Gefördertes Breitbandnetz in Freudenberg in Betrieb

Im Rahmen des flächendeckenden Breitbandausbaus im Kreis Siegen-Wittgenstein hat innogy Telnet das geförderte Netz in Freudenberg vollständig in Betrieb genommen. Dafür wurden neue Glasfaserkabel „bis zum Bordstein“ gelegt. Der Hausanschluss erfolgt über das bisherige Kupferkabel und bietet Übertragungsraten von bis zu 120 Megabit pro Sekunde im Download. Schulen, Industrieunternehmen und Gewerbebetriebe erhalten sogar Glasfaseranschlüsse bis ins Gebäude. Diese ermöglichen Downloadgeschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit.
Landrat Andreas Müller (Kreis Siegen-Wittgenstein) und Bürgermeisterin Nicole Reschke (Stadt Freudenberg) lassen sich von Achim Loos (innogy) das Breitbandnetz zeigen. (Foto: Kreis-Siegen-Wittgenstein)
Landrat Andreas Müller (Kreis Siegen-Wittgenstein, l.) und Bürgermeisterin Nicole Reschke (Stadt Freudenberg) lassen sich von Achim Loos (innogy) das neue Breitbandnetz zeigen. (Foto: Kreis-Siegen-Wittgenstein)
Landrat Andreas Müller freut sich, dass der flächendeckende Breitbandausbau in Siegen-Wittgenstein (wir berichteten) inzwischen nahezu abgeschlossen ist: „Als wir gesagt haben, wir bringen schnelles Internet praktisch bis in jedes Haus, waren viele sehr skeptisch. Hier in Freudenberg sind wir jetzt fertig. Dafür möchte ich mich bei unserem Ausbaupartner innogy ganz herzlich bedanken!“, so Müller: „Kreisweit werden wir in Kürze eine 98-Prozent-Abdeckung erreicht haben. Am Anschluss der letzten beiden Prozent arbeiten wir ebenfalls schon. Entsprechende Förderzusagen liegen uns vor. Diese zwei Prozent werden dann sogar die allerneuste Technik erhalten – nämlich Glasfaserhausanschlüsse.“
Auch Bürgermeisterin Nicole Reschke freut sich über die Inbetriebnahme und die Leistungsfähigkeit des neuen Netzes: „Highspeed-Internet ist für unsere Bürgerinnen und Bürger von großer Bedeutung und erhöht die Attraktivität von Freudenberg als Wohn- und Gewerbestandort nachhaltig. Heutzutage braucht man nicht nur einen guten Autobahnanschluss, den wir als Freudenberger schon lange haben – leistungsfähige Anschlüsse an die Datenautobahnen sind genauso unverzichtbar. Und die haben wir jetzt endlich bekommen!“
Durch den mit Bundes- und Landesmittel geförderten Breitbandausbau des Kreises wurden folgende Freudenberger Ortsteile an das Breitbandnetz angeschlossen: Bottenberg, Bühl, Büschergrund, Dirlenbach, Freudenberg, Hohenhain, Lindenberg, Niederheuslingen, Niederndorf, Oberfischbach, Oberheuslingen und Oberholzklau.
Für innogy bzw. Westnetz ist der Bau von Breitbandnetzen zwar Neuland, sagt Achim Loos, aber: „Unsere langjährige Erfahrung als Energieunternehmen im Ausbau der Strom- und Gasnetze setzen wir jetzt verstärkt auch beim Breitbandausbau ein und sind auch hier ein verlässlicher Partner der Kommunen. Wir freuen uns sehr, als Partner den Menschen in Freudenberg nun das schnelle Surfen im Internet ermöglichen zu können.“

In Freudenberg wurden elf Glasfaserverteilerschränke aufgestellt und 44 Multifunktionsgehäuse (MFG) an die Dateninfrastruktur des Glasfasernetzes angebunden. Zudem wurden 56 km Leerrohre verlegt sowie über 80 km Glasfaserkabel eingebracht und montiert. Für die Stadt bedeutet dieser Ausbau, dass jetzt etwa 3.000 Adressen bzw. Wohneinheiten neu und erstmals die schnelle Datenautobahn nutzen können.
Grundsätzlich können alle Anbieter das neue Netz nutzen, sofern sie bereits einen Vertrag mit dem Netzbetreiber geschlossen haben. Welche Anbieter aktuell bereits verfügbar sind, können Privat- und Geschäftskunden unter www.siegen-wittgenstein.de/Breitbandausbau nachlesen.

Erste geförderte Glasfaseranschlüsse im Kreis Soest aktiv

Am Mittwoch, den 15. Januar 2020 wurden im Kreis Soest symbolisch die ersten Glasfaseranschlüsse des geförderten Breitbandausbaus im3. Call des vom Bund und Land geförderten Breitbandausbaus aktiviert. Erster Kunde ist die Firma Panek Türen und Fenster im Gewerbegebiet Geseke-Ost.
Nehmen das geförderte Glasfasernetz in Betrieb (v.l.): Dr. Markus Tietmeyer (ateneKOM) Christoph Hellmann (Breitbandkoordinator Kreis Soest), Katharina Reiche (innogy Westenergie), Dr. Remco van der Velden (Bürgermeister Stadt Geseke), Carsten Lagemann (innogy TelNet), Landrätin Eva Irrgang (Kreis Soest) und Peter Panek, (Panek Türen und Fenster). Foto: TKG-SWF
„Der Kreis Soest gilt als Wegbereiter und Treiber des digitalen Wandels“ sagte Dr. Markus Tietmeyer, Regionalleiter NRW der atene KOM GmbH, dem Projektträger des Bundesförderprogramms: „Die Region Südwestfalen hat die richtige Entscheidung getroffen und frühzeitig eine Förderung für das Ausbauprojekt beantragt“. Landrätin Eva Irrgang ergänzte erfreut: „Während andere Regionen noch in der Papier- und Planungsphase stecken, können wir das Netz bereits sukzessiv einschalten. Damit ist ein wichtiger Meilenstein des interkommunalen Großprojekts Breitbandausbau im Kreis Soest erreicht, denn jetzt erhalten die ersten Kunden Highspeed-Internet“.
Breitbandkoordinator Christoph Hellmann betonte: „Der freie Markt hat in den unterversorgten Gebieten versagt, da sich der Ausbau nicht rentierte. Mit Hilfe von Fördermitteln haben wir daher zusammen mit den Kommunen eingegriffen und schaffen die nötigen Voraussetzungen für eine zukunftssichere Breitbandversorgung in der Region“.
Katherina Reiche, Vorsitzende der Geschäftsführung der innogy Westenergie, stellte die besondere Bedeutung einer breitbandigen Internetversorgung heraus: „Mit der modernen Informationsgesellschaft wird breitbandiges Internet immer wichtiger: Als Wachstumstreiber für den industriellen Mittelstand, für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und als Plattform für digitale Dienste in einer Kommune trägt es zur Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse bei“.
Das geförderte Glasfasernetz wird 6.462 unterversorgte Privatadressen und 761 Adressen von Gewerbebetrieben mit zukunftssicherer Glasfaser „Fiber to the Building“ (FTTB), bis in jedes Haus versorgen. Um dies alles im Fördergebiet auszuführen, müssen im Kreis Soest auf fast 600 Kilometern Tiefbauarbeiten, wovon schon fast die Hälfte gebaut ist, durchgeführt und weit über 1.500 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden. Diese Baumaßnahme kostet insgesamt rund 40,7 Mio. Euro. Damit sich der Ausbau für die innogy TelNet wirtschaftlich lohnt, werden rund 20,6 Mio. Euro Förderung zugesteuert. Diese wird anteilig vom Bund (10,3 Mio. Euro), vom Land (9,4 Mio. Euro) und aus dem Eigenanteil der Kommunen (800.000 Euro) aufgebracht. Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH hat das Förderverfahren mit fachlicher Beratung begleitet.

Weitere 43 Schulen sollen ans Gigabitnetz

Für weitere 43 Schulen in 12 Städten und Gemeinden der Region hat die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen zusammen mit der Vergabestelle des Kreises Siegen-Wittgenstein am 26.11.2019 die europaweite Ausschreibung gestartet. Nachdem bereits im Sommer eine erste Ausschreibung für 91 Schulen überwiegend im Märkischen Kreis und im Hochsauerlandkreis erfolgte, umfasst die neue Ausschreibung nun vor allem Kommunen aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Soest.
Auf Grundlage der Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen für die Glasfaseranbindung der öffentlichen Schulen und der genehmigten Ersatzschulen, soll die Breitbandversorgung und Digitalisierung von Schulen in den Gemeinden Burbach, Wilnsdorf, Möhnesee, Welver und Bestwig, sowie den Städten Bad Berleburg, Bad Laasphe, Freundenberg, Hilchenbach, Kreuztal, Netphen, und Siegen verbessert werden.
Zu diesem Zweck werden geeignete Bieter für die Anbindung von Schulgebäuden an ein gigabitfähiges Telekommunikationsnetz gesucht, um eine leistungs- und zukunftsfähige Versorgung der Schulstandorte sicherzustellen. Eine Breitbandversorgung von mindestens 1 GBit/s symmetrisch am Schulgebäude ist gemäß den Bestimmungen der Förderrichtlinie zu gewährleisten. Der Bieter soll die notwendige Netzinfrastruktur errichten und entsprechende Dienste erbringen.

 

Angebotsfrist ist der 09.01.2020. Die laufende Ausschreibung ist unter folgenden Links abrufbar:

 

 

 

 

8 Ausschreibungen im 6. Call starten im Kreis Olpe

Als dritter der fünf südwestfälischen Kreise hat der Kreis Olpe die europaweiten Ausschreibungen im 6. Förderaufruf des Bundesförderprogramms Breitband gestartet, nachdem die vorläufigen Förderzusagen vorliegen (wir berichteten).

Insgesamt wurden 8 Bekanntmachungen veröffentlicht: Unterversorgte Ortsteile im gesamten Kreisgebiet, sowie Gewerbegebiete der Städte und Gemeinden Olpe, Lennestadt, Finnentrop, Attendorn, Wenden, Kirchhundem und Drolshagen. (Karte: Kreis Olpe)

Gesucht werden Telekommunikationsunternehmen und TK-Netzbetreiber, die für über 2.000 potenzielle Nachfrager (Gewerbetreibende, Privatkunden, sonstige Organisationen) zuverlässig Anschlüsse mit mindestens 1 Gbit/s symmetrisch anbieten, flächendeckend, bei 100% aller unterversorgten Adresspunkte des Projektgebietes.

In der ersten Stufe (Teilnahmewettbewerb) werden zunächst die geeigneten Interessenten ermittelt, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Bewerber können noch bis zum 30.08.2019 10:00 Uhr Teilnahmeanträge einreichen, die den Anforderungen der Bekanntmachungen genügen muss.

Weitere Informationen und Teilnahmeunterlagen der acht Verfahren:

Ortslagen im Kreis Olpe
https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYYHH/de/overview

Gewerbegebiete in Olpe
https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYYHC/de/overview

Gewerbegebiete in Lennestadt
https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYYHE/de/overview

Gewerbegebiete in Finnentrop
https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYYH4/de/overview

Gewerbegebiete in Attendorn
https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYYH5/de/overview

Gewerbegebiete in Wenden
https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYYH0/de/overview

Gewerbegebiete in Kirchhundem
https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYYHB/de/overview

Gewerbegebiete in Drolshagen
https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYYHM/de/overview

Hochsauerlandkreis startet Ausschreibung 6. Call Bundesförderprogramm

Als zweiter der fünf südwestfälischen Kreise hat der Hochsauerlandkreis die europaweite Ausschreibung im 6. Förderaufruf des Bundesförderprogramms Breitband gestartet, nachdem die vorläufigen Förderzusagen vorliegen (wir berichteten).

Das Projektgebiet ist in insgesamt 5 Lose eingeteilt: Unterversorgte Ortsteile im gesamten Hochsauerlandkreis, sowie Gewerbegebiete der Stadt Arnsberg, Stadt Meschede, Gemeinde Eslohe, Stadt Schmallenberg, Stadt Winterberg, Stadt Brilon, Stadt Marsberg, Stadt Olsberg. (Grafik: Hochsauerlandkreis)

Gesucht werden Telekommunikationsunternehmen und TK-Netzbetreiber, die für über 3.000 potenzielle Nachfrager (Gewerbetreibende, Privatkunden, sonstige Organisationen) zuverlässig Anschlüsse mit mindestens 1 Gbit/s symmetrisch anbieten, flächendeckend, bei 100% aller unterversorgten Adresspunkte des Projektgebietes.

In der ersten Stufe (Teilnahmewettbewerb) werden zunächst die geeigneten Interessenten ermittelt, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Bewerber können noch bis zum 23.08.2019 10:00 Uhr einen Teilnahmeantrag einreichen, der den Anforderungen der Bekanntmachung genügen muss.

Weitere Informationen und Teilnahmeunterlagen:
https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYYH6/de/overview

Ausschreibung 6. Call Kreis Soest gestartet

Als erster der fünf südwestfälischen Kreise hat der Kreis Soest die Ausschreibung im 6. Förderaufruf des Bundesförderprogramms Breitband gestartet, nachdem die vorläufigen Förderzusagen vorliegen (wir berichteten).

Das Projektgebiet ist in insgesamt 5 Lose eingeteilt: Unterversorgte Ortsteile im gesamten Kreis Soest, sowie Gewerbegebiete der Gemeinde/Stadt Ense, Möhnesee, Werl, der Gemeinde/Stadt Bad Sassendorf, Soest, der Gemeinde/Stadt Erwitte, Lippstadt und der Gemeinde/Stadt Anröchte, Rüthen, Warstein. (Grafik: Kreis Soest)

Gesucht werden Telekommunikationsunternehmen und TK-Netzbetreiber, die für alle ca. 4.000 potenziellen Nachfrager (Gewerbetreibende, Privatkunden, sonstige Organisationen) zuverlässig Anschlüsse mit mindestens 1 Gbit/s symmetrisch anbieten, flächendeckend, bei 100% aller unterversorgten Adresspunkte des Projektgebietes.

In der ersten Stufe (Teilnahmewettbewerb) werden zunächst die geeigneten Interessenten ermittelt, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Bewerber können noch bis zum 14.08.2019 10:00 Uhr einen Teilnahmeantrag einreichen, der den Anforderungen der Bekanntmachung genügen muss.

Weitere Informationen und Teilnahmeunterlagen:

https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXPWYYP99QA/de/overview

und unter

https://www.kreis-soest.de/verkehr_wirtschaft/wirtschaft/breit/6/breitbandausbau_call_6.php

Ausschreibung für 91 Schulen ans Gigabitnetz gestartet

Für insgesamt 91 Schulen in der Region hat die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen zusammen mit der Vergabestelle des Hochsauerlandkreises jetzt eine europaweite Ausschreibung gestartet.

Auf Grundlage der Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen für die Glasfaseranbindung der öffentlichen Schulen und der genehmigten Ersatzschulen, soll die Breitbandversorgung und Digitalisierung von Schulen in Altena, Arnsberg, Hallenberg, Hemer, Lennestadt, Marsberg, Lüdenscheid, Medebach, Menden, Meschede, Nachrodt-Wiblingwerde, Olpe, Olsberg, Rüthen, Schmallenberg, Soest, Sundern, Wenden und Winterberg verbessert werden.

Zu diesem Zweck werden geeignete Bieter für die Anbindung von Schulgebäuden an ein gigabitfähiges Telekommunikationsnetz gesucht, um eine leistungs- und zukunftsfähige Versorgung der Schulstandorte sicherzustellen. Eine Breitbandversorgung von mindestens 1 GBit/s symmetrisch am Schulgebäude ist zu gewährleisten. Der Bieter soll die notwendige Netzinfrastruktur errichten und entsprechende Dienste erbringen.

Angebotsfrist ist der 01.08.2019. Die laufende Ausschreibung ist unter folgenden Links abrufbar:

https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYY6W/de/overview?11

https://www.breitbandausschreibungen.de/publicOverviewDetails/Ausschreibung/1867

https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:296628-2019:TEXT:EN:HTML&src=0&tabId=1

60 Mio. Euro Förderzusagen für Glasfaser im Kreis Soest und Hochsauerlandkreis

Neue Förderzusagen im 6. Call des Bundesförderprogramms für den Breitbandausbau sind in der vorläufigen Höhe von 30 Millionen Euro für den Kreis Soest und 29,35 Millionen Euro für den Hochsauerlandkreis eingegangen. Auch der Kreis Olpe hatte kürzlich eine Zusage über 22 Millionen Euro erhalten (wir berichteten). Zusätzlich zu den bereits laufenden Förderverfahren, könnten damit in den drei Kreisen insgesamt 164 Millionen Euro für den Glasfaserausbau der letzten „weißen Flecken“ bereitgestellt werden. Weitere Förderanträge aus Südwestfalen sollen folgen, damit auch die restlichen förderfähigen Ortschaften versorgt werden.

Im Kreis Soest freut sich Landrätin Eva Irrgang: „Wir haben vom Bund den vorläufigen Zuwendungsbescheid für die maximale Fördersumme von weiteren 30 Millionen Euro erhalten.“ Mit der novellierten Bundesförderung sollen im Kreis Soest rund 3.800 weitere Haushalte sowie mehr als 1.100 Gewerbebetriebe, 71 Schulstandorte und 3 Krankenhäuser einen zukunftssicheren Glasfaseranschuss erhalten.

Freude über den Zuwendungsbescheid bei Landrätin Eva Irrgang, Breitbandkoordinator Christoph Hellmann und allen Bürgermeistern im Kreis Soest. (Foto: Weinstock/Kreis Soest)

Auch der Hochsauerlandkreis wird für den weiteren Glasfaserausbau mindestens 29,35 Millionen Euro vom Bund bekommen. Landrat Dr. Karl Schneider: „Nach dem Startschuss für den Ausbau Mitte April im 3. Förderaufruf, geht es im Hochsauerlandkreis nun direkt weiter. Schließlich wollen wir beim kreisweiten Netzausbau auch noch die verbleibenden weißen Flecken versorgen.“ Die vom Bund zugesagten Fördersummen werden sich durch die Kofinanzierung der Bundesmittel durch das Land NRW, die jetzt beantragt werden kann, in etwa verdoppeln. Hinzu kommen Eigenanteile der Städte und Gemeinden.

Im Hochsauerlandkreis freuen sich Landrat Dr. Karl Schneider (r.) und Breitbandkoordinator Ludger Laufer über den weiteren Förderbescheid des Bundes. (Foto: Pressestelle HSK)

Die Förderquote für den Breitbandausbau setzt sich in der Regel aus 50% Bundes-Fördermitteln, 40% Landes-Fördermitteln und 10% Eigenanteil der jeweiligen Kommune zusammen. Wenn die Zusagen zur Kofinanzierung des Landes NRW vorliegen, können die europaweiten Vergabeverfahren stattfinden. Dann werden in Ausschreibungen geeignete Telekommunikationsunternehmen gesucht, die eine zukunftssichere Glasfaserversorgung „Fiber to the Home“ (FTTH) bis in die Gebäude anbieten. Wann mit den eigentlichen Bauarbeiten aus diesen neuen Fördermaßnahmen begonnen werden kann, ist allerdings noch offen. Im Kreis Soest wird damit gerechnet, dass erste Ergebnisse dazu voraussichtlich Ende 2019 vorliegen und dann eine Aussage dazu getroffen werden kann, welcher Netzbetreiber wann und wie genau den Breitbandausbau in diesen geförderten Gebieten durchführt. Ende 2022 könnte der Ausbau dort voraussichtlich abgeschlossen sein.

Im November 2018 wurde das Bundesförderprogramm neu aufgelegt und das Verfahren vereinfacht. Alle südwestfälischen Kreise werden den 6. Call für die verbliebenen förderfähigen Gebiete nutzen, die noch nicht in den bereits laufenden Förderverfahren aufgenommen wurden. Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH begleitet alle Förderverfahren und die Arbeit der Breitbandkoordinatoren der Kreise mit fachlicher Beratung.

Weitere 22 Mio. Euro für Glasfaserausbau im Kreis Olpe

Der Kreis Olpe hat als erster Kreis in Südwestfalen eine weitere Förderzusage des Bundes für den Breitbandausbau mit Glasfaser in der Fläche im 6. Call des Bundesförderprogramms erhalten. Der Kreis ist damit erneut ein wichtiger Vorreiter beim geförderten Ausbau des schnellen Internets (wir berichteten).

Landrat Frank Beckehoff und seine Mitstreiter im Kreishaus freuen sich über die Nachricht aus Berlin, dass der Kreis Olpe auch im 6. Förderaufruf weitere Gelder für den flächendeckenden Breitbandausbau erhalten soll. „Insgesamt hat der Bund uns mehr als 22 Mio. Euro in Aussicht gestellt, um die nach dem derzeit bereits laufenden kreisweiten Netzausbau noch verbleibenden weißen Flecken mit schnellen Gigabit-Anschlüssen zu versorgen“, so der Landrat.

Rund 500 Unternehmen in 39 Gewerbegebieten sowie mehr als 1.400 Haushalte, deren Internetanschluss derzeit eine Übertragungsrate von weniger als 30 Mbit/s im Download liefert, sollen die zukunftssicheren Glasfaseranschlüsse bis ins Gebäude (FTTB/H) erhalten.

Bevor es aber an den Ausbau gehen kann, warten noch einige Formalitäten auf den Kreis mit seinem Breitbandkoordinator Martin Dornseifer. Die Bundesförderung deckt 50 Prozent der kalkulierten Gesamtkosten ab. Daher muss zunächst noch eine Zuwendung des Landes Nordrhein-Westfalen über rund 18 Mio. Euro beantragt werden. Die Städte und Gemeinden im Kreis Olpe wollen insgesamt rund 4 Mio. Euro als Eigenanteil beisteuern. Außerdem ist ein europaweiteres Vergabeverfahren durchzuführen, um einen geeigneten Netzbetreiber zu finden. „Aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung des geförderten Breitbandausbaus rechne ich damit, dass wir frühestens Ende 2020 die ersten Anschlüsse in Betrieb nehmen können“, so Frank Beckehoff. Mitte 2022 soll der Ausbau voraussichtlich abgeschlossen sein.

Der Breitbandausbau im Kreis Olpe wird mit Fördermitteln des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Kommunen im Kreis Olpe finanziert. Die kommunale Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen unterstützt und berät den Kreis Olpe bei den Förderverfahren.

Glasfaser-Ausbau im Hochsauerlandkreis beginnt

Am 16. April 2019 erfolgte der lang erwartete Start des geförderten Glasfaser-Ausbaus für 5.460 Haushalte, 8 Gewerbegebiete und 55 Schulen im Hochsauerlandkreis. Nachdem die abschließenden Förderbescheide von Bund und Land NRW vorliegen (wir berichteten) und der Vertrag mit dem ausführenden Unternehmen Telekom Deutschland GmbH am 28. August 2018 unterzeichnet wurde, kann der Ausbau für schnelles Internet in den Fördergebieten des Hochsauerlandkreises jetzt beginnen.

Zusammen mit Landrat Dr. Karl Schneider, Regierungspräsident Hans-Josef Vogel, Bürgermeistern und Ehrengästen erfolgte der erste Spatenstich. (Foto: TKG-SWF)

Der Auftakt fand im Gewerbepark Hochsauerland in Schmallenberg – Bad Fredeburg statt. „Für den Hochsauerlandkreis ist dieses, zusammen mit allen Kommunen durchgeführte Projekt eine richtungsweisende Maßnahme. Gerade der ländliche Raum darf bei der Investition in hochwertige Breitbandnetze zur Stärkung unserer Wirtschaft und zur Sicherung der Versorgung der Bürger nicht abgehängt werden“, freute sich Landrat Dr. Karl Schneider anlässlich des ersten Spatenstichs.

Der Bund fördert diese lnvestition mit rund 9,24 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen finanziert weitere 7,77 Millionen Euro und den Rest
von rund 1,47 Millionen Euro steuern die Kommunen als Eigenanteil zum Ausbau bei. Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH begleitet das gesamte Förderverfahren mit fachlicher Beratung. Der Breitbandausbau wird für alle Städte und Gemeinden vom Breitbandkoordinator des Hochsauerlandkreises zentral koordiniert.

Der geförderte Glasfaser-Hausanschluss wird kostenlos bis ins Haus gelegt. Voraussetzung ist die Zustimmung des Grundstückseigentümers, die unabhängig von einer Tarif- oder Produktbestellung ist. Der „Auftrag zur unentgeltlichen Herstellung eines Telekommunikationsnetzes“ für Grundstückseigentümer im Fördergebiet kann hier heruntergeladen werden.