Schnelles Internet im Höinger Baugebiet Heide

Frank Schubert, Key Account Manager Kommunen, Unitymedia NRW GmbH (links) erläutert die Pläne. Foto: wfg Kreis Soest

Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia wird im Höinger Baugebiet Heide II und III den nachträglichen Breitbandkabelausbau vornehmen. Die Anlieger haben die notwendige Anzahl an Interessenten zusammenbekommen. Bei einem Termin vor Ort konnten die noch offenen Fragen der einzelnen Anlieger gemeinsam mit dem Anbieter Unitymedia geklärt werden. Anschließend wurden im Rathaus der Gemeinde die Feinplanung  und die einzelnen Bauabschnitte mit allen Beteiligten besprochen.

„Jetzt kann es losgehen, voraussichtlich steht der neue Anschluss dem Baugebiet dann nach den Sommerferien zur Verfügung“, berichtet Christoph Hellmann, der als Projektleiter der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH (TKG) und als Breitbandkoordinator des Kreises Soest bei der Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH das Vorgehen von Beginn an betreut hat. Damit die nachträgliche Breitbandkabelerschließung für Unitymedia wirtschaftlich ist, mussten mindestens 32 von 48 Grundstückseigentümern Interesse anmelden und nach Fertigstellung einen einmaligen Baukostenzuschuss in Höhe von 698 Euro bezahlen. Zusätzlich wird ein rund 170 Meter langer Graben in Eigenleistung der Anlieger, der als Zuführung für das Baugebiet genutzt wird, erstellt.

„Das große Engagement hat sich ausgezahlt“, so die einheitliche Meinung der Anlieger. „Wir werden nach den Baumaßnahmen, die noch vor der Fertigstellung der endgültigen Straße in Heide III abgeschlossen sein wird, endlich die Möglichkeit bekommen, mit bis zu 200 Mbit/s zu surfen.“ Aktuell ist hier nur eine Bandbreite von 2 Mbit/s im Download zu bekommen, mit dem neuen Anschluss können die Anwohner zukünftig HD-Fernsehen, Radio, Telefon und Internet gleichzeitig ohne Qualitätseinbußen nutzen. „Dass es zu so einer hohen Bürgerbeteiligung gekommen ist, spricht für den guten Zusammenhalt in dem Wohngebiet und der Arbeit einzelner Multiplikatoren der betroffenen Anlieger“, bringt es Christoph Hellmann auf den Punkt.

Funkmast in Rüthen

Im nördlichen Kreis Soest reicht die Internetbandbreite für viele kleine Orte nicht aus. Doch jetzt geht flächendeckend auch dort die Post ab. Das verspricht die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen (TKG), weil sie am 15. April zwischen Menzel und Altenrüthen mit Vertretern der Stadt Rüthen, der Firma Innofactory (Betreiber der neuen Technologie), der wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH und Ortsvorstehern der umliegenden Orte einen zweiten 40-Meter-Funkmasten einweihen konnte.

Für die Grundversorgung fehlte der TKG dieser Funkmast in Rüthen noch als letztes Puzzleteil des notwendigen Verbundrings. Mit Hilfe der jetzt vollendeten Infrastruktur und dank der eingesetzten intelligenten Funktechnologie können alle Haushalte nördlich der Haar eine Downloadrate vom 3 MBit/s und stolze 1 MBit/s in Upload erreichen. „Der hohe Upload-Wert ist uns dabei sehr wichtig, da er Heimarbeit ermöglicht“, betont in diesem Zusammenhang der für den Kreis Soest verantwortliche TKG-Projektleiter Christoph Hellmann. Wer rund um die Funkmasten wohnt, kann als Privathaushalt sogar mit bis zu 6 MBit/s und als Firma mit bis zu 100 MBit/s unterwegs sein. Voraussetzung ist allerdings eine Sichtverbindung zum Funkmast.

Ab sofort kümmert sich die TKG verstärkt um die Grundversorgung der Gewerbestandorte im Kreisgebiet. Die Gesellschaft organisiert in unterversorgten Gewerbegebieten in Zusammenarbeit mit den Kommunen Infoabende, in denen das weitere Vorgehen vorgestellt und das Interesse ermittelt wird. Bei Bedarf sollen zusätzliche, ebenfalls auf Funk basierende Ortsnetze eingerichtet werden, die den Firmen eine Leistung von bis 100 MBit/s in beide Richtungen bieten. Der Startschuss für den Netzbetrieb im Lippstädter Gewerbegebiet „Am Wasserturm“ und im Industriepark Ense-Höingen ist bereits im vergangenen Jahr gefallen. Der erste 40-Meter-Funkmast wurde im Januar in Welver-Berksen eingeweiht.

Die TKG hat vom Kreis Soest, der Mitgesellschafter der TKG ist, die Aufgabe bekommen sich um die „weißen Flecken“ der Internetversorgung zu kümmern. Gebiete die aus wirtschaftlichen Gründen von den großen Internetversorgern nicht abgedeckt werden, versorgt die TKG durch den Aufbau von Richtfunklösungen. Diese Richtfunknetze haben sich bereits in weiten Teilen der an der TKG beteiligten südwestfälischen Kreise hervorragend bewährt. Immer mehr Unternehmen sind auf den „Richtfunk-D-Zug“ aufgesprungen. „Denn er bietet maximale Qualität zu fairen Preisen mit der erforderlichen Sicherheit“, ist Christoph Hellmann sicher. Die TKG baut in unterversorgten Bereichen die benötigte Infrastruktur auf, die dann von der Firma Innofactory aus Lennestadt betrieben wird. Hellmann. „So entsteht für die unterversorgten Gebiete eine schnelle und zuverlässige Lösung.“

Interessierte können Kontakt mit dem Netzbetreiber Innofactory aufnehmen: Innofactory GmbH, Agathastraße 63, 57368 Lennestadt, Vertrieb Daniel Stender, Telefon 02721/98370, Fax 02721/983720, www.innofactory.de. Informationen über die angebotenen Produkte der Firma Innofactory sind auf der Internetseite www.lnet.net zu finden.