bis in die Straßen hinein, ab dort werden die vorhandenen Kupferleitungen der einzelnen Haushalte genutzt. Dies soll ausreichend leistungsstark sein, so dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen parallel möglich sein werde, hieß es von Vertretern der Telekom.

Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit über den Märkischen Kreis, kann die Stadt Halver eine 90-prozentige Förderung der Internetversorgung im ländlichen Raum erreichen. Einen Eigenanteil von 80 000 Euro investiert Halver selbst. Bürgermeister Michael Brosch: „Das Internet ist für Familien und Unternehmen unverzichtbar. Nur mit guter Infrastruktur kann man sich um die Ansiedlung von jungen Familien und neuen Unternehmen in Halver bemühen.“

Gigabit-Glasfasernetz bis 2025

Am 15.März 2016, pünktlich zum Auftakt der weltgrößten IT-Messe CeBIT in Hannover, wurde wieder landes- und bundespolitisch Zwischenbilanz gezogen und neue Ziele gesetzt. So soll ein Gigabit-Glasfasernetz das deutsche Internet auf Höchstgeschwindigkeit bringen und eine Digitalagentur Kompetenzen bündeln. Das hat Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zur Eröffnung der CeBIT angekündigt und dazu eine „Digitale Strategie 2025“ vorgelegt.

bmwi_digitale_strategie_2025

Am selben Tag zog auch Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Garrelt Duin im Rahmen einer Pressekonferenz eine positive Zwischenbilanz: Der Breitbandausbau in NRW komme gut voran, die digitale Strategie werde konsequent umgesetzt. In den vergangenen Wochen habe er mit vielen Bürgermeistern und Landräten gesprochen. Schon 42 Städte und Kreise aus NRW haben Förderbescheide des Bundes für Beratungsleistungen erhalten, 33 weitere Anträge sind gestellt. Sieben Kreise und Städte haben in der ersten Runde bereits Anträge auf Infrastrukturförderung gestellt. Auch die fünf Kreise der Region Südwestfalen befinden sich unter den ersten Antragstellern.

duin_breitband_maerz_2016
NRW Wirtschaftsminister Garrelt Duin hat eine positive Zwischenbilanz des Breitband-Ausbaus im Land gezogen. Foto: NRW

Die Vernetzung schreite mit hohem Tempo voran, der Datenverkehr steige. Damit Wirtschaft, Schulen, Krankenhäuser, Verwaltung und alle Bürgerinnen und Bürger an dieser digitalen Zukunft teilhaben können, will die Landesregierung den Breitband-Ausbau beschleunigen, digitale Existenzgründungen und die Kooperation zwischen Mittelstand und Industrie zusätzlich fördern. Duin: „Wir gehen in Nordrhein-Westfalen einen eigenen Weg für die Digitale Wirtschaft und laufen anderen Standorten nicht hinterher. Durch die Verbindung unserer starken industriellen Basis mit den Ideen junger, kreativer Startups kann eine starke Innovationskraft entstehen.“ Der Breitbandausbau ist ein wichtiger Baustein in der Digitalstrategie der NRW-Landesregierung.

Das BMWI macht sich in der neuen „Digitalen Strategie 2025“ ebenfalls für den Breitbandausbau, Startup-Förderung und „Datensouveränität“ stark. Hochleistungsfähige Breitbandnetze seien Basis und Treiber der Digitalisierung und damit für die digitale Zukunftsfähigkeit Deutschlands unverzichtbar. Für den Aufbau einer leistungsstarken und wettbewerbsfähigen digitalen Infrastruktur müssen eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg gebracht werden. Darunter z.B.

  • ein Zukunftsinvestitionsfonds für Gigabitnetze in ländlichen Räumen,
  • die Optimierung des Zusammenwirkens von Förderprogrammen,
  • die schrittweise Erschließung der „letzten Meile“ mit günstig und schnell skalierbaren Gigabitnetzen
  • die Erleichterung der Planung und des Baus von Gigabitnetzen, sowie
  • eine investitions- und innovationsfreundliche Ausgestaltung des Rechtsrahmens und der Regulierungspraxis

Es seien Breitbandanschlüsse erforderlich, die Geschwindigkeiten im Bereich mehrerer Gigabit pro Sekunde symmetrisch sowohl im Downstream als auch im Upstream bieten, zuverlässige echtzeitfähige Übertragung sicherstellen und Internetdienste hoher Qualität ermöglichen. Dafür müsse die aktuelle deutsche Breitbandstrategie, die im Wesentlichen auf die Bereitstellung asymmetrischer Anschlüsse für Privatkundinnen und Privatkunden abzielt, schon jetzt um einen Glasfaseransatz über das Jahr 2018 hinaus ergänzt werden.

Breitband-Förderanträge für Siegen-Wittgenstein

Im Kreis Siegen-Wittgenstein hat der Ausschuss für Wirtschaft und Regionalentwicklung am 09. März 2016 über den Sachstand zur Förderthematik für einen flächendeckenden Breitbandausbau in Siegen-Wittgenstein beraten. Schon 2015 war die Verwaltung beauftragt worden, ein Konzept für den kreisweiten Breitbandausbau auf Basis eines Wirtschaftlichkeitslückenmodells zu erstellen. Der Ausbau sollte auf Basis einer Geschwindigkeit von mindestens 50 MBit/s flächendeckend und aus Kostengründen durch einen Ausbau der Glasfasertechnik bis zu den Kabelverzweigern (FTTC) erfolgen.

Im Rahmen der Konzepterstellung wurden zwischenzeitlich mit allen kreisangehörigen Städten und Gemeinden Gespräche geführt, in denen der Ausbaustand, weitere Planungen, mögliche Kosten und Förderungen besprochen wurden. Die intensive Auseinandersetzung mit der mittlerweile erlassenen Bundesrichtlinie zur Förderung des Breitbandausbaus und der sich im Entwurf befindlichen Landesrichtlinien haben wesentliche, neue Erkenntnisse geliefert, die auf das weitere Vorgehen großen Einfluss haben.

Nun wird ein kreisweiter Breitbandausbau in mehreren Schritten und Teilprojekten angestrebt, um im Wettbewerbsverfahren der Bundesförderung einen Zuschlag zu erhalten, dadurch dann eine Kofinanzierung des Landes NRW in Anspruch nehmen zu können und damit insgesamt eine möglichst hohe Förderquote zu erreichen.

siegen

Die Städte und Gemeinden des Kreises Siegen-Wittgenstein sind eingeladen, sich an dem gemeinsamen Förderantrag zu beteiligen und so bessere Chancen auf eine Bundes-/Landes-Förderung auch aufgrund der Größe des Projektgebietes zu erhalten. Die Förderquote beträgt mindestens 90%, in sehr vielen Fällen sind sogar 100 % wahrscheinlich. Auf Basis der rechtlichen Regelungen soll es für neun Kommunen im Kreis Siegen-Wittgenstein eine 100%-Förderung der Ausbaukosten geben, da diese den Anordnungen im Rahmen eines Haushaltssicherungsverfahrens unterliegen. Zwei Kommunen müssten einen Eigenanteil von 10% tragen. Die Details werden noch in einem Kooperationsvertrag geregelt.

Durch die bereits erfolgten Planungsvorarbeiten können flächenscharf die verursachten Kosten und damit auch Eigenanteile detailliert dargestellt werden. So kann sichergestellt werden, dass jede Kommune auch nur die Kosten trägt, die für die Versorgung des jeweiligen Gemeindegebietes entstehen. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister wurden in der Bürgermeisterkonferenz am 22.02.2016 über die neuen Informationen unterrichtet.

Da sich das gesamte Vorhaben durch das Zusammenspiel zahlreicher Akteure auszeichnet, sollen die entsprechenden Anträge stellvertretend für die gesamte Region gestellt werden. Der Kreistag wird darüber voraussichtlich am 18. März 2016 abschließend entscheiden.

Neue Markterkundungs- und Auswahlverfahren im HSK

Für den Hochsauerlandkreis wurden aktuell auf der zentralen Ausschreibungsplattform des Bundes mehrere neue Auswahlverfahren für die Landesförderung (GAK) und das Markterkundungsverfahren für die Bundesförderung veröffentlicht.

bbb_hsk

Die Auswahlverfahren werden vom Hochsauerlandkreis und der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH im Auftrag der zwölf Städte und Gemeinden koordiniert. Für weitere Informationen stehen Ihnen die in den jeweiligen Unterlagen benannten kommunalen Ansprechpartner der Städte und Gemeinden zur Verfügung. Fristende ist der 25.04.2016.

Arnsberg: download
Bestwig: download
Brilon: download
Eslohe: download
Hallenberg: download
Marsberg: download
Medebach: download
Meschede: download
Olsberg: download
Schmallenberg: download
Sundern: download
Winterberg: download

Ferner führt der Hochsauerlandkreis eine Markterkundung zur Ermittlung von Netzbetreibern durch, die in der Lage sind, die nicht bzw. unzureichend versorgten Gebiete in allen zwölf kreisangehörigen Städten und Gemeinden ohne öffentliche Zuschüsse mit Teilnehmeranschlüssen mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 50 MBit/s innerhalb der nächsten 3 Jahre zu versorgen. Fristende ist der 05.04.2016.

Markterkundung – Anschreiben: download
Karte Hochsauerlandkreis gesamt: download

Breitband.NRW unter neuer Leitung

Wie Ende Februar bekannt gegeben wurde, führt die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) ab sofort den Betrieb von BreitbandConsulting.NRW fort.

PwC löst damit die innowise GmbH ab, die das offizielle Breitband-Büro des Landes Nordrhein-Westfalen seit einigen Monaten interimistisch geleitet hatte. Zuvor lag die Gesamtkoordination von 2012 bis 2014 in den Händen der Bergische Universität Wuppertal. Anfang 2015 war die Einrichtung und der Betrieb eines Kompetenz- und Innovationszentrums Breitband „Breitbandbüro.NRW“ vom Land neu ausgeschrieben worden (wir berichteten).

pwc_breitband_nrwPwC kann unter anderem Erfahrungen aus dem Aufbau und Betrieb des Bayerischen Breitbandzentrums vorweisen, das im Jahr 2013 startete. Dort war PwC unter anderem für die Begleitung des Breitbandausbaus auf allen Ebenen, Vernetzung der Akteure, Beratung in Fachfragen, Systematisierung der Ausbauprozesse, Information über Marktentwicklungen, Organisation von Kooperationsforen und Überwachung der Ausbauerfolge zuständig.

Nachdem das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes NRW (MWEIMH) nun ebenfalls PwC den Zugschlag erteilt hat, werden unter Breitband.NRW ab sofort Michael Jahn (operative Leitung), Dr. Jürgen Kaack, Mareike Zechel und Alexander Rumler als neue Ansprechpartner zu allen Fragestellungen rund um den Breitbandausbau in NRW zur Verfügung stehen. Das Team freue sich auf die neuen Aufgaben und auch auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen.

Das Breitband.NRW-Team steht als Ansprechpartner für grundlegende Informationswünsche zur Verfügung und unterstützt bei der Initiierung, Konzeption und Organisation von Breitbandvorhaben. Darüber hinaus benennt und vermittelt es Fachleute, Berater und Experten für spezielle Fragestellungen und die weitere Begleitung von Projekten.

Bis zur offiziellen Vorstellung des neuen Zentrums durch das Ministerium, sind die Mitarbeiter wie folgt zu erreichen:

Breitband.NRW | Informieren – Vernetzen – Voranbringen
Moskauer Str. 19, 40227 Düsseldorf
Telefon: 0211 / 981-2345
Email: info@breitbandnrw.de
http://breitband.nrw.de/

BMVI bewilligt Gelder für Breitbandförderung im Märkischen Kreis

Der Märkische Kreis will bislang noch nicht mit schnellem Internet versorgte Gewerbegebiete im Kreisgebiet möglichst zügig mit Glasfasernetzen ausstatten. Dafür wird er auf Fördermittel vom Bund und vom Land NRW zurückgreifen.

dobrindt_tkg_mk
Minister Dobrindt bei der Übergabe der Förderbescheide im BMVI mit Tilo Deckert (r.), Projektleiter TKG Südwestfalen und Breitbandbeauftragter des Märkischen Kreises.

Zur weiteren Unterstützung der kreisangehörigen Städte und Gemeinden aus dem milliardenschweren Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau, haben Märkischer Kreis und die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen die maximale Fördersumme von 50.000 Euro für die Entwicklung und Planung von Breitbandprojekten beantragt und vom BMVI erhalten.

Mit dem Bundesförderprogramm wird der Netzausbau technologieneutral gefördert. Der Fördersatz beträgt 50 bis 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Da das Bundesprogramm mit Förderprogrammen z.B. der Länder kombinierbar ist, kann der Eigenanteil der Kommunen bis auf 10 Prozent reduziert werden.

foerderbescheide2
Zweite Übergabe von Förderbescheiden an Kommunen und Landkreise (Foto: BMVI)

Bundesminister Alexander Dobrindt hat Ende Januar weitere 45 Förderbescheide für Mittel aus dem milliardenschweren Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau übergeben. Seit Beginn des Bundesprogramms am 18. November 2015 konnten bereits 78 Förderanträge von Kommunen und Landkreisen aus ganz Deutschland positiv beschieden werden.

Nach dem Kreis Olpe ist der Märkische Kreis der zweite der Südwestfälischen Kreise, der die Fördergelder bewilligt bekommt. Aber auch für die übrigen Kreise ist eine entsprechende Antragstellung bereits in Vorbereitung.