Spatenstich 6. Call im Kreis Soest

Am 26.08.2021 hat Landrätin Eva Irrgang zusammen mit Vertretern der Westenergie Breitband GmbH, der Fördergeber von Bund und Land und der Bürgermeister mit einem symbolischen Spatenstich die Runde zwei des geförderten Breitbandausbaus im Kreis Soest eingeläutet. Möglich wurde die Einbeziehung weiterer unterversorgter Gebiete durch den 6. Call, um den die Bundesförderung Ende 2018 erweitert wurde. Wie schon beim 3. Call hatten alle 14 Kommunen über den Kreis erfolgreich einen gemeinsamen Förderantrag gestellt (wir berichteten).

Landrätin Eva Irrgang (4. v. l.) und Matthias Lürbke (6. v. l.), Bürgermeister der Gemeinde Lippetal, feierten zusammen mit Regierungspräsident Hans-Jochen Vogel (3. v. l.) sowie dem Sprecher der Bürgermeister im Kreis Soest, Dr. Remco van der Velden (7. v. l.) und Repräsentanten der beteiligten Unternehmen den symbolischen ersten Spatentisch für den Breitbandausbau in der Gemeinde Lippetal. Mit dabei waren auch Alice Fuhrmann (3. v. r.) von der Bundesförderung Breitband – atene Kom sowie Christoph Hellmann (l.), Breitbandkoordinator des Kreises Soest. (Foto: Kreis Soest)

Rund 100 Mio. Euro wird das Infrastrukturlos 1 dieser Förderung insgesamt kosten, davon kommen 49,9 Mio. Euro als Fördermittel vom Bund, 44,1 Mio. vom Land und 5,8 Mio. sind Eigenanteile der Kommune. „Das sind beeindruckende Zahlen“, stellt die Landrätin Eva Irrgang fest. „Aber Investitionen in schnelles Internet sind Investitionen, die den Kreis Soest für die Zukunft aufstellen. Deshalb haben wir natürlich auch die abgelegenen Einzellagen im Blick. Der Datenverkehr wird in den kommenden Jahren rasant ansteigen und um diese Datenmengen auch zuverlässig zu transportieren, sind leistungsstarke Internet-Anschlüsse zwingend notwendig – überall.“

Im nördlichen Lippetal, Ort des symbolischen Spatenstichs, wird es besonders deutlich, dass bei dieser ländlichen Besiedlung der privatwirtschaftliche Breitbandausbau nicht rentabel ist und es nur mit Hilfe von Fördermitteln zu einer zukunftsfähigen Glasfaserversorgung kommen kann. Nach umfangreichen Planungen und Vorarbeiten laufen die Tiefbauarbeiten bereits seit einigen Wochen, und zwar für kreisweit weitere 2.771 Gebäude in abgelegenen Einzellagen sowie 72 Schulen und 3 Krankenhäuser. In diesen Bereichen sind die Arbeiten im Auftrag des Kreis Soest durch den Vertragspartner und Bauherren, die Westenergie Breitband GmbH, aufgenommen worden. „Die ersten Kilometer der Leitungstrasse sind bereits verlegt und es geht weiter zügig voran“, berichtet der Projektleiter der Westenergie Breitband, Rainer Niehaus. In vielen Teilen kann die innovative Verlege-Methode der Firma LayJet aus Österreich angewandt werden. Mit dieser Arbeitsweise kann gegenüber herkömmlicher Bauweise mit bis zu 3.000 Meter die zehnfache Grabenlänge an einem Arbeitstag erreicht werden (wir berichteten).

Die erforderlichen Tiefbauarbeiten umfassen in allen 14 Kommunen insgesamt eine Länge von rund 800 Kilometern. Der Breitbandausbau erfolgt in 20 Bauabschnitten, die sich über das gesamte Kreisgebiet verteilen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Bauabschnitte ans Netz gehen. Schritt für Schritt werden die weiteren Abschnitte folgen, wobei die Schulen und Krankenhäuser priorisiert angeschlossen werden. Die Fertigstellung dieser umfangreichen Baumaßnahme insgesamt ist für Ende 2024 geplant.

Die Glasfaser-Kabel werden bei dieser Förderung im öffentlichen Raum bis vor die Gebäude gelegt. Die Entscheidung, ob die Kabel dann bis ins Haus reichen sollen, damit die Bewohner sie nutzen können, trifft letztendlich aber der Eigentümer. Dieser hat bis zum Stichtag, der pro Ausbaugebiet auf der Internetseite der Westenergie Breitband veröffentlicht wird, die Möglichkeit, eine Grundstückseigentümererklärung bei der Westenergie Breitband einzureichen und erhält dann den kostenfreien Glasfaseranschluss bis in das Haus.

Der Gigabitkoordinator des Kreises Soest, Christoph Hellmann, sieht bereits viel erreicht: „Wir verfolgen im Kreis Soest seit 2016 gemeinsam mit den 14 Kommunen im geförderten und im privatwirtschaftlichen Glasfaserausbau das Ziel, möglichst schnell die zukunftssichere Glasfaser in alle Unternehmen und Häuser zu bringen. Mit diesem Ziel sind wir im Kreis Soest sehr gut unterwegs. Wenn der Schnitt in der Glasfaserversorgung in Deutschland heute bei rund 17,7 Prozent liegt, werden durch die aktuell laufenden und geplanten Maßnahmen im Kreis Soest über 30 Prozent der Adressen mit Glasfaser bis in die Häuser versorgt. Weitere 61 Prozent haben bereits das gigabitfähige TV-Kabelnetz zur Verfügung. Es steht also schon jetzt eine gute Internetversorgung zur Verfügung, die wir in den kommenden Jahren mit der zukunftssicheren Technologie Glasfaser weiter voranbringen wollen“.

Alle Informationen zum Breitbandausbau finden Interessierte auf der Internetseite www.kreis-soest.de/breitband.

6. Breitband-Forum Südwestfalen am 2.9.2021 in Hagen

Nachdem unser jährliches „Breitband-Forum Südwestfalen“ in 2020 coronabedingt verschoben werden musste, bündeln wir 2021 die Kräfte mit weiteren starken Partnern:

Dank der Kooperation mit der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer, Produktion.Digital.SWF, dem Gigabitbüro des Bundes und weiteren Beteiligten, kann das 6. Breitband-Forum als Bestandteil des Breitband-Kongresses im Rahmen der SIHK-DigitalWoche
am 2. September 2021 in Hagen stattfinden – in Präsenz und als Livestream!

Schwerpunkt der Veranstaltung wird das Thema 5G-Mobilfunk sein: Welche neuen Möglichkeiten ergeben sich insbesondere für Unternehmen durch den Einsatz dieser Technik und welche Hürden sind auf dem Weg dorthin zu überwinden? Spannende Live-Demonstrationen eines 4G/5G Campusnetzes, einer ferngesteuerten Logistik-Drohne, portablen Anwendungen in AR und VR, u.v.m. erwarten Sie!

Agenda (vorläufig)

Am Nachmittag findet ein Workshop zum Thema “Internet of Things (IoT) für Unternehmen und Kommunen” durch das Gigabitbüro des Bundes statt Für den Workshop ist eine gesonderte Anmeldung erforderlich.

Außerdem werden die südwestfälischen Breitband- und Gigabitkoordinatoren vor Ort sein und über den geförderten und eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau informieren.

Termin: Donnerstag, den 2.9. ab 10 Uhr
Ort: SIHK zu Hagen, Bahnhofstraße 18, 58095 Hagen und als Livestream.
Zielgruppe: Vertreter von Unternehmen und Kommunen

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, jedoch ist eine Anmeldung zwingend erforderlich.

Die Veranstaltung soll in Präsenz stattfinden und wird zusätzlich per Livestream übertragen. Coronabedingt können sich hierbei kurzfristige Änderungen ergeben. Diese werden angemeldeten Teilnehmern zeitnah per Mail mitgeteilt.

Gigabit für 62 Schulen – Ausschreibung läuft

Die Anbindung für 62 Schulgebäude von 12 verschiedenen Schulträgern an das Telekommunikationsnetz mit mindestens 1 Gigabit pro Sekunde symmetrisch schreibt derzeit die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen zusammen mit der Vergabestelle des Hochsauerlandkreises europaweit aus.

Auf Grundlage der Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen für die Glasfaseranbindung der öffentlichen Schulen und der genehmigten Ersatzschulen, soll die Breitbandversorgung und Digitalisierung von Schulen im Kreis Unna, den Städten Bochum, Warstein, Fröndenberg, Werl und Iserlohn, sowie in der Gemeinde Ense verbessert werden.

Die TKG-SWF hatte bereits im Jahr 2019 für 91 Schulen und in 2020 für nochmals 43 Schulen erfolgreiche europaweite Ausschreibungen durchgeführt. Die aktuelle Ausschreibung wird die vermutlich Letze auf Basis der zum Jahresende auslaufenden Förderrichtline sein.

Gesucht werden geeignete Bieter für die Anbindung von Schulgebäuden an ein gigabitfähiges Telekommunikationsnetz, um eine leistungs- und zukunftsfähige Versorgung der Schulstandorte sicherzustellen. Eine dauerhafte Breitbandversorgung von mindestens 1 GBit/s symmetrisch am Schulgebäude ist zu gewährleisten. Die Bieter sollen die notwendige Netzinfrastruktur errichten und entsprechende Dienste erbringen.

Angebotsfrist ist der 06.08.2021.
Die laufende Ausschreibung ist unter folgenden Links abrufbar:

https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:328831-2021:TEXT:EN:HTML&src=0

https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYYBR/de/overview?2

Kooperation von Westenergie Breitband und Deutsche Giga Access in Störmede

In den kommenden zehn Monaten werden die Unternehmen Deutsche Giga Access GmbH und Westenergie Breitband GmbH – beide mit Firmensitz in Essen – den eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau im Geseker Ortsteil Störmede vorantreiben. Die ersten Bauarbeiten haben bereits begonnen.

Erster Spatenstich für den Breitbandausbau in Störmede: v.l. Ortsvorsteher Josef Struwe, Bauverwaltungsleiter Peter Stephan, Stadt Geseke, Elisabeth Barg, E.ON, Daniel Simon, Deutsche Giga Access, Fabian Wälter, Westenergie, Mike Hilmer und Rudi Manders, Vitronet Projekte GmbH. (Foto: Stadt Geseke)

Die Deutsche Giga Access plant, baut, finanziert und betreibt die Glasfasernetze, Westenergie Breitband bringt technische Expertise und Infrastruktur ein und vermarktet die Glasfaseranschlüsse mit E.ON Highspeed Produkten. Fabian Wälter, Kommunalmanager bei Westenergie, sagt: „Mit der Deutschen Giga Access haben wir einen starken Partner für die Erschließung der Glasfaser-Gebiete gefunden. Zusätzlich zu unseren eigenen Netzen, können wir nun auch die Netze der Deutschen Giga Access vermarkten.“

„Wir freuen uns, dass wir mit der Westenergie Breitband einen kompetenten Partner gefunden haben, der die Vermarktung der von uns gebauten Glasfaseranschlüsse übernimmt“, kommentiert Dr. Arno Wilfert, CEO der Deutschen Giga Access GmbH, die Kooperation . „Die Kernkompetenzen der Deutschen Giga Access liegen in der Planung, dem Bau und dem Betrieb von Glasfasernetzen. Durch die Fokussierung auf die jeweiligen Stärken können wir letztlich schneller bauen und mehr Kunden an das Glasfasernetz anschließen“, so Wilfert.

In Störmede war zuletzt 2017 ein Ausbau mit VDSL erfolgt (wir berichteten). Nun werden Glasfasernetze ausgebaut und bis in die Häuser der Kunden verlegt. Kunden können dann Produkte mit bis zu 1 Gbit/s Übertragungsgeschwindigkeit buchen, damit die rasant angestiegenen Bandbreitenbedarfe auch in Zukunft abgedeckt werden.

Erste Markterkundungen für bessere Mobilfunkversorgung in Südwestfalen laufen

Die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft des Bundes (MIG) führt derzeit bundesweit die ersten Markterkundungsverfahren durch, um eigenwirtschaftliche Ausbaubekundungen der Mobilfunknetzbetreiber und Standortbetreiber abzufragen.
Die Markterkundungen laufen vom 04.05.2021 bis 30.06.2021 und richten sich auch an Unternehmen, die über geeignete Glasfaserinfrastrukturen zur Anbindung der geförderten Mobilfunkstandorte verfügen oder den Bau solcher Glasfaserinfrastrukturen planen.

Die beiden aktuellen Markterkundungen betreffen Gebiete im Arnsberger Wald (Hochsauerlandkreis, Kreis Soest) und in Bad Laasphe, Hesselbach (Kreis Siegen-Wittgenstein) (Quelle: MIG)

Ausbaubekundungen zu den veröffentlichten Gebieten sind innerhalb der Stellungnahmefrist von acht Wochen elektronisch an die MIG zu senden. Weitere Infos unter: https://netzda-mig.de/markterkundung

Mit dem Förderprogramm wird das Ziel der flächendeckenden Versorgung mit Sprach- und breitbandigen Datendiensten des öffentlichen Mobilfunks mit mindestens 4G verfolgt.
In einem Open-Access-Modell werden der Bau, die Erschließung und die laufenden Ausgaben für die Bereitstellung von Mobilfunkstandorten in solchen Gebieten gefördert, in denen dies bislang und auch zukünftig nicht durch die privatwirtschaftlichen Mobilfunknetzbetreiber erfolgt.

Die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft mbH (MIG) wurde zum 12.01.2021 mit Sitz in Naumburg (Saale) gegründet. Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur setzt sie die Förderrichtlinie „Mobilfunkförderung“ um.
Die kommunale TelekommunikationsGesellschaft Südwestfalen mbH (TKG-SWF) sorgt im Auftrag der fünf südwestfälischen Kreise unter anderem für die Mobilfunkkoordination und Unterstützung von 5G-Ausbau und 5G-Anwendungen in der Region.

Rund 100 Potenzialgebiete für eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau in Südwestfalen

Auf Basis der aktuellen Versorgungsdaten des GigabitAtlas.NRW (Stand November 2020) hat das Kompetenzzentrum Gigabit.NRW so genannte „Potenzialgebiete“ identifiziert, visualisiert und im Mai 2021 veröffentlicht.

In diesen Gebieten befinden sich Adressen mit einer perspektivischen Versorgung von weniger als 100 Mbit/s bzw. 400 Mbit/s, für die insbesondere eine Forcierung des eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbaus anzustreben ist. Nachfolgende Karte zeigt diese Gebiete (rot <100 Mbit/s, blau <400 Mbit/s).

Karte: Open Steetmap contributors, Gebietsauswahl: Gigabit.NRW

In Gesprächen mit Netzbetreibern und Verbänden wurden folgende Kriterien/Parameter abgestimmt, die allesamt erfüllt sein müssen, damit eine Adressgruppe als Potenzialgebiet ausgewiesen werden kann:

  • Maximale Entfernung (Luftlinie) zwischen den Adressen: 100m
  • Mindestanzahl von Adressen pro Cluster: 200 Adressen
  • Mindestanzahl von Haushalten pro Cluster: 300 Haushalte

Bisherige Fördergebiete mit finalem Förderbescheid sind ausgeschlossen. Nicht alle Adressen innerhalb der ausgewiesenen Flächen sind unterversorgt. Innerhalb der Flächen wurde ein Potenzialgebiet gemäß den oben ausgewiesenen Parametern identifiziert.

Das Kompetenzzentrum Gigabit.NRW (früher Breitband.NRW) ist Teil der Maßnahmen des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein zur Unterstützung des Gigabitausbaus in NRW. Es wird seit Februar 2016 von der PricewaterhouseCoopers GmbH betrieben.

Stabübergabe beim Aufsichtsratsvorsitz: Marco Voge folgt auf Dr. Karl Schneider

Nach fast genau 13 Jahren übergibt Landrat Dr. Karl Schneider (Hochsauerlandkreis) den Aufsichtsratsvorsitz der kreiseigenen TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen mbH (TKG) an seinen Amtskollegen Marco Voge (Märkischer Kreis). Voge wurde bei der Hybrid-Sitzung des Aufsichtsrates am Donnerstag, 29. April, im Kreishaus Meschede zum Nachfolger gewählt. Dr. Schneider wird dem Aufsichtsrat weiterhin als Mitglied angehören.

HSK-Landrat Dr. Karl Schneider (2.v.l.) gratuliert MK-Landrat Marco Voge zu seiner Wahl zum Aufsichtsratsvorsitzenden der TKG. Die Geschäftsführer Stefan Glusa und Michael Stratmann freuen sich auf die Zusammenarbeit mit Voge. (Foto: Pressestelle HSK)

Landrat Voge dankte Dr. Schneider auch im Namen der Geschäftsführung für sein Engagement für die Gesellschaft: „Die TKG hat durch deine vielfältige politische und kaufmännische Erfahrung profitiert, von der Erarbeitung des Gesellschaftsvertrages bis zur Neuausrichtung hin zum Glasfaser-Ausbau.“ Marco Voge freut sich auf die neue Aufgabe: „Es liegen weiterhin große Herausforderungen in Bezug auf die digitale Infrastruktur und den Mobilfunkausbau vor uns. Diese gehen wir in Südwestfalen mit der TKG gemeinsam an. Für uns als starker Wirtschaftsstandort und lebenswerte Regionen müssen diese Themen weiter ganz oben auf der Agenda stehen.“

Die TKG wurde im April 2008 vom Hochsauerlandkreis gegründet und Landrat Dr. Karl Schneider am 8. Mai 2008 erstmals zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Die südwestfälischen Nachbarkreise traten nach und nach bei (2011 Kreis Olpe, 2012 Kreis Soest und Kreis Siegen-Wittgenstein sowie 2013 der Märkische Kreis) und bereits zum 1. Januar 2011 firmierte die kommunale TK-Infrastrukturgesellschaft als TKG Südwestfalen.

2008 begann die TKG mit dem Schließen weißer Flecken, zunächst durch den Aufbau eines kreisweiten Richtfunknetzes, das im Dezember 2015 verkauft wurde. Im Jahr 2019 erfolgte eine strategische Neuausrichtung zum gemeinsamen Handeln aller fünf südwestfälischen Kreise beim Breitbandausbau. Seitdem konnte, mit Unterstützung der Breitband-und Gigabitkoordinatoren der Kreise, insgesamt mehr als eine halbe Milliarde Euro an Fördermitteln von Bund, Land und EU für den Glasfaser-Ausbau in die Region geholt werden.

Tagung zur Mobilfunkversorgung in ländlichen Räumen

Das Zentrum für ländliche Entwicklung (ZeLE) NRW veranstaltet in Zusammenarbeit mit der FH Südwestfalen, den Münsterlandkreisen und der Stadt Münster am 13. April 2021 die Tagung „Gut vernetzt?! – Mobilfunkversorgung in ländlichen Räumen“.

Die Gründe für die lückenhafte Mobilfunkversorgung sind vielfältig. Die FH Südwestfalen sowie die Münsterlandkreise und die Stadt Münster haben dies zum Anlass genommen, die Mobilfunkversorgung im Münsterland im Rahmen von Modellprojekten zu analysieren und konkrete Handlungsempfehlungen für die Verbesserung der Versorgungssituation auf regionaler Ebene zu erarbeiten.

Bei der Veranstaltung werden die Projektergebnisse, aber auch gute Beispiele zum Thema vorgestellt und diskutiert. Unter anderem wird die TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen über die Mobilfunk-Koordination in Südwestfalen berichten. Zudem wird Einblick in die Entwicklungen im Bereich Mobilfunk auf Landes- und Bundesebene gegeben.

Die Digitalkonferenz richtet sich an alle, die sich für innovative Projekte und Handlungsansätze zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung in ländlichen Räumen in NRW interessieren.

Die Einladung mit vollständigem Programm finden Sie hier.

Die Teilnahme an der Online-Tagung ist kostenlos. Verbindliche Anmeldung bis zum 08.4.2021 per E-Mail an das ZeLE. Die Konferenz wird mit dem Videokonferenzsystem ZOOM übertragen. Nach der Anmeldung erhalten Sie einige Tage vor der Veranstaltung einen Link mit den technischen Daten (Meeting ID).

IHK Podcast: Digitale Infrastruktur in Südwestfalen

Um die digitale Infrastruktur in Südwestfalen geht es im neuen Podcast der IHK Siegen. Reinhören lohnt sich.

Thema in Folge 8 ist die digitale Infrastruktur in Südwestfalen. Die Wichtigkeit der Digitalisierung wurde uns nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie noch einmal verdeutlicht. Noch immer haben einige Regionen in Südwestfalen kein schnelles Internet oder einen guten Mobilfunkempfang. Doch gerade jetzt, wo Zoom-Konferenzen, Skype-Calls und Home-Schooling zum Alltag gehören ist ein flächenmäßiger Ausbau der digitalen Infrastruktur das A und O.

Im Interview mit Chantal Kleinschmidt erklärt Stefan Glusa, Geschäftsführer der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen aus Meschede, die wesentlichen Probleme der Region, was sein Unternehmen für eine gute Breitbandanbindung unternimmt und welche Konsequenzen er aus der Corona-Pandemie zieht.

Seit Jahresbeginn 2021 gibt es die kostenlose Podcast-Reihe der Industrie- und Handelskammer Siegen. Unter dem Titel: „Kammer mal hören – nachgehakt, nachgefragt“ sprechen Chantal Kleinschmidt und Dr. Christine Tretow mit Akteuren aus heimischer Industrie, Dienstleistung und Handel über aktuelle Wirtschaftsthemen für und aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe.

Alle Folgen gibt es auf den Plattformen Soundcloud, Spotify, I-Tunes, Deezer und auf der Webseite der IHK Siegen. Neue Folgen erscheinen jeden Mittwochmittag.

Breitbandförderung 6. Call im Kreis Soest bewilligt

Im Kreis Soest wurde ein wichtiger Zwischenschritt im laufenden Förderverfahren der Bundesförderung Breitband (6. Call) erreicht: Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat die beantragten Fördermittel in Höhe von 57,2 Millionen Euro endgültig bewilligt. Für alle noch verbliebenen „weißen Flecken“ kann damit eine zukunftsfähige Breitband-Infrastruktur mit Glasfaser bis ins Haus aufgebaut werden. Der 6. Call ermöglicht es, auch landwirtschaftlichen Höfen und anderen Einzellagen schnelles Internet zur Verfügung zu stellen.

Während die Fördermittel für den 6. Call endgültig bewilligt sind, läuft im 3. Call der geförderte Breitbandausbau schon auf Hochtouren. Im Oktober wurde bereits der tausendste Anschluss aktiviert. Die umfangreichen Bauarbeiten, wie das Aufstellen der so genannten Points-of-Presence (PoP), liegen im Zeitplan. Im Herbst 2021 soll der Ausbau des 3. Calls abgeschlossen sein. (Foto: Christoph Hellmann)

Der Kreis Soest hat gemeinsam mit seinen 14 Kommunen einen kreisweiten Förderantrag gestellt, der ein Ausbauvolumen von über 114 Mio. Euro umfasst. Dieser Antrag war im Mai 2019 durch den Bundesfördergeber schon vorläufig bewilligt worden, um im Anschluss ein europaweites Ausschreibungsverfahren durchführen zu können. Zwei Firmen haben den Zuschlag erhalten (wir berichteten). Die förderfähigen 2.771 privaten Haushalte in Einzellagen, 72 Schulen und 3 Krankenhäuser werden durch die Westenergie Breitband GmbH und die 1.126 Gewerbebetriebe in 23 Gewerbegebieten durch die Vodafone GmbH mit Glasfaser versorgt.

Die offizielle Bewilligung vom Bund wird zur weiteren Bearbeitung an das Land NRW weitergeleitet. Sobald auch das Land NRW seine Mittel bewilligt hat, erteilt der Kreis Soest den Auftrag, um auch für alle noch verbliebenen „weißen Flecken“ eine zukunftsfähige Breitband-Infrastruktur mit Glasfaser bis ins Haus aufzubauen.

Weitere Informationen:
https://www.kreis-soest.de/pressemitteilungen/presseservice/1057626.php