Gute Ausbaufortschritte im MK

Der Glasfaserausbau im Märkischen Kreis nimmt weiter Fahrt auf. Matthias Pohl, seit April 2021 Gigabitkoordinator des Kreises, berichtete am 28.9. im Ausschuss für Digitalisierung und E-Government über den aktuellen Stand beim Breitbandausbau.

Der Glasfaserausbau ist nicht nur die Basis dafür, dass die Menschen digital arbeiten können, sondern auch ein wichtiger Standortfaktor. Beim Breitbandausbau profitiert der Märkische Kreis von diversen Förderprojekten des Bundes sowie des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Ausschuss für Digitalisierung und E-Government gab der Gigabitkoordinator des Märkischen Kreises, Matthias Pohl, einen aktuellen Überblick.
Das „Regionale Wirtschaftsförderprogramm“ (RWP) berücksichtigt insbesondere Gewerbetreibende, aber auch umliegende Privathaushalte. Das kommt den historisch gewachsenen Industrie- und Gewerbeansiedlungen im Märkischen Kreis entgegen. „Der Ausbau erfolgte in 42 Gewerbegebieten und ist seit April 2021 abgeschlossen“, berichtete Matthias Pohl und ergänzte: „Mehr als 940 Unternehmern und insgesamt rund 1.200 Adressen ist der Zugang zu einem Glasfaseranschluss mit einer Bandbreite von bis zu 1.000 Mbit/s ermöglicht worden.“ Dafür wurden 69 Kilometer Tiefbau realisiert und rund 126 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Von den etwa 1.200 Adressen haben bereits 465 einen Hausanschluss beauftragt. „Die Nachfrage bei den Privathaushalten und Unternehmen steigt“, sagte Pohl. Übrigens: Eigentümer, die sich im Ausbaugebiet des RWP-Verfahrens befinden und sich noch nicht für einen Glasfaseranschluss entschieden haben, können das jederzeit nachholen. Wichtig dabei: Für die Anbindung des Hausanschlusses erhebt der Netzbetreiber eine pauschale Installationsgebühr in Höhe von knapp 800 Euro.

Großes Interesse besteht auch beim Glasfaserausbau in den Wohngebieten (Bundesförderprogramm 3. Call). Die Rückmeldequoten in den Kommunen, in denen die Eigentümer bezüglich eines vollständig geförderten Glasfaseranschlusses kontaktiert worden sind, sind sehr gut und liegen durchschnittlich bei 92,6 Prozent. Sehr viele Rückmeldungen gibt es zum Beispiel in Plettenberg (96,08 Prozent), Schalksmühle (95,98 Prozent), Balve (95,45 Prozent), Kierspe (94,53 Prozent) und Meinerzhagen (94,69 Prozent). Matthias Pohl: „Das zeigt, dass das mit insgesamt 60,45 Millionen Euro geförderte Projekt von den Bürgerinnen und Bürgern außerordentlich gut angenommen wird. Die Fördermittel kommen so ganz konkret bei den Menschen an. Aktuell sind kreisweit bereits 2.726 Anschlüsse buchbar.“ In Altena-Rosmart und in den Ortsteilen Brinkerhofe, Schmermbeck, Hülscheid, Dornbusch, Altenhülscheid, Rotthausen, Lauenscheid, Harrenscheid und Everinghausen von Schalksmühle ist der Ausbau bereits komplett abgeschlossen.
Auch Einzellagen sowie Randbereiche außerhalb größerer Ortschaften im Märkischen Kreis kommen beim Breitbandausbau zum Zuge. In diesem Förderverfahren für die „weißen Flecken“ (sogenannter 6. Call der Bundesförderung Breitband) werden voraussichtlich weitere etwa 4.300 unterversorgte Privatadressen, 64 Gewerbegebiete mit ca. 2.225 Adressen, 58 Schulen und acht Krankenhäuser mit Glasfaser versorgt. „Hier warten wir nach dem Ausschreibeverfahren auf den finalen Förderbescheid, um den Auftrag vergeben zu können“, sagte Matthias Pohl. Mit dem Ausbaustart wird im ersten Quartal 2022 gerechnet.

Weitere Infos: https://www.maerkischer-kreis.de/breitband.php

Spatenstich 6. Call im Kreis Soest

Am 26.08.2021 hat Landrätin Eva Irrgang zusammen mit Vertretern der Westenergie Breitband GmbH, der Fördergeber von Bund und Land und der Bürgermeister mit einem symbolischen Spatenstich die Runde zwei des geförderten Breitbandausbaus im Kreis Soest eingeläutet. Möglich wurde die Einbeziehung weiterer unterversorgter Gebiete durch den 6. Call, um den die Bundesförderung Ende 2018 erweitert wurde. Wie schon beim 3. Call hatten alle 14 Kommunen über den Kreis erfolgreich einen gemeinsamen Förderantrag gestellt (wir berichteten).

Landrätin Eva Irrgang (4. v. l.) und Matthias Lürbke (6. v. l.), Bürgermeister der Gemeinde Lippetal, feierten zusammen mit Regierungspräsident Hans-Jochen Vogel (3. v. l.) sowie dem Sprecher der Bürgermeister im Kreis Soest, Dr. Remco van der Velden (7. v. l.) und Repräsentanten der beteiligten Unternehmen den symbolischen ersten Spatentisch für den Breitbandausbau in der Gemeinde Lippetal. Mit dabei waren auch Alice Fuhrmann (3. v. r.) von der Bundesförderung Breitband – atene Kom sowie Christoph Hellmann (l.), Breitbandkoordinator des Kreises Soest. (Foto: Kreis Soest)

Rund 100 Mio. Euro wird das Infrastrukturlos 1 dieser Förderung insgesamt kosten, davon kommen 49,9 Mio. Euro als Fördermittel vom Bund, 44,1 Mio. vom Land und 5,8 Mio. sind Eigenanteile der Kommune. „Das sind beeindruckende Zahlen“, stellt die Landrätin Eva Irrgang fest. „Aber Investitionen in schnelles Internet sind Investitionen, die den Kreis Soest für die Zukunft aufstellen. Deshalb haben wir natürlich auch die abgelegenen Einzellagen im Blick. Der Datenverkehr wird in den kommenden Jahren rasant ansteigen und um diese Datenmengen auch zuverlässig zu transportieren, sind leistungsstarke Internet-Anschlüsse zwingend notwendig – überall.“

Im nördlichen Lippetal, Ort des symbolischen Spatenstichs, wird es besonders deutlich, dass bei dieser ländlichen Besiedlung der privatwirtschaftliche Breitbandausbau nicht rentabel ist und es nur mit Hilfe von Fördermitteln zu einer zukunftsfähigen Glasfaserversorgung kommen kann. Nach umfangreichen Planungen und Vorarbeiten laufen die Tiefbauarbeiten bereits seit einigen Wochen, und zwar für kreisweit weitere 2.771 Gebäude in abgelegenen Einzellagen sowie 72 Schulen und 3 Krankenhäuser. In diesen Bereichen sind die Arbeiten im Auftrag des Kreis Soest durch den Vertragspartner und Bauherren, die Westenergie Breitband GmbH, aufgenommen worden. „Die ersten Kilometer der Leitungstrasse sind bereits verlegt und es geht weiter zügig voran“, berichtet der Projektleiter der Westenergie Breitband, Rainer Niehaus. In vielen Teilen kann die innovative Verlege-Methode der Firma LayJet aus Österreich angewandt werden. Mit dieser Arbeitsweise kann gegenüber herkömmlicher Bauweise mit bis zu 3.000 Meter die zehnfache Grabenlänge an einem Arbeitstag erreicht werden (wir berichteten).

Die erforderlichen Tiefbauarbeiten umfassen in allen 14 Kommunen insgesamt eine Länge von rund 800 Kilometern. Der Breitbandausbau erfolgt in 20 Bauabschnitten, die sich über das gesamte Kreisgebiet verteilen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Bauabschnitte ans Netz gehen. Schritt für Schritt werden die weiteren Abschnitte folgen, wobei die Schulen und Krankenhäuser priorisiert angeschlossen werden. Die Fertigstellung dieser umfangreichen Baumaßnahme insgesamt ist für Ende 2024 geplant.

Die Glasfaser-Kabel werden bei dieser Förderung im öffentlichen Raum bis vor die Gebäude gelegt. Die Entscheidung, ob die Kabel dann bis ins Haus reichen sollen, damit die Bewohner sie nutzen können, trifft letztendlich aber der Eigentümer. Dieser hat bis zum Stichtag, der pro Ausbaugebiet auf der Internetseite der Westenergie Breitband veröffentlicht wird, die Möglichkeit, eine Grundstückseigentümererklärung bei der Westenergie Breitband einzureichen und erhält dann den kostenfreien Glasfaseranschluss bis in das Haus.

Der Gigabitkoordinator des Kreises Soest, Christoph Hellmann, sieht bereits viel erreicht: „Wir verfolgen im Kreis Soest seit 2016 gemeinsam mit den 14 Kommunen im geförderten und im privatwirtschaftlichen Glasfaserausbau das Ziel, möglichst schnell die zukunftssichere Glasfaser in alle Unternehmen und Häuser zu bringen. Mit diesem Ziel sind wir im Kreis Soest sehr gut unterwegs. Wenn der Schnitt in der Glasfaserversorgung in Deutschland heute bei rund 17,7 Prozent liegt, werden durch die aktuell laufenden und geplanten Maßnahmen im Kreis Soest über 30 Prozent der Adressen mit Glasfaser bis in die Häuser versorgt. Weitere 61 Prozent haben bereits das gigabitfähige TV-Kabelnetz zur Verfügung. Es steht also schon jetzt eine gute Internetversorgung zur Verfügung, die wir in den kommenden Jahren mit der zukunftssicheren Technologie Glasfaser weiter voranbringen wollen“.

Alle Informationen zum Breitbandausbau finden Interessierte auf der Internetseite www.kreis-soest.de/breitband.

Erste Glasfaser Anschlüsse in Lützel fertiggestellt

Alle Häuser der Siedlung Lützel in Hilchenbach erhalten Glasfaser-Hausanschlüsse. Im Zuge des Breitbandförderprojekts des Kreises Siegen-Wittgenstein haben bereits 20 von 31 Häusern im „Buchenweg“ und „An den Weißen Steinen“ einen Glasfaser-Hausanschluss erhalten. Bis zum Spätsommer werden auch die Anlieger der „Eisenstraße“ ihren Anschluss bekommen, parallel zum Ausbau durch den Landesbetrieb Straßen.NRW.

Mit dem Ausbau der Siedlung Lützel durch Straßen.NRW und der Verlegung der Glasfaser-Anschlüsse in die Häuser stellt Westnetz gleichzeitig die Stromversorgung von der bisherigen Freileitung über die Dächer auf Erdkabel um. Der Verteilnetzbetreiber nutzt solche Synergien bei Baumaßnahmen, auch mit anderen Versorgungsträgern.

Anlässlich der Fertigstellung der ersten Glasfaser-Anschlüsse für die Siedlung Lützel kamen Landrat Andreas Müller, Kreis Siegen-Wittgenstein, Bürgermeister Kyrillios Kaioglidis, Stadt Hilchenbach, mit Projektleiter Philipp Greb, Westnetz, und Reiner Hirschhäuser, Kommunalmanager Westenergie, zusammen, um das schnelle Netz symbolisch in Betrieb zu nehmen. (Foto: Westnetz)

Landrat Müller hob hervor, dass besonders der Kreis Siegen-Wittgenstein als ländliche Region vom Förderprogramm und der Anbindung an das schnelle Breitbandnetz profitieren, denn in den letzten Jahren sei die Nachfrage nach schnellerem Internet deutlich gestiegen. „Arbeiten im Homeoffice ist eine der Maßnahmen, mit denen wir in den vergangenen Monaten versucht haben, die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Aber auch nach der Pandemie werden mobiles Arbeiten bzw. Arbeiten im Homeoffice auf der Tagesordnung bleiben. Voraussetzung dafür sind aber leistungsfähige Breitbandanschlüsse. Gerade wenn es um größere Datenmengen geht, ist hier ein Glasfaser-Hausanschluss unschlagbar. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir im Rahmen des kreisweiten Breitbandausbaus nicht nur Unternehmen, sondern auch zahlreichen Privatpersonen einen Anschluss an das Highspeednetz der Zukunft anbieten können.“

Von den schnellen Übertragungsraten ist auch Hilchenbachs Bürgermeister Kaioglidis begeistert und sagte: „Die Glasfasertechnologie ist als moderne und schnelle Internetkommunikation eine Investition in die Zukunft. Im Wohngebiet der Siedlung Lützel können nun alle von einem Glasfaseranschluss ohne weitere Kosten bis in ihr Haus profitieren.“ Die höheren Bandbreiten sind inzwischen für die ersten Adressen des Ausbaugebietes verfügbar. „Wie Computer und Fernseher diese Kommunikation erreichen, hängt von dem jeweiligen Vertrag der Nutzer ab – technisch sind alle Voraussetzungen erfüllt,“ erläuterte Projektleiter Greb. In den kommenden Wochen informiere der jeweilige Tarifanbieter die Kunden über ihre Schalttermine, in Abhängigkeit der noch bestehenden Verträge. Um die Glasfaserinfrastruktur nutzen zu können, ist ein Neuvertrag notwendig.

Der FTTH-Ausbau garantiert einen direkten Glasfaseranschluss bis ins Haus. Da die Backbone-Trasse der Westenergie Breitband zwischen Erndtebrück und Hilchenbach verläuft, wurde für die Siedlung Lützel ein Abzweig hergestellt und zwei Glasfaserverteilerschränke (GVS) angeschlossen. Anfänglich war ein FTTC-Ausbau vorgesehen, doch dieser konnte aus technischen Gründen nicht umgesetzt werden. Im Zuge dessen haben der Kreis und Westenergie eine Überbauung mit Glasfaser vereinbart.

Spatenstich 6. Call im Hochsauerlandkreis

Am 28.06.2021 nahm Landrat Dr. Karl Schneider zusammen mit der Telekom Deutschland GmbH den symbolischen Spatenstich für den geförderten Glasfaserausbau im 6. Call des Bundesförderprogramms Breitband vor. Damit startet im Gewerbegebiet Remmeswiese in Winterberg der kreisweite Rollout für weitere 3.222 Glasfaser-Anschlüsse bis in die Gebäude.

„Mit dem heutigen Spatenstich senden wir die wichtige Botschaft aus, dass wir die Bedeutung der digitalen Infrastruktur als Fundament für Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Unternehmen seit mehr als anderthalb Jahrzehnten erkannt haben“, sagte Landrat Dr. Karl Schneider. „Mit Beginn des heutigen Tages werden der Glasfaserausbau und das Schließen noch vorhandener weißer Lücken bis 2025 fertiggestellt sein“, ergänzte er.
Unter anderem werden 29 Gewerbegebiete im Hochsauerlandkreis mit 900 Unternehmen und fünf Krankenhäuser vom Ausbau der Glasfasertechnologie profitieren.

v.l.n.r. MdB Carl-Julius Cronenberg, Landrat Dr. Karl Schneider, Konzernbevollmächtigter Region West der Deutschen Telekom Dr. Frank Schmidt und Bürgermeister Michael Beckmann beim Spatenstich in Winterberg. (Foto: TKG-SWF)

Landrat Dr. Schneider lobte die gute Zusammenarbeit aller Akteure, die zu diesem erfolgreichen Vorhaben beigetragen haben – der ateneKOM für den Bund, dem Land NRW, der Deutschen Telekom, den Bau- und Planungsämtern und Stadtwerken, den Wirtschaftsförderungsgesellschaften und Straßenbaulastträgern sowie der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen.

Für den Glasfaserausbau werden u.a. Tiefbauarbeiten auf einer Länge von 405 Kilometern durchgeführt, vorhandene Leerrohre auf einer Länge von 592 Kilometer werden genutzt und Glasfaser auf einer Länge von 1.336 Kilometer wird verlegt.

Der Bund fördert dieses Invest mit rund 38,76 Millionen Euro, das Land Nordrhein-Westfalen weitere 34,32 Millionen Euro und die restliche Summe von rund 4,4 Millionen Euro steuern die Kommunen als Eigenanteil zum Ausbau bei.

Deutsche Glasfaser startet geförderten Ausbau im Kreis Olpe

Im Kreis Olpe fand am 22.06.2021 der offizielle Spatenstich für den geförderten Glasfaser-Ausbau der Deutschen Glasfaser statt. Nachdem Mitte Dezember 2020 die Verträge unterzeichnet worden waren (wir berichteten), sind jetzt die Bagger, Fräsen und Kabelpflüge am Werk. Die ersten 17 Kilometer der Leitungstrasse sind bereits verlegt und es geht weiter zügig voran. Noch in diesem Jahr sollen die gigabitfähigen Breitbandanschlüsse in der Hansestadt Attendorn ans Netz gehen. In den nächsten Wochen starten auch die Bauarbeiten in Drolshagen und Wenden.

Landrat Theo Melcher (5. v.r.), die Bürgermeister Ulrich Berghof (Stadt Drolshagen) und Bernd Clemens (Gemeinde Wenden) sowie den Beigeordneten Carsten Graumann (Hansestadt Attendorn), informierten sich vor Ort über den aktuellen Baufortschritt und die weiteren Planungen. (Foto: Kreis Olpe)

„Mit dem jetzt begonnenen Glasfaserausbau schlagen wir ein weiteres Kapitel im Bereich des öffentlich geförderten Breitbandausbaus auf. Bereits in den vergangenen fünf Jahren konnten wir große Fortschritte beim Breitbandausbau erzielen. Nun werden auch die letzten weißen Flecken endlich mit gigabitfähigem Internet versorgt,“ freut sich Landrat Theo Melcher.

Im Rahmen des geförderten Gigabitausbaus wird Deutsche Glasfaser in den nächsten Jahren rund 2.500 Haushalte in den derzeit noch vorhandenen weißen Flecken im Kreisgebiet mit FTTH-Glasfaseranbindung („Fiber To The Home“ – Glasfaser bis ins Haus) erschließen. Die Städte und Gemeinden erbringen dazu einen finanziellen Eigenanteil von rund 7,5 Mio. Euro, damit die Gesamtfinanzierung sichergestellt ist. „In Anbetracht der fortschreitenden Digitalisierung bestens investiertes Geld,“ sind sich die drei Bürgermeister einig.

Stellvertretend für die Fördermittelgeber war auch Markus Sobotta vom Projektträger ateneKOM GmbH dabei. Der Bund fördert das Projekt mit rund 37,8 Mio. Euro und das Land Nordrhein-Westfalen gibt rund 30,3 Mio. Euro dazu. Insgesamt sind für das Projekt Tiefbauarbeiten auf über 600 Kilometer Länge erforderlich, mehr als 1.400 Kilometer Leerrohre und über 1.900 Kilometer Glasfaser werden verlegt. Nach dem Baustart im westlichen Teil des Kreises folgen in den kommenden Jahren die Ausbauarbeiten in Olpe, Kirchhundem, Lennestadt und Finnentrop. Der Kreis Olpe koordiniert das gesamte Projekt für die kreisangehörigen Kommunen, das bis Ende 2024 abgeschlossen werden soll.

Im Mittelpunkt der Gespräche vor Ort standen insbesondere die innovativen Verlegemethoden, mit denen der Netzbetreiber sowie das von ihm beauftragte Generalunternehmen Soli Infratechnik GmbH die notwendige Technik zügig in die Erde bringt. In vielen Bereichen werden Fräsen eingesetzt, die es ermöglichen, täglich rund 600 Meter Glasfaserstrecke herzustellen und die Geländeoberfläche noch am gleichen Tag wieder herzurichten. Die notwendigen Hausanschlüsse bei den Endkunden werden in der Regel mittels einer Erdrakete hergestellt. Diese bohrt sich von der Grundstücksgrenze unterirdisch bis zur Hauswand, so dass auf den Hausgrundstücken bis auf eine kleine Anschlussgrube so gut wie keine Erdarbeiten stattfinden müssen.

Gunter Schwab von Deutsche Glasfaser zeigte die Chancen für den Erhalt eines schnellen Glasfaseranschlusses auch außerhalb der Fördergebiete auf. „Neben dem geförderten Ausbau sehen wir ein Potenzial von weiteren insgesamt 30.000 Glasfaseranschlüssen im gesamten Kreis Olpe. Diese planen wir, rein privatwirtschaftlich zu erschließen. Damit die Glasfasernetze außerhalb der Fördergebiete realisiert werden können, sind wir auf die Hilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Mindestens 40 Prozent der Haushalte in den privatwirtschaftlichen Ausbaugebieten müssen dazu einen Tarif bei Deutsche Glasfaser buchen. Ist die Quote erreicht, erhalten sie einen Glasfaseranschluss ohne Anschlusskosten. In Drolshagen und Wenden sind wir bereits aktiv und informieren über unser Angebot,“ so Gunter Schwab weiter. Zwar hätten sich schon viele Haushalte für einen Tarifvertrag mit Deutsche Glasfaser entschieden, aber bis zum Erreichen der notwendigen 40-Prozent-Quote seien in den meisten Gebieten weitere Vertragsabschlüsse notwendig. Dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sich vom Angebot von Deutsche Glasfaser überzeugen lassen, hoffen auch der Landrat und die Bürgermeister. „Nie waren die Chancen für einen kostenfreien Glasfaseranschluss besser“, so das abschließende Fazit.

Der Kreis Olpe und die sieben kreisangehörigen Städte und Gemeinden arbeiten bereits seit 2016 in enger interkommunaler Zusammenarbeit und mit Unterstützung der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH erfolgreich an der Verbesserung der Breitbandversorgung im Kreisgebiet. Fördermittel von mehr als 77 Mio. Euro wurden von Bund und Land für den Breitbandausbau im Kreis Olpe bewilligt. So konnten in den Jahren 2017 bis 2020 bereits über 10.000 Haushalte mit schnellem Internet versorgt werden. Über 680 Gewerbebetriebe und 46 Schulen wurden mit direkten Glasfaseranschlüssen angeschlossen. Bis Ende 2024 sollen die Haushalte in den noch verbliebenen weißen Flecken Glasfaseranschlüsse bis ins Haus erhalten. Aus aktuell laufenden Förderantragsverfahren sollen weitere rund 500 Unternehmen in 39 Gewerbegebieten mit schnellen Gigabit-Anschlüssen versorgt werden.

Vertragsunterzeichnung 6. Call im HSK

Hochsauerlandkreis: „führende Rolle beim Glasfaserausbau in Südwestfalen“
Landrat Dr. Karl Schneider unterzeichnet „6. Call“: fast 80 Millionen Euro Fördersumme

Mit der Vertragsunterzeichnung von Landrat Dr. Karl Schneider mit der Deutschen Telekom in dieser Woche (07.06.) hat der Hochsauerlandkreis die förderrechtlichen Grundlagen und Aufträge zum Breitbandausbau im 6. Call abgeschlossen. Aus heutiger Sicht wird der Glasfaserausbau mit weiteren 3.222 FTTB-Anschlüssen bis 2025 fertiggestellt sein. Neben der flächendeckenden Versorgung vieler Orte der zwölf kreisangehörigen Kommunen werden unter anderem 900 Unternehmen in 29 Gewerbegebieten und fünf Krankenhäuser versorgt.

Bei der Vertragsunterzeichnung im Kreishaus, v.l. Reinhard Rohleder, Deutsche Telekom, Landrat Dr. Karl Schneider, Gigabit-Koordinator Ludger Laufer. (Foto: HSK)

„Damit nimmt der Hochsauerlandkreis weiterhin eine führende Rolle beim öffentlich geförderten Glasfaserausbau in Südwestfalen ein“, bestätigte Reinhard Rohleder, Mitunterzeichner und kommunaler Ansprechpartner der Deutschen Telekom für den Breitbandausbau​ in der Region, den Kurs des Hochsauerlandkreises. Mit einer kompetenten, schlüssigen und beharrlichen Strategie haben sich der Hochsauerlandkreis und seine Städte und Gemeinden für die Versorgung des ländlichen Raumes mit schnellem Internet eingesetzt.

„Das letzte Kapitel eines langen, aber sehr erfolgreichen Weges ist heute aufgeschlagen worden. Alles, was beim öffentlichen Breitbandausbau förderfähig war, hat der Hochsauerlandkreis berücksichtigen können“, zog Landrat Dr. Karl Schneider eine Erfolgsbilanz. Und die kann sich sehen lassen. Beim Glasfaserausbau im Hochsauerlandkreis kommt inzwischen eine Gesamtfördersumme von fast 80 Millionen Euro von Bund und Land zum Zuge. Dr. Schneider dankte in diesem Zusammenhang auch dem Gigabit-Koordinator Ludger Laufer und der kreiseigenen TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen, die mit Kompetenz und Engagement stets das Ziel der flächendeckenden Versorgung im Auge gehabt haben.

„Wir haben Erfahrungen sammeln können, die sich über Jahre ausgezahlt haben. Ich bin sehr zuversichtlich, den Plan bis zur Fertigstellung der weiteren Glasfaserinfrastruktur bis 2025 einzuhalten“, so Dr. Schneider abschließend.

Glasfaserausbau im Märkischen Kreis nimmt Fahrt auf

Gute Nachrichten zum Jahresbeginn 2021 vermelden der Märkische Kreis (MK) und die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen (TKG-SWF): Der Ausbau der Gigabit- und Breitbandnetze im Märkischen Kreis macht deutliche Fortschritte. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran und nehmen immer mehr Tempo auf. Das ist gut so, weil den Bürgerinnen und Bürgern das Thema zurecht unter den Nägeln brennt. Zahlreiche Anfragen dazu, die mich persönlich erreichen, belegen den Bedarf“, sagt Landrat Marco Voge, der gleichzeitig Mitglied im Aufsichtsrat der TKG-SWF ist.

Über die Fortschritte bei Gigabitversorgung und Breitbandausbau im Märkischen Kreis freuen sich (v.l.) Geschäftsführer Stefan Glusa (TKG-SWF), Gigabitkoordinator Sergej Rudsinski, Breitbandkoordinator Thomas Hoheisel und Landrat Marco Voge. (Foto: Vorsmann)

Der MK profitiert von diversen Förderprojekten des Bundes sowie des Landes Nordrhein-Westfalen. Ein Beispiel ist das „Regionale Wirtschaftsförderprogramm“, das insbesondere Gewerbetreibende, aber auch umliegende Privathaushalte berücksichtigt. Den historisch gewachsenen Industrie- und Gewerbeansiedlungen im MK kommt das entgegen. „Der Ausbau erfolgt in 42 Gewerbegebieten“, berichtet Sergej Rudsinski, Gigabitkoordinator für den MK, und ergänzt: „Mehr als 940 Unternehmern und Nachfragern ist der Zugang zu einem gigabitfähigen Glasfaseranschluss eingerichtet worden. Tiefbautechnisch sind die ausführenden Baufirmen zu 99 % fertig. Das bedeutet, dass die Hauptkabeltrassen vor den Grundstücken in den vergangenen beiden Jahren gelegt wurden.“ Im nächsten Schritt sollen die Hausanschlüsse folgen. Eigentümer, die sich noch nicht für den Ausbau entschieden haben, können das hier nachholen. Für die Anbindung an den Hausanschluss auf dem Grundstück erhebt der Netzbetreiber eine pauschale Installationsgebühr in Höhe von knapp 800 Euro.

Eine beachtliche Dynamik zeigt sich auch beim Glasfaserausbau in den Wohngebieten (Bundesförderprogramm 3. Call, wir berichteten). „In 2020 haben die Tiefbauunternehmen knapp 140 Kilometer Tiefbau geschafft. Insgesamt umfasst die Maßnahme 1000 Kilometer Tiefbau für rund 44.650 Haushalte bzw. 24.000 Adressen“, berichtet Sergej Rudsinski. In Altena oder Nachrodt-Wiblingwerde sind die Tiefbauarbeiten bereits abgeschlossen. Lediglich Hausanschlüsse werden noch montiert, so dass in diesen beiden Kommunen im ersten Quartal 2021 die Buchbarkeit der neuen Tarife ermöglicht werden soll. Mehrere Tiefbauunternehmen arbeiten momentan in Schalksmühle, Halver, Kierspe und Meinerzhagen sowie in Iserlohn und Menden. In Lüdenscheid, Herscheid, Plettenberg, Hemer, Balve, Neuenrade und Werdohl soll der Tiefbau in diesem Jahr beginnen.

Sehr gut sind die Rückmeldequoten in jenen Kommunen, in denen die Eigentümer bezüglich eines vollständig geförderten Glasfaseranschlusses kontaktiert worden sind. Sie liegen zum Teil bei mehr als 90 Prozent, wie zum Beispiel in Altena (90,7%), Kierspe (94,4%), Schalksmühle (92,2%), Lüdenscheid (91,5%) oder Meinerzhagen (94,3%). Auch aus Halver (88,2%) und Nachrodt-Wiblingwerde (89,7%) gibt es viele Rückmeldungen. Landrat Voge: „Insgesamt zeigt sich, dass das mit 60,45 Millionen Euro geförderte Projekt von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen wird.“ Der Ausbau über weitere 860 Kilometer wird binnen drei Jahren erfolgen.

Auch Einzellagen sowie Randbereiche außerhalb größerer Ortschaften im MK kommen beim Breitbandausbau zum Zuge. Für die „weißen Flecken“ (6. Call der Bundesförderung Breitband, wir berichteten) ist ein Förderantrag beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gestellt und im November 2019 ein Förderbescheid in Höhe von 30 Millionen Euro bewilligt worden. Mit weiteren 27 Millionen Euro vom Land NRW und einem kommunalen Eigenanteil werden die Tiefbauarbeiten auf eine Länge von 1000 Kilometer geschätzt. „Wir sind ehrgeizig und möchten die europaweite Ausschreibung so schnell wie möglich abschließen, damit das Projekt noch 2021 starten kann“, sagt Gigabitkoordinator Sergej Rudsinski. Darüber hinaus sollen 58 Schulen, acht Krankenhäuser und rund 2200 Gewerbeadressen im Kreis profitieren. Die mehr als 4.300 Privatadressen mit unterversorgten Bereichen verteilen sich wie folgt:

  • Altena (254 „weiße Flecken“)
  • Balve (30)
  • Halver (279)
  • Hemer (152)
  • Herscheid (137)
  • Iserlohn (888)
  • Kierspe (247)
  • Lüdenscheid (234)
  • Meinerzhagen (205)
  • Menden (844)
  • Nachrodt-Wiblingwerde (83)
  • Neuenrade (43)
  • Plettenberg (402)
  • Schalksmühle (280)
  • Werdohl (226)

Fazit: Der Anteil der Gigabitversorgung im MK steigt signifikant. Ist der Ausbau der drei Förderprojekte – „Regionales Wirtschaftsförderprogramm“ (Abschluss Juni 2021), 3. Call (Abschluss Juni 2023) und 6. Call (planmäßig im Jahr 2025) abgeschlossen, dann hat der Kreis seine ambitionierte Zielvorgabe erreicht. „Etappenweise und ergänzend zum freien, zuständigen Telekommunikationsmarkt wird dann ein Großteil aller Haushalte mehr als 100 Mbit/s im Download haben, jede Adresse im Märkischen Kreis jedoch mindestens 30 Mbit/s“, berichtet Sergej Rudsinski. „Viele Haushalte können heute schon, ohne das Fördermittel investiert werden müssen, auf gigabitfähige Anschlüsse (das heißt 1.000 Mbit/s) über das Kabelnetz oder sehr schnelle Internet-Verbindungen durch das Super-Vectoring (bis zu 250 Mbit/s) zugreifen. Regelmäßige Verfügbarkeitsabfragen bei den Netzbetreibern und entsprechende Anpassungen der Verträge lohnen sich.“ Landrat Marco Voge ergänzt: „Eine leistungsfähige und zukunftssichere digitale Infrastruktur ist ein wichtiger Standortfaktor für unseren Märkischen Kreis.“
Der MK ist gemeinsam mit seinen vier südwestfälischen Nachbarkreisen Gesellschafter der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen, die alle Aktivitäten zum Netzausbau auf regionaler Ebene koordiniert und weiterentwickelt.

Weitere Links:
Interaktive Kartendarstellung aller Ausbaugebiete: https://gdi2.maerkischer-kreis.de/Breitband-gesamt.html 
Allgemeine Informationen und Ansprechpartner: https://www.maerkischer-kreis.de/breitband.php

Breitbandförderung 6. Call im Kreis Soest bewilligt

Im Kreis Soest wurde ein wichtiger Zwischenschritt im laufenden Förderverfahren der Bundesförderung Breitband (6. Call) erreicht: Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat die beantragten Fördermittel in Höhe von 57,2 Millionen Euro endgültig bewilligt. Für alle noch verbliebenen „weißen Flecken“ kann damit eine zukunftsfähige Breitband-Infrastruktur mit Glasfaser bis ins Haus aufgebaut werden. Der 6. Call ermöglicht es, auch landwirtschaftlichen Höfen und anderen Einzellagen schnelles Internet zur Verfügung zu stellen.

Während die Fördermittel für den 6. Call endgültig bewilligt sind, läuft im 3. Call der geförderte Breitbandausbau schon auf Hochtouren. Im Oktober wurde bereits der tausendste Anschluss aktiviert. Die umfangreichen Bauarbeiten, wie das Aufstellen der so genannten Points-of-Presence (PoP), liegen im Zeitplan. Im Herbst 2021 soll der Ausbau des 3. Calls abgeschlossen sein. (Foto: Christoph Hellmann)

Der Kreis Soest hat gemeinsam mit seinen 14 Kommunen einen kreisweiten Förderantrag gestellt, der ein Ausbauvolumen von über 114 Mio. Euro umfasst. Dieser Antrag war im Mai 2019 durch den Bundesfördergeber schon vorläufig bewilligt worden, um im Anschluss ein europaweites Ausschreibungsverfahren durchführen zu können. Zwei Firmen haben den Zuschlag erhalten (wir berichteten). Die förderfähigen 2.771 privaten Haushalte in Einzellagen, 72 Schulen und 3 Krankenhäuser werden durch die Westenergie Breitband GmbH und die 1.126 Gewerbebetriebe in 23 Gewerbegebieten durch die Vodafone GmbH mit Glasfaser versorgt.

Die offizielle Bewilligung vom Bund wird zur weiteren Bearbeitung an das Land NRW weitergeleitet. Sobald auch das Land NRW seine Mittel bewilligt hat, erteilt der Kreis Soest den Auftrag, um auch für alle noch verbliebenen „weißen Flecken“ eine zukunftsfähige Breitband-Infrastruktur mit Glasfaser bis ins Haus aufzubauen.

Weitere Informationen:
https://www.kreis-soest.de/pressemitteilungen/presseservice/1057626.php

Offizieller Spatenstich im Märkischen Kreis

Am 22.09.2020 wurde im Märkischen Kreis der offizielle Spatenstich nachgeholt, der eigentlich schon für April geplant war aber Corona bedingt nicht stattfinden konnte. Im so genannten 3. Call des Bundesförderprogramms wird die Deutsche Telekom insgesamt rund 990 Kilometer Tiefbau durchführen und 900 Verteiler neu aufstellen. Ab Ende 2022 können rund 42.300 Haushalte schnelles Internet mit Geschwindigkeiten bis zu 1 GBit/s (Gigabit pro Sekunde) nutzen. Es ist damit zu rechnen, dass bereits im ersten Halbjahr 2021 erste Ortsnetze vom neuen FTTH Netz profitieren. Damit erhalten Bürgerinnen und Bürger aus den Fördergebieten einen Anschluss, der alle Möglichkeiten für digitale Anwendungen bietet.

Breitbandkoordinator Thomas Hoheisel, Landrat Thomas Gemke, Regierungspräsident Hans-Josef Vogel, Geschäftsführer Stefan Glusa, TKG Südwestfalen und Gigabitkoordinator Sergej Rudsinski. (Foto: Mathis Schneider/Märkischer Kreis)

Beim offiziellen Spatenstich in Kierspe waren Landrat Thomas Gemke, Bürgermeister Frank Emde, Kierspes Bauamtsleiter Helmut Heidemann, Geschäftsführer der TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen mbH Stefan Glusa, Gigabitkoordinator Sergej Rudsinski, Breitbandkoordinator Thomas Hoheisel, Leiter Gigabit.NRW Klaus Stratmann und Vertreter der Telekom zugegen.
Für die Fördergeber griffen Regierungspräsident Hans-Josef Vogel der Bezirksregierung Arnsberg, Konstantin Dyck als Vertreter vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW sowie Andreas Römer als Vertreter des Projektträgers ateneKOM zum Spaten. Landes-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart sendete eine Videobotschaft.

NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart sendete eine Videobotschaft in den Märkischen Kreis und betonte die guten Fortschritte beim Breitbandausbau in ganz Südwestfalen. (Foto: Mathis Schneider/Märkischer Kreis)

Rund ein Drittel der Ausbauplanung für das schnelle Internet im Märkischen Kreis ist abgeschlossen. Der mit Bundes- und Landesmitteln geförderte großflächige Breitbandausbau im Märkischen Kreis ist bereits gestartet. Die Deutsche Telekom hat mit dem Ausbau in Altena, Halver, Kierspe, Meinerzhagen-Valbert, Nachrodt-Wilblingwerde und Schalksmühle bereits begonnen, die anderen Kommunen folgen sukzessive.

„Die Corona-Pandemie unterstreicht die herausragende Bedeutung eines flächendeckenden Ausbaus mit gigabitfähigen Netzen. Die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft ist zentraler Motor unserer Zukunft. Dieser Motor sollte nicht ins Stocken geraten“, sagt Landrat Thomas Gemke. „Ich freue mich daher, dass die Arbeiten trotz der Krise an so vielen Stellen im Kreisgebiet gestartet sind.“
„Dank der guten Zusammenarbeit zwischen den Städten, Gemeinden, Kreisverwaltung und den Fördergebern kann dieses kreisweite Projekt für den Breitbandausbau nun beginnen“, so freut sich der Bürgermeister der Stadt Kierspe, Frank Emde, stellvertretend für die Bürgermeisterkolleginnen und -kollegen über den Baustart.
„Wir treiben den Ausbau schnell voran“, versprach Ralf Engstfeld, Regionalmanager der Deutschen Telekom. „Die Beeinträchtigungen für die Anwohner halten wir so gering wie möglich. Wir gehen immer in überschaubaren Bauabschnitten vor.“

Rund 54 Millionen Euro von Bund und Land
Nach Durchlaufen eines aufwändigen Antragsverfahrens und einer EU-weiten Ausschreibung für den Breitbandausbau erhielt die Telekom den Zuschlag für das beste Angebot. Damit konnte der Märkische Kreis den Kooperationsvertrag mit der Deutschen Telekom unterzeichnen. Zusätzlich zu den eigenen Investitionen der Telekom fließen rund 27 Millionen Euro aus dem Breitbandförderprogramm des Bundes und 25 Millionen Landesförderung in das Bauprojekt. Der Eigenanteil der Kommunen beträgt rund zwei Millionen Euro. Eine weitere Europaweite Ausschreibung im 6. Call der Bundesförderung läuft derzeit (wir berichteten).

Hinweise zum laufenden Ausbau und Baufortschritt sowie zu Terminen und Ansprechpartnern finden Bürger und Gewerbebetreibende unter https://www.maerkischer-kreis.de/breitband.php.

Märkischer Kreis startet Ausschreibung für 6. Call

Mit der Veröffentlichung der Ausschreibung im 6. Call des Bundesförderprogramms Breitband komplettiert der Märkische Kreis jetzt die Suche nach geeigneten Telekommunikationsanbietern in der Region Südwestfalen.
Der Kreis sucht ab sofort geeignete Anbieter für Planungs- und Bauleistungen für die Errichtung und den Betrieb einer bedarfsgerechten, nachhaltigen, flächendeckenden und ausbaufähigen Breitbandinfrastruktur sowie Angebot breitbandiger Telekommunikationsdienste in unterversorgten Gebieten des Märkischen Kreises unter Gewährung einer Investitionsbeihilfe (sog. Wirtschaftlichkeitslückenmodell).

Das Projektgebiet ist in 15 Lose untergliedert und umfasst insgesamt 4.304 Adressen in weißen Flecken, 8 Krankenhäuser, 58 Schulen, sowie 64 Gewerbegebiete mit 2.225 Adressen. Das Netz im Ausbaugebiet soll bis spätestens 01.10.2023 ausbaugebietsübergreifend vollständig errichtet und mit den geforderten Bandbreiten in Betrieb genommen sein.

Das Ausschreibungsverfahren wird als Verhandlungsverfahren mit vorherigem Teilnahmewettbewerb zweistufig durchgeführt. Auf der ersten Stufe (Teilnahmewettbewerb) werden die Teilnehmer ermittelt, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Geeignete Bieter werden anschließend auf zweiter Stufe (Verhandlungsverfahren) zur Angebotsabgabe aufgefordert.

Weitere Informationen, Fristen und Teilnahmeunterlagen:
https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXPWYDH9JX8/de/overview