Mehr Breitband für Briloner und Schmallenberger Ortsteile

Der Breitbandausbau im Hochsauerlandkreis geht in zahlreichen Ortschaften der Städte Schmallenberg und Brilon weiter voran.

Mit Fördergeldern von 536.000 Euro von EU, Bund, Land und 179.000 Euro von der Stadt Schmallenberg wird die Deutsche Telekom die Schmallenberger Ortschaften Arpe, Niederberndorf, Bracht, Brabecke, Nordenau und Westfeld mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde ausbauen.

Mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde soll ab Februar 2016 der Ausbau in der Briloner Kernstadt und in den Ortschaften Brilon-Wald, Altenbüren, Gudenhagen, Petersborn, Scharfenberg und Wülfte erreicht werden. Die Kosten für diesen Ausbau trägt allein die Telekom.

Brilons Bürgermeister Dr. Christof Bartsch: „Das ist ein Zugewinn und eine Aufwertung für alle Unternehmen und natürlich auch für die Bürger.“

Schmallenbergs Bürgermeister Bernhard Halbe: „Der Breitbandausbau im ländlichen Raum muss vorangetrieben werden. Bei der jüngsten Darstellung des HSK habe Schmallenberg noch deutlich im unteren Drittel gelegen. Immerhin seien rund 2500 Einwohner jetzt besser versorgt. Das ist eine Riesenleistung.“

NRW: Schnelles Internet noch Traum

Nordrhein-Westfalen: Wenn das schnelle Internet noch ein Traum ist

Arnsberg/Schmallenberg.  Die digitale Agenda der Bundesregierung verspricht schnelles Internet bis 2018. In manchen Regionen ist das bislang ein Traum. Wenn das Internet nicht schnell genug ist, sind Alternativen gefragt. Im Sauerland sorgen Richtfunk und Fernsehkabel für eine gute Versorgung – allerdings noch nicht überall.

Manchmal gibt Burkhard Tigges einfach auf. „Wenn ich hier mittags mal online-Banking machen will, geht nichts“, sagt der Geschäftsführer des Maschinenbau-Unternehmens Transfluid aus Schmallenberg. Dann seien Alternativen gefragt. „Wir müssen halt improvisieren.“ Daten-intensive Downloads mache so mancher Mitarbeiter lieber mal zu Hause, und manchmal seien auch Daten nach Feierabend von privaten Rechnern zu Kunden geschickt worden.

So offen wie die Schmallenberger Firma spricht kaum ein Unternehmen über den Frust mit dem langsamen Internet. „Es ist zwar besser geworden. Aber es gibt immer noch viele Firmen mit Problemen“, sagt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Arnsberg, Ralf Huess. Die wollten damit aber nicht an die Öffentlichkeit. „Das ist ja auch Negativ-Werbung.“

Insgesamt Versorgung im Hochsauerlandkreis über NRW-Schnitt

Bis zum Jahresende will die Telekom das Problem gelöst haben. Dann soll auch das Gewerbegebiet am Rande Schmallenbergs an einer Leitung mit 50 Megabit pro Sekunde hängen. Damit die Telekom die Bagger anrücken lässt und einen Glasfaser-Knotenpunkt errichtet, mussten Transfluid und etwa 70 weitere Unternehmen Überzeugungsarbeit leisten. Mit Barem: „Wir haben letztlich jeder zwischen 100 und 3000 Euro als einmaligen Baukosten-Zuschuss gezahlt, damit das losgeht“, berichtet Tigges.

Insgesamt liegt die Breitband-Versorgung des Hochsauerlandkreises über dem NRW-Landesschnitt. Mehr als 80 Prozent der Orte haben bereits einen 50 Megabit-Internet-Zugang. „Es gibt aber immer noch weiße Flecken“, sagt Michael Stratmann von der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen.

Die von fünf Kreisen finanzierte Gesellschaft hat mit Richtfunk abgelegene Orte ans weltweite Netz angeschlossen. „Wir haben unseren Richtfunk gebaut, wenn es 20 Kunden gab“, sagt Stratmann. Dass der Hochsauerlandkreis bei der Breitband-Versorgung so gut dastehe, habe auch mit der in den 1990-er Jahren gelegten Kabel-TV-Struktur zu tun. „Da kann jetzt Internet mit bis zu 150 Megabit angeboten werden“.

Wie wichtig das Kabelnetz ist, zeigt der Nachbarkreis Olpe, der hat nur eine Versorgungsquote von rund 44 Prozent erreicht. „Da waren die Kabelfernseh-Anbieter damals nicht so aktiv“, sagt Hellmann. Gleiches gelte für die Kreise Borken oder Coesfeld im Münsterland. Viel Fläche, wenig Menschen und viele Höfe in Alleinlage. „Da hat keiner Kabel hingelegt.“

Die Breitband-Versorgung schwankt oft von Ort zu Ort – auch in der Eifel. In Tondorf (Kreis Euskirchen) läuft es prima, im Örtchen Hecken ist das Internet dagegen „vom Winde verweht“, wie Karl-Heinz Monowski berichtet. Er betreibt dort ein Internetradio. Nur wenige Wolken genügten, um die zerbrechliche Funkverbindung einfach weg zu fegen.

„Ich bin auf meine Sponsoren angewiesen, doch sobald es etwas mehr Regen gibt, fällt die Sendung aus.“ Weil Bitten und Beschwerden nichts genutzt hätten, ziehen Monowski und seine Partnerin Patricia Konsequenzen: „Wir ziehen jetzt um. Nach Wuppertal.“

Quelle: dpa/das

2,3 Mio. Fördervolumen

Dörfer in Südwestfalen bald schneller im Netz

Über 20 weitere Dörfer in Südwestfalen erhalten einen schnelleren Zugang zum Internet. Möglich macht’s das Programm „Breitbandausbau Ländlicher Raum“ – betreut von der Bezirksregierung Arnsberg. Sie bewilligte jetzt insgesamt rund 2,5 Millionen Euro Fördergelder für den Ausbau der Glasfaser- oder Funkinfrastruktur im Regierungsbezirk – aktuell zum Beispiel für Orte in Bad Sassendorf, Erwitte, Schmallenberg, Netphen und Bad Berleburg.

Abschließend bewilligt wurden in Arnsberg kürzlich folgende Maßnahmen:
267.870 Euro erhält die Gemeinde Bad Sassendorf, um vor Ort die „Wirtschaftlichkeitslücke“ zu schließen (75 Prozent von 357.160 Euro). Dort gelten vor allem die Ortschaften Ostinghausen und Bettinghausen – mit rund 660 Haushalten – als „unterversorgt“ (bei einer Übertragungsleistung von  weniger als 2 MBit/s). Bereits in 2013 war für den Ortsteil Weslarn (409 Haushalte) ein Zuschuss von 98.466 Euro bewilligt worden.
Unterversorgt waren in der Stadt Erwitte bisher die Orte Norddorf, Stirpe, Berenbrock, Völlinghausen und Eikeloh. Hier bewilligte die Bezirksregierung 337.077 Euro, sodass die Stadt jetzt entsprechende Verträge mit den Netzbetreibern unterzeichnen kann. 900 Haushalte profitieren in den kommenden Monaten von besseren Breitbandanschlüssen.

535.867 Euro beträgt der Zuschuss derweil im Fall der Stadt Schmallenberg. Über 650 Haushalte in den Orten Nordenau, Westfeld, Brabecke, Bracht, Arpe und Niederberndorf kommen bald schneller ins Netz – ein wichtiger Schritt für die Stadt, denn angesichts von über 80 Ortschaften in Schmallenberg ist der Breitbandausbau hier eine besondere Herausforderung.

Geschlossen werden kann die Wirtschaftlichkeitslücke auch im Dorf Herzhausen (260 Haushalte) auf dem Gebiet der Stadt Netphen – dort mit Fördermitteln in Höhe von 136.089 Euro.

In der Stadt Bad Berleburg dürfen sich ebenfalls viele auf einen Internetzugang mit Übertragungsgeschwindigkeiten von mehr als 2 MBit pro Sekunde freuen. Für den schnelleren Zugang zum Word-Wide-Web in den Orten Alertshausen / Christianseck (173 Haushalte), Arfeld (391) und Dotzlar (348) werden 461.859 Euro zur Verfügung gestellt. Im Vorjahr hatte die Bezirksregierung Arnsberg bereits „Grünes Licht“ für 87.224 Euro gegeben, die dem Breitbandausbau in Wundertshausen (261) dienen.

2,3 Millionen für südwestfälische Ortschaften
Insgesamt hatten letztes Jahr sieben südwestfälische Kommunen bei der Bezirksregierung Anträge gestellt – mit einem Fördervolumen von insgesamt gut 2,3 Millionen Euro. Darunter fallen auch die Mitte 2013 bewilligten Ausbaumaßnahmen in Rüthen (gut 400 Haushalte in den Orten Langenstraße/Heddinghausen und Drewer, insgesamt 250.687 Euro) sowie Wenden-Brün (139 Haushalte, 98.739 Euro).

Lesen sie mehr auf: http://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/themen/f/foerderung_breitbandversorgung/index.php

 

50 Mbit/s in 6 Ortschaften

In den Schmallenberger Ortschaften Arpe, Niederberndorf, Bracht, Brabecke, Westfeld und Nordenau soll schnelles Internet – bis zu 50 MBit/s – in 2014 Wirklichkeit werden.

Die Unterversorgung der sechs Ortsteile hatte die Verwaltung im Frühjahr unter anderem mit dem Breitbandatlas des Bundes und einer Befragung der Bevölkerung ermittelt. Daraufhin folgten zahlreiche Gespräche und intensive Verhandlungen. Dass nun – Ende des Jahres – schon ein Erfolg vermeldet werden kann, freut Josef Schörmann, Leiter des Amts für Stadtentwicklung. „Die Landesförderung ist beantragt“, erklärt er. Im Januar soll der Förderbescheid kommen, prognostiziert Schörmann. Die Zeichen der Bezirksregierung deuteten daraufhin. „Ich bin da ganz optimistisch.“ Wenn die Bezirksregierung grünes Licht gibt, könne der Vertrag mit der Telekom unterschrieben werden.Planung und Umsetzung müssten dann auch umgehend beginnen, da das Projekt aufgrund der Fördermittel in 2014 abgeschlossen und auch abgerechnet sein muss, wie Josef Schörmann betont. Insgesamt wird der Breitbandausbau für die sechs Orte rund 715 000 Euro kosten. 75 Prozent, also 536 000 Euro, werden über die Förderung finanziert, der Eigenanteil der Stadt beträgt 179 000 Euro.

Insgesamt sollen 16 Kilometer Glasfaserkabel gezogen und acht neue Kabelverzweiger aufgestellt werden. Mindestens 16 MBit/s In Arpe, Niederberndorf, Westfeld und Nordenau werden die Kabel unterirdisch, in Bracht und Brabecke werden sie über eine oberirdische Linie verlegt. Insgesamt müssen für 5520 Meter unterirdische Linie Bauarbeiten verrichtet werden, zum Teil können Kabel aber auch durch bereits verlegte Leerrohre gezogen werden.In den sechs Orten stehen anschließend allen Kunden mindestens 16 MBit/s zur Verfügung. In Arpe und Niederberndorf sowie auch in Bracht können 90 Prozent der Kunden sogar bis 50 MBit/s nutzen, in Westfeld und Nordenau sind es immerhin noch 70 Prozent der Haushalte und in Brabecke stehen 12 Prozent der Kunden bis zu 50 MBit/s zur Verfügung sowie 65 Prozent bis zu 25 MBit/s.

Fleckenberg: BK-Kabel erneuert

Bei der Erschließung „weißer Flecken“ müssen Netzanbieter, Gemeinden und Endverbraucher an einem Strang ziehen. Dann ist eine Umstellung auf Highspeed im Breitband-Kabel auch in den ländlichen Regionen realisierbar. „Im Sauerland ist das auf eine Weise gelungen die erstaunt“, berichtet Unitymedia in seiner aktuellen Ausgabe von „Haus & Medien“:

unitymedia_fleckenberg

Die vollständige Ausgabe können Sie hier herunterladen.

 

Schmallenberg gut versorgt

Die Stadt Schmallenberg hat es geschafft, in nur zwei Jahren die flächendeckende Breitbandversorgung in ihrem Stadtgebiet herzustellen. Erfreut zeigte sich Bürgermeister Halbe bei der Unterzeichnung der Abschlussvereinbarung zu den Kooperationsverträgen zwischen der Stadt Schmallenberg und der Telekom Deutschland GmbH.

Telekom Vorstandsbeauftragter Ulrich Adams und Schmallenbergs Bürgermeister Bernhard Halbe bei der Unterzeichung der Abschlussvereinbarung.
Telekom Vorstandsbeauftragter Ulrich Adams und Schmallenbergs Bürgermeister Bernhard Halbe bei der Unterzeichung der Abschlussvereinbarung.

Insgesamt konnte die Stadt durch einen Masterplan zur Erschließung aller 83 Ortsteile, die jeweils bestmögliche Versorgung ihrer Bürger erreichen. Erfolgsfaktor war der intelligente Technologiemix aus Glasfaser, Festnetz, Kabelfernsehen, Richtfunk, Mobilfunk, und Satelliten-Technologien, die quasi eine Vollversorgung mit mindestens 2 MBit/s gewährleisten. In vielen Bereichen liegen die Bandbreiten mit 6, 16 oder 32 Mbit/s weit darüber. Die Stadt Schmallenberg kann damit die Breitband-Ziele der Bundesregierung schon heute deutlich übertreffen.

Gregor Theißen, Ulrich Adams und André Hofmann stellen die Zukunftspläne der Telekom Deutschland GmbH vor.
Gregor Theißen, Ulrich Adams und André Hofmann stellen die Zukunftspläne der Telekom Deutschland GmbH vor.

Vor der Unterzeichung fand ein konstruktives Gespräch zwischen der Stadt Schmallenberg, dem Hochsauerlandkreis, der Telekom und der Telekommunikationsgesellschaft HSK statt. Darin erläuterten Ulrich Adams und Gregor Theißen die weiteren Aktivitäten und Ziele der Telekom beim Breitbandausbau in den kommenden Monaten und Jahren. Vielversprechende Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten werden auch zukünftig den Highspeed-Ausbau in der Fläche voranbringen.

Quelle: http://www.breitband-hsk.de/index.php?option=com_content&task=view&id=92&Itemid=1#