VDSL-Ausbau startet in Geseke

Die Kernstadt von Geseke und der Ortsteil Störmede im Kreis Soest sollen schnelles Internet erhalten. Ab dem 28.08.2017 werden im Auftrag der innogy TelNet rund 15 Kilometer Leerrohre und Glasfaserkabel von Westnetz in Kooperation mit der Stadt und dem beauftragten Tiefbauunternehmen Waldeier Bau GmbH aus Warburg verlegt. Innogy investiert in den Ausbau rund 1,9 Millionen Euro.

15 Kilometer Leerrohre, in denen Glasfaserkabel für den schnellen Internet-Zugang eingezogen werden, sollen ab heute in Geseke verlegt werden. (Foto: TKG-SWF)

In Geseke und Störmede werden an 32 von insgesamt 55 bestehenden Kabelverzweigern der Deutschen Telekom neue Schaltschränke mit VDSL 2-Vectoringtechnik installiert. Nach erfolgtem Ausbau können dann im Frühjahr 2018 über die Kupferleitungen der Telefonanschlüsse Datenübertragungsraten von bis zu 100 MBit/s zur Verfügung gestellt werden.

Alle Baumaßnahmen werden entweder mittels Spülbohrtechnik oder in offener Tiefbauweise durchgeführt. Wenn möglich, werden vorhandene Leerrohre genutzt. Alle betroffenen Haushalte erhalten im Vorfeld ein Informationsschreiben über die geplante Baumaßnahme. Mitarbeiter des ausführenden Tiefbauunternehmens Waldeier informieren bedarfsweise die Anwohner persönlich über die anstehenden Tiefbauarbeiten. Für kurzfristige Beeinträchtigungen der Zufahrtswege bittet Westnetz die Anwohner um Verständnis. Der geöffnete Straßenbereich wird nach der Leerrohrlegung zeitnah verfüllt, um die Beeinträchtigungen zu minimieren.

Bei dem Ausbau durch Innogy handelt es sich nicht um den geförderten Glasfaserausbau für den alle Kommunen im Kreis Soest 28,5 Millionen Euro an Fördergeldern erhalten (wir berichteten). Beim geförderten Ausbau erfolgt die Vergabe hoffentlich noch in diesem Jahr. Dann sollen die weiteren unterversorgten Stadtteile wie beispielsweise Ermsinghausen, Mittelhausen und Eringerfeld sowie verschiedene Gewerbegebiete im Stadtgebiet mit Glasfaser bis in Haus (FTTB bzw. FTTH) erschlossen werden.

Gesekes Bürgermeister Dr. Remco van der Velden: „Ich freue mich sehr, dass Innogy für tausende Haushalte in der Kernstadt und in Störmede bald flächendeckend Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde ermöglichen wird. Beim Upload werden bis zu 40 Megabit pro Sekunde erreicht. In absehbarer Zeit werden fast alle Geseker Haushalte durch Glasfaser, VDSL, VDSL-Vectoring oder TV-Kabel schnell im Internet surfen. Der Ausbau der Innogy bringt für tausende Haushalte in Geseke eine deutliche Verbesserung. Unser Ziel bleibt aber der Glasfaserausbau bis in jedes Haus.“

Das vollständige Interview lesen Sie hier: http://www.geseke.de/aktuell/pressemitteilungen2017/117200100000039527.php

Neue Glasfasertrasse entlang SauerlandRadring

Der Breitband-Ausbau im Zuge des Neubaus einer etwa 120 Kilometer langen, überregionalen Glasfasertrasse macht in der Zeit von Montag, 26. Juni bis Freitag, 18. August, die abschnittsweise Vollsperrung des SauerlandRadrings im Hochsauerlandkreis erforderlich.

Betroffen ist der Sauerland-Radring auf der Strecke von Bremke über Frielinghausen, Dorlar, Mailar, Heiminghausen, Bad Fredeburg bis nach Gleidorf. Die einzelnen Bauabschnitte, für die die Vollsperrung nötig wird, befinden sich größtenteils außerhalb der Ortschaften. Hinweise zu Umleitungen und Alternativrouten unter http://www.sauerlandradring.de/Aktuelle-Informationen.

Die Umleitungen werden flexibel und kurz, je nach Baufortschritt eingerichtet. Die abschnittsweisen Vollsperrungen werden nur von montags bis freitags erfolgen. Samstags und sonntags ist der SauerlandRadring während der Zeit der Baumaßnahmen störungsfrei befahrbar, teilte der Hochsauerlandkreis als Straßenverkehrsbehörde mit.

Glasfaser für Veserde, Hinterveserde und Wörden

In Nachrodt-Wiblingwerde wird in den Ortschaften Veserde, Hinterveserde und Wörden ein modernstes Glasfasernetz entstehen. Dort baut der Kabelnetzbetreiber Unitymedia sein Netz aus und schließt 150 Haushalte direkt mit der Glasfaser bis ins Haus (Fiber-to-the-Building, FTTB) an.
Für diesen Netzausbau hatte sich Nachrodt-Wiblingwerdes Bürgermeisterin Birgit Tupat eingesetzt: „Auf Basis des leistungsstarken Glasfasernetzes erhalten wir eine zukunftssichere Netz-Infrastruktur. Die digitale Zukunft wird so für viele Bürgerinnen und Bürger sowie einzelne Gewerbetreibende nun mit schnellem Internet Realität. Dies ist eine ausgezeichnete Neuigkeit für unsere Region.“

 

Sorgen gemeinsam für den Glasfaser-Ausbau: Bürgermeisterin Birgit Tupat, Frank Schubert, Unitymedia (r.) mit Thomas Armoneit von den Stadtwerken Iserlohn (l.) und Peter Homann, Straßen und Tiefbau KG. (Foto: Unitymedia)
Unitymedia investiert rund 220.000 Euro und realisiert das Projekt gemeinsam mit den Stadtwerken Iserlohn, die dort gleichzeitig eine Gasversorgung bauen. Die Stadtwerke Iserlohn hatten 2008 einen Konzessionsvertrag für das Strom- und Gasnetz in Nachrodt-Wiblingwerde abgeschlossen. Außerdem beteiligt sich das örtliche Straßen- und Tiefbauunternehmen Peter Homann KG mit einer Eigenleistung von rund 1.600 Meter Tiefbau für die Zuführung des Glasfasernetzes zum Ort. Innerorts sorgt Unitymedia dann mit nochmals rund 1.300 Meter Tiefbau für die Möglichkeit des Hausanschlusses.

„Beispiele wir dieses sind vorbildlich“, bestätigt auch TKG-SWF Geschäftsführer Stefan Glusa, denn: „In dem Projekt ist es den Beteiligten gelungen, einen Ausbau ganz ohne Fördergelder zu erreichen.“  Der Glasfaseranschluss von Unitymedia kostet 548 Euro, den Gasanschluss der Stadtwerke gibt es zu einem Projektpreis von 3.500 Euro. Die Bürger können sich noch für den Anschluss entscheiden, so lange der Graben offen ist.

Im Januar hatte eine gut besuchte Informationsveranstaltung mit rund 130 Bürgern stattgefunden.  Der Netzausbau kann voraussichtlich schon im Juni oder Juli beginnen. 150 private Haushalte erhalten dann die Möglichkeit, mit Highspeed-Internet mit bis zu 400 Mbit/s zu surfen, der vielfachen Geschwindigkeit von VDSL. Durch den kontinuierlichen Netzausbau ist das glasfaserbasierte Kabelnetz von Unitymedia in der Lage, netzweit Download-Geschwindigkeiten von aktuell bis zu 400 Mbit/s zu erreichen. Das Unternehmen hat mit umfangreichen Investitionen sein Netz aufgerüstet und stellt für mehr als zehn Millionen Haushalte Hochleistungsinternet-Dienste zur Verfügung – in den Städten und auf dem Land. Dabei erhöht das Unternehmen auch kontinuierlich den Glasfaseranteil in seinem Breitbandnetz und bringt ohne Fördergelder Haushalte in unterversorgten Gebieten direkt ans Netz.

Glasfaser für Holtum

Für das Dorf Holtum, einen Ortsteil der Stadt Werl mit rund 1.000-Einwohnern und westlichstes Dorf im Kreis Soest, stehen die Chancen auf einen baldigen Glasfaser-Ausbau gut. Da neue Gasleitungen verlegt werden, könnten diese Erdarbeiten genutzt werden, um Glasfaserkabel direkt bis in die Gebäude mitzuverlegen. Der WDR berichtet in der Lokalzeit Südwestfalen über das Projekt: „Es geht um die Zukunft des Ortes.“

wdr_holtum_glasfaser1
Auch die WDR Lokalzeit berichtet über das Projekt. (Foto: WDR)

Die Stadtwerke Werl und der regionale TK-Netzbetreiber HeLiNET bieten den Glasfaser-Anschluss bis ins Haus (FTTH) derzeit an. Wenn bis zum 17. Februar mindestens vierzig Prozent der Haushalte mitmachen, bekommt auch Holtum endlich schnelles Internet.

Wer sich aktuell für einen Anschluss an das schnelle Internet entscheidet, zahlt den Vorzugspreis von einmalig 1.900 Euro und hat die Möglichkeit, während der nächsten drei Jahre auch den Erdgasanschluss ohne zusätzliche Hausanschlusskosten zu erhalten. Damit beträgt der Kostenvorteil in Holtum gegenüber einem Gebiet, das bereits endausgebaut ist, rund 500 Euro gegenüber den normalerweise üblichen rund 2.400 Euro.

wdr_holtum_glasfaser2
Die Bauarbeiten für Glasfaserkabel und Gasleitungen in Werl Holtum beginnen. (Foto: WDR)

Sorgen um den immer weiter steigenden Bandbreitenbedarf müssen sich die Holtumer mit einem Glasfaseranschluss dann nicht mehr machen. Mit deutlich höheren Übertragungsraten und nahezu unbegrenzten Bandbreiten sind die Anschlüsse nachhaltiger und leistungsfähiger als das bekannte Kupferkabel.

Am 14. und 16. Februar wird von 16:00 bis 20:00 Uhr eine Beratung vor Ort stattfinden im Kaminzimmer der Schützenhalle Holtum, Agathastraße 8, 59457 Werl.

Märkischer Kreis stellt Breitband-Förderantrag für 15 Städte und Gemeinden

Fristgerecht im dritten Förderaufruf, der am 28.10.2016 endete, hat der Märkische Kreis einen millionenschweren Förderantrag zum Breitbandausbau beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gestellt.

Der Kreistag beauftragte die Verwaltung am 27.10.2016 einstimmig, gemeinsam mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden, sowie der kreiseigenen TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen mbH (TKG-SWF), die weiteren Schritte im Förderverfahren für Wohngebiete und Ortslagen durchzuführen.

„Ziel ist der Breitbandausbau mit der bestmöglichen Infrastruktur, also Glasfaser“, teilte Landrat Thomas Gemke in der jüngsten Sitzung des Kreistages mit. Mit den Fördervorhaben verbessere sich die Breitbandanbindung für 314 Wohngebiete mit fast 120.000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Märkischen Kreis „Wir rechnen mit einer Bewilligung der Förderung im Frühjahr 2017.“

Der Kreis übernimmt mit seinem Breitbandkoordinator Tilo Deckert und der TKG-SWF die Beteiligung an verschiedenen Förderprogrammen von Bund, Land und EU und hatte vor wenigen Monaten bereits einen kreisweiten Förderantrag für die Versorgung von Gewerbegebieten auf den Weg gebracht.

deckert_foerderantrag_mk
Nur noch ein Klick von Breitbandkoordinator Tilo Deckert, dann ist der Förderantrag für den Breitbandausbau im Märkischen Kreis per E-Akte in Berlin. (Foto: TKG-SWF)

Eine schnelle Breitbandversorgung ist jedoch auch für die Privathaushalte gefragt: „Hier ist ein gemeinsames Vorgehen aller 15 kreisangehörigen Städte und Gemeinden wichtig. Dies ist in Form einer Kooperationsvereinbarung mit allen Kommunen gelungen“, erklärte Gemke im Kreistag. Dem Abschluss dieser Kooperationsvereinbarung waren zahlreiche Abstimmungsgespräche zwischen Kreis und Kommunen, Ratssitzungen, sowie Beratungen in zwei Bürgermeisterkonferenzen vorausgegangen. Dort war am 30.09.2016 schließlich vereinbart worden, dass parallel zum Antrag für die Gewerbegebiete auch in den Wohngebieten und Ortslagen ein interkommunal abgestimmtes Vorgehen für die Förderung des Breitbandausbaus verfolgt werden soll.

Folglich mussten ein ambitionierter Zeitplan und engen Fristen eingehalten werden, um das aufwändige Antragsverfahren zu durchlaufen. Unter anderem wurde eine kreisweite Glasfaser-Netzplanung erarbeitet, eine Studie zu Kosten und Effizienz unterschiedlicher Ausbauszenarien im Märkischen Kreis erstellt, sowie ein Markt- und Interessenbekundungsverfahren durchgeführt und ausgewertet. Pünktlich am 28.10.2016 konnte Breitbandkoordinator Tilo Deckert mit einem Mausklick den fertigen Antrag mittels elektronischer „E-Akte“ auf den Weg nach Berlin schicken – sicherheitshalber aber auch noch parallel per Fax und Post.

Landrat Gemke bedankte sich ausdrücklich bei den Städten und Gemeinden für die gute interkommunale Zusammenarbeit, die durch deren Breitbandbeauftragte, Wirtschaftsförderer und externe Berater maßgeblich unterstützt wurde. Auch die Vernetzung mit den Nachbarkreisen funktioniere vorbildlich. So haben neben dem Märkischen Kreis auch die übrigen vier südwestfälischen Kreise Förderanträge für den Breitbandausbau gestellt, von denen in diesem Jahr bereits zwei bewilligt wurden.

BREKO Glasfasermesse 2016

Südwestfälische Breitbandkoordinatoren und die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen nahmen an der Glasfasermesse des Bundesverbands Breitbandkommunikation (BREKO) in Frankfurt teil. Den Schwerpunkt der zweitägigen Glasfasermesse am 12. und 13. April 2016 bildet die Ausstellung, auf der weit über 100 Unternehmen über die neuesten technologischen Entwicklungen und innovative Lösungsansätze beim Glasfaser-Ausbau informieren.

breko_bel2

Ein Fachkongress mit informativen Keynotes und spannenden Podiumsdiskussionen bietet den zahlreichen nationalen und internationalen Besuchern die Möglichkeit, in einen Dialog mit hochkarätigen Experten und Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu treten. Die Messe und der Fachkongress werden in diesem Jahr erstmals von hochwertigen Workshops umrahmt. Diese bieten den Teilnehmern aus allen Unternehmensbereichen viel Raum, um ihre Expertise zu vertiefen und sich intensiv mit anderen Gästen auszutauschen. Themen hierbei sind unter anderem „Förderprogramme“, „Glasfaserschulung“, „Kupfer & Glas“, „Vertriebsschulung“ oder „Qualität & Kostenoptimierung“ sein.

Anlässlich der Eröffnung der Messe sagte Hessens Wirtschaftsstaatssekretär Mathias Samson: „Wettbewerb ist der Erfolgsfaktor für den Ausbau des schnellen Internets. Die regionalen Ausbauprojekte tragen wesentlich zur Erschließung bei.“ Gleichzeitig warnte Samson davor, große Telekommunikationsanbieter durch Regulierungsentscheidungen zum Vectoring zu begünstigen. „Daher brauchen wir Regelungen, die regionalen Wettbewerb weiterhin ermöglichen. Das ist ein schwieriger Abwägungsprozess. Wir haben uns in dieser Diskussion stets für die Interessen regionaler Projekte eingesetzt“, so Samson.

Glasfasernetze sind das Rückgrat einer modernen Volkswirtschaft und bilden die Basis für Highspeed-Internet. Aus diesem Grund haben sich die BREKO Breitbandmesse und die BEL2, Fach- und Publikumsmesse für Glasfasertechnik, zusammengeschlossen und 2016 erstmalig ihre Kräfte gebündelt, um Deutschlands größte Glasfasermesse ins Leben zu rufen.

IMG_1589
Erstmals in Deutschland zu sehen war der NANO_TRENCH® aus Österreich, für die sichere, schnelle und kostengünstige Verlegung von Glasfaserverrohrung auf unseren Straßen.

Der BREKO tritt als Bundesverband Breitbandkommunikation erfolgreich für den Infrastrukturwettbewerb im deutschen Telekommunikationsmarkt ein. Unter dem Motto „Wir bauen die Netze“ leisten die mehr als 230 BREKO-Unternehmen einen maßgeblichen Beitrag zum flächendeckenden Glasfaserausbau und zum Erreichen der Breitbandziele der Bundesregierung. Seit 4 Jahren veranstaltete der Verband die BREKO Breitbandmesse. Kongress und Ausstellung bilden den Rahmen für das stetig gewachsene Networking-Event.

Als Fach- und Publikumsmesse für Glasfasertechnik hat die BEL2 unter dem Motto „Breitband plus Energieeffizienz = Lichtwellenleitertechnik“ seit 2010 bereits sieben Veranstaltungen in Berlin und Bayern durchgeführt. Schwerpunkte der BEL2 sind Ausstellung, Fachseminare und praktische Weiterbildung. Dabei war die Demonstration von Glasfaserverlegung, – Montage und – Installation immer schon ein elementarer Baustein der BEL2.

Mehr Informationen über die Messe und das Programm finden Sie hier.

IHK Siegen fordert Glasfaseranschlüsse

Eine neue Umfrage der IHK Siegen in sieben exemplarisch ausgewählten Gewerbe- und Industriegebieten zeigt: Wollen heimische Unternehmen im weltweiten Wettbewerb bestehen, ist eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur hierfür elementar. Für Firmen sei schnelles Internet fast genauso wichtig wie ein gutes Straßennetz. Die IHK Siegen fordert daher direkte Glasfaseranschlüsse für Unternehmen in den Gewerbe- und Industriegebieten.

55 von 330 befragten Firmen beteiligten sich mit Antworten an der Umfrage. 27 Prozent der Unternehmen gaben an, mit ihrem Internetanschluss zufrieden zu sein. Fast 71 Prozent waren unzufrieden, vor allem Datenrate (Down- und Uploadgeschwindigkeit) und Zuverlässigkeit werden bemängelt. IHK-Präsident Felix Hensel: „Die Ergebnisse der Untersuchung sind geradezu alarmierend“.

ihk_siegen_breitband

Die Kammer hatte in den Gebieten Lehnscheid (Wilnsdorf), Langes Feld (Dahl/Friedrichsthal/Olpe), Am Eckenbach (Attendorn), im interkommunalen Gewerbepark Wittgenstein (Erndtebrück), Littfetal (Kreuztal) und Industriepark Ferndorftal (Kreuztal) und „Würdinghausen“ (Kirchhundem) festgestellt, dass 40,7 Prozent der Unternehmen eine Datenübertragungsrate von bis zu 6 Mbit/s nutzen. Im Vergleich zu einer früheren, im Sommer 2007 von der IHK Siegen durchgeführten Umfrage zum Thema „Breitbandtechnologie“, an der sich 252 von 3.066 angeschriebenen Unternehmen beteiligten, erreichten damals gerade einmal 16 Prozent diese Datenrate.

Heute gaben 38 Prozent bereits einen Bandbreitenbedarf von mehr als 50 Mbit/s an. Kosten dürfe der Anschluss für die Hälfte der Unternehmen aber nur bis zu 50 Euro im Monat. Weitere 29 Prozent wären auch bereit, bis zu 100 Euro pro Monat auszugeben. Einen einmaligen Kostenbeitrag für eine bessere Internetanbindung würden 63 Prozent der Unternehmen zahlen, ein Drittel der Firmen wäre bereit, sich mit einmalig 1.000 Euro an den Infrastrukturkosten für einen schnelleren Anschluss zu beteiligen.

Auch die Politik sei gefordert, so die IHK: Eine gute Breitbandanbindung müsse Chefsache in den Kreisverwaltungen sein.

VDSL Ausbau in Kreuztal

In der Antwort auf eine nichtförmliche Markterkundung der Stadt Kreuztal informiert die Deutsche Telekom, dass sie einen FTTC-Eigenausbau ohne kommunale Eigenbeteiligung bis Ende 2016 in der Stadt Kreuztal realisieren wird.

Die im Stadtgebiet vorhandenen Kabelverzweiger sollen dann mit Glasfaser angebunden und mit Breitbandtechnik ausgebaut werden. Im Umkreis der mit Glasfaser angebundenen und mit MSAN-Technik ausgerüsteten Kabelverzweiger werden dadurch DSL-Verbindungen mit bis zu 50 Mbit/s im Download zur Verfügung stehen. Daneben wird das Netz gleichzeitig schon für den VDSL/Vectoring-Ausbau technisch vorbereitet.

Sobald hierfür die rechtlichen Voraussetzungen gegeben seien, sei beabsichtigt, das Netz schnellstmöglich mit VDSL 2/Vectoring-Technik auszustatten. Den Kreuztalern würden dann auch Produkte wie z. B. „Entertain“ mit Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s (Download) und bis zu 40 Mbit/s (Upload) zur Verfügung stehen. Mit den Arbeiten für den vordringlichen FTTC-Eigenausbau werde voraussichtlich im Herbst dieses Jahres begonnen.

Unterstützung bei Glasfaser-Anbindung der Bobbahn Winterberg

Im Februar 2015 werden die Augen weltweit auf Winterberg gerichtet werden. Die FIBT Bob- und Skeleton Weltmeisterschaft 2015 wird das sportliche Highlight für Winterberg und das Sauerland auf lange Sicht sein. Pünktlich zu diesem Ereignis soll natürlich auch die Internetanbindung der Bahn auf „Höchstgeschwindig-keit“ gebracht werden. Deshalb wird derzeit gemeinsam mit Unitymedia KabelBW eine Anbindung an das Glasfasernetz der Bahn hergestellt. Anschließend sollen mehrere WLAN Hotspots  folgen. Rasante Bobfahrten und schnelles Internet gehören einfach zusammen. Das bewies die TKG bereits  bei der Europameisterschaft 2011, als sie den VIP-Bereich des Starthauses mit einem leistungsstarken WLAN Hotspot versorgte.
Gäste und Besucher konnten kostenlos im Internet surfen und sich mit ihren Smartphones ständig über den Verlauf des spannenden Rennens auf dem Laufenden halten.
Mehr Informationen zur WM gibt es unter: www.winterberg2015.de

Ausbau im Kreis Olpe bis 2018

Bis 2018 soll Internetnutzern auch im Kreis Olpe eine Geschwindigkeit von 50 Mbit/s zur Verfügung stehen. Nur die Frage der Technologie ist noch nicht entschieden. Das machte gestern Stefan Glusa, Geschäftsführer der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen, deutlich.

von Herbert Kranz, Westfalenpost

Im Kreis Olpe soll über die Weiterentwicklung des Breitbandausbaus im ersten Halbjahr 2015 entschieden werden. Das sei das „herausragende Infrastrukturthema der nächsten Jahre“ hatte Landrat Frank Beckehoff in der letzten Sitzung des Kreistages betont. Dass der Kreis selbst dafür Geld in die Hand nehmen muss, ist Beckehoff klar.

Allein werde der Kreis die Kosten aber nicht stemmen können, sagte Glusa gestern auf Nachfrage. Deshalb werde man wohl auch andere Infrastrukturanbieter mit ins Boot nehmen. Auf jeden Fall soll im Kreistag im ersten Halbjahr entschieden werden, „wie in den nächsten Jahren den Herausforderungen einer flächendeckenden und hoch leistungsfähigen Breitbanderschließung sowohl technologisch als auch organisatorisch und konzeptionell begegnet werden kann“, so der Landrat in seiner Haushaltsrede.

Die TKG erarbeitet derzeit eine Agenda zum Thema. Darin geht es auch um die Mitverlegung von Leerrohren bei (Straßen-)Baumaßnahmen oder die oberirdische Verlegung von Leitungen, die schnelles Internet möglich machen. Technik der Wahl ist das Glasfaserkabel, weil es „deutlich leistungsfähiger als Funk ist“, so Glusa. Obwohl auch über Funk durchaus 20mbit zu erreichen seien.

Jedenfalls versuche die TKG natürlich, überall wo gerade gebaut wird, Kabel mit zu verlegen. Das gelte gerade dann, wenn es für die großen Anbieter zu wenig zeitlichen Vorlauf gibt. Bis zum Anschluss des letzten Hauses an Glasfaserkabel werde es aber wohl noch Jahrzehnte dauern.

Im Kreis Olpe, der bei der Versorgung mit 50mbit/s rein statistisch das Schlusslicht der als Gesellschafter an der TKG beteiligten Kreise ist, steht Kirchhundem sozusagen auf Platz 1 der Kommunen, die schnell auf einen besseren Standard gehoben werden sollen. Allerdings habe hier die Telekom Ausbauabsichten, so Glusa. „Das muss man nicht noch zusätzlich fördern.“

Unternehmern und Bürgern, die mit der Versorgung unzufrieden sind, verweist Glusa auf die Homepage der TKG. Dort kann man über den Link „Bedarfsmeldung“ Vorschläge machen wenn man mit der Versorgung nicht zufrieden ist.

Gesellschafter der TKG sind die Kreise Olpe, Siegen-Wittgenstein und Soest, der Märkische und der Hochsauerlandkreis. Derzeit hat das Unternehmen 800 Kilometer Streckenlänge auf über 6000 Quadratkilometern Fläche in Südwestfalen in Betrieb.

Lesen Sie die vollständige Meldung hier:
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-olpe-wenden-und-drolshagen/in-drei-jahren-ist-schnelles-internet-im-kreis-olpe-die-norm-aimp-id10209973.html