9 Mio. Euro für erfolgreiche Smart-City Bewerbung aus Südwestfalen

Die Bewerbung „5 für Südwestfalen“ im Smart-Cities-Wettbewerb des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat, war erfolgreich. Neun Millionen Euro an Fördergeldern sollen jetzt in die Region fließen, um in Arnsberg, Bad Berleburg, Menden, Olpe und Soest beispielhaft Smart-City-Strategien zu entwickeln und umzusetzen.

Der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer, hat am 9. Juli 2019 die erste Staffel der ‚Modellprojekte Smart Cities‘ bekanntgegeben. In der Kategorie ‚Interkommunale Kooperationen und Landkreise‘ wurde die südwestfälische Kooperation der Städte „Arnsberg, Olpe, Menden, Soest und Bad Berleburg“ ausgewählt. (Abbildung: BMI)

Die Südwestfalen Agentur hatte gemeinsam mit den fünf Kommunen Arnsberg, Bad Berleburg, Menden, Olpe und Soest die Bewerbung unter dem Motto „5 für Südwestfalen: digital-nachhaltig-authentisch“ auf den Weg gebracht. Rückendeckung bekam das Projektkonsortium aus den Städten und Gemeinden, von Unternehmen, Hochschulen, Dienstleistern, Verkehrsbetrieben, Politik und der TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen (TKG-SWF) als Kompetenzpartner. Auf die Ausschreibung des BMI hatten sich rund hundert Städte, Kreise und Gemeinden aus ganz Deutschland beworben. Nun können die fünf Kommunen mit Fördermitteln exemplarisch Smart-City-Strategien entwickeln.

Für die TKGF-SWF, die seit mehr als elf Jahren ein verlässlicher, kommunaler Partner der südwestfälischen Kreise, Städte und Gemeinden beim Ausbau von Breitband- und Gigabit-Netzen ist, treten neben dem Ausbau digitaler Infrastrukturen zunehmend die Anwendungen und Dienste in den Vordergrund. Damit eng zusammen hängen intelligente Lösungen zur Vernetzung der Sektoren Bildung, Energie, Gesundheit, Verkehr und Verwaltung. „Smart City- und Smart Region-Aktivitäten sind für uns daher ein wichtiges Anliegen und Handlungsfeld. Dank unserer einzigartigen Schnittstellenfunktion als Netzbetreiber zwischen Telekommunikationsunternehmen und Kommunen, freuen wir uns auf eine Mitwirkung, um unsere Stärken und Fachkompetenz bei dem Projekt einzubringen“, sicherte die Geschäftsführung der TKG-SWF dem erfolgreichen Konsortium bereits im Rahmen der Bewerbung zu.

Nach der erfolgreichen Bewerbung gliedert sich die Förderung in zwei Phasen. In der ersten Phase entwickeln die Kommunen eine auf sie zugeschnittene Smart-City-Strategie. An diesem Prozess sollen ausdrücklich die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden. Diese Phase dauert maximal zwei Jahre. In den darauffolgenden (maximal) fünf Jahren sollen diese Strategien umgesetzt werden.

Die Modellprojekte Smart Cities zielen auf integrierte, sektorenübergreifende und raumbezogene Strategien der Stadtentwicklung und deren Umsetzung. Sie sollen die Qualitäten der europäischen Stadt und ihrer bürgerlichen und freiheitlichen Gesellschaft in das Zeitalter der Digitalisierung übertragen. Dabei ist mit den Chancen und Risiken der Digitalisierung umzugehen und Digitalisierung für und mit den Menschen und der Wirtschaft vor Ort zu gestalten.

wfg-Breitbandkoordinator hilft Kommunen bei Fördermöglichkeiten

Die Bundesregierung will mit dem neuen Bundesprogramm für Breitbandausbau bis 2018 flächendeckend für schnelles Internet mit mindestens 50 Mbit pro Sekunde sorgen. Dieses Versprechen nimmt Christoph Hellmann, Breitbandkoordinator der wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH, ernst und hofft, dass damit verbundene neue, leistungsstarke Förderprogramme Rückenwind für seine Breitbandstrategie liefern. Erklärtes Ziel ist eine Breitbandversorgung aller Gewerbegebiete und Ortslagen im Kreis.

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Offizieller, regionaler Ansprechpartner für alle Fragestellungen zum Breitbandausbau: Christoph Hellmann (Foto: Weinstock, Kreis Soest)

Deshalb engagiert sich Christoph Hellmann aktuell für eine kreisweite Bundesförderung. „Eine im Verfahren vorgesehene Markterkundung ist bereits gelaufen und die Gebietskulisse der zu fördernden Bereiche wird erstellt“, berichtet der wfg-Mitarbeiter. Intention der  Markterkundung ist ein objektiver Überblick über die technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten der Breitbandversorgung aller regional tätigen Anbieter. Außerdem werden Ausbauplanungen für die Region in einem absehbaren Zeitraum von drei Jahren in einem zentralen Infrastrukturkataster als Arbeitsgrundlage für den wfg-Breitbandkoordinator erfasst. „Für die dann noch unterversorgten Gebiete streben wir eine Förderung an. Wir sind auf einem guten Weg“, zieht Christoph Hellmann eine positive Zwischenbilanz. Weitere Chancen eröffnen sich seiner Ansicht nach, weil die neue Bundesförderung noch um die Möglichkeit einer Kofinanzierung durch das Land NRW ergänzt werden soll.

„Kreistag, Bürgermeisterkonferenz und Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH haben die wfg beauftragt, auf Basis der Förderung des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms (RWP) alle Gewerbegebiete kreisweit zu versorgen“, erläutert wfg-Geschäftsführer Volker Ruff. Damit sei verbunden, gemeinsam mit den Kommunen auch die unterversorgten Ortslagen mit Hilfe der Förderung der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) in Visier zu nehmen. Jetzt trete die Bundesförderung an die Stelle der RWP-Förderung für die unterversorgten Gewerbegebiete und in diesem Zug können abgestimmte Ortslagen mit in die Förderung aufgenommen werden. „Die anderen Ortslagen sollen, wie bisher geplant, in Zusammenarbeit mit den Kommunen über die (GAK) Förderung versorgt werden. Die Abstimmungstermine, welche Ortslage in welche Förderung passt, finden derzeit statt“, berichtet der Kreis-Wirtschaftsförderer.

Das Bundesprogramm fördert auch Beratungsleistungen. Breitbandkoordinator Christoph Hellmann hat eine solche Hilfe beantragt, um auf Unterstützung bei der Wirtschaftlichkeitsabwägung, der Erstellung einer geforderten Studie und bei Rechtsberatung im Verfahren bauen zu können.

TKG schließt Lücken im Netz

Die WAZ Mediengruppe berichtet im Wirtschaftsteil der Regionalausgaben Sauerland / Siegerland am 26.01.2012 über die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH.

Im Bericht heiß es unter anderem: Der Lückenschluss auf der Datenautobahn durch Südwestfalen macht Fortschritte. „Wir haben nun die Möglichkeit, den Breitbandausbau bei uns selbst zu steuern und ergänzen damit die Angebote der anderen Telekommunikationsanbieter“, erklärte jüngst die Soester Landrätin Eva Irrgang. „Wir werden den Netzausbau vermehrt vom Funk auf die Festnetzseite verlagern.“ So gebe es erste Pilotprojekte für Hochleistungsinternet über zukunftsträchtige Glasfaserkabel. Es wird künftig viel stärker auf die Kombination der Techniken ankommen.

Den vollständigen Bericht lesen Sie hier.