Stellenausschreibung Breitbandkoordinator/in MK

Bei unserem Gesellschafter Märkischer Kreis ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Fachdienst IT, Organisation und Controlling in Lüdenscheid die Stelle als

Breitbandkoordinatorin / Breitbandkoordinator

unbefristet in Vollzeit zu besetzen.

Das Aufgabengebiet umfasst folgende Inhalte:

1. Planung des Breitbandausbaus
– Erstellung von Breitbandversorgungsanalysen
– Aufbau und Erstellung eines georeferenzierten Breitband-Infrastrukturkatasters für den Märkischen Kreis
– Erstellen einer langfristigen Strategie zur flächendeckenden Versorgung mit zukunftsfähigen Breitbandanschlüssen im Märkischen Kreis, Entwicklung eines Masterplanes für den NGA-Ausbau
– Überprüfung und Feststellung des tatsächlichen Ausbaubedarfs einschließlich Ermittlung der Ausbaukosten Entwicklung einer Kooperationsvereinbarung einschließlich Planung und Budget (Kreis, Städte und Gemeinden, TK-Anbieter)
– Akquise und Beantragung von geeigneten Fördermitteln

2. Durchführung des Breitbandausbaus
– Organisation und Durchführung von Informations- und Beratungsgesprächen in den kreisangehörigen Städten und Gemeinden in Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern
– Entwicklung und Initiierung geeigneter Maßnahmen zur Information von Bürgern und Gewerbetreibenden, Wissenstransfer und Beratung
– Initiierung konkreter Projekte und Maßnahmen zum Ausbau des Netzaufbaus,
– Projektplanung und -durchführung
– Erstellung von konkreten Leistungsverzeichnissen, Durchführung des Vergabeverfahrens in Kooperation mit der zentralen Vergabestelle des Märkischen Kreises und Auftragsvergabe
– Steuerung der individuellen Beratungsleistung der TKG Südwestfalen
– Bauüberwachung und Bauabnahme, Abrechnung der Projekte einschließlich Controlling

3. Evaluation des Breitbandausbaus
– Überprüfung der im Rahmen der Planung und der Kooperationsvereinbarung gesetzten Ziele
– Fortschreibung der Planung unter Berücksichtigung des technischen Fortschritts
– Evaluation des georeferenzierten Breitbandkatasters

Erwartet wird eine engagierte Persönlichkeit mit einem abgeschlossenen, ingenieur-wissenschaftlichen (Fachhochschul-) Studium (Diplom, Bachelor) der Kommunikationstechnik, Nachrichtentechnik, Wirtschaftsingenieurwesen, Elektroingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik oder vergleichbarer Fachrichtungen.

Erwartet werden außerdem mehrjährige Erfahrungen und Fachkenntnisse über Breitbandtechnologien, Ausbaustrategien und Vorgehen, Kosten- und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen sowie regulatorische und politische Rahmenbedingungen, Kenntnisse im Bereich der Telekommunikationsnetzplanung (Topologien, Netzkonzeptionen, FTTC, FTTB/H) und Erfahrung in der Projekt- und Netzwerkarbeit.

Wünschenswert sind darüber hinaus Grundkenntnisse über die Arbeitsweise von öffentlichen Verwaltungen, Förderbedingungen, Bauabläufen und –verfahren. Neben der sicheren Anwendung von MS-Office-Produkten und einschlägiger Fachsoftware (GIS, CAD, Planungstools) verfügen Sie über einen Führerschein Klasse B.

Ihre Fähigkeiten bestehen vorrangig darin, konzeptionell zu arbeiten, vertrauensvoll zusammenzuarbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Die Bewertung der Stelle richtet sich nach der Entgeltgruppe 12 TVöD. Die Stelle ist nicht teilbar.

Bei dieser Ausschreibung sind Bewerbungen von Frauen ausdrücklich erwünscht. Da Frauen im betroffenen Bereich unterrepräsentiert sind, werden sie bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Aussagekräftige, schriftliche Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen sind bis zum 16.03.2018 zu richten an:
Märkischer Kreis, der Landrat
Fachdienst Personal
Postfach 2080
58505 Lüdenscheid

Die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH ist die regionale Koordinierungsstelle für alle Fragestellungen zum Breitbandausbau in Südwestfalen. Sie vernetzt die Arbeit der Breitbandkoordinatoren auf Ebene der fünf südwestfälischen Kreise.

Breitband-Ausbau für mehr als 300 Gebiete im Märkischen Kreis

Ein kreisweites Interessenbekundungsverfahren im Auftrag aller Städte und Gemeinden im Märkischen Kreis hat die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen (TKG-SWF) am 15. August 2016 für das Breitbandförderprogramm des Bundes (3. Förderaufruf) auf der Plattform breitbandausschreibungen.de veröffentlicht.

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In den 15 Städten und Gemeinden wurden insgesamt 303 Gebiete, bzw. Ortsteile identifiziert, in denen derzeit Bandbreiten von weniger als 30 Mbit/s zur Verfügung stehen und für die eine Erschließung, gemäß der durchgeführten Markterkundung, nicht im Eigenausbau eines Netzbetreibers in den nächsten drei Jahren vorgesehen sind.

Die Städte und Gemeinden im Märkischen Kreis beabsichtigen allein oder gemeinsam Förderanträge im Rahmen des Breitbandförderprogramms des Bundes zu stellen. Ergänzend sollen Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Richtlinie zur Kofinanzierung des Bundesförderprogramms beantragt werden.

Das Anschreiben zum nichtförmlichen Interessenbekundungsverfahren sowie die weiteren Unterlagen und Karten können hier heruntergeladen werden:
https://www.breitbandausschreibungen.de/publicOverviewDetails/IBV-beginn/429
Die Frist für die Angabe von Angeboten ist der 23.09.2016.

Parallel zum diesem Interessenbekundungsverfahren für die Städte und Gemeinden, läuft im Märkischen Kreis auch das kreisweite Förderverfahren zur Versorgung der Gewerbegebiete auf Hochtouren. Hier bereitet die TKG-SWF derzeit eine europaweite Ausschreibung für die Versorgung von 43 Gewerbeansiedlungen mit 1.073 Betrieben im Märkischen Kreis vor, die in Kürze veröffentlicht wird.

BMVI bewilligt Gelder für Breitbandförderung im Märkischen Kreis

Der Märkische Kreis will bislang noch nicht mit schnellem Internet versorgte Gewerbegebiete im Kreisgebiet möglichst zügig mit Glasfasernetzen ausstatten. Dafür wird er auf Fördermittel vom Bund und vom Land NRW zurückgreifen.

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Minister Dobrindt bei der Übergabe der Förderbescheide im BMVI mit Tilo Deckert (r.), Projektleiter TKG Südwestfalen und Breitbandbeauftragter des Märkischen Kreises.

Zur weiteren Unterstützung der kreisangehörigen Städte und Gemeinden aus dem milliardenschweren Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau, haben Märkischer Kreis und die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen die maximale Fördersumme von 50.000 Euro für die Entwicklung und Planung von Breitbandprojekten beantragt und vom BMVI erhalten.

Mit dem Bundesförderprogramm wird der Netzausbau technologieneutral gefördert. Der Fördersatz beträgt 50 bis 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Da das Bundesprogramm mit Förderprogrammen z.B. der Länder kombinierbar ist, kann der Eigenanteil der Kommunen bis auf 10 Prozent reduziert werden.

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Zweite Übergabe von Förderbescheiden an Kommunen und Landkreise (Foto: BMVI)

Bundesminister Alexander Dobrindt hat Ende Januar weitere 45 Förderbescheide für Mittel aus dem milliardenschweren Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau übergeben. Seit Beginn des Bundesprogramms am 18. November 2015 konnten bereits 78 Förderanträge von Kommunen und Landkreisen aus ganz Deutschland positiv beschieden werden.

Nach dem Kreis Olpe ist der Märkische Kreis der zweite der Südwestfälischen Kreise, der die Fördergelder bewilligt bekommt. Aber auch für die übrigen Kreise ist eine entsprechende Antragstellung bereits in Vorbereitung.

Unternehmen im MK melden Breitband-Bedarf

Vom 12. Oktober bis 9. November 2015 führen alle Städte und Gemeinden im Märkischen Kreis mit ihren kommunalen Wirtschaftsförderungen in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbH (GWS), der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) und der TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen mbH (TKG-SWF) eine Bedarfsabfrage zur Breitbandversorgung von Gewerbebetrieben durch.

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Die Bedarfsmeldungen können per Fragebogen an die Kommune oder online abgegeben werden.

Die Ermittlung des Bedarfs an schnellen Internetverbindungen ist erforderlich, um die Voraussetzungen für die Gewährung von Fördermitteln zu erfüllen. Damit der ermittelte Bedarf von den Förder- und Genehmigungsbehörden anerkannt wird, ist eine möglichst zahlreiche Teilnahme an dieser Abfrage von großer Bedeutung. Mehr zu den Hintergründen der Förderrichtlinie können Sie hier erfahren.

Gewerbetreibende haben die Möglichkeit, per Fragebogen, über die Internetseite der SIHK unter dem Link www.sihk.de/breitband oder unter Breitband-Ausschreibungen beim Breitbandbüro des Bundes an der Bedarfsabfrage teilzunehmen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Gemeinsamer Förderantrag für alle Städte und Gemeinden im MK

Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Struktur und Verkehr des Märkischen Kreises sorgte gestern für einen wichtigen Impuls beim geplanten kreisweiten Breitbandausbau in über 70 Gewerbegebieten.

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Mit einem einstimmigen Votum sprach sich der Ausschuss für ein gemeinsames Vorgehen mit allen Städten und Gemeinden aus. Der Schulterschluss hat nicht zuletzt finanzielle Gründe: Tritt der Kreis als Antragsteller im Förderverfahren auf, stellt das Land NRW bis zu 80 Prozent an Zuschüssen zur Verfügung. Würden die Kommunen als einzelne Antragsteller auftreten, kämen aus Düsseldorf lediglich 60 Prozent an Zuschüssen. Nach der vorläufigen Kostenschätzung des Kreises summieren sich die Gesamtausgaben auf rund 11,2 Millionen Euro, der Anteil des Kreises beträgt danach 2,24 Millionen Euro.

Eine Reihe von offenen Fragen müssen vor einer Ausschreibung allerdigs noch geklärt werden. Zum Beispiel: Wie ist der Bedarf der Unternehmen und sind sie bereit, für Glasfaseranschlüsse mehr Geld auszugeben? Und sollen die Leerrohre und Glasfaserkabel direkt bis an die Grundstücksgrenze führen oder wird lediglich die Erschließung der Kabelverzweiger finanzierbar sein?

Die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH (TKG-SWF), an der der Märkische Kreis mit 21,4 Prozent beteiligt ist, soll das Ausschreibungs- und Förderverfahren mit der Bezirksregierung Arnsberg betreuen. „Dabei werden wir tatkräftig von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Märkischen Kreises (GWS), den kommunalen Wirtschaftsförderern, den Verwaltungen und der SIHK unterstützt“, so Stefan Glusa, Geschäftsführer der TKG-SWF.

Die Region zählt zu den ersten, die sich um die neue Landesförderung bewerben. Im November soll die Bedarfsabfrage bei den Unternehmern beginnen, im zweiten Quartal 2016 könnten – wenn alles klappt – die ersten Bagger rollen.