Innogy und Telekom schalten Netze in Siegen-Wittgenstein ein

„Etappenziel erreicht – jetzt fließen die (Giga-)Bits“, stellt Landrat Andreas Müller fest: Der flächendeckende Breitbandausbau in Siegen-Wittgenstein ist auf der Zielgeraden. Zum Monatswechsel werden die Ausbaupartner des Kreises, Innogy und Telekom, die ersten neuen Netze freischalten. An rund 7.800 Adressen kann künftig mit mindestens 50 MBit/s im Download – in der Regel aber sogar mit bis zu 100 bzw. 120 MBit/s – gesurft werden. Nicht nur Einfamilienhäuser, sondern auch Gebäude mit mehreren Wohneinheiten oder Gewerbebetriebe profitieren. Hinzu kommen noch die ersten „echten“ Glasfaserhausanschlüsse. Diese ermöglichen sogar Downloadgeschwindigkeiten im Gigabit-Bereich. „Damit schaffen wir in Siegen-Wittgenstein nicht irgendwann, sondern jetzt ein attraktives Umfeld zum Wohnen, Leben und Arbeiten. Und damit sind wir als Kreis in Nordrhein-Westfalen ganz, ganz weit vorne“, betont Andreas Müller. Und er dankt allen Partnern innerhalb und außerhalb der Kreisverwaltung, die seit Februar 2016 an diesem Ausbauprogramm gearbeitet haben (wir berichteten).

Inbetriebnahme des Netzes in Freudenberg durch Innogy. (Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein)

Innogy Ausbaupartner u.a. in Erndtebrück, Freudenberg und Hilchenbach
Für den größeren Teil des Programms, das der Kreis federführend und in Kooperation mit den Städten und Gemeinden durchgeführt hat, ist innogy der Partner. Das Unternehmen wird zum Halbjahreswechsel 3.000 Haushalte und Gewerbetreibende angeschlossen haben. Die neuen Highspeednetze stehen dann in der Stadt Freudenberg und den Stadtteilen Büschergrund und Hohenhain, in Erndtebrück und den Ortsteilen Birkelbach, Womelsdorf, Zinse und Röspe sowie in den Hilchenbacher Ortsteilen Vormwald und Hadem zur Verfügung. Kunden, die von innogy Glaserfaserkabel bis ins Haus verlegt bekommen, werden in den nächsten Wochen kontaktiert, um einen Termin für die Installation vor Ort zu vereinbaren.
Weitere 5.000 Adressen in Bad Berleburg, Bad Laasphe, Erndtebrück, Freudenberg, Hilchenbach und Kreuztal wird innogy schrittweise im dritten und vierten Quartal freischalten.

Abschluss der Ausbauabeiten der Telekom in Siegen-Feuersbach, das ab 30. Juni ans schnelle Breitbandnetz angeschlossen ist. (Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein)

Telekom schaltet Netze in Burbach, Netphen, Neunkirchen Siegen und Wilnsdorf frei
Die Telekom ist der zweite Ausbaupartner des Kreises. Sie wird jetzt zum 30. Juni ebenfalls rund 3.000 Adressen erstmals mit schnellem Internet versorgen und die neuen Netze in Burbach-Niederdresselndorf, Neunkirchen und in den Siegener Stadtteilen Feuersbach, Niederschelden bzw. Eiserfeld-Kaiserschacht und Trupbach freischalten. Im Bereich der Stadt Netphen profitieren besonders viele Ortschaften vom Ausbauprogramm des Kreises. Hier können ab dem Monatsende in Netphen (Stauffenbergstraße), Salchendorf, Helgersdorf, Beienbach, Grissenbach, Nenkersdorf und Walpersdorf die schnellen Breitbandanschlüssen gebucht werden. Wobei es in Grissenbach, Nenkersdorf und Walpersdorf unter Umständen eine Woche später werden könnte, so die Telekom. Die Ausbaugebiete in Wilnsdorf-Flammersbach und Anzhausen sind ebenfalls ab 30. Juni ans schnelle Breitbandnetz angeschlossen.
Ab der 28. Kalenderwoche, die am 8. Juli beginnt, sind die neuen Breitbandnetze dann auch in Burbach sowie im Oberen Johannland, also in Netphen-Hainchen, Irmgarteichen und Werthenbach sowie in Wilnsdorf-Rudersdorf verfügbar. Dies betrifft weitere rund 1.800 Adressen. Der Ausbau von 112 Haushalten in Netphen Deuz – Kölner Str. 42 – wird sich aufgrund des Straßenbaus leider bis Ende Oktober 2019 verschieben.
Die 519 Glasfaserhausanschlüsse, die im Ausbaugebiet der Telekom liegen, werden bis Ende August schrittweise angeschlossen werden.
Insgesamt wurden über 20 Mio. Euro in dieses Ausbauprogramm investiert. Den Löwenanteil davon haben die beiden Unternehmen getragen, der Kreis hat die Maßnahmen mit 3,6 Mio. Euro aus Bundes- und Landesmitteln gefördert.

Landrat: „Ersten Förderbescheid für 100 Prozent-Versorgung erhalten“
„Bis Ende des Jahres werden 98 Prozent der Adressen in Siegen-Wittgenstein mit schnellem Breitbandinternet versorgt sein!“ bilanziert der Landrat – und er hat bereits eine weitere gute Nachricht: „Der 100 Prozent-Ausbau ist greifbar! Denn der Anschluss der restlichen zwei Prozent kann auch in absehbarer Zeit in Angriff genommen werden: Um diese Haushalte, Schulen und Krankenhäuser mit schnellem Internet zu versorgen, haben wir vor ein paar Tagen den vorläufigen Zuwendungsbescheid des Bundes in Höhe von rund 23 Millionen Euro erhalten. Damit liegen die Voraussetzungen vor, eine Förderung des Landes in gleicher Höhe erhalten zu können“, so Andreas Müller.
Der Anschluss dieser Adressen kann im Einzelfall dann aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen, weil hier zum Teil große Entfernungen überbrückt werden müssen und dafür aufwendige Arbeiten erforderlich sind – was auch die hohen Kosten für den Anschluss dieser restlichen zwei Prozent erklärt.

Antrag auf Förderung besserer Unternehmensanbindungen wird ebenfalls in Kürze gestellt
Schließlich arbeitet die Kreisverwaltung noch an einem weiteren Projekt: für die Förderung eines schnellen Internetanschlusses von Unternehmen ist künftig nicht mehr entscheidend, welche Downloadgeschwindigkeit an der Gebäudegrenze verfügbar ist, sondern an jedem einzelnen internetverbundenen Arbeitsplatz im Unternehmen: „Hier sehen wir große Potenziale, die Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen zu stärken, die mit sehr hohen Datenvolumen arbeiten. Deshalb werden wir für dieses Förderprogramm in Kürze einen weiteren Förderantrag stellen“, erläutert der Landrat.
Die kommunale Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen unterstützt und berät den Kreis Siegen-Wittgenstein bei den Förderverfahren.

Ausbau-Zeitplan im Kreis Siegen-Wittgenstein aktualisiert

In einer Rekordzeit von nur 14 Monaten sollte der geförderte Breitbandausbau im Kreis Siegen-Wittgenstein eigentlich bis Mai 2019 abgeschlossen werden (wir berichteten). Wie die Kreisverwaltung jetzt mitteilt, werden bis zum Ende des zweiten Quartals 2019 mit 5.880 Adressen im Ausbaugebiet etwa 55 Prozent der vorgesehenen Anschlüsse an das schnelle Breitbandinternet fertig sein. Alle weiteren Anschlüsse erfolgen bis zum Jahresende. Von der Verzögerung sind rund 1.824 Adressen betroffen.

Die Bauarbeiten für schnelles Internet im Kreisgebiet dauern noch an. (Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein)

Die Deutsche Telekom geht davon aus, dass sie in ihrem Ausbaugebiet (Siegen, Netphen, Burbach, Neunkirchen und Wilnsdorf) termingerecht zum Ende des zweiten Quartals alle 2.725 Adressen angeschlossen haben wird. Davon werden 233 Adressen echte Glasfaserhausanschlüsse erhalten.

In den anderen Kommunen des Kreises ist Innogy TelNet Vertragspartner. Hier ist das Bild differenzierter. Im letzten Jahr konnten innerhalb von acht Monaten ca. 110 km Leerrohranlagen errichtet werden, sodass von den 7.881 Adressen bis Ende des zweiten Quartals rund 3.155 an das Breitbandnetz angeschlossen sein werden – knapp 40 Prozent. Das sind vor allem Adressen in der Freudenberger Kernstadt und den Stadtteilen Hohenhain und Büschergrund, sowie in Erndtebrück und den Erndtebrücker Ortsteilen Zinse, Röspe, Womelsdorf und Birkelbach. Die meisten Adressen werden das schnelle Internet über ihre bisherigen Kupferkabelanschlüsse nutzen können. Es werden aber auch 44 Glasfaserhausanschlüsse in Birkelbach und Erndtebrück hergestellt. Ebenfalls bis Ende des zweiten Quartals werden 146 Adressen in Hilchenbach-Vormwald und -Hadem an das schnelle Breitbandinternet angeschlossen.

Weitere 2.902 Adressen im Ausbaugebiet von innogy folgen bis Ende des dritten Quartals. Hierzu gehören noch einmal über 600 Adressen in Freudenberg (536 Kupfer- und 86 Glasfaserhausanschlüsse), 42 Glasfaserhausanschlüsse in Mittel- und Oberhees, 214 Kupfer- und 177 Glasfaseranschlüsse in verschiedenen Erndtebrücker Ortsteilen, 618 Kupfer- und 14 Glasfaserhausanschlüsse in verschiedenen Bad Berleburger Stadtteilen, 1.183 in verschiedenen Bad Laaspher Stadtteilen (davon 36 Glasfaserhausanschlüsse) und 29 Anschlüsse über Kupferkabel in Hichenbach-Lützel. Wie der Zeitplan für alle Ortschaften im Detail aussieht, will Innogy bis Mitte März auf seiner Homepage darstellen.

Seit Mitte April 2018 wurden bereits viele Kilometer neuer Leitungen verlegt. (Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein)

Landrat Andreas Müller ist über die Verzögerungen zwar nicht glücklich, erkennt aber auch an, dass Entwicklungen den Zeitplan beeinträchtigen, die innogy nur bedingt oder zum Teil auch gar nicht beeinflussen kann. So sollen z.B. etliche Trassenabschnitte mit anderen Versorgern gemeinsam ausgebaut werden, um mehrfaches Aufreißen von Straßen zu vermeiden. Hier kommt es aber zuweilen zu Verzögerungen durch die notwendige Koordination. Auch die Bearbeitung von Anträgen zur Kreuzung von Bahndämmen dauert länger als anzunehmen war. Die Bearbeitungsdauer für die Mitbenutzung von Straßengelände ist zurzeit erheblich länger als in der Vergangenheit, weil momentan an sehr vielen Stellen gleichzeitig gebaut wird. Auch die Beantwortung von Anfragen, ob Kampfmittel in einem Bauabschnitt zu erwarten sind, nimmt mehr Zeit in Anspruch. Zudem sind an zahlreichen Stellen für den Bau Felsbohranlagen nötig, die aktuell auf dem freien Markt nur mit einer gewissen Vorlaufzeit zu erhalten sind. Unterm Strich werden Ende des Jahres dann aber rund 97 Prozent aller Adressen in Siegen-Wittgenstein über einen schnellen Breitbandanschluss verfügen. Für die restlichen drei Prozent erarbeitet die Kreisverwaltung derzeit den Förderantrag für ein neues Bundesprogramm, das auch den Anschluss dieser oft einzeln gelegenen Häuser ermöglichen wird.

Breitbandförderung in Siegen-Wittgenstein geht an innogy TelNet und Deutsche Telekom

Startschuss zum flächendeckenden Ausbau des Breitbandnetzes in Siegen-Wittgenstein: Am Freitag, den 23.03.2018 unterzeichnete Landrat Andreas Müller Verträge mit innogy TelNet und der Deutschen Telekom, die den Zuschlag im Förderverfahren erhalten haben und den Ausbau mit Fördermitteln jetzt umsetzen werden. Nach Abschluss der Arbeiten sollen in den Fördergebieten, in denen die Telekommunikationsunternehmen aus wirtschaftlichen Gründen nicht selbst den Ausbau vornehmen wollten, nun geförderte Breitbandanschlüsse mit mindestens 50 MBit/s im Download zur Verfügung stehen. Bereits im April soll es erste offizielle Spatenstiche geben und nur 14 Monate später soll der Ausbau bereits abgeschlossen sein, so sehen es die Verträge vor. Der Kreis Siegen-Wittgenstein will damit der erste Kreis in Südwestfalen sein, in dem die Bauarbeiten des Bundesförderverfahrens abgeschlossen sein sollen.

In den Netzausbau in Siegen-Wittgenstein werden insgesamt 20,5 Mio. Euro investiert. Der Bund und das Land NRW fördern dies gemeinsam mit 3,6 Mio. Euro. Insgesamt werden auf einer Strecke von 230 km Tiefbaumaßnahmen vorgenommen, 861 km Glasfaserkabel werden in neuen und vorhandenen Trassen verlegt und 128 Verteiler neu aufgestellt. Nach Abschluss der Arbeiten werden 10.619 Adressen in Siegen-Wittgenstein erstmals mit schnellem Internet versorgt sein. Hinter einer einzelnen dieser Adressen kann sich ein Unternehmen, ein Ein- oder Mehrfamilienhaus oder auch eine Schule verbergen. 13 Prozent dieser Adressen (1.327) können Glasfaseranschlüsse bis ins Haus erhalten.

Sandra Sonnack, innogy TelNet, Landrat Andreas Müller, Kreis Siegen-Wittgenstein und Marco Bormann, Deutsche Telekom bei der Vertragsunterzeichnung (Foto: TKG-SWF)

Der Kreis Siegen-Wittgenstein ist der zweite von fünf südwestfälischen Kreisen, der einen endgültigen Förderbescheid erhalten und Verträge mit ausbauenden Unternehmen unterzeichnet hat. Der vorläufige Förderbescheid war am 06.09.2016 übergeben worden (wir berichteten). Nach dem Kreis Olpe, der schon im ersten Förderaufruf des Bundesförderprogramms erfolgreich war, und wo Ende Dezember 2017 der erste Spatenstich erfolgte, hatte der Kreis Siegen-Wittgenstein im zweiten Förderaufruf einen Antrag gestellt. Die übrigen drei Kreise waren im dritten Förderaufruf erfolgreich und befinden sich aktuell noch vor dem Abschluss der laufenden Vergabeverfahren.

Bad Berleburg, Bad Laasphe, Erndtebrück, Freudenberg, Kreuztal und Hilchenbach werden von der innogy TelNet erschlossen. In Netphen, Siegen, Wilnsdorf , Neunkirchen und Burbach baut die Deutsche Telekom aus. (Grafik: TUBS, Municipalities in SI, Logos are public domain, Color by TKG-SWF, CC BY-SA 3.0)

Glasfaseranschlüsse bis ins Haus (fibre to the home, FTTH) sollen mindestens für 503 Unternehmensadressen, 812 Privatadressen sowie zwölf Schulen angeboten werden. Im übrigen Ausbaugebiet werden die Glasfaserkabel nur bis zu den Kabelverzweigern (fibre to the curb, FTTC) verlegt.  In Südwestfalen wird dies eine der letzten Fördermaßnahmen mit FTTC/Vectoring Technologie sein. Mit der neuen Bundesregierung wird es eine neue Förderstrategie für den Breitbandausbau geben, bei der nur noch reine Glasfaser-Ausbauprojekte förderfähig sein sollen und keine Fördergelder mehr für den Breitbandausbau mittels VDSL (Super-) Vectoring ausgegeben werden.

Im Kreis Siegen-Wittgenstein war das Vergabeverfahren zum Breitbandausbau gemäß Bundesförderverfahren bereits am 16.08.2017 mit der vorbehaltlichen Zuschlagserteilung beendet und die Ergebnisse am 05.09.2017 im projektbegleitenden Ausschuss präsentiert worden. Der Zuschlag stand bislang allerdings unter dem Vorbehalt der Prüfung und Genehmigung durch die Fördergeber von Bund und Land. Die finale Antragsstellung auf Bundesfördermittel beim Projektträger hatte der Kreis offiziell am 09.11.2017 eingereicht. Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen hatte den Kreis Siegen-Wittgenstein im weiteren Verlauf des Förderverfahrens beraten, u.a. im Rahmen einer Plausibilisierung der eingereichten Angebote der TK-Unternehmen.

Ansprechpartner für alle Fragestellungen zum anstehenden Breitbandausbau ist der Breitbandkoordinator des Kreises Siegen-Wittgenstein, Markus Menn. Er steht sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen und den Kommunen für Auskünfte zur Verfügung.

Mehr Bandbreite in Arnsberg und Winterberg

Im östlichen Arnsberger Stadtgebiet hat die Deutsche Telekom mit den Vorarbeiten für einen VDSL-Ausbau begonnen. Dieser soll dank Vectoring zum Jahresende 2017 rund 8.500 Haushalten in Alt-Arnsberg eine Verdoppelung der bisherigen Download-Geschwindigkeit und eine Vervierfachung der Upload-Geschwindigkeit ermöglichen. Nach dem Ausbau stehen bis zu 100 MBit/s im Download und 40 MBit/s im Upload zur Verfügung.

Für die Deutsche Telekom werden in Alt-Arnsberg neue Kabel verlegt. (Foto: TKG Südwestfalen)

Insgesamt sollen in Alt-Arnsberg und den umliegenden Stadtteilen (Vorwahlbereich 02931) sowie Oeventrop (Vorwahlbereich 02937) rund 10.800 Haushalte von den Maßnahmen profitieren, darunter auch 90 Haushalte in Breitenbruch, 980 Haushalte in Niedereimer, sowie in Rumbeck weitere 400 Haushalte und in Uentrop 150 Haushalte ab Dezember 2017. Oeventrop soll dann im Frühjahr 2018 mit rund 1100 Haushalte folgen.

Auch im Stadtgebiet Winterberg kündigte die Deutsche Telekom an, Netze eigenwirtschaftlich zu ertüchtigen, vor allem den Nahbereich in der Kernstadt. In Niedersfeld, Siedlinghausen und Langewiese werde die vorhandene Technik aufgerüstet. Insgesamt profitieren von dem Ausbau rund 2.600 Haushalte. Die Fertigstellung ist für Mitte 2018 geplant.

Weitere Informationen:
https://www.wp.de/staedte/altkreis-brilon/haushalte-in-winterberg-profitieren-vom-breitbandausbau-id210819205.html
https://www.wp.de/staedte/arnsberg/telekom-beschleunigt-das-internet-in-arnsberg-id210772919.html

VDSL Ausbau in Kreuztal

In der Antwort auf eine nichtförmliche Markterkundung der Stadt Kreuztal informiert die Deutsche Telekom, dass sie einen FTTC-Eigenausbau ohne kommunale Eigenbeteiligung bis Ende 2016 in der Stadt Kreuztal realisieren wird.

Die im Stadtgebiet vorhandenen Kabelverzweiger sollen dann mit Glasfaser angebunden und mit Breitbandtechnik ausgebaut werden. Im Umkreis der mit Glasfaser angebundenen und mit MSAN-Technik ausgerüsteten Kabelverzweiger werden dadurch DSL-Verbindungen mit bis zu 50 Mbit/s im Download zur Verfügung stehen. Daneben wird das Netz gleichzeitig schon für den VDSL/Vectoring-Ausbau technisch vorbereitet.

Sobald hierfür die rechtlichen Voraussetzungen gegeben seien, sei beabsichtigt, das Netz schnellstmöglich mit VDSL 2/Vectoring-Technik auszustatten. Den Kreuztalern würden dann auch Produkte wie z. B. „Entertain“ mit Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s (Download) und bis zu 40 Mbit/s (Upload) zur Verfügung stehen. Mit den Arbeiten für den vordringlichen FTTC-Eigenausbau werde voraussichtlich im Herbst dieses Jahres begonnen.

NRW: Schnelles Internet noch Traum

Nordrhein-Westfalen: Wenn das schnelle Internet noch ein Traum ist

Arnsberg/Schmallenberg.  Die digitale Agenda der Bundesregierung verspricht schnelles Internet bis 2018. In manchen Regionen ist das bislang ein Traum. Wenn das Internet nicht schnell genug ist, sind Alternativen gefragt. Im Sauerland sorgen Richtfunk und Fernsehkabel für eine gute Versorgung – allerdings noch nicht überall.

Manchmal gibt Burkhard Tigges einfach auf. „Wenn ich hier mittags mal online-Banking machen will, geht nichts“, sagt der Geschäftsführer des Maschinenbau-Unternehmens Transfluid aus Schmallenberg. Dann seien Alternativen gefragt. „Wir müssen halt improvisieren.“ Daten-intensive Downloads mache so mancher Mitarbeiter lieber mal zu Hause, und manchmal seien auch Daten nach Feierabend von privaten Rechnern zu Kunden geschickt worden.

So offen wie die Schmallenberger Firma spricht kaum ein Unternehmen über den Frust mit dem langsamen Internet. „Es ist zwar besser geworden. Aber es gibt immer noch viele Firmen mit Problemen“, sagt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Arnsberg, Ralf Huess. Die wollten damit aber nicht an die Öffentlichkeit. „Das ist ja auch Negativ-Werbung.“

Insgesamt Versorgung im Hochsauerlandkreis über NRW-Schnitt

Bis zum Jahresende will die Telekom das Problem gelöst haben. Dann soll auch das Gewerbegebiet am Rande Schmallenbergs an einer Leitung mit 50 Megabit pro Sekunde hängen. Damit die Telekom die Bagger anrücken lässt und einen Glasfaser-Knotenpunkt errichtet, mussten Transfluid und etwa 70 weitere Unternehmen Überzeugungsarbeit leisten. Mit Barem: „Wir haben letztlich jeder zwischen 100 und 3000 Euro als einmaligen Baukosten-Zuschuss gezahlt, damit das losgeht“, berichtet Tigges.

Insgesamt liegt die Breitband-Versorgung des Hochsauerlandkreises über dem NRW-Landesschnitt. Mehr als 80 Prozent der Orte haben bereits einen 50 Megabit-Internet-Zugang. „Es gibt aber immer noch weiße Flecken“, sagt Michael Stratmann von der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen.

Die von fünf Kreisen finanzierte Gesellschaft hat mit Richtfunk abgelegene Orte ans weltweite Netz angeschlossen. „Wir haben unseren Richtfunk gebaut, wenn es 20 Kunden gab“, sagt Stratmann. Dass der Hochsauerlandkreis bei der Breitband-Versorgung so gut dastehe, habe auch mit der in den 1990-er Jahren gelegten Kabel-TV-Struktur zu tun. „Da kann jetzt Internet mit bis zu 150 Megabit angeboten werden“.

Wie wichtig das Kabelnetz ist, zeigt der Nachbarkreis Olpe, der hat nur eine Versorgungsquote von rund 44 Prozent erreicht. „Da waren die Kabelfernseh-Anbieter damals nicht so aktiv“, sagt Hellmann. Gleiches gelte für die Kreise Borken oder Coesfeld im Münsterland. Viel Fläche, wenig Menschen und viele Höfe in Alleinlage. „Da hat keiner Kabel hingelegt.“

Die Breitband-Versorgung schwankt oft von Ort zu Ort – auch in der Eifel. In Tondorf (Kreis Euskirchen) läuft es prima, im Örtchen Hecken ist das Internet dagegen „vom Winde verweht“, wie Karl-Heinz Monowski berichtet. Er betreibt dort ein Internetradio. Nur wenige Wolken genügten, um die zerbrechliche Funkverbindung einfach weg zu fegen.

„Ich bin auf meine Sponsoren angewiesen, doch sobald es etwas mehr Regen gibt, fällt die Sendung aus.“ Weil Bitten und Beschwerden nichts genutzt hätten, ziehen Monowski und seine Partnerin Patricia Konsequenzen: „Wir ziehen jetzt um. Nach Wuppertal.“

Quelle: dpa/das

Remmeswiese bald versorgt

Winterberg – Gut ausgebaute, leistungsfähige Breitbandnetze sind für die Entwicklung einer Stadt von entscheidender Bedeutung. Wirtschaftliches Wachstum, Zuzug und Erhalt der Bevölkerungszahlen hängen davon ab. Umso mehr freuen sich die die Stadt Winterberg und die Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH (WTW), dass im Gewerbegebiet Remmeswiese bald „schnelleres Internet“ verfügbar ist.

Breitband ist ein wesentlicher Standortfaktor und echte Wirtschaftsförderung. Nicht nur große Firmen machen ihre Standortentscheidungen von einer funktionierenden „Datenautobahn“ abhängig. Handwerker, Architekten, viele weitere Mittelständler und Freiberufler, Kunden und Lieferanten, Unternehmen, die gemeinsam an einem Projekt arbeiten, Entwürfe oder komplexe Kommunikationsvorgänge, die es zu übermitteln gilt – alle sind auf die Übertragung großer Datenpakete angewiesen. Oftmals hängen sogar Standortentscheidungen davon ab.

Stand bisher eine Bandbreite von nur rund 3 MB bereit, stehen zukünftig bis zu 50 MB zur Verfügung. Möglich macht dies eine Kooperation zwischen der Stadt Winterberg und der Telekom. Finanzierbar wurde die Maßnahme, weil der Landal Ferienpark seinen Gästen schnellere Breitbandverbindungen bieten möchte. Daher legt die Telekom auf Kosten des Ferienparks durch das Gewerbegebiet bis zur Büre ein Breitbandkabel.

Nach diversen Gesprächen und Verhandlungen präsentieren Stadt Winterberg, WTW und Telekom nun das Ergebnis: Noch in diesem Jahr hat die Telekom zugesagt, soll die „Datenautobahn“ sowohl dem Ferienpark als auch den im Gewerbegebiet ansässigen Unternehmen zur Verfügung stehen. Je nach Wunsch können nun interessierte Unternehmen ihren individuellen Anschluss und die Bandbreiten der Anschlüsse mit der Telekom abstimmen.

„In der Remmeswiese sitzen innovative Unternehmen, die große Datendurchflüsse haben“, weiß WTW-Geschäftsführer Michael Beckmann. „An dieser Stelle zeigt sich ein Mal mehr, dass sich Wirtschaft und Tourismus gegenseitig befruchten“, so Bürgermeister Werner Eickler. Er betont zudem die enormen Chancen der schnelleren Datenautobahn: „Der Anschluss ans Breitbandnetz ist klassische Wirtschaftsförderung mit dem Ziel, vorhandene Unternehmen zu stützen und neue Betriebe anzusiedeln.“

Lesen sie mehr auf: http://www.standort-winterberg.de/Wirtschaft-Aktuelles/Schnelles-Internet-fuer-das-Gewerbegebiet

Versorgung in Lippetal

Breitbandversorgung in der Gemeinde Lippetal gesichert

Lippetal. Der Wirtschaftsförderer der Gemeinde Lippetal Hans-Joachim Hobrock teilt mit, dass der Ausbau der Breitbandversorgung in der Gemeinde Lippetal weiter vorangeht.

Aktuell hat die Deutsche Telekom mitgeteilt, dass ihr LTE-Netz nunmehr flächendeckend  in der Gemeinde Lippetal verfügbar ist. Damit können auch Haushalte außerhalb der Ortskerne das Internet mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit pro Sekunde (DSL 50.000) nutzen.

Innerhalb der Ortsteile können die Haushalte, welche über einen Kabelanschluss verfügen, dass Internet über das Netz von Unitymedia mit Geschwindigkeiten von bis zu 150 Mbit pro Sekunde nutzen. Damit verfügt die Gemeinde Lippetal schon heute über die von der Bundesregierung geforderte flächendeckende Bandbreite von 50 MBit pro Sekunde.

Quelle: Gemeinde Lippetal

BREKO besucht Telemark und TKG

Im Hause der Telemark in Lüdenscheid tauschten sich Mitte Mai die Geschäftsführer von Telemark, TKG und dem Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) über die aktuelle Marktentwicklung, Unternehmensstrategien und Fortschritte bei der Netzausbaukooperation im Märkischen Kreis aus. Der BREKO repräsentiert den Großteil der Festnetzwettbewerber der Telekom. Infos unter http://www.brekoverband.de

Andreas Griehl (Telemark), Stefan Glusa (TKG), Dr. Stephan Albers (BREKO) (Foto: Kalus)
Andreas Griehl (Telemark), Stefan Glusa (TKG), Dr. Stephan Albers (BREKO) (Foto: Kalus)

 

Schnelleres Internet für Friedlin

TKG-Projektleiter Tilo Deckert (2.v.l.) informierte über mögliche Erschließung   (Foto: plbg)  
TKG-Projektleiter Tilo Deckert (2.v.l.) informierte über mögliche Erschließung (Foto: plbg)  
Die TKG informierte über Möglichkeiten einer besseren Breitbandversorgung im Gewerbegebiet Herscheid Friedlin/Grünenthal (MK).

„Der Bedarf der Wirtschaft an einer schnellen Internetanbindung wächst ständig und die Unternehmen benötigen eine leistungsfähige Anbindung an das weltweite Internet.“ sagte SIHK-Vizepräsident Dietrich Alberts zu Beginn der Informationsveranstaltung für die im Gewerbegebiet Herscheid Friedlin / Grünenthal ansässigen Unternehmen.

Realisierung möglich – Unternehmen sind gefragt

Die SIHK hatte hierzu in den Präsentationsraum der Gust. Alberts GmbH & Co KG in Herscheid eingeladen. Tilo Deckert, Projektleiter der TKG für den Märkischen Kreis, stellte den Anwesenden eine mögliche Realisierungsvariante für eine Anbindung des Gebietes einschließlich eines Finanzierungsvorschlages vor. In der angeregten Diskussion der Teilnehmer mit Deckert und den Vertretern der Gemeinde zeigte sich, dass die Nachfrage und marktübliche Zahlungsbereitschaft für eine leistungsfähigere Internetanbindung bei den meisten Unternehmen vorhanden ist.

Finanzierungs- und Anbindungsvarianten erarbeitet

Nach dieser Gesprächsrunde entstand der Wunsch, dass noch mindestens eine weitere Variante zur Finanzierung der notwendigen Investitionen für die Anbindung entwickelt werden sollte. Zwischenzeitlich erklärte auch die Deutschen Telekom ihr Interesse an der Versorgung des Gewerbegebietes Friedlin, so dass mit einer Lösung bei einem weiteren Treffen Ende März zu rechnen ist.

Lesen sie den vollständigen Artikel hier: http://www.plbg.de/zeitung/2014/027-2014/internet.htm