Glasfaser-Ausbau im Hochsauerlandkreis beginnt

Am 16. April 2019 erfolgte der lang erwartete Start des geförderten Glasfaser-Ausbaus für 5.460 Haushalte, 8 Gewerbegebiete und 55 Schulen im Hochsauerlandkreis. Nachdem die abschließenden Förderbescheide von Bund und Land NRW vorliegen (wir berichteten) und der Vertrag mit dem ausführenden Unternehmen Telekom Deutschland GmbH am 28. August 2018 unterzeichnet wurde, kann der Ausbau für schnelles Internet in den Fördergebieten des Hochsauerlandkreises jetzt beginnen.

Zusammen mit Landrat Dr. Karl Schneider, Regierungspräsident Hans-Josef Vogel, Bürgermeistern und Ehrengästen erfolgte der erste Spatenstich. (Foto: TKG-SWF)

Der Auftakt fand im Gewerbepark Hochsauerland in Schmallenberg – Bad Fredeburg statt. „Für den Hochsauerlandkreis ist dieses, zusammen mit allen Kommunen durchgeführte Projekt eine richtungsweisende Maßnahme. Gerade der ländliche Raum darf bei der Investition in hochwertige Breitbandnetze zur Stärkung unserer Wirtschaft und zur Sicherung der Versorgung der Bürger nicht abgehängt werden“, freute sich Landrat Dr. Karl Schneider anlässlich des ersten Spatenstichs.

Der Bund fördert diese lnvestition mit rund 9,24 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen finanziert weitere 7,77 Millionen Euro und den Rest
von rund 1,47 Millionen Euro steuern die Kommunen als Eigenanteil zum Ausbau bei. Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH begleitet das gesamte Förderverfahren mit fachlicher Beratung. Der Breitbandausbau wird für alle Städte und Gemeinden vom Breitbandkoordinator des Hochsauerlandkreises zentral koordiniert.

Der geförderte Glasfaser-Hausanschluss wird kostenlos bis ins Haus gelegt. Voraussetzung ist die Zustimmung des Grundstückseigentümers, die unabhängig von einer Tarif- oder Produktbestellung ist. Der „Auftrag zur unentgeltlichen Herstellung eines Telekommunikationsnetzes“ für Grundstückseigentümer im Fördergebiet kann hier heruntergeladen werden.

Ausbau-Zeitplan im Kreis Siegen-Wittgenstein aktualisiert

In einer Rekordzeit von nur 14 Monaten sollte der geförderte Breitbandausbau im Kreis Siegen-Wittgenstein eigentlich bis Mai 2019 abgeschlossen werden (wir berichteten). Wie die Kreisverwaltung jetzt mitteilt, werden bis zum Ende des zweiten Quartals 2019 mit 5.880 Adressen im Ausbaugebiet etwa 55 Prozent der vorgesehenen Anschlüsse an das schnelle Breitbandinternet fertig sein. Alle weiteren Anschlüsse erfolgen bis zum Jahresende. Von der Verzögerung sind rund 1.824 Adressen betroffen.

Die Bauarbeiten für schnelles Internet im Kreisgebiet dauern noch an. (Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein)

Die Deutsche Telekom geht davon aus, dass sie in ihrem Ausbaugebiet (Siegen, Netphen, Burbach, Neunkirchen und Wilnsdorf) termingerecht zum Ende des zweiten Quartals alle 2.725 Adressen angeschlossen haben wird. Davon werden 233 Adressen echte Glasfaserhausanschlüsse erhalten.

In den anderen Kommunen des Kreises ist Innogy TelNet Vertragspartner. Hier ist das Bild differenzierter. Im letzten Jahr konnten innerhalb von acht Monaten ca. 110 km Leerrohranlagen errichtet werden, sodass von den 7.881 Adressen bis Ende des zweiten Quartals rund 3.155 an das Breitbandnetz angeschlossen sein werden – knapp 40 Prozent. Das sind vor allem Adressen in der Freudenberger Kernstadt und den Stadtteilen Hohenhain und Büschergrund, sowie in Erndtebrück und den Erndtebrücker Ortsteilen Zinse, Röspe, Womelsdorf und Birkelbach. Die meisten Adressen werden das schnelle Internet über ihre bisherigen Kupferkabelanschlüsse nutzen können. Es werden aber auch 44 Glasfaserhausanschlüsse in Birkelbach und Erndtebrück hergestellt. Ebenfalls bis Ende des zweiten Quartals werden 146 Adressen in Hilchenbach-Vormwald und -Hadem an das schnelle Breitbandinternet angeschlossen.

Weitere 2.902 Adressen im Ausbaugebiet von innogy folgen bis Ende des dritten Quartals. Hierzu gehören noch einmal über 600 Adressen in Freudenberg (536 Kupfer- und 86 Glasfaserhausanschlüsse), 42 Glasfaserhausanschlüsse in Mittel- und Oberhees, 214 Kupfer- und 177 Glasfaseranschlüsse in verschiedenen Erndtebrücker Ortsteilen, 618 Kupfer- und 14 Glasfaserhausanschlüsse in verschiedenen Bad Berleburger Stadtteilen, 1.183 in verschiedenen Bad Laaspher Stadtteilen (davon 36 Glasfaserhausanschlüsse) und 29 Anschlüsse über Kupferkabel in Hichenbach-Lützel. Wie der Zeitplan für alle Ortschaften im Detail aussieht, will Innogy bis Mitte März auf seiner Homepage darstellen.

Seit Mitte April 2018 wurden bereits viele Kilometer neuer Leitungen verlegt. (Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein)

Landrat Andreas Müller ist über die Verzögerungen zwar nicht glücklich, erkennt aber auch an, dass Entwicklungen den Zeitplan beeinträchtigen, die innogy nur bedingt oder zum Teil auch gar nicht beeinflussen kann. So sollen z.B. etliche Trassenabschnitte mit anderen Versorgern gemeinsam ausgebaut werden, um mehrfaches Aufreißen von Straßen zu vermeiden. Hier kommt es aber zuweilen zu Verzögerungen durch die notwendige Koordination. Auch die Bearbeitung von Anträgen zur Kreuzung von Bahndämmen dauert länger als anzunehmen war. Die Bearbeitungsdauer für die Mitbenutzung von Straßengelände ist zurzeit erheblich länger als in der Vergangenheit, weil momentan an sehr vielen Stellen gleichzeitig gebaut wird. Auch die Beantwortung von Anfragen, ob Kampfmittel in einem Bauabschnitt zu erwarten sind, nimmt mehr Zeit in Anspruch. Zudem sind an zahlreichen Stellen für den Bau Felsbohranlagen nötig, die aktuell auf dem freien Markt nur mit einer gewissen Vorlaufzeit zu erhalten sind. Unterm Strich werden Ende des Jahres dann aber rund 97 Prozent aller Adressen in Siegen-Wittgenstein über einen schnellen Breitbandanschluss verfügen. Für die restlichen drei Prozent erarbeitet die Kreisverwaltung derzeit den Förderantrag für ein neues Bundesprogramm, das auch den Anschluss dieser oft einzeln gelegenen Häuser ermöglichen wird.

Förderzusage des Bundes für den Hochsauerlandkreis

Der Hochsauerlandkreis hat am gestrigen Dienstagabend, 21. März, den Förderbescheid für den Breitbandausbau in Höhe von über neun Millionen Euro erhalten, genau sind es 9.328.033,25 Euro. Franz-Josef Mönxelhaus als Koordinator für den Förderantrag und Stefan Glusa, Geschäftsführer der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen, nahmen den Bescheid vom Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Enak Ferlemann, entgegen.
Franz-Josef Mönxelhaus (2.v.r.) und Stefan Glusa (l.) nahmen im Beisein der heimischen Bundestagsabgeordneten Patrick Sensburg (2.v.l.) und Dirk Wiese (r.) den Bescheid vom Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann (Mitte) entgegen. / Foto: Hellmann
Beantragt wurden Ende Oktober 2016 insgesamt über 18 Millionen Euro für die Städte und Gemeinden im Kreisgebiet, der Bund fördert davon die Hälfte. Als nächstes wird der Antrag auf die Ko-Finanzierung beim Land NRW gestellt: Der Hochsauerlandkreis hofft auf eine schnelle Bewilligung dieser Ko-Finanzierung, damit anschließend das europaweite Ausschreibungs- und Vergabeverfahren gestartet werden kann.
Ziel des jetzt geförderten Ausbaus der Breitbandinfastruktur in den bislang unterversorgten Ortschaften ist, ein flächendeckendes Internet in den kommenden drei Jahren mit mindestens 50 Mbit/s als Zwischenschritt vorzuhalten. Dieser Infrastrukturausbau ist ein wichtiger Meilenstein, um bis 2025 Gigabit-fähige Netze zu haben. Schnelle Glasfaserleitungen sollen die Lebensqualität der Bürger und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auf Dauer sichern.
Der Hochsauerlandkreis und seine Kommunen hatten gemeinsam mit dem Breitbandkoordinator und der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen intensiv an dem umfangreichen Förderantrag gearbeitet. Der Antrag wurde gestellt für Bestwig, Brilon, Eslohe und Schmallenberg sowie die Orte der übrigen Städte, die nach der Landesförderung nicht förderfähig sind, da dort die verfügbare Bandbreite schon über 6 Mbit/s liegt. Aus der Landesförderung sind in den letzten Monaten bereits mehrere Millionen Euro in den Hochsauerlandkreis geflossen.

Mehr Breitband für Warstein

Nachdem in Warstein und Umgebung schnelles Internet schon seit 2009 für rund 9.300 Haushalte über das TV-Kabelnetz von Unitymedia verfügbar ist, beginnt die Deutsche Telekom mit der weiteren Aufrüstung ihres Netzes in Warstein, Belecke, Suttrop und Hirschberg.

Ab Februar 2017 sollen ca. 9200 Haushalte und Betriebe im Vorwahlbereich 02902 dann auch über die Telefonleitung schneller im Internet surfen können. Im März 2016 hatten die Stadt Warstein und die Telekom bereits eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Jetzt seien die Planungen abgeschlossen und es werde „gegraben“.

 Warstein bekommt schnelles Internet. (Foto: Manfred Böckmann, WAZ)
Stadt Warstein und Deutsche Telekom geben den Start des Ausbaus im Vorwahlbereich 02902 bekannt. (Foto: Manfred Böckmann, WAZ)

Medienberichten zufolge investiert die Telekom dort insgesamt etwa 3,45 Millionen Euro. 45 Multifunktionsgehäuse sollen aufgestellt und knapp fünf Kilometer neue Glasfaserkabel verlegt werden, um dann bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Download und 40 Megabit im Upload anbieten zu können.

Warsteins Bürgermeister Dr. Thomas Schöne freut sich, dass die weiteren Arbeiten im Stadtgebiet nun beginnen. Schnelle Internetverbindungen seien aus dem Leben unserer Bürgerinnen und Bürger nicht mehr wegzudenken und ein wichtiger Standortvorteil.

Mülheim, Sichtigvor und Waldhausen waren bereits Ende 2015 von der Fa. SeWiKom erschlossen worden. In Allagen und Niederbergheim soll ein Ausbau voraussichtlich mit weiteren Fördermitteln von Bund und Land erfolgen.

Förderzusage über 6 Mio. Euro für Kreis Olpe

Der Kreis Olpe erhält in der kommenden Woche als einer der bundesweit ersten Kreise einen Förderbescheid über rund 6 Millionen Euro für den Breitbandausbau. Martin Dornseifer, Breitbandkoordinator des Kreises Olpe wird den Bescheid vom Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, am 28.04.2016 persönlich entgegennehmen.

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Die ersten Förderbescheide für Ausbaumaßnahmen werden am 28.04.2016 übergeben. Der Kreis Olpe erhält rund 6 Mio. Euro. (Foto: BMVI)

„Wir wollen die Breitbandversorgung in den derzeit noch unterversorgten Gebieten des Kreises Olpe entscheidend voran bringen. Deshalb haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt, um im ersten Förderaufruf des Bundes bereits erfolgreich zum Zuge zu kommen“, freut sich Landrat Frank Beckehoff. Ziel ist eine möglichst flächendeckende Breitbandversorgung mit mindestens 50 Mbit/s bis zum Jahr 2019. Dazu sollen zahlreiche der sogenannten Kabelverzweiger im Kreisgebiet mit Glasfaser angebunden werden. Von dort aus werden die Haushalte zwar weiterhin über Kupferkabel versorgt, die Übertragungsgeschwindigkeit wird im Vergleich zur bisherigen Versorgung aber deutlich verbessert. Die zukünftigen Ausbaugebiete wurden in enger Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden, die bereits in den vergangenen Jahren zahlreiche Aktivitäten zur Verbesserung der Breitbandversorgung unternommen haben, ausgewählt.

Neben den unterversorgten Ortschaften stehen vor allem auch die bisher unzureichend angebundenen Gewerbegebiete im Fokus.  „Unsere Unternehmen sind dringend auf schnelles Internet angewiesen. Nur so können wir unsere wirtschaftliche Stärke und die damit verbundene Lebensqualität auf Dauer erhalten“, bringt es der Landrat auf den Punkt.

Zusätzlich zu den Fördergeldern des Bundes erwartet der Kreis Olpe eine Zuwendung des Landes Nordrhein-Westfalen über rd. 4,9 Mio. Euro. Eine entsprechende Zusage des Wirtschaftsministeriums zur Ko-Finanzierung liegt bereits vor. Bevor es aber an den Ausbau gehen kann, sind noch die genauen Fördermodalitäten zu klären sowie ein transparentes Auswahlverfahren unter den verschiedenen Netzbetreibern durchzuführen. „Es wartet also noch viel Arbeit, bevor die Bürgerinnen und Bürger endlich schneller im Netz surfen können. Ein bisschen Geduld ist also noch vonnöten“, so Frank Beckehoff.

Von diesen Erfahrungen aus dem Kreis Olpe profitieren auch die übrigen vier südwestfälischen Kreise, die derzeit Anträge für die kommenden Förderaufrufe vorbereiten (wir berichteten). Die Fördermittel des Bundes werden nach einem komplexen Scoring-Verfahren und nicht nach dem „Windhundprinzip“ vergeben. Daher stehen die Chancen gut, dass schon im kommenden zweiten Förderaufruf die nächsten Gelder für den Breitbandausbau in die Region Südwestfalen fließen werden.

Neue Markterkundungs- und Auswahlverfahren im HSK

Für den Hochsauerlandkreis wurden aktuell auf der zentralen Ausschreibungsplattform des Bundes mehrere neue Auswahlverfahren für die Landesförderung (GAK) und das Markterkundungsverfahren für die Bundesförderung veröffentlicht.

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Die Auswahlverfahren werden vom Hochsauerlandkreis und der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH im Auftrag der zwölf Städte und Gemeinden koordiniert. Für weitere Informationen stehen Ihnen die in den jeweiligen Unterlagen benannten kommunalen Ansprechpartner der Städte und Gemeinden zur Verfügung. Fristende ist der 25.04.2016.

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Ferner führt der Hochsauerlandkreis eine Markterkundung zur Ermittlung von Netzbetreibern durch, die in der Lage sind, die nicht bzw. unzureichend versorgten Gebiete in allen zwölf kreisangehörigen Städten und Gemeinden ohne öffentliche Zuschüsse mit Teilnehmeranschlüssen mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 50 MBit/s innerhalb der nächsten 3 Jahre zu versorgen. Fristende ist der 05.04.2016.

Markterkundung – Anschreiben: download
Karte Hochsauerlandkreis gesamt: download

Weitere Fördergelder für südwestfälische Kommunen bewilligt

Die Bezirksregierung Arnsberg hat kürzlich weitere Fördergelder für den Breitbandausbau in vier südwestfälischen Kommunen bewilligt. Die Bürgermeister Andreas Reinéry (Kirchhundem),  Alfred Schmidt (Anröchte), Nicole Reschke (Freudenberg) und Michael Brosch (Halver) nahmen die Förderbescheide von Regierungspräsidentin Diana Ewert entgegen. „Eine leistungsstarke Breitbandversorgung ist auch und gerade im ländlichen Raum ein enorm wichtiger Standortfaktor für Unternehmen und Familien“, sagte die Regierungspräsidentin.

Tobias Middelhoff und Bürgermeister Andreas Reinéry (Kirchhundem), Alfons Strümper, Bürgermeister Alfred Schmidt (Anröchte), Viktoria Höfer, Bürgermeisterin Nicole Reschke (Freudenberg), Ramona Ullrich, Bürgermeister Michael Brosch (Stadt Halver) mit Regierungspräsidentin Diana Ewert. (Foto: Bezirksregierung Arnsberg)
Tobias Middelhoff und Bürgermeister Andreas Reinéry (Kirchhundem), Alfons Strümper, Bürgermeister Alfred Schmidt (Anröchte), Viktoria Höfer, Bürgermeisterin Nicole Reschke (Freudenberg), Ramona Ullrich, Bürgermeister Michael Brosch (Stadt Halver) mit Regierungspräsidentin Diana Ewert. (Foto: Bezirksregierung Arnsberg)

In Kirchhundem, Kreis Olpe, gelingt dank der Förderung eine Millioneninvestition in die kommunale Infrastruktur und damit Zukunftsfähigkeit. Dank des Programms „Breitbandausbau ländlicher Raum“ mit einer Förderquote von 90 Prozent können rund 750.000 Euro Landesfördermittel für Kirchhundem fließen, obwohl sich Kirchhundem in der Endphase der Haushaltssicherung befindet. Der verbleibende Anteil von 80.000 Euro wird zu 30 Prozent von Unternehmern und Bürger aus Albaum, Silberg und Varste beigesteuert wird. Vom Breitbandausbau in Albaum (264.762 Euro Förderung), Silberg (308.943 Euro) und Varste (175.860 Euro) profitieren die Internetnutzer dort ab spätestens 2017 – 85 % von ihnen mit einem Empfang zwischen 25 und 50 Mbit/s. 16 Mbit/s sind dann fast flächendeckend verfügbar.

In Anröchte, Kreis Soest, kann die Gemeinde in sieben Dörfern die Breitbandversorgung ausbauen. So stehen den Menschen in Altenmellrich, Mellrich, Klieve, Altengeseke, Uelde, Robringhausen und Waltringhausen künftig Bandbreiten bis zu 50 Mbit/s zur Verfügung. Rund 1.365 Haushalte können das Internet künftig mit höherer Geschwindigkeit nutzen. Rund 16 Mbit/s werden nahezu flächendeckend möglich sein. Eine 75-prozentige Förderung hilft der Gemeinde dabei, die bestehende Wirtschaftlichkeitslücke des Netzbetreibers (gut 895.000 Euro) auszugleichen. Der öffentliche Zuschuss liegt insgesamt bei 671.527 Euro – umgerechnet sind das pro Hausanschluss etwa 655 Euro.

In Halver, Märkischer Kreis, und Freudenberg, Kreis Siegen-Wittgenstein, ist ein noch größeres finanzielles Engagement der Kommunen erforderlich: Die Stadt Halver muss für den Anschluss von 495 Haushalten in den Ortsteilen Heesfeld und Hohenplanke insgesamt 878.592 Euro (1.793 Euro pro Anschluss) aufbringen, um die vorhandene Wirtschaftlichkeitslücke des Netzbetreibers zu schließen. Hierfür bewilligte die Bezirksregierung Arnsberg eine 90-prozentige Förderung (783.712 Euro) als Zuschuss zu der Investition der Kommune.

In Freudenberg, Kreis Siegen-Wittgenstein sind 409.700 Euro nötig, um für 290 Haushalte in den Ortsteilen Plittershagen und Mausbach Bandbreiten von bis zu 50 Mbit/s zu erreichen. Die Kosten pro Hausanschluss liegen damit umgerechnet bei 1.413 Euro. Die 90-prozentige Förderung bedeutet hier einen Zuschuss von insgesamt 368.730 Euro zu den Ausgaben der Stadt.

IHK Siegen fordert Glasfaseranschlüsse

Eine neue Umfrage der IHK Siegen in sieben exemplarisch ausgewählten Gewerbe- und Industriegebieten zeigt: Wollen heimische Unternehmen im weltweiten Wettbewerb bestehen, ist eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur hierfür elementar. Für Firmen sei schnelles Internet fast genauso wichtig wie ein gutes Straßennetz. Die IHK Siegen fordert daher direkte Glasfaseranschlüsse für Unternehmen in den Gewerbe- und Industriegebieten.

55 von 330 befragten Firmen beteiligten sich mit Antworten an der Umfrage. 27 Prozent der Unternehmen gaben an, mit ihrem Internetanschluss zufrieden zu sein. Fast 71 Prozent waren unzufrieden, vor allem Datenrate (Down- und Uploadgeschwindigkeit) und Zuverlässigkeit werden bemängelt. IHK-Präsident Felix Hensel: „Die Ergebnisse der Untersuchung sind geradezu alarmierend“.

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Die Kammer hatte in den Gebieten Lehnscheid (Wilnsdorf), Langes Feld (Dahl/Friedrichsthal/Olpe), Am Eckenbach (Attendorn), im interkommunalen Gewerbepark Wittgenstein (Erndtebrück), Littfetal (Kreuztal) und Industriepark Ferndorftal (Kreuztal) und „Würdinghausen“ (Kirchhundem) festgestellt, dass 40,7 Prozent der Unternehmen eine Datenübertragungsrate von bis zu 6 Mbit/s nutzen. Im Vergleich zu einer früheren, im Sommer 2007 von der IHK Siegen durchgeführten Umfrage zum Thema „Breitbandtechnologie“, an der sich 252 von 3.066 angeschriebenen Unternehmen beteiligten, erreichten damals gerade einmal 16 Prozent diese Datenrate.

Heute gaben 38 Prozent bereits einen Bandbreitenbedarf von mehr als 50 Mbit/s an. Kosten dürfe der Anschluss für die Hälfte der Unternehmen aber nur bis zu 50 Euro im Monat. Weitere 29 Prozent wären auch bereit, bis zu 100 Euro pro Monat auszugeben. Einen einmaligen Kostenbeitrag für eine bessere Internetanbindung würden 63 Prozent der Unternehmen zahlen, ein Drittel der Firmen wäre bereit, sich mit einmalig 1.000 Euro an den Infrastrukturkosten für einen schnelleren Anschluss zu beteiligen.

Auch die Politik sei gefordert, so die IHK: Eine gute Breitbandanbindung müsse Chefsache in den Kreisverwaltungen sein.

6500 Haushalte in Lennestadt und Kirchhundem angeschlossen

In Lennestadt und Kirchhundem wurden in den vergangenen Wochen an vielen Stellen insgesamt 46 Multifunktionsgehäuse erstellt, 5,6 Kilometer Tiefbau vorgenommen und 80 Kilometer Glasfaserkabel eingezogen. Die Baugruben wurden offen gehalten, bis das komplette Netz durchgängig war. In Lennestadt sollen damit nun 4.900 und in Kirchhundem 1.600 Haushalte und Unternehmen einen schnelleren Zugang zum Internet erhalten.

Ermöglicht wird zunächst schnelles Internet mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit pro Sekunde in den Lennestädter Ortsteilen Altenhundem, Bilstein, Bonzel, Halberbracht, Maumke und Meggen und in den Kirchhundemer Ortsteilen Brachthausen, Flape, Herrntrop, Hofolpe, Kirchhundem und Wirme. „Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig funktionieren. Für die Zukunft ist Lennestadt gut gerüstet“, so Armin Judas von der Deutschen Telekom. In Altenhundem wurde außerdem der Engpass an freien Ports beseitigt.

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(v.l.) Stefan Hundt, Bürgermeister und Wolfgang Schröder, Bereichsleiter Organisation und Informationstechnik Stadt Lennestadt mit Ralf Engstfeld und Armin Judas, Deutsche Telekom

Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt und sein Kirchhundemer Amtskollege Bürgermeister Andreas Reinéry freut sich über das schnelle Internet. „Der Breitbandausbau ist wichtig für die Stadt Lennestadt, auch im Hinblick auf Industrie und Handel“, so Hundt. Reinéry ergänzt: „Unsere Stadt wird damit als Wohn- und Arbeitsort noch attraktiver.“

In Grevenbrück und den angrenzenden Attendorner Ortsteilen Dünschede und Niederhelden soll ein VDSL Ausbau im kommenden Jahr 2016 erfolgen.

Unternehmen im MK melden Breitband-Bedarf

Vom 12. Oktober bis 9. November 2015 führen alle Städte und Gemeinden im Märkischen Kreis mit ihren kommunalen Wirtschaftsförderungen in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbH (GWS), der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) und der TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen mbH (TKG-SWF) eine Bedarfsabfrage zur Breitbandversorgung von Gewerbebetrieben durch.

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Die Bedarfsmeldungen können per Fragebogen an die Kommune oder online abgegeben werden.

Die Ermittlung des Bedarfs an schnellen Internetverbindungen ist erforderlich, um die Voraussetzungen für die Gewährung von Fördermitteln zu erfüllen. Damit der ermittelte Bedarf von den Förder- und Genehmigungsbehörden anerkannt wird, ist eine möglichst zahlreiche Teilnahme an dieser Abfrage von großer Bedeutung. Mehr zu den Hintergründen der Förderrichtlinie können Sie hier erfahren.

Gewerbetreibende haben die Möglichkeit, per Fragebogen, über die Internetseite der SIHK unter dem Link www.sihk.de/breitband oder unter Breitband-Ausschreibungen beim Breitbandbüro des Bundes an der Bedarfsabfrage teilzunehmen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.