NRW Förderbescheide über 33,5 Millionen für Südwestfalen

Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart hat am 29. August 2017 in Düsseldorf die Zuwendungsbescheide für den Breitbandausbau an die drei südwestfälischen Kreise Soest, Hochsauerlandkreis und den Märkischen Kreis übergeben. Damit verbunden sind 33,5 Millionen Euro Landesmittel. Olpe und Siegen-Wittgenstein hatten ihre Bescheide bereits in früheren Förderaufrufen erhalten.

Die Vertreter aus Südwestfalen mit NRW Wirtschafts-und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, von links: Christoph Hellmann (Breitbandkoordinator Kreis Soest), Stefan Glusa, (Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH), Fritz Heer (Kämmerer Märkischer Kreis), Volker Ruff (WFG Kreis Soest GmbH), Andreas Pletziger (Bezirksregierung Arnsberg), Ludger Laufer (Breitbandkoordinator Hochsauerlandkreis) Foto: MWIDE NRW/Roberto Pfeil

Zehn weitere Kreise und Kommunen erhielten an diesem Tag ebenfalls ihre Förderbescheide. Insgesamt fließt mehr als eine viertel Milliarde Euro in den Breitbandausbau in NRW, davon rund 145 Millionen Euro Bundesmittel. Insgesamt werden rund 140.600 Haushalte und mehr als 7.500 Unternehmen an das schnelle Internet angeschlossen. Minister Pinkwart: „Wir machen das Land fit für das Gigabit-Zeitalter. Unsere Kreise und Kommunen setzen immer häufiger auf Glasfaserausbau. Das ist eine richtige und weitsichtige Entscheidung, die die Landesregierung ausdrücklich unterstützt. Nur so können wir die digitale Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen zukunftsfest ausbauen.“ Zudem gelingt es, so der Digitalminister, zwischenzeitlich besser, einen höheren Anteil der Bundesförderung für die digitale Aufholjagd nach Nordrhein-Westfalen zu holen. Mit der Übergabe der Bescheide löst die Landesregierung das Versprechen ein, alle NRW-Projekte, die eine Bundesförderung erhalten, mit Landesmitteln kozufinanzieren.

NRW Wirtschafts-und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart überreichte die Förderbescheide zum Breitbandausbau in NRW an Vertreter von Städten und Kreisen. (Foto: MWIDE NRW/Roberto Pfeil)

Die Zuwendungsbescheide zur Kofinanzierung der Projekte aus dem 3. Förderaufruf des Bundes nahmen Volker Ruff und Christoph Hellmann für den Kreis Soest, Ludger Laufer für den Hochsauerlandkreis und Fritz Heer für den Märkischen Kreis entgegen. „Wir freuen uns über den letzten offiziellen Schritt zur Finanzierung des Breitbandausbaus. Mit den Fördermitteln können wir jetzt in allen unterversorgten Gebieten eine Glasfaserversorgung bis vor jedes Haus realisieren. Die Finanzierung steht und der Betreiber wird bereits mit einer europaweiten Ausschreibung ermittelt“, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Kreis Soest. Im Märkischen Kreis wurden 314 Ausbaugebiete definiert, mit etwas mehr als 44.000 zu versorgenden Haushalten. Aktuell läuft auch dort das Vergabeverfahren, danach wird der endgültige Förderbescheid beim Bund beantragt, so der Märkische Kreis in seiner Pressemeldung. Der Hochsauerlandkreis teilt mit, dass der jetzt geförderte Ausbau der Breitbandinfrastruktur in den bislang unterversorgten Ortschaften ist ein wichtiger Meilenstein sei, um bis 2025 Gigabit-fähige Netze zu haben.

Christoph Hellmann mit Volker Ruff für den Kreis Soest, Ludger Laufer für den Hochsauerlandkreis und Fritz Heer für den Märkischen Kreis nahmen die Bescheide entgegen. (Fotos: MWIDE NRW/Roberto Pfeil)

Die erfolgreichen Förderanträge wurden von den Breitbandkoordinatoren der Kreise auf den Weg gebracht und von der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen (TKG) mit anbieter- und technologieneutralen Planungs- und Beratungsleistungen unterstützt. TKG-Geschäftsführer Stefan Glusa dankte stellevertretend dem Dezernenten Andreas Pletziger von der zuständigen Bezirksregierung in Arnsberg: „Die gute und langjährige Zusammenarbeit in Sachen Breitbandförderung mit den kompetenten Mitarbeitern des Dezernats 33 der Bezirksregierung Arnsberg und dem Referat IV B 5 im Ministerium, hat mit zu diesem Erfolg für unsere Region beigetragen.“

Weitere Infos: https://www.wirtschaft.nrw/pressemitteilung/land-mobilisiert-gesamtfoerderung-von-mehr-als-einer-viertel-milliarde-euro-fuer

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VDSL-Ausbau startet in Geseke

Die Kernstadt von Geseke und der Ortsteil Störmede im Kreis Soest sollen schnelles Internet erhalten. Ab dem 28.08.2017 werden im Auftrag der innogy TelNet rund 15 Kilometer Leerrohre und Glasfaserkabel von Westnetz in Kooperation mit der Stadt und dem beauftragten Tiefbauunternehmen Waldeier Bau GmbH aus Warburg verlegt. Innogy investiert in den Ausbau rund 1,9 Millionen Euro.

15 Kilometer Leerrohre, in denen Glasfaserkabel für den schnellen Internet-Zugang eingezogen werden, sollen ab heute in Geseke verlegt werden. (Foto: TKG-SWF)

In Geseke und Störmede werden an 32 von insgesamt 55 bestehenden Kabelverzweigern der Deutschen Telekom neue Schaltschränke mit VDSL 2-Vectoringtechnik installiert. Nach erfolgtem Ausbau können dann im Frühjahr 2018 über die Kupferleitungen der Telefonanschlüsse Datenübertragungsraten von bis zu 100 MBit/s zur Verfügung gestellt werden.

Alle Baumaßnahmen werden entweder mittels Spülbohrtechnik oder in offener Tiefbauweise durchgeführt. Wenn möglich, werden vorhandene Leerrohre genutzt. Alle betroffenen Haushalte erhalten im Vorfeld ein Informationsschreiben über die geplante Baumaßnahme. Mitarbeiter des ausführenden Tiefbauunternehmens Waldeier informieren bedarfsweise die Anwohner persönlich über die anstehenden Tiefbauarbeiten. Für kurzfristige Beeinträchtigungen der Zufahrtswege bittet Westnetz die Anwohner um Verständnis. Der geöffnete Straßenbereich wird nach der Leerrohrlegung zeitnah verfüllt, um die Beeinträchtigungen zu minimieren.

Bei dem Ausbau durch Innogy handelt es sich nicht um den geförderten Glasfaserausbau für den alle Kommunen im Kreis Soest 28,5 Millionen Euro an Fördergeldern erhalten (wir berichteten). Beim geförderten Ausbau erfolgt die Vergabe hoffentlich noch in diesem Jahr. Dann sollen die weiteren unterversorgten Stadtteile wie beispielsweise Ermsinghausen, Mittelhausen und Eringerfeld sowie verschiedene Gewerbegebiete im Stadtgebiet mit Glasfaser bis in Haus (FTTB bzw. FTTH) erschlossen werden.

Gesekes Bürgermeister Dr. Remco van der Velden: „Ich freue mich sehr, dass Innogy für tausende Haushalte in der Kernstadt und in Störmede bald flächendeckend Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde ermöglichen wird. Beim Upload werden bis zu 40 Megabit pro Sekunde erreicht. In absehbarer Zeit werden fast alle Geseker Haushalte durch Glasfaser, VDSL, VDSL-Vectoring oder TV-Kabel schnell im Internet surfen. Der Ausbau der Innogy bringt für tausende Haushalte in Geseke eine deutliche Verbesserung. Unser Ziel bleibt aber der Glasfaserausbau bis in jedes Haus.“

Das vollständige Interview lesen Sie hier: http://www.geseke.de/aktuell/pressemitteilungen2017/117200100000039527.php

FTTB-Netzausbau in Nachrodt-Wiblingwerde beginnt

150 Haushalte in den Ortschaften Veserde, Hinterveserde und Wörden erhalten über Fiber-to-the-Building (FTTB) Zugang zum Internet via Glasfaserkabel. Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia baut dort sein Netz aus und versorgt zukünftig direkt mit Glasfaser bis ins Haus. Bürgermeisterin Birgit Tupat sagte anlässlich des Spatenstichs am 14. August 2017 in Wörden: „Eine zukunftssichere Infrastruktur für Nachrodt-Wiblingwerde ist ein Quantensprung in der Breitbandversorgung der Bürger und überlebenswichtig. Wir freuen uns deshalb, dass wir über das glasfaserbasierte Netz von Unitymedia über 150 Haushalte mit schnellem Internet versorgen können.“

Unitymedia investiert rund 220.000 Euro und realisiert das Projekt gemeinsam mit den Stadtwerken Iserlohn (wir berichteten). Das örtliche Tiefbauunternehmen Hohmann erbringt dazu eine Eigenleistung von rund 1.600 Meter Tiefbau für die Zuführung des Glasfasernetzes zum Ort. Innerorts sorgt Unitymedia mit nochmals rund 1.300 Meter Tiefbau dafür, dass die Häuser mit dem Glasfasernetz direkt verbunden werden.

Spatenstich für den Netzausbau in Nachrodt-Wiblingwerde: (v.l.n.r.) Marcel Riepert, Stadtwerke Iserlohn, Thomas Armoneit, Stadtwerke Iserlohn, Birgit Tupat, Bürgermeisterin von Nachrodt-Wiblingwerde, Frank Schubert, Key-Account-Manager Unitymedia, Jürgen Richters, Stadtwerke Iserlohn, Martin Jüdt, Bauleiter Unitymedia, Peter Homann, Tiefbauunternehmen Homann (Foto: Unitymedia)

Durch den kontinuierlichen Netzausbau ist das glasfaserbasierte Kabelnetz von Unitymedia in der Lage, netzweite Download-Geschwindigkeiten von aktuell bis zu 400 Mbit/s zu erreichen, der vielfachen Geschwindigkeit von VDSL. Das Unternehmen hat mit umfangreichen Investitionen sein Netz aufgerüstet und stellt für mehr als zehn Millionen Haushalte Hochleistungsinternet-Dienste zur Verfügung – in den Städten und auf dem Land. Dabei erhöht das Unternehmen auch kontinuierlich den Glasfaseranteil in seinem Breitbandnetz und bringt ohne Fördergelder Haushalte in unterversorgten Gebieten direkt ans Netz.

In den Genuss von Highspeed-Internet könnten demnächst auch die Bewohner im Ortsteil Wiblingwerde kommen. Dort läuft noch bis Ende August eine Vorvermarktung. Bislang konnten fast 50 Prozent der für den Ausbau notwendigen Teilnehmer gewonnen werden.

Unitymedia investiert im Kreis Olpe

Nach anhaltenden Bürgerprotesten will der Kabelnetzbetreiber Unitymedia rund 750.000 Euro ins Kabelnetz im Kreis Olpe investieren und das Netz modernisieren. Ziel ist, die in den vergangenen Monaten aufgetretenen Störungen zu beseitigen. Im WDR Interview hat die TKG in der Lokalzeit Südwestfalen vom 7. August 2017 Hintergründe zu den Maßnahmen kurz erläutert.

TKG-Geschäftsführer Stefan Glusa erläutert Node-Splits in HFC-Netzen. Abbildung mit freundlicher Genehmigung von Breitband.NRW. Foto: WDR/TKG

Kurzfristig von Unitymedia durchgeführte Arbeiten haben bereits in Teilen zu Verbesserungen geführt. Allerdings bereiten weiterhin u.a. schwierig zu lokalisierende Einstrahlungen und alte NE4-Installationen im Haus Probleme. Auch benötigen die erforderlichen Tiefbauarbeiten und Genehmigungsverfahren, trotz weitreichender Unterstützung aus den Behörden ihre Zeit. Im August soll ein Node-Split in Olpe erfolgen, im September in Wenden und Ende des Jahres dann in Lennestadt.

Wissenswerte Hintergrundinformationen zur Funktionsweise eines Breitband-Kabelnetzes können Sie in einem Leitfaden zu Breitbandtechnologien und Ausbauszenarien von Breitband.NRW in Kapitel III.2, Seite 10ff. und im Anhang 2 HFC – Hybrid Fibre Coax ab Seite 31 nachlesen.

Insbesondere die Westfalenpost und WDR Lokalzeit berichteten in den letzten Wochen ausführlich über das Geschehen:

https://www.wp.de/staedte/kreis-olpe/nach-kritik-stellungnahme-von-unitymedia-id211343971.html

https://www.wp.de/staedte/kreis-olpe/unitymedia-reagiert-mit-gross-investition-im-kreis-olpe-id210976651.html

http://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/unitymedia-stoerungen-kreis-olpe-100.html

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-suedwestfalen/video-schlechtes-internet-in-lennestadt-100.html

Gemeinde Wickede (Ruhr) bekommt Glasfaser Netz

Der heutige Dienstag, der 1. August 2017 ist ein guter Tag für die Gemeinde Wickede (Ruhr) im Kreis Soest. Die Nachfragebündelung der Unternehmen Deutsche Glasfaser und HeLi NET in der Gemeinde (wir berichteten) war nach einer Verlängerung schließlich erfolgreich: Mit 40,8 Prozent an gewonnenen Kundenverträgen, wurde die Schwelle der mindestens erforderlichen 40 Prozent knapp überschritten, und die Deutsche Glasfaser wird die Ortsteile Echthausen, Wickede und Wiehagen sowie das Gewerbegebiet Westerhaar mit Glasfaser bis ins Haus (Fibre to the Home, FTTH) eigenwirtschaftlich erschließen.

Bürgermeister Dr. Martin Michalzik freut sich auf die Glasfaser-Zukunft für Wickede(Ruhr). Foto: Gemeinde Wickede

Wickedes Bürgermeister Dr. Martin Michalzik stellte dies im Rahmen einer Pressekonferenz im Rathaus vor und sagte zum Ergebnis der Nachfragebündelung für Glasfaser: „Es gibt eine ausreichend große, tragfähige Zahl von Kunden für ein jetzt zu bauendes Glasfasernetz. Wickede und Wiehagen haben bei der sogenannten Nachfragebündelung von Deutsche Glasfaser bis zum gestrigen Stichtag eine Quote von genau 40,8 Prozent erreicht. In Echthausen liegt der Anteil sogar bei fast 60 Prozent. Diesen Erfolg haben alle Familien, Single-Haushalte, Unternehmen und andere Kunden möglich gemacht, die mit einem Vertrag „Ja“ zu diesem Zukunftsnetz gesagt haben. Sie bringen sich dafür mit eigenem Geld und etwas Aufwand zu Hause ein. Das ist – über die persönlichen Entscheidungsgründe hinaus – auch eine großartige Gemeinschaftsleistung. Darauf können wir in Wickede (Ruhr) heute durchaus stolz sein.“

Der Bürgermeister bedankte sich bei den vielen, die sich für dieses Projekt in besonderer Weise engagiert haben. Dazu zählten u.a. „die Multiplikatoren aus der Facebookgruppe Glasfaser für Wickede (Ruhr), viele Ratsmitglieder und Ortsvorsteher, die örtlichen Servicepartner aus dem heimischen Handel am Ort und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DG und Helinet sowie deren Geschäftsführung.“ Einen besonderen Dank richtete er an Christoph Hellmann, der die Gemeinde „als Glasfaser-Koordinator beim Kreis Soest stets sachkundig, zuverlässig und engagiert wie ein Lotse auf den Ozean neuer Technolgien und Optionen begleitet habe“.

Wimbern und Schlückingen, die aufgrund ihrer Struktur nicht in die Nachfragebündelung der DG und Helinet kamen, sollen in der Breitbandförderung des Bundes bedacht werden. Alle Bürgermeister im Kreis Soest und Landrätin Eva Irrgang hatten einen gemeinsamen Antrag auf Bundesförderung erfolgreich auf den Weg gebracht.

Weitere Informationen: http://wickede.de/aktuelles/117050100000013484.php

Michael Stratmann wechselt in die Geschäftsführung

Zum 1. August 2017 wird Michael Stratmann neuer nebenamtlicher Geschäftsführer der TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen mbH (TKG). In der letzten Aufsichtsratssitzung und Gesellschafterversammlung wurde der 42jährige aus Meschede-Wallen einstimmig gewählt. Der Diplom-Verwaltungsbetriebswirt folgt auf Dr. Klaus Drathen, der als Kreisdirektor des Hochsauerlandkreises das Amt seit 2012 mit bekleidet hatte. Der Aufsichtsratsvorsitzende, Landrat Dr. Karl Schneider, dankte Herrn Dr. Drathen für seine langjährige Tätigkeit bei der TKG.

Folgt als nebenamtlicher TKG-Geschäftsführer auf Dr. Klaus Drathen: Michael Stratmann (l.) (Foto: TKG-SWF)

Unverändert verantwortet Stefan Glusa als hauptamtlicher Geschäftsführer das operative Geschäft. „Ich freue mich sehr, dass wir die zweite Geschäftsführerposition aus den eigenen Reihen besetzen konnten, denn Michael Stratmann war bereits erfolgreich als Prokurist der TKG tätig. Damit stellen wir die Kontinuität und Fachkunde unserer Arbeit für die fünf südwestfälischen Kreise unbürokratisch sicher“, so Glusa.

Für die TKG gibt es derzeit viel zu tun: Insgesamt sollen in den nächsten Jahren über 100 Mio. Euro Fördermittel in den unterversorgten Ortschaften und Gewerbegebieten in Südwestfalen investiert werden. Damit dies reibungslos geschehen kann, übernehmen fünf Breitbandkoordinatoren der Kreise und die TKG gemeinsam Schnittstellenfunktionen zwischen Verwaltungen, Netzbetreibern, Bürgern und Unternehmen sowie den Bewilligungsbehörden der Landes- und Bundesministerien. 

 

Die TKG-Geschäftsführer Stefan Glusa und Michael Stratmann mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Landrat Dr. Karl Schneider und Kreisdirektor Dr. Klaus Drathen (Foto: TKG-SWF)

Die TKG mit Sitz in Meschede arbeitet seit dem Jahr 2008 an einer nachhaltigen Verbesserung und Weiterentwicklung der Telekommunikationsinfrastruktur im Hochsauerlandkreis, im Kreis Olpe, im Kreis Soest im Kreis Siegen-Wittgenstein und im Märkischen Kreis für den Erhalt und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Region. Die Tätigkeiten reichen von Netzplanung, Beratung, Förderung und Finanzierung, bis hin zum Bau von Telekommunikationslösungen für gehobene Anforderungen an Qualität und Bandbreite, inklusive geeigneter Betriebskonzepte.
Die Arbeit der kommunalen Gesellschaft ist grundsätzlich anbieter- und technologieneutral und will für die Region Südwestfalen langfristige und marktkonforme Beiträge leisten, um die Ziele einer flächendeckenden Versorgung mit hochleistungsfähigen Telekommunikationsnetzen für die Gigabit-Gesellschaft bis 2025 zu erreichen.

 

Endgültiger Förderbescheid für Kreis Olpe

Sichtlich erleichtert nahm Olpes Kreisdirektor Theo Melcher den endgültigen Förderbescheid aus Berlin für den flächendeckenden Breitbandausbau in dem Projekt-/Ausbaugebiet im Kreis Olpe in Empfang. Damit ist der Kreis Olpe der erste Kreis in Nordrhein-Westfalen der einen solchen Bescheid erhält, nachdem er der auch der erste südwestfälische Kreis war, der einen Förderantrag vorläufig bewilligt bekommen hatte (wir berichteten). Mittlerweile haben alle fünf südwestfälischen Kreise erfolgreiche Förderanträge gestellt.

Der Breitbandkoordinator des Kreises Olpe, Martin Dornseifer (rechts) und die Abgeordnete Petra Crone, MdB, bei der Bescheidübergabe im April 2016 mit Bundesminister Alexander Dobrindt. Nun liegt der endgültige Bescheid vor und die Bauarbeiten sollen in Kürze beginnen. (Foto: BMVI)

„Jetzt können endlich die Arbeiten losgehen“, so der Kreisdirektor, der sich allerdings auch über das lange Verfahren vom Beginn Ende 2015 bis zum letztlichen Förderbescheid im Juli 2017 enttäuscht zeigte. „Wenn Förderverfahren für solche Infrastrukturvorhaben auf Bundesebene solche Zeiträume benötigen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir mit dem notwendigen Ausbau der Breitbandversorgung nur langsam vorankommen“, so Theo Melcher. Jetzt gelte es jedoch den Blick nach vorn zu richten und als erstes die Verträge mit dem TK-Unternehmen, das in dem aufwendigen Ausschreibungsverfahren das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hat, endgültig abzuschließen.

Kreisdirektor Theo Melcher freute sich darüber, dass die Deutsche Telekom mit dem Breitbandausbau aufgrund der Förderung durch Bund und Land nun bald beginnen könne. Nach Unterzeichnung der Verträge soll es nach einer kurzen Planungsphase für die Detailplanungen und nach Einholung sonstiger Genehmigungen, mit dem Breitbandausbau losgehen. Dabei werden die Kabelverzweiger mit Glasfaser angeschlossen und aktiver Technik ausgestattet, damit zukünftig in den Ausbaugebieten eine Bandbreite von 50 Mbit/s und mehr im Download zur Verfügung steht.

Die im Ausbaugebiet liegenden Gewerbe- und Industriegebiete werden direkt mit Glasfaser, Fibre To The Building (FTTB), angeschlossen. „Damit entspricht die zukünftige Gigabit-Anbindung unserer Unternehmen auch deren Innovations- und Leistungsfähigkeit und der Industrie 4.0 steht nichts mehr im Wege“, so Kreisdirektor Melcher.

Zu den Fördergeldern des Bundes in Höhe von knapp 4,5 Mio. € kommen noch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von knapp 3,9 Mio. € hinzu. In ganz Südwestfalen sollen in den nächsten Monaten insgesamt rund 100 Mio. Euro in den Ausbau fließen. 24 Monate ab Auftragserteilung wird der Breitbandausbau insgesamt dauern. Die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH hatte die Kreise im Rahmen der Antragstellung und Ausschreibungsverfahren beraten und begleitet.

Neue Glasfasertrasse entlang SauerlandRadring

Der Breitband-Ausbau im Zuge des Neubaus einer etwa 120 Kilometer langen, überregionalen Glasfasertrasse macht in der Zeit von Montag, 26. Juni bis Freitag, 18. August, die abschnittsweise Vollsperrung des SauerlandRadrings im Hochsauerlandkreis erforderlich.

Betroffen ist der Sauerland-Radring auf der Strecke von Bremke über Frielinghausen, Dorlar, Mailar, Heiminghausen, Bad Fredeburg bis nach Gleidorf. Die einzelnen Bauabschnitte, für die die Vollsperrung nötig wird, befinden sich größtenteils außerhalb der Ortschaften. Hinweise zu Umleitungen und Alternativrouten unter http://www.sauerlandradring.de/Aktuelle-Informationen.

Die Umleitungen werden flexibel und kurz, je nach Baufortschritt eingerichtet. Die abschnittsweisen Vollsperrungen werden nur von montags bis freitags erfolgen. Samstags und sonntags ist der SauerlandRadring während der Zeit der Baumaßnahmen störungsfrei befahrbar, teilte der Hochsauerlandkreis als Straßenverkehrsbehörde mit.

Mehr Bandbreite in Arnsberg und Winterberg

Im östlichen Arnsberger Stadtgebiet hat die Deutsche Telekom mit den Vorarbeiten für einen VDSL-Ausbau begonnen. Dieser soll dank Vectoring zum Jahresende 2017 rund 8.500 Haushalten in Alt-Arnsberg eine Verdoppelung der bisherigen Download-Geschwindigkeit und eine Vervierfachung der Upload-Geschwindigkeit ermöglichen. Nach dem Ausbau stehen bis zu 100 MBit/s im Download und 40 MBit/s im Upload zur Verfügung.

Für die Deutsche Telekom werden in Alt-Arnsberg neue Kabel verlegt. (Foto: TKG Südwestfalen)

Insgesamt sollen in Alt-Arnsberg und den umliegenden Stadtteilen (Vorwahlbereich 02931) sowie Oeventrop (Vorwahlbereich 02937) rund 10.800 Haushalte von den Maßnahmen profitieren, darunter auch 90 Haushalte in Breitenbruch, 980 Haushalte in Niedereimer, sowie in Rumbeck weitere 400 Haushalte und in Uentrop 150 Haushalte ab Dezember 2017. Oeventrop soll dann im Frühjahr 2018 mit rund 1100 Haushalte folgen.

Auch im Stadtgebiet Winterberg kündigte die Deutsche Telekom an, Netze eigenwirtschaftlich zu ertüchtigen, vor allem den Nahbereich in der Kernstadt. In Niedersfeld, Siedlinghausen und Langewiese werde die vorhandene Technik aufgerüstet. Insgesamt profitieren von dem Ausbau rund 2.600 Haushalte. Die Fertigstellung ist für Mitte 2018 geplant.

Weitere Informationen:
https://www.wp.de/staedte/altkreis-brilon/haushalte-in-winterberg-profitieren-vom-breitbandausbau-id210819205.html
https://www.wp.de/staedte/arnsberg/telekom-beschleunigt-das-internet-in-arnsberg-id210772919.html

Ausschreibung für FTTH im Kreis Soest beginnt

Mit einer europaweiten Ausschreibung ist im Kreis Soest die Suche nach einem Anbieter gestartet, der die förderfähigen Bereiche im Kreisgebiet mit schnellem Internet und einer zukunftssicheren Glasfaserversorgung bis vor die Haustür (Fiber to the Home, FTTH) versorgen soll. Die Angebots- / Teilnahmefrist endet am 29.06.2017.
„Der Bedarf an schnellem Internet wird in den nächsten Jahren in einem rasanten Tempo steigen. Die erwarteten Zukunftsszenarien können auf Dauer nur von Glasfasernetzen bewältigt werden. Deshalb setzt der Kreis Soest auf den Breitbandausbau mit Hilfe von Glasfaser und ist damit Pilotregion in ganz Nordrhein-Westfalen“, erklärt Landrätin Eva Irrgang.
„Glasfasernetze gelten trotz höherer Kosten langfristig als die langlebigste, leistungsfähigste und volkswirtschaftlich vernünftigste Variante eines nachhaltigen Netzausbaus“, ergänzt Christoph Hellmann, Breitbandkoordinator des Kreises Soest. „Eine Entscheidung darüber, wann und wo mit dem Breitbandausbau begonnen werden kann, fällt frühestens nach den Sommerferien. Der Grund hierfür ist, dass die jeweiligen Anbieter innerhalb der Ausschreibung eine Meilensteinplanung der einzelnen Bauabschnitte vorlegen müssen. Das braucht Zeit. Die Planungen werden dann so schnell wie möglich veröffentlicht“, so Hellmann.
Fördergelder in Millionenhöhe sind für den Breitbandausbau im Kreis von Bund und Land zugesichert worden (wir berichteten). Um einen gemeinsamen Förderantrag unter Federführung des Kreises Soest beim Bund und beim Land stellen zu können, hatten die 14 Kommunen und die Kreisverwaltung im Juni 2016 eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Gefördert wird das Vorhaben mit 50 Prozent vom Bund und einer zusätzlichen Kofinanzierung von 40 Prozent durch das Land NRW. Kommunen in Haushaltssicherung werden vom Land sogar mit 50 Prozent unterstützt. Konkret: Der Kreis Soest erhält für den Breitbandausbau voraussichtlich vom Bund 15 Millionen Euro und vom Land 13,5 Millionen Euro. Die Kommunen steuern zusammen weitere 1,5 Millionen als Eigenanteil zum Ausbau bei.