VDSL-Ausbau startet in Geseke

Die Kernstadt von Geseke und der Ortsteil Störmede im Kreis Soest sollen schnelles Internet erhalten. Ab dem 28.08.2017 werden im Auftrag der innogy TelNet rund 15 Kilometer Leerrohre und Glasfaserkabel von Westnetz in Kooperation mit der Stadt und dem beauftragten Tiefbauunternehmen Waldeier Bau GmbH aus Warburg verlegt. Innogy investiert in den Ausbau rund 1,9 Millionen Euro.

15 Kilometer Leerrohre, in denen Glasfaserkabel für den schnellen Internet-Zugang eingezogen werden, sollen ab heute in Geseke verlegt werden. (Foto: TKG-SWF)

In Geseke und Störmede werden an 32 von insgesamt 55 bestehenden Kabelverzweigern der Deutschen Telekom neue Schaltschränke mit VDSL 2-Vectoringtechnik installiert. Nach erfolgtem Ausbau können dann im Frühjahr 2018 über die Kupferleitungen der Telefonanschlüsse Datenübertragungsraten von bis zu 100 MBit/s zur Verfügung gestellt werden.

Alle Baumaßnahmen werden entweder mittels Spülbohrtechnik oder in offener Tiefbauweise durchgeführt. Wenn möglich, werden vorhandene Leerrohre genutzt. Alle betroffenen Haushalte erhalten im Vorfeld ein Informationsschreiben über die geplante Baumaßnahme. Mitarbeiter des ausführenden Tiefbauunternehmens Waldeier informieren bedarfsweise die Anwohner persönlich über die anstehenden Tiefbauarbeiten. Für kurzfristige Beeinträchtigungen der Zufahrtswege bittet Westnetz die Anwohner um Verständnis. Der geöffnete Straßenbereich wird nach der Leerrohrlegung zeitnah verfüllt, um die Beeinträchtigungen zu minimieren.

Bei dem Ausbau durch Innogy handelt es sich nicht um den geförderten Glasfaserausbau für den alle Kommunen im Kreis Soest 28,5 Millionen Euro an Fördergeldern erhalten (wir berichteten). Beim geförderten Ausbau erfolgt die Vergabe hoffentlich noch in diesem Jahr. Dann sollen die weiteren unterversorgten Stadtteile wie beispielsweise Ermsinghausen, Mittelhausen und Eringerfeld sowie verschiedene Gewerbegebiete im Stadtgebiet mit Glasfaser bis in Haus (FTTB bzw. FTTH) erschlossen werden.

Gesekes Bürgermeister Dr. Remco van der Velden: „Ich freue mich sehr, dass Innogy für tausende Haushalte in der Kernstadt und in Störmede bald flächendeckend Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde ermöglichen wird. Beim Upload werden bis zu 40 Megabit pro Sekunde erreicht. In absehbarer Zeit werden fast alle Geseker Haushalte durch Glasfaser, VDSL, VDSL-Vectoring oder TV-Kabel schnell im Internet surfen. Der Ausbau der Innogy bringt für tausende Haushalte in Geseke eine deutliche Verbesserung. Unser Ziel bleibt aber der Glasfaserausbau bis in jedes Haus.“

Das vollständige Interview lesen Sie hier: http://www.geseke.de/aktuell/pressemitteilungen2017/117200100000039527.php

Mehr Bandbreite in Arnsberg und Winterberg

Im östlichen Arnsberger Stadtgebiet hat die Deutsche Telekom mit den Vorarbeiten für einen VDSL-Ausbau begonnen. Dieser soll dank Vectoring zum Jahresende 2017 rund 8.500 Haushalten in Alt-Arnsberg eine Verdoppelung der bisherigen Download-Geschwindigkeit und eine Vervierfachung der Upload-Geschwindigkeit ermöglichen. Nach dem Ausbau stehen bis zu 100 MBit/s im Download und 40 MBit/s im Upload zur Verfügung.

Für die Deutsche Telekom werden in Alt-Arnsberg neue Kabel verlegt. (Foto: TKG Südwestfalen)

Insgesamt sollen in Alt-Arnsberg und den umliegenden Stadtteilen (Vorwahlbereich 02931) sowie Oeventrop (Vorwahlbereich 02937) rund 10.800 Haushalte von den Maßnahmen profitieren, darunter auch 90 Haushalte in Breitenbruch, 980 Haushalte in Niedereimer, sowie in Rumbeck weitere 400 Haushalte und in Uentrop 150 Haushalte ab Dezember 2017. Oeventrop soll dann im Frühjahr 2018 mit rund 1100 Haushalte folgen.

Auch im Stadtgebiet Winterberg kündigte die Deutsche Telekom an, Netze eigenwirtschaftlich zu ertüchtigen, vor allem den Nahbereich in der Kernstadt. In Niedersfeld, Siedlinghausen und Langewiese werde die vorhandene Technik aufgerüstet. Insgesamt profitieren von dem Ausbau rund 2.600 Haushalte. Die Fertigstellung ist für Mitte 2018 geplant.

Weitere Informationen:
https://www.wp.de/staedte/altkreis-brilon/haushalte-in-winterberg-profitieren-vom-breitbandausbau-id210819205.html
https://www.wp.de/staedte/arnsberg/telekom-beschleunigt-das-internet-in-arnsberg-id210772919.html

Infoveranstaltung zu VDSL2-Vectoring in Schwitten

Die Fa. Muenet aus Rosendahl hat angekündigt, schnelleres Internet in den Mendener Ortsteil Schwitten bringen zu wollen, sofern ausreichend Kunden bei dem Anbieter einen Vertrag unterschreiben. Muenet verspricht Geschwindigkeiten von 16, 50 und 75 MBit/s. Das günstigste Paket koste monatlich 34,90 Euro und beinhalte neben den 16 MBit/s auch eine Telefonflatrate. Am 13. Januar 2016 hatte die Firma ihre Angebote in der Mehrzweckhalle den Bürgern in Schwitten vorgestellt.

Die Stadt Menden und die dortige Wirtschaftsförderung zeigten sich zunächst optimistisch, dass innerhalb einer sechswöchigen Werbephase mindestens 40 Prozent der 650 Schwittener Haushalte einen Vertrag mit Muenet abschließen würden. Tatsächlich waren bis zum 26. Januar aber erst fünf Prozent zu einem Vertragsabschluss bereit. Die „Nachfragebündelung“ endet am 27. Februar 2016. Weitere Informationen hier: http://www.menden.de/lim/wbv/wo/117130100000100562.php

Wie der Breitbandbeauftragte der Stadt Menden erklärte, seien auch Gespräche mit anderen Anbietern geführt worden, nur hätten diese zunächst kein Interesse an einem Ausbau gezeigt. Anwohner berichteten allerdings, die Deutsche Telekom habe kürzlich von Tür-zu-Tür allen Haushalten ebenfalls schnelleres Internet angeboten und viele Bürger hätten ich schon für einen neuen Vertrag mit der Telekom entschieden.

6500 Haushalte in Lennestadt und Kirchhundem angeschlossen

In Lennestadt und Kirchhundem wurden in den vergangenen Wochen an vielen Stellen insgesamt 46 Multifunktionsgehäuse erstellt, 5,6 Kilometer Tiefbau vorgenommen und 80 Kilometer Glasfaserkabel eingezogen. Die Baugruben wurden offen gehalten, bis das komplette Netz durchgängig war. In Lennestadt sollen damit nun 4.900 und in Kirchhundem 1.600 Haushalte und Unternehmen einen schnelleren Zugang zum Internet erhalten.

Ermöglicht wird zunächst schnelles Internet mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit pro Sekunde in den Lennestädter Ortsteilen Altenhundem, Bilstein, Bonzel, Halberbracht, Maumke und Meggen und in den Kirchhundemer Ortsteilen Brachthausen, Flape, Herrntrop, Hofolpe, Kirchhundem und Wirme. „Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig funktionieren. Für die Zukunft ist Lennestadt gut gerüstet“, so Armin Judas von der Deutschen Telekom. In Altenhundem wurde außerdem der Engpass an freien Ports beseitigt.

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(v.l.) Stefan Hundt, Bürgermeister und Wolfgang Schröder, Bereichsleiter Organisation und Informationstechnik Stadt Lennestadt mit Ralf Engstfeld und Armin Judas, Deutsche Telekom

Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt und sein Kirchhundemer Amtskollege Bürgermeister Andreas Reinéry freut sich über das schnelle Internet. „Der Breitbandausbau ist wichtig für die Stadt Lennestadt, auch im Hinblick auf Industrie und Handel“, so Hundt. Reinéry ergänzt: „Unsere Stadt wird damit als Wohn- und Arbeitsort noch attraktiver.“

In Grevenbrück und den angrenzenden Attendorner Ortsteilen Dünschede und Niederhelden soll ein VDSL Ausbau im kommenden Jahr 2016 erfolgen.

Eigenausbau der Telekom im Stadtgebiet Brilon

Im Briloner Stadtgebiet stellt die Deutsche Telekom 33 neue Multifunktionsgehäuse auf, so dass bis Ende des Jahres endlich schnellere DSL-Anschlüsse möglich sein sollen (wir berichteten). Dafür sind umfangreicheTiefbauarbeiten notwendig, die zur Zeit vielerorts in vollem Gange sind.

Oliver Dülme (Wirtschaftsförderung), Reinhold Huxoll (Beigeordneter) und Reinhard Rohleder (Telekom)
Oliver Dülme (Wirtschaftsförderung), Reinhold Huxoll (Beigeordneter) und Reinhard Rohleder (Telekom)

Bei einem Pressetermin in Brilon Scharfenberg in der vergangenen Woche wurde mitgeteilt, dass für große Teile des Vorwahlbereiches 02961 bis zum Jahresende VDSL-Anschlüsse zur Verfügung stehen sollen und die Bandbreiten von bis zu 50 MBit/s auf bis zu 150 Mbit/s steigen werden. Auch viele ortsansässige Firmen, die die Verbesserung der Breitbandversorgung zuletzt mehrfach gefordert hatten, sollen davon profitieren.

Neben den 33 neuen Multifunktionsgehäusen würden weitere bestehende 46 Kabelverzweiger überbaut. Der Bau eines neuen Gehäuses koste rund 40.000 Euro, hinzu kämen Tiefbaukosten für rund 32 Kilometer Glasfaserkabel.

Brilon ist die erste Kommune im Hochsauerlandkreis, in der die Telekom im Eigenausbau ohne öffentliche Zuschüsse durch die Stadt ihr Netz ertüchtigt, weitere sollen folgen.

Breitbandprojekt in Düdinghausen fertiggestellt

Die Breitband-Erschließung des Ortes Düdinghausen, die bereits im Jahr 2009 ihren Anfang nahm, konnte im September 2015 zu einem guten Abschluss gebracht werden. Als 2009 die Straßen im Ort im Zuge von Bauarbeiten der RWE am Gasnetz in Düdinghausen, Medelon und Oberschledorn aufgegraben wurden, konnten gleichzeitig Leerrohre mitverlegt werden.

Landrat Dr. Karl Schneider, Bürgermeister Thomas Grosche, Muenet-Geschäftsführer Patrick Nettels und Wirtschaftsförderer Frank Linnekugel (Foto: Westfalenpost/ Rita Maurer)
Landrat Dr. Karl Schneider, Bürgermeister Thomas Grosche, Muenet-Geschäftsführer Patrick Nettels und Wirtschaftsförderer Frank Linnekugel (Foto: Westfalenpost/ Rita Maurer)

Medebachs Bürgermeister Thomas Grosche ist zufrieden: „Ein kleiner Ort wie Düdinghausen, braucht keine Angebote von der Stange, sondern pfiffige, individuelle Lösungen, die die Bürger ansprechen. Die Fa. Muenet wird im Ort zukünftig Bandbreiten zwischen 16 und 75 Mbit/s anbieten. „Der Breitbandausbau ist elementar wichtig für die Zukunft eines Dorfes, für die Bürger selbst, die Unternehmen, den Tourismus, die Vermarktung von Immobilien“, so der Bürgermeister weiter.

Auch der Aufsichtsratsvorsitzende der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH, Landrat Dr. Karl Schneider, freute sich, dass ein weiterer „weißer Fleck“ auf der Breitband-Landkarte als versorgt betrachtet werden kann. „Der lange Weg dahin hat gezeigt, wie arbeitsintensiv und herausfordernd der Breitbandausbau in ländlicheren Gebieten sein kann. Denn hierzu gibt es keine „Blaupause“, und kein Standardvorgehen. Vielmehr war es die Zusammenarbeit zwischen einer Vielzahl von Beteiligen wie den Bürgern und Vereinen, der Stadt Medebach, dem Hochsauerlandkreis, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft HSK, der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen, der Bezirksregierung Arnsberg und dem privaten Anbieter Muenet, der von der Stadt schließlich den Zuschlag erhielt.

Auch in Oberschledorn und Medelon könnte eine ähnliche Versorgung angeboten werden, allerdings wurden dort noch nicht genügend Interessenten gewonnen, um den Ausbau zu ermöglichen. Weitere Gespräche sollen aber nach dem Erfolg in Düdinghausen auch dort noch einmal folgen.