Verträge für geförderten Ausbau (6.Call) im Kreis Siegen-Wittgenstein unterzeichnet

Die Verträge sind unterschrieben: Die letzten weißen Flecken auf der Breitbandkarte des Kreises Siegen-Wittgenstein können nun getilgt werden. Das Unternehmen Greenfiber hat vom Kreis den Auftrag erhalten, innerhalb der nächsten drei Jahre insgesamt 4.125 Adressen mit Glasfaserhausanschlüssen zu versorgen. Landrat Andreas Müller und Paul Gummert, Geschäftsführer der Firma Greenfiber Internet & Dienste, haben jetzt die entsprechende Vereinbarung im Kreishaus unterzeichnet.

Landrat Andreas Müller (l.) und Paul Gummert, Geschäftsführer der Firma Greenfiber Internet & Dienste, haben jetzt die Vereinbarung zum Anschluss von 4.125 Adressen per Glasfaserhausanschluss ans Breitbandnetz unterzeichnet. Nach Abschluss der Arbeiten werden alle Adressen in Siegen-Wittgenstein einen Zugang zum schnellen Internet haben.

„Bis auf acht Anschlüsse haben wir unser bisheriges Etappenziel, 98 Prozent aller Adressen in Siegen-Wittgenstein mit schnellem Internet zu versorgen, bereits erreicht“, erläutert Landrat Andreas Müller: „Jetzt visieren wir das 100-Prozent-Ziel an und starten mit dem Anschluss der letzten beiden Prozent. Dazu gehören nicht nur hunderte Privathäuser, sondern auch 62 Schulen, zwölf Krankenhäuser und 120 Gewerbegebiete. Für all diese rückt das Gigabit-Zeitalter jetzt in greifbare Nähe. Das wird auch dem Wirtschaftsstandort Siegen-Wittgenstein einen großen Schub geben!“, ist Andreas Müller überzeugt.

Ausbaustart noch im 1. Halbjahr 2022
„Um diese Aufgabe meistern zu können, müssen ca. 850 km Glasfaser im Kreisgebiet in den Boden verlegt werden“, erläutert Paul Gummert: „Die Verlegung der Glasfasertrasse wird überwiegend in herkömmlicher Tiefbauweise ausgeführt werden. Dabei werden auch bereits vorhandene Leerrohre, so weit möglich, genutzt. Daneben werden Verfahren wie ‚Spülbohren‘ und das ‚Pflugverfahren‘ angewandt. Das ungeliebte ‚Trenching‘ – eine Fuge in die Straße fräsen – kommt nur dann zum Einsatz, wenn die örtlichen Gegebenheiten keine vernünftige Alternative zulassen.“ Die Arbeiten werden noch im ersten Halbjahr 2022 beginnen.

Sämtliche Adressen werden mit einem Glasfaserhausanschluss (FTTH-Anschluss „Fiber to the Home“) versorgt. Dieser erlaubt Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 1000 MBit/s und mehr, abhängig vom jeweiligen Provider und Vertrag. Die Ausbau-Förderrichtlinien schreiben vor, dass der Anschluss bis hinter die erste Gebäudewand verlegt wird. Eine Inhouse-Verkabelung erfolgt nicht. Die muss, wenn erforderlich und gewünscht, vom Eigentümer, sprich Vermieter, durchgeführt werden. Tiefbauschäden, die auf einem Grundstück entstehen, werden von Greenfiber beseitigt.

115 Millionen Euro Fördervolumen
Dieses immense Tiefbauvolumen ist mit einem hohen Finanzbedarf verbunden: Insgesamt geht der Kreis von annähernd 115 Millionen Euro aus. Diese Summe wird ganz überwiegend vom Bund und vom Land getragen. Entsprechende Förderbescheide liegen vor. Kommunen, die keinem Haushaltssicherungskonzept unterliegen, müssen einen zehnprozentigen Eigenanteil aufbringen.

Vor der Vertragsunterzeichnung gab es ein aufwendiges und langwieriges Antragsverfahren. Der vorläufige Antrag wurde im Mai 2019 beim Bundesfördergeber eingereicht. Die vorläufigen Bescheide, die Grundlage für die Ausschreibung waren, lagen schon im Juni 2019 vor. Es folgte das Ausschreibungsverfahren (wir berichteten), das im Februar 2021 zu Gunsten der Fa. Greenfiber Internet & Dienste GmbH erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Der finale Antrag wurde im Juni 2021 beim Bundesfördergeber eingereicht und im März 2022 positiv beschieden.

Glasfaserausbau in Menden und Iserlohn abgeschlossen

In Menden und Iserlohn hat der Netzbetreiber Telemark den geförderten Glasfaserausbau erfolgreich abgeschlossen. 51 Trassenkilometer Glasfaserkabel und 1.032 Hausanschlüsse wurden im Bundesförderprogramm (3. Call) fertig gestellt.

„Der Glasfaserausbau ist nicht nur die Basis dafür, dass die Menschen digital arbeiten können, sondern auch ein wichtiger Standortfaktor. Im gesamten Märkischen Kreis kommen wir beim Breitbandausbau gut voran. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten im „3. Call“ in Iserlohn und Menden haben weitere 1.500 Adressen Zugriff auf das schnelle Internet. Das ist eine gute Nachricht. Auch bei weiteren Ausbauschritten und Förderprogrammen bleiben wir am Ball“, sagt Marco Voge, Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender der TKG Südwestfalen.
Bürgermeister Michael Joithe (Iserlohn) und Bürgermeister Roland Schröder (Menden) freuen sich ebenfalls über den Abschluss der Ausbauarbeiten: „Die Bürgerinnen und Bürger der ausgebauten Adressen können nun mit bis zu 1.000 Mbit/s im Internet surfen und digitale Angebote nutzen.“

Die Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH wurde 1998 als Tochter der Stadtwerke Lüdenscheid, der Stadtwerke Iserlohn und der Stadtwerke Menden gegründet. „‚Als verbindendes Element‘ sieht Telemark seine Aufgabe darin, Wohn- und Gewerbegebiete in der Region an das Glasfasernetz anzuschließen, um damit die Voraussetzung für die digitale Zukunft im ländlichen Raum zu schaffen“, berichtet Telemark-Geschäftsführer Andreas Griehl.
Stefan Döbbe, Projektleiter der Telemark, und Matthias Pohl, Gigabitkoordinator des Märkischen Kreises, blicken zufrieden auf eine gelungene Projektumsetzung zurück. Gerade im ländlichen Raum bieten sich für die Glasfaserverlegung alternative Verlege-Methoden an. Etwa 15 Kilometer der Glasfasertrassen wurden im Bohrspülverfahren, mit einem Kabelpflug oder einer Kabelfräse verlegt.

Matthias Pohl (Gigabitkoordinator / Mobilfunkkoordinator MK), Frank Wagenbach (Baudezernent Stadt Menden), Svenja Tschorn (Breitbandverantwortliche Stadt Menden), Roland Schröder (Bürgermeister Menden), Stefan Döbbe (Projektleiter Telemark), Andreas Griehl (Geschäftsführer Telemark), Marco Voge (Landrat) und Thomas Hoheisel (Gigabitkoordinator / Mobilfunkkoordinator MK). (Foto: Bange / MK)
v.l. Michael Joithe (Bürgermeister Iserlohn), Uwe Ziemann-Breuninger (Breitbandverantwortlicher Stadt Iserlohn), Andreas Griehl (Geschäftsführer Telemark), Stefan Döbbe (Projektleiter Telemark), Thomas Hoheisel (Gigabitkoordinator / Mobilfunkkoordinator MK), Matthias Pohl (Gigabitkoordinator / Mobilfunkkoordinator MK) und Landrat Marco Voge. (Foto: Bange / MK)

Spatenstich: Glasfaser für 23 Gewerbegebiete

Die letzten unterversorgten Gewerbegebiete im Kreis Soest bekommen geförderte Glasfaser-Anschlüsse. Dazu gaben am 17. März 2022 der Bürgermeister der Stadt Rüthen, Peter Weiken, Christoph Hellmann Breitbandkoordinator für den Kreis Soest und Dennis Schiefke, verantwortlicher Projektmanager bei Vodafone Deutschland, mit einem symbolischen Spatenstich den Startschuss im Gewerbegebiet Meiste. Insgesamt sollen 23 Gewerbegebiete mit bis zu 750 Unternehmen in den kommenden Monaten eine zukunftssichere Glasfaser-Infrastruktur erhalten. Die Tiefbau-Arbeiten beginnen im Gewerbegebiet Meiste in Rüthen, weiteren Gebiete u.a. in Werl, Ense, Möhnesee, Soest, Bad Sassendorf, Lippstadt, Erwitte und Warstein folgen dann Schritt für Schritt. Schon Ende dieses Jahres soll die gesamte Netzinfrastruktur-Maßnahme voraussichtlich abgeschlossen sein.

Peter Weiken (Bürgermeister Stadt Rüthen), Christoph Hellmann (Kreis Soest), Francesco Friedrichs und Dennis Schiefke (Vodafone), Hubert Betten (Stadt Rüthen) und Hajro Jusufovic (H-J Tiefbau) beim symbolischen Spatenstich im Gewerbegebiet Meiste (Foto: Vodafone).

„Wichtig war es, mit Hilfe der Förderung durch Bund und Land die restlichen Gewerbegebiete, in denen der privatwirtschaftliche Ausbau nicht funktioniert hat, auch mit der zukunftssicheren Glasfaser zu versorgen. Mit der Vodafone haben wir einen Partner gefunden, der sich jetzt der Aufgabe stellt und diese Lücke im Kreis Soest schließt“, sagt Christoph Hellmann, Breitbandkoordinator des Kreises Soest.

Dennis Schiefke, Projektleiter bei Vodafone Deutschland: „Mit dem Start des Glasfaser-Ausbaus nehmen wir eine ganz wichtige Hürde für die Digitalisierung des Industriestandorts Soest. Insbesondere durch Corona und dem damit einhergehenden Digitalisierungsschub wird schnelles Internet für die hier ansässigen Unternehmen noch wichtiger.“ Und weiter: „Aktuelle Studien zeigen: Mehr als zwei Drittel der befragten Arbeitnehmer erwarten von Ihrem Arbeitgeber eine Home-Office Lösung. Und Home-Office ist produktiv, sobald Unternehmen über eine schnelle Datenanbindung verfügen. Genau dafür sorgen wir und starten jetzt mit dem Glasfaser-Ausbau.“

Alle Informationen zum Baufortschritt und zu den Tarif-Angeboten veröffentlicht Vodafone unter www.vodafone.de/soest-business. Hier können interessierte Unternehmen auch prüfen, ob ihr Standort im geförderten Glasfaser-Ausbaugebiet liegt. Auf der Website des Kreises Soest gibt es außerdem eine vollständige Übersicht über das Förderverfahren im 6. Call des Bundesförderprogramms.

Gefördert wird der Ausbau von Bund, Land NRW und den Kommunen des Kreises Soest im 6. Call der Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland. (Foto: Vodafone)

Der Kreis Soest hatte gemeinsam mit seinen 14 Kommunen einen kreisweiten Förderantrag gestellt, der ein Ausbauvolumen von über 114 Mio. Euro umfasst. Zwei Firmen hatten den Zuschlag in dem europaweiten Ausschreibungsverfahren erhalten (wir berichteten). Die privaten Haushalte in Einzellagen, Schulen und Krankenhäuser werden durch die Westenergie Breitband GmbH und die Gewerbegebiete durch die Vodafone GmbH mit Glasfaser versorgt. Fachlich begleitet wird das gesamte Förderverfahren von der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen.

Bund fördert Planung und Beratung beim Glasfaser-Ausbau in „grauen Flecken“ im HSK

Um den Glasfaserausbau weiter voran zu treiben, hat der Hochsauerlandkreis im Januar 2022 einen Zuwendungsbescheid über 200.000 Euro vom Bundesministerium für Digitalisierung und Verkehr aus Berlin erhalten. „Damit können jetzt die notwendigen Vorbereitungen zur Durchführung von weiteren Förderanträgen beginnen“, freut sich Landrat Dr. Karl Schneider.

Über den Zuwendungsbescheid von 200.000 Euro für den Glasfaserausbau im HSK freuen sich (v.l.n.r.) Stefan Glusa, Geschäftsführer TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen mbH, Landrat Dr. Karl Schneider und Ludger Laufer, Gigabitkoordinator. (Foto: Fisch/HSK)

Insgesamt werden im Kreis bereits über 100 Millionen Euro in den von Bund und Land geförderten Netzausbau investiert. „Auch für den Glasfaserausbau in so genannten „grauen Flecken“, kann sich der HSK und sein Gigabitkoordinator Ludger Laufer auf die bewährte Unterstützung durch die kreiseigene TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen verlassen“, versicherte TKG-Geschäftsführer Stefan Glusa.

In diesem Zusammenhang weist der Hochsauerlandkreis nochmals auf den laufenden Glasfaserausbau für über 3.300 Adressen hin: Im Oktober 2021 wurden alle berechtigten Eigentümer in den Fördergebieten angeschrieben. Bis zum 31. März 2022 können diese noch einen „Antrag für einen kostenfreien Glasfaserausbau“ stellen. Erst dann dürfen die geförderten Glasfaser-Hausanschlüsse dort kostenlos bis ins Haus gelegt werden. Ab dem 31. März 2022 werden für eine nachträgliche Herstellung des Glasfaser-Anschlusses einmalig 799,95 Euro fällig.

Informationen zu den Ausbaugebieten sind auf der Homepage des Hochsauerlandkreises unter www.hochsauerlandkreis.de/breitband verfügbar. Dort besteht die Möglichkeit, die Adressen und Ausbaugebiete über eine Karte einzusehen. Sollten Adressen im Ausbaugebiet liegen und kein Anschreiben bekommen haben, werden die Eigentümer gebeten, sich direkt an den Gigabitkoordinator des Hochsauerlandkreises zu wenden.

Glasfaser-Baustart in Werdohl

Die Planungen für schnelles Internet in Werdohl sind abgeschlossen, jetzt wird gebaut: Der geförderte Glasfaserausbau erfolgt in zwei Bauabschnitten und soll bis Juni 2023 abgeschlossen sein.
Beim Glasfaserausbau in den Wohngebieten (Bundesförderprogramm 3. Call) besteht im Märkischen Kreis weiterhin großes Interesse (wir berichteten). Das mit insgesamt 60,45 Millionen Euro geförderte Projekt wird von den Bürgerinnen und Bürgern außerordentlich gut angenommen. Die Fördermittel kommen so ganz konkret bei den Menschen an“, sagt Landrat Marco Voge. Matthias Pohl, Gigabitkoordinator des Kreises, ergänzt: „Aktuell sind kreisweit 3.302 Anschlüsse buchbar.“
In Altena-Rosmart und in vielen Ortsteilen von Schalksmühle ist der Ausbau bereits komplett abgeschlossen. In Werdohl (Dresel, Düsternsiepen, Espenhagen, Eveking, Borbecke, Osmecke, Kettling, Rotenhohl, Kleinhammer und Pungelscheid) startet er jetzt.

Start des Glasfaser-Ausbaus in Werdohl (von links): Ralf Engstfeld (Regionalmanager der Deutschen Telekom), Landrat Marco Voge, Bürgermeister Andreas Späinghaus, Kreis-Gigabitkoordinator Matthias Pohl und Bauleiter Christian Mewes. (Foto: Vorsmann)

Beim Breitbandausbau profitiert der Märkische Kreis von diversen Förderprojekten des Bundes sowie des Landes NRW. Beim Glasfaserausbau in den Wohngebieten (Bundesförderprogramm 3. Call) ist das Interesse der Eigentümer sehr hoch. Die Rückmeldequote in Werdohl liegt bei knapp 89 Prozent. In Werdohl profitieren von diesem geförderten Ausbau rund 900 Adressen. Das neue Netz ermöglicht Bandbreiten bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s). „Es ist so leistungsstark, dass Arbeiten und Lernen von Zuhause aus, Video-Konferenzen, Surfen und Streamen gleichzeitig möglich sind“, berichtet Matthias Pohl. Die Deutsche Telekom wird mehr als 35 Kilometer Tiefbauarbeiten durchführen und 40 neue Netzverteiler aufstellen. Der geförderte Glasfaserausbau erfolgt in zwei Bauabschnitten und soll bis Juni 2023 abgeschlossen sein.
„Der Glasfaserausbau ist nicht nur die Basis dafür, dass die Menschen digital arbeiten können, sondern auch ein wichtiger Standortfaktor. Im gesamten Märkischen Kreis kommen wir beim Breitbandausbau gut voran. Mit dem Start der Bauarbeiten für den 3. Call geht es mit schnellem Internet auch für die Bürgerinnen und Bürger in Werdohl weiter. Das ist eine gute Nachricht. Auch bei weiteren Ausbauschritten und Förderprogrammen bleiben wir am Ball“, sagt Landrat Marco Voge. Im gesamten Märkischen Kreis sind nach Abschluss des geförderten Projektes (3. Call) ca. 24.000 Adressen mit rund 44.650 Haushalten an das schnelle Internet angeschlossen.
Werdohls Bürgermeister Andreas Späinghaus freut sich ebenfalls über den Start: „Wir sind froh, diese Ortsteile nun mit Glasfaser ausgebaut zu bekommen.“ Ralf Engstfeld, Regionalmanager der Deutschen Telekom, kündigte an, den Ausbau schnell voran treiben zu wollen. „Die Beeinträchtigungen für die Anwohner halten wir so gering wie möglich.“
Generell wird der geförderte Glasfaserausbau (Bundesförderprogramm 3. Call) zu 50 Prozent vom Bund, zu 40 Prozent vom Land und zu 10 Prozent mit Eigenanteilen der Kommunen finanziert. Kreis-Gigabitkoordinator Matthias Pohl: „Bei Kommunen, die sich in der Haushaltssicherung befinden, übernimmt das Land den Eigenanteil.“

Weitere Informationen unter: https://www.maerkischer-kreis.de/breitband_wohngebiete.php

Weitere Baustarts im Kreis Soest

Nach dem offiziellen Spatenstich im Kreis Soest (wir berichteten) haben im Oktober in drei weiteren Kommunen die Tiefbauarbeiten des 6. Calls für den geförderten Glasfaserausbau begonnen. Die Westenergie Breitband GmbH hat den Baustart in Werl, Rüthen und Lippetal bekanntgegeben.

„Kleiner“ Spatenstich in Lippetal mit Vertretern der Gemeinde, der Westenergie Breitband, dem Ingenieurbüro Jonasson und der Tiefbauunternehmen Waldeier. (Foto: Westenergie Breitband)

Am 10. November 2021 fand das Bauauftaktgespräch für den 6. Call des Breitbandausbaus in Geseke statt. Vertreter der Westenergie Breitband GmbH stellten Bürgermeister Dr. Remco van der Velden die weiteren Planungsschritte für seine Stadt sowie die ausführenden Unternehmen vitronet aus Essen (für den Tiefbau) und das Ingenieurbüro Lindschulte vor.
Auch in Bad Sassendorf und Ense wurden die ersten Bauauftaktgespräche bereits erfolgreich durchgeführt.

Bauauftaktgespräch in Geseke. (Foto: Westenergie Breitband)

Gute Ausbaufortschritte im MK

Der Glasfaserausbau im Märkischen Kreis nimmt weiter Fahrt auf. Matthias Pohl, seit April 2021 Gigabitkoordinator des Kreises, berichtete am 28.9. im Ausschuss für Digitalisierung und E-Government über den aktuellen Stand beim Breitbandausbau.

Der Glasfaserausbau ist nicht nur die Basis dafür, dass die Menschen digital arbeiten können, sondern auch ein wichtiger Standortfaktor. Beim Breitbandausbau profitiert der Märkische Kreis von diversen Förderprojekten des Bundes sowie des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Ausschuss für Digitalisierung und E-Government gab der Gigabitkoordinator des Märkischen Kreises, Matthias Pohl, einen aktuellen Überblick.
Das „Regionale Wirtschaftsförderprogramm“ (RWP) berücksichtigt insbesondere Gewerbetreibende, aber auch umliegende Privathaushalte. Das kommt den historisch gewachsenen Industrie- und Gewerbeansiedlungen im Märkischen Kreis entgegen. „Der Ausbau erfolgte in 42 Gewerbegebieten und ist seit April 2021 abgeschlossen“, berichtete Matthias Pohl und ergänzte: „Mehr als 940 Unternehmern und insgesamt rund 1.200 Adressen ist der Zugang zu einem Glasfaseranschluss mit einer Bandbreite von bis zu 1.000 Mbit/s ermöglicht worden.“ Dafür wurden 69 Kilometer Tiefbau realisiert und rund 126 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Von den etwa 1.200 Adressen haben bereits 465 einen Hausanschluss beauftragt. „Die Nachfrage bei den Privathaushalten und Unternehmen steigt“, sagte Pohl. Übrigens: Eigentümer, die sich im Ausbaugebiet des RWP-Verfahrens befinden und sich noch nicht für einen Glasfaseranschluss entschieden haben, können das jederzeit nachholen. Wichtig dabei: Für die Anbindung des Hausanschlusses erhebt der Netzbetreiber eine pauschale Installationsgebühr in Höhe von knapp 800 Euro.

Großes Interesse besteht auch beim Glasfaserausbau in den Wohngebieten (Bundesförderprogramm 3. Call). Die Rückmeldequoten in den Kommunen, in denen die Eigentümer bezüglich eines vollständig geförderten Glasfaseranschlusses kontaktiert worden sind, sind sehr gut und liegen durchschnittlich bei 92,6 Prozent. Sehr viele Rückmeldungen gibt es zum Beispiel in Plettenberg (96,08 Prozent), Schalksmühle (95,98 Prozent), Balve (95,45 Prozent), Kierspe (94,53 Prozent) und Meinerzhagen (94,69 Prozent). Matthias Pohl: „Das zeigt, dass das mit insgesamt 60,45 Millionen Euro geförderte Projekt von den Bürgerinnen und Bürgern außerordentlich gut angenommen wird. Die Fördermittel kommen so ganz konkret bei den Menschen an. Aktuell sind kreisweit bereits 2.726 Anschlüsse buchbar.“ In Altena-Rosmart und in den Ortsteilen Brinkerhofe, Schmermbeck, Hülscheid, Dornbusch, Altenhülscheid, Rotthausen, Lauenscheid, Harrenscheid und Everinghausen von Schalksmühle ist der Ausbau bereits komplett abgeschlossen.
Auch Einzellagen sowie Randbereiche außerhalb größerer Ortschaften im Märkischen Kreis kommen beim Breitbandausbau zum Zuge. In diesem Förderverfahren für die „weißen Flecken“ (sogenannter 6. Call der Bundesförderung Breitband) werden voraussichtlich weitere etwa 4.300 unterversorgte Privatadressen, 64 Gewerbegebiete mit ca. 2.225 Adressen, 58 Schulen und acht Krankenhäuser mit Glasfaser versorgt. „Hier warten wir nach dem Ausschreibeverfahren auf den finalen Förderbescheid, um den Auftrag vergeben zu können“, sagte Matthias Pohl. Mit dem Ausbaustart wird im ersten Quartal 2022 gerechnet.

Weitere Infos: https://www.maerkischer-kreis.de/breitband.php

Spatenstich 6. Call im Kreis Soest

Am 26.08.2021 hat Landrätin Eva Irrgang zusammen mit Vertretern der Westenergie Breitband GmbH, der Fördergeber von Bund und Land und der Bürgermeister mit einem symbolischen Spatenstich die Runde zwei des geförderten Breitbandausbaus im Kreis Soest eingeläutet. Möglich wurde die Einbeziehung weiterer unterversorgter Gebiete durch den 6. Call, um den die Bundesförderung Ende 2018 erweitert wurde. Wie schon beim 3. Call hatten alle 14 Kommunen über den Kreis erfolgreich einen gemeinsamen Förderantrag gestellt (wir berichteten).

Landrätin Eva Irrgang (4. v. l.) und Matthias Lürbke (6. v. l.), Bürgermeister der Gemeinde Lippetal, feierten zusammen mit Regierungspräsident Hans-Jochen Vogel (3. v. l.) sowie dem Sprecher der Bürgermeister im Kreis Soest, Dr. Remco van der Velden (7. v. l.) und Repräsentanten der beteiligten Unternehmen den symbolischen ersten Spatentisch für den Breitbandausbau in der Gemeinde Lippetal. Mit dabei waren auch Alice Fuhrmann (3. v. r.) von der Bundesförderung Breitband – atene Kom sowie Christoph Hellmann (l.), Breitbandkoordinator des Kreises Soest. (Foto: Kreis Soest)

Rund 100 Mio. Euro wird das Infrastrukturlos 1 dieser Förderung insgesamt kosten, davon kommen 49,9 Mio. Euro als Fördermittel vom Bund, 44,1 Mio. vom Land und 5,8 Mio. sind Eigenanteile der Kommune. „Das sind beeindruckende Zahlen“, stellt die Landrätin Eva Irrgang fest. „Aber Investitionen in schnelles Internet sind Investitionen, die den Kreis Soest für die Zukunft aufstellen. Deshalb haben wir natürlich auch die abgelegenen Einzellagen im Blick. Der Datenverkehr wird in den kommenden Jahren rasant ansteigen und um diese Datenmengen auch zuverlässig zu transportieren, sind leistungsstarke Internet-Anschlüsse zwingend notwendig – überall.“

Im nördlichen Lippetal, Ort des symbolischen Spatenstichs, wird es besonders deutlich, dass bei dieser ländlichen Besiedlung der privatwirtschaftliche Breitbandausbau nicht rentabel ist und es nur mit Hilfe von Fördermitteln zu einer zukunftsfähigen Glasfaserversorgung kommen kann. Nach umfangreichen Planungen und Vorarbeiten laufen die Tiefbauarbeiten bereits seit einigen Wochen, und zwar für kreisweit weitere 2.771 Gebäude in abgelegenen Einzellagen sowie 72 Schulen und 3 Krankenhäuser. In diesen Bereichen sind die Arbeiten im Auftrag des Kreis Soest durch den Vertragspartner und Bauherren, die Westenergie Breitband GmbH, aufgenommen worden. „Die ersten Kilometer der Leitungstrasse sind bereits verlegt und es geht weiter zügig voran“, berichtet der Projektleiter der Westenergie Breitband, Rainer Niehaus. In vielen Teilen kann die innovative Verlege-Methode der Firma LayJet aus Österreich angewandt werden. Mit dieser Arbeitsweise kann gegenüber herkömmlicher Bauweise mit bis zu 3.000 Meter die zehnfache Grabenlänge an einem Arbeitstag erreicht werden (wir berichteten).

Die erforderlichen Tiefbauarbeiten umfassen in allen 14 Kommunen insgesamt eine Länge von rund 800 Kilometern. Der Breitbandausbau erfolgt in 20 Bauabschnitten, die sich über das gesamte Kreisgebiet verteilen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Bauabschnitte ans Netz gehen. Schritt für Schritt werden die weiteren Abschnitte folgen, wobei die Schulen und Krankenhäuser priorisiert angeschlossen werden. Die Fertigstellung dieser umfangreichen Baumaßnahme insgesamt ist für Ende 2024 geplant.

Die Glasfaser-Kabel werden bei dieser Förderung im öffentlichen Raum bis vor die Gebäude gelegt. Die Entscheidung, ob die Kabel dann bis ins Haus reichen sollen, damit die Bewohner sie nutzen können, trifft letztendlich aber der Eigentümer. Dieser hat bis zum Stichtag, der pro Ausbaugebiet auf der Internetseite der Westenergie Breitband veröffentlicht wird, die Möglichkeit, eine Grundstückseigentümererklärung bei der Westenergie Breitband einzureichen und erhält dann den kostenfreien Glasfaseranschluss bis in das Haus.

Der Gigabitkoordinator des Kreises Soest, Christoph Hellmann, sieht bereits viel erreicht: „Wir verfolgen im Kreis Soest seit 2016 gemeinsam mit den 14 Kommunen im geförderten und im privatwirtschaftlichen Glasfaserausbau das Ziel, möglichst schnell die zukunftssichere Glasfaser in alle Unternehmen und Häuser zu bringen. Mit diesem Ziel sind wir im Kreis Soest sehr gut unterwegs. Wenn der Schnitt in der Glasfaserversorgung in Deutschland heute bei rund 17,7 Prozent liegt, werden durch die aktuell laufenden und geplanten Maßnahmen im Kreis Soest über 30 Prozent der Adressen mit Glasfaser bis in die Häuser versorgt. Weitere 61 Prozent haben bereits das gigabitfähige TV-Kabelnetz zur Verfügung. Es steht also schon jetzt eine gute Internetversorgung zur Verfügung, die wir in den kommenden Jahren mit der zukunftssicheren Technologie Glasfaser weiter voranbringen wollen“.

Alle Informationen zum Breitbandausbau finden Interessierte auf der Internetseite www.kreis-soest.de/breitband.

Erste Glasfaser Anschlüsse in Lützel fertiggestellt

Alle Häuser der Siedlung Lützel in Hilchenbach erhalten Glasfaser-Hausanschlüsse. Im Zuge des Breitbandförderprojekts des Kreises Siegen-Wittgenstein haben bereits 20 von 31 Häusern im „Buchenweg“ und „An den Weißen Steinen“ einen Glasfaser-Hausanschluss erhalten. Bis zum Spätsommer werden auch die Anlieger der „Eisenstraße“ ihren Anschluss bekommen, parallel zum Ausbau durch den Landesbetrieb Straßen.NRW.

Mit dem Ausbau der Siedlung Lützel durch Straßen.NRW und der Verlegung der Glasfaser-Anschlüsse in die Häuser stellt Westnetz gleichzeitig die Stromversorgung von der bisherigen Freileitung über die Dächer auf Erdkabel um. Der Verteilnetzbetreiber nutzt solche Synergien bei Baumaßnahmen, auch mit anderen Versorgungsträgern.

Anlässlich der Fertigstellung der ersten Glasfaser-Anschlüsse für die Siedlung Lützel kamen Landrat Andreas Müller, Kreis Siegen-Wittgenstein, Bürgermeister Kyrillios Kaioglidis, Stadt Hilchenbach, mit Projektleiter Philipp Greb, Westnetz, und Reiner Hirschhäuser, Kommunalmanager Westenergie, zusammen, um das schnelle Netz symbolisch in Betrieb zu nehmen. (Foto: Westnetz)

Landrat Müller hob hervor, dass besonders der Kreis Siegen-Wittgenstein als ländliche Region vom Förderprogramm und der Anbindung an das schnelle Breitbandnetz profitieren, denn in den letzten Jahren sei die Nachfrage nach schnellerem Internet deutlich gestiegen. „Arbeiten im Homeoffice ist eine der Maßnahmen, mit denen wir in den vergangenen Monaten versucht haben, die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Aber auch nach der Pandemie werden mobiles Arbeiten bzw. Arbeiten im Homeoffice auf der Tagesordnung bleiben. Voraussetzung dafür sind aber leistungsfähige Breitbandanschlüsse. Gerade wenn es um größere Datenmengen geht, ist hier ein Glasfaser-Hausanschluss unschlagbar. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir im Rahmen des kreisweiten Breitbandausbaus nicht nur Unternehmen, sondern auch zahlreichen Privatpersonen einen Anschluss an das Highspeednetz der Zukunft anbieten können.“

Von den schnellen Übertragungsraten ist auch Hilchenbachs Bürgermeister Kaioglidis begeistert und sagte: „Die Glasfasertechnologie ist als moderne und schnelle Internetkommunikation eine Investition in die Zukunft. Im Wohngebiet der Siedlung Lützel können nun alle von einem Glasfaseranschluss ohne weitere Kosten bis in ihr Haus profitieren.“ Die höheren Bandbreiten sind inzwischen für die ersten Adressen des Ausbaugebietes verfügbar. „Wie Computer und Fernseher diese Kommunikation erreichen, hängt von dem jeweiligen Vertrag der Nutzer ab – technisch sind alle Voraussetzungen erfüllt,“ erläuterte Projektleiter Greb. In den kommenden Wochen informiere der jeweilige Tarifanbieter die Kunden über ihre Schalttermine, in Abhängigkeit der noch bestehenden Verträge. Um die Glasfaserinfrastruktur nutzen zu können, ist ein Neuvertrag notwendig.

Der FTTH-Ausbau garantiert einen direkten Glasfaseranschluss bis ins Haus. Da die Backbone-Trasse der Westenergie Breitband zwischen Erndtebrück und Hilchenbach verläuft, wurde für die Siedlung Lützel ein Abzweig hergestellt und zwei Glasfaserverteilerschränke (GVS) angeschlossen. Anfänglich war ein FTTC-Ausbau vorgesehen, doch dieser konnte aus technischen Gründen nicht umgesetzt werden. Im Zuge dessen haben der Kreis und Westenergie eine Überbauung mit Glasfaser vereinbart.

Spatenstich 6. Call im Hochsauerlandkreis

Am 28.06.2021 nahm Landrat Dr. Karl Schneider zusammen mit der Telekom Deutschland GmbH den symbolischen Spatenstich für den geförderten Glasfaserausbau im 6. Call des Bundesförderprogramms Breitband vor. Damit startet im Gewerbegebiet Remmeswiese in Winterberg der kreisweite Rollout für weitere 3.222 Glasfaser-Anschlüsse bis in die Gebäude.

„Mit dem heutigen Spatenstich senden wir die wichtige Botschaft aus, dass wir die Bedeutung der digitalen Infrastruktur als Fundament für Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Unternehmen seit mehr als anderthalb Jahrzehnten erkannt haben“, sagte Landrat Dr. Karl Schneider. „Mit Beginn des heutigen Tages werden der Glasfaserausbau und das Schließen noch vorhandener weißer Lücken bis 2025 fertiggestellt sein“, ergänzte er.
Unter anderem werden 29 Gewerbegebiete im Hochsauerlandkreis mit 900 Unternehmen und fünf Krankenhäuser vom Ausbau der Glasfasertechnologie profitieren.

v.l.n.r. MdB Carl-Julius Cronenberg, Landrat Dr. Karl Schneider, Konzernbevollmächtigter Region West der Deutschen Telekom Dr. Frank Schmidt und Bürgermeister Michael Beckmann beim Spatenstich in Winterberg. (Foto: TKG-SWF)

Landrat Dr. Schneider lobte die gute Zusammenarbeit aller Akteure, die zu diesem erfolgreichen Vorhaben beigetragen haben – der ateneKOM für den Bund, dem Land NRW, der Deutschen Telekom, den Bau- und Planungsämtern und Stadtwerken, den Wirtschaftsförderungsgesellschaften und Straßenbaulastträgern sowie der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen.

Für den Glasfaserausbau werden u.a. Tiefbauarbeiten auf einer Länge von 405 Kilometern durchgeführt, vorhandene Leerrohre auf einer Länge von 592 Kilometer werden genutzt und Glasfaser auf einer Länge von 1.336 Kilometer wird verlegt.

Der Bund fördert dieses Invest mit rund 38,76 Millionen Euro, das Land Nordrhein-Westfalen weitere 34,32 Millionen Euro und die restliche Summe von rund 4,4 Millionen Euro steuern die Kommunen als Eigenanteil zum Ausbau bei.