Erste geförderte Glasfaseranschlüsse im Kreis Soest aktiv

Am Mittwoch, den 15. Januar 2020 wurden im Kreis Soest symbolisch die ersten Glasfaseranschlüsse des geförderten Breitbandausbaus im3. Call des vom Bund und Land geförderten Breitbandausbaus aktiviert. Erster Kunde ist die Firma Panek Türen und Fenster im Gewerbegebiet Geseke-Ost.
Nehmen das geförderte Glasfasernetz in Betrieb (v.l.): Dr. Markus Tietmeyer (ateneKOM) Christoph Hellmann (Breitbandkoordinator Kreis Soest), Katharina Reiche (innogy Westenergie), Dr. Remco van der Velden (Bürgermeister Stadt Geseke), Carsten Lagemann (innogy TelNet), Landrätin Eva Irrgang (Kreis Soest) und Peter Panek, (Panek Türen und Fenster). Foto: TKG-SWF
„Der Kreis Soest gilt als Wegbereiter und Treiber des digitalen Wandels“ sagte Dr. Markus Tietmeyer, Regionalleiter NRW der atene KOM GmbH, dem Projektträger des Bundesförderprogramms: „Die Region Südwestfalen hat die richtige Entscheidung getroffen und frühzeitig eine Förderung für das Ausbauprojekt beantragt“. Landrätin Eva Irrgang ergänzte erfreut: „Während andere Regionen noch in der Papier- und Planungsphase stecken, können wir das Netz bereits sukzessiv einschalten. Damit ist ein wichtiger Meilenstein des interkommunalen Großprojekts Breitbandausbau im Kreis Soest erreicht, denn jetzt erhalten die ersten Kunden Highspeed-Internet“.
Breitbandkoordinator Christoph Hellmann betonte: „Der freie Markt hat in den unterversorgten Gebieten versagt, da sich der Ausbau nicht rentierte. Mit Hilfe von Fördermitteln haben wir daher zusammen mit den Kommunen eingegriffen und schaffen die nötigen Voraussetzungen für eine zukunftssichere Breitbandversorgung in der Region“.
Katherina Reiche, Vorsitzende der Geschäftsführung der innogy Westenergie, stellte die besondere Bedeutung einer breitbandigen Internetversorgung heraus: „Mit der modernen Informationsgesellschaft wird breitbandiges Internet immer wichtiger: Als Wachstumstreiber für den industriellen Mittelstand, für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und als Plattform für digitale Dienste in einer Kommune trägt es zur Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse bei“.
Das geförderte Glasfasernetz wird 6.462 unterversorgte Privatadressen und 761 Adressen von Gewerbebetrieben mit zukunftssicherer Glasfaser „Fiber to the Building“ (FTTB), bis in jedes Haus versorgen. Um dies alles im Fördergebiet auszuführen, müssen im Kreis Soest auf fast 600 Kilometern Tiefbauarbeiten, wovon schon fast die Hälfte gebaut ist, durchgeführt und weit über 1.500 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden. Diese Baumaßnahme kostet insgesamt rund 40,7 Mio. Euro. Damit sich der Ausbau für die innogy TelNet wirtschaftlich lohnt, werden rund 20,6 Mio. Euro Förderung zugesteuert. Diese wird anteilig vom Bund (10,3 Mio. Euro), vom Land (9,4 Mio. Euro) und aus dem Eigenanteil der Kommunen (800.000 Euro) aufgebracht. Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH hat das Förderverfahren mit fachlicher Beratung begleitet.

Weitere 43 Schulen sollen ans Gigabitnetz

Für weitere 43 Schulen in 12 Städten und Gemeinden der Region hat die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen zusammen mit der Vergabestelle des Kreises Siegen-Wittgenstein am 26.11.2019 die europaweite Ausschreibung gestartet. Nachdem bereits im Sommer eine erste Ausschreibung für 91 Schulen überwiegend im Märkischen Kreis und im Hochsauerlandkreis erfolgte, umfasst die neue Ausschreibung nun vor allem Kommunen aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Soest.
Auf Grundlage der Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen für die Glasfaseranbindung der öffentlichen Schulen und der genehmigten Ersatzschulen, soll die Breitbandversorgung und Digitalisierung von Schulen in den Gemeinden Burbach, Wilnsdorf, Möhnesee, Welver und Bestwig, sowie den Städten Bad Berleburg, Bad Laasphe, Freundenberg, Hilchenbach, Kreuztal, Netphen, und Siegen verbessert werden.
Zu diesem Zweck werden geeignete Bieter für die Anbindung von Schulgebäuden an ein gigabitfähiges Telekommunikationsnetz gesucht, um eine leistungs- und zukunftsfähige Versorgung der Schulstandorte sicherzustellen. Eine Breitbandversorgung von mindestens 1 GBit/s symmetrisch am Schulgebäude ist gemäß den Bestimmungen der Förderrichtlinie zu gewährleisten. Der Bieter soll die notwendige Netzinfrastruktur errichten und entsprechende Dienste erbringen.

 

Angebotsfrist ist der 09.01.2020. Die laufende Ausschreibung ist unter folgenden Links abrufbar:

 

 

 

 

WDR Lokalzeit berichtet über Glasfaserausbau in Südwestfalen

Der WDR berichtet am Donnerstag, 10.10.2019 in der Lokalzeit Südwestfalen wieder einmal über den Breitbandausbau in Südwestfalen.
Im Beitrag von wird anhand von zwei Unternehmen aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein anschaulich gezeigt, welchen Unterschied eine schnelle Glasfaseranbindung für die Firmen bedeutet.  Anschließend erklärt TKG-Geschäftsführer Stefan Glusa im Interview,  warum es beim Ausbau-Tempo der Glasfaserleitungen nicht schneller geht, obwohl viel Fördergeld fließt.
Denn der Breitbandausbau braucht Zeit: Aktuell werden rund 35.500 Anschlüsse mit Fördermitteln ausgebaut, was noch etwa zwei Jahre dauert. Deshalb empfiehlt die TKG auch den Einsatz alternativer Methoden, um Glasfaserkabel zu verlegen: Beispiele sind oberirdische Leitungen oder schmale Schlitze in Straßen oder Banketten, das so genannte Trenching.
Weitere Informationen:

Aktuelle Meldungen aus September 2019

Allen, die gerne unser Blog lesen, aber uns leider (noch) nicht auf Twitter folgen (warum?) stellen wir heute die folgende Frage:
Was haben Olpe, Wuppertal, Hattingen, Hannover, Berlin und Brüssel gemeinsam?

 

Die Antwort: Überall war die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen in den letzten Wochen ein gefragter Gesprächspartner. Ob in Sachen Digitalisierung, Breitbandausbau, Mobilfunk, Smart City, oder den neuesten Trends im Telekommunikationssektor. Im Folgenden haben wir für Sie einige Meldungen zusammengefasst und unsere entsprechenden Tweets dazu verlinkt.

 

Olpe. Gesellschafter der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH sind fünf Kreise. Da lag es nahe, dass die TKG bei der großen Mitgliederversammlung des Landkreistags NRW zu Gast war. Vor allem, weil es dort im Vortrag von Professor Klemens Skibicki um das Thema „Kommunen und Digitalisierung“ ging. Anschließend lobte NRW Ministerpräsident Armin Laschet in seiner Rede auch die langjährigen Aktivitäten der Kreise beim Breitbandausbau.

 

Wuppertal. Am 17. September 2019 fand wieder eine gemeinsame Infothek von ateneKOM, BUGLAS, Gigabit.NRW und SIKoM / Bergische Universität Wuppertal unter dem Titel: „Gigabit für NRW: Ziele, Lösungen, Erfolgskonzepte“

Es ging dabei um Fragen wie: Wo steht Nordrhein-Westfalen bezogen auf den notwendigen Ausbau mit gigabit-schnellem Internet? Welche Maßnahmen und Instrumente können den Glasfaserausbau beschleunigen? Und welche Konzepte wurden bereits erfolgreich umgesetzt?
Zum Auftakt stellte Staatssekretär Christoph Dammermann (MWIDE) das Engagement und die Ziele der Landesregierung vor. Referenten vom Kompetenzzentrum Gigabit.NRW und der atene KOM GmbH gaben einen vertieften Einblick in den Diskussionsstand zur Weiterentwicklung der Beratungs- und Förderungsmaßnahmen auf Landes- sowie Bundesebene.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde von verschiedenen Best-Practice-Ansätzen im eigenwirtschaftlichen und geförderten Ausbau, zu digitalen Modellregionen, 5G und weiteren aktuellen Themenstellungen berichtet. Beiträge dazu kamen natürlich auch wieder aus Südwestfalen.

 

Hattingen. Vor allem im Umfeld den neuen Mobilfunkgeneration 5G ist die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen in den letzten Wochen verstäkt aktiv und Gründungsmitglied der neuen Arbeitsgemeinschaft 5G der Breitbandbeauftragen in NRW. Die konstituierende Sitzung fand in Hattingen, im Ennepe-Ruhr Kreis auf Initiative der EN Agentur statt.

 

Hannover. Weiter ging es zum Thema 5G auf der 5G CMM EXPO. Dort wurde 2019 zum ersten Mal die ganze Anwendungsbreite des 5G-Standards für alle vernetzen mobilen Dinge (Maschinen & Devices) im öffentlichen Raum,  sowie in unterschiedlichen Anwender-Branchen mit zahlreichen live-Demonstrationen gezeigt.

 

Berlin. 5G war für die TKG in diesem Jahr natürlich auch das bestimmende Thema auf der der Internationalen Funkausstellung IFA, wo die neuesten Geräte, Trends und Anwendungen präsentiert wurden und viele spannende Start-ups innovative Lösungen präsentierten.

 

Brüssel. Schließlich nahm die TKG als regionales Breitbandkompetenzzentrum wie in jedem Jahr an der Tagung der europäischen Breitbandbüros in Brüssel teil. Die guten Verbindungen zur Kommission tragen nicht zuletzt mit dazu bei, dass u.a. das Programm WiFi4EU in Südwestfalen sehr erfolgreich genutzt wird.

Sie wollen ab sofort direkt und umfassend über diese und viele weitere aktuelle Neuigkeiten der TKG Südwestfalen informiert werden?
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2. GigabitGipfel.NRW mit Netzbetreibern und Branchenverbänden

NRW und Südwestfalen kommen voran auf dem Weg in die Gigabitgesellschaft
Auf dem 2. GigabitGipfel.NRW am Dienstag, den 20.08.2019 haben Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, die acht führenden Netzbetreiber sowie fünf Branchenverbände eine positive Zwischenbilanz ihrer im vergangenen Jahr vereinbarten Zusammenarbeit gezogen. Insbesondere bei Schulen und Gewerbegebieten schreitet der Ausbau zügig voran. Durch die Aufrüstung des Fernsehkabelnetzes (HFC) und den kontinuierlichen Ausbau von Glasfaseranschlüssen bis in die Gebäude (FTTB) wird Nordrhein-Westfalen nach der 50 Mbit/s- und 400 Mbit/s-Versorgung in den kommenden Jahren auch bei den Gigabitanschlüssen mit über 1000 Mbit/s an der Spitze der Flächenländer stehen.
Minister Pinkwart: „Nordrhein-Westfalen kommt voran auf dem Weg in die Gigabitgesellschaft. Die Zusammenarbeit des Landes mit den führenden Netzbetreibern und ihren Verbänden sowie mit Kommunen, Kammern und Schulvertretern trägt Früchte. Wir haben Aktionspläne für Schulen und Gewerbegebiete entwickelt und sind auf gutem Weg, bis 2022 alle Schulen und Gewerbegebiete an Gigabitnetze anzuschließen. Bei der Versorgung der Haushalte bis 2025 machen wir erhebliche Fortschritte durch die in Nordrhein-Westfalen starken FTTB-Netzbetreiber und die Aufrüstung des HFC-Netzes.“
Netzbetreiber und Verbände trafen sich zum 2. Gigabit Gipfel NRW im Ministerium. (Foto: Gigabit.NRW)
Die Nachfrage nach hohen Bandbreiten steigt. 70 Prozent der Haushalte sind bereits mit mindestens 400 Mbit/s versorgt – mehr als in jedem anderen Flächenland. Diese HFC-Netze werden in den kommenden Jahren auf Gigabitfähigkeit aufgerüstet.
Parallel geht der FTTB-Ausbau von Glasfaseranschlüssen bis in die Gebäude (Fibre to the building) weiter und erschließt kontinuierlich Haushalte mit Gigabitbandbreiten im Down- und Upload. Neben dem eigenwirtschaftlichen Ausbau will das Land von diesem Jahr an erneut eine Milliarde Euro in Förderprojekte investieren.
86 Prozent der Schulen haben bereits einen Gigabitanschluss bzw. ein solcher ist geplant. Das hat eine Abfrage der Schulträger und Kommunen ergeben. Bei den Gewerbegebieten sind es 66 Prozent. Die am GigabitGipfel.NRW teilnehmenden Netzbetreiber wollen eigenwirtschaftlich 15 Prozent der Schulen und 40 Prozent der Gewerbegebiete erschließen. Die Aktionspläne zeigen den Weg zur Vollversorgung bis Ende 2022.
Alternative Verlegemethoden:
Die Landesregierung unterstütze Kommunen dabei, durch schnellere und kostengünstigere Verlegemethoden in geringerer Tiefe (wie in Südwestfalen) die Versorgung mit schnellem Internet zu beschleunigen. Bewährt haben sich Veranstaltungen (wie das Breitband-Forum Südwestfalen), bei denen sich Kommunen zu Best-Practice-Beispielen, Genehmigungsabläufen und Baustellenmanagement untereinander austauschen.
Ziel des Landes ist es, bis 2022 alle Schulen und Gewerbegebiete sowie bis 2025 die Fläche mit Gigabitanschlüssen zu versorgen. In Südwestfalen laufen dazu bereits vier große Ausschreibungsverfahren.
Grafik: MWIDE
Beim ersten GigabitGipfel.NRW im Juli 2018 haben Land, führende Netzbetreiber und Verbände eine Zusammenarbeit bei der Erreichung dieser Ziele vereinbart. Das habe bereits einen erheblichen Schub beim Anschluss der Schulen und Gewerbegebiete gebracht, der nun auch für die Fläche zu erwarten sei, heißt es in der Pressemeldung aus dem Ministerium.

Ausschreibung 6. Call Kreis Soest gestartet

Als erster der fünf südwestfälischen Kreise hat der Kreis Soest die Ausschreibung im 6. Förderaufruf des Bundesförderprogramms Breitband gestartet, nachdem die vorläufigen Förderzusagen vorliegen (wir berichteten).

Das Projektgebiet ist in insgesamt 5 Lose eingeteilt: Unterversorgte Ortsteile im gesamten Kreis Soest, sowie Gewerbegebiete der Gemeinde/Stadt Ense, Möhnesee, Werl, der Gemeinde/Stadt Bad Sassendorf, Soest, der Gemeinde/Stadt Erwitte, Lippstadt und der Gemeinde/Stadt Anröchte, Rüthen, Warstein. (Grafik: Kreis Soest)

Gesucht werden Telekommunikationsunternehmen und TK-Netzbetreiber, die für alle ca. 4.000 potenziellen Nachfrager (Gewerbetreibende, Privatkunden, sonstige Organisationen) zuverlässig Anschlüsse mit mindestens 1 Gbit/s symmetrisch anbieten, flächendeckend, bei 100% aller unterversorgten Adresspunkte des Projektgebietes.

In der ersten Stufe (Teilnahmewettbewerb) werden zunächst die geeigneten Interessenten ermittelt, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Bewerber können noch bis zum 14.08.2019 10:00 Uhr einen Teilnahmeantrag einreichen, der den Anforderungen der Bekanntmachung genügen muss.

Weitere Informationen und Teilnahmeunterlagen:

https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXPWYYP99QA/de/overview

und unter

https://www.kreis-soest.de/verkehr_wirtschaft/wirtschaft/breit/6/breitbandausbau_call_6.php

9 Mio. Euro für erfolgreiche Smart-City Bewerbung aus Südwestfalen

Die Bewerbung „5 für Südwestfalen“ im Smart-Cities-Wettbewerb des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat, war erfolgreich. Neun Millionen Euro an Fördergeldern sollen jetzt in die Region fließen, um in Arnsberg, Bad Berleburg, Menden, Olpe und Soest beispielhaft Smart-City-Strategien zu entwickeln und umzusetzen.

Der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer, hat am 9. Juli 2019 die erste Staffel der ‚Modellprojekte Smart Cities‘ bekanntgegeben. In der Kategorie ‚Interkommunale Kooperationen und Landkreise‘ wurde die südwestfälische Kooperation der Städte „Arnsberg, Olpe, Menden, Soest und Bad Berleburg“ ausgewählt. (Abbildung: BMI)

Die Südwestfalen Agentur hatte gemeinsam mit den fünf Kommunen Arnsberg, Bad Berleburg, Menden, Olpe und Soest die Bewerbung unter dem Motto „5 für Südwestfalen: digital-nachhaltig-authentisch“ auf den Weg gebracht. Rückendeckung bekam das Projektkonsortium aus den Städten und Gemeinden, von Unternehmen, Hochschulen, Dienstleistern, Verkehrsbetrieben, Politik und der TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen (TKG-SWF) als Kompetenzpartner. Auf die Ausschreibung des BMI hatten sich rund hundert Städte, Kreise und Gemeinden aus ganz Deutschland beworben. Nun können die fünf Kommunen mit Fördermitteln exemplarisch Smart-City-Strategien entwickeln.

Für die TKGF-SWF, die seit mehr als elf Jahren ein verlässlicher, kommunaler Partner der südwestfälischen Kreise, Städte und Gemeinden beim Ausbau von Breitband- und Gigabit-Netzen ist, treten neben dem Ausbau digitaler Infrastrukturen zunehmend die Anwendungen und Dienste in den Vordergrund. Damit eng zusammen hängen intelligente Lösungen zur Vernetzung der Sektoren Bildung, Energie, Gesundheit, Verkehr und Verwaltung. „Smart City- und Smart Region-Aktivitäten sind für uns daher ein wichtiges Anliegen und Handlungsfeld. Dank unserer einzigartigen Schnittstellenfunktion als Netzbetreiber zwischen Telekommunikationsunternehmen und Kommunen, freuen wir uns auf eine Mitwirkung, um unsere Stärken und Fachkompetenz bei dem Projekt einzubringen“, sicherte die Geschäftsführung der TKG-SWF dem erfolgreichen Konsortium bereits im Rahmen der Bewerbung zu.

Nach der erfolgreichen Bewerbung gliedert sich die Förderung in zwei Phasen. In der ersten Phase entwickeln die Kommunen eine auf sie zugeschnittene Smart-City-Strategie. An diesem Prozess sollen ausdrücklich die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden. Diese Phase dauert maximal zwei Jahre. In den darauffolgenden (maximal) fünf Jahren sollen diese Strategien umgesetzt werden.

Die Modellprojekte Smart Cities zielen auf integrierte, sektorenübergreifende und raumbezogene Strategien der Stadtentwicklung und deren Umsetzung. Sie sollen die Qualitäten der europäischen Stadt und ihrer bürgerlichen und freiheitlichen Gesellschaft in das Zeitalter der Digitalisierung übertragen. Dabei ist mit den Chancen und Risiken der Digitalisierung umzugehen und Digitalisierung für und mit den Menschen und der Wirtschaft vor Ort zu gestalten.

Ausschreibung für 91 Schulen ans Gigabitnetz gestartet

Für insgesamt 91 Schulen in der Region hat die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen zusammen mit der Vergabestelle des Hochsauerlandkreises jetzt eine europaweite Ausschreibung gestartet.

Auf Grundlage der Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen für die Glasfaseranbindung der öffentlichen Schulen und der genehmigten Ersatzschulen, soll die Breitbandversorgung und Digitalisierung von Schulen in Altena, Arnsberg, Hallenberg, Hemer, Lennestadt, Marsberg, Lüdenscheid, Medebach, Menden, Meschede, Nachrodt-Wiblingwerde, Olpe, Olsberg, Rüthen, Schmallenberg, Soest, Sundern, Wenden und Winterberg verbessert werden.

Zu diesem Zweck werden geeignete Bieter für die Anbindung von Schulgebäuden an ein gigabitfähiges Telekommunikationsnetz gesucht, um eine leistungs- und zukunftsfähige Versorgung der Schulstandorte sicherzustellen. Eine Breitbandversorgung von mindestens 1 GBit/s symmetrisch am Schulgebäude ist zu gewährleisten. Der Bieter soll die notwendige Netzinfrastruktur errichten und entsprechende Dienste erbringen.

Angebotsfrist ist der 01.08.2019. Die laufende Ausschreibung ist unter folgenden Links abrufbar:

https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS0YYKYY6W/de/overview?11

https://www.breitbandausschreibungen.de/publicOverviewDetails/Ausschreibung/1867

https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:296628-2019:TEXT:EN:HTML&src=0&tabId=1

Stellenausschreibung Sachbearbeitung Breitband MK

Bei der TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen mbH ist die Stelle einer

Sachbearbeitung Breitbandkoordination
Märkischer Kreis (m/w/d)

in Vollzeit zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen.

Wir sind ein kommunales Unternehmen der fünf südwestfälischen Kreise und bieten Ihnen einen vorerst auf 4 Jahre befristeten Arbeitsvertrag mit einer leistungsgerechten Vergütung bis zur Entgeltgruppe 11 TVöD. Dienstort ist das Kreishaus in Lüdenscheid.

Ihre Aufgaben:

  • Administrative Unterstützung und allgemeine Vertretung des Breitbandkoordinators
  • Sachbearbeitung von Förderanträgen, Vergaben, Nachforderungen, Mittelabrufen, Abrechnungen und Controlling im Rahmen der Landes- und Bundesförderprogramme
  • Mitarbeit bei Bauüberwachung und Bauabnahmen von geförderten Maßnahmen
  • Vorbereitung und Koordination von Terminen, Erstellung von Präsentationen, Unterstützung bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen und Vorträgen, Kontakte zu Bürgern, Unternehmen, Politik und Verwaltungen
  • Mitwirkung bei der Weiterführung und dem Ausbau des georeferenzierten Breitband-Infrastrukturkatasters

Ihr Profil:

  • Abgeschlossenes Studium (FH-Diplom / Bachelor) der Wirtschafts-, Verwaltungs-, oder Ingenieurwissenschaften, Nachrichtentechnik, Bauingenieurwesen, Geoinformationstechnologie oder vergleichbarer Fachrichtungen
  • Alternativ eine vergleichbare Qualifikation oder langjährige berufliche Erfahrung in den o.g. Aufgabenfeldern mit einer entsprechenden Verwendungsbreite in der öffentlichen Verwaltung (Angestelltenlehrgang II)
  • Erfahrungen und Kenntnisse über Breitbandtechnologien, im Straßen- und Kabelleitungs(tief)bau, zu Kosten- und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen, sowie der regulatorischen und politischen Rahmenbedingungen des Breitbandausbaus
  • Kenntnisse im Bereich der TK-Netzplanung (Topologien, FTTC, FTTB/H) und Erfahrung in der Projekt- und Netzwerkarbeit sind von Vorteil
  • Wünschenswert sind Kenntnisse der Arbeitsweise in öffentlichen Verwaltungen, Förderrichtlinien, Bauverfahren und technischen Regelwerke (ATB-BeStra, ZTV StB)
  • Gute Ortskenntnisse im Märkischen Kreis mit seinen Städten und Gemeinden
  • Sichere Anwendung von MS-Office-Produkten und einschlägiger Fachsoftware (GIS, CAD) und Führerschein der Klasse B

Wenn Sie vertrauensvoll, zuverlässig und gewissenhaft arbeiten, Eigeninitiative und Kreativität mitbringen und gerne in unserem interdisziplinären Team mitarbeiten möchten, freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung unter dem Betreff Sachbearbeitung Breitband MK per E-Mail bis zum 5. Juli 2019 an info@tkg-swf.de.

Für weitere Informationen und bei Fragen stehen Ihnen Stefan Glusa (0291 / 94-4411) und der Breitbandkoordinator des MK, Sergej Rudsinski (02351 / 966-6821) gerne zur Verfügung.

Diese Stellenausschreibung finden Sie auch auf Interamt.de, das Stelleportal des öffentlichen Dienstes und zum Download als pdf-Datei.

60 Mio. Euro Förderzusagen für Glasfaser im Kreis Soest und Hochsauerlandkreis

Neue Förderzusagen im 6. Call des Bundesförderprogramms für den Breitbandausbau sind in der vorläufigen Höhe von 30 Millionen Euro für den Kreis Soest und 29,35 Millionen Euro für den Hochsauerlandkreis eingegangen. Auch der Kreis Olpe hatte kürzlich eine Zusage über 22 Millionen Euro erhalten (wir berichteten). Zusätzlich zu den bereits laufenden Förderverfahren, könnten damit in den drei Kreisen insgesamt 164 Millionen Euro für den Glasfaserausbau der letzten „weißen Flecken“ bereitgestellt werden. Weitere Förderanträge aus Südwestfalen sollen folgen, damit auch die restlichen förderfähigen Ortschaften versorgt werden.

Im Kreis Soest freut sich Landrätin Eva Irrgang: „Wir haben vom Bund den vorläufigen Zuwendungsbescheid für die maximale Fördersumme von weiteren 30 Millionen Euro erhalten.“ Mit der novellierten Bundesförderung sollen im Kreis Soest rund 3.800 weitere Haushalte sowie mehr als 1.100 Gewerbebetriebe, 71 Schulstandorte und 3 Krankenhäuser einen zukunftssicheren Glasfaseranschuss erhalten.

Freude über den Zuwendungsbescheid bei Landrätin Eva Irrgang, Breitbandkoordinator Christoph Hellmann und allen Bürgermeistern im Kreis Soest. (Foto: Weinstock/Kreis Soest)

Auch der Hochsauerlandkreis wird für den weiteren Glasfaserausbau mindestens 29,35 Millionen Euro vom Bund bekommen. Landrat Dr. Karl Schneider: „Nach dem Startschuss für den Ausbau Mitte April im 3. Förderaufruf, geht es im Hochsauerlandkreis nun direkt weiter. Schließlich wollen wir beim kreisweiten Netzausbau auch noch die verbleibenden weißen Flecken versorgen.“ Die vom Bund zugesagten Fördersummen werden sich durch die Kofinanzierung der Bundesmittel durch das Land NRW, die jetzt beantragt werden kann, in etwa verdoppeln. Hinzu kommen Eigenanteile der Städte und Gemeinden.

Im Hochsauerlandkreis freuen sich Landrat Dr. Karl Schneider (r.) und Breitbandkoordinator Ludger Laufer über den weiteren Förderbescheid des Bundes. (Foto: Pressestelle HSK)

Die Förderquote für den Breitbandausbau setzt sich in der Regel aus 50% Bundes-Fördermitteln, 40% Landes-Fördermitteln und 10% Eigenanteil der jeweiligen Kommune zusammen. Wenn die Zusagen zur Kofinanzierung des Landes NRW vorliegen, können die europaweiten Vergabeverfahren stattfinden. Dann werden in Ausschreibungen geeignete Telekommunikationsunternehmen gesucht, die eine zukunftssichere Glasfaserversorgung „Fiber to the Home“ (FTTH) bis in die Gebäude anbieten. Wann mit den eigentlichen Bauarbeiten aus diesen neuen Fördermaßnahmen begonnen werden kann, ist allerdings noch offen. Im Kreis Soest wird damit gerechnet, dass erste Ergebnisse dazu voraussichtlich Ende 2019 vorliegen und dann eine Aussage dazu getroffen werden kann, welcher Netzbetreiber wann und wie genau den Breitbandausbau in diesen geförderten Gebieten durchführt. Ende 2022 könnte der Ausbau dort voraussichtlich abgeschlossen sein.

Im November 2018 wurde das Bundesförderprogramm neu aufgelegt und das Verfahren vereinfacht. Alle südwestfälischen Kreise werden den 6. Call für die verbliebenen förderfähigen Gebiete nutzen, die noch nicht in den bereits laufenden Förderverfahren aufgenommen wurden. Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH begleitet alle Förderverfahren und die Arbeit der Breitbandkoordinatoren der Kreise mit fachlicher Beratung.