Förderzusage des Bundes für den Hochsauerlandkreis

Der Hochsauerlandkreis hat am gestrigen Dienstagabend, 21. März, den Förderbescheid für den Breitbandausbau in Höhe von über neun Millionen Euro erhalten, genau sind es 9.328.033,25 Euro. Franz-Josef Mönxelhaus als Koordinator für den Förderantrag und Stefan Glusa, Geschäftsführer der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen, nahmen den Bescheid vom Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Enak Ferlemann, entgegen.
Franz-Josef Mönxelhaus (2.v.r.) und Stefan Glusa (l.) nahmen im Beisein der heimischen Bundestagsabgeordneten Patrick Sensburg (2.v.l.) und Dirk Wiese (r.) den Bescheid vom Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann (Mitte) entgegen. / Foto: Hellmann
Beantragt wurden Ende Oktober 2016 insgesamt über 18 Millionen Euro für die Städte und Gemeinden im Kreisgebiet, der Bund fördert davon die Hälfte. Als nächstes wird der Antrag auf die Ko-Finanzierung beim Land NRW gestellt: Der Hochsauerlandkreis hofft auf eine schnelle Bewilligung dieser Ko-Finanzierung, damit anschließend das europaweite Ausschreibungs- und Vergabeverfahren gestartet werden kann.
Ziel des jetzt geförderten Ausbaus der Breitbandinfastruktur in den bislang unterversorgten Ortschaften ist, ein flächendeckendes Internet in den kommenden drei Jahren mit mindestens 50 Mbit/s als Zwischenschritt vorzuhalten. Dieser Infrastrukturausbau ist ein wichtiger Meilenstein, um bis 2025 Gigabit-fähige Netze zu haben. Schnelle Glasfaserleitungen sollen die Lebensqualität der Bürger und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auf Dauer sichern.
Der Hochsauerlandkreis und seine Kommunen hatten gemeinsam mit dem Breitbandkoordinator und der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen intensiv an dem umfangreichen Förderantrag gearbeitet. Der Antrag wurde gestellt für Bestwig, Brilon, Eslohe und Schmallenberg sowie die Orte der übrigen Städte, die nach der Landesförderung nicht förderfähig sind, da dort die verfügbare Bandbreite schon über 6 Mbit/s liegt. Aus der Landesförderung sind in den letzten Monaten bereits mehrere Millionen Euro in den Hochsauerlandkreis geflossen.

Die TKG auf der CeBIT 2017

Vorträge auf dem NRW-Gemeinschaftsstand
Die CeBIT, weltweit wichtigste Messe der digitalen Wirtschaft, findet vom 20. bis 24. März 2017 auf dem Messegelände in Hannover statt. Südwestfalen wird sich dort in diesem Jahr einem internationalen Fachpublikum als Best-Practice Region für den Breitbandausbau präsentieren. Dazu bietet die kommunale Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen der fünf südwestfälsichen Kreise, am Mittwoch, den 22. März auf der Bühne des Landesgemeinschaftsstandes Nordrhein-Westfalen in Halle 6, Stand E29/C30, jeweils um 10:00 Uhr und um 14:30 Uhr interessante Vorträge und Panel-Diskussionsrunden zu den Themen Breitbandkoordinatoren, Gigabitstrategie, Fördermittel und flächendeckende Glasfasernetze an.

Kommen Sie vorbei, wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

Breitbandgipfel CeBIT 2017
Außerdem bringt die Deutsche Breitbandinitiative bereits am Eröffnungstag der Messe (20. März) einflussreiche Branchenakteure auf der CeBIT beim Breitbandgipfel zusammen. Unter dem Motto „Erfolgsfaktor Gigabit-Netze – Mittelstandsförderung durch Breitbandausbau“ beschäftigen sich zahlreiche Fachvorträge und Paneldiskussionen mit der Notwendigkeit digitaler Infrastrukturen. (Halle 7, Stand D68, 14:00 bis 16:30 Uhr).

Kostenloses Fachbesucherticket anfordern
Als TKG laden wir unsere Kreistagsmitglieder, Gremienvertreter aus Gesellschafterversammlung und Aufsichtsrat, sowie den Verwaltungen aus dem Hochsauerlandkreis, Kreis Olpe, Kreis Soest, Kreis Siegen-Wittgenstein oder dem Märkischen Kreis wie in jedem Jahr wieder herzlich ein, die CeBIT als wichtigstes Event für die Digitalisierung der Wirtschaft und des öffentlichen Sektors zu besuchen. Nutzen Sie die CeBIT 2017 in Hannover zum Knüpfen wertvoller Kontakte und zum gezielten Wissenstransfer .

Ihr persönliches Fachbesucher-Ticket senden wir Ihnen auf Anfrage gerne kostenlos zu. Bitte füllen Sie dazu einfach das nachfolgende Formular aus.

Regionales Breitbandgespräch in Südwestfalen

Beim „Regionalen Breitbandgespräch Südwestfalen“ am Freitag, 3. Februar 2017 in Soest, hat sich NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin mit den Landräten Eva Irrgang (Soest), Andreas Müller (Siegen-Wittgenstein), Dr. Karl Schneider (Hochsauerlandkreis), Bürgermeistern, Breitbandkoordinatoren und anderen kommunalen Entscheidungsträgern in Südwestfalen, getroffen.

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Minister Duin begrüßt die Teilnehmer beim Breitbandgespräch Südwestfalen. (Foto: TKG-SWF)

Vor sechs Monaten hatte Minister Duin die Gigabit-Strategie des Landes für den Breitbandausbau vorgestellt und am 23. Januar 2017 mit Vertretern von Telekommunikationsunternehmen, Branchen- und kommunalen Spitzenverbänden in Düsseldorf das „Aktionsbündnis Gigabit“ gegründet.

Der Minister verwies auf die Bedeutung der digitalen Transformation für die Wettbewerbsfähigkeit der südwestfälischen Wirtschaft und die Lebensqualität in ländlichen Regionen und hob die Bedeutung eines schnelleren Ausbaus hervor.

Er betonte die Notwendigkeit, bis zum Jahr 2026 gigabitfähige Anschlussnetze flächendeckend auszurollen und tauschte sich mit den Verantwortlichen in Südwestfalen über die Digitalisierung und den Ausbau der Telekommunikationsnetze vor Ort aus. Duin begrüßte die Aktivitäten der Gemeinden, insbesondere die Beantragung von Fördermitteln aus den Bundes- und Landesförderprogrammen, die in naher Zukunft zu einer deutlichen Verbesserung führen werden.

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Darüber hinaus bot das regionale Breitbandgespräch eine Plattform, auf der die kommunalen Entscheider mit den Breitbandkoordinatoren der südwestfälischen Kreise, der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen, Breitband.NRW und dem Minister über Ausbaustrategien und Umsetzung sprechen konnten.

Eingeladen waren politische Entscheidungsträger aus den Städten und Gemeinden der Kreise Soest, Olpe, Siegen-Wittgenstein, Hochsauerlandkreis, Märkischer Kreis, sowie Unna und des Ennepe-Ruhr-Kreises. Bei den Regionalen Breitbandgesprächen handelt sich um eine Veranstaltungsreihe, die auf Initiative des Ministers in verschiedenen Regionen in NRW durchgeführt werden. Minister Duin möchte hierdurch persönlich über die Gigabit-Strategie, sowie Fördermöglichkeiten des Landes und Bundes informieren.

Breitbandbefragung 2017 der Stadt Sundern

Noch bis zum 10.02.2017 lädt die Stadt Sundern alle Unternehmerinnen und Unternehmer ein, sich an einer Umfrage der Wirtschaftsförderung zur Breitbandversorgung im Stadtgebiet Sundern zu beteiligen.

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Damit will die Stadt eine wichtige Grundlage schaffen, um den Breitbandausbau in Sundern effektiv voranzubringen. Die Daten können u.a. bei der Beantragung von weiteren Fördergeldern für den Breitbandausbau in Gewerbegebieten hilfreich sein. Ziel der Umfrage sei es, einen Überblick über die aktuelle Versorgungssituation und den Bedarf an Breitbandanschlüssen zu erhalten sowie mögliche Lücken in der Anbindung zu identifizieren. Diese Daten könnten für aktuelle Anträge für das Bundesförderprogramm zum Breitbandausbau genutzt werden, um alle Gewerbegebiete mit möglichst 1GB-Leitungen zu versorgen.

Wichtig für die Wirtschaftsförderung Informationen möglichst vieler Unternehmen, zu ihrem derzeitigen sowie zum voraussichtlichen zukünftigen Breitbandbedarf. In diesem Zusammenhang interessiert auch, über welchen Anbieter die aktuellen Anschlüsse gebucht sind und ob die tatsächlichen Up- bzw. Downloadraten von den gebuchten Leistungen abweichen.

Die Umfrage kann unter https://www.surveymonkey.de/r/Breitbandumfrage-sundern aufgerufen werden. Die Teilnahme ist freiwillig und unverbindlich. Kontaktdaten werden von der Wirtschaftsförderung gespeichert und zu zukünftigen Kommunikationszwecken verwendet. Ergebnisse der Umfrage können in anonymisierter Form veröffentlicht werden.

Ansprechpartnerin in der Stabstelle für Wirtschaftsförderung und Kommunikation der Stadt Sundern ist Frau Julia Wagener, j.wagener@stadt-sundern.de, Tel. 02933-81180.

Breitbandausbau in Winterberger Ortsteilen

In der Stadt Winterberg sollen die Bürgerinnen und Bürger in den Ortsteilen Hildfeld, Grönebach und Altenfeld in den kommenden Monaten schnellere Breitbandanschlüsse bekommen.

Nachdem Bürgermeister Werner Eickler im November einen Förderbescheid des Landes entgegennehmen durfte (wir berichteten), wurde jetzt ein Vertrag zwischen der Stadt und der Deutschen Telekom unterschrieben.

Bürgermeister Werner Eickler (l.) und Reinhard Rohleder, Deutsche Telekom, beim Vertragsabschluss. (Foto: Stadt Winterberg)
Bürgermeister Werner Eickler (l.) und Reinhard Rohleder, Deutsche Telekom, beim Vertragsabschluss. (Foto: Stadt Winterberg)

Damit sollen spätestens ab Ende des 2. Quartals 2018 rund 718 Haushalte Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s (Megabit pro Sekunde) nutzen. Die Telekom werde rund 22 Kilometer Glasfaser verlegen und 4 Verteiler aufstellen.

Nun beginne die Feinplanung für den Ausbau. Gleichzeitig werde eine Firma für die Tiefbaumaßnahmen ausgesucht und das notwendige Material bestellt. Sobald alle Kabel verlegt und Multifunktionsgehäuse aufgestellt sind, erfolge der Anschluss ans Netz der Telekom. In der Regel vergehen zwischen dem Vertragsabschluss und der Buchbarkeit der Anschlüsse achtzehn Monate.

Stadt Sundern bekommt 1,7 Mio. Euro für Breitbandausbau

Auch die Stadt Sundern erhält jetzt Fördermittel für den Breitbandausbau, und zwar in stattlicher Höhe: 1,7 Millionen Euro Fördergelder aus dem Programm „Breitbandversorgung ländlicher Räume“ sollen bald für eine schnellere Internetverbindung in insgesamt 12 Ortsteilen in Sundern sorgen.

Bürgermeister Ralph Brodel (l.), Stadt Sundern, Regierungspräsidentin Diana Ewert (Foto: Bezirksregierung Arnsberg)
Bürgermeister Ralph Brodel (l.), Stadt Sundern, Regierungspräsidentin Diana Ewert (Foto: Bezirksregierung Arnsberg)

Gefördert wird der Breitbandausbau in den Ortsteilen Estinghausen, Langscheid, Hövel, Bruchhausen/Henninghausen, Hüttebrüchen, Wilde Wiese, Saal, Brenschede, Endorfer Hütte, Linneper Hütte, Meinkenbracht und Röhrenspring. Insgesamt sollen dort rund 1.600 Haushalte und Gewerbebetriebe von dem geplanten Ausbau profitieren. Auch darüber hinaus sollen durch den Netzausbau weitere, insgesamt rund 3.000 benachbarte Haushalte bzw. Gewerbetreibende zu den o. g. Ortschaften, mehr Bandbreite erhalten.

In Arnsberg übergab Regierungspräsidentin Diana Ewert am 20. Dezember die Förderbescheide an Sunderns Bürgermeister Ralph Brodel. „Gerade im ländlichen Raum ist eine leistungsstarke Breitbandversorgung ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen und Familien. Deshalb ist es gut, dass wir jetzt mit neuerlichen Fördermitteln Versorgungslücken auch in Sundern schließen können“, sagte Regierungspräsidentin Ewert.

Wie die Stadt Sundern haben viele Kommunen im Hochsauerlandkreis in den letzten Monaten Fördermittel erhalten (wir berichteten) und werden vom Hochsauerlandkreis und der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen bei den Förderanträgen und im weiteren Verfahren unterstützt. Dadurch erfolgt der Breitbandausbau unter Einsatz von Fördermitteln aus den unterschiedlichen Förderprogrammen von Bund und Land interkommunal abgestimmt und so effizient wie möglich.

Weitere Förderbescheide für Breitbandkoordinatoren

Land stellt für Märkischen Kreis und Hochsauerlandkreis jeweils 150.000 Euro für die Arbeit der Breitbandkoordinatoren bereit.
Damit haben alle fünf südwestfälischen Kreise eine Förderung erhalten und Breitbandkoordinatoren etabliert.

Der Breitbandausbau für schnelleres Internet im Märkischen Kreis kommt schrittweise voran. Landrat Thomas Gemke konnte jetzt in Düsseldorf von NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin den Förderbescheid für einen Breitbandkoordinator entgegennehmen. Das Land unterstützt damit den Kreis in den nächsten drei Jahren bei der Koordination und Planung der Netzausbauaktivitäten mit insgesamt 150.000 Euro. Minister Duin: „Mit der Förderung von Breitbandkoordinatoren und Infrastruktur-Projekten bringen wir den Ausbau des schnellen Internets maßgeblich voran.“

NRW Wirtschaftsminister Garrelt Duin (l) überreicht den Förderbescheid an den Märkischen Kreis, vertreten durch Landrat Thomas Gemke in Düsseldorf am Montag, 21. November 2016. (Foto: MWEIMH NRW/Roberto Pfeil)
NRW Wirtschaftsminister Garrelt Duin (l) überreicht den Förderbescheid an den Märkischen Kreis, vertreten durch Landrat Thomas Gemke in Düsseldorf am Montag, 21. November 2016. (Foto: MWEIMH NRW/Roberto Pfeil)

„Es geht darum, insgesamt rund 40 Gewerbegebiete mit schnellerem Internet zu versorgen“, erklärt Landrat Thomas Gemke. Die Gesamtkosten werden voraussichtlich 12,5 Millionen Euro betragen. 2,5 Millionen Euro davon trägt der Märkische Kreis, der auch Antragsteller ist. „Wir sind beim Ausbau für die Gewerbegebiete im Vergabeverfahren“, erklärt Tilo Deckert, Breitbandkoordinator für den Kreis. Der Förderantrag über insgesamt zehn Millionen Euro sei im Juni gestellt worden, die Bezirksregierung habe einem vorzeitigen Maßnahmenbeginn zugestimmt. Die Ausschreibungsunterlagen wurden mittlerweile an alle potenziellen Netzbetreiber verschickt. Im Rahmen des Teilnehmerwettbewerbs haben sich drei interessierte Betreiber gemeldet.

Landrat Thomas Gemke: „Der Kreistag hatte die Verwaltung in seiner Sitzung Ende Oktober einstimmig beauftragt, gemeinsam mit den kreisangehörigen Kommunen und der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH (TKG-SWF) auch die weiteren Schritte im Förderverfahren für Wohngebiete und Ortslagen durchzuführen.“ Aufgrund deutlich verbesserter Förderprogramme von Bund und Land für den Ausbau der Breitband-Infrastruktur, haben der Märkische Kreis und die angehörigen Kommunen eine gemeinsame Initiative zum Anschluss von bisher unterversorgten Gebieten ergriffen. Gemke: „Der Förderantrag ist gestellt. Wir hoffen auf den Zuschlag des Bundesministeriums für Verkehr und mobile Infrastruktur im Frühjahr nächsten Jahres.“

Der Breitbandbeauftragte des HSK, Franz-Josef Mönxelhaus (r.), nahm für den Hochsauerlandkreis den Förderbescheid von Minister Garrelt Duin entgegen. (Foto: MWEIMH NRW/Roberto Pfeil)
Der Breitbandbeauftragte des HSK, Franz-Josef Mönxelhaus (r.), nahm für den Hochsauerlandkreis den Förderbescheid von Minister Garrelt Duin entgegen. (Foto: MWEIMH NRW/Roberto Pfeil)

Auch der Hochsauerlandkreis erhielt einen Förderbescheid für seinen neuen Breitbandkoordinator, den der bisherige HSK-Breitbandbeauftragte Franz-Josef Mönxelhaus von Minister Duin entegennahm. Damit kann am 1. Januar 2017 Ludger Laufer seine Arbeit als neuer Breitbandkoordinator des Hochsauerlandkreises offiziell beginnen.

Nach den guten Erfahrungen mit der Arbeitsweise der Projektleiter der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft, hatten sich alle fünf südwestfälischen Kreise entschieden, Breitbandkoordinatoren einzustellen und entsprechend fördern zu lassen. Der Kreis Olpe, der Kreis Soest und der Kreis Siegen-Wittgenstein hatten ihre Bescheide bereits entgegennehmen können (wir berichteten). Die TKG-SWF unterstützt weiterhin alle Kreise beim flächendeckenden Breitbandausbau in Südwestfalen.

Weitere 1,5 Mio. Euro für Breitbandausbau im Hochsauerlandkreis bewilligt

Bezirksregierung bewilligt Fördermittel für schnelles Internet in Medebach, Winterberg, Hallenberg und Olsberg

Das kreisweit abgestimmte Vorgehen bei der Breitbandförderung im Hochsauerlandkreis ist ein Erfolgsmodell. Weitere 1.528.069 Euro Fördergelder aus dem Programm „Breitbandversorgung ländlicher Räume“ sorgen für eine schnellere Internetverbindung in insgesamt 17 Ortsteilen der Städte Medebach, Winterberg, Hallenberg und Olsberg. Künftig werden dort rund 4.500 Haushalte erstmals mit schnellen Internetverbindungen versorgt.

In Arnsberg übergab Regierungspräsidentin Diana Ewert am Montag, 7. November 2016 die Bescheide an die Bürgermeister Thomas Grosche (Medebach), Werner Eickler (Winterberg), Michael Kronauge (Hallenberg) und Wolfgang Fischer (Olsberg). „Eine leistungsstarke Breitbandversorgung ist auch und gerade im ländlichen Raum ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen und Familien. Deshalb ist es gut, dass wir jetzt mit neuerlichen Fördermitteln Versorgungslücken in weiteren Kommunen schließen können“, sagte Ewert.

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v.l. Thomas Grosche, Medebach, Werner Eickler, Winterberg, Regierungspräsidentin Diana Ewert, Michael Kronauge, Hallenberg, Wolfgang Fischer, Olsberg (Foto: BRA)

Die Stadt Medebach erhält im Rahmen der „Förderung der Breitbandversorgung ländlicher Räume“ Fördermittel in Höhe von 567.322 Euro. Profitieren werden dort die Ortsteile Berge, Dreislar, Küstelberg, Wissinghausen, Titmaringhausen, Deifeld und Referinghausen. In der Stadt Winterberg wird die schnelle Internetverbindung mit 316.927 Euro in den Ortsteilen Hildfeld, Grönebach und Altenfeld verbessert. Die Hallenberger Ortsteile Braunshausen und Hesborn verfügen demnächst ebenfalls über eine gute Internetverbindung. Die Fördersumme beläuft sich hier auf 76.065 Euro. In Olsberg profitieren die Ortsteile Assinghausen, Wiemeringhausen, Brunskappel, Elpe und Heinrichsdorf von der Fördersumme in Höhe von 567.755 Euro für den Ausbau der Internetverbindungen.

Vor Kurzem hatten bereits Arnsberg, Marsberg und Meschede Förderbescheide für eine Landesförderung erhalten (wir berichteten). Auch die Stadt Sundern bereitet noch einen Antrag vor.

Weitere Fördermittel wurden vom Hochsauerlandkreis beim Bund beantragt

Am Donnerstag, 27. Oktober, hatte der Hochsauerlandkreis außerdem einen millionenschweren Antrag für den Breitbandausbau nach Berlin in das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geschickt. Der Antrag wurde gestellt für Bestwig, Brilon, Eslohe und Schmallenberg sowie die Orte der übrigen Städte, die nach der Landesförderung nicht förderfähig sind, da dort die verfügbare Bandbreite schon über 6 Mbit/s liegt. Landrat Dr. Karl Schneider hofft auf eine Bewilligung Anfang 2017: „Ziel bleibt, die letzten weißen Flecke bei der Breitbandversorgung im Hochsauerlandkreis zu beseitigen.“

Mit der Bundesförderung kann für Gewerbe- und Ortslagen ein Ausbau von mindestens 50 Mbit/s erreicht werden. Die Förderquote des Bundes beträgt dabei 50 Prozent, mit weiteren 40 oder bei Kommunen in der Haushaltssicherung sogar 50 Prozent, unterstützt das Land mit einer Kofinanzierung.

„Die enge Zusammenarbeit der Kommunen mit dem Breitbandkoordinator des Kreises und der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen hat den Antrag in zweistelliger Millionenhöhe möglich gemacht“, bedankt sich Landrat Dr. Schneider für die enge Kooperation aller Beteiligten.

Meschede, Marsberg, Arnsberg und Netphen erhalten 2,3 Mio. Euro für Breitbandausbau

Weitere Fördermittel für schnelles Internet im ländlichen Raum gehen nach Südwestfalen. Die rund 2,3 Mio. Euro Fördergelder aus dem Programm „Breitbandversorgung ländlicher Räume“ sorgen bald für schnellere Internetverbindungen in Ortsteilen der Städte Marsberg, Meschede, Arnsberg und Netphen. Mehr Bandbreite erhalten dort rund 3.500 private und gewerbliche Anschlüsse.

Am 25. Juli 2016 übergab Regierungspräsidentin Diana Ewert in Arnsberg die Förderbescheide an die Bürgermeister Paul Wagener (Netphen), Christoph Weber (Meschede) und Klaus Hülsenbeck (Marsberg). „Eine leistungsstarke Breitbandversorgung ist auch und gerade im ländlichen Raum ein ganz wichtiger Standortfaktor für Unternehmen und Familien. Deshalb ist es gut, dass wir jetzt mit neuerlichen Fördermitteln Versorgungslücken in weiteren südwestfälischen Kommunen schließen können“, sagte die Regierungspräsidentin bei der Bescheidübergabe.

v.l.: Bürgermeister Christoph Weber (Meschede), Bürgermeister Paul Wagener (Netphen), Regierungspräsidentin Diana Ewert, Bürgermeister Klaus Hülsenbeck und Werner Besche (Marsberg) (Foto: Bezirksregierung Arnsberg)
v.l.: Bürgermeister Christoph Weber (Meschede), Bürgermeister Paul Wagener (Netphen), Regierungspräsidentin Diana Ewert, Bürgermeister Klaus Hülsenbeck und Werner Besche (Marsberg) (Foto: Bezirksregierung Arnsberg)

Zur Vorbereitung der Förderanträge erfolgte im Hochsauerlandkreis eine Koordination durch den Breitbandbeauftragten des HSK und die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen (TKG-SWF). „Dank der engen und routinierten Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und dem Kreis, konnten die neuen GAK-Förderanträge schnell gestellt und bewilligt werden“, lobt TKG-SWF Geschäftsführer Stefan Glusa das gemeinsame Vorgehen aller Beteiligten und die rasche Bewilligung durch die Bezirksregierung. Weitere Kommunen aus dem Hochsauerlandkreis werden in Kürze mit ihren Förderanträgen folgen. Im HSK war ein kreisweites Markterkundungsverfahren für alle Städte und Gemeinden durchgeführt worden (wir berichteten), das die Antragstellung erheblich vereinfachte. Die jeweiligen Ausbaugebiete bestimmten die Kommunen, abhängig von ihrer Haushaltssituation, anschließend selbst.

Drei Bescheide über insgesamt 890.937 Euro (90 % der Gesamtkosten von 989.930 Euro) erhält die Stadt Meschede. Die Mittel kommen 938 privaten und gewerblichen Einzelanschlüssen in den Ortsteilen Bergerhammer, Blüggelscheid, Brumlingsen, Enkhausen, Erflinghausen, Frenkhausen, Klause, Mosebolle, Schüren und (teilweise) Mielinghausen zugute.

Die Stadt Marsberg erhält im Rahmen der „Förderung der Breitbandversorgung ländlicher Räume“ mit zwei Bescheiden 626.670 Euro – das sind 90 Prozent der Gesamtkosten (696.300 Euro). Davon profitieren die Ortsteile Borntosten, Heddinghausen, Helminghausen, Leitmar, Obermarsberg und Udorf – insgesamt 1.857 private und gewerbliche Einzelanschlüsse.

Und in der Stadt Netphen dürfen sich die Nutzerinnen und Nutzer von 159 privaten und gewerblichen Einzelanschlüssen in den Ortsteilen Afholderbach und Sohlbach über eine bessere Breitbandversorgung freuen. Fördermittel über 58.653 Euro (90 % der Gesamtkosten von 65.170 Euro) machen es möglich.

Die von der Regierungspräsidentin übergebenen Bescheide für Marsberg, Meschede und Netphen sind Teil eines Förderpakets in Höhe von insgesamt 2,8 Mio. Euro für Kommunen im Regierungsbezirk, davon entfallen rund 2,3 Mio. auf Südwestfalen. Darunter sind dann ebenfalls zahlreiche Dörfer im Stadtgebiet Arnsberg wie Holzen, Ainkhausen, Albringen, Wettmarsen, Dahlsen, Deinstrop, Dreisporn, Gut Stiepel, Kirchlinde, Möhringen, Retringen und Wenningen. Die Mittel stammen  aus dem Programm „Breitbandversorgung ländlicher Räume“ und werden vom Bund und vom Land NRW zur Verfügung gestellt.

Die übrigen Gebiete, die für eine Förderung nach diesem Programm nicht in Frage kommen, werden vom Hochsauerlandkreis in einen kreisweiten Förderantrag nach dem Bundesförderprogramm gebündelt. Dieser soll bis spätestens Ende Oktober auf den Weg nach Berlin gebracht werden.

Siehe auch: http://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/foerderbescheide-schnelles-internet-100.html

Bergdorf Wildewiese setzt auf Richtfunk

Durch die Eigeninitiative der Dorfgemeinschaft Wildewiese ist schnelles Internet nun auch in dem Sunderner Ortsteil verfügbar. Um nicht länger auf Glasfaserkabel und Gelder aus Förderverfahren warten zu müssen, hatten die Wildewieser selbst eine Lösung gesucht und gefunden: Richtfunk.

Schombergturm
Der Schombergturm (Foto: Stadt Sundern)

Im Frühjahr 2016 hatten sich die Wildewieser zusammengetan und Angebote eingeholt. Nach gut 3 Monaten Planungs- und Bauzeit konnten jetzt die ersten acht Anschlüsse in Betrieb gehen. Realisiert hat die Anbindung der Häuser über eine Richtfunkstrecke und die Zuführung der Bandbreite in den Ort die Firma ProNet Systems aus Sundern.

Von einem alten Liftmast wird das Funksignal im Ort verteilt: „Jeder Teilnehmer hat dazu eine kleine Antenne, mit der das Signal empfangen wird“, erklärt Daniel Wagner von ProNet Systems im Interview. Das Signal selbst kommt aus dem Netz der Unitymedia in Allendorf und wird von dort über Saal nach Wildewiese zum Schomberg geschickt. Da sich viele der Haushalte im Ort beteiligten, wurde der einzelne Anschluss günstiger: Pro Privathaushalt rund 150 Euro. Das gesamte Projekt habe rund 3.000 Euro gekostet.

Weil vorher nur eine Versorgung über LTE mit Volumentarifen vorhanden war, freuen sich die Wildewieser und vor allem das NaturHotel Wildewiese über die Vorteile eines Breitbandzugangs mit bis zu 200 Mbit/s per Funk. „Natürlich stellen wir unseren Gästen seit Jahren kostenlos einen WLAN Zugang zur Verfügung. Aber weder Geschwindigkeit noch Datenvolumen waren nach heutigem Standard ausreichend. Das gehört nun der Vergangenheit an. Endlich können wir unseren Hotel- und Restaurantgästen auch hier einen TOP-Service bieten“, berichtet Marion Steinberg vom NaturHotel Wildewiese.

Das Beispiel Wildewiese zeigt, dass ein Technologie-Mix gerade in den Außenbereichen ein guter Weg für eine schnelle und kostengünstige Versorgung sein kann, so die Einschätzung von Stefan Glusa von der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen. Mit modernen Richtfunktechnologien lassen sich Standorte schnell und kostengünstig vernetzen und hohe Investitionskosten für Kabeltrassen vermeiden. Funknetze und Glasfasernetze ergänzen einander dabei und sind kein Gegensatz: „Wenn die Bereitschaft da ist, und alle heute zur Verfügung stehenden Technologien genutzt werden, können Anbindungen auch für wenige Haushalte wirtschaftlich betrieben werden. Dazu gibt es fähige Unternehmen in der Region, die Umsetzung und Betrieb übernehmen.“ Die Telekommunikationsgesellschaft berät Interessierte seit Jahren anbieter- und technologieneutral zu diesen Themen.

Das einst selbständige Bergdorf Wildewiese an der Sorpequelle ist ein ideales Wander- und Skigebiet ohne Durchgangsverkehr. Es liegt auf der Höhe zum Kreis Olpe mit herrlichem Blick über Lenne- und Sorpetal. Von der Aussichtsplattform des Vodafone-Richtfunkturms auf dem Schomberg bietet sich dem Besucher eine grandiose Aussicht.