Erste Glasfaser Anschlüsse in Lützel fertiggestellt

Alle Häuser der Siedlung Lützel in Hilchenbach erhalten Glasfaser-Hausanschlüsse. Im Zuge des Breitbandförderprojekts des Kreises Siegen-Wittgenstein haben bereits 20 von 31 Häusern im „Buchenweg“ und „An den Weißen Steinen“ einen Glasfaser-Hausanschluss erhalten. Bis zum Spätsommer werden auch die Anlieger der „Eisenstraße“ ihren Anschluss bekommen, parallel zum Ausbau durch den Landesbetrieb Straßen.NRW.

Mit dem Ausbau der Siedlung Lützel durch Straßen.NRW und der Verlegung der Glasfaser-Anschlüsse in die Häuser stellt Westnetz gleichzeitig die Stromversorgung von der bisherigen Freileitung über die Dächer auf Erdkabel um. Der Verteilnetzbetreiber nutzt solche Synergien bei Baumaßnahmen, auch mit anderen Versorgungsträgern.

Anlässlich der Fertigstellung der ersten Glasfaser-Anschlüsse für die Siedlung Lützel kamen Landrat Andreas Müller, Kreis Siegen-Wittgenstein, Bürgermeister Kyrillios Kaioglidis, Stadt Hilchenbach, mit Projektleiter Philipp Greb, Westnetz, und Reiner Hirschhäuser, Kommunalmanager Westenergie, zusammen, um das schnelle Netz symbolisch in Betrieb zu nehmen. (Foto: Westnetz)

Landrat Müller hob hervor, dass besonders der Kreis Siegen-Wittgenstein als ländliche Region vom Förderprogramm und der Anbindung an das schnelle Breitbandnetz profitieren, denn in den letzten Jahren sei die Nachfrage nach schnellerem Internet deutlich gestiegen. „Arbeiten im Homeoffice ist eine der Maßnahmen, mit denen wir in den vergangenen Monaten versucht haben, die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Aber auch nach der Pandemie werden mobiles Arbeiten bzw. Arbeiten im Homeoffice auf der Tagesordnung bleiben. Voraussetzung dafür sind aber leistungsfähige Breitbandanschlüsse. Gerade wenn es um größere Datenmengen geht, ist hier ein Glasfaser-Hausanschluss unschlagbar. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir im Rahmen des kreisweiten Breitbandausbaus nicht nur Unternehmen, sondern auch zahlreichen Privatpersonen einen Anschluss an das Highspeednetz der Zukunft anbieten können.“

Von den schnellen Übertragungsraten ist auch Hilchenbachs Bürgermeister Kaioglidis begeistert und sagte: „Die Glasfasertechnologie ist als moderne und schnelle Internetkommunikation eine Investition in die Zukunft. Im Wohngebiet der Siedlung Lützel können nun alle von einem Glasfaseranschluss ohne weitere Kosten bis in ihr Haus profitieren.“ Die höheren Bandbreiten sind inzwischen für die ersten Adressen des Ausbaugebietes verfügbar. „Wie Computer und Fernseher diese Kommunikation erreichen, hängt von dem jeweiligen Vertrag der Nutzer ab – technisch sind alle Voraussetzungen erfüllt,“ erläuterte Projektleiter Greb. In den kommenden Wochen informiere der jeweilige Tarifanbieter die Kunden über ihre Schalttermine, in Abhängigkeit der noch bestehenden Verträge. Um die Glasfaserinfrastruktur nutzen zu können, ist ein Neuvertrag notwendig.

Der FTTH-Ausbau garantiert einen direkten Glasfaseranschluss bis ins Haus. Da die Backbone-Trasse der Westenergie Breitband zwischen Erndtebrück und Hilchenbach verläuft, wurde für die Siedlung Lützel ein Abzweig hergestellt und zwei Glasfaserverteilerschränke (GVS) angeschlossen. Anfänglich war ein FTTC-Ausbau vorgesehen, doch dieser konnte aus technischen Gründen nicht umgesetzt werden. Im Zuge dessen haben der Kreis und Westenergie eine Überbauung mit Glasfaser vereinbart.

Spatenstich 6. Call im Hochsauerlandkreis

Am 28.06.2021 nahm Landrat Dr. Karl Schneider zusammen mit der Telekom Deutschland GmbH den symbolischen Spatenstich für den geförderten Glasfaserausbau im 6. Call des Bundesförderprogramms Breitband vor. Damit startet im Gewerbegebiet Remmeswiese in Winterberg der kreisweite Rollout für weitere 3.222 Glasfaser-Anschlüsse bis in die Gebäude.

„Mit dem heutigen Spatenstich senden wir die wichtige Botschaft aus, dass wir die Bedeutung der digitalen Infrastruktur als Fundament für Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Unternehmen seit mehr als anderthalb Jahrzehnten erkannt haben“, sagte Landrat Dr. Karl Schneider. „Mit Beginn des heutigen Tages werden der Glasfaserausbau und das Schließen noch vorhandener weißer Lücken bis 2025 fertiggestellt sein“, ergänzte er.
Unter anderem werden 29 Gewerbegebiete im Hochsauerlandkreis mit 900 Unternehmen und fünf Krankenhäuser vom Ausbau der Glasfasertechnologie profitieren.

v.l.n.r. MdB Carl-Julius Cronenberg, Landrat Dr. Karl Schneider, Konzernbevollmächtigter Region West der Deutschen Telekom Dr. Frank Schmidt und Bürgermeister Michael Beckmann beim Spatenstich in Winterberg. (Foto: TKG-SWF)

Landrat Dr. Schneider lobte die gute Zusammenarbeit aller Akteure, die zu diesem erfolgreichen Vorhaben beigetragen haben – der ateneKOM für den Bund, dem Land NRW, der Deutschen Telekom, den Bau- und Planungsämtern und Stadtwerken, den Wirtschaftsförderungsgesellschaften und Straßenbaulastträgern sowie der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen.

Für den Glasfaserausbau werden u.a. Tiefbauarbeiten auf einer Länge von 405 Kilometern durchgeführt, vorhandene Leerrohre auf einer Länge von 592 Kilometer werden genutzt und Glasfaser auf einer Länge von 1.336 Kilometer wird verlegt.

Der Bund fördert dieses Invest mit rund 38,76 Millionen Euro, das Land Nordrhein-Westfalen weitere 34,32 Millionen Euro und die restliche Summe von rund 4,4 Millionen Euro steuern die Kommunen als Eigenanteil zum Ausbau bei.

Deutsche Glasfaser startet geförderten Ausbau im Kreis Olpe

Im Kreis Olpe fand am 22.06.2021 der offizielle Spatenstich für den geförderten Glasfaser-Ausbau der Deutschen Glasfaser statt. Nachdem Mitte Dezember 2020 die Verträge unterzeichnet worden waren (wir berichteten), sind jetzt die Bagger, Fräsen und Kabelpflüge am Werk. Die ersten 17 Kilometer der Leitungstrasse sind bereits verlegt und es geht weiter zügig voran. Noch in diesem Jahr sollen die gigabitfähigen Breitbandanschlüsse in der Hansestadt Attendorn ans Netz gehen. In den nächsten Wochen starten auch die Bauarbeiten in Drolshagen und Wenden.

Landrat Theo Melcher (5. v.r.), die Bürgermeister Ulrich Berghof (Stadt Drolshagen) und Bernd Clemens (Gemeinde Wenden) sowie den Beigeordneten Carsten Graumann (Hansestadt Attendorn), informierten sich vor Ort über den aktuellen Baufortschritt und die weiteren Planungen. (Foto: Kreis Olpe)

„Mit dem jetzt begonnenen Glasfaserausbau schlagen wir ein weiteres Kapitel im Bereich des öffentlich geförderten Breitbandausbaus auf. Bereits in den vergangenen fünf Jahren konnten wir große Fortschritte beim Breitbandausbau erzielen. Nun werden auch die letzten weißen Flecken endlich mit gigabitfähigem Internet versorgt,“ freut sich Landrat Theo Melcher.

Im Rahmen des geförderten Gigabitausbaus wird Deutsche Glasfaser in den nächsten Jahren rund 2.500 Haushalte in den derzeit noch vorhandenen weißen Flecken im Kreisgebiet mit FTTH-Glasfaseranbindung („Fiber To The Home“ – Glasfaser bis ins Haus) erschließen. Die Städte und Gemeinden erbringen dazu einen finanziellen Eigenanteil von rund 7,5 Mio. Euro, damit die Gesamtfinanzierung sichergestellt ist. „In Anbetracht der fortschreitenden Digitalisierung bestens investiertes Geld,“ sind sich die drei Bürgermeister einig.

Stellvertretend für die Fördermittelgeber war auch Markus Sobotta vom Projektträger ateneKOM GmbH dabei. Der Bund fördert das Projekt mit rund 37,8 Mio. Euro und das Land Nordrhein-Westfalen gibt rund 30,3 Mio. Euro dazu. Insgesamt sind für das Projekt Tiefbauarbeiten auf über 600 Kilometer Länge erforderlich, mehr als 1.400 Kilometer Leerrohre und über 1.900 Kilometer Glasfaser werden verlegt. Nach dem Baustart im westlichen Teil des Kreises folgen in den kommenden Jahren die Ausbauarbeiten in Olpe, Kirchhundem, Lennestadt und Finnentrop. Der Kreis Olpe koordiniert das gesamte Projekt für die kreisangehörigen Kommunen, das bis Ende 2024 abgeschlossen werden soll.

Im Mittelpunkt der Gespräche vor Ort standen insbesondere die innovativen Verlegemethoden, mit denen der Netzbetreiber sowie das von ihm beauftragte Generalunternehmen Soli Infratechnik GmbH die notwendige Technik zügig in die Erde bringt. In vielen Bereichen werden Fräsen eingesetzt, die es ermöglichen, täglich rund 600 Meter Glasfaserstrecke herzustellen und die Geländeoberfläche noch am gleichen Tag wieder herzurichten. Die notwendigen Hausanschlüsse bei den Endkunden werden in der Regel mittels einer Erdrakete hergestellt. Diese bohrt sich von der Grundstücksgrenze unterirdisch bis zur Hauswand, so dass auf den Hausgrundstücken bis auf eine kleine Anschlussgrube so gut wie keine Erdarbeiten stattfinden müssen.

Gunter Schwab von Deutsche Glasfaser zeigte die Chancen für den Erhalt eines schnellen Glasfaseranschlusses auch außerhalb der Fördergebiete auf. „Neben dem geförderten Ausbau sehen wir ein Potenzial von weiteren insgesamt 30.000 Glasfaseranschlüssen im gesamten Kreis Olpe. Diese planen wir, rein privatwirtschaftlich zu erschließen. Damit die Glasfasernetze außerhalb der Fördergebiete realisiert werden können, sind wir auf die Hilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Mindestens 40 Prozent der Haushalte in den privatwirtschaftlichen Ausbaugebieten müssen dazu einen Tarif bei Deutsche Glasfaser buchen. Ist die Quote erreicht, erhalten sie einen Glasfaseranschluss ohne Anschlusskosten. In Drolshagen und Wenden sind wir bereits aktiv und informieren über unser Angebot,“ so Gunter Schwab weiter. Zwar hätten sich schon viele Haushalte für einen Tarifvertrag mit Deutsche Glasfaser entschieden, aber bis zum Erreichen der notwendigen 40-Prozent-Quote seien in den meisten Gebieten weitere Vertragsabschlüsse notwendig. Dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sich vom Angebot von Deutsche Glasfaser überzeugen lassen, hoffen auch der Landrat und die Bürgermeister. „Nie waren die Chancen für einen kostenfreien Glasfaseranschluss besser“, so das abschließende Fazit.

Der Kreis Olpe und die sieben kreisangehörigen Städte und Gemeinden arbeiten bereits seit 2016 in enger interkommunaler Zusammenarbeit und mit Unterstützung der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH erfolgreich an der Verbesserung der Breitbandversorgung im Kreisgebiet. Fördermittel von mehr als 77 Mio. Euro wurden von Bund und Land für den Breitbandausbau im Kreis Olpe bewilligt. So konnten in den Jahren 2017 bis 2020 bereits über 10.000 Haushalte mit schnellem Internet versorgt werden. Über 680 Gewerbebetriebe und 46 Schulen wurden mit direkten Glasfaseranschlüssen angeschlossen. Bis Ende 2024 sollen die Haushalte in den noch verbliebenen weißen Flecken Glasfaseranschlüsse bis ins Haus erhalten. Aus aktuell laufenden Förderantragsverfahren sollen weitere rund 500 Unternehmen in 39 Gewerbegebieten mit schnellen Gigabit-Anschlüssen versorgt werden.

Vertragsunterzeichnung 6. Call im HSK

Hochsauerlandkreis: „führende Rolle beim Glasfaserausbau in Südwestfalen“
Landrat Dr. Karl Schneider unterzeichnet „6. Call“: fast 80 Millionen Euro Fördersumme

Mit der Vertragsunterzeichnung von Landrat Dr. Karl Schneider mit der Deutschen Telekom in dieser Woche (07.06.) hat der Hochsauerlandkreis die förderrechtlichen Grundlagen und Aufträge zum Breitbandausbau im 6. Call abgeschlossen. Aus heutiger Sicht wird der Glasfaserausbau mit weiteren 3.222 FTTB-Anschlüssen bis 2025 fertiggestellt sein. Neben der flächendeckenden Versorgung vieler Orte der zwölf kreisangehörigen Kommunen werden unter anderem 900 Unternehmen in 29 Gewerbegebieten und fünf Krankenhäuser versorgt.

Bei der Vertragsunterzeichnung im Kreishaus, v.l. Reinhard Rohleder, Deutsche Telekom, Landrat Dr. Karl Schneider, Gigabit-Koordinator Ludger Laufer. (Foto: HSK)

„Damit nimmt der Hochsauerlandkreis weiterhin eine führende Rolle beim öffentlich geförderten Glasfaserausbau in Südwestfalen ein“, bestätigte Reinhard Rohleder, Mitunterzeichner und kommunaler Ansprechpartner der Deutschen Telekom für den Breitbandausbau​ in der Region, den Kurs des Hochsauerlandkreises. Mit einer kompetenten, schlüssigen und beharrlichen Strategie haben sich der Hochsauerlandkreis und seine Städte und Gemeinden für die Versorgung des ländlichen Raumes mit schnellem Internet eingesetzt.

„Das letzte Kapitel eines langen, aber sehr erfolgreichen Weges ist heute aufgeschlagen worden. Alles, was beim öffentlichen Breitbandausbau förderfähig war, hat der Hochsauerlandkreis berücksichtigen können“, zog Landrat Dr. Karl Schneider eine Erfolgsbilanz. Und die kann sich sehen lassen. Beim Glasfaserausbau im Hochsauerlandkreis kommt inzwischen eine Gesamtfördersumme von fast 80 Millionen Euro von Bund und Land zum Zuge. Dr. Schneider dankte in diesem Zusammenhang auch dem Gigabit-Koordinator Ludger Laufer und der kreiseigenen TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen, die mit Kompetenz und Engagement stets das Ziel der flächendeckenden Versorgung im Auge gehabt haben.

„Wir haben Erfahrungen sammeln können, die sich über Jahre ausgezahlt haben. Ich bin sehr zuversichtlich, den Plan bis zur Fertigstellung der weiteren Glasfaserinfrastruktur bis 2025 einzuhalten“, so Dr. Schneider abschließend.

Glasfaserausbau im Märkischen Kreis nimmt Fahrt auf

Gute Nachrichten zum Jahresbeginn 2021 vermelden der Märkische Kreis (MK) und die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen (TKG-SWF): Der Ausbau der Gigabit- und Breitbandnetze im Märkischen Kreis macht deutliche Fortschritte. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran und nehmen immer mehr Tempo auf. Das ist gut so, weil den Bürgerinnen und Bürgern das Thema zurecht unter den Nägeln brennt. Zahlreiche Anfragen dazu, die mich persönlich erreichen, belegen den Bedarf“, sagt Landrat Marco Voge, der gleichzeitig Mitglied im Aufsichtsrat der TKG-SWF ist.

Über die Fortschritte bei Gigabitversorgung und Breitbandausbau im Märkischen Kreis freuen sich (v.l.) Geschäftsführer Stefan Glusa (TKG-SWF), Gigabitkoordinator Sergej Rudsinski, Breitbandkoordinator Thomas Hoheisel und Landrat Marco Voge. (Foto: Vorsmann)

Der MK profitiert von diversen Förderprojekten des Bundes sowie des Landes Nordrhein-Westfalen. Ein Beispiel ist das „Regionale Wirtschaftsförderprogramm“, das insbesondere Gewerbetreibende, aber auch umliegende Privathaushalte berücksichtigt. Den historisch gewachsenen Industrie- und Gewerbeansiedlungen im MK kommt das entgegen. „Der Ausbau erfolgt in 42 Gewerbegebieten“, berichtet Sergej Rudsinski, Gigabitkoordinator für den MK, und ergänzt: „Mehr als 940 Unternehmern und Nachfragern ist der Zugang zu einem gigabitfähigen Glasfaseranschluss eingerichtet worden. Tiefbautechnisch sind die ausführenden Baufirmen zu 99 % fertig. Das bedeutet, dass die Hauptkabeltrassen vor den Grundstücken in den vergangenen beiden Jahren gelegt wurden.“ Im nächsten Schritt sollen die Hausanschlüsse folgen. Eigentümer, die sich noch nicht für den Ausbau entschieden haben, können das hier nachholen. Für die Anbindung an den Hausanschluss auf dem Grundstück erhebt der Netzbetreiber eine pauschale Installationsgebühr in Höhe von knapp 800 Euro.

Eine beachtliche Dynamik zeigt sich auch beim Glasfaserausbau in den Wohngebieten (Bundesförderprogramm 3. Call, wir berichteten). „In 2020 haben die Tiefbauunternehmen knapp 140 Kilometer Tiefbau geschafft. Insgesamt umfasst die Maßnahme 1000 Kilometer Tiefbau für rund 44.650 Haushalte bzw. 24.000 Adressen“, berichtet Sergej Rudsinski. In Altena oder Nachrodt-Wiblingwerde sind die Tiefbauarbeiten bereits abgeschlossen. Lediglich Hausanschlüsse werden noch montiert, so dass in diesen beiden Kommunen im ersten Quartal 2021 die Buchbarkeit der neuen Tarife ermöglicht werden soll. Mehrere Tiefbauunternehmen arbeiten momentan in Schalksmühle, Halver, Kierspe und Meinerzhagen sowie in Iserlohn und Menden. In Lüdenscheid, Herscheid, Plettenberg, Hemer, Balve, Neuenrade und Werdohl soll der Tiefbau in diesem Jahr beginnen.

Sehr gut sind die Rückmeldequoten in jenen Kommunen, in denen die Eigentümer bezüglich eines vollständig geförderten Glasfaseranschlusses kontaktiert worden sind. Sie liegen zum Teil bei mehr als 90 Prozent, wie zum Beispiel in Altena (90,7%), Kierspe (94,4%), Schalksmühle (92,2%), Lüdenscheid (91,5%) oder Meinerzhagen (94,3%). Auch aus Halver (88,2%) und Nachrodt-Wiblingwerde (89,7%) gibt es viele Rückmeldungen. Landrat Voge: „Insgesamt zeigt sich, dass das mit 60,45 Millionen Euro geförderte Projekt von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen wird.“ Der Ausbau über weitere 860 Kilometer wird binnen drei Jahren erfolgen.

Auch Einzellagen sowie Randbereiche außerhalb größerer Ortschaften im MK kommen beim Breitbandausbau zum Zuge. Für die „weißen Flecken“ (6. Call der Bundesförderung Breitband, wir berichteten) ist ein Förderantrag beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gestellt und im November 2019 ein Förderbescheid in Höhe von 30 Millionen Euro bewilligt worden. Mit weiteren 27 Millionen Euro vom Land NRW und einem kommunalen Eigenanteil werden die Tiefbauarbeiten auf eine Länge von 1000 Kilometer geschätzt. „Wir sind ehrgeizig und möchten die europaweite Ausschreibung so schnell wie möglich abschließen, damit das Projekt noch 2021 starten kann“, sagt Gigabitkoordinator Sergej Rudsinski. Darüber hinaus sollen 58 Schulen, acht Krankenhäuser und rund 2200 Gewerbeadressen im Kreis profitieren. Die mehr als 4.300 Privatadressen mit unterversorgten Bereichen verteilen sich wie folgt:

  • Altena (254 „weiße Flecken“)
  • Balve (30)
  • Halver (279)
  • Hemer (152)
  • Herscheid (137)
  • Iserlohn (888)
  • Kierspe (247)
  • Lüdenscheid (234)
  • Meinerzhagen (205)
  • Menden (844)
  • Nachrodt-Wiblingwerde (83)
  • Neuenrade (43)
  • Plettenberg (402)
  • Schalksmühle (280)
  • Werdohl (226)

Fazit: Der Anteil der Gigabitversorgung im MK steigt signifikant. Ist der Ausbau der drei Förderprojekte – „Regionales Wirtschaftsförderprogramm“ (Abschluss Juni 2021), 3. Call (Abschluss Juni 2023) und 6. Call (planmäßig im Jahr 2025) abgeschlossen, dann hat der Kreis seine ambitionierte Zielvorgabe erreicht. „Etappenweise und ergänzend zum freien, zuständigen Telekommunikationsmarkt wird dann ein Großteil aller Haushalte mehr als 100 Mbit/s im Download haben, jede Adresse im Märkischen Kreis jedoch mindestens 30 Mbit/s“, berichtet Sergej Rudsinski. „Viele Haushalte können heute schon, ohne das Fördermittel investiert werden müssen, auf gigabitfähige Anschlüsse (das heißt 1.000 Mbit/s) über das Kabelnetz oder sehr schnelle Internet-Verbindungen durch das Super-Vectoring (bis zu 250 Mbit/s) zugreifen. Regelmäßige Verfügbarkeitsabfragen bei den Netzbetreibern und entsprechende Anpassungen der Verträge lohnen sich.“ Landrat Marco Voge ergänzt: „Eine leistungsfähige und zukunftssichere digitale Infrastruktur ist ein wichtiger Standortfaktor für unseren Märkischen Kreis.“
Der MK ist gemeinsam mit seinen vier südwestfälischen Nachbarkreisen Gesellschafter der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen, die alle Aktivitäten zum Netzausbau auf regionaler Ebene koordiniert und weiterentwickelt.

Weitere Links:
Interaktive Kartendarstellung aller Ausbaugebiete: https://gdi2.maerkischer-kreis.de/Breitband-gesamt.html 
Allgemeine Informationen und Ansprechpartner: https://www.maerkischer-kreis.de/breitband.php

Breitbandförderung 6. Call im Kreis Soest bewilligt

Im Kreis Soest wurde ein wichtiger Zwischenschritt im laufenden Förderverfahren der Bundesförderung Breitband (6. Call) erreicht: Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat die beantragten Fördermittel in Höhe von 57,2 Millionen Euro endgültig bewilligt. Für alle noch verbliebenen „weißen Flecken“ kann damit eine zukunftsfähige Breitband-Infrastruktur mit Glasfaser bis ins Haus aufgebaut werden. Der 6. Call ermöglicht es, auch landwirtschaftlichen Höfen und anderen Einzellagen schnelles Internet zur Verfügung zu stellen.

Während die Fördermittel für den 6. Call endgültig bewilligt sind, läuft im 3. Call der geförderte Breitbandausbau schon auf Hochtouren. Im Oktober wurde bereits der tausendste Anschluss aktiviert. Die umfangreichen Bauarbeiten, wie das Aufstellen der so genannten Points-of-Presence (PoP), liegen im Zeitplan. Im Herbst 2021 soll der Ausbau des 3. Calls abgeschlossen sein. (Foto: Christoph Hellmann)

Der Kreis Soest hat gemeinsam mit seinen 14 Kommunen einen kreisweiten Förderantrag gestellt, der ein Ausbauvolumen von über 114 Mio. Euro umfasst. Dieser Antrag war im Mai 2019 durch den Bundesfördergeber schon vorläufig bewilligt worden, um im Anschluss ein europaweites Ausschreibungsverfahren durchführen zu können. Zwei Firmen haben den Zuschlag erhalten (wir berichteten). Die förderfähigen 2.771 privaten Haushalte in Einzellagen, 72 Schulen und 3 Krankenhäuser werden durch die Westenergie Breitband GmbH und die 1.126 Gewerbebetriebe in 23 Gewerbegebieten durch die Vodafone GmbH mit Glasfaser versorgt.

Die offizielle Bewilligung vom Bund wird zur weiteren Bearbeitung an das Land NRW weitergeleitet. Sobald auch das Land NRW seine Mittel bewilligt hat, erteilt der Kreis Soest den Auftrag, um auch für alle noch verbliebenen „weißen Flecken“ eine zukunftsfähige Breitband-Infrastruktur mit Glasfaser bis ins Haus aufzubauen.

Weitere Informationen:
https://www.kreis-soest.de/pressemitteilungen/presseservice/1057626.php

Offizieller Spatenstich im Märkischen Kreis

Am 22.09.2020 wurde im Märkischen Kreis der offizielle Spatenstich nachgeholt, der eigentlich schon für April geplant war aber Corona bedingt nicht stattfinden konnte. Im so genannten 3. Call des Bundesförderprogramms wird die Deutsche Telekom insgesamt rund 990 Kilometer Tiefbau durchführen und 900 Verteiler neu aufstellen. Ab Ende 2022 können rund 42.300 Haushalte schnelles Internet mit Geschwindigkeiten bis zu 1 GBit/s (Gigabit pro Sekunde) nutzen. Es ist damit zu rechnen, dass bereits im ersten Halbjahr 2021 erste Ortsnetze vom neuen FTTH Netz profitieren. Damit erhalten Bürgerinnen und Bürger aus den Fördergebieten einen Anschluss, der alle Möglichkeiten für digitale Anwendungen bietet.

Breitbandkoordinator Thomas Hoheisel, Landrat Thomas Gemke, Regierungspräsident Hans-Josef Vogel, Geschäftsführer Stefan Glusa, TKG Südwestfalen und Gigabitkoordinator Sergej Rudsinski. (Foto: Mathis Schneider/Märkischer Kreis)

Beim offiziellen Spatenstich in Kierspe waren Landrat Thomas Gemke, Bürgermeister Frank Emde, Kierspes Bauamtsleiter Helmut Heidemann, Geschäftsführer der TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen mbH Stefan Glusa, Gigabitkoordinator Sergej Rudsinski, Breitbandkoordinator Thomas Hoheisel, Leiter Gigabit.NRW Klaus Stratmann und Vertreter der Telekom zugegen.
Für die Fördergeber griffen Regierungspräsident Hans-Josef Vogel der Bezirksregierung Arnsberg, Konstantin Dyck als Vertreter vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW sowie Andreas Römer als Vertreter des Projektträgers ateneKOM zum Spaten. Landes-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart sendete eine Videobotschaft.

NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart sendete eine Videobotschaft in den Märkischen Kreis und betonte die guten Fortschritte beim Breitbandausbau in ganz Südwestfalen. (Foto: Mathis Schneider/Märkischer Kreis)

Rund ein Drittel der Ausbauplanung für das schnelle Internet im Märkischen Kreis ist abgeschlossen. Der mit Bundes- und Landesmitteln geförderte großflächige Breitbandausbau im Märkischen Kreis ist bereits gestartet. Die Deutsche Telekom hat mit dem Ausbau in Altena, Halver, Kierspe, Meinerzhagen-Valbert, Nachrodt-Wilblingwerde und Schalksmühle bereits begonnen, die anderen Kommunen folgen sukzessive.

„Die Corona-Pandemie unterstreicht die herausragende Bedeutung eines flächendeckenden Ausbaus mit gigabitfähigen Netzen. Die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft ist zentraler Motor unserer Zukunft. Dieser Motor sollte nicht ins Stocken geraten“, sagt Landrat Thomas Gemke. „Ich freue mich daher, dass die Arbeiten trotz der Krise an so vielen Stellen im Kreisgebiet gestartet sind.“
„Dank der guten Zusammenarbeit zwischen den Städten, Gemeinden, Kreisverwaltung und den Fördergebern kann dieses kreisweite Projekt für den Breitbandausbau nun beginnen“, so freut sich der Bürgermeister der Stadt Kierspe, Frank Emde, stellvertretend für die Bürgermeisterkolleginnen und -kollegen über den Baustart.
„Wir treiben den Ausbau schnell voran“, versprach Ralf Engstfeld, Regionalmanager der Deutschen Telekom. „Die Beeinträchtigungen für die Anwohner halten wir so gering wie möglich. Wir gehen immer in überschaubaren Bauabschnitten vor.“

Rund 54 Millionen Euro von Bund und Land
Nach Durchlaufen eines aufwändigen Antragsverfahrens und einer EU-weiten Ausschreibung für den Breitbandausbau erhielt die Telekom den Zuschlag für das beste Angebot. Damit konnte der Märkische Kreis den Kooperationsvertrag mit der Deutschen Telekom unterzeichnen. Zusätzlich zu den eigenen Investitionen der Telekom fließen rund 27 Millionen Euro aus dem Breitbandförderprogramm des Bundes und 25 Millionen Landesförderung in das Bauprojekt. Der Eigenanteil der Kommunen beträgt rund zwei Millionen Euro. Eine weitere Europaweite Ausschreibung im 6. Call der Bundesförderung läuft derzeit (wir berichteten).

Hinweise zum laufenden Ausbau und Baufortschritt sowie zu Terminen und Ansprechpartnern finden Bürger und Gewerbebetreibende unter https://www.maerkischer-kreis.de/breitband.php.

Märkischer Kreis startet Ausschreibung für 6. Call

Mit der Veröffentlichung der Ausschreibung im 6. Call des Bundesförderprogramms Breitband komplettiert der Märkische Kreis jetzt die Suche nach geeigneten Telekommunikationsanbietern in der Region Südwestfalen.
Der Kreis sucht ab sofort geeignete Anbieter für Planungs- und Bauleistungen für die Errichtung und den Betrieb einer bedarfsgerechten, nachhaltigen, flächendeckenden und ausbaufähigen Breitbandinfrastruktur sowie Angebot breitbandiger Telekommunikationsdienste in unterversorgten Gebieten des Märkischen Kreises unter Gewährung einer Investitionsbeihilfe (sog. Wirtschaftlichkeitslückenmodell).

Das Projektgebiet ist in 15 Lose untergliedert und umfasst insgesamt 4.304 Adressen in weißen Flecken, 8 Krankenhäuser, 58 Schulen, sowie 64 Gewerbegebiete mit 2.225 Adressen. Das Netz im Ausbaugebiet soll bis spätestens 01.10.2023 ausbaugebietsübergreifend vollständig errichtet und mit den geforderten Bandbreiten in Betrieb genommen sein.

Das Ausschreibungsverfahren wird als Verhandlungsverfahren mit vorherigem Teilnahmewettbewerb zweistufig durchgeführt. Auf der ersten Stufe (Teilnahmewettbewerb) werden die Teilnehmer ermittelt, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Geeignete Bieter werden anschließend auf zweiter Stufe (Verhandlungsverfahren) zur Angebotsabgabe aufgefordert.

Weitere Informationen, Fristen und Teilnahmeunterlagen:
https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXPWYDH9JX8/de/overview

Zwischenbilanz der Telekom im Märkischen Kreis

„Es war ein weiter Weg bis die bürokratischen Hürden für die Förderung des Breitbandausbaus im Märkischen Kreis überwunden waren und endlich die Bagger in die Gewerbe- und Wohngebiete rollen konnten“, blickt Landrat Thomas Gemke zurück. Nach zwei Jahren zogen Dr. Frank Schmidt, Konzernbevollmächtigter der Telekom für die Region West – NRW und sein Referent Peter Berger im Lüdenscheider Kreishaus eine erste Zwischenbilanz zum Ausbau des Glasfasernetzes in den kreisangehörigen Städten und Gemeinden. An dem Austausch nahmen auch Stefan Glusa, Geschäftsführer der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen (TKG-SWF) und Sergej Rudsinski, Gigabitkoordinator des Märkischen Kreises, teil.

v.l. TKG-SWF Geschäftsführer Stefan Glusa, Gigabitkoordinator Sergej Rudsinski und Landrat Thomas Gemke besprachen mit Referent Peter Berger und dem Konzernbevollmächtigten der Telekom, Dr. Frank Schmidt, den Stand des Breitbandausbaus im Märkischen Kreis im Lüdenscheider Kreishaus. (Foto: Erkens/Märkischer Kreis)

Unerwartet enttäuschend fällt die Nachfrage der Gewerbetreibenden nach dem schnellen Internet bisher aus. Von den möglichen 1.250 Profiteuren des Regionalen Wirtschaftsprogramms des Landes NRW machen bisher nur etwa 25 Prozent der Betriebe Gebrauch davon, sich einen Glasfaseranschluss ins Unternehmen legen zu lassen. Für eine pauschale Anschlussgebühr von 799,95 Euro verspricht die Telekom Geschwindigkeiten von 1.000/Mbit pro Sekunde. Die Leistungen umschließen alle Baumaßnahmen auf dem Grundstück. „Unternehmer können sich gerne bei uns melden, wenn sie doch noch von dem Angebot profitieren möchten“, erklärt Dr. Frank Schmidt von der Telekom. Der Großteil der Tiefbaumaßnahmen in den Städten und Gemeinden sind bis auf Werdohl und Hemer abgeschlossen.

In den Wohngebieten ist die Nachfrage mit Stand 1. Juli 2020 ungleich höher. Im Rahmen der Bundesförderung werden die Anschlüsse von rund 44.650 privaten Haushalten sowie 30 Primär- und Sekundarschulen optimiert. Glasfaser wird über eine Strecke von rund 1.810 Kilometer verlegt. Mit einer Fördersumme von 60,5 Millionen Euro ist dies eines der größten Breitbandförderprojekte in NRW. Außer für Iserlohn und Menden hat die Telekom auch hier den Zuschlag erhalten. Die Eigentümer aus den Förderflächen sind per Post von den der jeweiligen Kommunen und vom Kreis angeschrieben worden. Gestartet wurde 2020 in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde. In Altena interessierten sich 85 Prozent der Wohneigentümer und in Nachrodt-Wiblingwerde 78 Prozent für das schnelle Internet. Bereits gebaut wird auch schon in Kierspe mit einer Nachfrage von 81 Prozent und in Schalksmühle mit 71 Prozent Rücklaufquote. In diesem Jahr soll auch noch der Baustart in Halver und Meinerzhagen-Valbert erfolgen. Die anderen Kommunen sind erst im nächsten Jahr dran.

In diesem Förderverfahren wird der Glasfaseranschluss bei einer Beauftragung innerhalb der Rückmeldefrist kostenfrei ins Haus gelegt. Die Wiederherstellung des Grundstückes ist inbegriffen. Bei Mehrfamilienhäusern verlegt die Telekom auch kostenfrei bis in die Wohnungen. Eigentümergemeinschaften stellen idealerweise einen gemeinsamen Antrag über die Hausverwaltung bzw. einen Bevollmächtigten. Wer die Frist verpasst hat, sollte sich unter breitband@maerkischer-kreis.de melden. Für den Anschluss ins Haus werden dann allerdings 799,95 Euro fällig.

Weitere Infos:
Übersicht der Förderflächen für den 3. Call der Bundesförderung: https://gdi2.maerkischer-kreis.de/breitband-3call.html
Gesamtübersicht zu allen Breitband-Förderverfahren des Kreises: https://www.maerkischer-kreis.de/breitband.php

Verträge mit Vodafone und innogy im Kreis Soest unterzeichnet

In seinem zweiten, kreisweiten Bundesförderverfahren hat der Kreis Soest als erster der fünf südwestfälischen Kreise die Suche nach gefördert ausbauenden Telekommunikationsunternehmen erfolgreich abgeschlossen. Anfang Juni wurden im Kreishaus die Verträge mit den Unternehmen Vodafone und innogy TelNet unterzeichnet, die sich in der europaweiten Ausschreibung (wir berichteten) durchgesetzt haben.

„Mit Abstand die Besten“: Dieses, in Zeiten von Corona gleichfalls beliebte Abi-Motto, präsentiert der Kreis Soest bei seinem Fototermin zur Vertragsunterzeichnung für den Breitbandausbau in den abgelegenen und unterversorgten Bereichen. (v.l. Fabian Klein, Vodafone GmbH), Christoph Hellmann, Kreis Soest, Landrätin Eva Irrgang, Bürgermeister Dr. Remco van der Velden, Geseke und Carsten Lagemann, innogy TelNet GmbH. Foto: Kreis Soest)

Damit ist sichergestellt, dass auch die Außenbereiche im Kreisgebiet mit zukunftsfähiger Glasfaser bis ins Haus versorgt werden. 3.900 private Haushalte in Einzellagen, 71 Schulen und drei Krankenhäuser werden durch die innogy TelNet und 1.118 Betriebe in 23 Gewerbegebieten durch Vodafone ausgebaut. Zunächst muss die Prüfung durch Bund und Land abgewartet werden, erst dann dürfen die beiden Firmen mit dem Ausbau beginnen, voraussichtlich im Herbst. In den kommenden dreieinhalb Jahren sollen über 1.500 Kilometer Leerrohre und mehr als 5.000 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden.

„Ein Infrastrukturprojekt in diesen Dimensionen hat es im Kreis Soest noch nie gegeben“, sagt Landrätin Eva Irrgang.  „Wir haben gemeinsam alles daran gesetzt, dass gerade für die Außenlagen und die noch nicht ausreichend versorgten Gewerbegebiete eine Lösung gefunden wird. Daher freut es mich umso mehr, dass wir zwei große Telekommunikationsunternehmen gefunden haben, die sich der Aufgabe bei uns stellen. Denn in einer Zeit, in der überall in der Bundesrepublik Auftragnehmer gesucht werden, ist das nicht einfacher geworden“, so die Landrätin weiter. Breitbandkoordinator Christoph Hellmann ergänzt: „So eine Chance, dass in diesen abgelegenen und unterversorgten Bereichen eine zukunftsfähige Breitbandversorgung mit Glasfaser bis zur mittlerweile sprichwörtlichen letzten Milchkanne gebaut werden kann, kommt nie wieder.“ Die umfangreichen Vorbereitungen, bei denen in enger Zusammenarbeit mit allen Kommunen jede Adresse im Kreis Soest noch einmal überprüft und, wenn möglich, mit in den Förderantrag aufgenommen wurde, zahlten sich jetzt aus.“
Gesekes Bürgermeister Dr. Remco van der Velden begleitete für die 14 Kommunen des Kreises das Verfahren: „Ich freue mich sehr, dass Kommunen und Kreis bei diesem wichtigen Thema zusammenarbeiten. Seit 2015 verfolgen wir gemeinsam die Strategie Glasfaser-Hausanschlüsse für möglichst viele Haushalte und Unternehmen im Kreis so gefördert zu bekommen, dass ein anschließender eigenwirtschaftlicher Ausbau möglich ist.“
Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH begleitet den Kreis Soest in dem Förderverfahren mit fachlicher Beratung.

Aktuelle Informationen werden auf der Homepage des Kreises unter kreis-soest.de/breitband veröffentlicht.