IHK Siegen fordert Glasfaseranschlüsse

Eine neue Umfrage der IHK Siegen in sieben exemplarisch ausgewählten Gewerbe- und Industriegebieten zeigt: Wollen heimische Unternehmen im weltweiten Wettbewerb bestehen, ist eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur hierfür elementar. Für Firmen sei schnelles Internet fast genauso wichtig wie ein gutes Straßennetz. Die IHK Siegen fordert daher direkte Glasfaseranschlüsse für Unternehmen in den Gewerbe- und Industriegebieten.

55 von 330 befragten Firmen beteiligten sich mit Antworten an der Umfrage. 27 Prozent der Unternehmen gaben an, mit ihrem Internetanschluss zufrieden zu sein. Fast 71 Prozent waren unzufrieden, vor allem Datenrate (Down- und Uploadgeschwindigkeit) und Zuverlässigkeit werden bemängelt. IHK-Präsident Felix Hensel: „Die Ergebnisse der Untersuchung sind geradezu alarmierend“.

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Die Kammer hatte in den Gebieten Lehnscheid (Wilnsdorf), Langes Feld (Dahl/Friedrichsthal/Olpe), Am Eckenbach (Attendorn), im interkommunalen Gewerbepark Wittgenstein (Erndtebrück), Littfetal (Kreuztal) und Industriepark Ferndorftal (Kreuztal) und „Würdinghausen“ (Kirchhundem) festgestellt, dass 40,7 Prozent der Unternehmen eine Datenübertragungsrate von bis zu 6 Mbit/s nutzen. Im Vergleich zu einer früheren, im Sommer 2007 von der IHK Siegen durchgeführten Umfrage zum Thema „Breitbandtechnologie“, an der sich 252 von 3.066 angeschriebenen Unternehmen beteiligten, erreichten damals gerade einmal 16 Prozent diese Datenrate.

Heute gaben 38 Prozent bereits einen Bandbreitenbedarf von mehr als 50 Mbit/s an. Kosten dürfe der Anschluss für die Hälfte der Unternehmen aber nur bis zu 50 Euro im Monat. Weitere 29 Prozent wären auch bereit, bis zu 100 Euro pro Monat auszugeben. Einen einmaligen Kostenbeitrag für eine bessere Internetanbindung würden 63 Prozent der Unternehmen zahlen, ein Drittel der Firmen wäre bereit, sich mit einmalig 1.000 Euro an den Infrastrukturkosten für einen schnelleren Anschluss zu beteiligen.

Auch die Politik sei gefordert, so die IHK: Eine gute Breitbandanbindung müsse Chefsache in den Kreisverwaltungen sein.

6500 Haushalte in Lennestadt und Kirchhundem angeschlossen

In Lennestadt und Kirchhundem wurden in den vergangenen Wochen an vielen Stellen insgesamt 46 Multifunktionsgehäuse erstellt, 5,6 Kilometer Tiefbau vorgenommen und 80 Kilometer Glasfaserkabel eingezogen. Die Baugruben wurden offen gehalten, bis das komplette Netz durchgängig war. In Lennestadt sollen damit nun 4.900 und in Kirchhundem 1.600 Haushalte und Unternehmen einen schnelleren Zugang zum Internet erhalten.

Ermöglicht wird zunächst schnelles Internet mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit pro Sekunde in den Lennestädter Ortsteilen Altenhundem, Bilstein, Bonzel, Halberbracht, Maumke und Meggen und in den Kirchhundemer Ortsteilen Brachthausen, Flape, Herrntrop, Hofolpe, Kirchhundem und Wirme. „Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig funktionieren. Für die Zukunft ist Lennestadt gut gerüstet“, so Armin Judas von der Deutschen Telekom. In Altenhundem wurde außerdem der Engpass an freien Ports beseitigt.

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(v.l.) Stefan Hundt, Bürgermeister und Wolfgang Schröder, Bereichsleiter Organisation und Informationstechnik Stadt Lennestadt mit Ralf Engstfeld und Armin Judas, Deutsche Telekom

Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt und sein Kirchhundemer Amtskollege Bürgermeister Andreas Reinéry freut sich über das schnelle Internet. „Der Breitbandausbau ist wichtig für die Stadt Lennestadt, auch im Hinblick auf Industrie und Handel“, so Hundt. Reinéry ergänzt: „Unsere Stadt wird damit als Wohn- und Arbeitsort noch attraktiver.“

In Grevenbrück und den angrenzenden Attendorner Ortsteilen Dünschede und Niederhelden soll ein VDSL Ausbau im kommenden Jahr 2016 erfolgen.

Unternehmen im MK melden Breitband-Bedarf

Vom 12. Oktober bis 9. November 2015 führen alle Städte und Gemeinden im Märkischen Kreis mit ihren kommunalen Wirtschaftsförderungen in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbH (GWS), der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) und der TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen mbH (TKG-SWF) eine Bedarfsabfrage zur Breitbandversorgung von Gewerbebetrieben durch.

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Die Bedarfsmeldungen können per Fragebogen an die Kommune oder online abgegeben werden.

Die Ermittlung des Bedarfs an schnellen Internetverbindungen ist erforderlich, um die Voraussetzungen für die Gewährung von Fördermitteln zu erfüllen. Damit der ermittelte Bedarf von den Förder- und Genehmigungsbehörden anerkannt wird, ist eine möglichst zahlreiche Teilnahme an dieser Abfrage von großer Bedeutung. Mehr zu den Hintergründen der Förderrichtlinie können Sie hier erfahren.

Gewerbetreibende haben die Möglichkeit, per Fragebogen, über die Internetseite der SIHK unter dem Link www.sihk.de/breitband oder unter Breitband-Ausschreibungen beim Breitbandbüro des Bundes an der Bedarfsabfrage teilzunehmen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Markterkundung im HSK beginnt

Im Auftrag der Städte und Gemeinden im Hochsauerlandkreis wird vom 08.10.2015 bis 16.11.2015 ein kreisweites Markterkundungsverfahren im Rahmen der Breitbandförderung für die letzten verbliebenen unterversorgten Ortsteile im Hochsauerlandkreis durchgeführt.

Markterkundung für die restlichen 101 unterversorgten Gebiete im Hochsauerlandkreis gestartet.
Für die restlichen unterversorgten Gebiete im Hochsauerlandkreis wurde die Markterkundung gestartet.

Die Markterkundung wurde heute in der Ausschreibungsdatenbank (ADB) des Breitbandbüros des Bundes sowie auf der Seite von Breitband.NRW veröffentlicht, siehe https://www.breitbandausschreibungen.de/publicOverviewDetails/Markterkundung-beginn/422

Das Markterkundungsverfahren ist der erste Schritt in einem möglichen Förderverfahren. Die Ergebnisse aus dem Markterkundungsverfahren bilden dann die Grundlage für das weitere Vorgehen.

Kommunalkonferenz zum Breitbandausbau in NRW

Land und Bund wollen schnelles Internet für alle Unternehmen und Haushalte zügig umsetzen – etwa 200 Millionen Euro Fördergelder stehen in NRW bereits fest.

Wie lässt sich der Ausbau eines leistungsfähigen Breitbandnetzes in Nordrhein-Westfalen realisieren? – so lautete das Thema der Kommunalkonferenz zum Breitbandausbau in NRW am Montag, 22. Juni, in Düsseldorf. Vertreter der Städte und Kreise haben mit Wirtschaftsminister Garrelt Duin, Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister Johannes Remmel und Staatssekretär Rainer Bomba vom Bundes- Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur über Wege diskutiert, wie schnelles Internet in ganz NRW sichergestellt und bisher unterversorgte Gemeinden im ländlichen Raum Anschluss ans Breitbandnetz finden können.

Dr. Karl Scheider, Landrat des Hochsauerlandkreises und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH, bezifferte bei seinem Konferenzvortrag den Investitionsbedarf für einen nachhaltigen Glasfaserausbau in Südwestfalen in den kommenden Jahren zwischen 317 und 910 Millionen Euro. Der genaue Wert hängt von der politisch gewünschten Ausbauquote ab. „Solche Summen können wir als Kreise allein natürlich nicht aufbringen. Hier sind der Bund und das Land NRW gefragt. Mit der TKG und den Breitbandkoordinatoren haben wir in Südwestfalen bereits die notwendigen Voraussetzungen und die Fachkompetenz für eine konkrete Umsetzung vor Ort geschaffen“, so Dr. Schneider.

Minister Duin stimmt zu: „Diese Aufgabe können wir nur gemeinsam stemmen. Die wichtigste Kraftquelle für den Breitbandausbau sind engagierte Akteure vor Ort. Dabei wird eine einzelne Stadt wenig ausrichten – Kommunen und Kreise, die sich für diese Zukunftsaufgabe zusammenschließen, können dagegen sehr viel erreichen. Die Landesregierung wird sie dabei unterstützen.“
Auch Minister Remmel verdeutlichte: „Der Ausbau der Breitbandversorgung im ländlichen Raum stellt dabei für alle Beteiligten eine besondere Herausforderung dar. Da hier weniger Menschen leben als in den Ballungszentren und diese Menschen weiter voneinander entfernt leben, ist ein wirtschaftlicher Ausbau im ländlichen Raum meist schwieriger als in den Ballungszentren. Das darf aber nicht dazu führen, dass die ländlichen Räume vom leistungsfähigen Breitband-Internet abgekoppelt werden.“

Die Landesregierung unterstützt die Kommunen mit Angeboten für Beratung und Vernetzung und mit finanzieller Förderung des Breitbandausbaus von Gewerbegebieten in strukturschwachen Regionen aus Mitteln der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) und mit Darlehnsprogrammen der NRW BANK.
Insgesamt stehen für Maßnahmen etwa 200 Millionen Euro zur Verfügung. Diese setzen sich zusammen aus 60 Millionen Euro aus dem NRW-Programm „Ländlicher Raum 2014-2020“, mindestens zehn Millionen Euro für den Anschluss von Gewerbegebieten an ein Breitbandnetz aus dem EU-Förderprogramm EFRE, drei Millionen für Beratungsleistungen über das Breitband-Consulting sowie dem Anteil des Landes aus der Frequenzversteigerung in Höhe von mindestens 125 Millionen Euro. Erwartet werden weitere Fördermöglichkeiten aus dem Bundeshaushalt.

Erster Bauabschnitt in Iserlohn Sümmern erhält VDSL Vectoring

Der geplante Breitbandausbau mittels VDSL Vectoring in Sümmern kann beginnen. Obwohl die Wirtschaftlichkeitsschwelle von 40% im Ort insgesamt noch nicht erreicht werden konnte, wird der  Ausbau in einem ersten Bauabschnitt starten.

„Es ist schade, dass trotz des großen Einsatzes aller Beteiligten die erforderliche Anzahl an Verträgen noch nicht zusammengekommen ist. Für 28% der Anschlüsse ist eine Versorgung wirtschaftlich leider nicht in allen Straßen darstellbar. Wir haben uns aber dazu entschlossen, die Gebiete mit der größten Unterversorgung und einer hohen Nachfrage mit VDSL Vectoring auszubauen“, sagt Andreas Griehl, Geschäftsführer der Telemark.

Die Telemark hat in den vergangenen Monaten, in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Iserlohn und der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH (TKG) ein Konzept zur Errichtung einer VDSL Versorgung in Sümmern aufgestellt, um dort die Breitbandvernetzung massiv zu verbessern. Das Ziel bestand darin, den Kunden durch einen Anbieterwettbewerb marktgängige Preise zu ermöglichen. Um den Ausbauplan vollumfänglich in die Tat umzusetzen, wäre allerdings eine Vorvermarktungsquote von 40% als Wirtschaftlichkeitsschwelle notwendig gewesen. Diese wurde mit nur 28% verfehlt. Nach Ablauf des geplanten Zeitraums für den Abschluss von Vorverträgen, kamen die Verantwortlichen gemeinsam mit Stadt und Kreis zu dem Entschluss, dass die Ausbaupläne aufgrund der Nachfragesituation und Unterversorgung aber zumindest teilweise umgesetzt werden können.

„Wir freuen uns, dass trotz der Unterschreitung der Nachfragequote ein Ausbau der stark unterversorgten Bereiche in Sümmern mit schnellem VDSL möglich ist“, so Tilo Deckert, Projektleiter der TKG im Märkischen Kreis. Damit auch die Kunden, die im ersten Schritt von dem Ausbau noch nicht partizipieren können, noch ein Chance erhalten, verlängern wir die Vorvermarktungszeit einmalig bis zum 30.06.2015. Sollte die geplante Gesamtquote von 40% in diesem Zeitraum erreicht werden können, so wird auch der zweite Bauabschnitt umgesetzt.

Die Bauarbeiten für die Erschließung des ersten Teilabschnittes beginnen bereits in dieser Woche.

Podiumsdiskussion zum Breitbandausbau mit Minister Duin

Über Bundes-, Landes- und Parteigrenzen hinweg besteht Einigkeit: „Den Breitbandausbau will jeder, es gibt eigentlich niemanden, der dagegen ist“, sagte Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Garrelt Duin bei der Veranstaltung „Digitales.NRW – Breitbandausbau in der Region Südwestfalen“. Nur der Weg zu einem flächendeckenden Ausbau, der ist leider schon seit Jahren ein steiniger.

Am 27.06.2015 hatten Jens Braeuker, Vorstand der IT Südwestfalen AG, Andreas Griehl, Geschäftsführer der Telemark und der SPD-Landtagsabgeordnete Gordan Dudas den Minister zu einer Podiumsdiskussion in die Räume der Stadtwerke Lüdenscheid eingeladen.

In seinem Eingangsstatement schilderte Jens Braeuker eindrucksvoll, welche Hürden noch zu überwinden sind, um schnelle Anschlüsse möglich zu machen. Für Anschlussgebühren und Baukostenzuschüsse zwischen 50.000 bis über 80.000 Euro hätten ihm zwei Telekommunikationsunternehmen angeboten, ihn ans Breitbandnetz anzubinden. Solche Summen stellten eine Behinderung des wirtschaftlichen Erfolgs der Digitalisierung und der Industrie 4.0 besonders für kleine und mittlere Unternehmen in der Region dar.

Leider, so Andreas Griehl, werde der Wert der Glasfaserverlegung noch häufig unterschätzt und die Zahlungsbereitschaft bei den Unternehmen sei für einen hochwertigen Anschluss gering. Andererseits sei aber auch die Akquise von Fremdkapital problematisch, um als regionaler Betreiber mit einem Netzausbau in Vorleistung zu gehen.

Zum finanziellen Förderkonzept des Landes gehöre es daher, dass die Kommunen lokale Konzepte entwerfen, da sie die Situation vor Ort am besten kennen. Die kleineren Kommunen, die sich keinen eignen Breitband-Beauftragten leisten können, werden dabei vom Märkischen Kreis unterstützt. Jochen Schröder von der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis und Stefan Glusa von der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen haben den Kommunen gemeinsam konkrete Hilfe und Beratung angeboten, damit ein Breitbandausbau gelingen kann.

Minister Duin unterstrich das Ziel des Landes, bis 2018 einen flächendeckenden Ausbau der Netze mit schneller Übertragungsrate zu verfolgen. Er machte jedoch gleichfalls deutlich, dass auch dann noch nicht alle Einzellagen versorgbar seien: „Wenn wir 95% bis 2018 schaffen und alle Gewerbegebiete, haben wir unser Ziel erreicht.“ Das Land werde dabei nicht selbst „die Schüppe in die Hand nehmen“. Auch dem jüngsten Vorschlag der Grünen, einen „Breitband-Soli“ einzuführen erteilte er in diesem Zusammenhang bereits eine klare Absage.

Mehr Breitband für Briloner und Schmallenberger Ortsteile

Der Breitbandausbau im Hochsauerlandkreis geht in zahlreichen Ortschaften der Städte Schmallenberg und Brilon weiter voran.

Mit Fördergeldern von 536.000 Euro von EU, Bund, Land und 179.000 Euro von der Stadt Schmallenberg wird die Deutsche Telekom die Schmallenberger Ortschaften Arpe, Niederberndorf, Bracht, Brabecke, Nordenau und Westfeld mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde ausbauen.

Mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde soll ab Februar 2016 der Ausbau in der Briloner Kernstadt und in den Ortschaften Brilon-Wald, Altenbüren, Gudenhagen, Petersborn, Scharfenberg und Wülfte erreicht werden. Die Kosten für diesen Ausbau trägt allein die Telekom.

Brilons Bürgermeister Dr. Christof Bartsch: „Das ist ein Zugewinn und eine Aufwertung für alle Unternehmen und natürlich auch für die Bürger.“

Schmallenbergs Bürgermeister Bernhard Halbe: „Der Breitbandausbau im ländlichen Raum muss vorangetrieben werden. Bei der jüngsten Darstellung des HSK habe Schmallenberg noch deutlich im unteren Drittel gelegen. Immerhin seien rund 2500 Einwohner jetzt besser versorgt. Das ist eine Riesenleistung.“

Studie zum nachhaltigen NGA Ausbau in NRW veröffentlicht

Heute hat die NRW.BANK hat zusammen mit dem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk die Ergebnisse einer Studie zum Ausbau des Breitbandnetzes der nächsten Generation (NGA-Netz) vorgestellt.

Die Autoren der Studie, Dr. Martin Fornefeld, Prof. Dr.-Ing. Stephan Breide und Prof. Dr. Bernd Holznagel, LL.M. zeigen strategische, organisatorische, rechtliche und fördertechnische Handlungsempfehlungen auf, um den Breitbandausbau in NRW zu beschleunigen.

Wirtschaftsminister Garrelt Duin: „Leistungsfähige Breitbandnetze sind eine zentrale Voraussetzung für die künftige Entwicklung des Lebens- und Wirtschaftsstandortes Nordrhein-Westfalen. Die Studie liefert den beteiligten Akteuren – Städten und Kreisen ebenso wie der Wirtschaft und den Telekommunikationsanbietern – umfassende Daten und Analysen, um den Breitbandausbau voranzubringen.“

Dietrich Suhlrie, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK: „Die Studie bestätigt, dass wir mit unseren Förderprogrammen gut aufgestellt sind. Die NRW.BANK leistet damit einen wichtigen Beitrag zum flächendeckenden Ausbau einer zukunftsfähigen NGA-Breitbandinfrastruktur in Nordrhein-Westfalen.“ Die Untersuchung geht zurück auf eine Anregung des „Runden Tisch Breitband“ des Wirtschaftsministeriums.

TKG-SWF Geschäftsführer Stefan Glusa zeigte sich nach der Vorstellung der Studie am Montag im Ministerium zuversichtlich, dass davon gute neue Impulse für eine Breitband-Ausbaustrategie des Landes ausgehen werden. „Die Studie bestärkt und ermutigt besonders uns als kommunale Telekommunikationsgesellschaft in unserem Handeln. Sie zeigt außerdem, dass wir uns mit der Umsetzung unserer Breitband-Agenda für Südwestfalen in der strategischen Ausrichtung auf dem richtigen Weg befinden.“

Nach den Berechnungen der Studie würde ein Glasfasernetz (FTTB) für die Region Südwestfalen je nach Ausbauquote zwischen 317 und 910 Millionen Euro kosten. Die TKG-SWF wird die Ergebnisse der Studie jetzt auswerten und analysieren und sich an den weiteren Beratungen des Runden Tisches konstruktiv beteiligen.

Link zur Studie als PDF Dokument:
http://www.nrwbank.de/export/sites/nrwbank/de/corporate/downloads/presse/publikationen/sonstige-downloads/Nachhaltiger-NGA-Netzausbau-als-Chance-fuer-Nordrhein-Westfalen.pdf

SO, OE, MK und HSK in aller Kürze: Es wird geplant und gebaut

In vielen Kommunen Südwestfalens ist die TKG derzeit aktiv – hier ein kurzer Überblick:
Im Kreis Soest unter anderem mit Hilfestellungen bei Förderverfahren in Werl, Geseke und Anröchte, dem Lückenschlussprojekt mit Unitymedia in Ense, sowie mit Vorbereitungen zur Netzkopplung mit einem weiteren Dienstanbieter.
Im Kreis Olpe konnten zahlreiche Netzerweiterungen gebaut und in Betrieb genommen werden, zum Beispiel in Schönholthausen, in Oberveischede, am Relaisknoten Ewiger Fuhrmann, auf der Hohen Bracht und in Oberhundem.
Der Märkische Kreis wird am 22. Oktober einen Planungsworkshop für alle Städte und Gemeinden im Kreisgebiet veranstalten.
Im Hochsauerlandkreis befindet sich ein neuer Standort in Bonacker im Aufbau.

Bauarbeiten  (Foto: TKG)
Bauarbeiten (Foto: TKG)