wfg-Breitbandkoordinator hilft Kommunen bei Fördermöglichkeiten

Die Bundesregierung will mit dem neuen Bundesprogramm für Breitbandausbau bis 2018 flächendeckend für schnelles Internet mit mindestens 50 Mbit pro Sekunde sorgen. Dieses Versprechen nimmt Christoph Hellmann, Breitbandkoordinator der wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH, ernst und hofft, dass damit verbundene neue, leistungsstarke Förderprogramme Rückenwind für seine Breitbandstrategie liefern. Erklärtes Ziel ist eine Breitbandversorgung aller Gewerbegebiete und Ortslagen im Kreis.

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Offizieller, regionaler Ansprechpartner für alle Fragestellungen zum Breitbandausbau: Christoph Hellmann (Foto: Weinstock, Kreis Soest)

Deshalb engagiert sich Christoph Hellmann aktuell für eine kreisweite Bundesförderung. „Eine im Verfahren vorgesehene Markterkundung ist bereits gelaufen und die Gebietskulisse der zu fördernden Bereiche wird erstellt“, berichtet der wfg-Mitarbeiter. Intention der  Markterkundung ist ein objektiver Überblick über die technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten der Breitbandversorgung aller regional tätigen Anbieter. Außerdem werden Ausbauplanungen für die Region in einem absehbaren Zeitraum von drei Jahren in einem zentralen Infrastrukturkataster als Arbeitsgrundlage für den wfg-Breitbandkoordinator erfasst. „Für die dann noch unterversorgten Gebiete streben wir eine Förderung an. Wir sind auf einem guten Weg“, zieht Christoph Hellmann eine positive Zwischenbilanz. Weitere Chancen eröffnen sich seiner Ansicht nach, weil die neue Bundesförderung noch um die Möglichkeit einer Kofinanzierung durch das Land NRW ergänzt werden soll.

„Kreistag, Bürgermeisterkonferenz und Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH haben die wfg beauftragt, auf Basis der Förderung des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms (RWP) alle Gewerbegebiete kreisweit zu versorgen“, erläutert wfg-Geschäftsführer Volker Ruff. Damit sei verbunden, gemeinsam mit den Kommunen auch die unterversorgten Ortslagen mit Hilfe der Förderung der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) in Visier zu nehmen. Jetzt trete die Bundesförderung an die Stelle der RWP-Förderung für die unterversorgten Gewerbegebiete und in diesem Zug können abgestimmte Ortslagen mit in die Förderung aufgenommen werden. „Die anderen Ortslagen sollen, wie bisher geplant, in Zusammenarbeit mit den Kommunen über die (GAK) Förderung versorgt werden. Die Abstimmungstermine, welche Ortslage in welche Förderung passt, finden derzeit statt“, berichtet der Kreis-Wirtschaftsförderer.

Das Bundesprogramm fördert auch Beratungsleistungen. Breitbandkoordinator Christoph Hellmann hat eine solche Hilfe beantragt, um auf Unterstützung bei der Wirtschaftlichkeitsabwägung, der Erstellung einer geforderten Studie und bei Rechtsberatung im Verfahren bauen zu können.

Breitbandkoordinator Kreis Soest

Christoph Hellmann wurde zum Breitbandkoordinator für den Kreis Soest ernannt. (Foto: wfg)

Breitbandkoordinator für den Kreis Soest hat Arbeit aufgenommen

„Eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur und damit schnelle Internetverbindungen sind Voraussetzung dafür, die Attraktivität unseres Wirtschaftsstandortes und auf diese Weise wirtschaftliches Wachstum zu sichern“, ist Christoph Hellmann (47) überzeugt. Mit seiner Erfahrung als Projektleiter der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH (TKG) engagiert er sich deshalb künftig als Breitbandkoordinator für den Kreis Soest bei der Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH. Das NRW Wirtschaftsministerium hatte ausgehend von den Expertengesprächen beim „Runden Tisch Breitband NRW“, allen Kreisen die Einrichtung so genannter Breitbandkoordinatoren als freiwillige Aufgabe empfohlen.

Die Anforderungen an höheren Bandbreiten steigen. Es gilt, die so genannten Next-Generation-Access-Infrastrukturen (NGA) erfolgreich im ländlichen Raum aufzubauen. Christoph Hellmann ist kompetenter Ansprechpartner rund um alle Fragestellungen zu diesem Thema. „Ich möchte nicht nur Problemstellungen zur Breitbandversorgung aufgreifen und analysieren, sondern auch Lösungsansätze vorschlagen“, umreißt er das Arbeitsprogramm, das er abgesteckt hat.

Da ein Breitbandausbauprojekt viele verschiedene Themenfelder anschneide, zum Beispiel Verwaltung, Finanzierung oder Baumaßnahmen, sei ein ressortübergreifendes Agieren notwendig. „Gerade bei großen interkommunalen und überregionalen Breitbandprojekten steigt die Komplexität der notwendigen Verwaltungsstrukturen weiter an. Umso wichtiger ist es in diesem Zusammenhang, die Verantwortlichkeiten und anfallenden Arbeitsbereiche für den Kreis Soest zu definieren“, bringt es Christoph Hellmann auf den Punkt.