Neue Geschäftsstellen Gigabit.NRW eröffnet

Das Land Nordrhein-Westfalen hat bei seinen fünf Bezirksregierungen neue Geschäftsstellen eingerichtet, die Städte und Kreise beim Ausbau eines flächendeckenden Gigabitnetzes begleiten sollen. Für den Hochsauerlandkreis, die Kreise Olpe, Soest, Siegen-Wittgenstein, den Märkischen Kreis und die Region Südwestfalen ist zukünftig die Geschäftsstelle Gigabit.NRW der Bezirksregierung Arnsberg zuständig.

In jeder Geschäftsstelle werden sich bis zu sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um den Gigabitausbau kümmern. Sie sollen die Arbeit der bisherigen Breitband-Koordinatoren in den Kommunen professionalisieren. Ein besonderer Schwerpunkt wird die Beratung der Schulträger sein. Bereits am vergangenen Dienstag hatte das Kabinett Eckpunkte des neuen GigabitMasterplan.NRW beschlossen, darunter auch, die Kofinanzierung der Förderprogramme von Bund und EU aus dem Landeshaushalt sicherzustellen und die Geschäftsstellen Gigabit.NRW einzurichten.

Übersicht Gigabit-Masterplan NRW (Quelle: MWIDE, Wirtschaft.NRW)

Zu den Eckpunkten des GigabitMasterplan.NRW, der in die Digitalstrategie des Landes eingeht, gehören unter anderem:

  • Ein GigabitGipfel.NRW Anfang Juli 2018 mit den Spitzen der Telekommunikationsunternehmen und Umsetzung eines anschließenden Arbeitsprogramms
  • Aufstockung des Landes-Kompetenzzentrum Gigabit.NRW (vormals Breitband.NRW) mit mehr Servicekapazitäten für Information, Beratung und Vernetzung aller Akteure
  • Netzwerk der kommunalen Breitbandkoordinatoren zu einem landesweiten Netzwerk von Gigabitkoordinatoren weiterentwickeln
  • Aktionspläne für Gewerbegebiete, Schulen, öffentliche Einrichtungen im Austausch mit den Unternehmen bis Ende 2018 für das schnelle Internet bis 2025
  • Sieben Milliarden Euro für die Digitalisierung, davon mindestens fünf Mrd. Euro für den Ausbau gigabitfähiger digitaler Infrastrukturen
  • Fünf Geschäftsstellen Gigabit.NRW sollen die Umsetzung beschleunigen, damit die Kommunen die Mittel zügig in schnelle Anschlüsse umsetzen können
  • Qualitätsmanagement durch den Projektträger Jülich
  • GigabitAtlas.NRW nach einem einheitlichen Standard für eine geodatenbasierte Datenbank mit landesweiten, für den Breitbandausbau relevanten Daten


Minister Pinkwart sagte: „Die Landesregierung will Nordrhein-Westfalen bis 2025 mit flächendeckenden Gigabitnetzen ausstatten. Bei Gewerbegebieten und Schulen soll und wird es deutlich schneller gehen. Dazu muss das Land Handlungsfähigkeit gewinnen. Mit dem Masterplan werden wir für bessere Informationen, kompetente Beratung in den Regionen, schnellere Entscheidungswege und einfachere Verfahren sorgen. So können wir den wirtschaftlich und gesellschaftlich dringend notwendigen Glasfaserausbau beschleunigen. Das ist eine große Aufgabe, die unser Land voranbringen wird.“

Außerdem räumte der Minister ein, dass derzeit nur 83 Prozent aller Haushalte in NRW einen Internet-Anschluss mit einer Geschwindigkeit von mindestens 50 Megabit pro Sekunde hätten. Die Lücke zu schließen und bis Ende des Jahres hundert Prozent der Haushalte zu erreichen, sei „nicht mehr erreichbar“.

Siehe auch:

https://www1.wdr.de/nachrichten/glasfaser-breitband-pinkwart-100.html

https://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/presse/2018/04/069_18_04_16/index.php

Glasfaser für Gewerbegebiete im Märkischen Kreis

Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart hat am 4. April 2018 einen Zuwendungsbescheid über 4,3 Millionen Euro an den Landrat des Märkischen Kreises, Thomas Gemke, überreicht. Mit der Förderung aus Landesmitteln werden 42 Gewerbegebiete an ein leistungsfähiges Glasfasernetz angeschlossen. Rund 940 Unternehmen in elf Städten und Gemeinden profitieren direkt von den Ausbaumaßnahmen. Damit unterstützt das Land zu 80 Prozent die Anbindung von Gewerbegebieten im Märkischen Kreis ans schnelle Internet. Die restlichen 20 Prozent, etwa 1,1 Millionen Euro, finanziert der Märkische Kreis. „Das ist endlich eine gute Nachricht für unsere Unternehmen, die auf schnelle Internetverbindungen angewiesen sind und lange darauf warten mussten“, so Landrat Gemke.

Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart übergab den Förderbescheid an Landrat Thomas Gemke und Breitbandkoordinator Tilo Deckert vom Märkischen Kreis. (Foto: MWIDE NRW/F. Wiedemeier)

Minister Pinkwart: „Schnelles Internet ist die Voraussetzung für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort. Deshalb ist es richtig, dass der Anschluss von Gewerbegebieten an das Glasfasernetz beim Breitbandausbau absolute Priorität hat. Mit dieser Förderung leistet die Landesregierung einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Nordrhein-Westfalen und hilft, den erheblichen Nachholbedarf in diesem Bereich zügig zu decken.“ In Nordrhein-Westfalen liegt ein wesentlicher Schwerpunkt des Breitbandausbaus auf der Versorgung der Gewerbegebiete mit Glasfaseranschlüssen. Insbesondere in den weniger dicht besiedelten Regionen des Landes kann die Breitbandversorgung nicht immer durch die Unternehmen am Markt sichergestellt werden. Um die Standortattraktivität in diesen Gebieten zu erhöhen, stellt die Landesregierung über das Regionale Wirtschaftsförderungsprogramm Mittel für den Breitbandausbau zur Verfügung.

Die Ausbaumaßnahmen umfassen Gewerbegebiete in den Städten Altena, Balve, Herner, Iserlohn, Kierspe, Meinerzhagen, Neuenrade, Plettenberg und Werdohl sowie den Gemeinden Nachrodt-Wiblingwerde und Schalksmühle. Landrat Thomas Gemke nutzte die Übergabe des Förderbescheides aber auch für Kritik an der langen Verfahrensdauer. Allen Beteiligten im Märkischen Kreis – vom Kreistag, den Bürgermeister, der GWS Märkischer Kreis der kreiseigenen TelekommunikationsGesellschaft Südwestfalen (TKG-SWF) sowie der Bezirksregierung – dankte er für deren Unterstützung.

Nur einen Tag später, am 5. April 2018 konnte Landrat Thomas Gemke bereits den Vertrag mit der Deutschen Telekom unterzeichnen, die die europaweite Ausschreibung gewonnen hatte. Die 940 Unternehmen sollen spätestens im Frühjahr 2020 mit einem bis zu 1.000 Mbit/Sekunde schnellen Glasfaseranschluss versorgt sein. Wann welches Gewerbegebiet ans Glasfasernetz angeschlossen wird, erfahren die Tiefbau-Fachleute und Breitbandkoordinatoren aus den kreisangehörigen Städten und Gemeinden noch in diesem Monat. Ende April soll ihnen die Feinplanung bei im Lüdenscheider Kreishaus vorgestellt werden. Fest steht bei der Telekom bisher nur, dass das Kreisgebiet in sechs sogenannte Cluster eingeteilt ist. Beginnen sollen die Bauarbeiten nach den Sommerferien. Bis jedes Gewerbegebiet angeschlossen ist, ist reichlich zu tun. Unter anderem sind 78 Kilometer Gräben zu ziehen, 51 Kilometer Glasfaserleitungen zu verlegen und 208 Kilometer Leerrohre in die Erde zu bringen.

Vertragsunterzeichnung für Glasfaserausbau in Gewerbegebieten: Landrat Thomas Gemke und Reinhard Rohleder, Deutsche Telekom (vorne, v.l.) mit Breitbandkoordinator Tilo Deckert, Kerstin Müller, Deutsche Telekom und Stefan Glusa, TKG-Südwestfalen. (Foto: Klein, MK)

Trotz des engagierten Zeitplans drückt Landrat Thomas Gemke weiter aufs Tempo. „Es dürfte doch wohl inzwischen jedem bekannt sein, dass eine schnelle Internetverbindung für Unternehmen von existenzieller Bedeutung ist. Seit Jahren reden Land und Bund davon, dass die Digitalisierung fortschreitet. Dazu bedarf es aber schneller Internetverbindungen auch in ländlichen Regionen“, so der Landrat. Markterkundung, Interessensbekundungsverfahren, Auswahlverfahren als Entscheidung für Wirtschaftlichkeitslücke, Teilnehmerwettbewerb und Verhandlungsverfahren, zweistufiges europaweites Vergabeverfahren, Bieterauswahl und Vereinbarung zwischen Betreiber und öffentlicher Hand sowie Zustimmung der Bundesnetzagentur – diesen Bürokratie-Moloch verstehe doch niemand mehr.

Gemke: „Der Kreistag hatte die Verwaltung am 19. März 2015 per Beschluss aufgefordert, eine Strategie zur Ausstattung des Märkischen Kreises mit hochwertiger Breitbandinfrastruktur zu erarbeiten. Das war der Startschuss. Bis zur heutigen Vertragsunterzeichnung hat es mehr als drei Jahre gedauert.“ Deshalb die Bitte des Landrates an alle Verantwortlichen auf Europa-, Bundes- und Landesebene: „Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, die uns unterstützt haben, dass sie nie aufgegeben haben, einen Ausweg aus dem Labyrinth der Vorschriften zu suchen und zu finden.“ Thomas Gemke: „Meine dringende Bitte an alle Verantwortlichen auf Europa-, Bundes- und Landesebene: Die Verfahren zur Breitbandförderung müssen umgehend überarbeitet und drastisch beschleunigt werden.“

BREKO Glasfasermesse 2018

Unter dem Motto „Wir bauen die Netze – und gestalten Deutschlands digitale Zukunft!“ fand am 13. und 14. März 2018 die BREKO Glasfasermesse 2018 im Congress Center der Messe Frankfurt/Main statt.

Wie in den Vorjahren, hatte die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH (TKG-SWF) zahlreiche Kunden und Geschäftspartner wieder zu Deutschlands größter Glasfasermesse und wichtigem Branchen-Treffpunkt eingeladen. Die Messe bot eine ideale Kombination aus Ausstellung, Kongress und Seminaren, wo unter anderem die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Digitalisierung verdeutlicht wurden. Über 150 Aussteller präsentierten neue Produkte und Dienstleistungen rund um Finanzierung, Planung, Bau und Betrieb von Glasfasernetzen.

Am Rande der Messe fand außerdem eine Arbeitskreissitzung von TKG-SWF und den südwestfälischen Breitbandkoordinatoren statt. Neben der anbieter-, hersteller- und technologieneutralen Beratung für ihre Gesellschafter, organisiert die kommunale TKG-SWF regelmäßig den Austausch und Know-how Transfer zwischen den fünf Kreisen.

Die Kreis-Breitbandkoordinatoren (v.l.) Markus Menn (Kreis Siegen-Wittegenstein), Ludger Laufer (Hochsauerlandkreis), Martin Dornseifer (Kreis Olpe), Tilo Deckert (Märkischer Kreis), Christoph Hellmann (Kreis Soest) und Geschäftsführer Stefan Glusa (Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH) trafen sich zur gemeinsamen Arbeitskreissitzung anlässlich der BREKO Glasfasermesse am 13.3.2018 in Frankfurt. (Foto: Klostermann/TKG-SWF)

„Wir werden vor allem den Glasfaserausbau in Kooperation mit Kommunen, Stadtwerken und Carriern in unserer Region weiter voranbringen“, sagte TKG-SWF Geschäftsführer Stefan Glusa. „Unser Ziel in den aktuell laufenden Förderverfahren von Bund und Land ist es, bis Ende 2020 mindestens 50.000 Gebäude in den fünf südwestfälischen Kreisen mit echten Glasfaseranschlüssen auszustatten“, so Glusa weiter. Solche FTTB/H Anschlüsse können für manche Einzellagen in ländlichen Gebieten sogar effizienter als FTTC mit VDSL und Vectoring sein, wenn es nur wenige Teilnehmer mit langen Anschlussleitungen zu versorgen gilt. Aufgrund der Technologieneutralität bleibt ein Einsatz von Vectoring natürlich weiterhin möglich, für diesen werde es zukünftig allerdings keine staatliche Förderung mehr geben.

Passend zum Termin der Glasfaser-Messe in Frankfurt, hatte wenige Tage zuvor die neue Bundesregierung angekündigt, die Förderstrategie für flächendeckend schnelles Internet zu überarbeiten und „in Zukunft nur noch Glasfaser zu fördern“. Dafür solle „sehr viel Geld“ ausgegeben werden, konkret sind zehn bis zwölf Milliarden Euro vorgesehen. Bei der Eröffnung der Messe wurde allerdings daran erinnert, dass die Vergabe öffentlicher Mittel für den Glasfaserausbau „immer nur das letzte Mittel“ darstellen dürfe, wenn ein Ausbau sonst auf absehbare Zeit nicht wirtschaftlich realisiert werden kann. Der BREKO warnte in diesem Zusammenhang davor, einen eigenwirtschaftlichen Ausbau im Wettbewerb eher zu behindern, wenn immer noch mehr Fördermittel eingesetzt würden. Dieses könne letztlich sogar kontraproduktiv zu einem schnellen, flächendeckenden Glasfaserausbau sein.

DLT-Kommunalkonferenz zu Glasfaser-Netzausbau

Im Mittelpunkt der Kommunalkonferenz des Deutschen Landkreistages (DLT) am Montag, 19. Februar 2018 in Berlin stand die große Bedeutung des Netzausbaus mit Glasfaser. Für die kommunale Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen nahm Breitbandkoordinator Tilo Deckert an der Konferenz teil.

Landrat Reinhard Sager, Präsident des Deutschen Landkreistages, sagte auf der Veranstaltung: „Wir brauchen eine flächendeckende, hochleistungsfähige Breitbandinfrastruktur, damit Deutschland nicht den Anschluss an eine Welt verpasst, in der der Digitalisierung immer größere Bedeutung zukommt. Gerade in ländlichen Räumen sind hierfür so genannte Landkreis- und Gemeindemodelle besonders gut geeignet.“

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Tilo Deckert (Breitbandkoordinator Märkischer Kreis), Landrat Reinhard Sager (Präsident Deutscher Landkreistag) und Roland Koch (Aufsichtsrat Vodafone, Ministerpräsident a. D.) am 19.02.2018 auf der Kommunalkonferenz des Deutschen Landkreistags in Berlin. (Foto: TKG)

Positiv zu bewerten sei das klare Bekenntnis des Koalitionsvertrags zur Glasfaser als der einzig zukunftsfähigen Breitbandtechnologie im Festnetzbereich. „Jetzt muss allerdings Dampf unter den Kessel, damit wir tatsächlich zügig eine flächendeckende Verfügbarkeit von Glasfaser erreichen können“, so Sager weiter. Sicherzustellen sei hierbei, dass es sich tatsächlich um Glasfaser bis ins Gebäude handelt.

Die Digitalisierung werde – das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage des Deutschen Landkreistages, die derzeit ausgewertet wird – von den Landkreisen als große Chance begriffen. „Über die Hälfte der Landkreise erwarten Effizienzgewinne für die Verwaltungsorganisation, fast ebenso viel erhoffen sich eine Attraktivitätssteigerung für Unternehmen und Bürger. Wenig überraschend ist, dass der fehlende oder unzureichende Breitbandausbau das größte Hemmnis für digitale Angebote darstellt“, verdeutlichte der DLT-Präsident.

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Tilo Deckert (Breitbandkoordinator Märkischer Kreis) sprach mit Tim Brauckmüller (Geschäftsführer des Breitbandbüros des Bundes) über die erfolgreichen Förderanträge aus Südwestfalen. (Foto: TKG)

Auf dem Podium waren unter anderem Tim Brauckmüller (Geschäftsführer des Breitbandbüros des Bundes), und Roland Koch (Aufsichtsrat Vodafone, Ministerpräsident a. D.) Tim Brauckmüller stellte in seinem Vortrag aktuelle Zahlen zur Breitbandverfügbarkeit in Deutschland vor und erläuterte anschließend den Status quo des Bundesförderprogramms Breitband. Demnach beläuft sich das Fördervolumen auf 669 bewilligte Anträge, womit 2,4 Millionen Haushalte und Gewerbe sowie mehr als 4.400 Schulen an leistungsstarkes Breitband angeschlossen werden. Brauckmüller hob in diesem Zusammenhang die positive Entwicklung hervor, dass viele Anträge auf den zukunftsfähigen FTTB-Anschluss (Fibre to the building) abzielen, was einen wichtigen Technologiesprung bedeutet.

DLT-Präsident Sager betonte in diesem Zusammenhang die Rolle der Landkreise beim Breitbandausbau: „Bei der Umsetzung der geplanten Bundesförderung in Höhe von 10-12 Mrd. Euro muss die bisherige starke Funktion der Kreise erhalten bleiben. Der Ausbau in Deutschland ist ohne die Landkreise und Gemeinden nicht zu stemmen. Wo stünden wir heute, wenn sich die Landkreise dem Ausbau nicht angenommen hätten? Unser Credo für den Breitbandausbau in den ländlichen Räumen lautet: mindestens eine, dafür aber wirklich flächendeckende Infrastruktur. Das gilt im Festnetzbereich ebenso wie im Mobilfunkbereich.“

Stellenausschreibung Breitbandkoordinator/in MK

Bei unserem Gesellschafter Märkischer Kreis ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Fachdienst IT, Organisation und Controlling in Lüdenscheid die Stelle als

Breitbandkoordinatorin / Breitbandkoordinator

unbefristet in Vollzeit zu besetzen.

Das Aufgabengebiet umfasst folgende Inhalte:

1. Planung des Breitbandausbaus
– Erstellung von Breitbandversorgungsanalysen
– Aufbau und Erstellung eines georeferenzierten Breitband-Infrastrukturkatasters für den Märkischen Kreis
– Erstellen einer langfristigen Strategie zur flächendeckenden Versorgung mit zukunftsfähigen Breitbandanschlüssen im Märkischen Kreis, Entwicklung eines Masterplanes für den NGA-Ausbau
– Überprüfung und Feststellung des tatsächlichen Ausbaubedarfs einschließlich Ermittlung der Ausbaukosten Entwicklung einer Kooperationsvereinbarung einschließlich Planung und Budget (Kreis, Städte und Gemeinden, TK-Anbieter)
– Akquise und Beantragung von geeigneten Fördermitteln

2. Durchführung des Breitbandausbaus
– Organisation und Durchführung von Informations- und Beratungsgesprächen in den kreisangehörigen Städten und Gemeinden in Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern
– Entwicklung und Initiierung geeigneter Maßnahmen zur Information von Bürgern und Gewerbetreibenden, Wissenstransfer und Beratung
– Initiierung konkreter Projekte und Maßnahmen zum Ausbau des Netzaufbaus,
– Projektplanung und -durchführung
– Erstellung von konkreten Leistungsverzeichnissen, Durchführung des Vergabeverfahrens in Kooperation mit der zentralen Vergabestelle des Märkischen Kreises und Auftragsvergabe
– Steuerung der individuellen Beratungsleistung der TKG Südwestfalen
– Bauüberwachung und Bauabnahme, Abrechnung der Projekte einschließlich Controlling

3. Evaluation des Breitbandausbaus
– Überprüfung der im Rahmen der Planung und der Kooperationsvereinbarung gesetzten Ziele
– Fortschreibung der Planung unter Berücksichtigung des technischen Fortschritts
– Evaluation des georeferenzierten Breitbandkatasters

Erwartet wird eine engagierte Persönlichkeit mit einem abgeschlossenen, ingenieur-wissenschaftlichen (Fachhochschul-) Studium (Diplom, Bachelor) der Kommunikationstechnik, Nachrichtentechnik, Wirtschaftsingenieurwesen, Elektroingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik oder vergleichbarer Fachrichtungen.

Erwartet werden außerdem mehrjährige Erfahrungen und Fachkenntnisse über Breitbandtechnologien, Ausbaustrategien und Vorgehen, Kosten- und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen sowie regulatorische und politische Rahmenbedingungen, Kenntnisse im Bereich der Telekommunikationsnetzplanung (Topologien, Netzkonzeptionen, FTTC, FTTB/H) und Erfahrung in der Projekt- und Netzwerkarbeit.

Wünschenswert sind darüber hinaus Grundkenntnisse über die Arbeitsweise von öffentlichen Verwaltungen, Förderbedingungen, Bauabläufen und –verfahren. Neben der sicheren Anwendung von MS-Office-Produkten und einschlägiger Fachsoftware (GIS, CAD, Planungstools) verfügen Sie über einen Führerschein Klasse B.

Ihre Fähigkeiten bestehen vorrangig darin, konzeptionell zu arbeiten, vertrauensvoll zusammenzuarbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Die Bewertung der Stelle richtet sich nach der Entgeltgruppe 12 TVöD. Die Stelle ist nicht teilbar.

Bei dieser Ausschreibung sind Bewerbungen von Frauen ausdrücklich erwünscht. Da Frauen im betroffenen Bereich unterrepräsentiert sind, werden sie bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Aussagekräftige, schriftliche Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen sind bis zum 16.03.2018 zu richten an:
Märkischer Kreis, der Landrat
Fachdienst Personal
Postfach 2080
58505 Lüdenscheid

Die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH ist die regionale Koordinierungsstelle für alle Fragestellungen zum Breitbandausbau in Südwestfalen. Sie vernetzt die Arbeit der Breitbandkoordinatoren auf Ebene der fünf südwestfälischen Kreise.

4. Breitband-Forum Südwestfalen

Im Frühjahr 2018 findet wieder das „Breitband-Forum Südwestfalen“ statt. Bereits zum vierten Mal lädt die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen hierzu alle Breitbandbeauftragten, Vertreter aus Politik und Verwaltungen, Gremienmitglieder und Interessierte aus der Region herzlich ein. 

Auf Wunsch vieler Kommunen werden die Schwerpunktthemen diesmal das „DigiNetzGesetz“, die „Gigabitgesellschaft mit NGN und 5G“, sowie das Programm „WiFi4EU“ sein.

Nachdem im letzten Jahr das regionale Breitband-Gespräch in Soest stattfand, werden im Rahmen des 4. Breitband-Forums erstmals Workshops an mehreren Orten in Südwestfalen angeboten. Die Teilnahme ist kostenlos. Fachkundige Referenten des Breitbandbüros des Bundes führen die Workshops durch. Den Beitrag zu WiFi4EU übernimmt ein Referent von Breitband.NRW.

Den Auftakt bildete der DigiNetzG-Workshop des Breitbandbüros des Bundes am Dienstag, den 20. Februar 2018 von 10:00 bis 16:00 Uhr im Kulturzentrum Lyz in Siegen. Hierzu waren besonders die Vertreter aus den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein eingeladen.

„Bei der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes durch das DigiNetzGesetz wird zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze der Zugang zu vorhandenen und im Ausbau sowie in Sanierung befindlichen Versorgungsnetzen neu geregelt. Dazu werden dem TK-Netz-Anbieter neue Rechte und Pflichten bei der Mitnutzung vorhandener Infrastruktur von Versorgungsnetzen eingeräumt. Gleichzeitig erhalten Anbieter neue Rechte und Pflichten bei der Mitverlegung von erforderlichen neuen Infrastruktur-Bestandteilen. Diese neuen Festlegungen betreffen alle Ebenen bis hin zur Gebäudeinfrastruktur. Im Einklang hiermit sind auch die Rechte und Pflichten des Eigentümers und Betreibers von vorhandener Infrastruktur neu geregelt.“

Fortgesetzt wurde die Reihe am Dienstag, den 6. März 2018 von 10:00 bis 16:00 Uhr im Kreishaus in Lüdenscheid mit dem DigiNetzG-Workshop für Vertreter aus dem Märkischen Kreis, dem Kreis Soest und dem Hochsauerlandkreis.

„Anhand von aktuellen Beispielen aus der Praxis bietet der Workshop einen umfassenden Einblick in alle gesetzlichen Kernaussagen und Neuregelungen. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, Erfahrungen bei der Umsetzung des DigiNetz-Gesetzes zu diskutieren und sich auszutauschen. Ziel des Workshops ist es, die Systematik vor allem der Mitnutzungs- und Mitverlegungsbestimmungen zu erörtern, sodass die Teilnehmer Anwendungsfälle auf ihren Alltag adaptieren können.“

Den Abschluss bildet am Mittwoch, den 7. März 2018 von 10:00 bis 16:00 Uhr im Kreishaus Arnsberg ein Workshop zum Thema Gigabitgesellschaft: NGN und 5G, zu dem Teilnehmer aus allen südwestfälischen Kreisen eingeladen sind.

„In diesem Seminar wird die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft diskutiert: Digitale Hubs, Digitalisierung Mittelstand, Bau von Gigabit-Netzen, private Investitionen, Wertschöpfungsnetzwerke sichern, Wagniskapital mobilisieren, eGovernment voranbringen, Energiewende digitalisieren, Gesundheitsbranche digitalisieren, FinTech stärken, Mobilität voranbringen und soziale Sharing Economy organisieren.“

Die Teilnehmerzahl aller Workshops ist begrenzt. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Bitte je Institution / Verwaltung / Kommune nur ein(e) Teilnehmer(in). Sie erhalten eine Anmeldebestätigung per E-Mail.

Breitband Thema beim Landkreistag NRW

Bei einer Veranstaltung mit den Breitbandbeauftragten der Kreise in NRW und interessierten Mitgliedern des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr des Landkreistages Nordrhein-Westfalen am 31. Januar 2018 in Düsseldorf, berichtete die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH (TKG-SWF) über die erfolgreiche Breitbandkoordination in der Region.

Austausch von Breitbandkoordinatoren und Mitgliedern des Landkreistags NRW. (Foto: TKG-SWF)

Nach der Begrüßung durch den ersten Beigeordneten Dr. Marco Kuhn und den Hauptreferenten Dr. Markus Faber, wurde der Stand der Breitbandförderung und des Breitbandausbaus in NRW von Klaus Stratmann (Breitband.NRW) vorgestellt und anschließend diskutiert.

Wichtige Informationen zum Vergaberecht und Beihilfenrecht beim Breitbandausbau lieferten anschließend Experten von PwC Legal. Es folgten interessante Berichte aus der Praxis, unter anderem ein Erfahrungsbericht zu den Förderverfahren „NGA-Programm ländlicher Raum NRW“ und „Regionales Wirtschaftsförderungsprogramm NRW“ aus dem Kreis Höxter, sowie Berichte aus den Kreisen Wesel und Coesfeld.

Für die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen blickte Stefan Glusa auf „Zehn Jahre regionale Breitbandkoordination“ zurück und stellte die aktuellen Aufgaben und Handlungsfelder vor. Konkret wurde die erfolgreiche Vernetzung der südwestfälischen Kreise am Beispiel des Kreises Olpe. Dessen Breitbandkoordinator Martin Dornseifer informierte über Zeitplan und Schwierigkeiten im Bundesförderprogramm. Der Kreis Olpe hat als erster und bislang einziger Kreis in NRW einen endgültigen Förderbescheid erhalten und der Netzausbau Ausbau läuft seit Anfang Dezember (wir berichteten).

Ein Erfahrungsaustausch zum Sonderförderaufruf Mittelstand, zur Einbeziehung von Schulen in das Bundesförderverfahren, sowie ein Ausblick auf zukünftige Förderprogramme des Bundes und des Landes bildeten den Abschluss der interessanten Veranstaltung des Landkreistags NRW.

NRW Förderbescheide über 33,5 Millionen für Südwestfalen

Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart hat am 29. August 2017 in Düsseldorf die Zuwendungsbescheide für den Breitbandausbau an die drei südwestfälischen Kreise Soest, Hochsauerlandkreis und den Märkischen Kreis übergeben. Damit verbunden sind 33,5 Millionen Euro Landesmittel. Olpe und Siegen-Wittgenstein hatten ihre Bescheide bereits in früheren Förderaufrufen erhalten.

Die Vertreter aus Südwestfalen mit NRW Wirtschafts-und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, von links: Christoph Hellmann (Breitbandkoordinator Kreis Soest), Stefan Glusa, (Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH), Fritz Heer (Kämmerer Märkischer Kreis), Volker Ruff (WFG Kreis Soest GmbH), Andreas Pletziger (Bezirksregierung Arnsberg), Ludger Laufer (Breitbandkoordinator Hochsauerlandkreis) Foto: MWIDE NRW/Roberto Pfeil

Zehn weitere Kreise und Kommunen erhielten an diesem Tag ebenfalls ihre Förderbescheide. Insgesamt fließt mehr als eine viertel Milliarde Euro in den Breitbandausbau in NRW, davon rund 145 Millionen Euro Bundesmittel. Insgesamt werden rund 140.600 Haushalte und mehr als 7.500 Unternehmen an das schnelle Internet angeschlossen. Minister Pinkwart: „Wir machen das Land fit für das Gigabit-Zeitalter. Unsere Kreise und Kommunen setzen immer häufiger auf Glasfaserausbau. Das ist eine richtige und weitsichtige Entscheidung, die die Landesregierung ausdrücklich unterstützt. Nur so können wir die digitale Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen zukunftsfest ausbauen.“ Zudem gelingt es, so der Digitalminister, zwischenzeitlich besser, einen höheren Anteil der Bundesförderung für die digitale Aufholjagd nach Nordrhein-Westfalen zu holen. Mit der Übergabe der Bescheide löst die Landesregierung das Versprechen ein, alle NRW-Projekte, die eine Bundesförderung erhalten, mit Landesmitteln kozufinanzieren.

NRW Wirtschafts-und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart überreichte die Förderbescheide zum Breitbandausbau in NRW an Vertreter von Städten und Kreisen. (Foto: MWIDE NRW/Roberto Pfeil)

Die Zuwendungsbescheide zur Kofinanzierung der Projekte aus dem 3. Förderaufruf des Bundes nahmen Volker Ruff und Christoph Hellmann für den Kreis Soest, Ludger Laufer für den Hochsauerlandkreis und Fritz Heer für den Märkischen Kreis entgegen. „Wir freuen uns über den letzten offiziellen Schritt zur Finanzierung des Breitbandausbaus. Mit den Fördermitteln können wir jetzt in allen unterversorgten Gebieten eine Glasfaserversorgung bis vor jedes Haus realisieren. Die Finanzierung steht und der Betreiber wird bereits mit einer europaweiten Ausschreibung ermittelt“, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Kreis Soest. Im Märkischen Kreis wurden 314 Ausbaugebiete definiert, mit etwas mehr als 44.000 zu versorgenden Haushalten. Aktuell läuft auch dort das Vergabeverfahren, danach wird der endgültige Förderbescheid beim Bund beantragt, so der Märkische Kreis in seiner Pressemeldung. Der Hochsauerlandkreis teilt mit, dass der jetzt geförderte Ausbau der Breitbandinfrastruktur in den bislang unterversorgten Ortschaften ist ein wichtiger Meilenstein sei, um bis 2025 Gigabit-fähige Netze zu haben.

Christoph Hellmann mit Volker Ruff für den Kreis Soest, Ludger Laufer für den Hochsauerlandkreis und Fritz Heer für den Märkischen Kreis nahmen die Bescheide entgegen. (Fotos: MWIDE NRW/Roberto Pfeil)

Die erfolgreichen Förderanträge wurden von den Breitbandkoordinatoren der Kreise auf den Weg gebracht und von der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen (TKG) mit anbieter- und technologieneutralen Planungs- und Beratungsleistungen unterstützt. TKG-Geschäftsführer Stefan Glusa dankte stellevertretend dem Dezernenten Andreas Pletziger von der zuständigen Bezirksregierung in Arnsberg: „Die gute und langjährige Zusammenarbeit in Sachen Breitbandförderung mit den kompetenten Mitarbeitern des Dezernats 33 der Bezirksregierung Arnsberg und dem Referat IV B 5 im Ministerium, hat mit zu diesem Erfolg für unsere Region beigetragen.“

Weitere Infos: https://www.wirtschaft.nrw/pressemitteilung/land-mobilisiert-gesamtfoerderung-von-mehr-als-einer-viertel-milliarde-euro-fuer

FTTB-Netzausbau in Nachrodt-Wiblingwerde beginnt

150 Haushalte in den Ortschaften Veserde, Hinterveserde und Wörden erhalten über Fiber-to-the-Building (FTTB) Zugang zum Internet via Glasfaserkabel. Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia baut dort sein Netz aus und versorgt zukünftig direkt mit Glasfaser bis ins Haus. Bürgermeisterin Birgit Tupat sagte anlässlich des Spatenstichs am 14. August 2017 in Wörden: „Eine zukunftssichere Infrastruktur für Nachrodt-Wiblingwerde ist ein Quantensprung in der Breitbandversorgung der Bürger und überlebenswichtig. Wir freuen uns deshalb, dass wir über das glasfaserbasierte Netz von Unitymedia über 150 Haushalte mit schnellem Internet versorgen können.“

Unitymedia investiert rund 220.000 Euro und realisiert das Projekt gemeinsam mit den Stadtwerken Iserlohn (wir berichteten). Das örtliche Tiefbauunternehmen Hohmann erbringt dazu eine Eigenleistung von rund 1.600 Meter Tiefbau für die Zuführung des Glasfasernetzes zum Ort. Innerorts sorgt Unitymedia mit nochmals rund 1.300 Meter Tiefbau dafür, dass die Häuser mit dem Glasfasernetz direkt verbunden werden.

Spatenstich für den Netzausbau in Nachrodt-Wiblingwerde: (v.l.n.r.) Marcel Riepert, Stadtwerke Iserlohn, Thomas Armoneit, Stadtwerke Iserlohn, Birgit Tupat, Bürgermeisterin von Nachrodt-Wiblingwerde, Frank Schubert, Key-Account-Manager Unitymedia, Jürgen Richters, Stadtwerke Iserlohn, Martin Jüdt, Bauleiter Unitymedia, Peter Homann, Tiefbauunternehmen Homann (Foto: Unitymedia)

Durch den kontinuierlichen Netzausbau ist das glasfaserbasierte Kabelnetz von Unitymedia in der Lage, netzweite Download-Geschwindigkeiten von aktuell bis zu 400 Mbit/s zu erreichen, der vielfachen Geschwindigkeit von VDSL. Das Unternehmen hat mit umfangreichen Investitionen sein Netz aufgerüstet und stellt für mehr als zehn Millionen Haushalte Hochleistungsinternet-Dienste zur Verfügung – in den Städten und auf dem Land. Dabei erhöht das Unternehmen auch kontinuierlich den Glasfaseranteil in seinem Breitbandnetz und bringt ohne Fördergelder Haushalte in unterversorgten Gebieten direkt ans Netz.

In den Genuss von Highspeed-Internet könnten demnächst auch die Bewohner im Ortsteil Wiblingwerde kommen. Dort läuft noch bis Ende August eine Vorvermarktung. Bislang konnten fast 50 Prozent der für den Ausbau notwendigen Teilnehmer gewonnen werden.

Michael Stratmann wechselt in die Geschäftsführung

Zum 1. August 2017 wird Michael Stratmann neuer nebenamtlicher Geschäftsführer der TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen mbH (TKG). In der letzten Aufsichtsratssitzung und Gesellschafterversammlung wurde der 42jährige aus Meschede-Wallen einstimmig gewählt. Der Diplom-Verwaltungsbetriebswirt folgt auf Dr. Klaus Drathen, der als Kreisdirektor des Hochsauerlandkreises das Amt seit 2012 mit bekleidet hatte. Der Aufsichtsratsvorsitzende, Landrat Dr. Karl Schneider, dankte Herrn Dr. Drathen für seine langjährige Tätigkeit bei der TKG.

Folgt als nebenamtlicher TKG-Geschäftsführer auf Dr. Klaus Drathen: Michael Stratmann (l.) (Foto: TKG-SWF)

Unverändert verantwortet Stefan Glusa als hauptamtlicher Geschäftsführer das operative Geschäft. „Ich freue mich sehr, dass wir die zweite Geschäftsführerposition aus den eigenen Reihen besetzen konnten, denn Michael Stratmann war bereits erfolgreich als Prokurist der TKG tätig. Damit stellen wir die Kontinuität und Fachkunde unserer Arbeit für die fünf südwestfälischen Kreise unbürokratisch sicher“, so Glusa.

Für die TKG gibt es derzeit viel zu tun: Insgesamt sollen in den nächsten Jahren über 100 Mio. Euro Fördermittel in den unterversorgten Ortschaften und Gewerbegebieten in Südwestfalen investiert werden. Damit dies reibungslos geschehen kann, übernehmen fünf Breitbandkoordinatoren der Kreise und die TKG gemeinsam Schnittstellenfunktionen zwischen Verwaltungen, Netzbetreibern, Bürgern und Unternehmen sowie den Bewilligungsbehörden der Landes- und Bundesministerien. 

 

Die TKG-Geschäftsführer Stefan Glusa und Michael Stratmann mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Landrat Dr. Karl Schneider und Kreisdirektor Dr. Klaus Drathen (Foto: TKG-SWF)

Die TKG mit Sitz in Meschede arbeitet seit dem Jahr 2008 an einer nachhaltigen Verbesserung und Weiterentwicklung der Telekommunikationsinfrastruktur im Hochsauerlandkreis, im Kreis Olpe, im Kreis Soest im Kreis Siegen-Wittgenstein und im Märkischen Kreis für den Erhalt und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Region. Die Tätigkeiten reichen von Netzplanung, Beratung, Förderung und Finanzierung, bis hin zum Bau von Telekommunikationslösungen für gehobene Anforderungen an Qualität und Bandbreite, inklusive geeigneter Betriebskonzepte.
Die Arbeit der kommunalen Gesellschaft ist grundsätzlich anbieter- und technologieneutral und will für die Region Südwestfalen langfristige und marktkonforme Beiträge leisten, um die Ziele einer flächendeckenden Versorgung mit hochleistungsfähigen Telekommunikationsnetzen für die Gigabit-Gesellschaft bis 2025 zu erreichen.