Weitere Fördergelder für südwestfälische Kommunen bewilligt

Die Bezirksregierung Arnsberg hat kürzlich weitere Fördergelder für den Breitbandausbau in vier südwestfälischen Kommunen bewilligt. Die Bürgermeister Andreas Reinéry (Kirchhundem),  Alfred Schmidt (Anröchte), Nicole Reschke (Freudenberg) und Michael Brosch (Halver) nahmen die Förderbescheide von Regierungspräsidentin Diana Ewert entgegen. „Eine leistungsstarke Breitbandversorgung ist auch und gerade im ländlichen Raum ein enorm wichtiger Standortfaktor für Unternehmen und Familien“, sagte die Regierungspräsidentin.

Tobias Middelhoff und Bürgermeister Andreas Reinéry (Kirchhundem), Alfons Strümper, Bürgermeister Alfred Schmidt (Anröchte), Viktoria Höfer, Bürgermeisterin Nicole Reschke (Freudenberg), Ramona Ullrich, Bürgermeister Michael Brosch (Stadt Halver) mit Regierungspräsidentin Diana Ewert. (Foto: Bezirksregierung Arnsberg)
Tobias Middelhoff und Bürgermeister Andreas Reinéry (Kirchhundem), Alfons Strümper, Bürgermeister Alfred Schmidt (Anröchte), Viktoria Höfer, Bürgermeisterin Nicole Reschke (Freudenberg), Ramona Ullrich, Bürgermeister Michael Brosch (Stadt Halver) mit Regierungspräsidentin Diana Ewert. (Foto: Bezirksregierung Arnsberg)

In Kirchhundem, Kreis Olpe, gelingt dank der Förderung eine Millioneninvestition in die kommunale Infrastruktur und damit Zukunftsfähigkeit. Dank des Programms „Breitbandausbau ländlicher Raum“ mit einer Förderquote von 90 Prozent können rund 750.000 Euro Landesfördermittel für Kirchhundem fließen, obwohl sich Kirchhundem in der Endphase der Haushaltssicherung befindet. Der verbleibende Anteil von 80.000 Euro wird zu 30 Prozent von Unternehmern und Bürger aus Albaum, Silberg und Varste beigesteuert wird. Vom Breitbandausbau in Albaum (264.762 Euro Förderung), Silberg (308.943 Euro) und Varste (175.860 Euro) profitieren die Internetnutzer dort ab spätestens 2017 – 85 % von ihnen mit einem Empfang zwischen 25 und 50 Mbit/s. 16 Mbit/s sind dann fast flächendeckend verfügbar.

In Anröchte, Kreis Soest, kann die Gemeinde in sieben Dörfern die Breitbandversorgung ausbauen. So stehen den Menschen in Altenmellrich, Mellrich, Klieve, Altengeseke, Uelde, Robringhausen und Waltringhausen künftig Bandbreiten bis zu 50 Mbit/s zur Verfügung. Rund 1.365 Haushalte können das Internet künftig mit höherer Geschwindigkeit nutzen. Rund 16 Mbit/s werden nahezu flächendeckend möglich sein. Eine 75-prozentige Förderung hilft der Gemeinde dabei, die bestehende Wirtschaftlichkeitslücke des Netzbetreibers (gut 895.000 Euro) auszugleichen. Der öffentliche Zuschuss liegt insgesamt bei 671.527 Euro – umgerechnet sind das pro Hausanschluss etwa 655 Euro.

In Halver, Märkischer Kreis, und Freudenberg, Kreis Siegen-Wittgenstein, ist ein noch größeres finanzielles Engagement der Kommunen erforderlich: Die Stadt Halver muss für den Anschluss von 495 Haushalten in den Ortsteilen Heesfeld und Hohenplanke insgesamt 878.592 Euro (1.793 Euro pro Anschluss) aufbringen, um die vorhandene Wirtschaftlichkeitslücke des Netzbetreibers zu schließen. Hierfür bewilligte die Bezirksregierung Arnsberg eine 90-prozentige Förderung (783.712 Euro) als Zuschuss zu der Investition der Kommune.

In Freudenberg, Kreis Siegen-Wittgenstein sind 409.700 Euro nötig, um für 290 Haushalte in den Ortsteilen Plittershagen und Mausbach Bandbreiten von bis zu 50 Mbit/s zu erreichen. Die Kosten pro Hausanschluss liegen damit umgerechnet bei 1.413 Euro. Die 90-prozentige Förderung bedeutet hier einen Zuschuss von insgesamt 368.730 Euro zu den Ausgaben der Stadt.

6500 Haushalte in Lennestadt und Kirchhundem angeschlossen

In Lennestadt und Kirchhundem wurden in den vergangenen Wochen an vielen Stellen insgesamt 46 Multifunktionsgehäuse erstellt, 5,6 Kilometer Tiefbau vorgenommen und 80 Kilometer Glasfaserkabel eingezogen. Die Baugruben wurden offen gehalten, bis das komplette Netz durchgängig war. In Lennestadt sollen damit nun 4.900 und in Kirchhundem 1.600 Haushalte und Unternehmen einen schnelleren Zugang zum Internet erhalten.

Ermöglicht wird zunächst schnelles Internet mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit pro Sekunde in den Lennestädter Ortsteilen Altenhundem, Bilstein, Bonzel, Halberbracht, Maumke und Meggen und in den Kirchhundemer Ortsteilen Brachthausen, Flape, Herrntrop, Hofolpe, Kirchhundem und Wirme. „Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig funktionieren. Für die Zukunft ist Lennestadt gut gerüstet“, so Armin Judas von der Deutschen Telekom. In Altenhundem wurde außerdem der Engpass an freien Ports beseitigt.

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(v.l.) Stefan Hundt, Bürgermeister und Wolfgang Schröder, Bereichsleiter Organisation und Informationstechnik Stadt Lennestadt mit Ralf Engstfeld und Armin Judas, Deutsche Telekom

Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt und sein Kirchhundemer Amtskollege Bürgermeister Andreas Reinéry freut sich über das schnelle Internet. „Der Breitbandausbau ist wichtig für die Stadt Lennestadt, auch im Hinblick auf Industrie und Handel“, so Hundt. Reinéry ergänzt: „Unsere Stadt wird damit als Wohn- und Arbeitsort noch attraktiver.“

In Grevenbrück und den angrenzenden Attendorner Ortsteilen Dünschede und Niederhelden soll ein VDSL Ausbau im kommenden Jahr 2016 erfolgen.