Glasfaserausbau im Kreis Soest gestartet

Der geförderte Breitbandausbau im Kreis Soest geht in die operative Phase. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat Landrätin Eva Irrgang am 22. August 2018 um 10 Uhr in Soest-Röllingsen den Startschuss für die zukünftige digitale Entwicklung des Kreises Soest gegeben. „Der Kreis hat eine Mammutaufgabe gestemmt und seine Ziele erreicht. Jetzt sind Kommunen, Unternehmen und Bürger am Zug“, zeigte sich die Chefin der Kreisverwaltung zufrieden mit dem bisherigen Projektverlauf.

Landrätin Eva Irrgang und Bernd Böddeling, Bereichsvorstand Kommunen und Beteiligungen innogy SE, feierten zusammen mit Bürgermeistern, kommunalen Vertretern, Politikern und Repräsentanten verschiedener Unternehmen den symbolischen ersten Spatenstich für den Breitbandausbau im Kreis Soest. Mit dabei waren auch Hans-Josef Vogel, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Arnsberg, Bundestagsabgeordneter Hans-Jürgen Thies, sowie die beiden Landtagsabgeordneten Heinrich Frieling und Jörg Blöming.

Landrätin Eva Irrgang, Breitbandkoordinator Christoph Hellmann sowie Bernd Böddeling, Bereichsvorstand Kommunen und Beteiligungen der innogy SE und dessen Projektleiter Heiko Grebe stellten den geladenen Gästen vor Ort die konkreten Ausbaupläne vor. 10.071 Haushalte im Kreis Soest sollen mit zukunftssicherer Glasfasertechnologie bis an das Haus (FTTB – Fiber to the Building) versorgt werden. Der Kreis Soest setzte damit als erster Kreis bundesweit auf diese zukunftsfähige Glasfaser-Technologie.
Landrätin Eva Irrgang zeigte sich zufrieden mit dem bisherigen Projektverlauf und nahm gleichzeitig Kommunen, Bürger und Telekommunikationsunternehmen in die Pflicht: „Der Kreis hat eine Mammutaufgabe gestemmt und seine Ziele erreicht. Nachdem wir von den Kommunen die Aufgabe übertragen bekommen haben, die Breitbandversorgung zu verbessern, hat der Kreis Soest erfolgreich den gemeinsamen Förderantrag gestellt, die Fördermittel von Bund und Land akquiriert und in einer europaweiten Ausschreibung mit der innogy TelNet GmbH ein Unternehmen gefunden, das in unseren unterversorgten Gebieten ein leistungsfähiges Netz aufbaut und betreibt. Die konkrete Umsetzung findet jetzt in den Kommunen statt, mit denen der Bauherr innogy nun den Ausbau gemäß den Bedürfnissen vor Ort weiter vorantreibt. Außerdem sind jetzt weitere Telekommunikationsunternehmen gefragt, Glasfaser-Internetprodukte über dieses Netz zu vertreiben, damit Endkunden zwischen verschiedenen Anbietern wählen können. Und natürlich hoffe ich, dass nun auch möglichst viele Bürgerinnen und Bürger die Chance nutzen und sich für einen zukunftsfähigen Glasfaser-Hausanschluss entscheiden.“

Landrätin Eva Irrgang (vorne Mitte) und Bernd Böddeling (9. v. l.), Bereichsvorstand Kommunen und Beteiligungen innogy SE, feierten zusammen mit Bürgermeistern, kommunalen Vertretern, Politikern und Repräsentanten verschiedener Unternehmen den symbolischen ersten Spatenstich für den Breitbandausbau im Kreis Soest. Mit dabei waren auch Hans-Josef Vogel, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Arnsberg, Bundestagsabgeordneter Hans-Jürgen Thies, sowie die beiden Landtagsabgeordneten Heinrich Frieling und Jörg Blöming. (Foto: TKG-SWF)

Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2020 abgeschlossen sein. 96 Prozent der Haushalte im Kreis Soest haben dann eine Anschlussqualität von mindestens 50 Mbit/s im Download, 12 Prozent davon mit Glasfaser bis zum eigenen Keller. Für die übrigen vier Prozent zeigte sich Christoph Hellmann, Breitbandkoordinator beim Kreis, optimistisch: „Wir verfolgen aktuell zwei Ansätze – den privatwirtschaftlichen Ausbau und den geförderten Ausbau. Mit dem geförderten Ausbau durch innogy rücken besonders abseits gelegene Haushalte näher an Glasfaserkabel heran. Für innogy und andere Telekommunikationsunternehmen steigen damit die Anreize, auch diese anzubinden. Außerdem hat die Bundespolitik erkannt, dass den Menschen das Thema unter den Nägeln brennt und hat deshalb weitere Förderprogramme mit deutlich schnelleren Antragsverfahren auf den Weg gebracht. Die dafür notwendige Markterkundung haben wir für den ganzen Kreis Soest schon angestoßen. Nach der Datenauswertung werden wir das Ergebnis den Kommunen vorstellen und gehen davon aus, dass wir uns anschließend wieder mit einem gemeinsamen kreisweiten Antrag am Förderverfahren beteiligen.“

„Mit der modernen Informationsgesellschaft wird breitbandiges Internet immer wichtiger. Auch um webbasierte Services und Anwendungen nutzen zu können, braucht es leistungsstarke und zuverlässige Verbindungen“, sagte innogy-Bereichsvorstand Bernd Böddeling und ergänzte: „Der Breitbandausbau im Kreis Soest ist ein wichtiges Projekt für uns und die Region. Rund 625 Kilometer neue Glasfaser-Verbindungen werden in den kommenden Monaten in die Erde gebracht. Das entspricht in etwa der Strecke von Soest bis Prag.“

Der Bund fördert die Investition mit rund 10,3 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen finanziert weitere 9,5 Millionen Euro und den Rest von rund 800.000 Euro steuern die Kommunen als Eigenanteil zum Ausbau bei. Bürgerinnen und Bürger mit Fragen zum Thema Breitbandausbau werden gebeten, sich zunächst auf der Seite www.kreis-soest.de/breitband zu informieren. Der Kreis aktualisiert hier laufend eine FAQ-Liste mit den momentan wichtigsten Fragen und Antworten. Zur Förderung steht Breitbandkoordinator Christoph Hellmann unter der Mail-Adresse christoph.hellmann@kreis-soest.de Rede und Antwort.

Innogy TelNet gewinnt Glasfaser-Ausschreibung im Kreis Soest

Wie der Kreis Soest am 15. Juni 2018 bekannt gibt, hat die Essener innogy TelNet GmbH den Zuschlag für FTTB-Glasfaser-Ausbau im Landkreis erhalten.
„Wir sind stolz darauf, uns als erster Kreis in Nordrhein-Westfalen mit einem zukunftsfähigen Antrag durchgesetzt zu haben, der auf Glasfaser durchgängig bis in jedes Haus, also auf die so genannte FTTB-Technologie setzt“, betont Landrätin Eva Irrgang. „Froh sind wir darüber, dass wir mit der innogy TelNet GmbH einen verlässlichen Partner gefunden haben, der sich in der Region auskennt.“
„FTTB-Glasfasernetze sind trotz höherer Baukosten langfristig die leistungsfähigste, langlebigste und volkswirtschaftlich vernünftigste Variante eines nachhaltigen Internet-Ausbaus, weiß Wirtschaftsförderer Volker Ruff. Breitbandkoordinator Christoph Hellmann verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass es insgesamt erst fünf endgültige Bewilligungen NRW-weit gibt: „Wir sind dabei. Auf diesen Moment habe ich lange hin gearbeitet.“

Der Kreis Soest hat von Anfang an auf Glasfaser gesetzt, um unterversorgte Gewerbe- und Ortslagen an schnelles Internet anzubinden. Die interaktive Karte zeigt die geförderten Ausbaugebiete.

Der Breitbandkoordinator kann mit beeindruckenden Zahlen aufwarten. 10.071 Haushalte in 110 unterversorgten und deshalb förderfähigen Gebiete erhalten FTTB und können bald Gigabyte-Anschlüsse bestellen. Dazu sind auf einer Strecke von 274 Kilometern außerorts und von 211 Kilometern innerorts Tiefbauarbeiten vonnöten. 140 Kilometer Bestandsnetz werden eingebunden. Insgesamt 625 Kilometer Leerrohre und Glasfaserkabel werden verlegt. Sieben neue POP-Standorte (Knotenpunkte für das Glasfasernetz) und drei überregionale Anschlüsse sind vorgesehen. Aktuell verfügen kreisweit 80,4 Prozent der Haushalte über eine Anschlussqualität von größer als 50 Mbit/s im Download. Mit dem geförderten Ausbau steigt diese Quote auf über 96 Prozent. Davon haben dann 12 Prozent Glasfaser bis zum eigenen Keller. Der Kreis Soest erhält für den Breitbandausbau vom Bund durch die erfolgreiche Ausschreibung rund 10,3 Millionen Euro und vom Land weitere 9,5 Millionen Euro. Die Kommunen steuern zusammen dann nur noch rund 800.000 Euro als Eigenanteil zum Ausbau bei.

Die offizielle Vertragsunterzeichnung fand am Dienstag, 3. Juli 2018, im Kreishaus in Soest statt.

innogy_telnet_soest
Kreisdirektor Dirk Lönnecke, Landrätin Eva Irrgang und Carsten Lagemann, Geschäftsführer der innogy TelNet GmbH (sitzend v. l.) unterzeichneten den Vertrag über die Zusammenarbeit in Sachen Breitbandausbau. Zeugen waren Dr. Remco van der Velden (Geseke), Sprecher der Bürgermeister in diesem Thema (sitzend r.), und (stehend v. l.) Bürgermeister Hubert Wegener (Ense), Beigeordneter Hubert Betten (Rüthen), Bürgermeister Malte Dahlhoff (Bad Sassendorf), Bürgermeister Matthias Lürbke (Lippetal) sowie Breitbandkoordinator Christoph Hellmann Foto: Wilhelm Müschenborn/ Kreis Soest

 

Alle wichtigen Informationen über den Zeitplan, welches Fördergebiet wann ausgebaut wird, und die Termine von Informationsveranstaltungen sind unter www.kreis-soest.de/breitband und www.innogy-highspeed.com/kreis-soest zu finden. Dort sind in einer Übersichtskarte die Ausbaugebiete des Förderverfahrens mit den jeweiligen Projektständen einsehbar. Durch Adresseneingabe oder mit Hilfe der Zoomfunktion können die Ausbaugebiete detailliert betrachtet werden. Wer seine Adresse in einen Verfügbarkeitscheck eingibt, erfährt mehr über die zu buchenden Produkte und Preise.

 

Die TKG-SWF auf der CEBIT 2018

In diesem Jahr verändert sich die CEBIT. Sie will „die Digitale Transformation neu inszenieren, um Europas Business-Festival für Innovation und Digitalisierung“ zu werden. Erstmals soll ein „Dreiklang aus Messe, Konferenz und Networking-Event einen 360-Grad-Blick auf die Digitalisierung von Unternehmen, Verwaltung und Gesellschaft“ ermöglichen. Darum findet die CEBIT nicht mehr im März, sondern vom 11.-15. Juni 2018 statt.

cebit2018_vortraege
Besuchen Sie unsere Vorträge zum Thema „Mit Glasfaser und 5G zur Gigabit-Region Südwestfalen“ am 12. Juni in Halle 14, Stand H44 um 17:00 Uhr und am 13. Juni in Halle 12 Stand B43 um 11:30 Uhr. (Screenshot: Deutsche Messe AG, TKG-SWF)

Die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen bleibt der CEBIT auch in ihrem neuen Gewand treu. In diesem Jahr präsentieren wir Südwestfalen einem internationalen Fachpublikum wieder als engagierte Region für den Gigabit-Ausbau.

Einige Impressionen im Video:


Treffen Sie Vertreter der TKG-SWF am Dienstag, 12.6 in Halle 14, am Stand H44 des Ministeriums für Wirtschaft und Digitalisierung NRW, sowie am 13.6. in Halle 12, Stand B23, auf der Aktionsbühne des Landesgemeinschaftsstandes Nordrhein-Westfalen bei unseren Vorträgen zum Thema „Mit Glasfaser und 5G zur Gigabit-Region Südwestfalen“.
Kommen Sie vorbei, und diskutieren Sie mit uns, welche Herausforderungen die Digitalisierung und der dazu erforderliche Ausbau der Infrastruktur für eine Flächenregion bedeuten. Nutzen Sie die Messe außerdem zum Knüpfen wertvoller Kontakte und zum gezielten Wissenstransfer. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

cebit2018
Die neue CEBIT 2018. (Logo: Deutsche Messe AG)

Außerdem weisen wir auf den diesjährigen Breitbandgipfel der Deutschen Breitbandinitiative hin, der am ersten CEBIT-Tag, 11. Juni von 13.45 – 15.15 Uhr im Convention Center, Raum 3a stattfindet. Die Deutsche Breitbandinitiative ist ein gemeinsames Projekt der Initiative D21, des BITKOM und des BMVI. Die Bundesregierung legt im Koalitionsvertrag höchste Priorität auf den flächendeckenden Ausbau, der bis 2025 erreicht werden soll. Die Chancen für die Gesellschaft und die Wirtschaft kommen jedoch nicht allein durch moderne Breitbandnetze. Es sind die Anwendungen, die Innovationen und Mehrwerte des digitalen Wandels erfahrbar machen. Auf dem Breitbandgipfel werden Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft über die geplanten Maßnahmen der neuen Bundesregierung zum Ausbau der digitalen Infrastrukturen und die Relevanz der Anwendungen für die Gigabit-Gesellschaft sprechen.

Weitere Informationen:

https://www.cebit.de/veranstaltung/mit-glasfaser-und-5g-zur-gigabit-region-sudwestfalen/VOR/88538

https://www.cebit.de/veranstaltung/mit-glasfaser-und-5g-zur-gigabit-region-sudwestfalen/VOR/87896

https://initiatived21.de/veranstaltungen/breitbandgipfel-cebit-2018/

Neue Geschäftsstellen Gigabit.NRW eröffnet

Das Land Nordrhein-Westfalen hat bei seinen fünf Bezirksregierungen neue Geschäftsstellen eingerichtet, die Städte und Kreise beim Ausbau eines flächendeckenden Gigabitnetzes begleiten sollen. Für den Hochsauerlandkreis, die Kreise Olpe, Soest, Siegen-Wittgenstein, den Märkischen Kreis und die Region Südwestfalen ist zukünftig die Geschäftsstelle Gigabit.NRW der Bezirksregierung Arnsberg zuständig.

In jeder Geschäftsstelle werden sich bis zu sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um den Gigabitausbau kümmern. Sie sollen die Arbeit der bisherigen Breitband-Koordinatoren in den Kommunen professionalisieren. Ein besonderer Schwerpunkt wird die Beratung der Schulträger sein. Bereits am vergangenen Dienstag hatte das Kabinett Eckpunkte des neuen GigabitMasterplan.NRW beschlossen, darunter auch, die Kofinanzierung der Förderprogramme von Bund und EU aus dem Landeshaushalt sicherzustellen und die Geschäftsstellen Gigabit.NRW einzurichten.

Übersicht Gigabit-Masterplan NRW (Quelle: MWIDE, Wirtschaft.NRW)

Zu den Eckpunkten des GigabitMasterplan.NRW, der in die Digitalstrategie des Landes eingeht, gehören unter anderem:

  • Ein GigabitGipfel.NRW Anfang Juli 2018 mit den Spitzen der Telekommunikationsunternehmen und Umsetzung eines anschließenden Arbeitsprogramms
  • Aufstockung des Landes-Kompetenzzentrum Gigabit.NRW (vormals Breitband.NRW) mit mehr Servicekapazitäten für Information, Beratung und Vernetzung aller Akteure
  • Netzwerk der kommunalen Breitbandkoordinatoren zu einem landesweiten Netzwerk von Gigabitkoordinatoren weiterentwickeln
  • Aktionspläne für Gewerbegebiete, Schulen, öffentliche Einrichtungen im Austausch mit den Unternehmen bis Ende 2018 für das schnelle Internet bis 2025
  • Sieben Milliarden Euro für die Digitalisierung, davon mindestens fünf Mrd. Euro für den Ausbau gigabitfähiger digitaler Infrastrukturen
  • Fünf Geschäftsstellen Gigabit.NRW sollen die Umsetzung beschleunigen, damit die Kommunen die Mittel zügig in schnelle Anschlüsse umsetzen können
  • Qualitätsmanagement durch den Projektträger Jülich
  • GigabitAtlas.NRW nach einem einheitlichen Standard für eine geodatenbasierte Datenbank mit landesweiten, für den Breitbandausbau relevanten Daten


Minister Pinkwart sagte: „Die Landesregierung will Nordrhein-Westfalen bis 2025 mit flächendeckenden Gigabitnetzen ausstatten. Bei Gewerbegebieten und Schulen soll und wird es deutlich schneller gehen. Dazu muss das Land Handlungsfähigkeit gewinnen. Mit dem Masterplan werden wir für bessere Informationen, kompetente Beratung in den Regionen, schnellere Entscheidungswege und einfachere Verfahren sorgen. So können wir den wirtschaftlich und gesellschaftlich dringend notwendigen Glasfaserausbau beschleunigen. Das ist eine große Aufgabe, die unser Land voranbringen wird.“

Außerdem räumte der Minister ein, dass derzeit nur 83 Prozent aller Haushalte in NRW einen Internet-Anschluss mit einer Geschwindigkeit von mindestens 50 Megabit pro Sekunde hätten. Die Lücke zu schließen und bis Ende des Jahres hundert Prozent der Haushalte zu erreichen, sei „nicht mehr erreichbar“.

Siehe auch:

https://www1.wdr.de/nachrichten/glasfaser-breitband-pinkwart-100.html

https://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/presse/2018/04/069_18_04_16/index.php

Glasfaser für mehr als 10.000 Haushalte im Kreis Soest

Nach fast zwei Jahren Vorbereitung, befindet sich der Kreis Soest in Sachen Breitbandausbau auf der Zielgeraden. Am Montag, den 26. März 2018 hat Landrätin Eva Irrgang den endgültigen Förderantrag des Kreises für den Breitbandausbau mit Bundesfördermitteln unterzeichnet. Sobald die Genehmigung durch die Fördergeber von Bund und Land vorliegt, sollen 10.071 Haushalte im Kreis Soest mit der zukunftssicheren Glasfasertechnologie bis an das Haus versorgt werden.

Die Glasfaser im Kreis Soest kann kommen. Der endgültige Förderantrag ist unterzeichnet und eingereicht. (Foto: Weinstock/Kreis Soest)

„Das beweist, ländlicher Raum und schnelles Internet müssen kein Widerspruch sein“, freut sich die Landrätin über diesen Erfolg. Im März 2017 hatte der Kreis einen vorläufigen Förderbescheid erhalten (wir berichteten). Förderfähig sind Gebiete mit einer Versorgung von unter 30Mbit/s im Download, in denen kein privatwirtschaftlicher Eigenausbau vorgesehen ist, und die weder im Nahbereich der Hauptverteiler der Telekom noch in einer Einzellage liegen.

Um festzustellen, welche Gebiete im Kreis Soest förderfähig sind, wurde bereits im Februar 2016 ein Markterkundungsverfahren durchgeführt. Dabei haben alle Netzbetreiber ihre aktuelle Breitbandversorgung und ihre geplanten Investitionen für die nächsten drei Jahre gemeldet. Demnach gab es im Kreisgebiet 110 unterversorgte förderfähige Gebiete mit 10.071 unterversorgten Haushalten bzw. Gewerbebetrieben. Aufgrund der geltenden Förderbedingungen und der maximalen Förderhöhe war es nicht möglich, alle unterversorgten Bereiche im Kreis Soest mit in den Förderantrag aufzunehmen. Einzellagen sind durch die Förderung der Bundesregierung leider noch nicht versorgbar, denn lange Zuführungen sprengen die zur Verfügung stehenden Mittel. „Durch umfangreiche Berechnungen und Auswertungen, konnten aber so viele Haushalte wie möglich berücksichtigt werden und der endgültige Förderantrag beim Bund eingereicht werden“, betont Breitbandkoordinator Christoph Hellmann.

„Nach dem Breitbandausbau wird der Kreis Soest ein Vorreiter in der Versorgung mit der zukunftssicheren Glasfasertechnologie bis an das Haus sein“, zieht Landrätin Eva Irrgang ein positives Fazit und bedankt sich bei Breitbandkoordinator Christoph Hellmann für die professionelle Abstimmung mit den Kommunen im Kreis Soest und den Telekommunikationsanbietern.

BREKO Glasfasermesse 2018

Unter dem Motto „Wir bauen die Netze – und gestalten Deutschlands digitale Zukunft!“ fand am 13. und 14. März 2018 die BREKO Glasfasermesse 2018 im Congress Center der Messe Frankfurt/Main statt.

Wie in den Vorjahren, hatte die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH (TKG-SWF) zahlreiche Kunden und Geschäftspartner wieder zu Deutschlands größter Glasfasermesse und wichtigem Branchen-Treffpunkt eingeladen. Die Messe bot eine ideale Kombination aus Ausstellung, Kongress und Seminaren, wo unter anderem die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Digitalisierung verdeutlicht wurden. Über 150 Aussteller präsentierten neue Produkte und Dienstleistungen rund um Finanzierung, Planung, Bau und Betrieb von Glasfasernetzen.

Am Rande der Messe fand außerdem eine Arbeitskreissitzung von TKG-SWF und den südwestfälischen Breitbandkoordinatoren statt. Neben der anbieter-, hersteller- und technologieneutralen Beratung für ihre Gesellschafter, organisiert die kommunale TKG-SWF regelmäßig den Austausch und Know-how Transfer zwischen den fünf Kreisen.

Die Kreis-Breitbandkoordinatoren (v.l.) Markus Menn (Kreis Siegen-Wittegenstein), Ludger Laufer (Hochsauerlandkreis), Martin Dornseifer (Kreis Olpe), Tilo Deckert (Märkischer Kreis), Christoph Hellmann (Kreis Soest) und Geschäftsführer Stefan Glusa (Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH) trafen sich zur gemeinsamen Arbeitskreissitzung anlässlich der BREKO Glasfasermesse am 13.3.2018 in Frankfurt. (Foto: Klostermann/TKG-SWF)

„Wir werden vor allem den Glasfaserausbau in Kooperation mit Kommunen, Stadtwerken und Carriern in unserer Region weiter voranbringen“, sagte TKG-SWF Geschäftsführer Stefan Glusa. „Unser Ziel in den aktuell laufenden Förderverfahren von Bund und Land ist es, bis Ende 2020 mindestens 50.000 Gebäude in den fünf südwestfälischen Kreisen mit echten Glasfaseranschlüssen auszustatten“, so Glusa weiter. Solche FTTB/H Anschlüsse können für manche Einzellagen in ländlichen Gebieten sogar effizienter als FTTC mit VDSL und Vectoring sein, wenn es nur wenige Teilnehmer mit langen Anschlussleitungen zu versorgen gilt. Aufgrund der Technologieneutralität bleibt ein Einsatz von Vectoring natürlich weiterhin möglich, für diesen werde es zukünftig allerdings keine staatliche Förderung mehr geben.

Passend zum Termin der Glasfaser-Messe in Frankfurt, hatte wenige Tage zuvor die neue Bundesregierung angekündigt, die Förderstrategie für flächendeckend schnelles Internet zu überarbeiten und „in Zukunft nur noch Glasfaser zu fördern“. Dafür solle „sehr viel Geld“ ausgegeben werden, konkret sind zehn bis zwölf Milliarden Euro vorgesehen. Bei der Eröffnung der Messe wurde allerdings daran erinnert, dass die Vergabe öffentlicher Mittel für den Glasfaserausbau „immer nur das letzte Mittel“ darstellen dürfe, wenn ein Ausbau sonst auf absehbare Zeit nicht wirtschaftlich realisiert werden kann. Der BREKO warnte in diesem Zusammenhang davor, einen eigenwirtschaftlichen Ausbau im Wettbewerb eher zu behindern, wenn immer noch mehr Fördermittel eingesetzt würden. Dieses könne letztlich sogar kontraproduktiv zu einem schnellen, flächendeckenden Glasfaserausbau sein.

DLT-Kommunalkonferenz zu Glasfaser-Netzausbau

Im Mittelpunkt der Kommunalkonferenz des Deutschen Landkreistages (DLT) am Montag, 19. Februar 2018 in Berlin stand die große Bedeutung des Netzausbaus mit Glasfaser. Für die kommunale Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen nahm Breitbandkoordinator Tilo Deckert an der Konferenz teil.

Landrat Reinhard Sager, Präsident des Deutschen Landkreistages, sagte auf der Veranstaltung: „Wir brauchen eine flächendeckende, hochleistungsfähige Breitbandinfrastruktur, damit Deutschland nicht den Anschluss an eine Welt verpasst, in der der Digitalisierung immer größere Bedeutung zukommt. Gerade in ländlichen Räumen sind hierfür so genannte Landkreis- und Gemeindemodelle besonders gut geeignet.“

deckert_dlt2
Tilo Deckert (Breitbandkoordinator Märkischer Kreis), Landrat Reinhard Sager (Präsident Deutscher Landkreistag) und Roland Koch (Aufsichtsrat Vodafone, Ministerpräsident a. D.) am 19.02.2018 auf der Kommunalkonferenz des Deutschen Landkreistags in Berlin. (Foto: TKG)

Positiv zu bewerten sei das klare Bekenntnis des Koalitionsvertrags zur Glasfaser als der einzig zukunftsfähigen Breitbandtechnologie im Festnetzbereich. „Jetzt muss allerdings Dampf unter den Kessel, damit wir tatsächlich zügig eine flächendeckende Verfügbarkeit von Glasfaser erreichen können“, so Sager weiter. Sicherzustellen sei hierbei, dass es sich tatsächlich um Glasfaser bis ins Gebäude handelt.

Die Digitalisierung werde – das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage des Deutschen Landkreistages, die derzeit ausgewertet wird – von den Landkreisen als große Chance begriffen. „Über die Hälfte der Landkreise erwarten Effizienzgewinne für die Verwaltungsorganisation, fast ebenso viel erhoffen sich eine Attraktivitätssteigerung für Unternehmen und Bürger. Wenig überraschend ist, dass der fehlende oder unzureichende Breitbandausbau das größte Hemmnis für digitale Angebote darstellt“, verdeutlichte der DLT-Präsident.

deckert_dlt1
Tilo Deckert (Breitbandkoordinator Märkischer Kreis) sprach mit Tim Brauckmüller (Geschäftsführer des Breitbandbüros des Bundes) über die erfolgreichen Förderanträge aus Südwestfalen. (Foto: TKG)

Auf dem Podium waren unter anderem Tim Brauckmüller (Geschäftsführer des Breitbandbüros des Bundes), und Roland Koch (Aufsichtsrat Vodafone, Ministerpräsident a. D.) Tim Brauckmüller stellte in seinem Vortrag aktuelle Zahlen zur Breitbandverfügbarkeit in Deutschland vor und erläuterte anschließend den Status quo des Bundesförderprogramms Breitband. Demnach beläuft sich das Fördervolumen auf 669 bewilligte Anträge, womit 2,4 Millionen Haushalte und Gewerbe sowie mehr als 4.400 Schulen an leistungsstarkes Breitband angeschlossen werden. Brauckmüller hob in diesem Zusammenhang die positive Entwicklung hervor, dass viele Anträge auf den zukunftsfähigen FTTB-Anschluss (Fibre to the building) abzielen, was einen wichtigen Technologiesprung bedeutet.

DLT-Präsident Sager betonte in diesem Zusammenhang die Rolle der Landkreise beim Breitbandausbau: „Bei der Umsetzung der geplanten Bundesförderung in Höhe von 10-12 Mrd. Euro muss die bisherige starke Funktion der Kreise erhalten bleiben. Der Ausbau in Deutschland ist ohne die Landkreise und Gemeinden nicht zu stemmen. Wo stünden wir heute, wenn sich die Landkreise dem Ausbau nicht angenommen hätten? Unser Credo für den Breitbandausbau in den ländlichen Räumen lautet: mindestens eine, dafür aber wirklich flächendeckende Infrastruktur. Das gilt im Festnetzbereich ebenso wie im Mobilfunkbereich.“

4. Breitband-Forum Südwestfalen

Im Frühjahr 2018 findet wieder das „Breitband-Forum Südwestfalen“ statt. Bereits zum vierten Mal lädt die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen hierzu alle Breitbandbeauftragten, Vertreter aus Politik und Verwaltungen, Gremienmitglieder und Interessierte aus der Region herzlich ein. 

Auf Wunsch vieler Kommunen werden die Schwerpunktthemen diesmal das „DigiNetzGesetz“, die „Gigabitgesellschaft mit NGN und 5G“, sowie das Programm „WiFi4EU“ sein.

Nachdem im letzten Jahr das regionale Breitband-Gespräch in Soest stattfand, werden im Rahmen des 4. Breitband-Forums erstmals Workshops an mehreren Orten in Südwestfalen angeboten. Die Teilnahme ist kostenlos. Fachkundige Referenten des Breitbandbüros des Bundes führen die Workshops durch. Den Beitrag zu WiFi4EU übernimmt ein Referent von Breitband.NRW.

Den Auftakt bildete der DigiNetzG-Workshop des Breitbandbüros des Bundes am Dienstag, den 20. Februar 2018 von 10:00 bis 16:00 Uhr im Kulturzentrum Lyz in Siegen. Hierzu waren besonders die Vertreter aus den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein eingeladen.

„Bei der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes durch das DigiNetzGesetz wird zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze der Zugang zu vorhandenen und im Ausbau sowie in Sanierung befindlichen Versorgungsnetzen neu geregelt. Dazu werden dem TK-Netz-Anbieter neue Rechte und Pflichten bei der Mitnutzung vorhandener Infrastruktur von Versorgungsnetzen eingeräumt. Gleichzeitig erhalten Anbieter neue Rechte und Pflichten bei der Mitverlegung von erforderlichen neuen Infrastruktur-Bestandteilen. Diese neuen Festlegungen betreffen alle Ebenen bis hin zur Gebäudeinfrastruktur. Im Einklang hiermit sind auch die Rechte und Pflichten des Eigentümers und Betreibers von vorhandener Infrastruktur neu geregelt.“

Fortgesetzt wurde die Reihe am Dienstag, den 6. März 2018 von 10:00 bis 16:00 Uhr im Kreishaus in Lüdenscheid mit dem DigiNetzG-Workshop für Vertreter aus dem Märkischen Kreis, dem Kreis Soest und dem Hochsauerlandkreis.

„Anhand von aktuellen Beispielen aus der Praxis bietet der Workshop einen umfassenden Einblick in alle gesetzlichen Kernaussagen und Neuregelungen. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, Erfahrungen bei der Umsetzung des DigiNetz-Gesetzes zu diskutieren und sich auszutauschen. Ziel des Workshops ist es, die Systematik vor allem der Mitnutzungs- und Mitverlegungsbestimmungen zu erörtern, sodass die Teilnehmer Anwendungsfälle auf ihren Alltag adaptieren können.“

Den Abschluss bildet am Mittwoch, den 7. März 2018 von 10:00 bis 16:00 Uhr im Kreishaus Arnsberg ein Workshop zum Thema Gigabitgesellschaft: NGN und 5G, zu dem Teilnehmer aus allen südwestfälischen Kreisen eingeladen sind.

„In diesem Seminar wird die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft diskutiert: Digitale Hubs, Digitalisierung Mittelstand, Bau von Gigabit-Netzen, private Investitionen, Wertschöpfungsnetzwerke sichern, Wagniskapital mobilisieren, eGovernment voranbringen, Energiewende digitalisieren, Gesundheitsbranche digitalisieren, FinTech stärken, Mobilität voranbringen und soziale Sharing Economy organisieren.“

Die Teilnehmerzahl aller Workshops ist begrenzt. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Bitte je Institution / Verwaltung / Kommune nur ein(e) Teilnehmer(in). Sie erhalten eine Anmeldebestätigung per E-Mail.

Breitband Thema beim Landkreistag NRW

Bei einer Veranstaltung mit den Breitbandbeauftragten der Kreise in NRW und interessierten Mitgliedern des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr des Landkreistages Nordrhein-Westfalen am 31. Januar 2018 in Düsseldorf, berichtete die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH (TKG-SWF) über die erfolgreiche Breitbandkoordination in der Region.

Austausch von Breitbandkoordinatoren und Mitgliedern des Landkreistags NRW. (Foto: TKG-SWF)

Nach der Begrüßung durch den ersten Beigeordneten Dr. Marco Kuhn und den Hauptreferenten Dr. Markus Faber, wurde der Stand der Breitbandförderung und des Breitbandausbaus in NRW von Klaus Stratmann (Breitband.NRW) vorgestellt und anschließend diskutiert.

Wichtige Informationen zum Vergaberecht und Beihilfenrecht beim Breitbandausbau lieferten anschließend Experten von PwC Legal. Es folgten interessante Berichte aus der Praxis, unter anderem ein Erfahrungsbericht zu den Förderverfahren „NGA-Programm ländlicher Raum NRW“ und „Regionales Wirtschaftsförderungsprogramm NRW“ aus dem Kreis Höxter, sowie Berichte aus den Kreisen Wesel und Coesfeld.

Für die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen blickte Stefan Glusa auf „Zehn Jahre regionale Breitbandkoordination“ zurück und stellte die aktuellen Aufgaben und Handlungsfelder vor. Konkret wurde die erfolgreiche Vernetzung der südwestfälischen Kreise am Beispiel des Kreises Olpe. Dessen Breitbandkoordinator Martin Dornseifer informierte über Zeitplan und Schwierigkeiten im Bundesförderprogramm. Der Kreis Olpe hat als erster und bislang einziger Kreis in NRW einen endgültigen Förderbescheid erhalten und der Netzausbau Ausbau läuft seit Anfang Dezember (wir berichteten).

Ein Erfahrungsaustausch zum Sonderförderaufruf Mittelstand, zur Einbeziehung von Schulen in das Bundesförderverfahren, sowie ein Ausblick auf zukünftige Förderprogramme des Bundes und des Landes bildeten den Abschluss der interessanten Veranstaltung des Landkreistags NRW.

NRW Förderbescheide über 33,5 Millionen für Südwestfalen

Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart hat am 29. August 2017 in Düsseldorf die Zuwendungsbescheide für den Breitbandausbau an die drei südwestfälischen Kreise Soest, Hochsauerlandkreis und den Märkischen Kreis übergeben. Damit verbunden sind 33,5 Millionen Euro Landesmittel. Olpe und Siegen-Wittgenstein hatten ihre Bescheide bereits in früheren Förderaufrufen erhalten.

Die Vertreter aus Südwestfalen mit NRW Wirtschafts-und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, von links: Christoph Hellmann (Breitbandkoordinator Kreis Soest), Stefan Glusa, (Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH), Fritz Heer (Kämmerer Märkischer Kreis), Volker Ruff (WFG Kreis Soest GmbH), Andreas Pletziger (Bezirksregierung Arnsberg), Ludger Laufer (Breitbandkoordinator Hochsauerlandkreis) Foto: MWIDE NRW/Roberto Pfeil

Zehn weitere Kreise und Kommunen erhielten an diesem Tag ebenfalls ihre Förderbescheide. Insgesamt fließt mehr als eine viertel Milliarde Euro in den Breitbandausbau in NRW, davon rund 145 Millionen Euro Bundesmittel. Insgesamt werden rund 140.600 Haushalte und mehr als 7.500 Unternehmen an das schnelle Internet angeschlossen. Minister Pinkwart: „Wir machen das Land fit für das Gigabit-Zeitalter. Unsere Kreise und Kommunen setzen immer häufiger auf Glasfaserausbau. Das ist eine richtige und weitsichtige Entscheidung, die die Landesregierung ausdrücklich unterstützt. Nur so können wir die digitale Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen zukunftsfest ausbauen.“ Zudem gelingt es, so der Digitalminister, zwischenzeitlich besser, einen höheren Anteil der Bundesförderung für die digitale Aufholjagd nach Nordrhein-Westfalen zu holen. Mit der Übergabe der Bescheide löst die Landesregierung das Versprechen ein, alle NRW-Projekte, die eine Bundesförderung erhalten, mit Landesmitteln kozufinanzieren.

NRW Wirtschafts-und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart überreichte die Förderbescheide zum Breitbandausbau in NRW an Vertreter von Städten und Kreisen. (Foto: MWIDE NRW/Roberto Pfeil)

Die Zuwendungsbescheide zur Kofinanzierung der Projekte aus dem 3. Förderaufruf des Bundes nahmen Volker Ruff und Christoph Hellmann für den Kreis Soest, Ludger Laufer für den Hochsauerlandkreis und Fritz Heer für den Märkischen Kreis entgegen. „Wir freuen uns über den letzten offiziellen Schritt zur Finanzierung des Breitbandausbaus. Mit den Fördermitteln können wir jetzt in allen unterversorgten Gebieten eine Glasfaserversorgung bis vor jedes Haus realisieren. Die Finanzierung steht und der Betreiber wird bereits mit einer europaweiten Ausschreibung ermittelt“, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Kreis Soest. Im Märkischen Kreis wurden 314 Ausbaugebiete definiert, mit etwas mehr als 44.000 zu versorgenden Haushalten. Aktuell läuft auch dort das Vergabeverfahren, danach wird der endgültige Förderbescheid beim Bund beantragt, so der Märkische Kreis in seiner Pressemeldung. Der Hochsauerlandkreis teilt mit, dass der jetzt geförderte Ausbau der Breitbandinfrastruktur in den bislang unterversorgten Ortschaften ist ein wichtiger Meilenstein sei, um bis 2025 Gigabit-fähige Netze zu haben.

Christoph Hellmann mit Volker Ruff für den Kreis Soest, Ludger Laufer für den Hochsauerlandkreis und Fritz Heer für den Märkischen Kreis nahmen die Bescheide entgegen. (Fotos: MWIDE NRW/Roberto Pfeil)

Die erfolgreichen Förderanträge wurden von den Breitbandkoordinatoren der Kreise auf den Weg gebracht und von der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen (TKG) mit anbieter- und technologieneutralen Planungs- und Beratungsleistungen unterstützt. TKG-Geschäftsführer Stefan Glusa dankte stellevertretend dem Dezernenten Andreas Pletziger von der zuständigen Bezirksregierung in Arnsberg: „Die gute und langjährige Zusammenarbeit in Sachen Breitbandförderung mit den kompetenten Mitarbeitern des Dezernats 33 der Bezirksregierung Arnsberg und dem Referat IV B 5 im Ministerium, hat mit zu diesem Erfolg für unsere Region beigetragen.“

Weitere Infos: https://www.wirtschaft.nrw/pressemitteilung/land-mobilisiert-gesamtfoerderung-von-mehr-als-einer-viertel-milliarde-euro-fuer