Offizieller Spatenstich im Märkischen Kreis

Am 22.09.2020 wurde im Märkischen Kreis der offizielle Spatenstich nachgeholt, der eigentlich schon für April geplant war aber Corona bedingt nicht stattfinden konnte. Im so genannten 3. Call des Bundesförderprogramms wird die Deutsche Telekom insgesamt rund 990 Kilometer Tiefbau durchführen und 900 Verteiler neu aufstellen. Ab Ende 2022 können rund 42.300 Haushalte schnelles Internet mit Geschwindigkeiten bis zu 1 GBit/s (Gigabit pro Sekunde) nutzen. Es ist damit zu rechnen, dass bereits im ersten Halbjahr 2021 erste Ortsnetze vom neuen FTTH Netz profitieren. Damit erhalten Bürgerinnen und Bürger aus den Fördergebieten einen Anschluss, der alle Möglichkeiten für digitale Anwendungen bietet.

Breitbandkoordinator Thomas Hoheisel, Landrat Thomas Gemke, Regierungspräsident Hans-Josef Vogel, Geschäftsführer Stefan Glusa, TKG Südwestfalen und Gigabitkoordinator Sergej Rudsinski. (Foto: Mathis Schneider/Märkischer Kreis)

Beim offiziellen Spatenstich in Kierspe waren Landrat Thomas Gemke, Bürgermeister Frank Emde, Kierspes Bauamtsleiter Helmut Heidemann, Geschäftsführer der TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen mbH Stefan Glusa, Gigabitkoordinator Sergej Rudsinski, Breitbandkoordinator Thomas Hoheisel, Leiter Gigabit.NRW Klaus Stratmann und Vertreter der Telekom zugegen.
Für die Fördergeber griffen Regierungspräsident Hans-Josef Vogel der Bezirksregierung Arnsberg, Konstantin Dyck als Vertreter vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW sowie Andreas Römer als Vertreter des Projektträgers ateneKOM zum Spaten. Landes-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart sendete eine Videobotschaft.

NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart sendete eine Videobotschaft in den Märkischen Kreis und betonte die guten Fortschritte beim Breitbandausbau in ganz Südwestfalen. (Foto: Mathis Schneider/Märkischer Kreis)

Rund ein Drittel der Ausbauplanung für das schnelle Internet im Märkischen Kreis ist abgeschlossen. Der mit Bundes- und Landesmitteln geförderte großflächige Breitbandausbau im Märkischen Kreis ist bereits gestartet. Die Deutsche Telekom hat mit dem Ausbau in Altena, Halver, Kierspe, Meinerzhagen-Valbert, Nachrodt-Wilblingwerde und Schalksmühle bereits begonnen, die anderen Kommunen folgen sukzessive.

„Die Corona-Pandemie unterstreicht die herausragende Bedeutung eines flächendeckenden Ausbaus mit gigabitfähigen Netzen. Die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft ist zentraler Motor unserer Zukunft. Dieser Motor sollte nicht ins Stocken geraten“, sagt Landrat Thomas Gemke. „Ich freue mich daher, dass die Arbeiten trotz der Krise an so vielen Stellen im Kreisgebiet gestartet sind.“
„Dank der guten Zusammenarbeit zwischen den Städten, Gemeinden, Kreisverwaltung und den Fördergebern kann dieses kreisweite Projekt für den Breitbandausbau nun beginnen“, so freut sich der Bürgermeister der Stadt Kierspe, Frank Emde, stellvertretend für die Bürgermeisterkolleginnen und -kollegen über den Baustart.
„Wir treiben den Ausbau schnell voran“, versprach Ralf Engstfeld, Regionalmanager der Deutschen Telekom. „Die Beeinträchtigungen für die Anwohner halten wir so gering wie möglich. Wir gehen immer in überschaubaren Bauabschnitten vor.“

Rund 54 Millionen Euro von Bund und Land
Nach Durchlaufen eines aufwändigen Antragsverfahrens und einer EU-weiten Ausschreibung für den Breitbandausbau erhielt die Telekom den Zuschlag für das beste Angebot. Damit konnte der Märkische Kreis den Kooperationsvertrag mit der Deutschen Telekom unterzeichnen. Zusätzlich zu den eigenen Investitionen der Telekom fließen rund 27 Millionen Euro aus dem Breitbandförderprogramm des Bundes und 25 Millionen Landesförderung in das Bauprojekt. Der Eigenanteil der Kommunen beträgt rund zwei Millionen Euro. Eine weitere Europaweite Ausschreibung im 6. Call der Bundesförderung läuft derzeit (wir berichteten).

Hinweise zum laufenden Ausbau und Baufortschritt sowie zu Terminen und Ansprechpartnern finden Bürger und Gewerbebetreibende unter https://www.maerkischer-kreis.de/breitband.php.

Märkischer Kreis startet Ausschreibung für 6. Call

Mit der Veröffentlichung der Ausschreibung im 6. Call des Bundesförderprogramms Breitband komplettiert der Märkische Kreis jetzt die Suche nach geeigneten Telekommunikationsanbietern in der Region Südwestfalen.
Der Kreis sucht ab sofort geeignete Anbieter für Planungs- und Bauleistungen für die Errichtung und den Betrieb einer bedarfsgerechten, nachhaltigen, flächendeckenden und ausbaufähigen Breitbandinfrastruktur sowie Angebot breitbandiger Telekommunikationsdienste in unterversorgten Gebieten des Märkischen Kreises unter Gewährung einer Investitionsbeihilfe (sog. Wirtschaftlichkeitslückenmodell).

Das Projektgebiet ist in 15 Lose untergliedert und umfasst insgesamt 4.304 Adressen in weißen Flecken, 8 Krankenhäuser, 58 Schulen, sowie 64 Gewerbegebiete mit 2.225 Adressen. Das Netz im Ausbaugebiet soll bis spätestens 01.10.2023 ausbaugebietsübergreifend vollständig errichtet und mit den geforderten Bandbreiten in Betrieb genommen sein.

Das Ausschreibungsverfahren wird als Verhandlungsverfahren mit vorherigem Teilnahmewettbewerb zweistufig durchgeführt. Auf der ersten Stufe (Teilnahmewettbewerb) werden die Teilnehmer ermittelt, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Geeignete Bieter werden anschließend auf zweiter Stufe (Verhandlungsverfahren) zur Angebotsabgabe aufgefordert.

Weitere Informationen, Fristen und Teilnahmeunterlagen:
https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXPWYDH9JX8/de/overview

LAYJET beschleunigt Breitbandausbau in Südwestfalen

Beim geförderten Breitbandausbau in Südwestfalen kommt im Kreis Soest, im Hochsauerlandkreis und im Märkischen Kreis zum ersten Mal in Nordrhein-Westfalen ein neues und innovatives Verfahren für die Verlegung der Leerrohre und Glasfaserkabel zum Einsatz. Die patentierte LAYJET-Technologie wurde in Österreich von zahlreichen Spezialisten und Fachleuten gemeinsam mit der Technischen Universität Wien als „schonende“ und schnelle Verlegemethode entwickelt. Mit dem LAYJET-Verfahren werden die Leerrohre für das Glasfaserkabel seitlich neben der Straße verlegt, wodurch der gesamte Prozess vereinfacht und um ein Vielfaches beschleunigt wird. Der Einsatz modernster Frästechnik, in Kombination mit anderen technischen Neuentwicklungen sowie neuester Regelungstechnik, macht es erstmal möglich, die Rohrleitungen direkt ins Straßenbankett zu verlegen, ohne dadurch den Straßenkörper zu destabilisieren.

Landrat Dr. Schneider (2.v.r.) informiert sich an der Baustelle über den Fortschritt des Breitbandausbaus bei Hermann Guster, LAYJET, Franz-Josef Mönxelhaus, Stabstelle Regionalentwicklung, Reinhard Rohleder, Deutsche Telekom und Philipp Janisch, LAYJET. (Foto: Ludger Laufer/Hochsauerlandkreis)

An der Kreisstraße K19 von Bödefeld nach Osterwald, konnte sich der Landrat des Hochsauerlandkreises, Dr. Karl Schneider,  Anfang Juli von dieser neuentwickelten Technologie selbst überzeugen. „Das LAYJET-Verfahren ist der herkömmliche Methode schon deshalb überlegen, weil die Straßendecke nicht beschädigt wird und dadurch die Arbeiten bis zu zehn Mal schneller vorankommen. Und dies, ohne eine Straße für den Verkehr teilweise oder gar voll zu sperren. Wenn ein geplanter Bauabschnitt jetzt bei uns im Hochsauerlandkreis für diese Methode als geeignet eingestuft wird, bedeutet das weniger Einschränkungen und einen schnelleren Ausbau“, sagte Dr. Schneider. Normalerweise sind für die Tiefbauarbeiten die Sperrung der Straße, das Öffnen der Fahrbahndecke, die Aushebung und anschließende Schließung der Baugrube erforderlich. Im Hochsauerlandkreis wird die mit dem geförderten Breitbandausbau beauftragte Deutsche Telekom künftig weitere Ausbaugebiete mit dieser Technologie erschließen.

In der Gemeinde Möhnesee wird das Layjet-Verfahren zum Verlegen von Glasfaserkabeln für den geförderten Breitbandausbau in einigen Teilbereichen eingesetzt. Weitere Bauabschnitte im Kreis Soest  folgen. (Foto: Christoph Hellmann/Kreis Soest)

Auch im Kreis Soest wird das LAYJET-Verfahren vom ausbauenden Unternehmen innogy zunächst auf einer gesamten Strecke von ca. 20 Kilometern eingesetzt. Baustart war Mitte Mai in der Gemeinde Möhnesee. Danach folgen weitere Bauabschnitte in Wickede, Welver, Lippetal, Bad Sassendorf, Rüthen, Geseke und Lippstadt. „In der Gemeinde Möhnesee wird die neue Verlegemethode zum ersten Mal im Kreisgebiet eingesetzt. Es hat einen großen Vorteil, gerade für die Anwohner, denn es bringt weniger Einschränkungen mit sich und es geht viel schneller“, weiß Christoph Hellmann, Breitbandkoordinator des Kreises Soest. In einem kurzen Video werden die einzelnen Arbeitsschritte gezeigt und die Technik erläutert.

Vertreter von LAYJET, dem Kompetenzzentrum Gigabit.NRW, Hochsauerlandkreis, Kreis Soest und der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen vor dem Trägerfahrzeug mit der LAYJET-Fräse. (Foto: LAYJET)

Im Märkischen Kreis wird das Verfahren von der Telekom in Altena eingesetzt. Den Durchbruch für LAYJET in NRW brachte im November 2019 eine Pilotbaustelle in Olsberg (wir berichteten). „Letzte Zweifel über die Anwendung des neuen Verfahrens hat rückblickend die Pilotbaustelle in Olsberg ausgeräumt“, dankte Landrat Dr. Schneider jetzt allen Beteiligten. Auf einer dortigen Informationsveranstaltung u.a. mit Vertretern des NRW Wirtschafts- und Digitalministeriums und Straßen.NRW, konnten die Experten alle offenen Fragen der Straßenbaubehörden klären. So wurde wertvolle Zeit gewonnen, auch für die notwendigen Genehmigungen. „Hier zeigt sich, wie zielorientiert die Zusammenarbeit zwischen den Breitbandkoordinatoren der Kreise, der Firma LAYJET, der Straßenbaulastträger sowie der Telekommunikationsunternehmen war“, lobte Dr. Schneider auch in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen.

Auch die WDR Lokalzeit berichtete im August 2020 mit dem folgenden Beitrag:

Zwischenbilanz der Telekom im Märkischen Kreis

„Es war ein weiter Weg bis die bürokratischen Hürden für die Förderung des Breitbandausbaus im Märkischen Kreis überwunden waren und endlich die Bagger in die Gewerbe- und Wohngebiete rollen konnten“, blickt Landrat Thomas Gemke zurück. Nach zwei Jahren zogen Dr. Frank Schmidt, Konzernbevollmächtigter der Telekom für die Region West – NRW und sein Referent Peter Berger im Lüdenscheider Kreishaus eine erste Zwischenbilanz zum Ausbau des Glasfasernetzes in den kreisangehörigen Städten und Gemeinden. An dem Austausch nahmen auch Stefan Glusa, Geschäftsführer der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen (TKG-SWF) und Sergej Rudsinski, Gigabitkoordinator des Märkischen Kreises, teil.

v.l. TKG-SWF Geschäftsführer Stefan Glusa, Gigabitkoordinator Sergej Rudsinski und Landrat Thomas Gemke besprachen mit Referent Peter Berger und dem Konzernbevollmächtigten der Telekom, Dr. Frank Schmidt, den Stand des Breitbandausbaus im Märkischen Kreis im Lüdenscheider Kreishaus. (Foto: Erkens/Märkischer Kreis)

Unerwartet enttäuschend fällt die Nachfrage der Gewerbetreibenden nach dem schnellen Internet bisher aus. Von den möglichen 1.250 Profiteuren des Regionalen Wirtschaftsprogramms des Landes NRW machen bisher nur etwa 25 Prozent der Betriebe Gebrauch davon, sich einen Glasfaseranschluss ins Unternehmen legen zu lassen. Für eine pauschale Anschlussgebühr von 799,95 Euro verspricht die Telekom Geschwindigkeiten von 1.000/Mbit pro Sekunde. Die Leistungen umschließen alle Baumaßnahmen auf dem Grundstück. „Unternehmer können sich gerne bei uns melden, wenn sie doch noch von dem Angebot profitieren möchten“, erklärt Dr. Frank Schmidt von der Telekom. Der Großteil der Tiefbaumaßnahmen in den Städten und Gemeinden sind bis auf Werdohl und Hemer abgeschlossen.

In den Wohngebieten ist die Nachfrage mit Stand 1. Juli 2020 ungleich höher. Im Rahmen der Bundesförderung werden die Anschlüsse von rund 44.650 privaten Haushalten sowie 30 Primär- und Sekundarschulen optimiert. Glasfaser wird über eine Strecke von rund 1.810 Kilometer verlegt. Mit einer Fördersumme von 60,5 Millionen Euro ist dies eines der größten Breitbandförderprojekte in NRW. Außer für Iserlohn und Menden hat die Telekom auch hier den Zuschlag erhalten. Die Eigentümer aus den Förderflächen sind per Post von den der jeweiligen Kommunen und vom Kreis angeschrieben worden. Gestartet wurde 2020 in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde. In Altena interessierten sich 85 Prozent der Wohneigentümer und in Nachrodt-Wiblingwerde 78 Prozent für das schnelle Internet. Bereits gebaut wird auch schon in Kierspe mit einer Nachfrage von 81 Prozent und in Schalksmühle mit 71 Prozent Rücklaufquote. In diesem Jahr soll auch noch der Baustart in Halver und Meinerzhagen-Valbert erfolgen. Die anderen Kommunen sind erst im nächsten Jahr dran.

In diesem Förderverfahren wird der Glasfaseranschluss bei einer Beauftragung innerhalb der Rückmeldefrist kostenfrei ins Haus gelegt. Die Wiederherstellung des Grundstückes ist inbegriffen. Bei Mehrfamilienhäusern verlegt die Telekom auch kostenfrei bis in die Wohnungen. Eigentümergemeinschaften stellen idealerweise einen gemeinsamen Antrag über die Hausverwaltung bzw. einen Bevollmächtigten. Wer die Frist verpasst hat, sollte sich unter breitband@maerkischer-kreis.de melden. Für den Anschluss ins Haus werden dann allerdings 799,95 Euro fällig.

Weitere Infos:
Übersicht der Förderflächen für den 3. Call der Bundesförderung: https://gdi2.maerkischer-kreis.de/breitband-3call.html
Gesamtübersicht zu allen Breitband-Förderverfahren des Kreises: https://www.maerkischer-kreis.de/breitband.php

Verträge mit Vodafone und innogy im Kreis Soest unterzeichnet

In seinem zweiten, kreisweiten Bundesförderverfahren hat der Kreis Soest als erster der fünf südwestfälischen Kreise die Suche nach gefördert ausbauenden Telekommunikationsunternehmen erfolgreich abgeschlossen. Anfang Juni wurden im Kreishaus die Verträge mit den Unternehmen Vodafone und innogy TelNet unterzeichnet, die sich in der europaweiten Ausschreibung (wir berichteten) durchgesetzt haben.

„Mit Abstand die Besten“: Dieses, in Zeiten von Corona gleichfalls beliebte Abi-Motto, präsentiert der Kreis Soest bei seinem Fototermin zur Vertragsunterzeichnung für den Breitbandausbau in den abgelegenen und unterversorgten Bereichen. (v.l. Fabian Klein, Vodafone GmbH), Christoph Hellmann, Kreis Soest, Landrätin Eva Irrgang, Bürgermeister Dr. Remco van der Velden, Geseke und Carsten Lagemann, innogy TelNet GmbH. Foto: Kreis Soest)

Damit ist sichergestellt, dass auch die Außenbereiche im Kreisgebiet mit zukunftsfähiger Glasfaser bis ins Haus versorgt werden. 3.900 private Haushalte in Einzellagen, 71 Schulen und drei Krankenhäuser werden durch die innogy TelNet und 1.118 Betriebe in 23 Gewerbegebieten durch Vodafone ausgebaut. Zunächst muss die Prüfung durch Bund und Land abgewartet werden, erst dann dürfen die beiden Firmen mit dem Ausbau beginnen, voraussichtlich im Herbst. In den kommenden dreieinhalb Jahren sollen über 1.500 Kilometer Leerrohre und mehr als 5.000 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden.

„Ein Infrastrukturprojekt in diesen Dimensionen hat es im Kreis Soest noch nie gegeben“, sagt Landrätin Eva Irrgang.  „Wir haben gemeinsam alles daran gesetzt, dass gerade für die Außenlagen und die noch nicht ausreichend versorgten Gewerbegebiete eine Lösung gefunden wird. Daher freut es mich umso mehr, dass wir zwei große Telekommunikationsunternehmen gefunden haben, die sich der Aufgabe bei uns stellen. Denn in einer Zeit, in der überall in der Bundesrepublik Auftragnehmer gesucht werden, ist das nicht einfacher geworden“, so die Landrätin weiter. Breitbandkoordinator Christoph Hellmann ergänzt: „So eine Chance, dass in diesen abgelegenen und unterversorgten Bereichen eine zukunftsfähige Breitbandversorgung mit Glasfaser bis zur mittlerweile sprichwörtlichen letzten Milchkanne gebaut werden kann, kommt nie wieder.“ Die umfangreichen Vorbereitungen, bei denen in enger Zusammenarbeit mit allen Kommunen jede Adresse im Kreis Soest noch einmal überprüft und, wenn möglich, mit in den Förderantrag aufgenommen wurde, zahlten sich jetzt aus.“
Gesekes Bürgermeister Dr. Remco van der Velden begleitete für die 14 Kommunen des Kreises das Verfahren: „Ich freue mich sehr, dass Kommunen und Kreis bei diesem wichtigen Thema zusammenarbeiten. Seit 2015 verfolgen wir gemeinsam die Strategie Glasfaser-Hausanschlüsse für möglichst viele Haushalte und Unternehmen im Kreis so gefördert zu bekommen, dass ein anschließender eigenwirtschaftlicher Ausbau möglich ist.“
Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH begleitet den Kreis Soest in dem Förderverfahren mit fachlicher Beratung.

Aktuelle Informationen werden auf der Homepage des Kreises unter kreis-soest.de/breitband veröffentlicht.

6. Breitband-Forum Südwestfalen wird auf 2021 verschoben

Das für Anfang April 2020 geplante „6. Breitband-Forum Südwestfalen“ muss auf das nächste Jahr verlegt werden. Grund sind die Entwicklungen zum Coronavirus und die entsprechenden Vorgaben der Gesundheitsbehörden für Veranstaltungen.

Das 6. Breitbandforum Südwestfalen kann aufgrund der Corona-Pandemie nicht im April 2020 stattfinden und wird auf einen neuen Termin im Frühjahr 2021 verschoben.

Stefan Glusa, Geschäftsführer der TKG Südwestfalen: „Die Verlegung unseres jährlichen, beliebten Forums für Breitbandbeauftragte, Vertreter aus Verwaltungen, Politik und Gremienmitglieder, sowie alle Interessierten aus der Region, ist durch die Pandemie und entsprechende Vorgaben der Behörden leider unausweichlich. Wir bedanken uns für das Verständnis bei allen Teilnehmern und Referenten und freuen uns auf den neuen Termin im nächsten Jahr.“

Das 5. Breitband-Forum hatte im letzten Jahr das kommunale Straßenaufbruchmanagement im Zuge des Breitbandausbaus zum Thema. Den Schwerpunkt für das 6. Breitbandforum werden Glasfaser und 5G-Mobilfunk bilden. Über den neuen Termin im Frühjahr 2021 wird die TKG Südwestfalen rechtzeitig informieren.

Gefördertes Breitbandnetz in Freudenberg in Betrieb

Im Rahmen des flächendeckenden Breitbandausbaus im Kreis Siegen-Wittgenstein hat innogy Telnet das geförderte Netz in Freudenberg vollständig in Betrieb genommen. Dafür wurden neue Glasfaserkabel „bis zum Bordstein“ gelegt. Der Hausanschluss erfolgt über das bisherige Kupferkabel und bietet Übertragungsraten von bis zu 120 Megabit pro Sekunde im Download. Schulen, Industrieunternehmen und Gewerbebetriebe erhalten sogar Glasfaseranschlüsse bis ins Gebäude. Diese ermöglichen Downloadgeschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit.
Landrat Andreas Müller (Kreis Siegen-Wittgenstein) und Bürgermeisterin Nicole Reschke (Stadt Freudenberg) lassen sich von Achim Loos (innogy) das Breitbandnetz zeigen. (Foto: Kreis-Siegen-Wittgenstein)
Landrat Andreas Müller (Kreis Siegen-Wittgenstein, l.) und Bürgermeisterin Nicole Reschke (Stadt Freudenberg) lassen sich von Achim Loos (innogy) das neue Breitbandnetz zeigen. (Foto: Kreis-Siegen-Wittgenstein)
Landrat Andreas Müller freut sich, dass der flächendeckende Breitbandausbau in Siegen-Wittgenstein (wir berichteten) inzwischen nahezu abgeschlossen ist: „Als wir gesagt haben, wir bringen schnelles Internet praktisch bis in jedes Haus, waren viele sehr skeptisch. Hier in Freudenberg sind wir jetzt fertig. Dafür möchte ich mich bei unserem Ausbaupartner innogy ganz herzlich bedanken!“, so Müller: „Kreisweit werden wir in Kürze eine 98-Prozent-Abdeckung erreicht haben. Am Anschluss der letzten beiden Prozent arbeiten wir ebenfalls schon. Entsprechende Förderzusagen liegen uns vor. Diese zwei Prozent werden dann sogar die allerneuste Technik erhalten – nämlich Glasfaserhausanschlüsse.“
Auch Bürgermeisterin Nicole Reschke freut sich über die Inbetriebnahme und die Leistungsfähigkeit des neuen Netzes: „Highspeed-Internet ist für unsere Bürgerinnen und Bürger von großer Bedeutung und erhöht die Attraktivität von Freudenberg als Wohn- und Gewerbestandort nachhaltig. Heutzutage braucht man nicht nur einen guten Autobahnanschluss, den wir als Freudenberger schon lange haben – leistungsfähige Anschlüsse an die Datenautobahnen sind genauso unverzichtbar. Und die haben wir jetzt endlich bekommen!“
Durch den mit Bundes- und Landesmittel geförderten Breitbandausbau des Kreises wurden folgende Freudenberger Ortsteile an das Breitbandnetz angeschlossen: Bottenberg, Bühl, Büschergrund, Dirlenbach, Freudenberg, Hohenhain, Lindenberg, Niederheuslingen, Niederndorf, Oberfischbach, Oberheuslingen und Oberholzklau.
Für innogy bzw. Westnetz ist der Bau von Breitbandnetzen zwar Neuland, sagt Achim Loos, aber: „Unsere langjährige Erfahrung als Energieunternehmen im Ausbau der Strom- und Gasnetze setzen wir jetzt verstärkt auch beim Breitbandausbau ein und sind auch hier ein verlässlicher Partner der Kommunen. Wir freuen uns sehr, als Partner den Menschen in Freudenberg nun das schnelle Surfen im Internet ermöglichen zu können.“

In Freudenberg wurden elf Glasfaserverteilerschränke aufgestellt und 44 Multifunktionsgehäuse (MFG) an die Dateninfrastruktur des Glasfasernetzes angebunden. Zudem wurden 56 km Leerrohre verlegt sowie über 80 km Glasfaserkabel eingebracht und montiert. Für die Stadt bedeutet dieser Ausbau, dass jetzt etwa 3.000 Adressen bzw. Wohneinheiten neu und erstmals die schnelle Datenautobahn nutzen können.
Grundsätzlich können alle Anbieter das neue Netz nutzen, sofern sie bereits einen Vertrag mit dem Netzbetreiber geschlossen haben. Welche Anbieter aktuell bereits verfügbar sind, können Privat- und Geschäftskunden unter www.siegen-wittgenstein.de/Breitbandausbau nachlesen.

Erste geförderte Glasfaseranschlüsse im Kreis Soest aktiv

Am Mittwoch, den 15. Januar 2020 wurden im Kreis Soest symbolisch die ersten Glasfaseranschlüsse des geförderten Breitbandausbaus im3. Call des vom Bund und Land geförderten Breitbandausbaus aktiviert. Erster Kunde ist die Firma Panek Türen und Fenster im Gewerbegebiet Geseke-Ost.
Nehmen das geförderte Glasfasernetz in Betrieb (v.l.): Dr. Markus Tietmeyer (ateneKOM) Christoph Hellmann (Breitbandkoordinator Kreis Soest), Katharina Reiche (innogy Westenergie), Dr. Remco van der Velden (Bürgermeister Stadt Geseke), Carsten Lagemann (innogy TelNet), Landrätin Eva Irrgang (Kreis Soest) und Peter Panek, (Panek Türen und Fenster). Foto: TKG-SWF
„Der Kreis Soest gilt als Wegbereiter und Treiber des digitalen Wandels“ sagte Dr. Markus Tietmeyer, Regionalleiter NRW der atene KOM GmbH, dem Projektträger des Bundesförderprogramms: „Die Region Südwestfalen hat die richtige Entscheidung getroffen und frühzeitig eine Förderung für das Ausbauprojekt beantragt“. Landrätin Eva Irrgang ergänzte erfreut: „Während andere Regionen noch in der Papier- und Planungsphase stecken, können wir das Netz bereits sukzessiv einschalten. Damit ist ein wichtiger Meilenstein des interkommunalen Großprojekts Breitbandausbau im Kreis Soest erreicht, denn jetzt erhalten die ersten Kunden Highspeed-Internet“.
Breitbandkoordinator Christoph Hellmann betonte: „Der freie Markt hat in den unterversorgten Gebieten versagt, da sich der Ausbau nicht rentierte. Mit Hilfe von Fördermitteln haben wir daher zusammen mit den Kommunen eingegriffen und schaffen die nötigen Voraussetzungen für eine zukunftssichere Breitbandversorgung in der Region“.
Katherina Reiche, Vorsitzende der Geschäftsführung der innogy Westenergie, stellte die besondere Bedeutung einer breitbandigen Internetversorgung heraus: „Mit der modernen Informationsgesellschaft wird breitbandiges Internet immer wichtiger: Als Wachstumstreiber für den industriellen Mittelstand, für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und als Plattform für digitale Dienste in einer Kommune trägt es zur Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse bei“.
Das geförderte Glasfasernetz wird 6.462 unterversorgte Privatadressen und 761 Adressen von Gewerbebetrieben mit zukunftssicherer Glasfaser „Fiber to the Building“ (FTTB), bis in jedes Haus versorgen. Um dies alles im Fördergebiet auszuführen, müssen im Kreis Soest auf fast 600 Kilometern Tiefbauarbeiten, wovon schon fast die Hälfte gebaut ist, durchgeführt und weit über 1.500 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden. Diese Baumaßnahme kostet insgesamt rund 40,7 Mio. Euro. Damit sich der Ausbau für die innogy TelNet wirtschaftlich lohnt, werden rund 20,6 Mio. Euro Förderung zugesteuert. Diese wird anteilig vom Bund (10,3 Mio. Euro), vom Land (9,4 Mio. Euro) und aus dem Eigenanteil der Kommunen (800.000 Euro) aufgebracht. Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH hat das Förderverfahren mit fachlicher Beratung begleitet.

Ausschreibung 6. Call im Kreis Siegen-Wittgenstein läuft

Im Kreis-Siegen-Wittgenstein wurde die europaweite Ausschreibung im 6. Förderaufruf des Bundesförderprogramms Breitband gestartet. Es ist bereits die vierte kreisweite Ausschreibung im 6. Call aus der Region Südwestfalen.

Die Karte zeigt die gefördert zu versorgenden Anschlüsse im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein.
Die Karte zeigt die gefördert zu versorgenden Anschlüsse im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein.

Gegenstand der Ausschreibung ist die Beauftragung eines Unternehmens mit der Errichtung und dem Betrieb einer Breitbandinfrastruktur der nächsten Generation (Next Generation Access-NGA) in den noch unterversorgten Gebieten des Kreises Siegen-Wittgenstein (nachfolgend -Auftraggeber-). Das zu errichtende NGA-Netz muss eine Versorgung der im Ausbaugebiet ausgewiesenen unterversorgten Adressen und Gewerbegebiete mit einer Bandbreite von mindestens 1 Gbit/s symmetrisch gewährleisten. Insoweit die Errichtung und der Betrieb eines solchen NGA-Netzes im Ausbaugebiet nicht eigenwirtschaftlich abbildbar sind, ist der Auftraggeber bereit, dem privaten Telekommunikationsunternehmen einen einmaligen, nichtrückzahlbaren Investitionszuschuss zur Deckung seiner Wirtschaftlichkeitslücke zur Verfügung zu stellen (sog. Wirtschaftlichkeitslückenmodell).

Die vollständigen Ausschreibungsunterlagen können im Vergabeportal abgerufen werden:

Vergabenummer:  156101 80 0119
Vergabebezeichnung:  Breitbandausbau, DL-Konzession im Rahmen eines Wirtschaftlichkeitslückenmodells
Weitere Informationen:
https://www.breitbandausschreibungen.de/publicOverviewDetails/Ausschreibung/2065

Ablauf der Angebotsfrist ist der 06. April 2020 10:00 Uhr

28,1 Mio. Euro Ko-Finanzierung aus NRW für den Märkischen Kreis

Landrat Thomas Gemke und der Breitbandkoordinator des Märkischen Kreises, Sergej Rudsinski, nahmen am 18.12.2019 in Arnsberg einen Förderbescheid in Höhe von 28,1 Millionen Euro von Regierungspräsident Hans-Josef Vogel entgegen. Bis zum Ende des Jahres 2022 werden inklusive dieser Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen, rund 60,45 Millionen Euro Fördergelder in den leitungsgebundenen Breitbandausbau fließen. Bis zum Jahr 2025 sollen es insgesamt sogar ca. 126 Millionen Euro werden.
Landrat Thomas Gemke nahm von Regierungspräsident Hans-Josef Vogel den Förderbescheid entgegen im Beisein von Brietbankoordinator Sergej Rudsinski und Giovanni Lo Re, Leiter Geschäftsstelle Gigabit der Bezirksregierung Arnsberg. (Foto: MK, BRA)
„Absolut verdient“, betont Landrat Thomas Gemke. „Auch die Bewohner des Märkischen Kreises haben in Bezug auf schnelles Internet ein Anrecht auf gleichwertige Lebensverhältnisse. Es ist die höchste Fördersumme, die der Märkische Kreis je bekommen hat.“ Ohne die Förderkulisse und den Milliardensummen, die vom Bund und Land für den Breitbandausbau bereitgestellt werden, sei dies jedoch nicht möglich, wissen alle Beteiligten (wir berichteten).
In Südwestfalen und auch deutschlandweit ist es eines der größten Ausbauprojekte. Mit der Maßnahme werden die Anschlüsse von rund 44.650 privaten Haushalten sowie 30 Primär- und Sekundarschulen optimiert. Glasfaser wird über eine Strecke von rund 1.810 Kilometer verlegt.
Die nächsten Schritte: Nach der Vertragsunterschrift mit den zukünftigen Netzbetreibern im Januar, sollen die Förderflächen, Ausbaupläne und weitere wichtige Informationen zum Glasfaserausbau veröffentlicht werden. Eine Webseite mit einem Kartendienst wird in Kürze die häufigsten Fragen beantworten. Mehrere Informationsveranstaltungen werden vor Ort in den Wohngebieten angeboten. Zudem erhalten in Abhängigkeit von der Ausbaureihenfolge alle Immobilien-Eigentümer ein Anschreiben, um den Herstellungsauftrag zu erteilen.
Gute Nachrichten gibt es auch für Einzellagen außerhalb größerer Ortschaften, die bislang nicht berücksichtigt werden konnten. Der Bund stellt für 4.000 Privatadressen im Märkischen Kreis sowie für 58 Schulen, acht Krankenhäuser und rd. 2.200 Firmen-Anschlüsse in Gewerbegebieten weitere 30 Millionen Euro als Zuwendung für den Glasfaserausbau zur Verfügung. Die Fördermittel des Landes für den sogenannten 6. Call („weiße Flecken“) der Bundesförderung sind in Höhe von 27 Millionen Euro beantragt. Damit kann im nächsten Jahr die europaweite Ausschreibung gestartet werden.
Zusammen mit dem Glasfaserausbau in Gewerbegebieten (wir berichteten), der im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderprogramms des Landes NRW bereits im April 2020 abgeschlossen sein wird, fließen voraussichtlich bis zum Jahr 2025 geschätzt 126 Millionen Euro Fördergelder in den leitungsgebundenen Breitbandausbau. Der Weg dorthin war für die Verwaltung sehr aufwands- und zeitintensiv. Deshalb werden Landrat Thomas Gemke und die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kreis nicht müde, sich für Entbürokratisierung und Vereinfachung der Förderverfahren einzusetzen. Dennoch freuen sich alle Beteiligten, dass nun zumindest für den Ausbau in Wohngebieten alle bürokratischen Hürden genommen sind und nach der Vertragsunterschrift möglichst zügig mit dem Tiefbau begonnen werden kann. Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen unterstützt den Märkischen Kreis in allen Förderverfahren.