9 Mio. Euro für erfolgreiche Smart-City Bewerbung aus Südwestfalen

Die Bewerbung „5 für Südwestfalen“ im Smart-Cities-Wettbewerb des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat, war erfolgreich. Neun Millionen Euro an Fördergeldern sollen jetzt in die Region fließen, um in Arnsberg, Bad Berleburg, Menden, Olpe und Soest beispielhaft Smart-City-Strategien zu entwickeln und umzusetzen.

Der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer, hat am 9. Juli 2019 die erste Staffel der ‚Modellprojekte Smart Cities‘ bekanntgegeben. In der Kategorie ‚Interkommunale Kooperationen und Landkreise‘ wurde die südwestfälische Kooperation der Städte „Arnsberg, Olpe, Menden, Soest und Bad Berleburg“ ausgewählt. (Abbildung: BMI)

Die Südwestfalen Agentur hatte gemeinsam mit den fünf Kommunen Arnsberg, Bad Berleburg, Menden, Olpe und Soest die Bewerbung unter dem Motto „5 für Südwestfalen: digital-nachhaltig-authentisch“ auf den Weg gebracht. Rückendeckung bekam das Projektkonsortium aus den Städten und Gemeinden, von Unternehmen, Hochschulen, Dienstleistern, Verkehrsbetrieben, Politik und der TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen (TKG-SWF) als Kompetenzpartner. Auf die Ausschreibung des BMI hatten sich rund hundert Städte, Kreise und Gemeinden aus ganz Deutschland beworben. Nun können die fünf Kommunen mit Fördermitteln exemplarisch Smart-City-Strategien entwickeln.

Für die TKGF-SWF, die seit mehr als elf Jahren ein verlässlicher, kommunaler Partner der südwestfälischen Kreise, Städte und Gemeinden beim Ausbau von Breitband- und Gigabit-Netzen ist, treten neben dem Ausbau digitaler Infrastrukturen zunehmend die Anwendungen und Dienste in den Vordergrund. Damit eng zusammen hängen intelligente Lösungen zur Vernetzung der Sektoren Bildung, Energie, Gesundheit, Verkehr und Verwaltung. „Smart City- und Smart Region-Aktivitäten sind für uns daher ein wichtiges Anliegen und Handlungsfeld. Dank unserer einzigartigen Schnittstellenfunktion als Netzbetreiber zwischen Telekommunikationsunternehmen und Kommunen, freuen wir uns auf eine Mitwirkung, um unsere Stärken und Fachkompetenz bei dem Projekt einzubringen“, sicherte die Geschäftsführung der TKG-SWF dem erfolgreichen Konsortium bereits im Rahmen der Bewerbung zu.

Nach der erfolgreichen Bewerbung gliedert sich die Förderung in zwei Phasen. In der ersten Phase entwickeln die Kommunen eine auf sie zugeschnittene Smart-City-Strategie. An diesem Prozess sollen ausdrücklich die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden. Diese Phase dauert maximal zwei Jahre. In den darauffolgenden (maximal) fünf Jahren sollen diese Strategien umgesetzt werden.

Die Modellprojekte Smart Cities zielen auf integrierte, sektorenübergreifende und raumbezogene Strategien der Stadtentwicklung und deren Umsetzung. Sie sollen die Qualitäten der europäischen Stadt und ihrer bürgerlichen und freiheitlichen Gesellschaft in das Zeitalter der Digitalisierung übertragen. Dabei ist mit den Chancen und Risiken der Digitalisierung umzugehen und Digitalisierung für und mit den Menschen und der Wirtschaft vor Ort zu gestalten.

Innogy und Telekom schalten Netze in Siegen-Wittgenstein ein

„Etappenziel erreicht – jetzt fließen die (Giga-)Bits“, stellt Landrat Andreas Müller fest: Der flächendeckende Breitbandausbau in Siegen-Wittgenstein ist auf der Zielgeraden. Zum Monatswechsel werden die Ausbaupartner des Kreises, Innogy und Telekom, die ersten neuen Netze freischalten. An rund 7.800 Adressen kann künftig mit mindestens 50 MBit/s im Download – in der Regel aber sogar mit bis zu 100 bzw. 120 MBit/s – gesurft werden. Nicht nur Einfamilienhäuser, sondern auch Gebäude mit mehreren Wohneinheiten oder Gewerbebetriebe profitieren. Hinzu kommen noch die ersten „echten“ Glasfaserhausanschlüsse. Diese ermöglichen sogar Downloadgeschwindigkeiten im Gigabit-Bereich. „Damit schaffen wir in Siegen-Wittgenstein nicht irgendwann, sondern jetzt ein attraktives Umfeld zum Wohnen, Leben und Arbeiten. Und damit sind wir als Kreis in Nordrhein-Westfalen ganz, ganz weit vorne“, betont Andreas Müller. Und er dankt allen Partnern innerhalb und außerhalb der Kreisverwaltung, die seit Februar 2016 an diesem Ausbauprogramm gearbeitet haben (wir berichteten).

Inbetriebnahme des Netzes in Freudenberg durch Innogy. (Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein)

Innogy Ausbaupartner u.a. in Erndtebrück, Freudenberg und Hilchenbach
Für den größeren Teil des Programms, das der Kreis federführend und in Kooperation mit den Städten und Gemeinden durchgeführt hat, ist innogy der Partner. Das Unternehmen wird zum Halbjahreswechsel 3.000 Haushalte und Gewerbetreibende angeschlossen haben. Die neuen Highspeednetze stehen dann in der Stadt Freudenberg und den Stadtteilen Büschergrund und Hohenhain, in Erndtebrück und den Ortsteilen Birkelbach, Womelsdorf, Zinse und Röspe sowie in den Hilchenbacher Ortsteilen Vormwald und Hadem zur Verfügung. Kunden, die von innogy Glaserfaserkabel bis ins Haus verlegt bekommen, werden in den nächsten Wochen kontaktiert, um einen Termin für die Installation vor Ort zu vereinbaren.
Weitere 5.000 Adressen in Bad Berleburg, Bad Laasphe, Erndtebrück, Freudenberg, Hilchenbach und Kreuztal wird innogy schrittweise im dritten und vierten Quartal freischalten.

Abschluss der Ausbauabeiten der Telekom in Siegen-Feuersbach, das ab 30. Juni ans schnelle Breitbandnetz angeschlossen ist. (Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein)

Telekom schaltet Netze in Burbach, Netphen, Neunkirchen Siegen und Wilnsdorf frei
Die Telekom ist der zweite Ausbaupartner des Kreises. Sie wird jetzt zum 30. Juni ebenfalls rund 3.000 Adressen erstmals mit schnellem Internet versorgen und die neuen Netze in Burbach-Niederdresselndorf, Neunkirchen und in den Siegener Stadtteilen Feuersbach, Niederschelden bzw. Eiserfeld-Kaiserschacht und Trupbach freischalten. Im Bereich der Stadt Netphen profitieren besonders viele Ortschaften vom Ausbauprogramm des Kreises. Hier können ab dem Monatsende in Netphen (Stauffenbergstraße), Salchendorf, Helgersdorf, Beienbach, Grissenbach, Nenkersdorf und Walpersdorf die schnellen Breitbandanschlüssen gebucht werden. Wobei es in Grissenbach, Nenkersdorf und Walpersdorf unter Umständen eine Woche später werden könnte, so die Telekom. Die Ausbaugebiete in Wilnsdorf-Flammersbach und Anzhausen sind ebenfalls ab 30. Juni ans schnelle Breitbandnetz angeschlossen.
Ab der 28. Kalenderwoche, die am 8. Juli beginnt, sind die neuen Breitbandnetze dann auch in Burbach sowie im Oberen Johannland, also in Netphen-Hainchen, Irmgarteichen und Werthenbach sowie in Wilnsdorf-Rudersdorf verfügbar. Dies betrifft weitere rund 1.800 Adressen. Der Ausbau von 112 Haushalten in Netphen Deuz – Kölner Str. 42 – wird sich aufgrund des Straßenbaus leider bis Ende Oktober 2019 verschieben.
Die 519 Glasfaserhausanschlüsse, die im Ausbaugebiet der Telekom liegen, werden bis Ende August schrittweise angeschlossen werden.
Insgesamt wurden über 20 Mio. Euro in dieses Ausbauprogramm investiert. Den Löwenanteil davon haben die beiden Unternehmen getragen, der Kreis hat die Maßnahmen mit 3,6 Mio. Euro aus Bundes- und Landesmitteln gefördert.

Landrat: „Ersten Förderbescheid für 100 Prozent-Versorgung erhalten“
„Bis Ende des Jahres werden 98 Prozent der Adressen in Siegen-Wittgenstein mit schnellem Breitbandinternet versorgt sein!“ bilanziert der Landrat – und er hat bereits eine weitere gute Nachricht: „Der 100 Prozent-Ausbau ist greifbar! Denn der Anschluss der restlichen zwei Prozent kann auch in absehbarer Zeit in Angriff genommen werden: Um diese Haushalte, Schulen und Krankenhäuser mit schnellem Internet zu versorgen, haben wir vor ein paar Tagen den vorläufigen Zuwendungsbescheid des Bundes in Höhe von rund 23 Millionen Euro erhalten. Damit liegen die Voraussetzungen vor, eine Förderung des Landes in gleicher Höhe erhalten zu können“, so Andreas Müller.
Der Anschluss dieser Adressen kann im Einzelfall dann aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen, weil hier zum Teil große Entfernungen überbrückt werden müssen und dafür aufwendige Arbeiten erforderlich sind – was auch die hohen Kosten für den Anschluss dieser restlichen zwei Prozent erklärt.

Antrag auf Förderung besserer Unternehmensanbindungen wird ebenfalls in Kürze gestellt
Schließlich arbeitet die Kreisverwaltung noch an einem weiteren Projekt: für die Förderung eines schnellen Internetanschlusses von Unternehmen ist künftig nicht mehr entscheidend, welche Downloadgeschwindigkeit an der Gebäudegrenze verfügbar ist, sondern an jedem einzelnen internetverbundenen Arbeitsplatz im Unternehmen: „Hier sehen wir große Potenziale, die Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen zu stärken, die mit sehr hohen Datenvolumen arbeiten. Deshalb werden wir für dieses Förderprogramm in Kürze einen weiteren Förderantrag stellen“, erläutert der Landrat.
Die kommunale Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen unterstützt und berät den Kreis Siegen-Wittgenstein bei den Förderverfahren.

Ausschreibung für 91 Schulen ans Gigabitnetz gestartet

Für insgesamt 91 Schulen in der Region hat die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen zusammen mit der Vergabestelle des Hochsauerlandkreises jetzt eine europaweite Ausschreibung gestartet.

Auf Grundlage der Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen für die Glasfaseranbindung der öffentlichen Schulen und der genehmigten Ersatzschulen, soll die Breitbandversorgung und Digitalisierung von Schulen in Altena, Arnsberg, Hallenberg, Hemer, Lennestadt, Marsberg, Lüdenscheid, Medebach, Menden, Meschede, Nachrodt-Wiblingwerde, Olpe, Olsberg, Rüthen, Schmallenberg, Soest, Sundern, Wenden und Winterberg verbessert werden.

Zu diesem Zweck werden geeignete Bieter für die Anbindung von Schulgebäuden an ein gigabitfähiges Telekommunikationsnetz gesucht, um eine leistungs- und zukunftsfähige Versorgung der Schulstandorte sicherzustellen. Eine Breitbandversorgung von mindestens 1 GBit/s symmetrisch am Schulgebäude ist zu gewährleisten. Der Bieter soll die notwendige Netzinfrastruktur errichten und entsprechende Dienste erbringen.

Angebotsfrist ist der 01.08.2019. Die laufende Ausschreibung ist unter folgenden Links abrufbar:

https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYY6W/de/overview?11

https://www.breitbandausschreibungen.de/publicOverviewDetails/Ausschreibung/1867

https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:296628-2019:TEXT:EN:HTML&src=0&tabId=1

Neue Breitbandnetze im Kreis Olpe gehen in Betrieb

Anfang Juli 2019 werden planmäßig große Teile des geförderten Breitbandnetzes im Kreis Olpe in Betrieb gehen. Mehr als 3.300 Haushalte in Attendorn, Finnentrop, Lennestadt und Olpe können dann mit Geschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit/s im Internet surfen. 230 Gewerbekunden erhalten sogar Bandbreiten von bis zu einem Gigabit/s, da dort Glasfaserleitungen direkt ins Gebäude verlegt wurden.

In zahlreichen unterversorgten Ortsteilen im Kreis Olpe werden die geförderten Breitbandnetze jetzt in Betrieb genommen. (Bilder: Kreis Olpe / TKG).

Entsprechend große Freude herrschte bei den Bürgermeistern Christian Pospischil (Attendorn), Dietmar Heß (Finnentrop) und Peter Weber (Olpe) sowie dem Beigeordneten der Stadt Lennestadt Karsten Schürheck, als sie kürzlich gemeinsam mit Ralf Engstfeld von der Deutschen Telekom und dem Breitbandkoordinator des Kreises Olpe Martin Dornseifer die neuen Kabelverzweiger abnehmen konnten. Im Rahmen des Breitbandausbaus wurden von der Deutschen Telekom als Netzbetreiber für diese Teilbereiche bisher rund 90 km neue Glasfaserleitungen verlegt und 42 Multifunktionsgehäuse sowie 16 Glasfasernetzverteiler installiert.

In den folgenden Ausbaubereichen sind die höheren Bandbreiten verfügbar:

  • Attendorn: Ennest, Holzweg, Mühlhardt, Milstenau, Bürberg, Auf der Höh, Hahnbeuler Kopf, Uelhofs Wiese
  • Finnentrop: Ostentrop, Schönholthausen, Deutmecke, Frettermühle, Gierschlade, Müllen
  • Lennestadt: Altenvalbert, Obervalbert, Brenschede, Oedingen (Am Luttenberg, Lupinenweg), Oedingerberg, Melbecke, Grevenbrück (Prof-Albert-Boerger-Str.)
  • Olpe: Rhode, Altenkleusheim, Thieringhausen, Eichhagen, Stade

Wer einen höherwertigen Internetanschluss buchen will, kann einen neuen Vertrag mit einem Netzanbieter seiner Wahl abschließen. Auch Anschlüsse, die nicht unmittelbar in den Ausbaugebieten liegen, können möglicherweise von schnelleren Bandbreiten profitieren. Alle notwendigen Informationen gibt es bei den verschiedenen Netzbetreibern.

Der Netzausbau im Kreis Olpe geht derweil ohne Zeitverzug weiter. Spätestens zum Jahresende 2019 sollen alle Haushalte und Gewerbekunden in den Projektgebieten in Drolshagen, Olpe, Kirchhundem, Lennestadt und Wenden mit schnellen Internetanschlüssen versorgt sein. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Internetseite des Kreises Olpe www.kreis-olpe.de/Breitband.

Der Breitbandausbau im Kreis Olpe wird finanziert aus mit Fördermitteln des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Kommunen im Kreis Olpe. Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen unterstützt den Kreis Olpe im Förderverfahren.

Stellenausschreibung Sachbearbeitung Breitband MK

Bei der TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen mbH ist die Stelle einer

Sachbearbeitung Breitbandkoordination
Märkischer Kreis (m/w/d)

in Vollzeit zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen.

Wir sind ein kommunales Unternehmen der fünf südwestfälischen Kreise und bieten Ihnen einen vorerst auf 4 Jahre befristeten Arbeitsvertrag mit einer leistungsgerechten Vergütung bis zur Entgeltgruppe 11 TVöD. Dienstort ist das Kreishaus in Lüdenscheid.

Ihre Aufgaben:

  • Administrative Unterstützung und allgemeine Vertretung des Breitbandkoordinators
  • Sachbearbeitung von Förderanträgen, Vergaben, Nachforderungen, Mittelabrufen, Abrechnungen und Controlling im Rahmen der Landes- und Bundesförderprogramme
  • Mitarbeit bei Bauüberwachung und Bauabnahmen von geförderten Maßnahmen
  • Vorbereitung und Koordination von Terminen, Erstellung von Präsentationen, Unterstützung bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen und Vorträgen, Kontakte zu Bürgern, Unternehmen, Politik und Verwaltungen
  • Mitwirkung bei der Weiterführung und dem Ausbau des georeferenzierten Breitband-Infrastrukturkatasters

Ihr Profil:

  • Abgeschlossenes Studium (FH-Diplom / Bachelor) der Wirtschafts-, Verwaltungs-, oder Ingenieurwissenschaften, Nachrichtentechnik, Bauingenieurwesen, Geoinformationstechnologie oder vergleichbarer Fachrichtungen
  • Alternativ eine vergleichbare Qualifikation oder langjährige berufliche Erfahrung in den o.g. Aufgabenfeldern mit einer entsprechenden Verwendungsbreite in der öffentlichen Verwaltung (Angestelltenlehrgang II)
  • Erfahrungen und Kenntnisse über Breitbandtechnologien, im Straßen- und Kabelleitungs(tief)bau, zu Kosten- und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen, sowie der regulatorischen und politischen Rahmenbedingungen des Breitbandausbaus
  • Kenntnisse im Bereich der TK-Netzplanung (Topologien, FTTC, FTTB/H) und Erfahrung in der Projekt- und Netzwerkarbeit sind von Vorteil
  • Wünschenswert sind Kenntnisse der Arbeitsweise in öffentlichen Verwaltungen, Förderrichtlinien, Bauverfahren und technischen Regelwerke (ATB-BeStra, ZTV StB)
  • Gute Ortskenntnisse im Märkischen Kreis mit seinen Städten und Gemeinden
  • Sichere Anwendung von MS-Office-Produkten und einschlägiger Fachsoftware (GIS, CAD) und Führerschein der Klasse B

Wenn Sie vertrauensvoll, zuverlässig und gewissenhaft arbeiten, Eigeninitiative und Kreativität mitbringen und gerne in unserem interdisziplinären Team mitarbeiten möchten, freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung unter dem Betreff Sachbearbeitung Breitband MK per E-Mail bis zum 5. Juli 2019 an info@tkg-swf.de.

Für weitere Informationen und bei Fragen stehen Ihnen Stefan Glusa (0291 / 94-4411) und der Breitbandkoordinator des MK, Sergej Rudsinski (02351 / 966-6821) gerne zur Verfügung.

Diese Stellenausschreibung finden Sie auch auf Interamt.de, das Stelleportal des öffentlichen Dienstes und zum Download als pdf-Datei.

60 Mio. Euro Förderzusagen für Glasfaser im Kreis Soest und Hochsauerlandkreis

Neue Förderzusagen im 6. Call des Bundesförderprogramms für den Breitbandausbau sind in der vorläufigen Höhe von 30 Millionen Euro für den Kreis Soest und 29,35 Millionen Euro für den Hochsauerlandkreis eingegangen. Auch der Kreis Olpe hatte kürzlich eine Zusage über 22 Millionen Euro erhalten (wir berichteten). Zusätzlich zu den bereits laufenden Förderverfahren, könnten damit in den drei Kreisen insgesamt 164 Millionen Euro für den Glasfaserausbau der letzten „weißen Flecken“ bereitgestellt werden. Weitere Förderanträge aus Südwestfalen sollen folgen, damit auch die restlichen förderfähigen Ortschaften versorgt werden.

Im Kreis Soest freut sich Landrätin Eva Irrgang: „Wir haben vom Bund den vorläufigen Zuwendungsbescheid für die maximale Fördersumme von weiteren 30 Millionen Euro erhalten.“ Mit der novellierten Bundesförderung sollen im Kreis Soest rund 3.800 weitere Haushalte sowie mehr als 1.100 Gewerbebetriebe, 71 Schulstandorte und 3 Krankenhäuser einen zukunftssicheren Glasfaseranschuss erhalten.

Freude über den Zuwendungsbescheid bei Landrätin Eva Irrgang, Breitbandkoordinator Christoph Hellmann und allen Bürgermeistern im Kreis Soest. (Foto: Weinstock/Kreis Soest)

Auch der Hochsauerlandkreis wird für den weiteren Glasfaserausbau mindestens 29,35 Millionen Euro vom Bund bekommen. Landrat Dr. Karl Schneider: „Nach dem Startschuss für den Ausbau Mitte April im 3. Förderaufruf, geht es im Hochsauerlandkreis nun direkt weiter. Schließlich wollen wir beim kreisweiten Netzausbau auch noch die verbleibenden weißen Flecken versorgen.“ Die vom Bund zugesagten Fördersummen werden sich durch die Kofinanzierung der Bundesmittel durch das Land NRW, die jetzt beantragt werden kann, in etwa verdoppeln. Hinzu kommen Eigenanteile der Städte und Gemeinden.

Im Hochsauerlandkreis freuen sich Landrat Dr. Karl Schneider (r.) und Breitbandkoordinator Ludger Laufer über den weiteren Förderbescheid des Bundes. (Foto: Pressestelle HSK)

Die Förderquote für den Breitbandausbau setzt sich in der Regel aus 50% Bundes-Fördermitteln, 40% Landes-Fördermitteln und 10% Eigenanteil der jeweiligen Kommune zusammen. Wenn die Zusagen zur Kofinanzierung des Landes NRW vorliegen, können die europaweiten Vergabeverfahren stattfinden. Dann werden in Ausschreibungen geeignete Telekommunikationsunternehmen gesucht, die eine zukunftssichere Glasfaserversorgung „Fiber to the Home“ (FTTH) bis in die Gebäude anbieten. Wann mit den eigentlichen Bauarbeiten aus diesen neuen Fördermaßnahmen begonnen werden kann, ist allerdings noch offen. Im Kreis Soest wird damit gerechnet, dass erste Ergebnisse dazu voraussichtlich Ende 2019 vorliegen und dann eine Aussage dazu getroffen werden kann, welcher Netzbetreiber wann und wie genau den Breitbandausbau in diesen geförderten Gebieten durchführt. Ende 2022 könnte der Ausbau dort voraussichtlich abgeschlossen sein.

Im November 2018 wurde das Bundesförderprogramm neu aufgelegt und das Verfahren vereinfacht. Alle südwestfälischen Kreise werden den 6. Call für die verbliebenen förderfähigen Gebiete nutzen, die noch nicht in den bereits laufenden Förderverfahren aufgenommen wurden. Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH begleitet alle Förderverfahren und die Arbeit der Breitbandkoordinatoren der Kreise mit fachlicher Beratung.

Weitere 22 Mio. Euro für Glasfaserausbau im Kreis Olpe

Der Kreis Olpe hat als erster Kreis in Südwestfalen eine weitere Förderzusage des Bundes für den Breitbandausbau mit Glasfaser in der Fläche im 6. Call des Bundesförderprogramms erhalten. Der Kreis ist damit erneut ein wichtiger Vorreiter beim geförderten Ausbau des schnellen Internets (wir berichteten).

Landrat Frank Beckehoff und seine Mitstreiter im Kreishaus freuen sich über die Nachricht aus Berlin, dass der Kreis Olpe auch im 6. Förderaufruf weitere Gelder für den flächendeckenden Breitbandausbau erhalten soll. „Insgesamt hat der Bund uns mehr als 22 Mio. Euro in Aussicht gestellt, um die nach dem derzeit bereits laufenden kreisweiten Netzausbau noch verbleibenden weißen Flecken mit schnellen Gigabit-Anschlüssen zu versorgen“, so der Landrat.

Rund 500 Unternehmen in 39 Gewerbegebieten sowie mehr als 1.400 Haushalte, deren Internetanschluss derzeit eine Übertragungsrate von weniger als 30 Mbit/s im Download liefert, sollen die zukunftssicheren Glasfaseranschlüsse bis ins Gebäude (FTTB/H) erhalten.

Bevor es aber an den Ausbau gehen kann, warten noch einige Formalitäten auf den Kreis mit seinem Breitbandkoordinator Martin Dornseifer. Die Bundesförderung deckt 50 Prozent der kalkulierten Gesamtkosten ab. Daher muss zunächst noch eine Zuwendung des Landes Nordrhein-Westfalen über rund 18 Mio. Euro beantragt werden. Die Städte und Gemeinden im Kreis Olpe wollen insgesamt rund 4 Mio. Euro als Eigenanteil beisteuern. Außerdem ist ein europaweiteres Vergabeverfahren durchzuführen, um einen geeigneten Netzbetreiber zu finden. „Aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung des geförderten Breitbandausbaus rechne ich damit, dass wir frühestens Ende 2020 die ersten Anschlüsse in Betrieb nehmen können“, so Frank Beckehoff. Mitte 2022 soll der Ausbau voraussichtlich abgeschlossen sein.

Der Breitbandausbau im Kreis Olpe wird mit Fördermitteln des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Kommunen im Kreis Olpe finanziert. Die kommunale Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen unterstützt und berät den Kreis Olpe bei den Förderverfahren.

Glasfaser-Ausbau im Hochsauerlandkreis beginnt

Am 16. April 2019 erfolgte der lang erwartete Start des geförderten Glasfaser-Ausbaus für 5.460 Haushalte, 8 Gewerbegebiete und 55 Schulen im Hochsauerlandkreis. Nachdem die abschließenden Förderbescheide von Bund und Land NRW vorliegen (wir berichteten) und der Vertrag mit dem ausführenden Unternehmen Telekom Deutschland GmbH am 28. August 2018 unterzeichnet wurde, kann der Ausbau für schnelles Internet in den Fördergebieten des Hochsauerlandkreises jetzt beginnen.

Zusammen mit Landrat Dr. Karl Schneider, Regierungspräsident Hans-Josef Vogel, Bürgermeistern und Ehrengästen erfolgte der erste Spatenstich. (Foto: TKG-SWF)

Der Auftakt fand im Gewerbepark Hochsauerland in Schmallenberg – Bad Fredeburg statt. „Für den Hochsauerlandkreis ist dieses, zusammen mit allen Kommunen durchgeführte Projekt eine richtungsweisende Maßnahme. Gerade der ländliche Raum darf bei der Investition in hochwertige Breitbandnetze zur Stärkung unserer Wirtschaft und zur Sicherung der Versorgung der Bürger nicht abgehängt werden“, freute sich Landrat Dr. Karl Schneider anlässlich des ersten Spatenstichs.

Der Bund fördert diese lnvestition mit rund 9,24 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen finanziert weitere 7,77 Millionen Euro und den Rest
von rund 1,47 Millionen Euro steuern die Kommunen als Eigenanteil zum Ausbau bei. Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH begleitet das gesamte Förderverfahren mit fachlicher Beratung. Der Breitbandausbau wird für alle Städte und Gemeinden vom Breitbandkoordinator des Hochsauerlandkreises zentral koordiniert.

Der geförderte Glasfaser-Hausanschluss wird kostenlos bis ins Haus gelegt. Voraussetzung ist die Zustimmung des Grundstückseigentümers, die unabhängig von einer Tarif- oder Produktbestellung ist. Der „Auftrag zur unentgeltlichen Herstellung eines Telekommunikationsnetzes“ für Grundstückseigentümer im Fördergebiet kann hier heruntergeladen werden.

5. Breitband-Forum Südwestfalen

Am 11. April 2019 fand das „Breitband-Forum Südwestfalen“ bereits zum fünften Mal mit rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Die kommunale Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen hatte hierzu alle Breitbandbeauftragten, Vertreter aus Bauämtern und Verwaltungen, Politik und Gremienmitglieder, sowie Interessierte aus der Region in die Fachhochschule Südwestfalen nach Meschede eingeladen.


Nachdem sich unser 4. Breitband-Forum im letzten Jahr den Themen DigiNetzG und Gigabitgesellschaft widmete, war das Schwerpunktthema 2019 auf Wunsch vieler Bauämter das kommunale Straßenaufbruchmanagement im Zuge des Breitbandausbaus.

Wo der Netzausbau nicht schon auf Hochtouren läuft, wird er in vielen südwestfälischen Kommunen in den nächsten Monaten beginnen. Alle wollen „schnelles Internet“ – gleichzeitig sind aber auch intakte Straßen, Wege und Plätze wertvoll. Verkehrswege und -flächen können rund die Hälfte des gesamten Vermögens einer Stadt, bzw. Gemeinde ausmachen. Beim Ausbau neuer Kommunikationsnetze muss in die vorhandene Bausubstanz oft erheblich eingegriffen werden. Alternative oder mindertiefe Verlegeverfahren bieten Chancen und Risiken, die unvoreingenommen diskutiert werden sollen.

Der Workshop des Breitbandbüros des Bundes befasste sich unter anderem mit folgenden Themen:

  • Ziele und Leitlinien für ein kommunales Straßenaufbruchmanagement beim Breitbandausbau
  • Checkliste für die Ausführung und Überwachung von Straßenaufbrüchen und Qualitätssicherungsmaßnahmen
  • Erfassung und Verwaltung von Straßenaufbrüchen mittels EDV/GIS/GPS
  • Erkennen von baulichen Defiziten und deren Bewertung/Aufbruchkontrolle
  • Überwachung von Gewährleistungsfristen
  • Strategien zur Vermeidung von Folgeschäden im Zuge des Netzausbaus
  • Häufige Streitfälle und Lösungsvorschläge
  • Beispiele aus der Praxis

Hier können Sie die Folien und weitere Unterlagen zur Veranstaltung herunterladen (ZIP-Datei, 26,2 MB)
Hinweis: Das Passwort haben alle Teilnehmer/innen mit separater Mail erhalten.

 

Ausbau-Zeitplan im Kreis Siegen-Wittgenstein aktualisiert

In einer Rekordzeit von nur 14 Monaten sollte der geförderte Breitbandausbau im Kreis Siegen-Wittgenstein eigentlich bis Mai 2019 abgeschlossen werden (wir berichteten). Wie die Kreisverwaltung jetzt mitteilt, werden bis zum Ende des zweiten Quartals 2019 mit 5.880 Adressen im Ausbaugebiet etwa 55 Prozent der vorgesehenen Anschlüsse an das schnelle Breitbandinternet fertig sein. Alle weiteren Anschlüsse erfolgen bis zum Jahresende. Von der Verzögerung sind rund 1.824 Adressen betroffen.

Die Bauarbeiten für schnelles Internet im Kreisgebiet dauern noch an. (Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein)

Die Deutsche Telekom geht davon aus, dass sie in ihrem Ausbaugebiet (Siegen, Netphen, Burbach, Neunkirchen und Wilnsdorf) termingerecht zum Ende des zweiten Quartals alle 2.725 Adressen angeschlossen haben wird. Davon werden 233 Adressen echte Glasfaserhausanschlüsse erhalten.

In den anderen Kommunen des Kreises ist Innogy TelNet Vertragspartner. Hier ist das Bild differenzierter. Im letzten Jahr konnten innerhalb von acht Monaten ca. 110 km Leerrohranlagen errichtet werden, sodass von den 7.881 Adressen bis Ende des zweiten Quartals rund 3.155 an das Breitbandnetz angeschlossen sein werden – knapp 40 Prozent. Das sind vor allem Adressen in der Freudenberger Kernstadt und den Stadtteilen Hohenhain und Büschergrund, sowie in Erndtebrück und den Erndtebrücker Ortsteilen Zinse, Röspe, Womelsdorf und Birkelbach. Die meisten Adressen werden das schnelle Internet über ihre bisherigen Kupferkabelanschlüsse nutzen können. Es werden aber auch 44 Glasfaserhausanschlüsse in Birkelbach und Erndtebrück hergestellt. Ebenfalls bis Ende des zweiten Quartals werden 146 Adressen in Hilchenbach-Vormwald und -Hadem an das schnelle Breitbandinternet angeschlossen.

Weitere 2.902 Adressen im Ausbaugebiet von innogy folgen bis Ende des dritten Quartals. Hierzu gehören noch einmal über 600 Adressen in Freudenberg (536 Kupfer- und 86 Glasfaserhausanschlüsse), 42 Glasfaserhausanschlüsse in Mittel- und Oberhees, 214 Kupfer- und 177 Glasfaseranschlüsse in verschiedenen Erndtebrücker Ortsteilen, 618 Kupfer- und 14 Glasfaserhausanschlüsse in verschiedenen Bad Berleburger Stadtteilen, 1.183 in verschiedenen Bad Laaspher Stadtteilen (davon 36 Glasfaserhausanschlüsse) und 29 Anschlüsse über Kupferkabel in Hichenbach-Lützel. Wie der Zeitplan für alle Ortschaften im Detail aussieht, will Innogy bis Mitte März auf seiner Homepage darstellen.

Seit Mitte April 2018 wurden bereits viele Kilometer neuer Leitungen verlegt. (Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein)

Landrat Andreas Müller ist über die Verzögerungen zwar nicht glücklich, erkennt aber auch an, dass Entwicklungen den Zeitplan beeinträchtigen, die innogy nur bedingt oder zum Teil auch gar nicht beeinflussen kann. So sollen z.B. etliche Trassenabschnitte mit anderen Versorgern gemeinsam ausgebaut werden, um mehrfaches Aufreißen von Straßen zu vermeiden. Hier kommt es aber zuweilen zu Verzögerungen durch die notwendige Koordination. Auch die Bearbeitung von Anträgen zur Kreuzung von Bahndämmen dauert länger als anzunehmen war. Die Bearbeitungsdauer für die Mitbenutzung von Straßengelände ist zurzeit erheblich länger als in der Vergangenheit, weil momentan an sehr vielen Stellen gleichzeitig gebaut wird. Auch die Beantwortung von Anfragen, ob Kampfmittel in einem Bauabschnitt zu erwarten sind, nimmt mehr Zeit in Anspruch. Zudem sind an zahlreichen Stellen für den Bau Felsbohranlagen nötig, die aktuell auf dem freien Markt nur mit einer gewissen Vorlaufzeit zu erhalten sind. Unterm Strich werden Ende des Jahres dann aber rund 97 Prozent aller Adressen in Siegen-Wittgenstein über einen schnellen Breitbandanschluss verfügen. Für die restlichen drei Prozent erarbeitet die Kreisverwaltung derzeit den Förderantrag für ein neues Bundesprogramm, das auch den Anschluss dieser oft einzeln gelegenen Häuser ermöglichen wird.