Erste Markterkundungen für bessere Mobilfunkversorgung in Südwestfalen laufen

Die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft des Bundes (MIG) führt derzeit bundesweit die ersten Markterkundungsverfahren durch, um eigenwirtschaftliche Ausbaubekundungen der Mobilfunknetzbetreiber und Standortbetreiber abzufragen.
Die Markterkundungen laufen vom 04.05.2021 bis 30.06.2021 und richten sich auch an Unternehmen, die über geeignete Glasfaserinfrastrukturen zur Anbindung der geförderten Mobilfunkstandorte verfügen oder den Bau solcher Glasfaserinfrastrukturen planen.

Die beiden aktuellen Markterkundungen betreffen Gebiete im Arnsberger Wald (Hochsauerlandkreis, Kreis Soest) und in Bad Laasphe, Hesselbach (Kreis Siegen-Wittgenstein) (Quelle: MIG)

Ausbaubekundungen zu den veröffentlichten Gebieten sind innerhalb der Stellungnahmefrist von acht Wochen elektronisch an die MIG zu senden. Weitere Infos unter: https://netzda-mig.de/markterkundung

Mit dem Förderprogramm wird das Ziel der flächendeckenden Versorgung mit Sprach- und breitbandigen Datendiensten des öffentlichen Mobilfunks mit mindestens 4G verfolgt.
In einem Open-Access-Modell werden der Bau, die Erschließung und die laufenden Ausgaben für die Bereitstellung von Mobilfunkstandorten in solchen Gebieten gefördert, in denen dies bislang und auch zukünftig nicht durch die privatwirtschaftlichen Mobilfunknetzbetreiber erfolgt.

Die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft mbH (MIG) wurde zum 12.01.2021 mit Sitz in Naumburg (Saale) gegründet. Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur setzt sie die Förderrichtlinie „Mobilfunkförderung“ um.
Die kommunale TelekommunikationsGesellschaft Südwestfalen mbH (TKG-SWF) sorgt im Auftrag der fünf südwestfälischen Kreise unter anderem für die Mobilfunkkoordination und Unterstützung von 5G-Ausbau und 5G-Anwendungen in der Region.

Rund 100 Potenzialgebiete für eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau in Südwestfalen

Auf Basis der aktuellen Versorgungsdaten des GigabitAtlas.NRW (Stand November 2020) hat das Kompetenzzentrum Gigabit.NRW so genannte „Potenzialgebiete“ identifiziert, visualisiert und im Mai 2021 veröffentlicht.

In diesen Gebieten befinden sich Adressen mit einer perspektivischen Versorgung von weniger als 100 Mbit/s bzw. 400 Mbit/s, für die insbesondere eine Forcierung des eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbaus anzustreben ist. Nachfolgende Karte zeigt diese Gebiete (rot <100 Mbit/s, blau <400 Mbit/s).

Karte: Open Steetmap contributors, Gebietsauswahl: Gigabit.NRW

In Gesprächen mit Netzbetreibern und Verbänden wurden folgende Kriterien/Parameter abgestimmt, die allesamt erfüllt sein müssen, damit eine Adressgruppe als Potenzialgebiet ausgewiesen werden kann:

  • Maximale Entfernung (Luftlinie) zwischen den Adressen: 100m
  • Mindestanzahl von Adressen pro Cluster: 200 Adressen
  • Mindestanzahl von Haushalten pro Cluster: 300 Haushalte

Bisherige Fördergebiete mit finalem Förderbescheid sind ausgeschlossen. Nicht alle Adressen innerhalb der ausgewiesenen Flächen sind unterversorgt. Innerhalb der Flächen wurde ein Potenzialgebiet gemäß den oben ausgewiesenen Parametern identifiziert.

Das Kompetenzzentrum Gigabit.NRW (früher Breitband.NRW) ist Teil der Maßnahmen des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein zur Unterstützung des Gigabitausbaus in NRW. Es wird seit Februar 2016 von der PricewaterhouseCoopers GmbH betrieben.

Stabübergabe beim Aufsichtsratsvorsitz: Marco Voge folgt auf Dr. Karl Schneider

Nach fast genau 13 Jahren übergibt Landrat Dr. Karl Schneider (Hochsauerlandkreis) den Aufsichtsratsvorsitz der kreiseigenen TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen mbH (TKG) an seinen Amtskollegen Marco Voge (Märkischer Kreis). Voge wurde bei der Hybrid-Sitzung des Aufsichtsrates am Donnerstag, 29. April, im Kreishaus Meschede zum Nachfolger gewählt. Dr. Schneider wird dem Aufsichtsrat weiterhin als Mitglied angehören.

HSK-Landrat Dr. Karl Schneider (2.v.l.) gratuliert MK-Landrat Marco Voge zu seiner Wahl zum Aufsichtsratsvorsitzenden der TKG. Die Geschäftsführer Stefan Glusa und Michael Stratmann freuen sich auf die Zusammenarbeit mit Voge. (Foto: Pressestelle HSK)

Landrat Voge dankte Dr. Schneider auch im Namen der Geschäftsführung für sein Engagement für die Gesellschaft: „Die TKG hat durch deine vielfältige politische und kaufmännische Erfahrung profitiert, von der Erarbeitung des Gesellschaftsvertrages bis zur Neuausrichtung hin zum Glasfaser-Ausbau.“ Marco Voge freut sich auf die neue Aufgabe: „Es liegen weiterhin große Herausforderungen in Bezug auf die digitale Infrastruktur und den Mobilfunkausbau vor uns. Diese gehen wir in Südwestfalen mit der TKG gemeinsam an. Für uns als starker Wirtschaftsstandort und lebenswerte Regionen müssen diese Themen weiter ganz oben auf der Agenda stehen.“

Die TKG wurde im April 2008 vom Hochsauerlandkreis gegründet und Landrat Dr. Karl Schneider am 8. Mai 2008 erstmals zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Die südwestfälischen Nachbarkreise traten nach und nach bei (2011 Kreis Olpe, 2012 Kreis Soest und Kreis Siegen-Wittgenstein sowie 2013 der Märkische Kreis) und bereits zum 1. Januar 2011 firmierte die kommunale TK-Infrastrukturgesellschaft als TKG Südwestfalen.

2008 begann die TKG mit dem Schließen weißer Flecken, zunächst durch den Aufbau eines kreisweiten Richtfunknetzes, das im Dezember 2015 verkauft wurde. Im Jahr 2019 erfolgte eine strategische Neuausrichtung zum gemeinsamen Handeln aller fünf südwestfälischen Kreise beim Breitbandausbau. Seitdem konnte, mit Unterstützung der Breitband-und Gigabitkoordinatoren der Kreise, insgesamt mehr als eine halbe Milliarde Euro an Fördermitteln von Bund, Land und EU für den Glasfaser-Ausbau in die Region geholt werden.

Neuer Gigabit-Koordinator im Märkischen Kreis

Matthias Pohl ist neuer Gigabit-Koordinator im Märkischen Kreis. Der 31jährige ist gelernter Fachinformatiker und studierte Wirtschaftsinformatik (B.Sc.) an der FH Dortmund und TH Köln. Bislang war Pohl in einem mittelständischen Unternehmen als stellvertretender IT-Leiter tätig, wo er auch für den Bereich Telekommunikation und Mobilfunk verantwortlich war. Er tritt die Nachfolge von Sergej Rudsinski an, der zur Autobahn GmbH des Bundes wechselt.

„Mit Matthias Pohl gewinnen wir einen engagierten und kompetenten neuen Kollegen in unserem Team der Gigabit- und Breitband-Koordinatorinnen und Koordinatoren unserer Region“ sagt Stefan Glusa, Geschäftsführer der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen. Gleichzeitig dankt er Sergej Rudsinski für die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den letzten drei Jahren, in denen der Breitband-Ausbau im Kreisgebiet maßgeblich voran gebracht wurde.

Unterstützt wird Matthias Pohl von Thomas Hoheisel. Beide sind Ansprechpartner für alle Fragestellungen der Städte, Gemeinden, Unternehmen und Bürger zum TK-Netzausbau im Märkischen Kreis. Die Stelle des Gigabit-Koordinators wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

Pohl freut sich auf die neue Herausforderung und benennt schon mal ein wichtiges Ziel: „Der geförderte Ausbau der Glasfasernetze im Kreis gehört für mich zu den wichtigsten Aufgaben.“ Derzeit laufen mehrere kreisweite Förderverfahren für Gewerbe- und Wohngebiete, Schulen und weiße Flecken aus Bundes- und Landesförderprogrammen. Damit werden insgesamt rund 30.000 neue Glasfaser-Anschlüsse bis in die Gebäude entstehen.

Tagung zur Mobilfunkversorgung in ländlichen Räumen

Das Zentrum für ländliche Entwicklung (ZeLE) NRW veranstaltet in Zusammenarbeit mit der FH Südwestfalen, den Münsterlandkreisen und der Stadt Münster am 13. April 2021 die Tagung „Gut vernetzt?! – Mobilfunkversorgung in ländlichen Räumen“.

Die Gründe für die lückenhafte Mobilfunkversorgung sind vielfältig. Die FH Südwestfalen sowie die Münsterlandkreise und die Stadt Münster haben dies zum Anlass genommen, die Mobilfunkversorgung im Münsterland im Rahmen von Modellprojekten zu analysieren und konkrete Handlungsempfehlungen für die Verbesserung der Versorgungssituation auf regionaler Ebene zu erarbeiten.

Bei der Veranstaltung werden die Projektergebnisse, aber auch gute Beispiele zum Thema vorgestellt und diskutiert. Unter anderem wird die TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen über die Mobilfunk-Koordination in Südwestfalen berichten. Zudem wird Einblick in die Entwicklungen im Bereich Mobilfunk auf Landes- und Bundesebene gegeben.

Die Digitalkonferenz richtet sich an alle, die sich für innovative Projekte und Handlungsansätze zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung in ländlichen Räumen in NRW interessieren.

Die Einladung mit vollständigem Programm finden Sie hier.

Die Teilnahme an der Online-Tagung ist kostenlos. Verbindliche Anmeldung bis zum 08.4.2021 per E-Mail an das ZeLE. Die Konferenz wird mit dem Videokonferenzsystem ZOOM übertragen. Nach der Anmeldung erhalten Sie einige Tage vor der Veranstaltung einen Link mit den technischen Daten (Meeting ID).

IHK Podcast: Digitale Infrastruktur in Südwestfalen

Um die digitale Infrastruktur in Südwestfalen geht es im neuen Podcast der IHK Siegen. Reinhören lohnt sich.

Thema in Folge 8 ist die digitale Infrastruktur in Südwestfalen. Die Wichtigkeit der Digitalisierung wurde uns nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie noch einmal verdeutlicht. Noch immer haben einige Regionen in Südwestfalen kein schnelles Internet oder einen guten Mobilfunkempfang. Doch gerade jetzt, wo Zoom-Konferenzen, Skype-Calls und Home-Schooling zum Alltag gehören ist ein flächenmäßiger Ausbau der digitalen Infrastruktur das A und O.

Im Interview mit Chantal Kleinschmidt erklärt Stefan Glusa, Geschäftsführer der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen aus Meschede, die wesentlichen Probleme der Region, was sein Unternehmen für eine gute Breitbandanbindung unternimmt und welche Konsequenzen er aus der Corona-Pandemie zieht.

Seit Jahresbeginn 2021 gibt es die kostenlose Podcast-Reihe der Industrie- und Handelskammer Siegen. Unter dem Titel: „Kammer mal hören – nachgehakt, nachgefragt“ sprechen Chantal Kleinschmidt und Dr. Christine Tretow mit Akteuren aus heimischer Industrie, Dienstleistung und Handel über aktuelle Wirtschaftsthemen für und aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe.

Alle Folgen gibt es auf den Plattformen Soundcloud, Spotify, I-Tunes, Deezer und auf der Webseite der IHK Siegen. Neue Folgen erscheinen jeden Mittwochmittag.

Glasfaserausbau im Märkischen Kreis nimmt Fahrt auf

Gute Nachrichten zum Jahresbeginn 2021 vermelden der Märkische Kreis (MK) und die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen (TKG-SWF): Der Ausbau der Gigabit- und Breitbandnetze im Märkischen Kreis macht deutliche Fortschritte. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran und nehmen immer mehr Tempo auf. Das ist gut so, weil den Bürgerinnen und Bürgern das Thema zurecht unter den Nägeln brennt. Zahlreiche Anfragen dazu, die mich persönlich erreichen, belegen den Bedarf“, sagt Landrat Marco Voge, der gleichzeitig Mitglied im Aufsichtsrat der TKG-SWF ist.

Über die Fortschritte bei Gigabitversorgung und Breitbandausbau im Märkischen Kreis freuen sich (v.l.) Geschäftsführer Stefan Glusa (TKG-SWF), Gigabitkoordinator Sergej Rudsinski, Breitbandkoordinator Thomas Hoheisel und Landrat Marco Voge. (Foto: Vorsmann)

Der MK profitiert von diversen Förderprojekten des Bundes sowie des Landes Nordrhein-Westfalen. Ein Beispiel ist das „Regionale Wirtschaftsförderprogramm“, das insbesondere Gewerbetreibende, aber auch umliegende Privathaushalte berücksichtigt. Den historisch gewachsenen Industrie- und Gewerbeansiedlungen im MK kommt das entgegen. „Der Ausbau erfolgt in 42 Gewerbegebieten“, berichtet Sergej Rudsinski, Gigabitkoordinator für den MK, und ergänzt: „Mehr als 940 Unternehmern und Nachfragern ist der Zugang zu einem gigabitfähigen Glasfaseranschluss eingerichtet worden. Tiefbautechnisch sind die ausführenden Baufirmen zu 99 % fertig. Das bedeutet, dass die Hauptkabeltrassen vor den Grundstücken in den vergangenen beiden Jahren gelegt wurden.“ Im nächsten Schritt sollen die Hausanschlüsse folgen. Eigentümer, die sich noch nicht für den Ausbau entschieden haben, können das hier nachholen. Für die Anbindung an den Hausanschluss auf dem Grundstück erhebt der Netzbetreiber eine pauschale Installationsgebühr in Höhe von knapp 800 Euro.

Eine beachtliche Dynamik zeigt sich auch beim Glasfaserausbau in den Wohngebieten (Bundesförderprogramm 3. Call, wir berichteten). „In 2020 haben die Tiefbauunternehmen knapp 140 Kilometer Tiefbau geschafft. Insgesamt umfasst die Maßnahme 1000 Kilometer Tiefbau für rund 44.650 Haushalte bzw. 24.000 Adressen“, berichtet Sergej Rudsinski. In Altena oder Nachrodt-Wiblingwerde sind die Tiefbauarbeiten bereits abgeschlossen. Lediglich Hausanschlüsse werden noch montiert, so dass in diesen beiden Kommunen im ersten Quartal 2021 die Buchbarkeit der neuen Tarife ermöglicht werden soll. Mehrere Tiefbauunternehmen arbeiten momentan in Schalksmühle, Halver, Kierspe und Meinerzhagen sowie in Iserlohn und Menden. In Lüdenscheid, Herscheid, Plettenberg, Hemer, Balve, Neuenrade und Werdohl soll der Tiefbau in diesem Jahr beginnen.

Sehr gut sind die Rückmeldequoten in jenen Kommunen, in denen die Eigentümer bezüglich eines vollständig geförderten Glasfaseranschlusses kontaktiert worden sind. Sie liegen zum Teil bei mehr als 90 Prozent, wie zum Beispiel in Altena (90,7%), Kierspe (94,4%), Schalksmühle (92,2%), Lüdenscheid (91,5%) oder Meinerzhagen (94,3%). Auch aus Halver (88,2%) und Nachrodt-Wiblingwerde (89,7%) gibt es viele Rückmeldungen. Landrat Voge: „Insgesamt zeigt sich, dass das mit 60,45 Millionen Euro geförderte Projekt von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen wird.“ Der Ausbau über weitere 860 Kilometer wird binnen drei Jahren erfolgen.

Auch Einzellagen sowie Randbereiche außerhalb größerer Ortschaften im MK kommen beim Breitbandausbau zum Zuge. Für die „weißen Flecken“ (6. Call der Bundesförderung Breitband, wir berichteten) ist ein Förderantrag beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gestellt und im November 2019 ein Förderbescheid in Höhe von 30 Millionen Euro bewilligt worden. Mit weiteren 27 Millionen Euro vom Land NRW und einem kommunalen Eigenanteil werden die Tiefbauarbeiten auf eine Länge von 1000 Kilometer geschätzt. „Wir sind ehrgeizig und möchten die europaweite Ausschreibung so schnell wie möglich abschließen, damit das Projekt noch 2021 starten kann“, sagt Gigabitkoordinator Sergej Rudsinski. Darüber hinaus sollen 58 Schulen, acht Krankenhäuser und rund 2200 Gewerbeadressen im Kreis profitieren. Die mehr als 4.300 Privatadressen mit unterversorgten Bereichen verteilen sich wie folgt:

  • Altena (254 „weiße Flecken“)
  • Balve (30)
  • Halver (279)
  • Hemer (152)
  • Herscheid (137)
  • Iserlohn (888)
  • Kierspe (247)
  • Lüdenscheid (234)
  • Meinerzhagen (205)
  • Menden (844)
  • Nachrodt-Wiblingwerde (83)
  • Neuenrade (43)
  • Plettenberg (402)
  • Schalksmühle (280)
  • Werdohl (226)

Fazit: Der Anteil der Gigabitversorgung im MK steigt signifikant. Ist der Ausbau der drei Förderprojekte – „Regionales Wirtschaftsförderprogramm“ (Abschluss Juni 2021), 3. Call (Abschluss Juni 2023) und 6. Call (planmäßig im Jahr 2025) abgeschlossen, dann hat der Kreis seine ambitionierte Zielvorgabe erreicht. „Etappenweise und ergänzend zum freien, zuständigen Telekommunikationsmarkt wird dann ein Großteil aller Haushalte mehr als 100 Mbit/s im Download haben, jede Adresse im Märkischen Kreis jedoch mindestens 30 Mbit/s“, berichtet Sergej Rudsinski. „Viele Haushalte können heute schon, ohne das Fördermittel investiert werden müssen, auf gigabitfähige Anschlüsse (das heißt 1.000 Mbit/s) über das Kabelnetz oder sehr schnelle Internet-Verbindungen durch das Super-Vectoring (bis zu 250 Mbit/s) zugreifen. Regelmäßige Verfügbarkeitsabfragen bei den Netzbetreibern und entsprechende Anpassungen der Verträge lohnen sich.“ Landrat Marco Voge ergänzt: „Eine leistungsfähige und zukunftssichere digitale Infrastruktur ist ein wichtiger Standortfaktor für unseren Märkischen Kreis.“
Der MK ist gemeinsam mit seinen vier südwestfälischen Nachbarkreisen Gesellschafter der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen, die alle Aktivitäten zum Netzausbau auf regionaler Ebene koordiniert und weiterentwickelt.

Weitere Links:
Interaktive Kartendarstellung aller Ausbaugebiete: https://gdi2.maerkischer-kreis.de/Breitband-gesamt.html 
Allgemeine Informationen und Ansprechpartner: https://www.maerkischer-kreis.de/breitband.php

Vertragsunterzeichnung für Glasfaser-Ausbau im Kreis Olpe

„Am heutigen Tag gehen wir einen riesigen Schritt Richtung Zukunft!“ So lautete der Kommentar von Landrat Theo Melcher, als er in Anwesenheit der Bürgermeister der Städte und Gemeinden seine Unterschrift unter den Vertrag mit Deutsche Glasfaser zum weiteren Breitbandausbau im Kreis Olpe setzte. Der Netzbetreiber mit Sitz in Borken wird in den nächsten Jahren rund 1.600 Haushalte in den noch vorhandenen weißen Flecken im Kreisgebiet mit direkter Glasfaseranbindung bis ins Gebäude erschließen. Der Bund fördert das Projekt mit rund 37,8 Mio. Euro und das Land Nordrhein-Westfalen gibt rund 30,3 Mio. Euro dazu. Die Städte und Gemeinden erbringen einen finanziellen Eigenanteil von rund 7,5 Mio. Euro, damit die Gesamtfinanzierung sichergestellt ist. Der Kreis Olpe koordiniert das gesamte Projekt für die kreisangehörigen Städte und Gemeinden mit Unterstützung seiner kreiseigenen TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen

Landrat Theo Melcher (vorne links) und Gunther Schwab, Deutsche Glasfaser, unterzeichneten den Vertrag im Beisein von Bürgermeistern und Gigabit-Koordinator. (Foto: Kreis Olpe)

„Es sind schon gewaltige Summen, die hier investiert werden, aber um zukunftsfähig zu bleiben, brauchen wir einfach die entsprechende Infrastruktur“, so Theo Melcher. Immerhin sind für das Projekt Tiefbauarbeiten auf über 600 Kilometer Länge erforderlich, mehr als 1.300 Kilometer Leerrohre und über 1.900 Kilometer Glasfaser werden verlegt. „Wir freuen uns, dass die Deutsche Glasfaser ihre Geschäftstätigkeit auf den Kreis Olpe ausweitet und den Glasfaserausbau gerade auch in den entlegenen Bereichen des Kreisgebietes vorantreibt.“

Stellvertretend für die Deutsche Glasfaser unterzeichnete Gunther Schwab, Geschäftsleiter Förderprojekte von Deutsche Glasfaser, den Vertrag in Olpe: „Unser gemeinsames Ziel ist die flächendeckende Glasfaserversorgung des Kreises Olpe. Nur wenn Wirtschaft, Politik und die Bürgerinnen und Bürger vor Ort zusammenarbeiten, können wir auch diese Region bereit machen für alle Möglichkeiten und Annehmlichkeiten der digitalen Zukunft. Wir freuen uns auf das Projekt und bedanken uns insbesondere beim Kreis Olpe für das Vertrauen in unser Knowhow“, so Gunther Schwab. Neben den 1.600 Anschlüssen im
Förderprojekt engagiert sich Deutsche Glasfaser auch eigenwirtschaftlich im Kreis: Aktuell verzeichnet der Netzanbieter ein Potenzial von weiteren 30.000 Glasfaseranschlüssen im gesamten Kreis Olpe, die sehr bald privatwirtschaftlich angegangen werden.

Lennestadts Bürgermeister Tobias Puspas freute sich zusammen mit seinen Kollegen über den nächsten Meilenstein beim Netzausbau: „Dieses Corona-Jahr hat uns allen vor Augen geführt, wie dringend wir auf schnelle Breitbandanschlüsse angewiesen sind – nicht nur in unseren Unternehmen, sondern auch Zuhause.“ Die Digitalisierung schreite unentwegt voran und erfordere neue, flexible Arbeitsformen. „Das alles geht nur mit einer guten Internetverbindung“, brachte es Tobias Puspas auf den Punkt. Vor diesem Hintergrund seien auch die notwendigen politischen Beschlüsse zur Erbringung der finanziellen Eigenanteile in allen Kommunen in großer Einmütigkeit gefasst worden.

Eine Woche zuvor hatte Landrat Theo Melcher den Bewilligungsbescheid über Landesmittel in Höhe von rund 30,3 Millionen Euro aus den Händen von Regierungspräsident Hans Josef Vogel entgegen genommen.

Bei der Übergabe des Landesförderbescheides am 9.12.2020, v.l. Ferdinand Aßhoff, Bezirksregierung  Arnsberg, Landrat Theo Melcher, Regierungspräsident Hans Josef Vogel. (Foto: BR Arnsberg)

Bereits im Mai 2019 hat der Kreis Olpe stellvertretend für die sieben kreisangehörigen Städte und Gemeinden einen Förderantrag im Rahmen des 6. Calls der Bundesbreitbandförderung gestellt (wir berichteten). Nach Erteilung einer vorläufigen Förderzusage im Juli 2019 wurde umgehend ein europaweites Vergabeverfahren gestartet, in dem letztlich die Deutsche Glasfaser Wholesale GmbH den Zuschlag erhielt. Nach finaler Bewilligung der notwendigen Fördermittel durch den Bund im Oktober 2020 bzw. das Land NRW im Dezember 2020 konnte nunmehr der entsprechende Vertrag zum Netzausbau unterzeichnet werden. Rund 1.600 Haushalte, die bisher über eine Internetversorgung von weniger als 30 Mbit/s im Download verfügen und für die kein anderer Netzbetreiber eine eigenwirtschaftliche Ausbauabsicht bekundet hat, erhalten Glasfaseranschlüsse bis ins Haus.

Neben dem Netzausbau durch die Deutsche Glasfaser wird seitens des Kreises Olpe außerdem die Anbindung von rund 500 Unternehmen in 39 Gewerbegebieten mit schnellen Gigabit-Anschlüssen geplant. Auch dafür haben Bund und Land bereits Fördermittel in Höhe von rund 5 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Hier laufen derzeit noch die entsprechenden europaweiten
Ausschreibungsverfahren. Mit Vertragsabschlüssen für diesen Bereich ist frühestens in der 1. Jahreshälfte 2021 zur rechnen, denn zuvor müssen Bund und Land noch finale Förderzusagen geben.

Gigabitkoordinator/in gesucht

Die südwestfälischen Breitband– und Gigabitkoordinatoren brauchen Verstärkung!

Für unseren Gesellschafter Märkischer Kreis im Fachdienst 13 (IT, Organisation und Controlling) am Standort Lüdenscheid suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt

einen Gigabitkoordinator / eine Gigabitkoordinatorin (m/w/d)

A 12 LBesG bzw. EG 12 TVöD, unbefristet, in Vollzeit, teilbar.
Bewerbungsfrist: 27.11.2020.

Wer kann sich bewerben?

Personen mit der Befähigung zur Laufbahngruppe 2, Ämtergruppe des 1. Einstiegsamtes des allgemeinen Verwaltungsdienstes ODER
Personen mit einem Abschluss des Verwaltungslehrgangs II bzw. einem gleichwertigen Abschluss ODER
Personen mit einem abgeschlossenem Fach-/Hochschulstudium der Fachrichtung Informatik, Wirtschaftsinformatik, Verwaltungsinformatik (Bachelor-, Diplom- oder Masterabschluss) oder ein vergleichbarer Studienabschluss mit entsprechenden IT-Kenntnissen ODER
Personen mit einem abgeschlossenem Fach-/Hochschulstudium der Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften (Bachelor-, Diplom- oder Masterabschluss) oder ein vergleichbarer Studienabschluss mit entsprechenden Kenntnissen ODER
Personen mit einem abgeschlossenem Fach-/Hochschulstudium der Fachrichtung Bauingenieurwesen, Geoinformation, Vermessungswesen/Geodäsie (Bachelor-, Diplom- oder Masterabschluss) oder ein vergleichbarer Studienabschluss mit entsprechenden Kenntnissen.

Was sind die Aufgabenschwerpunkte?

Planung des Gigabitausbaus im MK, u.a. durch Erstellung von Versorgungsanalysen und dem georeferenzierten Breitband-Infrastrukturkataster, Entwicklung langfristiger Strategien zur Versorgung und zum Ausbau in Entwicklungs- und technischer Hinsicht.
Akquise und Beantragung von Fördergeldern und Abwicklung der Förderverfahren
Durchführung des Gigabitausbaus durch Beratung der Kommunen und Gremien, Durchführung von Vergabeverfahren und Vorbereitung von Vertragsverhandlungen sowie Projektabrechnung bei den Fördergebern
Evaluation des Gigabitausbaus je nach technischem Fortschritt und Überprüfen der bestehenden Kooperationsvereinbarungen

Welche Fähigkeiten sollen Sie mitbringen?

Wir erwarten, dass Sie in der Lage sind aus technischer und geografischer Sicht und unter Beachtung der Förderkulissen von Bund und Land für den Märkischen Kreis und seine 15 Städte und Gemeinden die Gigabitversorgung zu planen, weiterzuentwickeln und umzusetzen. In der gemeinsamen Konzepterstellung mit den Kommunen und der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen sind nach der Beratung tragfähige Ausschreibungen oder Maßnahmen festzulegen.

Die Erwartung der Kommunen (Bürgermeister und Breitbandbeauftragten dort), der Telekommunikationsanbieter, aber auch der Bürger ist eine umfangreiche und umfassende Beratung und Informationsversorgung. Dazu gehört es, technische Sachverhalte verständlich darzustellen bzw. Anliegen von Bürgern den technischen Partnern näher zu bringen. Schlussendlich muss durch die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten erreicht werden, dass der flächendeckende Gigabitausbau ohne Verzögerungen, auf dem technisch aktuellsten Stand, unter Berücksichtigung von örtlichen Anliegen so erfolgt, dass die Förderrichtlinien eingehalten werden und die möglichen Fördermitteln akquiriert werden.

Sie sind in der Lage mehrere Förderverfahren parallel auszuschreiben, zu betreuen und abzurechnen. Dafür wird eine Eigeninitiative erwartet, Fristen und technische Anforderungen zu beachten, die Erfüllung von Anforderungen zu kontrollieren und ggf. vor Ort Entscheidungen zu treffen, die technisch und förderrechtlich den Ausbau unterstützen. Darüber hinaus ist eine Eigenständigkeit in der Arbeit erforderlich, da nicht täglich Arbeitsergebnisse besprochen werden können bzw. Aufgabenpakete über mehrere Tage und Wochen bearbeitet werden müssen, ohne dass täglich die Fortschritte besprochen werden. Veranstaltungen mit unterschiedlichsten Teilnehmerkreise sind eigenverantwortlich zu planen und durchzuführen und ggf. auch in politischen Gremien die Ausbaukonzepte zu vertreten.

Was können wir Ihnen bieten?

  • Mitarbeit in einem motivierten und leistungsstarken Team
  • eine qualifizierte Personalentwicklung
  • ein am Bedarf ausgerichtetes Fort- und Weiterbildungskonzept
  • ein eigens entwickeltes Führungsnachwuchskräfteprogramm
  • eine betriebliche Gesundheitsförderung
  • Zertifizierung als familienfreundliches Unternehmen: u.a. Förderung von Familie und Beruf durch Gleitzeit, Teilzeit, Eltern-Kind-Büro
  • Möglichkeit zum Home-Office
  • für tarifbeschäftigte Mitarbeiter eine betriebliche Altersversorgung ohne Eigenbeteiligung
    … und vieles mehr!

Wie können Sie sich bewerben?

Reichen Sie uns bis zum 27.11.2020 Ihre aussagekräftige Bewerbung mit den üblichen Unterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse u.a.) über das Onlineportal ein. Bitte reichen Sie keine Bewerbungen per E-Mail ein.

Sollten Sie keine Möglichkeit haben, Ihre Bewerbung über das Online-Portal einzureichen, senden Sie Ihre Bewerbung bitte per Post an:
Märkischer Kreis, Der Landrat, Fachdienst Personal, Heedfelder Str. 45, 58509 Lüdenscheid.
Originalunterlagen werden nicht zurückgesendet, es sei denn, Sie legen einen frankierten Rückumschlag bei.

Es ist geplant, ein ausführliches Vorstellungsgespräch zu führen.

Bei dieser Ausschreibung sind Bewerbungen von Frauen ausdrücklich erwünscht. Da Frauen im betroffenen Bereich unterrepräsentiert sind, werden sie bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.
Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Menschen und diesen Gleichgestellten im Sinne von § 2 SGB IX sind ebenfalls erwünscht.

Bei Fragen und für weitere Informationen stehen Ihnen bei der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen Herr Stefan Glusa (Tel. 0291/94-4402), beim Märkischen Kreis im Fachdienst 13 Herr Lüsebrink (Tel. 02351/966-6982), sowie im Fachdienst Personal Frau Hövel (Tel. 02351/966-6205) als Ansprechpersonen zur Verfügung.

Breitbandförderung 6. Call im Kreis Soest bewilligt

Im Kreis Soest wurde ein wichtiger Zwischenschritt im laufenden Förderverfahren der Bundesförderung Breitband (6. Call) erreicht: Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat die beantragten Fördermittel in Höhe von 57,2 Millionen Euro endgültig bewilligt. Für alle noch verbliebenen „weißen Flecken“ kann damit eine zukunftsfähige Breitband-Infrastruktur mit Glasfaser bis ins Haus aufgebaut werden. Der 6. Call ermöglicht es, auch landwirtschaftlichen Höfen und anderen Einzellagen schnelles Internet zur Verfügung zu stellen.

Während die Fördermittel für den 6. Call endgültig bewilligt sind, läuft im 3. Call der geförderte Breitbandausbau schon auf Hochtouren. Im Oktober wurde bereits der tausendste Anschluss aktiviert. Die umfangreichen Bauarbeiten, wie das Aufstellen der so genannten Points-of-Presence (PoP), liegen im Zeitplan. Im Herbst 2021 soll der Ausbau des 3. Calls abgeschlossen sein. (Foto: Christoph Hellmann)

Der Kreis Soest hat gemeinsam mit seinen 14 Kommunen einen kreisweiten Förderantrag gestellt, der ein Ausbauvolumen von über 114 Mio. Euro umfasst. Dieser Antrag war im Mai 2019 durch den Bundesfördergeber schon vorläufig bewilligt worden, um im Anschluss ein europaweites Ausschreibungsverfahren durchführen zu können. Zwei Firmen haben den Zuschlag erhalten (wir berichteten). Die förderfähigen 2.771 privaten Haushalte in Einzellagen, 72 Schulen und 3 Krankenhäuser werden durch die Westenergie Breitband GmbH und die 1.126 Gewerbebetriebe in 23 Gewerbegebieten durch die Vodafone GmbH mit Glasfaser versorgt.

Die offizielle Bewilligung vom Bund wird zur weiteren Bearbeitung an das Land NRW weitergeleitet. Sobald auch das Land NRW seine Mittel bewilligt hat, erteilt der Kreis Soest den Auftrag, um auch für alle noch verbliebenen „weißen Flecken“ eine zukunftsfähige Breitband-Infrastruktur mit Glasfaser bis ins Haus aufzubauen.

Weitere Informationen:
https://www.kreis-soest.de/pressemitteilungen/presseservice/1057626.php