Breitbandausbau im Kreis Siegen-Wittgenstein ist gestartet

Mit einem ersten „Spatenstich“ per Saugbagger hat am 18. April 2018 in Freudenberg die Umsetzung des geförderten Breitband-Ausbaus im Kreis Siegen-Wittgenstein begonnen. Ende März waren vom Kreis die Verträge mit innogy TelNet und der Deutschen Telekom, die den Zuschlag im Förderverfahren erhalten hatten, unterzeichnet worden (wir berichteten). Jetzt sind die Bauarbeiten offiziell gestartet.

Landrat Andreas Müller, Bürgermeisterin Nicole Reschke, Vertreter des Ausbau-Partners innogy TelNet GmbH, der Bezirksregierung Arnsberg und dem und dem Projektträger des Bundesförderprogramms ateneKOM GmbH waren dazu in den Freudenberger Stadtteil Hohenhain gekommen.


„Nach gut zwei Jahren Planung, Antragsstellung, Ausschreibung und Abstimmungsgesprächen ist es ein toller Moment, wenn es jetzt endlich losgeht!“, freut sich Landrat Andreas Müller: „Bis Ende Mai 2019 werden wir 98% aller Haushalte in Siegen-Wittgenstein schnelles Internet anbieten können“, so Müller: „Damit werden wir der erste Flächenkreis in Nordrhein-Westfalen sein, der die Bürgerinnern und Bürger mit schnellem Internet versorgt!“

Auch Bürgermeisterin Nicole Reschke freut sich über den Startschuss: „Für Freudenberg ist es sowohl als Wohn- als auch Gewerbe- und Industriestandort unglaublich wichtig, an den schnellen Datenautobahnen angeschlossen zu sein. Unsere Unternehmen, aber auch viele Bürgerinnen und Bürger warten händeringend darauf. Mit dem heutigen Tag ist klar: Das Ziel ist absehbar!“
Innogy wird in Freudenberg ca. 50 km neue Glasfaserkabel verlegen und 45 Telekom- Kabelverzweiger-Schränke anbinden. So können ca. 3.500 unterversorgte Haushalte und Gewerbeadressen an das schnelle Breitbandinternet angeschlossen werden. Die Versorgung der Haushalte erfolgt über die vorhandenen Telekomanschlüsse.

Innogy wird 150 Glaserfaser-Hausanschlüsse verwirklichen – sofern die Grundstückseigentümer dies wünschen. „Hausanschlüsse per Glasfaserkabel ermöglichen Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde. Damit machen wir einen Riesenschritt ins Gigabit-Zeitalter“, so Müller und Reschke. 115 Glasfaseranschlüsse sind in Freudenberg für Schulen und Gewerbegebäude vorgesehen, vor allem in Bereichen der Gewerbegebiete Wilhelmshöhe, Hommeswiese, Alte Eisenstraße, An der Autobahn, Asdorfer Str., sowie an weiteren Adressen.

Baubeginn für 50km Glasfaserkabel, 45 Kabelverzweiger-Kästen, 3.500 Haushalte und Gewerbeadressen im Kreis Siegen-Wittgenstein. (Foto: TKG-SWF)

Die neuen Anschlüsse werden bis Mai 2019 in Betrieb genommen. Innogy investiert in diese Maßnahme rund 4 Millionen Euro. Ein Teil wird vom Kreis über die Fördergelder von Bund und Land abgedeckt, den Löwenanteil finanziert innogy selbst. Das Projekt wird aus der Region heraus geplant und umgesetzt. Das betrifft sowohl das Ing.-Büro Bauer und Gelhausen, Nümbrecht, als auch den Westnetz-Standort in Siegen und den Netzbezirk Betzdorf-Freudenberg. „Viele eigene Mitarbeiter und Monteure werden als Einwohner von Freudenberg selbst auch direkt vom Breitbandausbau profitieren“, freut sich Dr. Catharina Friedrich, Leiterin Westnetz-Regionalzentrum Sieg.

Mit der Deutschen Telekom erfolgte der erste Spatenstich einen Tag darauf, am 19.4. in der Stadt Netphen im Ortsteil Deuz . Zu dem Spatenstich kamen Landrat Andreas Müller, Bürgermeister Paul Wagener, Vertreter des Ausbau-Partners Deutsche Telekom GmbH, der Bezirksregierung Arnsberg und dem Projektträger des Bundesförderprogramms ateneKOM GmbH .

Auch in Netphen geht es los. Erster Spatenstich in Deuz mit Landrat Andreas Müller und Bürgermeister Paul Wagener (vorne 1. und 2. rechts von der Kabeltrommel) sowie u.a. Vertretern der Telekom, der Bezirksregierung und von atene KOM GmbH. (Foto: Manges, Kreis Siegen-Wittgenstein)

Bürgermeister Paul Wagener wies darauf hin, dass Netphen im Rahmen des Förderprogramms „Ländliche Entwicklung“ bereits in der Vergangenheit etliche Stadtteile ans schnelle Internet anschließen konnte. „Es freut mich sehr, dass wir jetzt in Kooperation mit dem Kreis Siegen-Wittgenstein am Bundesförderverfahren teilgenommen haben und der dringend notwendige flächendeckende Ausbau auch in den Dörfern beginnt, die bisher noch nicht ans Breitbandnetz angeschlossen sind“, so Wagener: „Die hier ansässigen Gewerbebetriebe, oftmals Marktführer in ihren Branchen, warten händeringend auf einen Glasfaserhausanschluss, da die derzeitigen Bandbreiten vielerorts längst nicht mehr ausreichen. Auch für die moderne Bildung an unseren Schulen und Bildungseinrichtungen sind schnelle Breitbandanschlüsse ebenfalls unabdingbar“, so der Bürgermeister.

54 Adressen in Netphen werden im Rahmen des Programms die Möglichkeit erhalten, einen Glasfaserhausanschluss zu erhalten – wenn sie es möchten. Von diesen Anschlüssen werden Unternehmensstandorte in Deuz, Hainchen, Helgersdorf, Salchendorf, Walpersdorf und Werthenbach profitieren. Sie ermöglichen Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 1.000 MBit/s. Insgesamt wird die Telekom in Netphen 29 km neue Glasfaserkabel verlegen und 1.994 bisher unterversorgte Haushalte und Gewerbeadressen an das Breitbandnetz anschließen. Die neuen Anschlüsse werden bis Mai 2019 in Betrieb genommen. Die Telekom investiert in ihrem Ausbaugebiet – zu dem auch Teile von Burbach, Neunkirchen, Wilnsdorf und einige Straßenzüge von Siegen zählen – rund 6 Millionen Euro. Ein Teil wird vom Kreis über die Fördergelder von Bund und Land abgedeckt, den Löwenanteil finanziert die Telekom selbst.

In den Netzausbau in Siegen-Wittgenstein werden insgesamt 20,5 Mio. Euro investiert. Der Bund und das Land NRW fördern dies gemeinsam mit 3,6 Mio. Euro. Auf einer Strecke von 230 km werden Tiefbaumaßnahmen vorgenommen, 861 km Glasfaserkabel werden in neuen und vorhandenen Trassen verlegt und 128 Verteiler neu aufgestellt.
Nach Abschluss der Arbeiten werden 10.619 Adressen in Siegen-Wittgenstein erstmals mit schnellem Internet versorgt sein. Hinter einer einzelnen dieser Adressen kann sich ein Unternehmen, ein Ein- oder Mehrfamilienhaus oder auch eine Schule verbergen. 13 Prozent dieser Adressen (1.327) werden Glasfaseranschlüsse bis ins Haus erhalten – vorausgesetzt der Grundstückseigentümer möchte das und lässt die Verlegung zu.

Neue Geschäftsstellen Gigabit.NRW eröffnet

Das Land Nordrhein-Westfalen hat bei seinen fünf Bezirksregierungen neue Geschäftsstellen eingerichtet, die Städte und Kreise beim Ausbau eines flächendeckenden Gigabitnetzes begleiten sollen. Für den Hochsauerlandkreis, die Kreise Olpe, Soest, Siegen-Wittgenstein, den Märkischen Kreis und die Region Südwestfalen ist zukünftig die Geschäftsstelle Gigabit.NRW der Bezirksregierung Arnsberg zuständig.

In jeder Geschäftsstelle werden sich bis zu sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um den Gigabitausbau kümmern. Sie sollen die Arbeit der bisherigen Breitband-Koordinatoren in den Kommunen professionalisieren. Ein besonderer Schwerpunkt wird die Beratung der Schulträger sein. Bereits am vergangenen Dienstag hatte das Kabinett Eckpunkte des neuen GigabitMasterplan.NRW beschlossen, darunter auch, die Kofinanzierung der Förderprogramme von Bund und EU aus dem Landeshaushalt sicherzustellen und die Geschäftsstellen Gigabit.NRW einzurichten.

Übersicht Gigabit-Masterplan NRW (Quelle: MWIDE, Wirtschaft.NRW)

Zu den Eckpunkten des GigabitMasterplan.NRW, der in die Digitalstrategie des Landes eingeht, gehören unter anderem:

  • Ein GigabitGipfel.NRW Anfang Juli 2018 mit den Spitzen der Telekommunikationsunternehmen und Umsetzung eines anschließenden Arbeitsprogramms
  • Aufstockung des Landes-Kompetenzzentrum Gigabit.NRW (vormals Breitband.NRW) mit mehr Servicekapazitäten für Information, Beratung und Vernetzung aller Akteure
  • Netzwerk der kommunalen Breitbandkoordinatoren zu einem landesweiten Netzwerk von Gigabitkoordinatoren weiterentwickeln
  • Aktionspläne für Gewerbegebiete, Schulen, öffentliche Einrichtungen im Austausch mit den Unternehmen bis Ende 2018 für das schnelle Internet bis 2025
  • Sieben Milliarden Euro für die Digitalisierung, davon mindestens fünf Mrd. Euro für den Ausbau gigabitfähiger digitaler Infrastrukturen
  • Fünf Geschäftsstellen Gigabit.NRW sollen die Umsetzung beschleunigen, damit die Kommunen die Mittel zügig in schnelle Anschlüsse umsetzen können
  • Qualitätsmanagement durch den Projektträger Jülich
  • GigabitAtlas.NRW nach einem einheitlichen Standard für eine geodatenbasierte Datenbank mit landesweiten, für den Breitbandausbau relevanten Daten


Minister Pinkwart sagte: „Die Landesregierung will Nordrhein-Westfalen bis 2025 mit flächendeckenden Gigabitnetzen ausstatten. Bei Gewerbegebieten und Schulen soll und wird es deutlich schneller gehen. Dazu muss das Land Handlungsfähigkeit gewinnen. Mit dem Masterplan werden wir für bessere Informationen, kompetente Beratung in den Regionen, schnellere Entscheidungswege und einfachere Verfahren sorgen. So können wir den wirtschaftlich und gesellschaftlich dringend notwendigen Glasfaserausbau beschleunigen. Das ist eine große Aufgabe, die unser Land voranbringen wird.“

Außerdem räumte der Minister ein, dass derzeit nur 83 Prozent aller Haushalte in NRW einen Internet-Anschluss mit einer Geschwindigkeit von mindestens 50 Megabit pro Sekunde hätten. Die Lücke zu schließen und bis Ende des Jahres hundert Prozent der Haushalte zu erreichen, sei „nicht mehr erreichbar“.

Siehe auch:

https://www1.wdr.de/nachrichten/glasfaser-breitband-pinkwart-100.html

https://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/presse/2018/04/069_18_04_16/index.php

Meschede, Marsberg, Arnsberg und Netphen erhalten 2,3 Mio. Euro für Breitbandausbau

Weitere Fördermittel für schnelles Internet im ländlichen Raum gehen nach Südwestfalen. Die rund 2,3 Mio. Euro Fördergelder aus dem Programm „Breitbandversorgung ländlicher Räume“ sorgen bald für schnellere Internetverbindungen in Ortsteilen der Städte Marsberg, Meschede, Arnsberg und Netphen. Mehr Bandbreite erhalten dort rund 3.500 private und gewerbliche Anschlüsse.

Am 25. Juli 2016 übergab Regierungspräsidentin Diana Ewert in Arnsberg die Förderbescheide an die Bürgermeister Paul Wagener (Netphen), Christoph Weber (Meschede) und Klaus Hülsenbeck (Marsberg). „Eine leistungsstarke Breitbandversorgung ist auch und gerade im ländlichen Raum ein ganz wichtiger Standortfaktor für Unternehmen und Familien. Deshalb ist es gut, dass wir jetzt mit neuerlichen Fördermitteln Versorgungslücken in weiteren südwestfälischen Kommunen schließen können“, sagte die Regierungspräsidentin bei der Bescheidübergabe.

v.l.: Bürgermeister Christoph Weber (Meschede), Bürgermeister Paul Wagener (Netphen), Regierungspräsidentin Diana Ewert, Bürgermeister Klaus Hülsenbeck und Werner Besche (Marsberg) (Foto: Bezirksregierung Arnsberg)
v.l.: Bürgermeister Christoph Weber (Meschede), Bürgermeister Paul Wagener (Netphen), Regierungspräsidentin Diana Ewert, Bürgermeister Klaus Hülsenbeck und Werner Besche (Marsberg) (Foto: Bezirksregierung Arnsberg)

Zur Vorbereitung der Förderanträge erfolgte im Hochsauerlandkreis eine Koordination durch den Breitbandbeauftragten des HSK und die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen (TKG-SWF). „Dank der engen und routinierten Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und dem Kreis, konnten die neuen GAK-Förderanträge schnell gestellt und bewilligt werden“, lobt TKG-SWF Geschäftsführer Stefan Glusa das gemeinsame Vorgehen aller Beteiligten und die rasche Bewilligung durch die Bezirksregierung. Weitere Kommunen aus dem Hochsauerlandkreis werden in Kürze mit ihren Förderanträgen folgen. Im HSK war ein kreisweites Markterkundungsverfahren für alle Städte und Gemeinden durchgeführt worden (wir berichteten), das die Antragstellung erheblich vereinfachte. Die jeweiligen Ausbaugebiete bestimmten die Kommunen, abhängig von ihrer Haushaltssituation, anschließend selbst.

Drei Bescheide über insgesamt 890.937 Euro (90 % der Gesamtkosten von 989.930 Euro) erhält die Stadt Meschede. Die Mittel kommen 938 privaten und gewerblichen Einzelanschlüssen in den Ortsteilen Bergerhammer, Blüggelscheid, Brumlingsen, Enkhausen, Erflinghausen, Frenkhausen, Klause, Mosebolle, Schüren und (teilweise) Mielinghausen zugute.

Die Stadt Marsberg erhält im Rahmen der „Förderung der Breitbandversorgung ländlicher Räume“ mit zwei Bescheiden 626.670 Euro – das sind 90 Prozent der Gesamtkosten (696.300 Euro). Davon profitieren die Ortsteile Borntosten, Heddinghausen, Helminghausen, Leitmar, Obermarsberg und Udorf – insgesamt 1.857 private und gewerbliche Einzelanschlüsse.

Und in der Stadt Netphen dürfen sich die Nutzerinnen und Nutzer von 159 privaten und gewerblichen Einzelanschlüssen in den Ortsteilen Afholderbach und Sohlbach über eine bessere Breitbandversorgung freuen. Fördermittel über 58.653 Euro (90 % der Gesamtkosten von 65.170 Euro) machen es möglich.

Die von der Regierungspräsidentin übergebenen Bescheide für Marsberg, Meschede und Netphen sind Teil eines Förderpakets in Höhe von insgesamt 2,8 Mio. Euro für Kommunen im Regierungsbezirk, davon entfallen rund 2,3 Mio. auf Südwestfalen. Darunter sind dann ebenfalls zahlreiche Dörfer im Stadtgebiet Arnsberg wie Holzen, Ainkhausen, Albringen, Wettmarsen, Dahlsen, Deinstrop, Dreisporn, Gut Stiepel, Kirchlinde, Möhringen, Retringen und Wenningen. Die Mittel stammen  aus dem Programm „Breitbandversorgung ländlicher Räume“ und werden vom Bund und vom Land NRW zur Verfügung gestellt.

Die übrigen Gebiete, die für eine Förderung nach diesem Programm nicht in Frage kommen, werden vom Hochsauerlandkreis in einen kreisweiten Förderantrag nach dem Bundesförderprogramm gebündelt. Dieser soll bis spätestens Ende Oktober auf den Weg nach Berlin gebracht werden.

Siehe auch: http://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/foerderbescheide-schnelles-internet-100.html

Erfolgsbeispiel Kreis Olpe informiert bei Bezirksregierung Düsseldorf

Auf Einladung der Bezirksregierung Düsseldorf trafen sich am 18. Mai 2016 Vertreter von 40 Kommunen und Kreisen in Düsseldorf mit ausgewählten Experten zum Thema „Digitale Infrastruktur“. Das Breitbandbüro des Bundes und Breitband.NRW sowie die NRW.Bank und die gastgebende Bezirksregierung informierten die Gäste auf der Veranstaltung „Breitband-Förderprogramme richtig nutzen“ über die vielfältigen Förderangebote. Unter demselben Titel hatten im Januar schon die Bezirksregierung Arnsberg gemeinsam mit der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen in ihrem Regionalworkshop die Kreise und Kommunen aus ihrem Regierungsbezirk informiert (wir berichteten).

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Überblick mit den wichtigsten Fördermöglichkeiten. Quelle: Bezirksregierung Düsseldorf

Auch die Bezirksregierung Düsseldorf unterstützt die Kommunen beim Aufbau zukunftsfähiger Infrastrukturen. So standen im Mittelpunkt der Veranstaltung Präsentationen und Diskussionen zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten durch EU, Bund und das Land NRW.

Das Best-Practice-Beispiel auf der Veranstaltung kam aus Südwestfalen: Der Kreis Olpe berichtete in Düsseldorf über sein erfolgreiches Praxisbeispiel für die Inanspruchnahme von verfügbaren Fördermitteln aus dem Bundesprogramm für den Breitbandausbau. Die dortigen praktischen Erkenntnisse decken sich mit dem Rat der Experten: „durch qualifizierte Beratungsunterstützung und engagiertes Vorgehen ist es aussichtsreich, die vielfältigen Breitbandfördermöglichkeiten abzurufen – die Betriebe und Haushalte werden es danken.“

Der Informationsaustausch sollte dazu beitragen, die Digitalisierung der Gesellschaft durch den Breitbandausbau unter Nutzung aller verfügbaren Fördermittel voranzutreiben, um den Ansprüchen von Industrie und Gewerbe sowie den zahlreichen unterversorgten Haushalten zu genügen. Schlüsselfaktoren zum Erfolg sind aus Sicht der Experten eine frühzeitige Beratung, die Abstimmung mit Nachbarkommunen und die Koordinierung der Aktionen und Vernetzung der Akteure auf Kreisebene, zum Beispiel durch Breitbandkoordinatoren.

Im Regierungsbezirk Düsseldorf besteht ein großer Bedarf an infrastruktureller Modernisierung. Der Breitbandausbau ist als elementarer Baustein der Digitalisierung der Gesellschaft ein zukunftsweisendes Projekt, das Wirtschaft, Politik und Bevölkerung gleichermaßen betrifft, teilte die Bezirksregierung in einer Presseerklärung mit.

Breitband.NRW besucht TKG-SWF und Bezirksregierung

Am 21. April und 10. Mai 2016 konnte die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen (TKG-SWF) in ihren Geschäftsräumen in Arnsberg die neuen Verantwortlichen des Breitbandbüros des Landes Nordrhein-Westfalen, Breitband.NRW, begrüßen.

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Projektleiter Klaus Stratmann und Dr. Jürgen Kaack von Breitband.NRW lobten bei dem gemeinsamen Treffen mit der TKG-SWF, den Breitbandkoordinatoren Südwestfalens und der Bezirksregierung Arnsberg im April, die vielfältigen Aktivitäten, die in der Region aktuell beim Breitbandausbau stattfinden.

TKG-SWF Geschäftsführer Stefan Glusa wünschte dem neuen Team auf Landesebene in den nächsten Jahren gutes Gelingen. „Ein früher Austausch über die neuen Ziele und Aufgaben von Breitband.NRW ist wichtig für uns. Mit dem neuen Auftrag des Breitbandbüros: „Informieren, Vernetzen. Voranbringen“ freuen wir uns auf eine Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung und dem Land NRW“, so Glusa.

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Sven Butler, Breitband.NRW und Stefan Glusa, Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH

Seit Mai 2016 ist Sven Butler künftig bei Breitband.NRW für die Region Südwestfalen zuständig. Butler, der bisher beim Breitbandbüro des Bundes tätig war und daher schon mit den Breitband-Experten der südwestfälischen Kreise zusammengearbeitet hat, kennt die hiesigen Strukturen gut und wird wichtige Informationen und Unterstützung zu den Aktivitäten von Bund und Land und den Förderprogrammen im Breitbandausbau bereitstellen.

Weiter geht es dann mit dem ersten Breitbanddialog NRW am 14. Juni 2016 in Essen, bei dem landesweit die Breitbandverantwortlichen über aktuelle Themen zum Breitbandausbau in NRW diskutieren werden. Im Fokus steht der Austausch zu den Förderangeboten, aber auch Best-Practice-Ansätze, wie der Breitbandausbau auch – oder gerade – marktgetrieben gelingen kann.

Regionalworkshop zu Breitband-Förderprogrammen am 20.1.2016

Die Bezirksregierung Arnsberg und die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen veranstalten mit Unterstützung von BreitbandConsulting NRW und Breitbandbüro des Bundes am 20. Januar 2016 in Arnsberg den

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„Breitband-Förderprogramme richtig nutzen“.

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Bürgermeister, Wirtschaftsförderer und andere Interessiere in Südwestfalen sind herzlich eingeladen, sich über die neuen Fördermöglichkeiten beim Ausbau des schnellen Internets zu informieren. Zahlreiche Experten der werden die aktuellen Entwicklungen, Fördermöglichkeiten sowie Praxisbeispiele vorstellen und mit den Teilnehmern diskutieren.

Bund und Land haben eine Reihe neuer Fördermöglichkeiten vorgestellt, so dass Ausbauvorhaben in den Regionen nun zügig geplant und umgesetzt werden können. Wenn ein Ausbau kreisweit geplant und organisiert wird, können Fehlsteuerungen bei der Verwendung der Fördermittel verhindert werden. Die Landesregierung hat ein spezielles Förderprogramm aufgelegt, mit dem die Kreise und kreisfreien Städte beim Aufbau der erforderlichen Strukturen unterstützt werden. Das Programm sieht pauschale Finanzhilfen für die Erstellung von Ausbaukonzepten oder für die Einrichtung von hauptamtlichen Breitbandkoordinatoren auf der Kreisebene vor.

In ganz NRW finden in der ersten Jahreshälfte 2016 regionale Breitbandgespräche statt. Wirtschaftsminister Garrelt Duin betont, dass das Land dem weiteren Ausbau der digitalen Infrastruktur höchste Priorität einräume, obwohl Nordrhein-Westfalen bei der Breitbandversorgung nach wie vor die Nummer eins unter den deutschen Flächenländern sei: „Wir halten an dem Ziel, für Nordrhein-Westfalen mittel- bis langfristig eine glasfaserbasierte Telekommunikationsinfrastruktur zu schaffen, fest.“

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Die Agenda und alle weiteren organisatorischen Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter http://tkg-swf.de/index.php?download=Regionalworkshop_Breitband_Foerderung_Bezreg_TKG-SWF.pdf.

Die Vorträge können Sie hier herunterladen:

Sven Butler, Breitbandbüro des Bundes [pdf, 850KB]
Breitbandförderprogramm des Bundes

Markus Schroll, BreitbandConsulting.NRW [pdf, 453KB]
Aktivitäten und Förderprogramme des Landes

Andreas Pletziger & Michael Opitz, Bezirksregierung Arnsberg [pdf, 644KB]
Förderung der Breitbandversorgung durch die Bezirksregierung Arnsberg

Ralph Ishorst, NRW.BANK [pdf, 1045KB]
Nachhaltiger Netzausbau in NRW – Realisierung, Förderung und Finanzierung

Stefan Glusa, TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen mbH [pdf, 1574KB]
Nächste Schritte in Südwestfalen

Jens Wiggenbrock, Fachhochschule Südwestfalen [pdf, 3871KB]
Praxisbeispiel für eine Glasfaser-Planung und Ausbau-Kostenschätzung

Weitere Fördergelder für südwestfälische Kommunen bewilligt

Die Bezirksregierung Arnsberg hat kürzlich weitere Fördergelder für den Breitbandausbau in vier südwestfälischen Kommunen bewilligt. Die Bürgermeister Andreas Reinéry (Kirchhundem),  Alfred Schmidt (Anröchte), Nicole Reschke (Freudenberg) und Michael Brosch (Halver) nahmen die Förderbescheide von Regierungspräsidentin Diana Ewert entgegen. „Eine leistungsstarke Breitbandversorgung ist auch und gerade im ländlichen Raum ein enorm wichtiger Standortfaktor für Unternehmen und Familien“, sagte die Regierungspräsidentin.

Tobias Middelhoff und Bürgermeister Andreas Reinéry (Kirchhundem), Alfons Strümper, Bürgermeister Alfred Schmidt (Anröchte), Viktoria Höfer, Bürgermeisterin Nicole Reschke (Freudenberg), Ramona Ullrich, Bürgermeister Michael Brosch (Stadt Halver) mit Regierungspräsidentin Diana Ewert. (Foto: Bezirksregierung Arnsberg)
Tobias Middelhoff und Bürgermeister Andreas Reinéry (Kirchhundem), Alfons Strümper, Bürgermeister Alfred Schmidt (Anröchte), Viktoria Höfer, Bürgermeisterin Nicole Reschke (Freudenberg), Ramona Ullrich, Bürgermeister Michael Brosch (Stadt Halver) mit Regierungspräsidentin Diana Ewert. (Foto: Bezirksregierung Arnsberg)

In Kirchhundem, Kreis Olpe, gelingt dank der Förderung eine Millioneninvestition in die kommunale Infrastruktur und damit Zukunftsfähigkeit. Dank des Programms „Breitbandausbau ländlicher Raum“ mit einer Förderquote von 90 Prozent können rund 750.000 Euro Landesfördermittel für Kirchhundem fließen, obwohl sich Kirchhundem in der Endphase der Haushaltssicherung befindet. Der verbleibende Anteil von 80.000 Euro wird zu 30 Prozent von Unternehmern und Bürger aus Albaum, Silberg und Varste beigesteuert wird. Vom Breitbandausbau in Albaum (264.762 Euro Förderung), Silberg (308.943 Euro) und Varste (175.860 Euro) profitieren die Internetnutzer dort ab spätestens 2017 – 85 % von ihnen mit einem Empfang zwischen 25 und 50 Mbit/s. 16 Mbit/s sind dann fast flächendeckend verfügbar.

In Anröchte, Kreis Soest, kann die Gemeinde in sieben Dörfern die Breitbandversorgung ausbauen. So stehen den Menschen in Altenmellrich, Mellrich, Klieve, Altengeseke, Uelde, Robringhausen und Waltringhausen künftig Bandbreiten bis zu 50 Mbit/s zur Verfügung. Rund 1.365 Haushalte können das Internet künftig mit höherer Geschwindigkeit nutzen. Rund 16 Mbit/s werden nahezu flächendeckend möglich sein. Eine 75-prozentige Förderung hilft der Gemeinde dabei, die bestehende Wirtschaftlichkeitslücke des Netzbetreibers (gut 895.000 Euro) auszugleichen. Der öffentliche Zuschuss liegt insgesamt bei 671.527 Euro – umgerechnet sind das pro Hausanschluss etwa 655 Euro.

In Halver, Märkischer Kreis, und Freudenberg, Kreis Siegen-Wittgenstein, ist ein noch größeres finanzielles Engagement der Kommunen erforderlich: Die Stadt Halver muss für den Anschluss von 495 Haushalten in den Ortsteilen Heesfeld und Hohenplanke insgesamt 878.592 Euro (1.793 Euro pro Anschluss) aufbringen, um die vorhandene Wirtschaftlichkeitslücke des Netzbetreibers zu schließen. Hierfür bewilligte die Bezirksregierung Arnsberg eine 90-prozentige Förderung (783.712 Euro) als Zuschuss zu der Investition der Kommune.

In Freudenberg, Kreis Siegen-Wittgenstein sind 409.700 Euro nötig, um für 290 Haushalte in den Ortsteilen Plittershagen und Mausbach Bandbreiten von bis zu 50 Mbit/s zu erreichen. Die Kosten pro Hausanschluss liegen damit umgerechnet bei 1.413 Euro. Die 90-prozentige Förderung bedeutet hier einen Zuschuss von insgesamt 368.730 Euro zu den Ausgaben der Stadt.

Gemeinsamer Förderantrag für alle Städte und Gemeinden im MK

Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Struktur und Verkehr des Märkischen Kreises sorgte gestern für einen wichtigen Impuls beim geplanten kreisweiten Breitbandausbau in über 70 Gewerbegebieten.

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Mit einem einstimmigen Votum sprach sich der Ausschuss für ein gemeinsames Vorgehen mit allen Städten und Gemeinden aus. Der Schulterschluss hat nicht zuletzt finanzielle Gründe: Tritt der Kreis als Antragsteller im Förderverfahren auf, stellt das Land NRW bis zu 80 Prozent an Zuschüssen zur Verfügung. Würden die Kommunen als einzelne Antragsteller auftreten, kämen aus Düsseldorf lediglich 60 Prozent an Zuschüssen. Nach der vorläufigen Kostenschätzung des Kreises summieren sich die Gesamtausgaben auf rund 11,2 Millionen Euro, der Anteil des Kreises beträgt danach 2,24 Millionen Euro.

Eine Reihe von offenen Fragen müssen vor einer Ausschreibung allerdigs noch geklärt werden. Zum Beispiel: Wie ist der Bedarf der Unternehmen und sind sie bereit, für Glasfaseranschlüsse mehr Geld auszugeben? Und sollen die Leerrohre und Glasfaserkabel direkt bis an die Grundstücksgrenze führen oder wird lediglich die Erschließung der Kabelverzweiger finanzierbar sein?

Die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH (TKG-SWF), an der der Märkische Kreis mit 21,4 Prozent beteiligt ist, soll das Ausschreibungs- und Förderverfahren mit der Bezirksregierung Arnsberg betreuen. „Dabei werden wir tatkräftig von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Märkischen Kreises (GWS), den kommunalen Wirtschaftsförderern, den Verwaltungen und der SIHK unterstützt“, so Stefan Glusa, Geschäftsführer der TKG-SWF.

Die Region zählt zu den ersten, die sich um die neue Landesförderung bewerben. Im November soll die Bedarfsabfrage bei den Unternehmern beginnen, im zweiten Quartal 2016 könnten – wenn alles klappt – die ersten Bagger rollen.

TKG-SWF informiert Regionalrat

Anfang September berichtete die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH in der Sitzung der Strukturkommission des Regionalrats Arnsberg über die Fortschritte beim Breitbandausbau in der Region und die nächsten Ziele bei der Umsetzung der Breitband-Agenda für Südwestfalen.

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Auch die neue Regierungspräsidentin Diana Ewert informierte sich in der Sitzung persönlich über die Arbeit der TKG. In ihrem Grußwort zu Beginn hob sie die Bedeutung des Breitbandausbaus als wichtigen Teil der Infrastruktur ausdrücklich hervor. Die TKG Geschäftsführer Stefan Glusa und Dr. Klaus Drathen machten deutlich, dass bei dem Thema eine enge Zusammenarbeit zwischen Kreisen, Kommunen, der Bezirksregierung, dem Land und Bund erforderlich und ausdrücklich erwünscht sei. Mit Sorge betrachten die Breitbandexperten allerdings, dass momentan eine „Rückkehr zum Kirchturmdenken“ sowohl auf regionaler, als auch auf bundespolitischer Ebene drohen könnte.

In einer gemeinsamen Stellungnahme von acht Bundesländern, darunter Nordrhein-Westfalen, zum geplanten Bundes-Förderprogramm wird kritisiert, dass das Zusammenwirken der staatlichen und kommunalen Stellen erschwert und der Breitbandausbau „noch komplizierter“ würde. Das Scoring-Verfahren, nach dem der Bund die Mittel verteilen wolle, benachteilige Betreibermodelle, da die zu fördernden Projekte bereits bis 2018 vollständig abgeschlossen sein müssten.

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Für den Regierungsbezirk Arnsberg zeigt die Versorgungsstatistik deutlich, dass für eine flächendeckende Versorgung mit höheren Bandbreiten von 30 und 50 Mbit/s bis 2018 noch erhebliche Ausbaumaßnahmen der Netzbetreiber erforderlich sein werden. Entscheidend für die beste Ausbaustrategie ist, abhängig von der jeweiligen Siedlungsstruktur, vor allem der technisch mögliche oder politisch geforderte Versorgungsgrad mit flächendeckenden, bzw. eher bedarfsorientierten Angeboten an Bandbreiten.