Bund fördert Planung und Beratung beim Glasfaser-Ausbau in „grauen Flecken“ im HSK

Um den Glasfaserausbau weiter voran zu treiben, hat der Hochsauerlandkreis im Januar 2022 einen Zuwendungsbescheid über 200.000 Euro vom Bundesministerium für Digitalisierung und Verkehr aus Berlin erhalten. „Damit können jetzt die notwendigen Vorbereitungen zur Durchführung von weiteren Förderanträgen beginnen“, freut sich Landrat Dr. Karl Schneider.

Über den Zuwendungsbescheid von 200.000 Euro für den Glasfaserausbau im HSK freuen sich (v.l.n.r.) Stefan Glusa, Geschäftsführer TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen mbH, Landrat Dr. Karl Schneider und Ludger Laufer, Gigabitkoordinator. (Foto: Fisch/HSK)

Insgesamt werden im Kreis bereits über 100 Millionen Euro in den von Bund und Land geförderten Netzausbau investiert. „Auch für den Glasfaserausbau in so genannten „grauen Flecken“, kann sich der HSK und sein Gigabitkoordinator Ludger Laufer auf die bewährte Unterstützung durch die kreiseigene TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen verlassen“, versicherte TKG-Geschäftsführer Stefan Glusa.

In diesem Zusammenhang weist der Hochsauerlandkreis nochmals auf den laufenden Glasfaserausbau für über 3.300 Adressen hin: Im Oktober 2021 wurden alle berechtigten Eigentümer in den Fördergebieten angeschrieben. Bis zum 31. März 2022 können diese noch einen „Antrag für einen kostenfreien Glasfaserausbau“ stellen. Erst dann dürfen die geförderten Glasfaser-Hausanschlüsse dort kostenlos bis ins Haus gelegt werden. Ab dem 31. März 2022 werden für eine nachträgliche Herstellung des Glasfaser-Anschlusses einmalig 799,95 Euro fällig.

Informationen zu den Ausbaugebieten sind auf der Homepage des Hochsauerlandkreises unter www.hochsauerlandkreis.de/breitband verfügbar. Dort besteht die Möglichkeit, die Adressen und Ausbaugebiete über eine Karte einzusehen. Sollten Adressen im Ausbaugebiet liegen und kein Anschreiben bekommen haben, werden die Eigentümer gebeten, sich direkt an den Gigabitkoordinator des Hochsauerlandkreises zu wenden.

Erste Mobilfunkkoordinatoren in Südwestfalen nehmen Arbeit auf

Zum Jahresbeginn 2022 haben der Märkische Kreis und der Kreis Soest die vom Land NRW geförderten Stellen der Mobilfunkkoordination besetzt. Im MK teilen sich Matthias Pohl und Thomas Hoheisel die Aufgabe. Im Kreis Soest verstärkt Philipp Bußmann das Team der Breitbandkoordination.

Landrat Marco Voge, die Mobilfunkkoordinatoren Thomas Hoheisel und Matthias Pohl sowie Stefan Glusa, Geschäftsführer der TKG-Südwestfalen freuen sich über den Zuwendungsbescheid des Landes. (Foto: Erkens/MK)

„Der Märkische Kreis gehört mit zu den Ersten, die diese Stelle mit finanzieller Förderung des Landes NRW eingerichtet haben“ freut sich Landrat Marco Voge. „Für den Wirtschaftsstandort Märkischer Kreis ist der Ausbau der Mobilfunknetze von immenser Bedeutung. Auch in der privaten Kommunikation gehört ein stabiles Mobilfunknetz ohne Funklöcher zur Lebensqualität“, weiß Voge auch aus seiner Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH (TKG-SWF).
Der Zuwendungsbescheid in Höhe von 210.000 Euro wurde dem Märkischen Kreis von der Bezirksregierung Arnsberg – Geschäftsstelle Gigabit.NRW für drei Jahre überreicht.
Ziel der Mobilfunkkoordination ist es, den gesamten Kreis bei der Umsetzung des Ausbaus mit flächendeckenden Mobilfunknetzen in allen Belangen zu unterstützen und als zentraler Ansprechpartner für Mobilfunkfragen zur Verfügung zu stehen. Demnach ist die Mobilfunkkoordination auch die erste Ansprechstelle für alle Beteiligten wie Mobilfunknetz- oder Funkmastbetreiber, Kommunen sowie sämtliche öffentliche Stellen und natürlich der Bürger.
Die maßgeblichen Herausforderungen für den künftigen Mobilfunkausbau sind die Identifizierung geeigneter Standorte, langwierige Genehmigungsverfahren, eine leistungsfähige Anbindung der Sendestandorte an das Glasfasernetz und Bedenken von Anwohnern insbesondere mit Blick auf die Mobilfunkstrahlung.
Die Mobilfunkkoordinatoren des Kreises sollen bei der Lösung dieser Fragen konkrete Hilfestellungen geben und – wie es der Name schon sagt – koordinieren. Dafür ist eine Vernetzung der Ansprechpartner bei Mobilfunkunternehmen, Kommunen, Bezirksregierungen und dem Land sinnvoll. Vor Ort helfen die Koordinatoren, Verfahren zu beschleunigen und beispielsweise schneller kommunale Liegenschaften für Sendemasten finden. Zudem werden Matthias Pohl und Thomas Hoheisel das Antrags- und Genehmigungsverfahren fachlich begleiten und den Kreis und die Städte und Gemeinden zu allen Belangen des Mobilfunkausbaus beraten. „Durch die Verzahnung der beiden Themen Gigabitkoordination und Mobilfunkkoordination können wir ideal die Synergieeffekte nutzen um Ausbauplanungen zu beschleunigen“ sind sich Matthias Pohl und Thomas Hoheisel einig.

Im Kreis Soest verstärkt Philipp Bußmann das Team der Breitbandkoordination, um nicht nur beim Glasfaser-Ausbau weiter Tempo zu machen, sondern auch um die Mobilfunkversorgung voranzutreiben. „Das ist wichtig, weil sich gut ausgebaute Mobilfunknetze zu einem enormen Standortfaktor entwickelt haben“, erklärt Landrätin Eva Irrgang, die Mobilfunkkoordinator Philipp Bußmann im Kreishaus begrüßte.

Landrätin Eva Irrgang (2. v. l.) begrüßte im Beisein von Gigabitkoordinator Christoph Hellmann (r.) und Sonja Claus (Öffentlichkeitsarbeit Breitband, l.) den neuen Mobilfunkkoordinator Philipp Bußmann. (Foto: Kalle/SO)

„Gerade in den ländlichen Regionen ist der marktgetriebene Ausbau schwierig“, erläutert Bußmann, warum es immer noch Funklöcher gibt. Seine Aufgabe wird unter anderem darin bestehen, als Bindeglied zwischen Kommunen, Politik und Bürgern zu fungieren, die Schnittstelle zu Mobilfunknetz- oder Funkmastbetreibern zu bilden und sie beispielsweise bei der Standortsuche zu unterstützen. Ziel ist eine möglichst flächendeckende Versorgung mit dem neuen 5G-Mobilfunkstandard. Bußmann wird eng mit Gigabitkoordinator Christoph Hellmann zusammenarbeiten. „Die zentrale Koordinierung mit allen Akteuren hat sich schon bei der Breitbandförderung bewährt. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit werden wir beim Mobilfunkausbau im Kreis Soest weiterführen“, berichtet Landrätin Eva Irrgang. Das Team Breitbandkoordination hat auch ein offenes Ohr für die Fragen der Bürgerinnen und Bürger. „Wir wissen, dass die Zusammenhänge komplex sind. Deshalb wollen wir mit den Menschen über die Themen 5G und Glasfaser ins Gespräch kommen“, unterstreicht Sonja Claus, die das Team Breitbandkoordination im Kreis Soest bei der Öffentlichkeitsarbeit ergänzt.
Die aktuelle und geplante Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen liegt im Kreis Soest mit 35 Prozent über die zukunftsfähige Glasfaser-Technologie und mit 61 Prozent über das TV-Kabel schon weit über dem Landesdurchschnitt. Doch bei der Mobilfunkversorgung müssten die vier Mobilfunkversorger im Kreis Soest noch erheblich nachlegen: „Wenn man die langen Bauzeiten zur Anbindung aller bisherigen und noch zusätzlich benötigten Standorte mit Glasfaser betrachtet, ist ein aktives koordiniertes Handeln aller Akteure unumgänglich“, berichtet Gigabitkoordinator Christoph Hellmann.

Unterstützung erhalten alle Mobilfunkkoordinatoren in Südwestfalen weiterhin von der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH: „Die TKG-Südwestfalen hat bereits in den vergangenen zwei Jahren das Thema Mobilfunk im Auftrag aller fünf Kreise betreut und wird Ansprechpartnerin für die Mobilfunkkoordinatoren bleiben“, versichert Geschäftsführer Stefan Glusa.

Die Förderung der Mobilfunkkoordinatorinnen und Mobilfunkkoordinatoren erfolgt auf Grundlage der „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen an Kreise und kreisfreie Städte zur Förderung von Mobilfunkkoordinatorinnen und Mobilfunkkoordinatoren für den flächendeckenden Ausbau von Mobilfunknetzen“ des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE) vom 8. Juli 2021.

5G für die Region Südwestfalen: Vodafone baut Infrastruktur aus

Vodafone hat in Südwestfalen mehrere neue 5G-Mobilfunkstationen in Betrieb genommen. Wie das Unternehmen mitteilte, versorgt Vodafone bereits an

  • 20 Orten im Hochsauerlandkreis (HSK)
  • 5 Orten im Kreis Olpe (OE)
  • 12 Orten im Kreis Soest (SO)
  • 10 Orten im Kreis Siegen Wittgenstein (SI)
  • 19 Orten im Märkischen Kreis (MK)

die Bevölkerung mit 5G, u.a. an folgenden Standorten:

  • HSK: Marsberg, Meschede (2x), Schmallenberg, Eslohe (2x), Hallenberg, Arnsberg (3x)
  • OE: Lennestadt, Drolshagen, Wenden, Kirchhundem und Olpe
  • SO: Möhnesee (2x), Werl, Erwitte, Bad Sassendorf, Soest (2x), Rüthen (2x), Geseke und Lippstadt
  • SI: Bad Laasphe, Burbach, Erndtebrück, Kreuztal (3x), Bad Berleburg, Hilchenbach und Siegen (2x)
  • MK: Altena, Kierspe, Iserlohn (3x), Werdohl (2x), Balve, Herscheid, Hemer, Halver, Plettenberg (3x), Menden (Sauerland), Lüdenscheid und Schalksmühle
Karte der Netzabdeckung von Vodafone in Südwestfalen (Quelle: Bundesnetzagentur, Letzte Datenaktualisierung: 10/2021, GeoBasis-DE / BKG)

Mittelfristiges Ziel sei es, möglichst die gesamte Bevölkerung im Kreis an das 5G-Netz anzubinden – so, wie es bei der Mobilfunkversorgung mit Sprache (GSM =2G) und bei der mobilen Breitbandtechnologie LTE (=4G) bereits heute nahezu der Fall sei. Um ein flächendeckendes 5G-Netz herzustellen, werde Vodafone zunächst die bereits vorhandene Mobilfunk-Infrastruktur weitgehend mitnutzen und seine 5G-Antennen, wo immer es möglich ist, an den bestehenden Standorten in Südwestfalen in Betrieb nehmen.

Von den bestehenden Mobilfunkstationen werden

  • 127 im Hochauerlandkreis
  • 49 im Kreis Olpe
  • 92 im Kreis Soest
  • 92 im Kreis Siege-Wittenstein
  • 108 im Märkischen Kreis

nach und nach aufgewertet, indem dort zusätzlich 5G-Technologie installiert wird – zum Beispiel an Masten, Aussichtstürmen, Kirchtürmen sowie auf den Dächern von Rathäusern, Bürogebäuden und Wohnhäusern. Dieses geschieht Station für Station im Laufe der nächsten Jahre.

Aktuell versorgt das Vodafone-Mobilfunknetz

  • 99,8 Prozent (HSK)
  • 99,6 Prozent (OE)
  • 99,9 Prozent (SO)
  • 99,8 Prozent (SI)
  • 99,9 Prozent (MK)

der Bevölkerung, und mit LTE

  • 96,6 Prozent (HSK)
  • 93,8 Prozent (OE)
  • 99,8 Prozent (SO)
  • 97,3 Prozent (SI)
  • 99,3 Prozent (MK)

Weitere LTE-Bauprojekte:

  • 14 im HSK, davon 8 neue in: Schmallenberg (2x), Olsberg (2x), Brilon, Hallenberg, Arnsberg und Bestwig, um bestehende LTE-Funklöcher zu beseitigen. An 3 vorhandenen Standorten in Schmallenberg (2x) und Arnsberg werden zusätzliche LTE-Antennen angebracht, um die Kapazitäten und Geschwindigkeiten im Einzugsbereich dieser LTE-Stationen zu steigern. 3 Neubaustandorte sind in Schmallenberg, Arnsberg und Meschede geplant.
  • 9 in OE, davon 3 neue in Olpe, um bestehende LTE-Funklöcher zu beseitigen. An 2 vorhandenen LTE-Stationen in Attendorn und Olpe werden zusätzliche LTE-Antennen angebracht, um die Kapazitäten und Geschwindigkeiten im Einzugsbereich dieser LTE-Stationen zu steigern. 4 Neubaustandorte sind in Wenden, Drolshagen (2x) und Kirchhundem geplant.
  • 7 in SO, davon 2 in Wickede (Ruhr) und Rüthen, um bestehende LTE-Funklöcher zu beseitigen. An 4 vorhandenen LTE-Stationen in Möhnesee, Geseke und Lippstadt (2x) werden zusätzliche LTE-Antennen angebracht, um die Kapazitäten und Geschwindigkeiten im Einzugsbereich dieser LTE-Stationen zu steigern. Ein LTE-Neubaustandort ist in Ense geplant.
  • 13 in SI, davon 4 neue in Bad Laasphe, Siegen, Bad Berleburg und Kreuztal, um bestehende LTE-Funklöcher zu beseitigen. An 8 vorhandenen LTE-Stationen in Kreuztal (2x), Siegen (4x), Freudenberg und Hilchenbach werden zusätzliche LTE-Antennen angebracht, um die Kapazitäten und Geschwindigkeiten im Einzugsbereich dieser LTE-Stationen zu steigern. Ein LTE-Neubaustandort ist in Kreuztal geplant.
  • 15 im MK, davon 2 neue in Lüdenscheid und Menden, um bestehende LTE-Funklöcher zu beseitigen. An 10 vorhandenen LTE-Stationen in Iserlohn (3x), Werdohl, Balve, Herscheid (2x), Halver und Plettenberg (2x) werden zusätzliche LTE-Antennen angebracht. 3 LTE-Neubaustandorte sind in Werdohl, Hemer und Kierspe geplant.

Mobilfunkkoordinator im Kreis Siegen-Wittgenstein

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Verglichen mit den südwestfälischen Nachbarkreisen, ist der Mobilfunkausbau im Kreis Siegen-Wittgenstein in den letzten Jahren am besten voran gekommen. Der Kreis hat sogar den zweithöchsten Ausbauzuwachs bei der Mobilfunknetzabdeckung in ganz NRW zu verzeichnen (+10,79% seit 2019). Trotzdem kann noch nicht überall im Kreis lückenlos mobil telefoniert, geschweige denn mit dem Smartphone gesurft werden. 5G gibt es erst in dichter besiedelten Ballungsräumen und auch dort noch nicht flächendeckend. Um den Mobilfunkausbau massiv nach vorne zu bringen, möchten der Kreis jetzt mit finanzieller Förderung des Landes NRW die Stelle eines Mobilfunkkoordinators (m/w/d) einrichten. Vergleichbare Beschlüsse haben auch alle anderen südwestfälischen Kreise gefasst.

(Grafik: MWIDE, TKG-SWF)

„Der Mobilfunkausbau kommt leider nicht so schnell voran, wie er müsste, obwohl die Mobilfunkbetreiber entsprechende Ausbaupläne verfolgen“, sagt Landrat Andreas Müller. Er hatte bereits 2019 die Aktion „Funklöcher“ gestartet, bei der Siegerländer und Wittgensteiner konkrete Orte ohne Empfang melden konnten. Diese hat der Kreis dann an die Mobilfunkbetreiber weitergeleitet und u.a. mit einem Vertreter der Telekom auch im entsprechenden Ausschuss diskutiert. „Seitdem ist viel Positives passiert“, bilanziert der Landrat, „aber leider hat es auch kritische Entwicklungen und neue Herausforderungen gegeben: So hat die Abschaltung des UMTS-Netzes bereits begonnen und der 5G-Aufbau läuft. Dieses Hochleistungsfunknetz braucht aber viele zusätzliche Sendestandorte, die alle an das Glasfasernetz angeschlossen werden müssen. Das ist eine neue, große logistische Herausforderung“, so der Landrat und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen (TKG-SWF).

Die maßgeblichen Hürden für den künftigen Mobilfunkausbau sind die Identifizierung geeigneter Standorte, langwierige Genehmigungsverfahren, die erwähnte Anbindung der neue Sendestandorte an das Glasfasernetz und Bedenken von Anwohnern insbesondere mit Blick auf die Mobilfunkstrahlung.

Der Mobilfunkkoordinator des Kreises soll bei der Lösung dieser Fragen konkrete Hilfestellungen geben und – wie es sein Name schon sagt – koordinieren. Er kann Mobilfunkunternehmen, Kommunen, Bezirksregierungen und Land vernetzen. Vor Ort soll er helfen, Verfahren zu beschleunigen und z.B. schneller kommunale Liegenschaften für Sendemasten finden. Zudem kann er Antrags- und Genehmigungsverfahren fachlich begleiten und den Kreis und die Städte und Gemeinden zu allen Belangen des Mobilfunkausbaus beraten.

Der Mobilfunkkoordinator soll zudem eng mit dem Gigabitkoordinator, der für den Breitbandausbau zuständig ist, zusammenarbeiten. Die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen wiederum wird die Arbeit der Mobilfunkkoordinatoren in Südwestfalen bündeln, so wie es heute bereits bei den Gigabitkoordinatoren geschieht.

„Mobilfunkausbau ist ein Thema, mit dem man nie fertig sein wird“, sagt Landrat Andreas Müller: „Der technische Fortschritt wird uns immer wieder vor neue Herausforderungen stellen. Der Mobilfunkkoordinator kann uns dabei helfen, in den nächsten drei Jahren die richtigen Weichen zu stellen und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung umzusetzen.“

Der Ausschuss für Wirtschaft, Mobilität und Verkehrsinfrastruktur des Kreises Siegen-Wittgenstein wird am 08. Dezember 2021 erstmals über die Etablierung eines Mobilfunkkoordinators beraten.

Siehe auch www.mobilfunkkoordinator.de und https://www.siegen-wittgenstein.de/Startseite/Mobilfunkkoordinator

Glasfaser-Baustart in Werdohl

Die Planungen für schnelles Internet in Werdohl sind abgeschlossen, jetzt wird gebaut: Der geförderte Glasfaserausbau erfolgt in zwei Bauabschnitten und soll bis Juni 2023 abgeschlossen sein.
Beim Glasfaserausbau in den Wohngebieten (Bundesförderprogramm 3. Call) besteht im Märkischen Kreis weiterhin großes Interesse (wir berichteten). Das mit insgesamt 60,45 Millionen Euro geförderte Projekt wird von den Bürgerinnen und Bürgern außerordentlich gut angenommen. Die Fördermittel kommen so ganz konkret bei den Menschen an“, sagt Landrat Marco Voge. Matthias Pohl, Gigabitkoordinator des Kreises, ergänzt: „Aktuell sind kreisweit 3.302 Anschlüsse buchbar.“
In Altena-Rosmart und in vielen Ortsteilen von Schalksmühle ist der Ausbau bereits komplett abgeschlossen. In Werdohl (Dresel, Düsternsiepen, Espenhagen, Eveking, Borbecke, Osmecke, Kettling, Rotenhohl, Kleinhammer und Pungelscheid) startet er jetzt.

Start des Glasfaser-Ausbaus in Werdohl (von links): Ralf Engstfeld (Regionalmanager der Deutschen Telekom), Landrat Marco Voge, Bürgermeister Andreas Späinghaus, Kreis-Gigabitkoordinator Matthias Pohl und Bauleiter Christian Mewes. (Foto: Vorsmann)

Beim Breitbandausbau profitiert der Märkische Kreis von diversen Förderprojekten des Bundes sowie des Landes NRW. Beim Glasfaserausbau in den Wohngebieten (Bundesförderprogramm 3. Call) ist das Interesse der Eigentümer sehr hoch. Die Rückmeldequote in Werdohl liegt bei knapp 89 Prozent. In Werdohl profitieren von diesem geförderten Ausbau rund 900 Adressen. Das neue Netz ermöglicht Bandbreiten bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s). „Es ist so leistungsstark, dass Arbeiten und Lernen von Zuhause aus, Video-Konferenzen, Surfen und Streamen gleichzeitig möglich sind“, berichtet Matthias Pohl. Die Deutsche Telekom wird mehr als 35 Kilometer Tiefbauarbeiten durchführen und 40 neue Netzverteiler aufstellen. Der geförderte Glasfaserausbau erfolgt in zwei Bauabschnitten und soll bis Juni 2023 abgeschlossen sein.
„Der Glasfaserausbau ist nicht nur die Basis dafür, dass die Menschen digital arbeiten können, sondern auch ein wichtiger Standortfaktor. Im gesamten Märkischen Kreis kommen wir beim Breitbandausbau gut voran. Mit dem Start der Bauarbeiten für den 3. Call geht es mit schnellem Internet auch für die Bürgerinnen und Bürger in Werdohl weiter. Das ist eine gute Nachricht. Auch bei weiteren Ausbauschritten und Förderprogrammen bleiben wir am Ball“, sagt Landrat Marco Voge. Im gesamten Märkischen Kreis sind nach Abschluss des geförderten Projektes (3. Call) ca. 24.000 Adressen mit rund 44.650 Haushalten an das schnelle Internet angeschlossen.
Werdohls Bürgermeister Andreas Späinghaus freut sich ebenfalls über den Start: „Wir sind froh, diese Ortsteile nun mit Glasfaser ausgebaut zu bekommen.“ Ralf Engstfeld, Regionalmanager der Deutschen Telekom, kündigte an, den Ausbau schnell voran treiben zu wollen. „Die Beeinträchtigungen für die Anwohner halten wir so gering wie möglich.“
Generell wird der geförderte Glasfaserausbau (Bundesförderprogramm 3. Call) zu 50 Prozent vom Bund, zu 40 Prozent vom Land und zu 10 Prozent mit Eigenanteilen der Kommunen finanziert. Kreis-Gigabitkoordinator Matthias Pohl: „Bei Kommunen, die sich in der Haushaltssicherung befinden, übernimmt das Land den Eigenanteil.“

Weitere Informationen unter: https://www.maerkischer-kreis.de/breitband_wohngebiete.php

Projektbegleitkreis „5G Inklusion 4.0“

Die Iserlohner Werkstätten gGmbH werden gemeinsam mit der Gesellschaft für Bildung und Beruf e.V. und der University of Europe for Applied Sciences in Iserlohn in einem vom Land NRW geförderten Forschungsprojekt die Frage beantworten, wie ein eigenes 5G Campusnetz Hilfe und Unterstützung bieten kann.

Das 5G Campusnetz wird errichtet, um verschiedene Anwendungsfelder der digitalen Inklusion in Form von Pilotprojekten zu testen. Begleitet wird das Projekt von einem Beirat, der sich in diesen Tagen zum ersten Mal getroffen hat. Dazu gehören auch der heimische Landtagsabgeordnete Thorsten Schick, der auch Vorsitzender des Ausschusses für Digitalisierung und Innovation des Landes NRW ist. „Solche Projekte werden eher in Großstädten und Metropolen gefördert, ich freue mich, dass das Land dieses innovative Projekt in Iserlohn fördert“, so Thorsten Schick. Insgesamt stellt das Land NRW eine Fördersumme in Höhe von 587.000,00 Euro zur Verfügung.

„Wir haben im Vorfeld Bedarfe entwickelt, wie wir die 5G Technologie für die Iserlohner Werkstätten nutzen können, daraus sind fünf Pilotprojekte entstanden“, berichtet Projektkoordinatorin Maike Franke von den Iserlohner Werkstätten. Dabei geht es in erster Linie um digitale Assistenz in Form von dezentraler Kommunikation. „Das gilt sowohl für die Standorte der Iserlohner Werkstätten, als auch für unsere Beschäftigten auf ausgelagerten Arbeitsplätzen.“

Fachleute und Experten aus unterschiedlichen Bereichen begleiten das neue 5G Projekt der Iserlohner Werkstätten, darunter auch die TKG Südwestfalen. (Foto: ISWE)

Weitere Informationen zum Förderprojekt unter https://inklusion4punkt0.net/5g-inklusion-4-0/ und https://5g.nrw/best-practice/5g-inklusion-4-0/

Weitere Baustarts im Kreis Soest

Nach dem offiziellen Spatenstich im Kreis Soest (wir berichteten) haben im Oktober in drei weiteren Kommunen die Tiefbauarbeiten des 6. Calls für den geförderten Glasfaserausbau begonnen. Die Westenergie Breitband GmbH hat den Baustart in Werl, Rüthen und Lippetal bekanntgegeben.

„Kleiner“ Spatenstich in Lippetal mit Vertretern der Gemeinde, der Westenergie Breitband, dem Ingenieurbüro Jonasson und der Tiefbauunternehmen Waldeier. (Foto: Westenergie Breitband)

Am 10. November 2021 fand das Bauauftaktgespräch für den 6. Call des Breitbandausbaus in Geseke statt. Vertreter der Westenergie Breitband GmbH stellten Bürgermeister Dr. Remco van der Velden die weiteren Planungsschritte für seine Stadt sowie die ausführenden Unternehmen vitronet aus Essen (für den Tiefbau) und das Ingenieurbüro Lindschulte vor.
Auch in Bad Sassendorf und Ense wurden die ersten Bauauftaktgespräche bereits erfolgreich durchgeführt.

Bauauftaktgespräch in Geseke. (Foto: Westenergie Breitband)

Gute Ausbaufortschritte im MK

Der Glasfaserausbau im Märkischen Kreis nimmt weiter Fahrt auf. Matthias Pohl, seit April 2021 Gigabitkoordinator des Kreises, berichtete am 28.9. im Ausschuss für Digitalisierung und E-Government über den aktuellen Stand beim Breitbandausbau.

Der Glasfaserausbau ist nicht nur die Basis dafür, dass die Menschen digital arbeiten können, sondern auch ein wichtiger Standortfaktor. Beim Breitbandausbau profitiert der Märkische Kreis von diversen Förderprojekten des Bundes sowie des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Ausschuss für Digitalisierung und E-Government gab der Gigabitkoordinator des Märkischen Kreises, Matthias Pohl, einen aktuellen Überblick.
Das „Regionale Wirtschaftsförderprogramm“ (RWP) berücksichtigt insbesondere Gewerbetreibende, aber auch umliegende Privathaushalte. Das kommt den historisch gewachsenen Industrie- und Gewerbeansiedlungen im Märkischen Kreis entgegen. „Der Ausbau erfolgte in 42 Gewerbegebieten und ist seit April 2021 abgeschlossen“, berichtete Matthias Pohl und ergänzte: „Mehr als 940 Unternehmern und insgesamt rund 1.200 Adressen ist der Zugang zu einem Glasfaseranschluss mit einer Bandbreite von bis zu 1.000 Mbit/s ermöglicht worden.“ Dafür wurden 69 Kilometer Tiefbau realisiert und rund 126 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Von den etwa 1.200 Adressen haben bereits 465 einen Hausanschluss beauftragt. „Die Nachfrage bei den Privathaushalten und Unternehmen steigt“, sagte Pohl. Übrigens: Eigentümer, die sich im Ausbaugebiet des RWP-Verfahrens befinden und sich noch nicht für einen Glasfaseranschluss entschieden haben, können das jederzeit nachholen. Wichtig dabei: Für die Anbindung des Hausanschlusses erhebt der Netzbetreiber eine pauschale Installationsgebühr in Höhe von knapp 800 Euro.

Großes Interesse besteht auch beim Glasfaserausbau in den Wohngebieten (Bundesförderprogramm 3. Call). Die Rückmeldequoten in den Kommunen, in denen die Eigentümer bezüglich eines vollständig geförderten Glasfaseranschlusses kontaktiert worden sind, sind sehr gut und liegen durchschnittlich bei 92,6 Prozent. Sehr viele Rückmeldungen gibt es zum Beispiel in Plettenberg (96,08 Prozent), Schalksmühle (95,98 Prozent), Balve (95,45 Prozent), Kierspe (94,53 Prozent) und Meinerzhagen (94,69 Prozent). Matthias Pohl: „Das zeigt, dass das mit insgesamt 60,45 Millionen Euro geförderte Projekt von den Bürgerinnen und Bürgern außerordentlich gut angenommen wird. Die Fördermittel kommen so ganz konkret bei den Menschen an. Aktuell sind kreisweit bereits 2.726 Anschlüsse buchbar.“ In Altena-Rosmart und in den Ortsteilen Brinkerhofe, Schmermbeck, Hülscheid, Dornbusch, Altenhülscheid, Rotthausen, Lauenscheid, Harrenscheid und Everinghausen von Schalksmühle ist der Ausbau bereits komplett abgeschlossen.
Auch Einzellagen sowie Randbereiche außerhalb größerer Ortschaften im Märkischen Kreis kommen beim Breitbandausbau zum Zuge. In diesem Förderverfahren für die „weißen Flecken“ (sogenannter 6. Call der Bundesförderung Breitband) werden voraussichtlich weitere etwa 4.300 unterversorgte Privatadressen, 64 Gewerbegebiete mit ca. 2.225 Adressen, 58 Schulen und acht Krankenhäuser mit Glasfaser versorgt. „Hier warten wir nach dem Ausschreibeverfahren auf den finalen Förderbescheid, um den Auftrag vergeben zu können“, sagte Matthias Pohl. Mit dem Ausbaustart wird im ersten Quartal 2022 gerechnet.

Weitere Infos: https://www.maerkischer-kreis.de/breitband.php

5G Workshops und Exkursion

Was sind 5G Campusnetze, welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein und wie ist die Umsetzung eines Campusnetzes zu planen? Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe werden diese und weitere Fragen in den Grundlagenworkshops „Industrial 5G – Campusnetze“ bei verschiedenen Unternehmen aus der Region beantwortet.

Marco Voge (4.v.l.), Landrat des Märkischen Kreises und Aufsichtsratsvorsitzender der TKG Südwestfalen, informierte sich beim 5G Workshop bei der Fa. hotset GmbH in Lüdenscheid.

Neben dem theoretischen Inhalt stehen viele Praxisbeispiele auf der Tagesordnung und erste Schritte für eigene Vorhaben werden aufgezeigt. Die Teilnahme ist kostenlos und richtet sich an die Unternehmen unterschiedlichster Branchen (produzierendes Gewerbe, Dienstleistungsunternehmen, etc.) aus der Region Südwestfalen.

Auch bei der Fa. Persta in Warstein wurden spannende Einblicke in den Aufbau einer betriebseigenen 5G Mobilfunk-Infrastruktur vermittelt.

Die Workshops sind Teil des kostenlosen Angebotes 5G IoT-Box. Damit lassen sich u.a. Daten wie Maschinenlaufzeiten, Ausschuss, Temperatur, Energie und Vibration unkompliziert erfassen, z.B. um Ausfallzeiten zu reduzieren oder Qualitätsabweichungen rechtzeitig zu erkennen.

Am 30.09.2021 findet außerdem eine Exkursion zum „5G-Industry Campus Europe“ an die RWTH Aachen statt. Die Exkursion ist eingebettet in eine Netzwerkveranstaltung des International Center for Networked, Adaptive Production“ (ICNAP). Die Teilnahme ist kostenlos, die Teilnehmerzahl aber begrenzt. Eine Anmeldung zwingend erforderlich.

AGENDA:

  1. Begrüßung und Vorstellung des ICNAP
  2. ICNAP Fachvortrag (XITASO)
  3. Impulsvorträge zu 5G
    3.1 Herausforderungen in der vernetzten Produktion
    3.2 Einführung in die 5G-Technologie
    3.3 Wirtschaftliche Bewertung
    3.4 Vorstellung des 5G-ICE und seiner Use-Cases
  4. 5G-Campus Führung
  5. World-Cafe
  6. Abschluss

Alles weitere dazu auf den Seiten unseres Kooperationspartners www.wfg-kreis-soest.de/5g.

Spatenstich 6. Call im Kreis Soest

Am 26.08.2021 hat Landrätin Eva Irrgang zusammen mit Vertretern der Westenergie Breitband GmbH, der Fördergeber von Bund und Land und der Bürgermeister mit einem symbolischen Spatenstich die Runde zwei des geförderten Breitbandausbaus im Kreis Soest eingeläutet. Möglich wurde die Einbeziehung weiterer unterversorgter Gebiete durch den 6. Call, um den die Bundesförderung Ende 2018 erweitert wurde. Wie schon beim 3. Call hatten alle 14 Kommunen über den Kreis erfolgreich einen gemeinsamen Förderantrag gestellt (wir berichteten).

Landrätin Eva Irrgang (4. v. l.) und Matthias Lürbke (6. v. l.), Bürgermeister der Gemeinde Lippetal, feierten zusammen mit Regierungspräsident Hans-Jochen Vogel (3. v. l.) sowie dem Sprecher der Bürgermeister im Kreis Soest, Dr. Remco van der Velden (7. v. l.) und Repräsentanten der beteiligten Unternehmen den symbolischen ersten Spatentisch für den Breitbandausbau in der Gemeinde Lippetal. Mit dabei waren auch Alice Fuhrmann (3. v. r.) von der Bundesförderung Breitband – atene Kom sowie Christoph Hellmann (l.), Breitbandkoordinator des Kreises Soest. (Foto: Kreis Soest)

Rund 100 Mio. Euro wird das Infrastrukturlos 1 dieser Förderung insgesamt kosten, davon kommen 49,9 Mio. Euro als Fördermittel vom Bund, 44,1 Mio. vom Land und 5,8 Mio. sind Eigenanteile der Kommune. „Das sind beeindruckende Zahlen“, stellt die Landrätin Eva Irrgang fest. „Aber Investitionen in schnelles Internet sind Investitionen, die den Kreis Soest für die Zukunft aufstellen. Deshalb haben wir natürlich auch die abgelegenen Einzellagen im Blick. Der Datenverkehr wird in den kommenden Jahren rasant ansteigen und um diese Datenmengen auch zuverlässig zu transportieren, sind leistungsstarke Internet-Anschlüsse zwingend notwendig – überall.“

Im nördlichen Lippetal, Ort des symbolischen Spatenstichs, wird es besonders deutlich, dass bei dieser ländlichen Besiedlung der privatwirtschaftliche Breitbandausbau nicht rentabel ist und es nur mit Hilfe von Fördermitteln zu einer zukunftsfähigen Glasfaserversorgung kommen kann. Nach umfangreichen Planungen und Vorarbeiten laufen die Tiefbauarbeiten bereits seit einigen Wochen, und zwar für kreisweit weitere 2.771 Gebäude in abgelegenen Einzellagen sowie 72 Schulen und 3 Krankenhäuser. In diesen Bereichen sind die Arbeiten im Auftrag des Kreis Soest durch den Vertragspartner und Bauherren, die Westenergie Breitband GmbH, aufgenommen worden. „Die ersten Kilometer der Leitungstrasse sind bereits verlegt und es geht weiter zügig voran“, berichtet der Projektleiter der Westenergie Breitband, Rainer Niehaus. In vielen Teilen kann die innovative Verlege-Methode der Firma LayJet aus Österreich angewandt werden. Mit dieser Arbeitsweise kann gegenüber herkömmlicher Bauweise mit bis zu 3.000 Meter die zehnfache Grabenlänge an einem Arbeitstag erreicht werden (wir berichteten).

Die erforderlichen Tiefbauarbeiten umfassen in allen 14 Kommunen insgesamt eine Länge von rund 800 Kilometern. Der Breitbandausbau erfolgt in 20 Bauabschnitten, die sich über das gesamte Kreisgebiet verteilen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Bauabschnitte ans Netz gehen. Schritt für Schritt werden die weiteren Abschnitte folgen, wobei die Schulen und Krankenhäuser priorisiert angeschlossen werden. Die Fertigstellung dieser umfangreichen Baumaßnahme insgesamt ist für Ende 2024 geplant.

Die Glasfaser-Kabel werden bei dieser Förderung im öffentlichen Raum bis vor die Gebäude gelegt. Die Entscheidung, ob die Kabel dann bis ins Haus reichen sollen, damit die Bewohner sie nutzen können, trifft letztendlich aber der Eigentümer. Dieser hat bis zum Stichtag, der pro Ausbaugebiet auf der Internetseite der Westenergie Breitband veröffentlicht wird, die Möglichkeit, eine Grundstückseigentümererklärung bei der Westenergie Breitband einzureichen und erhält dann den kostenfreien Glasfaseranschluss bis in das Haus.

Der Gigabitkoordinator des Kreises Soest, Christoph Hellmann, sieht bereits viel erreicht: „Wir verfolgen im Kreis Soest seit 2016 gemeinsam mit den 14 Kommunen im geförderten und im privatwirtschaftlichen Glasfaserausbau das Ziel, möglichst schnell die zukunftssichere Glasfaser in alle Unternehmen und Häuser zu bringen. Mit diesem Ziel sind wir im Kreis Soest sehr gut unterwegs. Wenn der Schnitt in der Glasfaserversorgung in Deutschland heute bei rund 17,7 Prozent liegt, werden durch die aktuell laufenden und geplanten Maßnahmen im Kreis Soest über 30 Prozent der Adressen mit Glasfaser bis in die Häuser versorgt. Weitere 61 Prozent haben bereits das gigabitfähige TV-Kabelnetz zur Verfügung. Es steht also schon jetzt eine gute Internetversorgung zur Verfügung, die wir in den kommenden Jahren mit der zukunftssicheren Technologie Glasfaser weiter voranbringen wollen“.

Alle Informationen zum Breitbandausbau finden Interessierte auf der Internetseite www.kreis-soest.de/breitband.