Erster Mobilfunkkoordinator im Hochsauerlandkreis

Dirk Dolibog ist seit dem 1. Juni der erste Mobilfunkkoordinator des Hochsauerlandkreises. Der Zuwendungsbescheid in Höhe von 210.000 Euro wurde dem Hochsauerlandkreis von der Bezirksregierung Arnsberg – Geschäftsstelle Gigabit.NRW – für die kommenden drei Jahre überreicht. Ziel der Mobilfunkkoordination ist es, den gesamten Kreis bei der Umsetzung des Ausbaus mit flächendeckenden Mobilfunknetzen in allen Belangen zu unterstützen und als zentraler Ansprechpartner für Mobilfunkfragen zur Verfügung zu stehen.

Mobilfunkkoordinator Dirk Dolibog (Foto: HSK)

Dirk Dolibog ist damit die erste Ansprechstelle für alle Beteiligten wie Mobilfunknetz- oder Funkmastbetreiber, Kommunen sowie sämtliche öffentliche Stellen und natürlich für die Bürger. Aktuell finden Gespräche mit den Mobilfunkanbietern Telekom, Vodafone und Telefonica statt. Zukünftig wird ein weiteres Unternehmen in den Mobilfunkmarkt einsteigen. 1&1 plant und baut schon die ersten Techniken auf. „Ob das in unserer ländlichen Region aber interessant für 1&1 ist, werden erste Gespräche zeigen“, erklärt Dirk Dolibog.

Die maßgeblichen Herausforderungen für den künftigen Mobilfunkausbau sind die Identifizierung geeigneter Standorte, langwierige Genehmigungsverfahren, eine leistungsfähige Anbindung der Sendestandorte an das Glasfasernetz und Bedenken von Anwohnern insbesondere mit Blick auf die Mobilfunkstrahlung.

Die Mobilfunkkoordinatoren sollen bei der Lösung dieser Fragen konkrete Hilfestellungen geben. Dafür ist eine Vernetzung der Ansprechpartner bei Mobilfunkunternehmen, Kommunen, Bezirksregierungen und dem Land sinnvoll. Vor Ort helfen die Koordinatoren, Verfahren zu beschleunigen und beispielsweise schneller kommunale Liegenschaften für Sendemasten zu finden. Zudem wird Dirk Dolibog das Antrags- und Genehmigungsverfahren fachlich begleiten und den Kreis und die Städte und Gemeinden zu allen Belangen des Mobilfunkausbaus beraten. „Durch die Verzahnung der beiden Themen Gigabitkoordination und Mobilfunkkoordination können Synergieeffekte genutzt werden, um Ausbauplanungen zu beschleunigen“, sind sich Ludger Laufer, Gigabitkoordinator des HSK, und Dirk Dolibog einig.

Unterstützung erhalten alle Mobilfunkkoordinatoren in Südwestfalen weiterhin von der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH: „Die TKG-Südwestfalen hat bereits in den vergangenen zwei Jahren das Thema Mobilfunk im Auftrag aller fünf Kreise betreut und wird Ansprechpartner für die Mobilfunkkoordinatoren bleiben“, versichert Geschäftsführer Stefan Glusa.

Zusammen mit der Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft des Bundes (MIG), allen Netzbetreibern und Tower-Companies arbeiten die Mobilfunkkoordinatoren in Südwestfalen an der flächendeckenden Mobilfunkversorgung und der Errichtung neuer Standorte im Hochsauerlandkreis, Kreis Olpe, Kreis Soest, Kreis Siegen-Wittgenstein und dem Märkischen Kreis. Aktuell laufen in der Region mehrere Markterkundungen für Gebiete, in denen neue Funkmasten entstehen sollen.

Dirk Dolibog ist erreichbar per Mail Dirk.Dolibog(at)hochsauerlandkreis.de oder Telefon 0291/94-1466. Funklöcher können über die kostenfreie Funkloch-App der Bundesnetzagentur „Breitbandmessung“ gemeldet werden: https://breitbandmessung.de/funkloecher-erfassen. „Die momentan zur Verfügung stehenden Daten geben uns schon einen sehr guten Überblick über die bestehenden Funklöcher, aber mit den Ergebnissen aus der App können wir diese noch genauer lokalisieren“, erläutert Dirk Dolibog und hofft auf eine hohe Beteiligung aus der Bevölkerung.

Neue Mobilfunkkoordinatorin im Kreis Olpe

Damit auch im Kreis Olpe der Handyempfang verbessert und Funklöcher schnellstmöglich beseitigt werden, kümmert sich Melanie Oczipka als neue Mobilfunkkoordinatorin des Kreises Olpe zukünftig um alle Fragen rund um den Mobilfunkausbau. „Wir gehören mit zu den ersten Kreisen in Nordrhein-Westfalen, die diese Stelle besetzt haben“, freut sich Landrat Theo Melcher. „Das hilft uns sehr, um nicht nur beim Glasfaserausbau weiter voranzukommen, sondern auch um die Mobilfunkversorgung weiter zu verbessern.“ Zum Jahresbeginn 2022 hatten der Märkische Kreis und der Kreis Soest die vom Land NRW geförderten Stellen der Mobilfunkkoordination besetzt (wir berichteten).

Theo Melcher, Landrat des Kreises Olpe und Mitglied der Gesellschafterversammlung der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen, freut sich über Verstärkung: Melanie Oczipka und Markus Luke (r.) kümmern sich zukünftig gemeinsam um den Mobilfunk- und Glasfaserausbau im Kreis Olpe (Foto: Kreis Olpe).

Der Mobilfunkausbau gerade in den ländlichen Regionen kommt nur langsam voran. „Die Investitionskosten für die privaten Netzbetreiber sind sehr hoch, weil Wege oftmals weit sind und damit die teuren Zuleitungen lang“, erläutert Melanie Oczipka. Ihre Aufgabe wird unter anderem darin bestehen, als Bindeglied zwischen Kommunen, Politik, Bürgerinnen und Bürgern zu fungieren, die Schnittstelle zu Mobilfunknetz- oder Funkmastbetreibern zu bilden und sie beispielsweise bei der Standortsuche zu unterstützen. Ziel dabei ist, eine möglichst flächendeckende Versorgung mit dem neuen 5G-Mobilfunkstandard zu erreichen. Dazu wird sie eng mit dem Gigabitkoordinator Markus Luke zusammenarbeiten, der auch einen Teil der Mobilfunkkoordination übernimmt.

Fachliche Unterstützung erhalten der Kreis Olpe und alle Mobilfunkkoordinatoren in Südwestfalen weiterhin von ihrer Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH. Die kreiseigene Gesellschaft hat bereits seit 2017 das Thema Mobilfunk im Auftrag ihrer fünf Gesellschafter begleitet: „Die zentrale Koordinierung mit allen Akteuren hat sich schon bei der Breitbandförderung bewährt. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit werden wir auch beim Mobilfunkausbau im Kreis Olpe weiterführen und die Kompetenzen der Mitarbeitenden in einem Team bündeln“, so Landrat Theo Melcher.

Außerdem können Bürgerinnen und Bürger den Kreis Olpe dabei unterstützen, Funklöcher zu identifizieren. Dazu stellt der Bund eine App zur Verfügung, sodass alle aktiv mit in die Funklochsuche einsteigen können. „Wir haben zwar bereits jetzt einen guten Überblick über die Mobilfunklücken im Kreis Olpe, aber mit den Ergebnissen aus der App können wir diese noch genauer lokalisieren“, hofft Melanie Oczipka auf eine hohe Beteiligung. Die Funkloch-App ist unter www.breitbandmessung.de zu finden und kann dort heruntergeladen werden. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.kreis-olpe.de/mobilfunk.de.

Hintergrund:
Finanziert wird die Stelle der Mobilfunkkoordinatorin aus dem Mobilfunkpakt des Landes NRW. Das NRW-Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE) stellt den Kreisen und kreisfreien Städten zur Besetzung dieser Positionen Fördermitteln in Höhe von maximal 210.000 Euro für drei Jahre zur Verfügung.

Ausschreibung der MIG für Funkmast und weitere Markterkundungen in Südwestfalen

Die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft des Bundes (MIG) hat den Förderaufruf für einen neuen Funkmasten in Neuhaus, Gemeinde Möhnesee (Kreis Soest) veröffentlicht. Es ist der erste Aufruf in Nordrhein-Westfalen und erst der zweite bundesweit.

Außerdem hat die MIG in Südwestfalen sieben weitere Markterkundungsverfahren (MEV) für Gebiete ohne Mobilfunkversorgung im Hochsauerlandkreis (Meschede, Sundern, Schmallenberg), Kreis Olpe (Kirchhundem), Kreis Siegen-Wittgenstein (Bad Berleburg, Erndtebrück, Hilchenbach, Netphen Sohlbach) gestartet.

Die Förderverfahren der MIG sind mehrstufig und beginnen mit Markterkundungsverfahren. Ist nach dessen Ergebnis ein Gebiet förderfähig, erfolgt im nächsten Schritt die Standortsuche und -vorbereitung. Um diese zu vereinfachen und zu beschleunigen, vereinbart die MIG Musterverträge mit Akteuren, die an vielen Orten Grundstücke für geförderte Standorte bereitstellen können. Erst wenn das Grundstück vorvertraglich gebunden und die Abstimmungen mit den örtlichen Behörden sowie die technische Vorplanung des Ausbaus dieser Standorte erfolgt ist, kann ein Förderaufruf veröffentlicht werden. Die Standortvorbereitung hat die MIG nun für die Gemeinde Möhnesee abgeschlossen. Der Förderaufruf für die Errichtung eines Mobilfunkmasts ist bereits veröffentlicht. Mit dem Mobilfunkmast sollen zukünftig ca. 60 Haushalte und ein großer Ferienpark mindestens mit 4G-Empfang versorgt werden.

Mitte April 2021 hatte die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen die Zusammenarbeit mit der MIG in den fünf Kreisen der Region Südwestfalen gestartet und die ersten Ortstermine im Kreis Soest und im Hochsauerlandkreis mit den beteiligten Kommunen koordiniert. Die gute Zusammenarbeit vor Ort weiß der Geschäftsführer der MIG, Ernst Ferdinand Wilmsmann, zu schätzen: „Den Standort haben wir mit Hilfe engagierter Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen im örtlichen Landratsamt und in der Gemeinde gefunden. Das Beispiel zeigt, wie wichtig gute Kontakte vor Ort sind. Wir werden unser Netzwerk regionaler Teams daher erweitern, um den Mobilfunkausbau in schwierig zu erschließenden Gebieten direkt vor Ort zu unterstützen.“

Ab sofort können sich klassische Tower Companies oder Unternehmen, die über die erforderliche Sach- und Fachkunde sowie die Zuverlässigkeit für den Bau und den Betrieb eines Mobilfunkmasts verfügen, um eine Förderung bewerben. Die Bewerbungsfrist endet am 27.06.2022.

Die laufenden Markterkundungen enden am 29.06.2022.

Erste Mobilfunkkoordinatoren in Südwestfalen nehmen Arbeit auf

Zum Jahresbeginn 2022 haben der Märkische Kreis und der Kreis Soest die vom Land NRW geförderten Stellen der Mobilfunkkoordination besetzt. Im MK teilen sich Matthias Pohl und Thomas Hoheisel die Aufgabe. Im Kreis Soest verstärkt Philipp Bußmann das Team der Breitbandkoordination.

Landrat Marco Voge, die Mobilfunkkoordinatoren Thomas Hoheisel und Matthias Pohl sowie Stefan Glusa, Geschäftsführer der TKG-Südwestfalen freuen sich über den Zuwendungsbescheid des Landes. (Foto: Erkens/MK)

„Der Märkische Kreis gehört mit zu den Ersten, die diese Stelle mit finanzieller Förderung des Landes NRW eingerichtet haben“ freut sich Landrat Marco Voge. „Für den Wirtschaftsstandort Märkischer Kreis ist der Ausbau der Mobilfunknetze von immenser Bedeutung. Auch in der privaten Kommunikation gehört ein stabiles Mobilfunknetz ohne Funklöcher zur Lebensqualität“, weiß Voge auch aus seiner Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH (TKG-SWF).
Der Zuwendungsbescheid in Höhe von 210.000 Euro wurde dem Märkischen Kreis von der Bezirksregierung Arnsberg – Geschäftsstelle Gigabit.NRW für drei Jahre überreicht.
Ziel der Mobilfunkkoordination ist es, den gesamten Kreis bei der Umsetzung des Ausbaus mit flächendeckenden Mobilfunknetzen in allen Belangen zu unterstützen und als zentraler Ansprechpartner für Mobilfunkfragen zur Verfügung zu stehen. Demnach ist die Mobilfunkkoordination auch die erste Ansprechstelle für alle Beteiligten wie Mobilfunknetz- oder Funkmastbetreiber, Kommunen sowie sämtliche öffentliche Stellen und natürlich der Bürger.
Die maßgeblichen Herausforderungen für den künftigen Mobilfunkausbau sind die Identifizierung geeigneter Standorte, langwierige Genehmigungsverfahren, eine leistungsfähige Anbindung der Sendestandorte an das Glasfasernetz und Bedenken von Anwohnern insbesondere mit Blick auf die Mobilfunkstrahlung.
Die Mobilfunkkoordinatoren des Kreises sollen bei der Lösung dieser Fragen konkrete Hilfestellungen geben und – wie es der Name schon sagt – koordinieren. Dafür ist eine Vernetzung der Ansprechpartner bei Mobilfunkunternehmen, Kommunen, Bezirksregierungen und dem Land sinnvoll. Vor Ort helfen die Koordinatoren, Verfahren zu beschleunigen und beispielsweise schneller kommunale Liegenschaften für Sendemasten finden. Zudem werden Matthias Pohl und Thomas Hoheisel das Antrags- und Genehmigungsverfahren fachlich begleiten und den Kreis und die Städte und Gemeinden zu allen Belangen des Mobilfunkausbaus beraten. „Durch die Verzahnung der beiden Themen Gigabitkoordination und Mobilfunkkoordination können wir ideal die Synergieeffekte nutzen um Ausbauplanungen zu beschleunigen“ sind sich Matthias Pohl und Thomas Hoheisel einig.

Im Kreis Soest verstärkt Philipp Bußmann das Team der Breitbandkoordination, um nicht nur beim Glasfaser-Ausbau weiter Tempo zu machen, sondern auch um die Mobilfunkversorgung voranzutreiben. „Das ist wichtig, weil sich gut ausgebaute Mobilfunknetze zu einem enormen Standortfaktor entwickelt haben“, erklärt Landrätin Eva Irrgang, die Mobilfunkkoordinator Philipp Bußmann im Kreishaus begrüßte.

Landrätin Eva Irrgang (2. v. l.) begrüßte im Beisein von Gigabitkoordinator Christoph Hellmann (r.) und Sonja Claus (Öffentlichkeitsarbeit Breitband, l.) den neuen Mobilfunkkoordinator Philipp Bußmann. (Foto: Kalle/SO)

„Gerade in den ländlichen Regionen ist der marktgetriebene Ausbau schwierig“, erläutert Bußmann, warum es immer noch Funklöcher gibt. Seine Aufgabe wird unter anderem darin bestehen, als Bindeglied zwischen Kommunen, Politik und Bürgern zu fungieren, die Schnittstelle zu Mobilfunknetz- oder Funkmastbetreibern zu bilden und sie beispielsweise bei der Standortsuche zu unterstützen. Ziel ist eine möglichst flächendeckende Versorgung mit dem neuen 5G-Mobilfunkstandard. Bußmann wird eng mit Gigabitkoordinator Christoph Hellmann zusammenarbeiten. „Die zentrale Koordinierung mit allen Akteuren hat sich schon bei der Breitbandförderung bewährt. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit werden wir beim Mobilfunkausbau im Kreis Soest weiterführen“, berichtet Landrätin Eva Irrgang. Das Team Breitbandkoordination hat auch ein offenes Ohr für die Fragen der Bürgerinnen und Bürger. „Wir wissen, dass die Zusammenhänge komplex sind. Deshalb wollen wir mit den Menschen über die Themen 5G und Glasfaser ins Gespräch kommen“, unterstreicht Sonja Claus, die das Team Breitbandkoordination im Kreis Soest bei der Öffentlichkeitsarbeit ergänzt.
Die aktuelle und geplante Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen liegt im Kreis Soest mit 35 Prozent über die zukunftsfähige Glasfaser-Technologie und mit 61 Prozent über das TV-Kabel schon weit über dem Landesdurchschnitt. Doch bei der Mobilfunkversorgung müssten die vier Mobilfunkversorger im Kreis Soest noch erheblich nachlegen: „Wenn man die langen Bauzeiten zur Anbindung aller bisherigen und noch zusätzlich benötigten Standorte mit Glasfaser betrachtet, ist ein aktives koordiniertes Handeln aller Akteure unumgänglich“, berichtet Gigabitkoordinator Christoph Hellmann.

Unterstützung erhalten alle Mobilfunkkoordinatoren in Südwestfalen weiterhin von der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH: „Die TKG-Südwestfalen hat bereits in den vergangenen zwei Jahren das Thema Mobilfunk im Auftrag aller fünf Kreise betreut und wird Ansprechpartnerin für die Mobilfunkkoordinatoren bleiben“, versichert Geschäftsführer Stefan Glusa.

Die Förderung der Mobilfunkkoordinatorinnen und Mobilfunkkoordinatoren erfolgt auf Grundlage der „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen an Kreise und kreisfreie Städte zur Förderung von Mobilfunkkoordinatorinnen und Mobilfunkkoordinatoren für den flächendeckenden Ausbau von Mobilfunknetzen“ des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE) vom 8. Juli 2021.

5G für die Region Südwestfalen: Vodafone baut Infrastruktur aus

Vodafone hat in Südwestfalen mehrere neue 5G-Mobilfunkstationen in Betrieb genommen. Wie das Unternehmen mitteilte, versorgt Vodafone bereits an

  • 20 Orten im Hochsauerlandkreis (HSK)
  • 5 Orten im Kreis Olpe (OE)
  • 12 Orten im Kreis Soest (SO)
  • 10 Orten im Kreis Siegen Wittgenstein (SI)
  • 19 Orten im Märkischen Kreis (MK)

die Bevölkerung mit 5G, u.a. an folgenden Standorten:

  • HSK: Marsberg, Meschede (2x), Schmallenberg, Eslohe (2x), Hallenberg, Arnsberg (3x)
  • OE: Lennestadt, Drolshagen, Wenden, Kirchhundem und Olpe
  • SO: Möhnesee (2x), Werl, Erwitte, Bad Sassendorf, Soest (2x), Rüthen (2x), Geseke und Lippstadt
  • SI: Bad Laasphe, Burbach, Erndtebrück, Kreuztal (3x), Bad Berleburg, Hilchenbach und Siegen (2x)
  • MK: Altena, Kierspe, Iserlohn (3x), Werdohl (2x), Balve, Herscheid, Hemer, Halver, Plettenberg (3x), Menden (Sauerland), Lüdenscheid und Schalksmühle
Karte der Netzabdeckung von Vodafone in Südwestfalen (Quelle: Bundesnetzagentur, Letzte Datenaktualisierung: 10/2021, GeoBasis-DE / BKG)

Mittelfristiges Ziel sei es, möglichst die gesamte Bevölkerung im Kreis an das 5G-Netz anzubinden – so, wie es bei der Mobilfunkversorgung mit Sprache (GSM =2G) und bei der mobilen Breitbandtechnologie LTE (=4G) bereits heute nahezu der Fall sei. Um ein flächendeckendes 5G-Netz herzustellen, werde Vodafone zunächst die bereits vorhandene Mobilfunk-Infrastruktur weitgehend mitnutzen und seine 5G-Antennen, wo immer es möglich ist, an den bestehenden Standorten in Südwestfalen in Betrieb nehmen.

Von den bestehenden Mobilfunkstationen werden

  • 127 im Hochauerlandkreis
  • 49 im Kreis Olpe
  • 92 im Kreis Soest
  • 92 im Kreis Siege-Wittenstein
  • 108 im Märkischen Kreis

nach und nach aufgewertet, indem dort zusätzlich 5G-Technologie installiert wird – zum Beispiel an Masten, Aussichtstürmen, Kirchtürmen sowie auf den Dächern von Rathäusern, Bürogebäuden und Wohnhäusern. Dieses geschieht Station für Station im Laufe der nächsten Jahre.

Aktuell versorgt das Vodafone-Mobilfunknetz

  • 99,8 Prozent (HSK)
  • 99,6 Prozent (OE)
  • 99,9 Prozent (SO)
  • 99,8 Prozent (SI)
  • 99,9 Prozent (MK)

der Bevölkerung, und mit LTE

  • 96,6 Prozent (HSK)
  • 93,8 Prozent (OE)
  • 99,8 Prozent (SO)
  • 97,3 Prozent (SI)
  • 99,3 Prozent (MK)

Weitere LTE-Bauprojekte:

  • 14 im HSK, davon 8 neue in: Schmallenberg (2x), Olsberg (2x), Brilon, Hallenberg, Arnsberg und Bestwig, um bestehende LTE-Funklöcher zu beseitigen. An 3 vorhandenen Standorten in Schmallenberg (2x) und Arnsberg werden zusätzliche LTE-Antennen angebracht, um die Kapazitäten und Geschwindigkeiten im Einzugsbereich dieser LTE-Stationen zu steigern. 3 Neubaustandorte sind in Schmallenberg, Arnsberg und Meschede geplant.
  • 9 in OE, davon 3 neue in Olpe, um bestehende LTE-Funklöcher zu beseitigen. An 2 vorhandenen LTE-Stationen in Attendorn und Olpe werden zusätzliche LTE-Antennen angebracht, um die Kapazitäten und Geschwindigkeiten im Einzugsbereich dieser LTE-Stationen zu steigern. 4 Neubaustandorte sind in Wenden, Drolshagen (2x) und Kirchhundem geplant.
  • 7 in SO, davon 2 in Wickede (Ruhr) und Rüthen, um bestehende LTE-Funklöcher zu beseitigen. An 4 vorhandenen LTE-Stationen in Möhnesee, Geseke und Lippstadt (2x) werden zusätzliche LTE-Antennen angebracht, um die Kapazitäten und Geschwindigkeiten im Einzugsbereich dieser LTE-Stationen zu steigern. Ein LTE-Neubaustandort ist in Ense geplant.
  • 13 in SI, davon 4 neue in Bad Laasphe, Siegen, Bad Berleburg und Kreuztal, um bestehende LTE-Funklöcher zu beseitigen. An 8 vorhandenen LTE-Stationen in Kreuztal (2x), Siegen (4x), Freudenberg und Hilchenbach werden zusätzliche LTE-Antennen angebracht, um die Kapazitäten und Geschwindigkeiten im Einzugsbereich dieser LTE-Stationen zu steigern. Ein LTE-Neubaustandort ist in Kreuztal geplant.
  • 15 im MK, davon 2 neue in Lüdenscheid und Menden, um bestehende LTE-Funklöcher zu beseitigen. An 10 vorhandenen LTE-Stationen in Iserlohn (3x), Werdohl, Balve, Herscheid (2x), Halver und Plettenberg (2x) werden zusätzliche LTE-Antennen angebracht. 3 LTE-Neubaustandorte sind in Werdohl, Hemer und Kierspe geplant.

Mobilfunkkoordinator im Kreis Siegen-Wittgenstein

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Verglichen mit den südwestfälischen Nachbarkreisen, ist der Mobilfunkausbau im Kreis Siegen-Wittgenstein in den letzten Jahren am besten voran gekommen. Der Kreis hat sogar den zweithöchsten Ausbauzuwachs bei der Mobilfunknetzabdeckung in ganz NRW zu verzeichnen (+10,79% seit 2019). Trotzdem kann noch nicht überall im Kreis lückenlos mobil telefoniert, geschweige denn mit dem Smartphone gesurft werden. 5G gibt es erst in dichter besiedelten Ballungsräumen und auch dort noch nicht flächendeckend. Um den Mobilfunkausbau massiv nach vorne zu bringen, möchten der Kreis jetzt mit finanzieller Förderung des Landes NRW die Stelle eines Mobilfunkkoordinators (m/w/d) einrichten. Vergleichbare Beschlüsse haben auch alle anderen südwestfälischen Kreise gefasst.

(Grafik: MWIDE, TKG-SWF)

„Der Mobilfunkausbau kommt leider nicht so schnell voran, wie er müsste, obwohl die Mobilfunkbetreiber entsprechende Ausbaupläne verfolgen“, sagt Landrat Andreas Müller. Er hatte bereits 2019 die Aktion „Funklöcher“ gestartet, bei der Siegerländer und Wittgensteiner konkrete Orte ohne Empfang melden konnten. Diese hat der Kreis dann an die Mobilfunkbetreiber weitergeleitet und u.a. mit einem Vertreter der Telekom auch im entsprechenden Ausschuss diskutiert. „Seitdem ist viel Positives passiert“, bilanziert der Landrat, „aber leider hat es auch kritische Entwicklungen und neue Herausforderungen gegeben: So hat die Abschaltung des UMTS-Netzes bereits begonnen und der 5G-Aufbau läuft. Dieses Hochleistungsfunknetz braucht aber viele zusätzliche Sendestandorte, die alle an das Glasfasernetz angeschlossen werden müssen. Das ist eine neue, große logistische Herausforderung“, so der Landrat und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen (TKG-SWF).

Die maßgeblichen Hürden für den künftigen Mobilfunkausbau sind die Identifizierung geeigneter Standorte, langwierige Genehmigungsverfahren, die erwähnte Anbindung der neue Sendestandorte an das Glasfasernetz und Bedenken von Anwohnern insbesondere mit Blick auf die Mobilfunkstrahlung.

Der Mobilfunkkoordinator des Kreises soll bei der Lösung dieser Fragen konkrete Hilfestellungen geben und – wie es sein Name schon sagt – koordinieren. Er kann Mobilfunkunternehmen, Kommunen, Bezirksregierungen und Land vernetzen. Vor Ort soll er helfen, Verfahren zu beschleunigen und z.B. schneller kommunale Liegenschaften für Sendemasten finden. Zudem kann er Antrags- und Genehmigungsverfahren fachlich begleiten und den Kreis und die Städte und Gemeinden zu allen Belangen des Mobilfunkausbaus beraten.

Der Mobilfunkkoordinator soll zudem eng mit dem Gigabitkoordinator, der für den Breitbandausbau zuständig ist, zusammenarbeiten. Die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen wiederum wird die Arbeit der Mobilfunkkoordinatoren in Südwestfalen bündeln, so wie es heute bereits bei den Gigabitkoordinatoren geschieht.

„Mobilfunkausbau ist ein Thema, mit dem man nie fertig sein wird“, sagt Landrat Andreas Müller: „Der technische Fortschritt wird uns immer wieder vor neue Herausforderungen stellen. Der Mobilfunkkoordinator kann uns dabei helfen, in den nächsten drei Jahren die richtigen Weichen zu stellen und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung umzusetzen.“

Der Ausschuss für Wirtschaft, Mobilität und Verkehrsinfrastruktur des Kreises Siegen-Wittgenstein wird am 08. Dezember 2021 erstmals über die Etablierung eines Mobilfunkkoordinators beraten.

Siehe auch www.mobilfunkkoordinator.de und https://www.siegen-wittgenstein.de/Startseite/Mobilfunkkoordinator