Verträge mit Vodafone und innogy im Kreis Soest unterzeichnet

In seinem zweiten, kreisweiten Bundesförderverfahren hat der Kreis Soest als erster der fünf südwestfälischen Kreise die Suche nach gefördert ausbauenden Telekommunikationsunternehmen erfolgreich abgeschlossen. Anfang Juni wurden im Kreishaus die Verträge mit den Unternehmen Vodafone und innogy TelNet unterzeichnet, die sich in der europaweiten Ausschreibung (wir berichteten) durchgesetzt haben.

„Mit Abstand die Besten“: Dieses, in Zeiten von Corona gleichfalls beliebte Abi-Motto, präsentiert der Kreis Soest bei seinem Fototermin zur Vertragsunterzeichnung für den Breitbandausbau in den abgelegenen und unterversorgten Bereichen. (v.l. Fabian Klein, Vodafone GmbH), Christoph Hellmann, Kreis Soest, Landrätin Eva Irrgang, Bürgermeister Dr. Remco van der Velden, Geseke und Carsten Lagemann, innogy TelNet GmbH. Foto: Kreis Soest)

Damit ist sichergestellt, dass auch die Außenbereiche im Kreisgebiet mit zukunftsfähiger Glasfaser bis ins Haus versorgt werden. 3.900 private Haushalte in Einzellagen, 71 Schulen und drei Krankenhäuser werden durch die innogy TelNet und 1.118 Betriebe in 23 Gewerbegebieten durch Vodafone ausgebaut. Zunächst muss die Prüfung durch Bund und Land abgewartet werden, erst dann dürfen die beiden Firmen mit dem Ausbau beginnen, voraussichtlich im Herbst. In den kommenden dreieinhalb Jahren sollen über 1.500 Kilometer Leerrohre und mehr als 5.000 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden.

„Ein Infrastrukturprojekt in diesen Dimensionen hat es im Kreis Soest noch nie gegeben“, sagt Landrätin Eva Irrgang.  „Wir haben gemeinsam alles daran gesetzt, dass gerade für die Außenlagen und die noch nicht ausreichend versorgten Gewerbegebiete eine Lösung gefunden wird. Daher freut es mich umso mehr, dass wir zwei große Telekommunikationsunternehmen gefunden haben, die sich der Aufgabe bei uns stellen. Denn in einer Zeit, in der überall in der Bundesrepublik Auftragnehmer gesucht werden, ist das nicht einfacher geworden“, so die Landrätin weiter. Breitbandkoordinator Christoph Hellmann ergänzt: „So eine Chance, dass in diesen abgelegenen und unterversorgten Bereichen eine zukunftsfähige Breitbandversorgung mit Glasfaser bis zur mittlerweile sprichwörtlichen letzten Milchkanne gebaut werden kann, kommt nie wieder.“ Die umfangreichen Vorbereitungen, bei denen in enger Zusammenarbeit mit allen Kommunen jede Adresse im Kreis Soest noch einmal überprüft und, wenn möglich, mit in den Förderantrag aufgenommen wurde, zahlten sich jetzt aus.“
Gesekes Bürgermeister Dr. Remco van der Velden begleitete für die 14 Kommunen des Kreises das Verfahren: „Ich freue mich sehr, dass Kommunen und Kreis bei diesem wichtigen Thema zusammenarbeiten. Seit 2015 verfolgen wir gemeinsam die Strategie Glasfaser-Hausanschlüsse für möglichst viele Haushalte und Unternehmen im Kreis so gefördert zu bekommen, dass ein anschließender eigenwirtschaftlicher Ausbau möglich ist.“
Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH begleitet den Kreis Soest in dem Förderverfahren mit fachlicher Beratung.

Aktuelle Informationen werden auf der Homepage des Kreises unter kreis-soest.de/breitband veröffentlicht.

Gefördertes Breitbandnetz in Freudenberg in Betrieb

Im Rahmen des flächendeckenden Breitbandausbaus im Kreis Siegen-Wittgenstein hat innogy Telnet das geförderte Netz in Freudenberg vollständig in Betrieb genommen. Dafür wurden neue Glasfaserkabel „bis zum Bordstein“ gelegt. Der Hausanschluss erfolgt über das bisherige Kupferkabel und bietet Übertragungsraten von bis zu 120 Megabit pro Sekunde im Download. Schulen, Industrieunternehmen und Gewerbebetriebe erhalten sogar Glasfaseranschlüsse bis ins Gebäude. Diese ermöglichen Downloadgeschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit.
Landrat Andreas Müller (Kreis Siegen-Wittgenstein) und Bürgermeisterin Nicole Reschke (Stadt Freudenberg) lassen sich von Achim Loos (innogy) das Breitbandnetz zeigen. (Foto: Kreis-Siegen-Wittgenstein)
Landrat Andreas Müller (Kreis Siegen-Wittgenstein, l.) und Bürgermeisterin Nicole Reschke (Stadt Freudenberg) lassen sich von Achim Loos (innogy) das neue Breitbandnetz zeigen. (Foto: Kreis-Siegen-Wittgenstein)
Landrat Andreas Müller freut sich, dass der flächendeckende Breitbandausbau in Siegen-Wittgenstein (wir berichteten) inzwischen nahezu abgeschlossen ist: „Als wir gesagt haben, wir bringen schnelles Internet praktisch bis in jedes Haus, waren viele sehr skeptisch. Hier in Freudenberg sind wir jetzt fertig. Dafür möchte ich mich bei unserem Ausbaupartner innogy ganz herzlich bedanken!“, so Müller: „Kreisweit werden wir in Kürze eine 98-Prozent-Abdeckung erreicht haben. Am Anschluss der letzten beiden Prozent arbeiten wir ebenfalls schon. Entsprechende Förderzusagen liegen uns vor. Diese zwei Prozent werden dann sogar die allerneuste Technik erhalten – nämlich Glasfaserhausanschlüsse.“
Auch Bürgermeisterin Nicole Reschke freut sich über die Inbetriebnahme und die Leistungsfähigkeit des neuen Netzes: „Highspeed-Internet ist für unsere Bürgerinnen und Bürger von großer Bedeutung und erhöht die Attraktivität von Freudenberg als Wohn- und Gewerbestandort nachhaltig. Heutzutage braucht man nicht nur einen guten Autobahnanschluss, den wir als Freudenberger schon lange haben – leistungsfähige Anschlüsse an die Datenautobahnen sind genauso unverzichtbar. Und die haben wir jetzt endlich bekommen!“
Durch den mit Bundes- und Landesmittel geförderten Breitbandausbau des Kreises wurden folgende Freudenberger Ortsteile an das Breitbandnetz angeschlossen: Bottenberg, Bühl, Büschergrund, Dirlenbach, Freudenberg, Hohenhain, Lindenberg, Niederheuslingen, Niederndorf, Oberfischbach, Oberheuslingen und Oberholzklau.
Für innogy bzw. Westnetz ist der Bau von Breitbandnetzen zwar Neuland, sagt Achim Loos, aber: „Unsere langjährige Erfahrung als Energieunternehmen im Ausbau der Strom- und Gasnetze setzen wir jetzt verstärkt auch beim Breitbandausbau ein und sind auch hier ein verlässlicher Partner der Kommunen. Wir freuen uns sehr, als Partner den Menschen in Freudenberg nun das schnelle Surfen im Internet ermöglichen zu können.“

In Freudenberg wurden elf Glasfaserverteilerschränke aufgestellt und 44 Multifunktionsgehäuse (MFG) an die Dateninfrastruktur des Glasfasernetzes angebunden. Zudem wurden 56 km Leerrohre verlegt sowie über 80 km Glasfaserkabel eingebracht und montiert. Für die Stadt bedeutet dieser Ausbau, dass jetzt etwa 3.000 Adressen bzw. Wohneinheiten neu und erstmals die schnelle Datenautobahn nutzen können.
Grundsätzlich können alle Anbieter das neue Netz nutzen, sofern sie bereits einen Vertrag mit dem Netzbetreiber geschlossen haben. Welche Anbieter aktuell bereits verfügbar sind, können Privat- und Geschäftskunden unter www.siegen-wittgenstein.de/Breitbandausbau nachlesen.

Erste geförderte Glasfaseranschlüsse im Kreis Soest aktiv

Am Mittwoch, den 15. Januar 2020 wurden im Kreis Soest symbolisch die ersten Glasfaseranschlüsse des geförderten Breitbandausbaus im3. Call des vom Bund und Land geförderten Breitbandausbaus aktiviert. Erster Kunde ist die Firma Panek Türen und Fenster im Gewerbegebiet Geseke-Ost.
Nehmen das geförderte Glasfasernetz in Betrieb (v.l.): Dr. Markus Tietmeyer (ateneKOM) Christoph Hellmann (Breitbandkoordinator Kreis Soest), Katharina Reiche (innogy Westenergie), Dr. Remco van der Velden (Bürgermeister Stadt Geseke), Carsten Lagemann (innogy TelNet), Landrätin Eva Irrgang (Kreis Soest) und Peter Panek, (Panek Türen und Fenster). Foto: TKG-SWF
„Der Kreis Soest gilt als Wegbereiter und Treiber des digitalen Wandels“ sagte Dr. Markus Tietmeyer, Regionalleiter NRW der atene KOM GmbH, dem Projektträger des Bundesförderprogramms: „Die Region Südwestfalen hat die richtige Entscheidung getroffen und frühzeitig eine Förderung für das Ausbauprojekt beantragt“. Landrätin Eva Irrgang ergänzte erfreut: „Während andere Regionen noch in der Papier- und Planungsphase stecken, können wir das Netz bereits sukzessiv einschalten. Damit ist ein wichtiger Meilenstein des interkommunalen Großprojekts Breitbandausbau im Kreis Soest erreicht, denn jetzt erhalten die ersten Kunden Highspeed-Internet“.
Breitbandkoordinator Christoph Hellmann betonte: „Der freie Markt hat in den unterversorgten Gebieten versagt, da sich der Ausbau nicht rentierte. Mit Hilfe von Fördermitteln haben wir daher zusammen mit den Kommunen eingegriffen und schaffen die nötigen Voraussetzungen für eine zukunftssichere Breitbandversorgung in der Region“.
Katherina Reiche, Vorsitzende der Geschäftsführung der innogy Westenergie, stellte die besondere Bedeutung einer breitbandigen Internetversorgung heraus: „Mit der modernen Informationsgesellschaft wird breitbandiges Internet immer wichtiger: Als Wachstumstreiber für den industriellen Mittelstand, für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und als Plattform für digitale Dienste in einer Kommune trägt es zur Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse bei“.
Das geförderte Glasfasernetz wird 6.462 unterversorgte Privatadressen und 761 Adressen von Gewerbebetrieben mit zukunftssicherer Glasfaser „Fiber to the Building“ (FTTB), bis in jedes Haus versorgen. Um dies alles im Fördergebiet auszuführen, müssen im Kreis Soest auf fast 600 Kilometern Tiefbauarbeiten, wovon schon fast die Hälfte gebaut ist, durchgeführt und weit über 1.500 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden. Diese Baumaßnahme kostet insgesamt rund 40,7 Mio. Euro. Damit sich der Ausbau für die innogy TelNet wirtschaftlich lohnt, werden rund 20,6 Mio. Euro Förderung zugesteuert. Diese wird anteilig vom Bund (10,3 Mio. Euro), vom Land (9,4 Mio. Euro) und aus dem Eigenanteil der Kommunen (800.000 Euro) aufgebracht. Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH hat das Förderverfahren mit fachlicher Beratung begleitet.

Ausschreibung 6. Call im Kreis Siegen-Wittgenstein läuft

Im Kreis-Siegen-Wittgenstein wurde die europaweite Ausschreibung im 6. Förderaufruf des Bundesförderprogramms Breitband gestartet. Es ist bereits die vierte kreisweite Ausschreibung im 6. Call aus der Region Südwestfalen.

Die Karte zeigt die gefördert zu versorgenden Anschlüsse im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein.
Die Karte zeigt die gefördert zu versorgenden Anschlüsse im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein.

Gegenstand der Ausschreibung ist die Beauftragung eines Unternehmens mit der Errichtung und dem Betrieb einer Breitbandinfrastruktur der nächsten Generation (Next Generation Access-NGA) in den noch unterversorgten Gebieten des Kreises Siegen-Wittgenstein (nachfolgend -Auftraggeber-). Das zu errichtende NGA-Netz muss eine Versorgung der im Ausbaugebiet ausgewiesenen unterversorgten Adressen und Gewerbegebiete mit einer Bandbreite von mindestens 1 Gbit/s symmetrisch gewährleisten. Insoweit die Errichtung und der Betrieb eines solchen NGA-Netzes im Ausbaugebiet nicht eigenwirtschaftlich abbildbar sind, ist der Auftraggeber bereit, dem privaten Telekommunikationsunternehmen einen einmaligen, nichtrückzahlbaren Investitionszuschuss zur Deckung seiner Wirtschaftlichkeitslücke zur Verfügung zu stellen (sog. Wirtschaftlichkeitslückenmodell).

Die vollständigen Ausschreibungsunterlagen können im Vergabeportal abgerufen werden:

Vergabenummer:  156101 80 0119
Vergabebezeichnung:  Breitbandausbau, DL-Konzession im Rahmen eines Wirtschaftlichkeitslückenmodells
Weitere Informationen: https://www.meinauftrag.rib.de/public/publications/265978

Ablauf der Angebotsfrist ist der 06. April 2020 10:00 Uhr

8 Ausschreibungen im 6. Call starten im Kreis Olpe

Als dritter der fünf südwestfälischen Kreise hat der Kreis Olpe die europaweiten Ausschreibungen im 6. Förderaufruf des Bundesförderprogramms Breitband gestartet, nachdem die vorläufigen Förderzusagen vorliegen (wir berichteten).

Insgesamt wurden 8 Bekanntmachungen veröffentlicht: Unterversorgte Ortsteile im gesamten Kreisgebiet, sowie Gewerbegebiete der Städte und Gemeinden Olpe, Lennestadt, Finnentrop, Attendorn, Wenden, Kirchhundem und Drolshagen. (Karte: Kreis Olpe)

Gesucht werden Telekommunikationsunternehmen und TK-Netzbetreiber, die für über 2.000 potenzielle Nachfrager (Gewerbetreibende, Privatkunden, sonstige Organisationen) zuverlässig Anschlüsse mit mindestens 1 Gbit/s symmetrisch anbieten, flächendeckend, bei 100% aller unterversorgten Adresspunkte des Projektgebietes.

In der ersten Stufe (Teilnahmewettbewerb) werden zunächst die geeigneten Interessenten ermittelt, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Bewerber können noch bis zum 30.08.2019 10:00 Uhr Teilnahmeanträge einreichen, die den Anforderungen der Bekanntmachungen genügen muss.

Weitere Informationen und Teilnahmeunterlagen der acht Verfahren:

Ortslagen im Kreis Olpe
https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYYHH/de/overview

Gewerbegebiete in Olpe
https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYYHC/de/overview

Gewerbegebiete in Lennestadt
https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYYHE/de/overview

Gewerbegebiete in Finnentrop
https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYYH4/de/overview

Gewerbegebiete in Attendorn
https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYYH5/de/overview

Gewerbegebiete in Wenden
https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYYH0/de/overview

Gewerbegebiete in Kirchhundem
https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYYHB/de/overview

Gewerbegebiete in Drolshagen
https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYYHM/de/overview

Hochsauerlandkreis startet Ausschreibung 6. Call Bundesförderprogramm

Als zweiter der fünf südwestfälischen Kreise hat der Hochsauerlandkreis die europaweite Ausschreibung im 6. Förderaufruf des Bundesförderprogramms Breitband gestartet, nachdem die vorläufigen Förderzusagen vorliegen (wir berichteten).

Das Projektgebiet ist in insgesamt 5 Lose eingeteilt: Unterversorgte Ortsteile im gesamten Hochsauerlandkreis, sowie Gewerbegebiete der Stadt Arnsberg, Stadt Meschede, Gemeinde Eslohe, Stadt Schmallenberg, Stadt Winterberg, Stadt Brilon, Stadt Marsberg, Stadt Olsberg. (Grafik: Hochsauerlandkreis)

Gesucht werden Telekommunikationsunternehmen und TK-Netzbetreiber, die für über 3.000 potenzielle Nachfrager (Gewerbetreibende, Privatkunden, sonstige Organisationen) zuverlässig Anschlüsse mit mindestens 1 Gbit/s symmetrisch anbieten, flächendeckend, bei 100% aller unterversorgten Adresspunkte des Projektgebietes.

In der ersten Stufe (Teilnahmewettbewerb) werden zunächst die geeigneten Interessenten ermittelt, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Bewerber können noch bis zum 23.08.2019 10:00 Uhr einen Teilnahmeantrag einreichen, der den Anforderungen der Bekanntmachung genügen muss.

Weitere Informationen und Teilnahmeunterlagen:
https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYYH6/de/overview

Ausschreibung 6. Call Kreis Soest gestartet

Als erster der fünf südwestfälischen Kreise hat der Kreis Soest die Ausschreibung im 6. Förderaufruf des Bundesförderprogramms Breitband gestartet, nachdem die vorläufigen Förderzusagen vorliegen (wir berichteten).

Das Projektgebiet ist in insgesamt 5 Lose eingeteilt: Unterversorgte Ortsteile im gesamten Kreis Soest, sowie Gewerbegebiete der Gemeinde/Stadt Ense, Möhnesee, Werl, der Gemeinde/Stadt Bad Sassendorf, Soest, der Gemeinde/Stadt Erwitte, Lippstadt und der Gemeinde/Stadt Anröchte, Rüthen, Warstein. (Grafik: Kreis Soest)

Gesucht werden Telekommunikationsunternehmen und TK-Netzbetreiber, die für alle ca. 4.000 potenziellen Nachfrager (Gewerbetreibende, Privatkunden, sonstige Organisationen) zuverlässig Anschlüsse mit mindestens 1 Gbit/s symmetrisch anbieten, flächendeckend, bei 100% aller unterversorgten Adresspunkte des Projektgebietes.

In der ersten Stufe (Teilnahmewettbewerb) werden zunächst die geeigneten Interessenten ermittelt, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Bewerber können noch bis zum 14.08.2019 10:00 Uhr einen Teilnahmeantrag einreichen, der den Anforderungen der Bekanntmachung genügen muss.

Weitere Informationen und Teilnahmeunterlagen:

https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXPWYYP99QA/de/overview

und unter

https://www.kreis-soest.de/verkehr_wirtschaft/wirtschaft/breit/6/breitbandausbau_call_6.php

Innogy und Telekom schalten Netze in Siegen-Wittgenstein ein

„Etappenziel erreicht – jetzt fließen die (Giga-)Bits“, stellt Landrat Andreas Müller fest: Der flächendeckende Breitbandausbau in Siegen-Wittgenstein ist auf der Zielgeraden. Zum Monatswechsel werden die Ausbaupartner des Kreises, Innogy und Telekom, die ersten neuen Netze freischalten. An rund 7.800 Adressen kann künftig mit mindestens 50 MBit/s im Download – in der Regel aber sogar mit bis zu 100 bzw. 120 MBit/s – gesurft werden. Nicht nur Einfamilienhäuser, sondern auch Gebäude mit mehreren Wohneinheiten oder Gewerbebetriebe profitieren. Hinzu kommen noch die ersten „echten“ Glasfaserhausanschlüsse. Diese ermöglichen sogar Downloadgeschwindigkeiten im Gigabit-Bereich. „Damit schaffen wir in Siegen-Wittgenstein nicht irgendwann, sondern jetzt ein attraktives Umfeld zum Wohnen, Leben und Arbeiten. Und damit sind wir als Kreis in Nordrhein-Westfalen ganz, ganz weit vorne“, betont Andreas Müller. Und er dankt allen Partnern innerhalb und außerhalb der Kreisverwaltung, die seit Februar 2016 an diesem Ausbauprogramm gearbeitet haben (wir berichteten).

Inbetriebnahme des Netzes in Freudenberg durch Innogy. (Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein)

Innogy Ausbaupartner u.a. in Erndtebrück, Freudenberg und Hilchenbach
Für den größeren Teil des Programms, das der Kreis federführend und in Kooperation mit den Städten und Gemeinden durchgeführt hat, ist innogy der Partner. Das Unternehmen wird zum Halbjahreswechsel 3.000 Haushalte und Gewerbetreibende angeschlossen haben. Die neuen Highspeednetze stehen dann in der Stadt Freudenberg und den Stadtteilen Büschergrund und Hohenhain, in Erndtebrück und den Ortsteilen Birkelbach, Womelsdorf, Zinse und Röspe sowie in den Hilchenbacher Ortsteilen Vormwald und Hadem zur Verfügung. Kunden, die von innogy Glaserfaserkabel bis ins Haus verlegt bekommen, werden in den nächsten Wochen kontaktiert, um einen Termin für die Installation vor Ort zu vereinbaren.
Weitere 5.000 Adressen in Bad Berleburg, Bad Laasphe, Erndtebrück, Freudenberg, Hilchenbach und Kreuztal wird innogy schrittweise im dritten und vierten Quartal freischalten.

Abschluss der Ausbauabeiten der Telekom in Siegen-Feuersbach, das ab 30. Juni ans schnelle Breitbandnetz angeschlossen ist. (Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein)

Telekom schaltet Netze in Burbach, Netphen, Neunkirchen Siegen und Wilnsdorf frei
Die Telekom ist der zweite Ausbaupartner des Kreises. Sie wird jetzt zum 30. Juni ebenfalls rund 3.000 Adressen erstmals mit schnellem Internet versorgen und die neuen Netze in Burbach-Niederdresselndorf, Neunkirchen und in den Siegener Stadtteilen Feuersbach, Niederschelden bzw. Eiserfeld-Kaiserschacht und Trupbach freischalten. Im Bereich der Stadt Netphen profitieren besonders viele Ortschaften vom Ausbauprogramm des Kreises. Hier können ab dem Monatsende in Netphen (Stauffenbergstraße), Salchendorf, Helgersdorf, Beienbach, Grissenbach, Nenkersdorf und Walpersdorf die schnellen Breitbandanschlüssen gebucht werden. Wobei es in Grissenbach, Nenkersdorf und Walpersdorf unter Umständen eine Woche später werden könnte, so die Telekom. Die Ausbaugebiete in Wilnsdorf-Flammersbach und Anzhausen sind ebenfalls ab 30. Juni ans schnelle Breitbandnetz angeschlossen.
Ab der 28. Kalenderwoche, die am 8. Juli beginnt, sind die neuen Breitbandnetze dann auch in Burbach sowie im Oberen Johannland, also in Netphen-Hainchen, Irmgarteichen und Werthenbach sowie in Wilnsdorf-Rudersdorf verfügbar. Dies betrifft weitere rund 1.800 Adressen. Der Ausbau von 112 Haushalten in Netphen Deuz – Kölner Str. 42 – wird sich aufgrund des Straßenbaus leider bis Ende Oktober 2019 verschieben.
Die 519 Glasfaserhausanschlüsse, die im Ausbaugebiet der Telekom liegen, werden bis Ende August schrittweise angeschlossen werden.
Insgesamt wurden über 20 Mio. Euro in dieses Ausbauprogramm investiert. Den Löwenanteil davon haben die beiden Unternehmen getragen, der Kreis hat die Maßnahmen mit 3,6 Mio. Euro aus Bundes- und Landesmitteln gefördert.

Landrat: „Ersten Förderbescheid für 100 Prozent-Versorgung erhalten“
„Bis Ende des Jahres werden 98 Prozent der Adressen in Siegen-Wittgenstein mit schnellem Breitbandinternet versorgt sein!“ bilanziert der Landrat – und er hat bereits eine weitere gute Nachricht: „Der 100 Prozent-Ausbau ist greifbar! Denn der Anschluss der restlichen zwei Prozent kann auch in absehbarer Zeit in Angriff genommen werden: Um diese Haushalte, Schulen und Krankenhäuser mit schnellem Internet zu versorgen, haben wir vor ein paar Tagen den vorläufigen Zuwendungsbescheid des Bundes in Höhe von rund 23 Millionen Euro erhalten. Damit liegen die Voraussetzungen vor, eine Förderung des Landes in gleicher Höhe erhalten zu können“, so Andreas Müller.
Der Anschluss dieser Adressen kann im Einzelfall dann aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen, weil hier zum Teil große Entfernungen überbrückt werden müssen und dafür aufwendige Arbeiten erforderlich sind – was auch die hohen Kosten für den Anschluss dieser restlichen zwei Prozent erklärt.

Antrag auf Förderung besserer Unternehmensanbindungen wird ebenfalls in Kürze gestellt
Schließlich arbeitet die Kreisverwaltung noch an einem weiteren Projekt: für die Förderung eines schnellen Internetanschlusses von Unternehmen ist künftig nicht mehr entscheidend, welche Downloadgeschwindigkeit an der Gebäudegrenze verfügbar ist, sondern an jedem einzelnen internetverbundenen Arbeitsplatz im Unternehmen: „Hier sehen wir große Potenziale, die Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen zu stärken, die mit sehr hohen Datenvolumen arbeiten. Deshalb werden wir für dieses Förderprogramm in Kürze einen weiteren Förderantrag stellen“, erläutert der Landrat.
Die kommunale Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen unterstützt und berät den Kreis Siegen-Wittgenstein bei den Förderverfahren.

Neue Breitbandnetze im Kreis Olpe gehen in Betrieb

Anfang Juli 2019 werden planmäßig große Teile des geförderten Breitbandnetzes im Kreis Olpe in Betrieb gehen. Mehr als 3.300 Haushalte in Attendorn, Finnentrop, Lennestadt und Olpe können dann mit Geschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit/s im Internet surfen. 230 Gewerbekunden erhalten sogar Bandbreiten von bis zu einem Gigabit/s, da dort Glasfaserleitungen direkt ins Gebäude verlegt wurden.

In zahlreichen unterversorgten Ortsteilen im Kreis Olpe werden die geförderten Breitbandnetze jetzt in Betrieb genommen. (Bilder: Kreis Olpe / TKG).

Entsprechend große Freude herrschte bei den Bürgermeistern Christian Pospischil (Attendorn), Dietmar Heß (Finnentrop) und Peter Weber (Olpe) sowie dem Beigeordneten der Stadt Lennestadt Karsten Schürheck, als sie kürzlich gemeinsam mit Ralf Engstfeld von der Deutschen Telekom und dem Breitbandkoordinator des Kreises Olpe Martin Dornseifer die neuen Kabelverzweiger abnehmen konnten. Im Rahmen des Breitbandausbaus wurden von der Deutschen Telekom als Netzbetreiber für diese Teilbereiche bisher rund 90 km neue Glasfaserleitungen verlegt und 42 Multifunktionsgehäuse sowie 16 Glasfasernetzverteiler installiert.

In den folgenden Ausbaubereichen sind die höheren Bandbreiten verfügbar:

  • Attendorn: Ennest, Holzweg, Mühlhardt, Milstenau, Bürberg, Auf der Höh, Hahnbeuler Kopf, Uelhofs Wiese
  • Finnentrop: Ostentrop, Schönholthausen, Deutmecke, Frettermühle, Gierschlade, Müllen
  • Lennestadt: Altenvalbert, Obervalbert, Brenschede, Oedingen (Am Luttenberg, Lupinenweg), Oedingerberg, Melbecke, Grevenbrück (Prof-Albert-Boerger-Str.)
  • Olpe: Rhode, Altenkleusheim, Thieringhausen, Eichhagen, Stade

Wer einen höherwertigen Internetanschluss buchen will, kann einen neuen Vertrag mit einem Netzanbieter seiner Wahl abschließen. Auch Anschlüsse, die nicht unmittelbar in den Ausbaugebieten liegen, können möglicherweise von schnelleren Bandbreiten profitieren. Alle notwendigen Informationen gibt es bei den verschiedenen Netzbetreibern.

Der Netzausbau im Kreis Olpe geht derweil ohne Zeitverzug weiter. Spätestens zum Jahresende 2019 sollen alle Haushalte und Gewerbekunden in den Projektgebieten in Drolshagen, Olpe, Kirchhundem, Lennestadt und Wenden mit schnellen Internetanschlüssen versorgt sein. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Internetseite des Kreises Olpe www.kreis-olpe.de/Breitband.

Der Breitbandausbau im Kreis Olpe wird finanziert aus mit Fördermitteln des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Kommunen im Kreis Olpe. Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen unterstützt den Kreis Olpe im Förderverfahren.

60 Mio. Euro Förderzusagen für Glasfaser im Kreis Soest und Hochsauerlandkreis

Neue Förderzusagen im 6. Call des Bundesförderprogramms für den Breitbandausbau sind in der vorläufigen Höhe von 30 Millionen Euro für den Kreis Soest und 29,35 Millionen Euro für den Hochsauerlandkreis eingegangen. Auch der Kreis Olpe hatte kürzlich eine Zusage über 22 Millionen Euro erhalten (wir berichteten). Zusätzlich zu den bereits laufenden Förderverfahren, könnten damit in den drei Kreisen insgesamt 164 Millionen Euro für den Glasfaserausbau der letzten „weißen Flecken“ bereitgestellt werden. Weitere Förderanträge aus Südwestfalen sollen folgen, damit auch die restlichen förderfähigen Ortschaften versorgt werden.

Im Kreis Soest freut sich Landrätin Eva Irrgang: „Wir haben vom Bund den vorläufigen Zuwendungsbescheid für die maximale Fördersumme von weiteren 30 Millionen Euro erhalten.“ Mit der novellierten Bundesförderung sollen im Kreis Soest rund 3.800 weitere Haushalte sowie mehr als 1.100 Gewerbebetriebe, 71 Schulstandorte und 3 Krankenhäuser einen zukunftssicheren Glasfaseranschuss erhalten.

Freude über den Zuwendungsbescheid bei Landrätin Eva Irrgang, Breitbandkoordinator Christoph Hellmann und allen Bürgermeistern im Kreis Soest. (Foto: Weinstock/Kreis Soest)

Auch der Hochsauerlandkreis wird für den weiteren Glasfaserausbau mindestens 29,35 Millionen Euro vom Bund bekommen. Landrat Dr. Karl Schneider: „Nach dem Startschuss für den Ausbau Mitte April im 3. Förderaufruf, geht es im Hochsauerlandkreis nun direkt weiter. Schließlich wollen wir beim kreisweiten Netzausbau auch noch die verbleibenden weißen Flecken versorgen.“ Die vom Bund zugesagten Fördersummen werden sich durch die Kofinanzierung der Bundesmittel durch das Land NRW, die jetzt beantragt werden kann, in etwa verdoppeln. Hinzu kommen Eigenanteile der Städte und Gemeinden.

Im Hochsauerlandkreis freuen sich Landrat Dr. Karl Schneider (r.) und Breitbandkoordinator Ludger Laufer über den weiteren Förderbescheid des Bundes. (Foto: Pressestelle HSK)

Die Förderquote für den Breitbandausbau setzt sich in der Regel aus 50% Bundes-Fördermitteln, 40% Landes-Fördermitteln und 10% Eigenanteil der jeweiligen Kommune zusammen. Wenn die Zusagen zur Kofinanzierung des Landes NRW vorliegen, können die europaweiten Vergabeverfahren stattfinden. Dann werden in Ausschreibungen geeignete Telekommunikationsunternehmen gesucht, die eine zukunftssichere Glasfaserversorgung „Fiber to the Home“ (FTTH) bis in die Gebäude anbieten. Wann mit den eigentlichen Bauarbeiten aus diesen neuen Fördermaßnahmen begonnen werden kann, ist allerdings noch offen. Im Kreis Soest wird damit gerechnet, dass erste Ergebnisse dazu voraussichtlich Ende 2019 vorliegen und dann eine Aussage dazu getroffen werden kann, welcher Netzbetreiber wann und wie genau den Breitbandausbau in diesen geförderten Gebieten durchführt. Ende 2022 könnte der Ausbau dort voraussichtlich abgeschlossen sein.

Im November 2018 wurde das Bundesförderprogramm neu aufgelegt und das Verfahren vereinfacht. Alle südwestfälischen Kreise werden den 6. Call für die verbliebenen förderfähigen Gebiete nutzen, die noch nicht in den bereits laufenden Förderverfahren aufgenommen wurden. Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH begleitet alle Förderverfahren und die Arbeit der Breitbandkoordinatoren der Kreise mit fachlicher Beratung.