Weitere 22 Mio. Euro für Glasfaserausbau im Kreis Olpe

Der Kreis Olpe hat als erster Kreis in Südwestfalen eine weitere Förderzusage des Bundes für den Breitbandausbau mit Glasfaser in der Fläche im 6. Call des Bundesförderprogramms erhalten. Der Kreis ist damit erneut ein wichtiger Vorreiter beim geförderten Ausbau des schnellen Internets (wir berichteten).

Landrat Frank Beckehoff und seine Mitstreiter im Kreishaus freuen sich über die Nachricht aus Berlin, dass der Kreis Olpe auch im 6. Förderaufruf weitere Gelder für den flächendeckenden Breitbandausbau erhalten soll. „Insgesamt hat der Bund uns mehr als 22 Mio. Euro in Aussicht gestellt, um die nach dem derzeit bereits laufenden kreisweiten Netzausbau noch verbleibenden weißen Flecken mit schnellen Gigabit-Anschlüssen zu versorgen“, so der Landrat.

Rund 500 Unternehmen in 39 Gewerbegebieten sowie mehr als 1.400 Haushalte, deren Internetanschluss derzeit eine Übertragungsrate von weniger als 30 Mbit/s im Download liefert, sollen die zukunftssicheren Glasfaseranschlüsse bis ins Gebäude (FTTB/H) erhalten.

Bevor es aber an den Ausbau gehen kann, warten noch einige Formalitäten auf den Kreis mit seinem Breitbandkoordinator Martin Dornseifer. Die Bundesförderung deckt 50 Prozent der kalkulierten Gesamtkosten ab. Daher muss zunächst noch eine Zuwendung des Landes Nordrhein-Westfalen über rund 18 Mio. Euro beantragt werden. Die Städte und Gemeinden im Kreis Olpe wollen insgesamt rund 4 Mio. Euro als Eigenanteil beisteuern. Außerdem ist ein europaweiteres Vergabeverfahren durchzuführen, um einen geeigneten Netzbetreiber zu finden. „Aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung des geförderten Breitbandausbaus rechne ich damit, dass wir frühestens Ende 2020 die ersten Anschlüsse in Betrieb nehmen können“, so Frank Beckehoff. Mitte 2022 soll der Ausbau voraussichtlich abgeschlossen sein.

Der Breitbandausbau im Kreis Olpe wird mit Fördermitteln des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Kommunen im Kreis Olpe finanziert. Die kommunale Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen unterstützt und berät den Kreis Olpe bei den Förderverfahren.

Glasfaser-Ausbau im Hochsauerlandkreis beginnt

Am 16. April 2019 erfolgte der lang erwartete Start des geförderten Glasfaser-Ausbaus für 5.460 Haushalte, 8 Gewerbegebiete und 55 Schulen im Hochsauerlandkreis. Nachdem die abschließenden Förderbescheide von Bund und Land NRW vorliegen (wir berichteten) und der Vertrag mit dem ausführenden Unternehmen Telekom Deutschland GmbH am 28. August 2018 unterzeichnet wurde, kann der Ausbau für schnelles Internet in den Fördergebieten des Hochsauerlandkreises jetzt beginnen.

Zusammen mit Landrat Dr. Karl Schneider, Regierungspräsident Hans-Josef Vogel, Bürgermeistern und Ehrengästen erfolgte der erste Spatenstich. (Foto: TKG-SWF)

Der Auftakt fand im Gewerbepark Hochsauerland in Schmallenberg – Bad Fredeburg statt. „Für den Hochsauerlandkreis ist dieses, zusammen mit allen Kommunen durchgeführte Projekt eine richtungsweisende Maßnahme. Gerade der ländliche Raum darf bei der Investition in hochwertige Breitbandnetze zur Stärkung unserer Wirtschaft und zur Sicherung der Versorgung der Bürger nicht abgehängt werden“, freute sich Landrat Dr. Karl Schneider anlässlich des ersten Spatenstichs.

Der Bund fördert diese lnvestition mit rund 9,24 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen finanziert weitere 7,77 Millionen Euro und den Rest
von rund 1,47 Millionen Euro steuern die Kommunen als Eigenanteil zum Ausbau bei. Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH begleitet das gesamte Förderverfahren mit fachlicher Beratung. Der Breitbandausbau wird für alle Städte und Gemeinden vom Breitbandkoordinator des Hochsauerlandkreises zentral koordiniert.

Der geförderte Glasfaser-Hausanschluss wird kostenlos bis ins Haus gelegt. Voraussetzung ist die Zustimmung des Grundstückseigentümers, die unabhängig von einer Tarif- oder Produktbestellung ist. Der „Auftrag zur unentgeltlichen Herstellung eines Telekommunikationsnetzes“ für Grundstückseigentümer im Fördergebiet kann hier heruntergeladen werden.

5. Breitband-Forum Südwestfalen

Am 11. April 2019 fand das „Breitband-Forum Südwestfalen“ bereits zum fünften Mal mit rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Die kommunale Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen hatte hierzu alle Breitbandbeauftragten, Vertreter aus Bauämtern und Verwaltungen, Politik und Gremienmitglieder, sowie Interessierte aus der Region in die Fachhochschule Südwestfalen nach Meschede eingeladen.


Nachdem sich unser 4. Breitband-Forum im letzten Jahr den Themen DigiNetzG und Gigabitgesellschaft widmete, war das Schwerpunktthema 2019 auf Wunsch vieler Bauämter das kommunale Straßenaufbruchmanagement im Zuge des Breitbandausbaus.

Wo der Netzausbau nicht schon auf Hochtouren läuft, wird er in vielen südwestfälischen Kommunen in den nächsten Monaten beginnen. Alle wollen „schnelles Internet“ – gleichzeitig sind aber auch intakte Straßen, Wege und Plätze wertvoll. Verkehrswege und -flächen können rund die Hälfte des gesamten Vermögens einer Stadt, bzw. Gemeinde ausmachen. Beim Ausbau neuer Kommunikationsnetze muss in die vorhandene Bausubstanz oft erheblich eingegriffen werden. Alternative oder mindertiefe Verlegeverfahren bieten Chancen und Risiken, die unvoreingenommen diskutiert werden sollen.

Der Workshop des Breitbandbüros des Bundes befasste sich unter anderem mit folgenden Themen:

  • Ziele und Leitlinien für ein kommunales Straßenaufbruchmanagement beim Breitbandausbau
  • Checkliste für die Ausführung und Überwachung von Straßenaufbrüchen und Qualitätssicherungsmaßnahmen
  • Erfassung und Verwaltung von Straßenaufbrüchen mittels EDV/GIS/GPS
  • Erkennen von baulichen Defiziten und deren Bewertung/Aufbruchkontrolle
  • Überwachung von Gewährleistungsfristen
  • Strategien zur Vermeidung von Folgeschäden im Zuge des Netzausbaus
  • Häufige Streitfälle und Lösungsvorschläge
  • Beispiele aus der Praxis

Hier können Sie die Folien und weitere Unterlagen zur Veranstaltung herunterladen (ZIP-Datei, 26,2 MB)
Hinweis: Das Passwort haben alle Teilnehmer/innen mit separater Mail erhalten.

 

Ausbau-Zeitplan im Kreis Siegen-Wittgenstein aktualisiert

In einer Rekordzeit von nur 14 Monaten sollte der geförderte Breitbandausbau im Kreis Siegen-Wittgenstein eigentlich bis Mai 2019 abgeschlossen werden (wir berichteten). Wie die Kreisverwaltung jetzt mitteilt, werden bis zum Ende des zweiten Quartals 2019 mit 5.880 Adressen im Ausbaugebiet etwa 55 Prozent der vorgesehenen Anschlüsse an das schnelle Breitbandinternet fertig sein. Alle weiteren Anschlüsse erfolgen bis zum Jahresende. Von der Verzögerung sind rund 1.824 Adressen betroffen.

Die Bauarbeiten für schnelles Internet im Kreisgebiet dauern noch an. (Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein)

Die Deutsche Telekom geht davon aus, dass sie in ihrem Ausbaugebiet (Siegen, Netphen, Burbach, Neunkirchen und Wilnsdorf) termingerecht zum Ende des zweiten Quartals alle 2.725 Adressen angeschlossen haben wird. Davon werden 233 Adressen echte Glasfaserhausanschlüsse erhalten.

In den anderen Kommunen des Kreises ist Innogy TelNet Vertragspartner. Hier ist das Bild differenzierter. Im letzten Jahr konnten innerhalb von acht Monaten ca. 110 km Leerrohranlagen errichtet werden, sodass von den 7.881 Adressen bis Ende des zweiten Quartals rund 3.155 an das Breitbandnetz angeschlossen sein werden – knapp 40 Prozent. Das sind vor allem Adressen in der Freudenberger Kernstadt und den Stadtteilen Hohenhain und Büschergrund, sowie in Erndtebrück und den Erndtebrücker Ortsteilen Zinse, Röspe, Womelsdorf und Birkelbach. Die meisten Adressen werden das schnelle Internet über ihre bisherigen Kupferkabelanschlüsse nutzen können. Es werden aber auch 44 Glasfaserhausanschlüsse in Birkelbach und Erndtebrück hergestellt. Ebenfalls bis Ende des zweiten Quartals werden 146 Adressen in Hilchenbach-Vormwald und -Hadem an das schnelle Breitbandinternet angeschlossen.

Weitere 2.902 Adressen im Ausbaugebiet von innogy folgen bis Ende des dritten Quartals. Hierzu gehören noch einmal über 600 Adressen in Freudenberg (536 Kupfer- und 86 Glasfaserhausanschlüsse), 42 Glasfaserhausanschlüsse in Mittel- und Oberhees, 214 Kupfer- und 177 Glasfaseranschlüsse in verschiedenen Erndtebrücker Ortsteilen, 618 Kupfer- und 14 Glasfaserhausanschlüsse in verschiedenen Bad Berleburger Stadtteilen, 1.183 in verschiedenen Bad Laaspher Stadtteilen (davon 36 Glasfaserhausanschlüsse) und 29 Anschlüsse über Kupferkabel in Hichenbach-Lützel. Wie der Zeitplan für alle Ortschaften im Detail aussieht, will Innogy bis Mitte März auf seiner Homepage darstellen.

Seit Mitte April 2018 wurden bereits viele Kilometer neuer Leitungen verlegt. (Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein)

Landrat Andreas Müller ist über die Verzögerungen zwar nicht glücklich, erkennt aber auch an, dass Entwicklungen den Zeitplan beeinträchtigen, die innogy nur bedingt oder zum Teil auch gar nicht beeinflussen kann. So sollen z.B. etliche Trassenabschnitte mit anderen Versorgern gemeinsam ausgebaut werden, um mehrfaches Aufreißen von Straßen zu vermeiden. Hier kommt es aber zuweilen zu Verzögerungen durch die notwendige Koordination. Auch die Bearbeitung von Anträgen zur Kreuzung von Bahndämmen dauert länger als anzunehmen war. Die Bearbeitungsdauer für die Mitbenutzung von Straßengelände ist zurzeit erheblich länger als in der Vergangenheit, weil momentan an sehr vielen Stellen gleichzeitig gebaut wird. Auch die Beantwortung von Anfragen, ob Kampfmittel in einem Bauabschnitt zu erwarten sind, nimmt mehr Zeit in Anspruch. Zudem sind an zahlreichen Stellen für den Bau Felsbohranlagen nötig, die aktuell auf dem freien Markt nur mit einer gewissen Vorlaufzeit zu erhalten sind. Unterm Strich werden Ende des Jahres dann aber rund 97 Prozent aller Adressen in Siegen-Wittgenstein über einen schnellen Breitbandanschluss verfügen. Für die restlichen drei Prozent erarbeitet die Kreisverwaltung derzeit den Förderantrag für ein neues Bundesprogramm, das auch den Anschluss dieser oft einzeln gelegenen Häuser ermöglichen wird.

Zwischenbilanz zu Mobilfunk- und Gigabitausbau in Südwestfalen

Am 2. Februar 2019 stellte Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart in Düsseldorf eine erste Zwischenbilanz zum Mobilfunkpakt und Gigabit Masterplan vor. Im vergangenen Sommer hatte die Landesregierung gemeinsam mit den beteiligten Telekommunikationsunternehmen und Netzbetreibern Verabredungen zum Ausbau der Mobilfunk- und Gigabitversorgung getroffen. Aktuell sind 99 Prozent der Haushalte in Nordrhein-Westfalen durch mindestens einen Anbieter mit schnellem Mobilfunk der vierten Generation (LTE) versorgt. Das Ziel des NRW-Mobilfunkpaktes werde damit bereits rund drei Jahre eher erreicht, als es der Bund auf Länderebene vorsieht.

Auch in Südwestfalen ging es in Sachen Mobilfunkausbau deutlich voran: „Im 2. Halbjahr 2018 gab es insgesamt 76 neue LTE-Mobilfunktstationen von Telekom, Vodafone und Telefónica in der Region“, erklärt Stefan Glusa, Geschäftsführer der kommunalen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen. „Spitzenreiter ist der Märkische Kreis mit 39 neuen Stationen, gefolgt vom Kreis Soest mit 15 und dem Hochsauerlandkreis mit 12. In Siegen-Wittgenstein kamen sechs und im Kreis Olpe vier hinzu. Im Zuge des Ausbaus konnten viele „weiße Flecken“ beseitigt werden. Auch an den Hauptverkehrswegen, zum Beispiel der Autobahn A46 wurden Versorgungslücken geschlossen.“

Mit dem Mobilfunkpakt haben das Land NRW und die Mobilfunknetzbetreiber festgelegt, insgesamt 99 Prozent der Haushalte in NRW bis Ende 2019 mit verlässlicher Sprachtelefonie und schnellem mobilen Internet zu versorgen. Darüber hinaus sollen 1.350 LTE-Basisstationen bis Sommer 2021 neu errichtet und weitere 500 bestehende aufgerüstet werden, um die Versorgung in der Fläche zu verbessern. Alleine im zweiten Halbjahr 2018 wurden in ganz NRW mehr als 100 LTE-Basisstationen neu errichtet und mehr als 950 auf LTE umgerüstet. Für das Jahr 2019 sieht die Planung der Mobilfunknetzbetreiber die Neuerrichtung von rund 400 LTE-Basisstationen sowie die Aufrüstung von mehr als 1.200 Basisstationen auf LTE vor.

 

Die Versorgungskarte zeigt alle neuen und bestehenden LTE-Standorte der Netzbetreiber in Südwestfalen im 2. Halbjahr 2018. (Quelle: MWIDE.NRW, Grafik: TKG-SWF)

Für den Ausbau flächendeckender gigabitfähiger Netze bis 2025 haben das Land NRW, die führenden Netzbetreiber und die Branchenverbände einen Gigabit Masterplan vereinbart: Bis 2022 sollen alle Gewerbegebiete und Schulen angeschlossen sein. Aktuell verfügen in NRW erst 16 Prozent der Schulen, neun Prozent der Gewerbegebiete vollständig und 17 Prozent teilweise über Glasfaseranschlüsse. In Südwestfalen sind es jeweils weniger als zehn Prozent, weiß Glusa: „Die Breitbandkoordinatoren der Kreise, die Breitbandbeauftragten der Kommunen in Südwestfalen und wir sind hoch motiviert, uns weiterhin um die Verbesserung des Ausbaus zu kümmern.“ Dabei helfen sollen auch Beratungs- und Förderangebote des Landes: Geförderte und eigenwirtschaftliche Ausbauplanungen sollen eine Glasfaserversorgung von 37 Prozent der Gewerbegebiete und mehr als 60 Prozent der Schulen in NRW bis Ende 2020 sicherstellen.

Mitte 2018 verfügten 88,3% der NRW-Haushalte über Internetanschlüsse mit mindestens 50 Mbit pro Sekunde. Stefan Glusa erläutert: „In Südwestfalen gab es Mitte 2018 im Durchschnitt für 77,8% der Haushalte schon mehr als 50 Mbit/s. Der Hochsauerlandkreis liegt mit zuletzt 87,3% deutlich über diesem Durchschnittswert, was für den flächengrößten Kreis in NRW bemerkenswert ist. Es folgen der Kreis Soest mit 81,1% und der Kreis Siegen-Wittgenstein mit 79,7%. Besonders erfreulich ist das sehr dynamische Wachstum im Kreis Olpe um mehr als 12 Prozentpunkte auf 70,3%, im Märkischen Kreis um sieben Prozentpunkte auf 70,6%.“

Der Breitband-Atlas zeigt die Breitbandverfügbarkeit mit mindestens 50 Mbit/s in % der Haushalte in Südwestfalen. (Quelle: Gigabit.NRW, TÜV Rheinland, Grafik: TKG-SWF)

Nach Abschluss der laufenden Ausbauprojekte sollen 98 Prozent der NRW-Haushalte über Internet mit mindestens 50 Mbit/s verfügen. Dieses Ziel wird auch in Südwestfalen angestrebt: Für die restlichen „weißen Flecken“ werden noch weitere Fördermittel in Millionenhöhe beantragt, sofern diese Gebiete förderfähig sind. Viele Haushalte liegen allerdings in sogenannten „grauen Flecken“, die derzeit nicht gefördert werden dürfen. „In solchen, grundsätzlich nicht unrentablen Gebieten warnen wir davor, eine Subventionskultur zu etablieren. Hier bleiben in erster Linie die TK-Anbieter verantwortlich, mittel- und langfristig ihren eigenwirtschaftlichen Ausbau weiterhin ausreichend vorzunehmen“, ist Glusa überzeugt.

Verzögerung der Förderverfahren im MK

Bereits 2017 hat der Märkische Kreis gemeinsam mit seinen Städten und Gemeinden einen erfolgreichen Förderantrag zum Breitbandausbau in Wohngebieten gestellt (wir berichteten). Seitdem kämpfen sich die Verantwortlichen durch einen wahren bürokratischen „Dschungel“ an in den Förderrichtlinien penibel vorgegebenen und streng kontrollierten Verfahrensschritten: Voraussetzung für eine Förderung sind Markterkundungsverfahren, Interessenbekundungsverfahren und Teilnehmerwettbewerb, denen sich Bietergespräche und schließlich das eigentliche Vergabeverfahren selbst anschließen. Dabei wird unter den kritischen Augen der Aufsichtsbehörden nicht nur sorgfältig auf die rechtssichere Durchführung jedes einzelnen dieser Verfahrensschritte geachtet; zwischen den einzelnen Schritten müssen auch jeweils mehrwöchige oder zum Teil monatelange Fristen eingehalten werden. Erschwerend kam hinzu, dass dazu zum Teil noch nachträgliche Ausbaupläne von Netzbetreibern so reguliert werden mussten, dass nicht das gesamte Förderverfahren für den Märkischen Kreis gefährdet wird.

Ein langer Weg ist es, bis die geförderte Verlegung von Leerrohren und Glasfaserkabeln im Märkischen Kreis beginnen kann. (Symbolbild: TKG-SWF)

Ein wesentlicher Grund für die Verzögerung sind die komplizierten Breitband-Förderprogramme- und -verfahren: Landrat und Bürgermeister haben deshalb darüber auch schon wiederholt ihren Unmut kund getan und die Verantwortlichen in Land und Bund aufgefordert, bürokratische Hürden für einen möglichst raschen Ausbau schneller Breitbandverbindungen abzubauen. „Schnelles Internet gehört heute unzweifelhaft zur Daseinsvorsorge. Schnelle Internetverbindungen sind zudem aber auch wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit unserer märkischen Unternehmen“, so Landrat Thomas Gemke, der sich mit den Bürgermeistern der Städte und Gemeinden für schnelles Internet im Märkischen Kreis einsetzt. Unterstützt werden der Kreis und die Kommunen dabei von der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen.

Viel Zeit hat zudem eine komplette Neuregelung der Förderbedingungen durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Juli 2018 gekostet: Grund war eine Verbesserung der Versorgungsqualität. Ursprünglich zielte die Förderkulisse des Bundesförderprogramms in Wohngebieten auf das Verlegen von Glasfaser bis zum Verteilkasten ab. Durch die Novelle ist unter anderem die mögliche Fördersumme verdoppelt worden, sodass die Ausschreibung auf Grundlage der bis dato schnellsten Übertragungstechnik fortgeführt wurde. Der Ausbau für alle Haushalte in den förderfähigen Wohngebieten des MK kann dadurch direkt mit einem Glasfaser-Anschluss bis ins Gebäude erfolgen. Für die Hauseigentümer stehen damit nach dem Ausbau sowohl im Download als auch im Upload Übertragungsgeschwindigkeiten von 1.000 Mbit/s und mehr zu Verfügung. Der Glasfaser-Anschluss bis zum Gebäude ist im Rahmen des Bundesförderprogramms kostenfrei. Dies ermöglicht eine zukunftssichere Breitbandversorgung vieler Bürgerinnen und Bürger im Märkischen Kreis; der Preis dafür ist aber eben auch eine weitere Verzögerung der Ausbaugeschwindigkeit.

Inzwischen ist aber ein Großteil des Förderverfahrens abgeschlossen. Die Verantwortlichen der Kreisverwaltung rechnen damit, dass das Vergabeverfahren bis Mitte dieses Jahres erfolgreich abgeschlossen sein wird. Dem schließen sich dann umfassende Tiefbaumaßnahmen in einem Umfang von rd. 950 km für mehr als 45.000 unterversorgte Haushalte im Kreisgebiet an. Diese werden entsprechend der vorhandenen Ausbaukapazitäten der Tiefbauunternehmen voraussichtlich bis zum Jahr 2022 andauern. Eine Webseite mit kartographischer Darstellung der Fördergebiete und Informationen zum Ausbaustatus werden nach dem endgültigen Förderbescheid veröffentlicht. Insgesamt werden 60 Mio. Euro in den Breitbandausbau in Wohngebieten investiert; dies macht das Projekt zu einer der bislang teuersten Ausschreibungen der Kreisverwaltung.

Schneller geht es beim geförderten Glasfaserausbau in Gewerbegebieten (wir berichteten). Die Planungen mit den kommunalen Tiefbauämtern sind abgestimmt und befinden sich in der Umsetzung. Entlang der B 54 in Meinerzhagen sind die Tiefbau‐Vorarbeiten für den Glasfaser‐Gebäudeanschluss erledigt, lediglich die Arbeiten auf dem Grundstück der Gewerbetreibende sind noch offen und erfolgen nach Zustimmung des Eigentümers und Vertragsabschluss. Die Schreiben zur Herstellung der schnellen Internetanschlüsse werden in den nächsten Wochen auf dem Postweg zugestellt. Die Planungen der Telekom Deutschland sehen vor, die Gewerbegebiete bis spätestens zum Jahr 2020 mit Glasfaser zu erschließen. Die Tiefbauarbeiten werden als nächstes in Altena und Kierspe fortgesetzt, um dort Glasfaserleitungen zu verlegen.

Mitteilungen zur Unterversorgung können den jeweiligen kommunalen Ansprechpartnern für den Breitbandausbau übermittelt werden oder bei der zentralen E‐Mail‐Adresse des Märkischen Kreises: breitband@maerkischer-kreis.de

Aktuelle Meldungen aus dem 4. Quartal 2018

Starkes Jahresendgeschäft bei der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen (TKG-SWF): Im letzten Quartal 2018 war bei uns viel los. Für alle, die zwar unser Blog lesen, aber uns leider (noch) nicht auf Twitter folgen, haben wir im Folgenden einige ausgewählte Meldungen zu Veranstaltungen aus den letzten drei Monaten des Jahres 2018 kompakt zusammengefasst und unsere entsprechenden Tweets dazu verlinkt.

Das Breitband-Know-how aus Südwestfalen war unter anderem auf Konferenzen, in Vorträgen und bei Diskussionsrunden gefragt. Gleichzeitig eine gute Gelegenheit, den Blick auch auf Aktivitäten in den Nachbarkreisen und -Regionen zu werfen und sich mit anderen Kommunen und Initiativen auszutauschen.

Eine dieser bemerkenswerten, privaten Initiativen ist seit Jahren das FTTH-Blog von Carlo Notz, den wir im Oktober beim Breitband-Dialog von Gigabit.NRW in Düsseldorf trafen. Bürgerschaftliches Engagement kann entscheidend dazu beitragen, die Akzeptanz und das Verständnis für diese Technologie zu stärken und damit das Internet der Zukunft schon heute verfügbar zu machen. Im Blog sind dazu Leitfäden und interessante Berichte aus der Praxis für die Praxis gesammelt.

Weiter ging es Ende Oktober beim Broadband World Forum, das 2018 sein 18-jähriges Bestehen feierte und nach eigenen Angaben die weltweit größte und wichtigste Veranstaltung für die globale Breitbandbranche ist. Die Veranstaltung zieht jährlich mehr als 5.000 Teilnehmer aus der ganzen Welt an und ist  Treffpunkt von Betreibern, Technologieanbietern, OTT-Anbietern, Mitarbeitern des öffentlichen Sektors und der Wissenschaft.

In Düsseldorf fand am 26. Oktober die Digitalkonferenz.NRW als zentrale Veranstaltung zur Digitalstrategie der Landesregierung statt. Mit mehr als 500 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft diskutierten wir u.a. mit Minister Prof. Pinkwart über die Strategie für das digitale Nordrhein-Westfalen.

Auch beim Landkreistag NRW beschäftigten wir uns mit den Themen Digitalisierung und Breitbandausbau bei einer gemeinsamen Sitzung mit dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) in Düsseldorf. Die Telemark lieferte dort einen interessanten Beitrag zum Thema Glasfaseranbindung von Schulen.

Der November begann mit einer Expertenrunde der kommunalen Spitzenverbände beim BMVI in Berlin zum Thema „Alternative Verlegetechniken für den schnellen Breitbandausbau“.

Beim 23. Breitband-Forum der Medienakademie ging es in diesem Jahr vor allem um flächendeckende Mobilfunknetze und 5G, u.a. auch zwischen „Hückeswagen und Brilon“.

Einen schönen Beitrag zu den Fortschritten des Netzausbaus und ein Interview mit unserem Geschäftsführer druckte das WOLL-Magazin in der Winter-Ausgabe 2018 für Arnsberg und Sundern.

In Brüssel wurden die jährlichen Broadband-Awards vergeben, beide deutschen Finalisten gingen allerdings leer aus. Auf der anschließenden Konferenz konnten wir mit Vertretern der EU Kommission spannende Themen diskutieren, u.a. den neuen Code for European Electronic Communications, den Start des Connecting Europe Broadband Fund (CEBF), die WiFi4EU Initiative, und andere Werkzeuge zur Erreichung der strategischen Ziele der Gigabit Society 2025.

Besonders gefreut haben wir uns, dass die EU mit dem Programm WiFi4EU in Brilon, als erster Kommune in Südwestfalen, freies WLAN fördert. Weitere sollen folgen.

Mit Vertretern unserer drei Industrie- und Handelskammern aus Südwestfalen trafen wir uns bei der Gigabit-Geschäftsstelle der Bezirksregierung Arnsberg.

Die BREKO Jahrestagung 2018 brachte viele erfolgreiche Gespräche, Networking und hochkarätige Referenten. Minister Scheuer eröffnete die Tagung und sprach sich für mehr Glasfaser aus.

Im Dezember hatte die Gigabit-Geschäftsstelle der Bezirksregierung Arnsberg die Breitbandkoordinatoren zu einem vorweihnachtlichen Jour fixe zur Wirtschaftsförderung nach Dortmund eingeladen.

Kurz darauf fand auch der letzte Breitband-Dialog im Jahr 2018 von Gigabit.NRW in Düsseldorf statt. Aus Südwestfalen wurde ein hilfreiches Excel-Tool für Förderanträge von Gewerbegebieten vorgestellt.

Anlässlich ihrer gemeinsamen 12. Arbeitskreissitzung versammelten sich Breitbandkoordinatoren und TKG-SWF Geschäftsführer unter dem Weihnachtsbaum und blickten auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück.

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Spatenstich für Gewerbe-Glasfaser im MK

Der Breitbandausbau in vielen Gewerbegebieten im Märkischen Kreis schreitet voran. Offizieller Auftakt dafür war am 12.10.2018 der symbolische Spatenstich durch Landrat Thomas Gemke in Meinerzhagen.

Erster Spatenstich für Glasfaser in Gewerbegebieten: v.l. Kevin Gierzewski, Artur Hahn (Deutsche Telekom), Landrat Thomas Gemke, Bürgermeister Jan Nesselrath, Sergej Rudsinski (Breitbandkoordinator MK), Stefan Glusa (Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen) und Reinhard Rohleder (Deutsche Telekom). Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

„Ich freue mich, dass die Arbeiten im Kreisgebiet nun starten. Dreieinhalb Jahre nach dem Grundsatzbeschluss des Kreistages von 2015 kann der Bau endlich beginnen“, sagt Landrat Thomas Gemke. „Schnelle Internetverbindungen sind für Firmen essentiell wichtig und ein unverzichtbarer digitaler Standortvorteil.“ Als „guten Tag“ für Meinerzhagen und die ganze Region bezeichnete Meinerzhagens Bürgermeister Jan Nesselrath den symbolischen ersten Spatenstich. 

Durch das regionale Wirtschaftsförderungsprogramm (RWP) des Landes Nordrhein-Westfalen werden 940 Unternehmen mit Gigabit-Anschlüssen versorgt. Die schnellen Anschlüsse kosten 7,7 Millionen Euro, insgesamt werden rund 260 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Der Glasfaserausbau wird mit rd. 4,3 Millionen Euro vom Land NRW unterstützt, der Märkische Kreis trägt einen Eigenanteil von 1,1 Millionen Euro und den Rest die Deutsche Telekom, die nach einer europaweiten Ausschreibung den Auftrag erhalten hat (wir berichteten).

Derzeit werden die Planungen mit den jeweiligen kommunalen Tiefbauämtern abgestimmt. Die Ausbauarbeiten werden noch in diesem Jahr beginnen und sollen bis zum Frühjahr 2020 abgeschlossen sein. Beeinträchtigungen für die Anwohner und Firmen durch die Bauarbeiten sollen so gering wie möglich ausfallen.  Als nächstes wird der Anschluss in Altena-Rahmede erfolgen.

Weitere Infos:

https://www.radio-mk.de/nachrichten/lokalnachrichten/single/article/start-fuer-schnelles-internet-im-maerkischen-kreis/

https://www.come-on.de/kreis-mk/schnelles-internet-industrie-privathaushalte-10322222.html

Ausschreibung für Glasfaser in Gewergebieten im HSK

Der Hochsauerlandkreis hat die geförderte Versorgung mit Glasfaser für zehn Gewerbegebiete ausgeschrieben.

Es handelt sich um eine Förderung nach dem Sonderaufruf Gewerbegebiete des Bundesförderprogramms Breitband für Gewerbegebiete in Olsberg Assinghausen, Meschede Freienohl (Brumlingsen), Meschede Remblinghausen, Brilon Madfeld, Brilon Bremecketal, Winterberg Züschen, Winterberg, Winterberg Siedlinghausen, Eslohe Bremke und Eslohe Cobbenrode.

Abgabefrist für Angebote ist der 28.11.2018.

Die Ausschreibung ist zu finden unter https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYY6J/de/overview

Glasfaserausbau im Kreis Soest gestartet

Der geförderte Breitbandausbau im Kreis Soest geht in die operative Phase. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat Landrätin Eva Irrgang am 22. August 2018 um 10 Uhr in Soest-Röllingsen den Startschuss für die zukünftige digitale Entwicklung des Kreises Soest gegeben. „Der Kreis hat eine Mammutaufgabe gestemmt und seine Ziele erreicht. Jetzt sind Kommunen, Unternehmen und Bürger am Zug“, zeigte sich die Chefin der Kreisverwaltung zufrieden mit dem bisherigen Projektverlauf.

Landrätin Eva Irrgang und Bernd Böddeling, Bereichsvorstand Kommunen und Beteiligungen innogy SE, feierten zusammen mit Bürgermeistern, kommunalen Vertretern, Politikern und Repräsentanten verschiedener Unternehmen den symbolischen ersten Spatenstich für den Breitbandausbau im Kreis Soest. Mit dabei waren auch Hans-Josef Vogel, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Arnsberg, Bundestagsabgeordneter Hans-Jürgen Thies, sowie die beiden Landtagsabgeordneten Heinrich Frieling und Jörg Blöming.

Landrätin Eva Irrgang, Breitbandkoordinator Christoph Hellmann sowie Bernd Böddeling, Bereichsvorstand Kommunen und Beteiligungen der innogy SE und dessen Projektleiter Heiko Grebe stellten den geladenen Gästen vor Ort die konkreten Ausbaupläne vor. 10.071 Haushalte im Kreis Soest sollen mit zukunftssicherer Glasfasertechnologie bis an das Haus (FTTB – Fiber to the Building) versorgt werden. Der Kreis Soest setzte damit als erster Kreis bundesweit auf diese zukunftsfähige Glasfaser-Technologie.
Landrätin Eva Irrgang zeigte sich zufrieden mit dem bisherigen Projektverlauf und nahm gleichzeitig Kommunen, Bürger und Telekommunikationsunternehmen in die Pflicht: „Der Kreis hat eine Mammutaufgabe gestemmt und seine Ziele erreicht. Nachdem wir von den Kommunen die Aufgabe übertragen bekommen haben, die Breitbandversorgung zu verbessern, hat der Kreis Soest erfolgreich den gemeinsamen Förderantrag gestellt, die Fördermittel von Bund und Land akquiriert und in einer europaweiten Ausschreibung mit der innogy TelNet GmbH ein Unternehmen gefunden, das in unseren unterversorgten Gebieten ein leistungsfähiges Netz aufbaut und betreibt. Die konkrete Umsetzung findet jetzt in den Kommunen statt, mit denen der Bauherr innogy nun den Ausbau gemäß den Bedürfnissen vor Ort weiter vorantreibt. Außerdem sind jetzt weitere Telekommunikationsunternehmen gefragt, Glasfaser-Internetprodukte über dieses Netz zu vertreiben, damit Endkunden zwischen verschiedenen Anbietern wählen können. Und natürlich hoffe ich, dass nun auch möglichst viele Bürgerinnen und Bürger die Chance nutzen und sich für einen zukunftsfähigen Glasfaser-Hausanschluss entscheiden.“

Landrätin Eva Irrgang (vorne Mitte) und Bernd Böddeling (9. v. l.), Bereichsvorstand Kommunen und Beteiligungen innogy SE, feierten zusammen mit Bürgermeistern, kommunalen Vertretern, Politikern und Repräsentanten verschiedener Unternehmen den symbolischen ersten Spatenstich für den Breitbandausbau im Kreis Soest. Mit dabei waren auch Hans-Josef Vogel, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Arnsberg, Bundestagsabgeordneter Hans-Jürgen Thies, sowie die beiden Landtagsabgeordneten Heinrich Frieling und Jörg Blöming. (Foto: TKG-SWF)

Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2020 abgeschlossen sein. 96 Prozent der Haushalte im Kreis Soest haben dann eine Anschlussqualität von mindestens 50 Mbit/s im Download, 12 Prozent davon mit Glasfaser bis zum eigenen Keller. Für die übrigen vier Prozent zeigte sich Christoph Hellmann, Breitbandkoordinator beim Kreis, optimistisch: „Wir verfolgen aktuell zwei Ansätze – den privatwirtschaftlichen Ausbau und den geförderten Ausbau. Mit dem geförderten Ausbau durch innogy rücken besonders abseits gelegene Haushalte näher an Glasfaserkabel heran. Für innogy und andere Telekommunikationsunternehmen steigen damit die Anreize, auch diese anzubinden. Außerdem hat die Bundespolitik erkannt, dass den Menschen das Thema unter den Nägeln brennt und hat deshalb weitere Förderprogramme mit deutlich schnelleren Antragsverfahren auf den Weg gebracht. Die dafür notwendige Markterkundung haben wir für den ganzen Kreis Soest schon angestoßen. Nach der Datenauswertung werden wir das Ergebnis den Kommunen vorstellen und gehen davon aus, dass wir uns anschließend wieder mit einem gemeinsamen kreisweiten Antrag am Förderverfahren beteiligen.“

„Mit der modernen Informationsgesellschaft wird breitbandiges Internet immer wichtiger. Auch um webbasierte Services und Anwendungen nutzen zu können, braucht es leistungsstarke und zuverlässige Verbindungen“, sagte innogy-Bereichsvorstand Bernd Böddeling und ergänzte: „Der Breitbandausbau im Kreis Soest ist ein wichtiges Projekt für uns und die Region. Rund 625 Kilometer neue Glasfaser-Verbindungen werden in den kommenden Monaten in die Erde gebracht. Das entspricht in etwa der Strecke von Soest bis Prag.“

Der Bund fördert die Investition mit rund 10,3 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen finanziert weitere 9,5 Millionen Euro und den Rest von rund 800.000 Euro steuern die Kommunen als Eigenanteil zum Ausbau bei. Bürgerinnen und Bürger mit Fragen zum Thema Breitbandausbau werden gebeten, sich zunächst auf der Seite www.kreis-soest.de/breitband zu informieren. Der Kreis aktualisiert hier laufend eine FAQ-Liste mit den momentan wichtigsten Fragen und Antworten. Zur Förderung steht Breitbandkoordinator Christoph Hellmann unter der Mail-Adresse christoph.hellmann@kreis-soest.de Rede und Antwort.