Innogy und Telekom schalten Netze in Siegen-Wittgenstein ein

„Etappenziel erreicht – jetzt fließen die (Giga-)Bits“, stellt Landrat Andreas Müller fest: Der flächendeckende Breitbandausbau in Siegen-Wittgenstein ist auf der Zielgeraden. Zum Monatswechsel werden die Ausbaupartner des Kreises, Innogy und Telekom, die ersten neuen Netze freischalten. An rund 7.800 Adressen kann künftig mit mindestens 50 MBit/s im Download – in der Regel aber sogar mit bis zu 100 bzw. 120 MBit/s – gesurft werden. Nicht nur Einfamilienhäuser, sondern auch Gebäude mit mehreren Wohneinheiten oder Gewerbebetriebe profitieren. Hinzu kommen noch die ersten „echten“ Glasfaserhausanschlüsse. Diese ermöglichen sogar Downloadgeschwindigkeiten im Gigabit-Bereich. „Damit schaffen wir in Siegen-Wittgenstein nicht irgendwann, sondern jetzt ein attraktives Umfeld zum Wohnen, Leben und Arbeiten. Und damit sind wir als Kreis in Nordrhein-Westfalen ganz, ganz weit vorne“, betont Andreas Müller. Und er dankt allen Partnern innerhalb und außerhalb der Kreisverwaltung, die seit Februar 2016 an diesem Ausbauprogramm gearbeitet haben (wir berichteten).

Inbetriebnahme des Netzes in Freudenberg durch Innogy. (Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein)

Innogy Ausbaupartner u.a. in Erndtebrück, Freudenberg und Hilchenbach
Für den größeren Teil des Programms, das der Kreis federführend und in Kooperation mit den Städten und Gemeinden durchgeführt hat, ist innogy der Partner. Das Unternehmen wird zum Halbjahreswechsel 3.000 Haushalte und Gewerbetreibende angeschlossen haben. Die neuen Highspeednetze stehen dann in der Stadt Freudenberg und den Stadtteilen Büschergrund und Hohenhain, in Erndtebrück und den Ortsteilen Birkelbach, Womelsdorf, Zinse und Röspe sowie in den Hilchenbacher Ortsteilen Vormwald und Hadem zur Verfügung. Kunden, die von innogy Glaserfaserkabel bis ins Haus verlegt bekommen, werden in den nächsten Wochen kontaktiert, um einen Termin für die Installation vor Ort zu vereinbaren.
Weitere 5.000 Adressen in Bad Berleburg, Bad Laasphe, Erndtebrück, Freudenberg, Hilchenbach und Kreuztal wird innogy schrittweise im dritten und vierten Quartal freischalten.

Abschluss der Ausbauabeiten der Telekom in Siegen-Feuersbach, das ab 30. Juni ans schnelle Breitbandnetz angeschlossen ist. (Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein)

Telekom schaltet Netze in Burbach, Netphen, Neunkirchen Siegen und Wilnsdorf frei
Die Telekom ist der zweite Ausbaupartner des Kreises. Sie wird jetzt zum 30. Juni ebenfalls rund 3.000 Adressen erstmals mit schnellem Internet versorgen und die neuen Netze in Burbach-Niederdresselndorf, Neunkirchen und in den Siegener Stadtteilen Feuersbach, Niederschelden bzw. Eiserfeld-Kaiserschacht und Trupbach freischalten. Im Bereich der Stadt Netphen profitieren besonders viele Ortschaften vom Ausbauprogramm des Kreises. Hier können ab dem Monatsende in Netphen (Stauffenbergstraße), Salchendorf, Helgersdorf, Beienbach, Grissenbach, Nenkersdorf und Walpersdorf die schnellen Breitbandanschlüssen gebucht werden. Wobei es in Grissenbach, Nenkersdorf und Walpersdorf unter Umständen eine Woche später werden könnte, so die Telekom. Die Ausbaugebiete in Wilnsdorf-Flammersbach und Anzhausen sind ebenfalls ab 30. Juni ans schnelle Breitbandnetz angeschlossen.
Ab der 28. Kalenderwoche, die am 8. Juli beginnt, sind die neuen Breitbandnetze dann auch in Burbach sowie im Oberen Johannland, also in Netphen-Hainchen, Irmgarteichen und Werthenbach sowie in Wilnsdorf-Rudersdorf verfügbar. Dies betrifft weitere rund 1.800 Adressen. Der Ausbau von 112 Haushalten in Netphen Deuz – Kölner Str. 42 – wird sich aufgrund des Straßenbaus leider bis Ende Oktober 2019 verschieben.
Die 519 Glasfaserhausanschlüsse, die im Ausbaugebiet der Telekom liegen, werden bis Ende August schrittweise angeschlossen werden.
Insgesamt wurden über 20 Mio. Euro in dieses Ausbauprogramm investiert. Den Löwenanteil davon haben die beiden Unternehmen getragen, der Kreis hat die Maßnahmen mit 3,6 Mio. Euro aus Bundes- und Landesmitteln gefördert.

Landrat: „Ersten Förderbescheid für 100 Prozent-Versorgung erhalten“
„Bis Ende des Jahres werden 98 Prozent der Adressen in Siegen-Wittgenstein mit schnellem Breitbandinternet versorgt sein!“ bilanziert der Landrat – und er hat bereits eine weitere gute Nachricht: „Der 100 Prozent-Ausbau ist greifbar! Denn der Anschluss der restlichen zwei Prozent kann auch in absehbarer Zeit in Angriff genommen werden: Um diese Haushalte, Schulen und Krankenhäuser mit schnellem Internet zu versorgen, haben wir vor ein paar Tagen den vorläufigen Zuwendungsbescheid des Bundes in Höhe von rund 23 Millionen Euro erhalten. Damit liegen die Voraussetzungen vor, eine Förderung des Landes in gleicher Höhe erhalten zu können“, so Andreas Müller.
Der Anschluss dieser Adressen kann im Einzelfall dann aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen, weil hier zum Teil große Entfernungen überbrückt werden müssen und dafür aufwendige Arbeiten erforderlich sind – was auch die hohen Kosten für den Anschluss dieser restlichen zwei Prozent erklärt.

Antrag auf Förderung besserer Unternehmensanbindungen wird ebenfalls in Kürze gestellt
Schließlich arbeitet die Kreisverwaltung noch an einem weiteren Projekt: für die Förderung eines schnellen Internetanschlusses von Unternehmen ist künftig nicht mehr entscheidend, welche Downloadgeschwindigkeit an der Gebäudegrenze verfügbar ist, sondern an jedem einzelnen internetverbundenen Arbeitsplatz im Unternehmen: „Hier sehen wir große Potenziale, die Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen zu stärken, die mit sehr hohen Datenvolumen arbeiten. Deshalb werden wir für dieses Förderprogramm in Kürze einen weiteren Förderantrag stellen“, erläutert der Landrat.
Die kommunale Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen unterstützt und berät den Kreis Siegen-Wittgenstein bei den Förderverfahren.

Neue Breitbandnetze im Kreis Olpe gehen in Betrieb

Anfang Juli 2019 werden planmäßig große Teile des geförderten Breitbandnetzes im Kreis Olpe in Betrieb gehen. Mehr als 3.300 Haushalte in Attendorn, Finnentrop, Lennestadt und Olpe können dann mit Geschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit/s im Internet surfen. 230 Gewerbekunden erhalten sogar Bandbreiten von bis zu einem Gigabit/s, da dort Glasfaserleitungen direkt ins Gebäude verlegt wurden.

In zahlreichen unterversorgten Ortsteilen im Kreis Olpe werden die geförderten Breitbandnetze jetzt in Betrieb genommen. (Bilder: Kreis Olpe / TKG).

Entsprechend große Freude herrschte bei den Bürgermeistern Christian Pospischil (Attendorn), Dietmar Heß (Finnentrop) und Peter Weber (Olpe) sowie dem Beigeordneten der Stadt Lennestadt Karsten Schürheck, als sie kürzlich gemeinsam mit Ralf Engstfeld von der Deutschen Telekom und dem Breitbandkoordinator des Kreises Olpe Martin Dornseifer die neuen Kabelverzweiger abnehmen konnten. Im Rahmen des Breitbandausbaus wurden von der Deutschen Telekom als Netzbetreiber für diese Teilbereiche bisher rund 90 km neue Glasfaserleitungen verlegt und 42 Multifunktionsgehäuse sowie 16 Glasfasernetzverteiler installiert.

In den folgenden Ausbaubereichen sind die höheren Bandbreiten verfügbar:

  • Attendorn: Ennest, Holzweg, Mühlhardt, Milstenau, Bürberg, Auf der Höh, Hahnbeuler Kopf, Uelhofs Wiese
  • Finnentrop: Ostentrop, Schönholthausen, Deutmecke, Frettermühle, Gierschlade, Müllen
  • Lennestadt: Altenvalbert, Obervalbert, Brenschede, Oedingen (Am Luttenberg, Lupinenweg), Oedingerberg, Melbecke, Grevenbrück (Prof-Albert-Boerger-Str.)
  • Olpe: Rhode, Altenkleusheim, Thieringhausen, Eichhagen, Stade

Wer einen höherwertigen Internetanschluss buchen will, kann einen neuen Vertrag mit einem Netzanbieter seiner Wahl abschließen. Auch Anschlüsse, die nicht unmittelbar in den Ausbaugebieten liegen, können möglicherweise von schnelleren Bandbreiten profitieren. Alle notwendigen Informationen gibt es bei den verschiedenen Netzbetreibern.

Der Netzausbau im Kreis Olpe geht derweil ohne Zeitverzug weiter. Spätestens zum Jahresende 2019 sollen alle Haushalte und Gewerbekunden in den Projektgebieten in Drolshagen, Olpe, Kirchhundem, Lennestadt und Wenden mit schnellen Internetanschlüssen versorgt sein. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Internetseite des Kreises Olpe www.kreis-olpe.de/Breitband.

Der Breitbandausbau im Kreis Olpe wird finanziert aus mit Fördermitteln des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Kommunen im Kreis Olpe. Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen unterstützt den Kreis Olpe im Förderverfahren.

60 Mio. Euro Förderzusagen für Glasfaser im Kreis Soest und Hochsauerlandkreis

Neue Förderzusagen im 6. Call des Bundesförderprogramms für den Breitbandausbau sind in der vorläufigen Höhe von 30 Millionen Euro für den Kreis Soest und 29,35 Millionen Euro für den Hochsauerlandkreis eingegangen. Auch der Kreis Olpe hatte kürzlich eine Zusage über 22 Millionen Euro erhalten (wir berichteten). Zusätzlich zu den bereits laufenden Förderverfahren, könnten damit in den drei Kreisen insgesamt 164 Millionen Euro für den Glasfaserausbau der letzten „weißen Flecken“ bereitgestellt werden. Weitere Förderanträge aus Südwestfalen sollen folgen, damit auch die restlichen förderfähigen Ortschaften versorgt werden.

Im Kreis Soest freut sich Landrätin Eva Irrgang: „Wir haben vom Bund den vorläufigen Zuwendungsbescheid für die maximale Fördersumme von weiteren 30 Millionen Euro erhalten.“ Mit der novellierten Bundesförderung sollen im Kreis Soest rund 3.800 weitere Haushalte sowie mehr als 1.100 Gewerbebetriebe, 71 Schulstandorte und 3 Krankenhäuser einen zukunftssicheren Glasfaseranschuss erhalten.

Freude über den Zuwendungsbescheid bei Landrätin Eva Irrgang, Breitbandkoordinator Christoph Hellmann und allen Bürgermeistern im Kreis Soest. (Foto: Weinstock/Kreis Soest)

Auch der Hochsauerlandkreis wird für den weiteren Glasfaserausbau mindestens 29,35 Millionen Euro vom Bund bekommen. Landrat Dr. Karl Schneider: „Nach dem Startschuss für den Ausbau Mitte April im 3. Förderaufruf, geht es im Hochsauerlandkreis nun direkt weiter. Schließlich wollen wir beim kreisweiten Netzausbau auch noch die verbleibenden weißen Flecken versorgen.“ Die vom Bund zugesagten Fördersummen werden sich durch die Kofinanzierung der Bundesmittel durch das Land NRW, die jetzt beantragt werden kann, in etwa verdoppeln. Hinzu kommen Eigenanteile der Städte und Gemeinden.

Im Hochsauerlandkreis freuen sich Landrat Dr. Karl Schneider (r.) und Breitbandkoordinator Ludger Laufer über den weiteren Förderbescheid des Bundes. (Foto: Pressestelle HSK)

Die Förderquote für den Breitbandausbau setzt sich in der Regel aus 50% Bundes-Fördermitteln, 40% Landes-Fördermitteln und 10% Eigenanteil der jeweiligen Kommune zusammen. Wenn die Zusagen zur Kofinanzierung des Landes NRW vorliegen, können die europaweiten Vergabeverfahren stattfinden. Dann werden in Ausschreibungen geeignete Telekommunikationsunternehmen gesucht, die eine zukunftssichere Glasfaserversorgung „Fiber to the Home“ (FTTH) bis in die Gebäude anbieten. Wann mit den eigentlichen Bauarbeiten aus diesen neuen Fördermaßnahmen begonnen werden kann, ist allerdings noch offen. Im Kreis Soest wird damit gerechnet, dass erste Ergebnisse dazu voraussichtlich Ende 2019 vorliegen und dann eine Aussage dazu getroffen werden kann, welcher Netzbetreiber wann und wie genau den Breitbandausbau in diesen geförderten Gebieten durchführt. Ende 2022 könnte der Ausbau dort voraussichtlich abgeschlossen sein.

Im November 2018 wurde das Bundesförderprogramm neu aufgelegt und das Verfahren vereinfacht. Alle südwestfälischen Kreise werden den 6. Call für die verbliebenen förderfähigen Gebiete nutzen, die noch nicht in den bereits laufenden Förderverfahren aufgenommen wurden. Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH begleitet alle Förderverfahren und die Arbeit der Breitbandkoordinatoren der Kreise mit fachlicher Beratung.

Weitere 22 Mio. Euro für Glasfaserausbau im Kreis Olpe

Der Kreis Olpe hat als erster Kreis in Südwestfalen eine weitere Förderzusage des Bundes für den Breitbandausbau mit Glasfaser in der Fläche im 6. Call des Bundesförderprogramms erhalten. Der Kreis ist damit erneut ein wichtiger Vorreiter beim geförderten Ausbau des schnellen Internets (wir berichteten).

Landrat Frank Beckehoff und seine Mitstreiter im Kreishaus freuen sich über die Nachricht aus Berlin, dass der Kreis Olpe auch im 6. Förderaufruf weitere Gelder für den flächendeckenden Breitbandausbau erhalten soll. „Insgesamt hat der Bund uns mehr als 22 Mio. Euro in Aussicht gestellt, um die nach dem derzeit bereits laufenden kreisweiten Netzausbau noch verbleibenden weißen Flecken mit schnellen Gigabit-Anschlüssen zu versorgen“, so der Landrat.

Rund 500 Unternehmen in 39 Gewerbegebieten sowie mehr als 1.400 Haushalte, deren Internetanschluss derzeit eine Übertragungsrate von weniger als 30 Mbit/s im Download liefert, sollen die zukunftssicheren Glasfaseranschlüsse bis ins Gebäude (FTTB/H) erhalten.

Bevor es aber an den Ausbau gehen kann, warten noch einige Formalitäten auf den Kreis mit seinem Breitbandkoordinator Martin Dornseifer. Die Bundesförderung deckt 50 Prozent der kalkulierten Gesamtkosten ab. Daher muss zunächst noch eine Zuwendung des Landes Nordrhein-Westfalen über rund 18 Mio. Euro beantragt werden. Die Städte und Gemeinden im Kreis Olpe wollen insgesamt rund 4 Mio. Euro als Eigenanteil beisteuern. Außerdem ist ein europaweiteres Vergabeverfahren durchzuführen, um einen geeigneten Netzbetreiber zu finden. „Aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung des geförderten Breitbandausbaus rechne ich damit, dass wir frühestens Ende 2020 die ersten Anschlüsse in Betrieb nehmen können“, so Frank Beckehoff. Mitte 2022 soll der Ausbau voraussichtlich abgeschlossen sein.

Der Breitbandausbau im Kreis Olpe wird mit Fördermitteln des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Kommunen im Kreis Olpe finanziert. Die kommunale Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen unterstützt und berät den Kreis Olpe bei den Förderverfahren.

Glasfaser-Ausbau im Hochsauerlandkreis beginnt

Am 16. April 2019 erfolgte der lang erwartete Start des geförderten Glasfaser-Ausbaus für 5.460 Haushalte, 8 Gewerbegebiete und 55 Schulen im Hochsauerlandkreis. Nachdem die abschließenden Förderbescheide von Bund und Land NRW vorliegen (wir berichteten) und der Vertrag mit dem ausführenden Unternehmen Telekom Deutschland GmbH am 28. August 2018 unterzeichnet wurde, kann der Ausbau für schnelles Internet in den Fördergebieten des Hochsauerlandkreises jetzt beginnen.

Zusammen mit Landrat Dr. Karl Schneider, Regierungspräsident Hans-Josef Vogel, Bürgermeistern und Ehrengästen erfolgte der erste Spatenstich. (Foto: TKG-SWF)

Der Auftakt fand im Gewerbepark Hochsauerland in Schmallenberg – Bad Fredeburg statt. „Für den Hochsauerlandkreis ist dieses, zusammen mit allen Kommunen durchgeführte Projekt eine richtungsweisende Maßnahme. Gerade der ländliche Raum darf bei der Investition in hochwertige Breitbandnetze zur Stärkung unserer Wirtschaft und zur Sicherung der Versorgung der Bürger nicht abgehängt werden“, freute sich Landrat Dr. Karl Schneider anlässlich des ersten Spatenstichs.

Der Bund fördert diese lnvestition mit rund 9,24 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen finanziert weitere 7,77 Millionen Euro und den Rest
von rund 1,47 Millionen Euro steuern die Kommunen als Eigenanteil zum Ausbau bei. Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH begleitet das gesamte Förderverfahren mit fachlicher Beratung. Der Breitbandausbau wird für alle Städte und Gemeinden vom Breitbandkoordinator des Hochsauerlandkreises zentral koordiniert.

Der geförderte Glasfaser-Hausanschluss wird kostenlos bis ins Haus gelegt. Voraussetzung ist die Zustimmung des Grundstückseigentümers, die unabhängig von einer Tarif- oder Produktbestellung ist. Der „Auftrag zur unentgeltlichen Herstellung eines Telekommunikationsnetzes“ für Grundstückseigentümer im Fördergebiet kann hier heruntergeladen werden.

Ausbau-Zeitplan im Kreis Siegen-Wittgenstein aktualisiert

In einer Rekordzeit von nur 14 Monaten sollte der geförderte Breitbandausbau im Kreis Siegen-Wittgenstein eigentlich bis Mai 2019 abgeschlossen werden (wir berichteten). Wie die Kreisverwaltung jetzt mitteilt, werden bis zum Ende des zweiten Quartals 2019 mit 5.880 Adressen im Ausbaugebiet etwa 55 Prozent der vorgesehenen Anschlüsse an das schnelle Breitbandinternet fertig sein. Alle weiteren Anschlüsse erfolgen bis zum Jahresende. Von der Verzögerung sind rund 1.824 Adressen betroffen.

Die Bauarbeiten für schnelles Internet im Kreisgebiet dauern noch an. (Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein)

Die Deutsche Telekom geht davon aus, dass sie in ihrem Ausbaugebiet (Siegen, Netphen, Burbach, Neunkirchen und Wilnsdorf) termingerecht zum Ende des zweiten Quartals alle 2.725 Adressen angeschlossen haben wird. Davon werden 233 Adressen echte Glasfaserhausanschlüsse erhalten.

In den anderen Kommunen des Kreises ist Innogy TelNet Vertragspartner. Hier ist das Bild differenzierter. Im letzten Jahr konnten innerhalb von acht Monaten ca. 110 km Leerrohranlagen errichtet werden, sodass von den 7.881 Adressen bis Ende des zweiten Quartals rund 3.155 an das Breitbandnetz angeschlossen sein werden – knapp 40 Prozent. Das sind vor allem Adressen in der Freudenberger Kernstadt und den Stadtteilen Hohenhain und Büschergrund, sowie in Erndtebrück und den Erndtebrücker Ortsteilen Zinse, Röspe, Womelsdorf und Birkelbach. Die meisten Adressen werden das schnelle Internet über ihre bisherigen Kupferkabelanschlüsse nutzen können. Es werden aber auch 44 Glasfaserhausanschlüsse in Birkelbach und Erndtebrück hergestellt. Ebenfalls bis Ende des zweiten Quartals werden 146 Adressen in Hilchenbach-Vormwald und -Hadem an das schnelle Breitbandinternet angeschlossen.

Weitere 2.902 Adressen im Ausbaugebiet von innogy folgen bis Ende des dritten Quartals. Hierzu gehören noch einmal über 600 Adressen in Freudenberg (536 Kupfer- und 86 Glasfaserhausanschlüsse), 42 Glasfaserhausanschlüsse in Mittel- und Oberhees, 214 Kupfer- und 177 Glasfaseranschlüsse in verschiedenen Erndtebrücker Ortsteilen, 618 Kupfer- und 14 Glasfaserhausanschlüsse in verschiedenen Bad Berleburger Stadtteilen, 1.183 in verschiedenen Bad Laaspher Stadtteilen (davon 36 Glasfaserhausanschlüsse) und 29 Anschlüsse über Kupferkabel in Hichenbach-Lützel. Wie der Zeitplan für alle Ortschaften im Detail aussieht, will Innogy bis Mitte März auf seiner Homepage darstellen.

Seit Mitte April 2018 wurden bereits viele Kilometer neuer Leitungen verlegt. (Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein)

Landrat Andreas Müller ist über die Verzögerungen zwar nicht glücklich, erkennt aber auch an, dass Entwicklungen den Zeitplan beeinträchtigen, die innogy nur bedingt oder zum Teil auch gar nicht beeinflussen kann. So sollen z.B. etliche Trassenabschnitte mit anderen Versorgern gemeinsam ausgebaut werden, um mehrfaches Aufreißen von Straßen zu vermeiden. Hier kommt es aber zuweilen zu Verzögerungen durch die notwendige Koordination. Auch die Bearbeitung von Anträgen zur Kreuzung von Bahndämmen dauert länger als anzunehmen war. Die Bearbeitungsdauer für die Mitbenutzung von Straßengelände ist zurzeit erheblich länger als in der Vergangenheit, weil momentan an sehr vielen Stellen gleichzeitig gebaut wird. Auch die Beantwortung von Anfragen, ob Kampfmittel in einem Bauabschnitt zu erwarten sind, nimmt mehr Zeit in Anspruch. Zudem sind an zahlreichen Stellen für den Bau Felsbohranlagen nötig, die aktuell auf dem freien Markt nur mit einer gewissen Vorlaufzeit zu erhalten sind. Unterm Strich werden Ende des Jahres dann aber rund 97 Prozent aller Adressen in Siegen-Wittgenstein über einen schnellen Breitbandanschluss verfügen. Für die restlichen drei Prozent erarbeitet die Kreisverwaltung derzeit den Förderantrag für ein neues Bundesprogramm, das auch den Anschluss dieser oft einzeln gelegenen Häuser ermöglichen wird.

Verzögerung der Förderverfahren im MK

Bereits 2017 hat der Märkische Kreis gemeinsam mit seinen Städten und Gemeinden einen erfolgreichen Förderantrag zum Breitbandausbau in Wohngebieten gestellt (wir berichteten). Seitdem kämpfen sich die Verantwortlichen durch einen wahren bürokratischen „Dschungel“ an in den Förderrichtlinien penibel vorgegebenen und streng kontrollierten Verfahrensschritten: Voraussetzung für eine Förderung sind Markterkundungsverfahren, Interessenbekundungsverfahren und Teilnehmerwettbewerb, denen sich Bietergespräche und schließlich das eigentliche Vergabeverfahren selbst anschließen. Dabei wird unter den kritischen Augen der Aufsichtsbehörden nicht nur sorgfältig auf die rechtssichere Durchführung jedes einzelnen dieser Verfahrensschritte geachtet; zwischen den einzelnen Schritten müssen auch jeweils mehrwöchige oder zum Teil monatelange Fristen eingehalten werden. Erschwerend kam hinzu, dass dazu zum Teil noch nachträgliche Ausbaupläne von Netzbetreibern so reguliert werden mussten, dass nicht das gesamte Förderverfahren für den Märkischen Kreis gefährdet wird.

Ein langer Weg ist es, bis die geförderte Verlegung von Leerrohren und Glasfaserkabeln im Märkischen Kreis beginnen kann. (Symbolbild: TKG-SWF)

Ein wesentlicher Grund für die Verzögerung sind die komplizierten Breitband-Förderprogramme- und -verfahren: Landrat und Bürgermeister haben deshalb darüber auch schon wiederholt ihren Unmut kund getan und die Verantwortlichen in Land und Bund aufgefordert, bürokratische Hürden für einen möglichst raschen Ausbau schneller Breitbandverbindungen abzubauen. „Schnelles Internet gehört heute unzweifelhaft zur Daseinsvorsorge. Schnelle Internetverbindungen sind zudem aber auch wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit unserer märkischen Unternehmen“, so Landrat Thomas Gemke, der sich mit den Bürgermeistern der Städte und Gemeinden für schnelles Internet im Märkischen Kreis einsetzt. Unterstützt werden der Kreis und die Kommunen dabei von der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen.

Viel Zeit hat zudem eine komplette Neuregelung der Förderbedingungen durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Juli 2018 gekostet: Grund war eine Verbesserung der Versorgungsqualität. Ursprünglich zielte die Förderkulisse des Bundesförderprogramms in Wohngebieten auf das Verlegen von Glasfaser bis zum Verteilkasten ab. Durch die Novelle ist unter anderem die mögliche Fördersumme verdoppelt worden, sodass die Ausschreibung auf Grundlage der bis dato schnellsten Übertragungstechnik fortgeführt wurde. Der Ausbau für alle Haushalte in den förderfähigen Wohngebieten des MK kann dadurch direkt mit einem Glasfaser-Anschluss bis ins Gebäude erfolgen. Für die Hauseigentümer stehen damit nach dem Ausbau sowohl im Download als auch im Upload Übertragungsgeschwindigkeiten von 1.000 Mbit/s und mehr zu Verfügung. Der Glasfaser-Anschluss bis zum Gebäude ist im Rahmen des Bundesförderprogramms kostenfrei. Dies ermöglicht eine zukunftssichere Breitbandversorgung vieler Bürgerinnen und Bürger im Märkischen Kreis; der Preis dafür ist aber eben auch eine weitere Verzögerung der Ausbaugeschwindigkeit.

Inzwischen ist aber ein Großteil des Förderverfahrens abgeschlossen. Die Verantwortlichen der Kreisverwaltung rechnen damit, dass das Vergabeverfahren bis Mitte dieses Jahres erfolgreich abgeschlossen sein wird. Dem schließen sich dann umfassende Tiefbaumaßnahmen in einem Umfang von rd. 950 km für mehr als 45.000 unterversorgte Haushalte im Kreisgebiet an. Diese werden entsprechend der vorhandenen Ausbaukapazitäten der Tiefbauunternehmen voraussichtlich bis zum Jahr 2022 andauern. Eine Webseite mit kartographischer Darstellung der Fördergebiete und Informationen zum Ausbaustatus werden nach dem endgültigen Förderbescheid veröffentlicht. Insgesamt werden 60 Mio. Euro in den Breitbandausbau in Wohngebieten investiert; dies macht das Projekt zu einer der bislang teuersten Ausschreibungen der Kreisverwaltung.

Schneller geht es beim geförderten Glasfaserausbau in Gewerbegebieten (wir berichteten). Die Planungen mit den kommunalen Tiefbauämtern sind abgestimmt und befinden sich in der Umsetzung. Entlang der B 54 in Meinerzhagen sind die Tiefbau‐Vorarbeiten für den Glasfaser‐Gebäudeanschluss erledigt, lediglich die Arbeiten auf dem Grundstück der Gewerbetreibende sind noch offen und erfolgen nach Zustimmung des Eigentümers und Vertragsabschluss. Die Schreiben zur Herstellung der schnellen Internetanschlüsse werden in den nächsten Wochen auf dem Postweg zugestellt. Die Planungen der Telekom Deutschland sehen vor, die Gewerbegebiete bis spätestens zum Jahr 2020 mit Glasfaser zu erschließen. Die Tiefbauarbeiten werden als nächstes in Altena und Kierspe fortgesetzt, um dort Glasfaserleitungen zu verlegen.

Mitteilungen zur Unterversorgung können den jeweiligen kommunalen Ansprechpartnern für den Breitbandausbau übermittelt werden oder bei der zentralen E‐Mail‐Adresse des Märkischen Kreises: breitband@maerkischer-kreis.de

Glasfaserausbau im Kreis Soest gestartet

Der geförderte Breitbandausbau im Kreis Soest geht in die operative Phase. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat Landrätin Eva Irrgang am 22. August 2018 um 10 Uhr in Soest-Röllingsen den Startschuss für die zukünftige digitale Entwicklung des Kreises Soest gegeben. „Der Kreis hat eine Mammutaufgabe gestemmt und seine Ziele erreicht. Jetzt sind Kommunen, Unternehmen und Bürger am Zug“, zeigte sich die Chefin der Kreisverwaltung zufrieden mit dem bisherigen Projektverlauf.

Landrätin Eva Irrgang und Bernd Böddeling, Bereichsvorstand Kommunen und Beteiligungen innogy SE, feierten zusammen mit Bürgermeistern, kommunalen Vertretern, Politikern und Repräsentanten verschiedener Unternehmen den symbolischen ersten Spatenstich für den Breitbandausbau im Kreis Soest. Mit dabei waren auch Hans-Josef Vogel, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Arnsberg, Bundestagsabgeordneter Hans-Jürgen Thies, sowie die beiden Landtagsabgeordneten Heinrich Frieling und Jörg Blöming.

Landrätin Eva Irrgang, Breitbandkoordinator Christoph Hellmann sowie Bernd Böddeling, Bereichsvorstand Kommunen und Beteiligungen der innogy SE und dessen Projektleiter Heiko Grebe stellten den geladenen Gästen vor Ort die konkreten Ausbaupläne vor. 10.071 Haushalte im Kreis Soest sollen mit zukunftssicherer Glasfasertechnologie bis an das Haus (FTTB – Fiber to the Building) versorgt werden. Der Kreis Soest setzte damit als erster Kreis bundesweit auf diese zukunftsfähige Glasfaser-Technologie.
Landrätin Eva Irrgang zeigte sich zufrieden mit dem bisherigen Projektverlauf und nahm gleichzeitig Kommunen, Bürger und Telekommunikationsunternehmen in die Pflicht: „Der Kreis hat eine Mammutaufgabe gestemmt und seine Ziele erreicht. Nachdem wir von den Kommunen die Aufgabe übertragen bekommen haben, die Breitbandversorgung zu verbessern, hat der Kreis Soest erfolgreich den gemeinsamen Förderantrag gestellt, die Fördermittel von Bund und Land akquiriert und in einer europaweiten Ausschreibung mit der innogy TelNet GmbH ein Unternehmen gefunden, das in unseren unterversorgten Gebieten ein leistungsfähiges Netz aufbaut und betreibt. Die konkrete Umsetzung findet jetzt in den Kommunen statt, mit denen der Bauherr innogy nun den Ausbau gemäß den Bedürfnissen vor Ort weiter vorantreibt. Außerdem sind jetzt weitere Telekommunikationsunternehmen gefragt, Glasfaser-Internetprodukte über dieses Netz zu vertreiben, damit Endkunden zwischen verschiedenen Anbietern wählen können. Und natürlich hoffe ich, dass nun auch möglichst viele Bürgerinnen und Bürger die Chance nutzen und sich für einen zukunftsfähigen Glasfaser-Hausanschluss entscheiden.“

Landrätin Eva Irrgang (vorne Mitte) und Bernd Böddeling (9. v. l.), Bereichsvorstand Kommunen und Beteiligungen innogy SE, feierten zusammen mit Bürgermeistern, kommunalen Vertretern, Politikern und Repräsentanten verschiedener Unternehmen den symbolischen ersten Spatenstich für den Breitbandausbau im Kreis Soest. Mit dabei waren auch Hans-Josef Vogel, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Arnsberg, Bundestagsabgeordneter Hans-Jürgen Thies, sowie die beiden Landtagsabgeordneten Heinrich Frieling und Jörg Blöming. (Foto: TKG-SWF)

Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2020 abgeschlossen sein. 96 Prozent der Haushalte im Kreis Soest haben dann eine Anschlussqualität von mindestens 50 Mbit/s im Download, 12 Prozent davon mit Glasfaser bis zum eigenen Keller. Für die übrigen vier Prozent zeigte sich Christoph Hellmann, Breitbandkoordinator beim Kreis, optimistisch: „Wir verfolgen aktuell zwei Ansätze – den privatwirtschaftlichen Ausbau und den geförderten Ausbau. Mit dem geförderten Ausbau durch innogy rücken besonders abseits gelegene Haushalte näher an Glasfaserkabel heran. Für innogy und andere Telekommunikationsunternehmen steigen damit die Anreize, auch diese anzubinden. Außerdem hat die Bundespolitik erkannt, dass den Menschen das Thema unter den Nägeln brennt und hat deshalb weitere Förderprogramme mit deutlich schnelleren Antragsverfahren auf den Weg gebracht. Die dafür notwendige Markterkundung haben wir für den ganzen Kreis Soest schon angestoßen. Nach der Datenauswertung werden wir das Ergebnis den Kommunen vorstellen und gehen davon aus, dass wir uns anschließend wieder mit einem gemeinsamen kreisweiten Antrag am Förderverfahren beteiligen.“

„Mit der modernen Informationsgesellschaft wird breitbandiges Internet immer wichtiger. Auch um webbasierte Services und Anwendungen nutzen zu können, braucht es leistungsstarke und zuverlässige Verbindungen“, sagte innogy-Bereichsvorstand Bernd Böddeling und ergänzte: „Der Breitbandausbau im Kreis Soest ist ein wichtiges Projekt für uns und die Region. Rund 625 Kilometer neue Glasfaser-Verbindungen werden in den kommenden Monaten in die Erde gebracht. Das entspricht in etwa der Strecke von Soest bis Prag.“

Der Bund fördert die Investition mit rund 10,3 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen finanziert weitere 9,5 Millionen Euro und den Rest von rund 800.000 Euro steuern die Kommunen als Eigenanteil zum Ausbau bei. Bürgerinnen und Bürger mit Fragen zum Thema Breitbandausbau werden gebeten, sich zunächst auf der Seite www.kreis-soest.de/breitband zu informieren. Der Kreis aktualisiert hier laufend eine FAQ-Liste mit den momentan wichtigsten Fragen und Antworten. Zur Förderung steht Breitbandkoordinator Christoph Hellmann unter der Mail-Adresse christoph.hellmann@kreis-soest.de Rede und Antwort.

Innogy TelNet gewinnt Glasfaser-Ausschreibung im Kreis Soest

Wie der Kreis Soest am 15. Juni 2018 bekannt gibt, hat die Essener innogy TelNet GmbH den Zuschlag für FTTB-Glasfaser-Ausbau im Landkreis erhalten.
„Wir sind stolz darauf, uns als erster Kreis in Nordrhein-Westfalen mit einem zukunftsfähigen Antrag durchgesetzt zu haben, der auf Glasfaser durchgängig bis in jedes Haus, also auf die so genannte FTTB-Technologie setzt“, betont Landrätin Eva Irrgang. „Froh sind wir darüber, dass wir mit der innogy TelNet GmbH einen verlässlichen Partner gefunden haben, der sich in der Region auskennt.“
„FTTB-Glasfasernetze sind trotz höherer Baukosten langfristig die leistungsfähigste, langlebigste und volkswirtschaftlich vernünftigste Variante eines nachhaltigen Internet-Ausbaus, weiß Wirtschaftsförderer Volker Ruff. Breitbandkoordinator Christoph Hellmann verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass es insgesamt erst fünf endgültige Bewilligungen NRW-weit gibt: „Wir sind dabei. Auf diesen Moment habe ich lange hin gearbeitet.“

Der Kreis Soest hat von Anfang an auf Glasfaser gesetzt, um unterversorgte Gewerbe- und Ortslagen an schnelles Internet anzubinden. Die interaktive Karte zeigt die geförderten Ausbaugebiete.

Der Breitbandkoordinator kann mit beeindruckenden Zahlen aufwarten. 10.071 Haushalte in 110 unterversorgten und deshalb förderfähigen Gebiete erhalten FTTB und können bald Gigabyte-Anschlüsse bestellen. Dazu sind auf einer Strecke von 274 Kilometern außerorts und von 211 Kilometern innerorts Tiefbauarbeiten vonnöten. 140 Kilometer Bestandsnetz werden eingebunden. Insgesamt 625 Kilometer Leerrohre und Glasfaserkabel werden verlegt. Sieben neue POP-Standorte (Knotenpunkte für das Glasfasernetz) und drei überregionale Anschlüsse sind vorgesehen. Aktuell verfügen kreisweit 80,4 Prozent der Haushalte über eine Anschlussqualität von größer als 50 Mbit/s im Download. Mit dem geförderten Ausbau steigt diese Quote auf über 96 Prozent. Davon haben dann 12 Prozent Glasfaser bis zum eigenen Keller. Der Kreis Soest erhält für den Breitbandausbau vom Bund durch die erfolgreiche Ausschreibung rund 10,3 Millionen Euro und vom Land weitere 9,5 Millionen Euro. Die Kommunen steuern zusammen dann nur noch rund 800.000 Euro als Eigenanteil zum Ausbau bei.

Die offizielle Vertragsunterzeichnung fand am Dienstag, 3. Juli 2018, im Kreishaus in Soest statt.

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Kreisdirektor Dirk Lönnecke, Landrätin Eva Irrgang und Carsten Lagemann, Geschäftsführer der innogy TelNet GmbH (sitzend v. l.) unterzeichneten den Vertrag über die Zusammenarbeit in Sachen Breitbandausbau. Zeugen waren Dr. Remco van der Velden (Geseke), Sprecher der Bürgermeister in diesem Thema (sitzend r.), und (stehend v. l.) Bürgermeister Hubert Wegener (Ense), Beigeordneter Hubert Betten (Rüthen), Bürgermeister Malte Dahlhoff (Bad Sassendorf), Bürgermeister Matthias Lürbke (Lippetal) sowie Breitbandkoordinator Christoph Hellmann Foto: Wilhelm Müschenborn/ Kreis Soest

 

Alle wichtigen Informationen über den Zeitplan, welches Fördergebiet wann ausgebaut wird, und die Termine von Informationsveranstaltungen sind unter www.kreis-soest.de/breitband und www.innogy-highspeed.com/kreis-soest zu finden. Dort sind in einer Übersichtskarte die Ausbaugebiete des Förderverfahrens mit den jeweiligen Projektständen einsehbar. Durch Adresseneingabe oder mit Hilfe der Zoomfunktion können die Ausbaugebiete detailliert betrachtet werden. Wer seine Adresse in einen Verfügbarkeitscheck eingibt, erfährt mehr über die zu buchenden Produkte und Preise.

 

Breitbandausbau im Kreis Siegen-Wittgenstein ist gestartet

Mit einem ersten „Spatenstich“ per Saugbagger hat am 18. April 2018 in Freudenberg die Umsetzung des geförderten Breitband-Ausbaus im Kreis Siegen-Wittgenstein begonnen. Ende März waren vom Kreis die Verträge mit innogy TelNet und der Deutschen Telekom, die den Zuschlag im Förderverfahren erhalten hatten, unterzeichnet worden (wir berichteten). Jetzt sind die Bauarbeiten offiziell gestartet.

Landrat Andreas Müller, Bürgermeisterin Nicole Reschke, Vertreter des Ausbau-Partners innogy TelNet GmbH, der Bezirksregierung Arnsberg und dem und dem Projektträger des Bundesförderprogramms ateneKOM GmbH waren dazu in den Freudenberger Stadtteil Hohenhain gekommen.


„Nach gut zwei Jahren Planung, Antragsstellung, Ausschreibung und Abstimmungsgesprächen ist es ein toller Moment, wenn es jetzt endlich losgeht!“, freut sich Landrat Andreas Müller: „Bis Ende Mai 2019 werden wir 98% aller Haushalte in Siegen-Wittgenstein schnelles Internet anbieten können“, so Müller: „Damit werden wir der erste Flächenkreis in Nordrhein-Westfalen sein, der die Bürgerinnern und Bürger mit schnellem Internet versorgt!“

Auch Bürgermeisterin Nicole Reschke freut sich über den Startschuss: „Für Freudenberg ist es sowohl als Wohn- als auch Gewerbe- und Industriestandort unglaublich wichtig, an den schnellen Datenautobahnen angeschlossen zu sein. Unsere Unternehmen, aber auch viele Bürgerinnen und Bürger warten händeringend darauf. Mit dem heutigen Tag ist klar: Das Ziel ist absehbar!“
Innogy wird in Freudenberg ca. 50 km neue Glasfaserkabel verlegen und 45 Telekom- Kabelverzweiger-Schränke anbinden. So können ca. 3.500 unterversorgte Haushalte und Gewerbeadressen an das schnelle Breitbandinternet angeschlossen werden. Die Versorgung der Haushalte erfolgt über die vorhandenen Telekomanschlüsse.

Innogy wird 150 Glaserfaser-Hausanschlüsse verwirklichen – sofern die Grundstückseigentümer dies wünschen. „Hausanschlüsse per Glasfaserkabel ermöglichen Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde. Damit machen wir einen Riesenschritt ins Gigabit-Zeitalter“, so Müller und Reschke. 115 Glasfaseranschlüsse sind in Freudenberg für Schulen und Gewerbegebäude vorgesehen, vor allem in Bereichen der Gewerbegebiete Wilhelmshöhe, Hommeswiese, Alte Eisenstraße, An der Autobahn, Asdorfer Str., sowie an weiteren Adressen.

Baubeginn für 50km Glasfaserkabel, 45 Kabelverzweiger-Kästen, 3.500 Haushalte und Gewerbeadressen im Kreis Siegen-Wittgenstein. (Foto: TKG-SWF)

Die neuen Anschlüsse werden bis Mai 2019 in Betrieb genommen. Innogy investiert in diese Maßnahme rund 4 Millionen Euro. Ein Teil wird vom Kreis über die Fördergelder von Bund und Land abgedeckt, den Löwenanteil finanziert innogy selbst. Das Projekt wird aus der Region heraus geplant und umgesetzt. Das betrifft sowohl das Ing.-Büro Bauer und Gelhausen, Nümbrecht, als auch den Westnetz-Standort in Siegen und den Netzbezirk Betzdorf-Freudenberg. „Viele eigene Mitarbeiter und Monteure werden als Einwohner von Freudenberg selbst auch direkt vom Breitbandausbau profitieren“, freut sich Dr. Catharina Friedrich, Leiterin Westnetz-Regionalzentrum Sieg.

Mit der Deutschen Telekom erfolgte der erste Spatenstich einen Tag darauf, am 19.4. in der Stadt Netphen im Ortsteil Deuz . Zu dem Spatenstich kamen Landrat Andreas Müller, Bürgermeister Paul Wagener, Vertreter des Ausbau-Partners Deutsche Telekom GmbH, der Bezirksregierung Arnsberg und dem Projektträger des Bundesförderprogramms ateneKOM GmbH .

Auch in Netphen geht es los. Erster Spatenstich in Deuz mit Landrat Andreas Müller und Bürgermeister Paul Wagener (vorne 1. und 2. rechts von der Kabeltrommel) sowie u.a. Vertretern der Telekom, der Bezirksregierung und von atene KOM GmbH. (Foto: Manges, Kreis Siegen-Wittgenstein)

Bürgermeister Paul Wagener wies darauf hin, dass Netphen im Rahmen des Förderprogramms „Ländliche Entwicklung“ bereits in der Vergangenheit etliche Stadtteile ans schnelle Internet anschließen konnte. „Es freut mich sehr, dass wir jetzt in Kooperation mit dem Kreis Siegen-Wittgenstein am Bundesförderverfahren teilgenommen haben und der dringend notwendige flächendeckende Ausbau auch in den Dörfern beginnt, die bisher noch nicht ans Breitbandnetz angeschlossen sind“, so Wagener: „Die hier ansässigen Gewerbebetriebe, oftmals Marktführer in ihren Branchen, warten händeringend auf einen Glasfaserhausanschluss, da die derzeitigen Bandbreiten vielerorts längst nicht mehr ausreichen. Auch für die moderne Bildung an unseren Schulen und Bildungseinrichtungen sind schnelle Breitbandanschlüsse ebenfalls unabdingbar“, so der Bürgermeister.

54 Adressen in Netphen werden im Rahmen des Programms die Möglichkeit erhalten, einen Glasfaserhausanschluss zu erhalten – wenn sie es möchten. Von diesen Anschlüssen werden Unternehmensstandorte in Deuz, Hainchen, Helgersdorf, Salchendorf, Walpersdorf und Werthenbach profitieren. Sie ermöglichen Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 1.000 MBit/s. Insgesamt wird die Telekom in Netphen 29 km neue Glasfaserkabel verlegen und 1.994 bisher unterversorgte Haushalte und Gewerbeadressen an das Breitbandnetz anschließen. Die neuen Anschlüsse werden bis Mai 2019 in Betrieb genommen. Die Telekom investiert in ihrem Ausbaugebiet – zu dem auch Teile von Burbach, Neunkirchen, Wilnsdorf und einige Straßenzüge von Siegen zählen – rund 6 Millionen Euro. Ein Teil wird vom Kreis über die Fördergelder von Bund und Land abgedeckt, den Löwenanteil finanziert die Telekom selbst.

In den Netzausbau in Siegen-Wittgenstein werden insgesamt 20,5 Mio. Euro investiert. Der Bund und das Land NRW fördern dies gemeinsam mit 3,6 Mio. Euro. Auf einer Strecke von 230 km werden Tiefbaumaßnahmen vorgenommen, 861 km Glasfaserkabel werden in neuen und vorhandenen Trassen verlegt und 128 Verteiler neu aufgestellt.
Nach Abschluss der Arbeiten werden 10.619 Adressen in Siegen-Wittgenstein erstmals mit schnellem Internet versorgt sein. Hinter einer einzelnen dieser Adressen kann sich ein Unternehmen, ein Ein- oder Mehrfamilienhaus oder auch eine Schule verbergen. 13 Prozent dieser Adressen (1.327) werden Glasfaseranschlüsse bis ins Haus erhalten – vorausgesetzt der Grundstückseigentümer möchte das und lässt die Verlegung zu.